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taz

Die taz-Schweinejournalisten haben wieder zugeschlagen

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Eine Polizistin wird im Zug von einem Geflüchteten mit einem Messer angegriffen. Der Täter sticht ihr ins Gesicht. Sie erschießt ihn.

Für Die Tageszeitung stellt sich das so dar: Die Polizistin war außer Dienst und fuhr dennoch, was angeblich ungewöhnlich ist, in Uniform. Da kann man nämlich kostenlos Bahn fahren. Verkehrsbetriebe sehen das gerne. Sie können dann am eigenen Sicherheitspersonal sparen.

Die Schweinejournalistin spekuliert, ob die Uniform den polizeibekannten Schutzsuchenden provoziert hätte. Falls ja, wäre es tragisch. Denn die hätte ja gar nicht uniformiert reisen müssen.

Was hätte ein Minirock im Messerstecher ausgelöst?

Zur Berufsethik von taz-Journalisten siehe auch hier, hier und hier.

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Von welchen Leuten heute Zeitung gemacht wird

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Blogger Hadmut Danisch schildert eine Veranstaltung am Berliner Cottbusser Tor(!), in der vier „Qualitätsjournalisten“ sich über Scheiß-Deutschland ausließen:

  • Mohamed Amjahid (Autor „Unter Weißen“, Zeit-Magazin-Redakteur, vorher Tagesspiegel)
  • Fatma Aydemir (Schriftstellerin, taz-Journalistin, hier: Moderatorin)
  • Enrico Ippolito (Kulturchef Spiegel Online, vorher taz)
  • Hengameh Yaghoobifarah (Missy Magazine, taz-Kolumnistin)

Sie zelebrieren ihre Verachtung der „kartoffeldeutschen Gesellschaft“  (aus einer Rezension des Debütromans von Aydemir). Herablassend, schnöselig, vulgär, sprachlich rudimentär würden sie über die Deutschen reden, die Kartoffeln, die Rassisten und vor allem die Nazis, Nazis, Nazis.

„Belehrung durch Dumme“ ist Danischs Fazit.

Man bekäme ein gruseliges Gefühl, von was für Leuten heute Zeitung gemacht würde, und warum Zeitung immer schlechter und desinformativer werden würde.

Wer sich´s zumuten will: hier!

 

Weltspitze in sozialer Ungleichheit: die arabischen Palästinensergebiete

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Während hierzulande jeden Monat neue Ungleichheitsstatistiken von der Armutsindustrie veröffentlicht und in den Nachrichtensendungen kommentarlos verlesen werden, bleiben die wirklich krassen Unterschiede in der Welt unerwähnt. Das sind die Staaten im Nahen Osten! An der Spitze stehen die Palästinensergebiete; sie sind weltweit führend in sozialer Ungleichheit.

Und ausgerechnet denen gilt das Mitgefühl der deutschen Gutmenschen. Fast nie, vor allem nicht in den Berichten der Mainstreammedien, wird der Reichtum der nahöstlichen Oberschichten thematisiert. (Nicht gemeint sind die mittelöstlichen Golfstaaten!) Nur in der Antisemitismusdoku von Hafner/Shapira wurden einmal die Prachtvillen mit Pool und Fitnessstudio der Herrscher in Gaza gezeigt. Der Film wurde von den Unbelangbaren bei Arte und WDR erbittert bekämpft.

Die Zahlen stehen im neuesten Bericht zur weltweiten Ungleichheit, den Thomas Piketty und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlichten. (Hoffen wir, dass Pikettys Daten belastbar sind. Das ist nicht immer der Fall.). Alexander Wendt schreibt in seinem Blog Publico darüber. Daraus habe ich die Zahlen entnommen:

„In Europa kassieren die obersten zehn Prozent der Gesellschaft 37 Prozent aller Einkommen. Im Nahen Osten fließen 61 Prozent aller Einkommen in die Taschen des obersten Zehntels.“

Der sagenhafte Reichtum der islamistischen Oberschicht in Palästina erklärt sich aus den Zuwendungen der reichen Golfstaaten, den Spenden der islamischen Umma, den Milliarden von EU, UNO und den USA. (Obama hatte noch einmal draufgelegt.) Das Geld kommt nicht bei den Bedürftigen an, sondern bleibt bei den Funktionären von Hamas und Fatah hängen. Schon Arafat war Milliardär, seine in Paris lebende Ehefrau Millionärin. (Allerdings war er schon vorher gut verdienender Bauunternehmer in den Golfstaaten.) Dazu kommt noch das Geld, das die Hoheit über den Schmuggel nach Gaza bringt. Die Hamas enteignet rigoros Geschäfte und Grundstücke. Auch von Geldwäsche für al Quaida und IS ist die Rede.

