Tagesspiegel

Hurra! Weniger DDR-Grenztote! Glauben Faktenfinder bei rbb und Tagesspiegel

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grenzregime

Die Politikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Schroeder und Dr. Jochen Staadt legten im vergangenen Jahr eine Untersuchung über Opfer des DDR-Grenzregimes vor.

Im Klappentext heißt es: „Dieses Handbuch enthält die Biografien von 327 Todesopfern aus Ost und West, denen das DDR-Grenzregime zum Verhängnis wurde. Bei den Flüchtlingen, die erschossen, durch Minen und Selbstschussanlagen ums Leben kamen oder in Grenzgewässern ertranken, handelte es sich überwiegend um junge Menschen, die sich bewusst für den lebensgefährlichen Weg in die Freiheit und gegen die SED-Diktatur entschieden hatten. Zu ihrem Gedenken soll dieses Handbuch beitragen.

Es enthält auch die Lebensgeschichten von Zivilpersonen aus beiden deutschen Staaten, die ohne Fluchtabsichten dem DDR-Grenzregime zum Opfer fielen, und weiterhin die Schicksale von deutschen und sowjetischen Deserteuren, deren Fahnenfluchten an der DDR-Grenze tödlich scheiterten. Zusätzliche biografische Angaben widmen sich Grenzsoldaten, die aus Verzweiflung über die Zwänge des Dienstes in den Grenztruppen Suizid begingen, sowie jenen DDR-Grenzwächtern, die von westlicher Seite, von Fahnenflüchtigen oder von eigenen Kameraden, irrtümlich als Flüchtlinge erschossen wurden.“

Anderthalb Jahre später berichten rbb und Berliner Tagesspiegel, dass erhebliche Zweifel an der Zahl 327 Grenztote bestünden.

rbb und Tagesspiegel, dort zumal der Autor Alexander Fröhlich, sind bei mir schon lange nicht mehr über jeden Zweifel erhaben. Andererseits wurde ich von Untersuchungen der beiden Wissenschaftler noch nie enttäuscht.

Deshalb verunsicherte mich die Lektüre des Tagesspiegels. (rbb hatte ich nicht gesehen.) Verdächtig war für mich allenfalls, dass es wieder Alexander Fröhlich war. Er soll laut Tagesspiegel gründlich und umfassend über die Affäre um den Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe berichtet haben. Mir fehlten darin allerdings Angaben, die ich anderswo durchaus fand. Von wegen umfassend!

Der Vorwurf gegen Schroeder/Staadt war, dass die Zahlen in erheblichem Ausmaß unrichtig wären, weil die beiden Wissenschaftler auch Selbstmorde von Grenzschutzsoldaten mitgezählt hätten und Hinrichtungen wegen Fahnenflucht oder Dienstverweigerung. Alexander Fröhlich schrieb in ein und derselben Zeitungsausgabe gleich zwei Texte dazu.

rbb-„Investigativjournalistin“ Gabi Probst erregt sich:

„Die Bundeszentrale für Politische Bildung sponsert derzeit eine Sonderauflage von 2000 Exemplaren des Buches. Die Zahl 327 könnte einst in den Geschichtsbüchern stehen“.

Science Files-Blogger Michael Klein kommentiert dazu: „Und natürlich würden sich folgende Generationen furchtbar darüber erregen, dass nicht 327, sondern vielleicht nur 307 oder 317 oder 326 Tote in einem der vielen Zusammenhänge stehen, die zwischen einem menschenverachtenden Regime und der Möglichkeit, zu Tode zu kommen, vorhanden sind.“

Michael Klein veröffentlicht eine Stellungnahme der beiden Wissenschaftler (Die ich mir im rbb und Tagesspiegel gewünscht hätte!):

  • Das erste und ausführlichste Kapitel der wissenschaftlichen Studie enthält auf 417 Seiten 238 „Biografien der Todesopfer im innerdeutschen Grenzgebiet 1949-1989“.
  • Im zweiten Kapitel der Studie werden auf 51 Seiten 25 „Todesfälle in Ausübung des Grenzdienstes“ beschrieben. Hierbei handelt es sich um DDR-Grenzpolizisten und Grenzsoldaten, die von westlicher Seite oder von Fahnenflüchtigen erschossen wurden.
  • Im dritten Kapitel werden auf 27 Seiten 21 „Todesfälle im kausalen Zusammenhang des DDR-Grenzregimes“ dargestellt.
  • Im vierten Kapitel geht es auf 45 Seiten um 43 biografische Darstellungen über „Suizide in den Grenztruppen“.
  • Das fünfte Kapitel enthält auf 54 Seiten Informationen über „weitere Todes- und Verdachtsfälle“ und Begründungen dafür, warum diese nicht in die biografischen Kapitel aufgenommen worden sind.
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Tagesspiegel erkennt Rechtsruck in Deutschland

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Woran erkennt man den – angeblichen – Rechtsruck in Deutschland?

Ein Schreiber namens Gerrit Bartels hat im linken Berliner Tagesspiegel den Durchblick. Er beruft sich auf die Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie sieht „ein fatales Zeichen, wenn der Druck der rechten Szene kulturelle Angebote unterbindet.“ Gemeint hat die CDU-Politikerin die erste Reaktion des Weimarer Bauhauses auf die Absicht des ZDF, die linksextremen Fischfilet-Musiker nicht im Haus auftreten zu lassen. (Grütters hat zeitgleich gemeinsam mit dem sozialistischen Berliner Kultursenator Lederer den Gedenkstättenleiter und nachdrücklichen Linksparteikritiker Hubertus Knabe des Amtes verwiesen.)

Bartels erklärt uns den Song „Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse“ so: Da sei ein Aktivist von der Staatsgewalt zusammengeschlagen worden und wisse nicht, warum er vor Gericht gestellt wurde. Jetzt äußere er halt eine Rachefantasie.

Außerdem sei die Überwachung der Band durch den Verfassungsschutz sehr lange her. AfD-Politiker würden sich dagegen ständig demokratiefeindlich äußern.

Der Rechtsruck in Deutschland wäre offensichtlich.

Durch die Wahlergebnisse in Bayern und Hessen dürfte sich Gerrit Bartels bestätigt fühlen: Erdrutschartiger Rechtsruck! Keine grünen Ministerpräsidenten!

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Tagesspiegel-Schreiber Bartels kann sich beruhigen: Den Rest des Beitrags lesen »

Tagesspiegel: Linksversifft

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Der Berliner Tagesspiegel schreckt nicht davor zurück, auch in seinen TV-Tipps gegen Rechts zu agitieren: Er empfiehlt die ZDF-heute-Show, in der Verfassungsschutzpräsident Maaßen als „Schädling“ bezeichnet wurde: (2.11.18, p 27)

habeck

Mathias Meisner: Ein linker Aktivist, der für Tagesspiegel und Die Zeit arbeitet

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matthiasmeisner

Einer von den vielen Anti-Rechts-Aktivisten unter den Medienschaffenden: Der Tagesspiegel- und Die Zeit-Journalist Mathias Meisner.

Zwei Fälle, wie der Journalist Meisner seine Medienmacht missbraucht: Vera Lengsfeld beschreibt, wie er sie denunziert. Wie Meisner die Hetzjagd eines linksextremen Die Zeit-Kollegen auf angeblich rechtsextreme ausländische Journalisten verteidigt.

Wenn man liest, was Meisner twittert, wird klar, dass er kein seriöser Journalist ist.

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Zur Erinnerung: Ein linker Kulturwissenschaftler bezichtigt Gauland, seine linke Elitenkritik geklaut zu haben.

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Globale Eliten: eine neue Querfront von Karl Marx bis Gauland

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Ein empörter Aufschrei pflanzt sich in den linksgrünen Qualitätsmedien fort: Alexander Gauland hätte in einem Kommentar in der FAZ eine Hitlerrede abgeschrieben. Gauland, bzw. sein Redenschreiber, hatte geschrieben: Es gäbe eine „globalisierte Klasse“. „Ihre Mitglieder leben fast ausschließlich in Großstädten, sprechen fließend Englisch, und wenn sie zum Jobwechsel von Berlin nach London oder Singapur ziehen, finden sie überall ähnliche Appartements, Häuser, Restaurants, Geschäfte und Privatschulen. Dieses Milieu bleibt sozial unter sich, ist aber kulturell ´bunt´.“

Jemand will entdeckt haben, dass das auch Hitler so ähnlich schon gesagt hätte. Aufregung bei den Nazi-Jägern, nicht zuletzt im linken Berliner Tagesspiegel. Zuletzt hat noch der linke Medienschaffende Michael Seemann Gauland wegen Plagiats angezeigt. Seemann übt, wie Gauland, Kritik an einer globalen Elite. Allerdings aus sozialistischer Sicht. Es gibt also wieder einmal eine Querfront.