Die Reichen entbehren in Gaza und auf der Westbank nichts, was es in USA und Europa zu kaufen gibt. Zu den Reichen gehört auch Ismail Haniyeh, bisher Premierminister von Gaza. Er zählt zu den 600 Millionären in Gaza, es gibt allerdings auch Milliardäre im arabischen Palästina. Die Zahl stand in der als glaubwürdig geltenden arabischen, in London erscheinenden Zeitung Asharq al Awsat.

Das Narrativ vom Apartheidstaat Israel als der Ursache allen Übels in Nahost, von der Pallywood-Industrie und Helfershelfern wie Sigmar Gabriel und der EU verbreitet, erfüllt seinen Zweck: Abzulenken von dem obszönen Reichtum der arabischen Oberschicht in Palästina. Wenn die Armen in Gaza und im ganzen Nahen Osten erkennen würden, dass sie ihre Unterdrücker und Ausbeuter selbst gewählt haben, würde mehr und anderes brennen als israelische Fahnen.

Und so berichtet die führende deutsche Qualitätszeitung, die Süddeutsche Zeitung:

SZ

Die taz, notorisch israelkritisch, hatte schon 2009 einen israelhassenden kommunistischen Juden Shir Hever aufgetrieben, der wissen wollte, dass Israel nach den USA das Land mit der größten Ungleichheit wäre.

Einer der wenigen kritischen Kommentare zum taz-Artikel:

„Ist ja schön von der taz, daß sie immer wieder Israelis und Juden zu Wort kommen läßt, die in Opposition zur offizielen israelischen Palästinenser-Politik stehen (gibt es eigentlich noch einen, der in der taz noch nicht veröffentlicht wurde?), aber mich wundert, warum ausgerechnet die taz palästinensische Oppositionelle ignoriert, die sich gegen die offizielle palästinensische Israel-Politik wenden und fordern, den Juden die selben Menschenrechte (nämlich nicht in die Luft gebombt zu werden, nicht mit Kassam-Raketen terrorisiert zu werden, nicht von der vollständigen Auslöschung bedroht zu werden) wie den Palästinensern zuzugestehen…“

Update 26.12.17: Ein Google-Suchlauf („soziale Ungleicheit Palästina“) zeigt bei den ersten 50 Treffern keinen Hinweis auf die aktuelle Piketty-Studie bzw darauf, dass das arabische Palästina an der Spitze sozialer Ungleichheit steht. Der linksextremen taz (s. o.) und den rechtsextremen Deutschen Wirtschaftsnachrichten gelingt es sogar, Israel einen Spitzenplatz an Ungleichheit zuzuweisen.

Wer ist schuld am Wahldebakel?

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german-shepherdIm Leitmedium des Schweinejournalismus, der taz, recycelt der Redakteur für besondere Aufgaben, Jan Feddersen, das Narrativ von der faschistoiden westdeutschen Bundesrepublik. Die wäre schuld am Wahlerfolg der AfD. Der Faschismus wäre in Westdeutschland nie wirklich ausgerottet gewesen. „Im Alltagsleben war es damals so: Frauen sind dem Manne untertan, und sie waren es qua Heirat buchstäblich – nicht mehr allein geschäftsfähig, ihre Männer hatten Einspruchsrecht. Kinder waren noch in Schulen und Elternhäusern Gewalt ausgesetzt, buchstäblich (,) nicht nur struktureller. Es wurde geschlagen, geohrfeigt, gepeitscht, gedemütigt.“ Jetzt räche sich die ausgebliebene Bewältigung der Vergangenheit.

Im Freitag des Israel- und USA-Hassers Augstein kopiert ein „Journalist“ das beliebte linke Narrativ „Von Luther zu Hitler: „Es rächt sich, dass die Bundesrepublik Deutschland nie antifaschistisch war, wenn sie ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus zu klären suchte und selten erklären wollte, weshalb sie ab 1949 die NS-Funktionseliten von den Juristen über die Verwaltungsbürokraten bis zu den Militärs ungerührt übernommen hat. Und das in staatstragender Funktion. Ein sich damit identifizierendes deutsch-nationales Milieu war jahrzehntelang in der CDU Adenauers, Kiesingers, Barzels und Kohls zuhause. Es hat nun offenbar in der AfD ein politisches Exil gefunden, um dieser Partei zusammen mit deren Stammwählern in Ostdeutschland Platz 3 zu sichern.“ Gerade noch hat der herumirrende Schreiber die Kurve zu den ostdeutschen AfD-Stammwählern(?) gekriegt.