Von einer globalen Klasse oder Elite redete nicht nur Hitler (Er meinte allerdings die Juden, sondern auch Karl Marx und Thomas Mann (Ich schrieb im Abitur über ihn), ähnlich auch Theresa May und Samuel Huntington. Es lassen sich sicher noch zahlreiche weitere Autoren finden. Im Zusammenhang mit der wirtschaftsfeindlichen linksgrünen Politik habe ich schon davon gelesen: Wenn es für Atom- und Genforscher, für Energie- und Autokonzerne in Deutschland eng wird, gehen sie weg. Begründung: siehe oben!

Nun darf sich in der Tagesspiegel-Rubrik „Wissen“(!) auch noch der ehemals verdienstvolle Antisemitismusforscher Wolfgang Benz zu Gaulands angeblichem Hitler-Plagiat äußern. *

Dass die Medienschaffenden des selbst ernannten Leitmediums Tagesspiegel nicht erkannten, dass Gaulands Elitenkritik von rechts mit der linken Elitenkritik Seelands, veröffentlicht im Tagesspiegel(!!), übereinstimmt, sondern von dem ehemaligen Wissenschaftler Benz nachweisen lassen wollen, dass Gauland bei Hitler abgeschrieben hätte, zeigt, wie sehr sich die Qualitätsmedien in ihrer Anti-Rechts-Hetze inzwischen verrannt haben.

Ein hervorragender Lesetipp kommt von AchGut: „Der neue Klassenkampf. Ein Gespräch von Hansjörg Müller mit mit David Goodhart. U. a. war Goddhart von 1988 bis 1991 Korrespondent der Financial Times in Bonn. Er hat ein Buch über die soziale Spaltung in Groß-Britannien geschrieben.

Daraus ein Zitat: „Rechter Populismus richtet sich sowohl gegen die Elite als auch gegen alles Fremde, linker Populismus lediglich gegen die Elite. Tatsächlich ist vieles, was heute von Politikern und Medien als Populismus bezeichnet wird, eine legitime Reaktion auf liberale Übertreibungen.“

* Bei Prof. Dr. Benz trifft ein leicht modifiziertes Peter-Prinzip zu. Der  Bürokratieforscher Laurence J. Peter hatte erkannt, dass „jeder Beschäftigte dazu [neigt], bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen“ (Wikipedia-Zitat). Seit Benz emeritiert ist, sind die in Deutschland angeblich diskriminierten Muslime für ihn die neuen Juden. Überhaupt gründe der muslimische Antisemitismus auf einem Import aus Europa.

Getreu der von Benz, dem ehemaligen Chef des Zentrums für Antisemitismusforschung, ausgegebenen Parole, die arabischen Schutzsuchenden wären die Juden von heute, kümmert sich das Zentrum heute um Islamophobie. Dass es dabei mit Judenhassern und Islamisten kooperiert, stört nicht allzusehr.

Bemerkenswert ist, dass nun gerade FAZ-Schreiber Jochen Stahnke, eigentlich Israel-Korrespondent des Blattes, einen Islamophobie-Forscher verteidigt, der auf öffentlichen Druck hin von einer Islamophobie-Konferenz der Berliner Antisemitismusforscher ausgeladen wurde, weil er Mitarbeiter des antisemitischen Islamischen Menschenrechtsrates ist, der ein judenreines Jerusalem propagiert.

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Gleichschaltung: Sarrazin-Rezensionen

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Die die FAZ mit dem neuen Buch von Thilo Sarrazin umspringt, hatte ich erwähnt. Es war zu erwarten, dass die „Qualitätspresse“, unisono über Sarrazin herfallen würde.

Wer sich´s antun will: Der Stern, Tagesspiegel, Die Zeit, von Chaim Noll.

Endlich sind sie Hubertus Knabe los: struktureller Sexismus

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Update 15.10.18:

Knabe hatte zuletzt seinen Stellvertreter entlassen. Die Senatsverwaltung wirft ihm daraufhin vor, dass er dazu gar nicht befugt sei. Der Kultursenator ist der Dienstvorgesetzte. Warum hat der drei Jahre von den Vorwürfen gegen den Stellvertreter gewusst und ihn nicht entlassen? 

Der angeblich so umfassend recherchierte und aufklärende Text von Alexander Fröhlich im linken Tagesspiegel klärt diesen Widerspruch nicht auf.

Knabe wurde nie vollständig über die Verfehlungen seines Stellvertreters informiert. Zuletzt musste er ein Schreiben einfordern, über das ihn der rbb informiert hatte. Ein Gerichtsverfahren, das Knabe gegen seinen Stellvertreter angestrengt hatte, wurde eingestellt.

Der Direktor der Gedenkstätte Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, Dr. Hubertus Knabe, wurde vom Stiftungsrat unter Vorsitz des sozialistischen Berliner Kultursenators, Klaus Lederer, freigestellt und soll abgelöst werden.

Knabe soll gegen die sexuellen Verfehlungen seines Stellvertreters nicht energisch genug vorgegangen sein. Die Vorwürfe lauten „sexualisierte Machtstrukturen“ und „struktureller Sexismus“ (s. u.). In den Zeitungen ist von Sexismusvorwürfen gegen die „Führungsetage“ die Rede, also auch gegen Knabe.

Die Vorwürfe wg. Knabes anscheinend autoritären Führungsstils reichten wohl nicht aus. Ein strafrechtliches Verfahren gegen seinen Stellvertreter, das Knabe angestrengt hatte, wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt.  Zum sog. strukturellen Sexismus ist keine Untersuchung bekannt.

Nachdem die Vorwürfe gegen Knabe sogar manchem Journalisten arg pauschal vorkamen, hat sich jetzt auch noch eine Frau gefunden, die von Knabe sexuell belästigt worden sein will.

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Tagesspiegel lässt auch Linksextremismus kritisieren. Update: Und denunziert den Autor als Rechten!

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In Zeiten wie diesen, in denen Medienhysteriker die Machtergreifung von Nationalsozialisten in Sachsen herbeischreiben und sich über einen Hitlergruß mehr ereifern als über Plünderungen, 100 verletzte Polizisten, Steinwürfe von Hausdächern durch Linksextremisten in Hamburg, ist es erstaunlich, dass ein Blatt, das sich nicht von der linksgrünen Mainstreampresse unterscheidet, zu Doppelstandards bei der Bewertung von Links- und Rechtsextremismus äußert. Zwar ergreift kein Journalist des Blattes das Wort – warum eigentlich nicht? -, sondern ein emeritierter Professor war gebeten worden: der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse.

Das ist um so erstaunlicher, als Prof. Jesse als liberal-konservativ einzuschätzen ist. Ein Wikipedia-Schreiber zählt genüsslich auf, dass der Extremismusforscher mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet hätte. Er hielt dort Vorträge und das Innnenministerium kaufte Publikationen von ihm. Wikipedia weist auch darauf hin, dass die Extremismustheorie von Jesse im Gegensatz zur Faschismustheorie stünde(!?)

Umso größer mein Respekt für den mutigen Tagesspiegel. Ich werde hoffentlich nicht enttäuscht und der grüne Antifa-Fan Jan Albrecht plädiert in der nächsten Ausgabe für den Umbau des Verfassungsschutzes in ein AfD-Überwachungsamt.

Update: Ich bin immer noch zu gutgläubig. Der Tagesspiegel ist viel raffinierter: TS-Redakteur Sebastian Leber vervollständigt das miese Spiel: Prof. Jesse wird erlaubt, im Tagesspiegel gegen Rechts- und Linksextremismus zu schreiben. Sogleich ergreift Leber die Feder und erläutert dem Leser, dass Prof. Jesse einen Rechtsdrall hätte.

Leider bin ich der Zeitung auf den Leim gegangen. Ich hätte es besser wissen müssen. Schon 2010 hat TS-Schreiber Malte Lehming, leitender Redakteur, gestanden, dass er migrantische jugendliche Intensivtäter gut findet. „Nicht einmal die Hälfte der Menschen (der alten, weißen Bio-Deutschen; GS) wäre bei Arbeitslosigkeit zum Umzug bereit. Wenn in absehbarer Zeit das Durchschnittsalter in Deutschland bei 50 Jahren liegt, sind die gesellschaftlichen Folgen gravierend. Die Deutschen werden überwiegend sicherheitsfixiert, risikoscheu, besitzstandswahrend, unternehmensfeindlich sein. Ihr Ideal heißt dann endgültig Wellness mit Vollpension und Rücktrittsversicherung. Eine solche Gesellschaft braucht vor allem junge, tatkräftige, durchsetzungsfähige, agile Menschen…