(zitiert bei Perlentaucher)

Zur faschistoiden BRD und der antifaschistischen DDR

Was ich noch loswerden wollte: Der Justizminister wird nicht mehr Heiko Maas heißen.

taz für Israel-Boykott

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taz-Journalist Daniel Bax kritisiert den Berliner Regierenden Bürgermeister, weil der sich endlich auch aufrafft, der antisemitischen BDS-Bewegung keine Räume mehr zu geben. Zuletzt hatten die BDS-Fanatiker eine Holocaustüberlebende niedergeschrien.

Der sich für unbelangbar haltende Journalist Bax verklagt Menschen, die seine antiisraelische Haltung kritisieren. Getroffen hat es Benjamin Weinthal, den Europa-Korrespondenten der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Bax läuft mit den Antisemiten Lejeune und David Sheen demonstrierend durch Berlin und zieht jetzt beleidigt vor Gericht, weil man seine antiisraelische Berichterstattung kritisiert.

Nachtrag 13.9.17: Wie könnte es anders sein: Im linken Tagesspiegel (TS) darf Bax erläutern, warum er jetzt einen rechten Israeli wegen Verharmlosung des Holocaust verklagt, weil er von ihm als „Judenreferent“ der taz bezeichnet wurde.

Dass Bax nichts gegen den antisemitischen BDS und seine Krawalle in Berlin hat, wird vom TS-Interviewer nicht erwähnt.

 

taz verteidigt israelfeindlichen Kurs von Arte

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Es ist schon verwunderlich, aber die Schweinejournalisten von der Tageszeitung lassen nichts aus. Die Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland, und das waren beileibe nicht die einzigen, gilt der taz-Journalistin als Einmischung in die Programmhoheit des französisch-deutschen Senders Arte. Der macht zurzeit verstärkt von sich reden mit seiner araberfreundlichen Programmgestaltung. Während er einen israelfreundlichen Film erst auf Grund des öffentlichen Drucks, mit den peinlichen „Faktenchecks“ des WDR versehen, ausstrahlt, senden die Straßburger Unbelangbaren den Film einer antiisraelischen Aktivistin ganz ohne Faktencheck.

taz-Journalistin Marlene Halser missbilligt, dass die Interessenvertretung der Juden in Deutschland sich zum zweiten Mal in die Programmgestaltung des Senders einmischen würde.

Allenfalls die israelische Botschaft hätte eine gewisse Berechtigung.

Wogegen ich mir unschwer vorstellen kann, was Frau Halser dann schreiben würde: Wie kommt die Vertretung eines ausländischen Staates dazu, sich in die Programmgestaltung eines öffentlich-rechtlichen Senders einzumischen?

(nach Jüdische Allgemeine)

Neues von den Schweinejournalisten

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Die taz hat wieder einmal gezeigt, woher sie ihre Qualitätsmaßstäbe bezieht: aus der Jauchegrube.

taz Tod Kohls

Immerhin: der Chefredakteur entschuldigt sich.

Dunja Hayali besucht „Dunkeldeutschland“

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Die preisgekrönte Moma-Moderatorin und Nahost-Expertin verblüfft ihre Fans: Sie ließ sich von der Jungen Freiheit interviewen. Anja Meier vom Leitmedium des Schweinejournalismus, der Tageszeitung, ist fassungslos. Zwar referiert sie einige Gründe, warum das Vorgehen Hayalis eines Journalisten würdig ist, bis hin zum Zitat vom Philosophen Gadamer.

Es klingt dennoch resigniert, wenn sie feststellt, das die Medien in Deutschland nun mal frei wären. Aber müsse es gleich die Junge Freiheit sein? Und dann fällt ihr der rettende Vergleich ein: Früher hätten kluge Leute ja auch gesagt, man müsse mit der Stasi reden, in dem Irrglauben, man könne etwas bewirken.