Sie sind jung, mutig, mobil, hungrig, risikobereit, initiativ. Solche Menschen braucht das Land. Natürlich ist es nicht schön, wenn Jugendliche – ob mit türkischem oder libanesischem Hintergrund – in den Straßen von Berlin Banden bilden, Reviere verteidigen und mit Messern hantieren. Aber hinter der Kritik an ihrem Verhalten verbirgt sich oft bloß der Neid derer, die Vitalität als Bedrohung empfinden, weil sich die eigene Mobilität auf den Wechsel vom Einfamilienreihenhaus in die Seniorenresidenz beschränkt. Lieber ein paar junge, ausländische Intensivtäter als ein Heer von alten, intensiv passiven Eingeborenen. (Malte Lehming, leitender Redakteur Tagesspiegel)

Das antirassistische Proporzdenken nimmt Fahrt auf, zumindest im Berliner Tagesspiegel

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Waren das noch Zeiten, als es bei Partei- und Staatsämtern um die proportionale Besetzung mit Protestanten und Katholiken, Friesen oder Franken ging. Auch die Genderungerechtigkeit ist kein großes Thema mehr. (Bei Ärzten, Lehrern, der Abiturquote und Tatort-Kommissarinnen ist sie längst übererfüllt.) Neuer Dauerbrenner ist die Forderung nach mehr Ostdeutschen in ost- und gesamtdeutschen Führungspositionen.

Jetzt hat Andrea Dernbach aus der Queer-Redaktion des linken Berliner Tagesspiegels entdeckt, dass trotz des schnell wachsenden nichtweißen Bevölkerungsanteils auf unserem Territorium, keine Migranten in politischen und administrativen Führungspositionen sind, sondern fast ausschließlich weiße Männer und ein paar weiße Frauen.

Das wird heiter werden. Hat die CSU vor Jahren noch nach einem evangelischen Franken für den mit katholischen Bayern überbesetzten Parteivorstand gesucht, muss jetzt darauf geachtet werden, dass im Bundeskabinett nicht nur Länder-, parteipolitischer und heterosexueller Proporz herrschen muss. Die LGBTIQ-Lobby wird auf Transgender-Ministern und-Staatssekretären bestehen, die Islamverbände auf Ausgewogenheit zwischen Sunniten und Schiiten. Die Juden kriegen den Antisemitismusbeauftragten.

Das Schwarzweiß-Denken der Aktivistin Dernbach ist doch Rassismus. Oder?

Tagesspiegel online v. 12.8.18

Update 17.9.18: Frau Dernbach weitet ihre Antirassismus- und Gender-Akivitäten auf die Vergangenheit aus. Angesichts eines Besuchs in einem „Showroom der abendländischen Kultur“ fällt ihr auf, dass in dem Museum ausschließlich Köpfe männlicher Philosophen der Antike ausgestellt sind. Keine einzige Philosophin! Da könnten Kinder ja denken, dass Frauen nicht denken könnten. (Tagesspiegel, 17.9.18, p 17)

Aus dem Mülleimer des Tagesspiegel

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Vor vier Jahren sang ein Sebastian Leber, angeblich Reporter der Zeitung, ein Loblied auf die Antifa. Es vergingen viele Monate, bevor ein Redakteur Binnenpluralismus in dem linken Blatt herstellen durfte.

Mir fiel Lebers Rechtfertigung der Antifa-Gewalt gerade wieder in die Hände und mir bleibt, wie vor vier Jahren, wieder die Spucke weg, wie dreist hier ein „unbelangbarer“ Journalist die Gewalt der Antifa-Schläger als erlaubt ansieht. Er schreibt sogar naiv: „… jede andere Form von Gewalt ist natürlich nicht tolerierbar.“ Mülleimer anzuzünden oder Bushaltestellen zu demolieren, wäre zwar eine „Dummheit“, aber zu verkraften.

Zur Antifa u. a. hier im Blog:

Sogar die Linkspartei distanziert sich von den Leipziger Antifa-Schlägern

Linke SA?

Antifa-Faschisten, Linke und Grüne blockieren Frauendemo in Berlin