Der Vergleich der rechten Jungen Freiheit mit der Stasi dürfte der innenpolitischen Sprecherin der sozialistischen Fraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, nicht gefallen. Die Bundestagsabgeordnete lobte die Geheimdienstler 2010 für ihre mutige Arbeit. (Sie zieht sich aus dem Bundestag zurück. Dabei hätte sie doch in einer rotrotgrünen Regierung Geheimdienstkoordinatorin werden können.)

Link

Siehe auch im Blog!

Update 26. Mai 2017: Jetzt macht Frau Hayali eine Weltreise, um im Schnelldurchgang zu zeigen, wie die bösen Populisten UNS die Demokratie wegnehmen. Die Kommentare zum Bericht auf Welt Online reichen aus. Alles gesagt!

Die grünen Schilderstürmer

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Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin betrete ich, wenn ich auf eine Toilette muss oder in der Caféteria etwas trinken möchte. Von den Ausstellungen war ich so enttäuscht, dass ich sie seit Jahren nicht mehr beachte. Zeitungskritiken bestätigen mich in meiner Meinung. So war das auch mit der Ausstellung über den deutschen Kolonialismus. Man kennt die Tendenz von DDR-Schulbüchern.

In Afrika ist der Forscher Gustav Nachtigal hoch angesehen. Orte, Straßen und Plätze sind nach ihm benannt und Denkmäler gibt es. Niemand macht Anstalten im postkolonialistischen Afrika, dies zu ändern. Nachtigal war ein Kritiker des muslimischen Menschenhandels mit Schwarzen. Er hinterließ ein umfangreiches ethnographisches und geographisches Werk.

Das DHM nennt ihn einen „Verbrecher“, die Journalistin der taz sekundiert: ein „Unterdrücker“ und „Kolonialherr der übleren Sorte“.

Das ist also die Allianz der Gutmenschen, die Fake-News produzieren: ein provinzielles Museum, dem keine Ausstellung gelingt, Schweinejournalisten und infantile Bezirkpolitiker*innen, die 1984 spielen.

Der unbedingt lesenswerte Text von Ulli Kulke, auf den ich mich beziehe, nennt sehenswerte Videoclips, die – man staune – im Museum gezeigt werden. Die Gutmenschen sollten sie auf jeden Fall anschauen.

Deniz Yücel über Gauck: „Der eitle Zonenpfaffe“

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yucel

Eine Marketingidee von Deniz Yücel und seiner Kollegin Meliy Kiyak ist es, Hasstiraden zu schreiben und dann durch die Lande zu reisen, um die Hass-Mails, die sie daraufhin erhalten, vorzulesen und Betroffenheit zu erzeugen. (Yücel zum Publikum: „Wieso lachen Sie?“)

Die taz, das Leitmedium des Schweinejournalismus, war sein „Spielplatz“. Mag sein, dass man Yücel am besten versteht, wenn man das wörtlich nimmt: Er will nur spielen. Sein Hass auf Joachim Gauck, sein Hass auf Thilo Sarrazin, sein Hass auf Deutschland ist gespielt.

Dass der Komiker und Grimme-Preisträger Jan Böhmermann die Anzeigenkampagne für den kurdischen Kollegen Yüzel mitorganisiert hat, stützt diese Interpretation.

So wird auch sein Wechsel von einer linksextremen zu einer, sagen wir, rechtsliberalen Zeitung nachvollziehbar. So rechts, wie man sie immer noch hält, ist Die Welt schon lange nicht mehr. Der Wechsel von Journalisten zwischen Zeitungsredaktionen unterschiedlicher politischer Couleur ist heute normal. Erklärt die Stromlinienform der Mitarbeiter die Einstimmigkeit vieler Medien im Kampf gegen alles, was rechts und „islamophob“ ist, und den Einsatz für eine grenzenlose Willkommenskultur?

Aus Deniz Yücels taz-Kolumne:

Yücel scheint, ähnlich wie Augstein von Israel, von Gauck besessen zu sein.

Hier liefert er den Häscherinnen der Kahane-Stiftung und ihrer medialen Claque eine Schwarze Liste nicht-linker Publizisten:

Ausgerechnet mit diesem türkischen und deutschen Staatsbürger soll man sich solidarisieren.

Um wieder von Yücels Hassrede herunterzukommen, ein Auszug aus einem ARD-Interview am 11. Juni 2010 mit Joachim Gauck:

Frage: War der Versuch des Kommunismus auf deutschem Boden ebenso totalitär wie der Nationalsozialismus?

Gauck: Nein, das war er natürlich nicht. Ich bin ein Deutscher. Wissen Sie, ich musste in Deutschland lernen, in diesem Land noch sein zu wollen. Da war ich ein junger Mann und fing an zu lesen und zu denken, ich war begeistert für Schiller und für die Freiheit. Ich litt unter dem Kommunismus, weil mein Vater weg war. Aber dann wurde ich erwachsen. Schon als Jugendlicher habe ich in diese Bücher geschaut, ‚Der gelbe Stern‘, ich war entsetzt. Ich habe meine Eltern gefragt: „Was, was habt ihr gemacht, was wisst ihr?“ Sie wussten nichts. Also dann habe ich gelernt, was das bedeutet in diesem Land aufzuwachsen. Dazu wollte ich noch an Gott glauben, nach Auschwitz. Das war für mich wirklich so prägend, dass ich tief heimatlos war in diesem Land. Erst ganz, ganz langsam bin ich wieder beheimatet worden. Deshalb ist für mich immer das schwarze Loch der Geschichte der Nationalsozialismus. Es gibt keine Aussage, die belegen würde, dass ich je anders gedacht hätte. Aber, es war in der Medizin so: Als die medizinische Wissenschaft die Pest besiegt hatte, ging sie auch daran, die Cholera zu besiegen. Wenn wir eine Diktatur negativ beurteilen, die wir als die verbrecherischste beurteilen, dann dürfen wir der nächsten auch Aufmerksamkeit zuwenden und dürfen alles tun, damit sie nicht wiederkommt. Diese Diktatur nicht irgendwie schönen durch einen, sagen wir mal ‚Biedermeierblick‘.

Machen wir es kurz: „Je ne suis pas Deniz“.

Zu Deniz Yüzels Gauck-Hass passt dieser Beitrag aus meinem früheren Blog. (Die Hinweise auf Unterricht kann man überlesen.)

Der hessische Ministerpräsident Koch sicherte sich 1999 den Wahlsieg durch eine Kampagne gegen den Doppelpass, die doppelte Staatsangehörigkeit von Migranten. Gerade hatte die rot-grüne Bundesregierung die Regelung abgeschafft, dass junge Türkischstämmige, die als in Deutschland Geborene deutsche Staatsangehörige wurden, sich als Volljährige nicht mehr zwischen deutscher und türkischer Staatsbürgerschaft entscheiden mussten. (Türken sind sie für die Türkei automatisch, da sie von türkischen Eltern abstammen.)

Die Aufregung war groß. Jeder anständige linke und linksliberale Hesse wandte sich empört ab. Zum Glück für Koch gab es noch keine Twitter-Hashtags und auch Change.org war noch nicht zur Rettung des Abendlandes mit Petitionen und Unterschriftensammlungen angetreten. Ein 100 Millionen schweres Programm der Bundesregierung für „Demokratie und Toleranz. Gegen Koch“ gab es auch nicht. Und auch die Antifa hatte das Abfackeln der Autos von Andersdenkenden noch nicht flächendeckend eingeführt. (Nachtrag: Eine spät geborene FAZ-Redakteurin profiliert sich 2018 und nennt Koch einen „Hessenhitler“.)

In der „taz“ schrieb Yücel einen Bericht mit dem Titel: „Super, Deutschland schafft sich ab!“. Darin heißt es:

Deniz Yücel über das Deutschensterben

 

„Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab! …

Besonders erfreulich: Die Einwanderer… leisten ihren Beitrag zum (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben.“

Nachgetragen wurde dieser Gedanke, den ich mir lange verkniffen habe:

Wenn Yücel so über die Türken und die Türkei schreibt, wie er über Deutschland und die Deutschen geschrieben hat, kann ich Erdogan verstehen.

Für die Freilassung des Deutschenhassers setzt sich David Berger, unter der Bedingung, dass die Mainstreammedien sich für aggressiv textende Rechtspopulisten genauso einsetzen würden wie für Yücel.

13. 2.18: Inzwischen ist er aus dem Gefängnis entlassen. Der Prozess soll bald kommen versichert die türkische Regierung. Aber ausliefern wird ihn Deutschland sicher nicht.

Mal sehen, wie er zukünftig über Deutschland schreiben wird.

Nachtrag: Die türkisch-deutsche Journalistin Mesale Tolu, die ebenfalls aus der Haft entlassen worden war, aber die Türkei nicht verlassen darf, wundert sich über die Ungleichbehandlung. Hat sich unser geschäftsführender Außenminister nur für Yücel eingesetzt?