Tagesspiegel

Roter Thüringer Klüngel

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Bekanntermaßen will die Partei Die Linke. (nicht nur) in Thüringen den Verfassungsschutz abschaffen. Denn, so hat es der sozialistische thüringische Ministerpräsident einmal in einem Interview gesagt, Linksextremismus gäbe es in seinen Land nicht. Und was Rechtsextremismus angeht, hat der Landesverfassungsschutz ziemlich versagt. Als besseren Verfassungsschutz gründet die rot-rote Landesregierung die „Informations- und Dokumentationsstelle für Menschenrechte, Grundrechte und Demokratie“. jetzt: Institut für Demokratie und Zvilgesellschaft, IDZ. Träger wird die die linke Antoniu-Amadeo-Stiftung. Direktor wird der einzige Bewerber, der Soziologe Matthias Quent, ehemals Mitarbeiter der sozialistischen Landtagsabgeordneten Katharina König. (Gegen diese Klüngelwirtschaft gibt es eine staatsanwaltliche Ermittlung.)

In Thüringen gibt es bisher den ausgezeichneten „Thüringen-Monitor“, der Stimmungen und Einstellungen in der Bevölkerung misst, und an der Universität Jena das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismusforschung. Obwohl in Thüringen Aktivitäten und Straftaten auch der Linken zugenommen haben, werden dem Landesamt neue Personalstellen verweigert.

Heute lese ich in PNN/Tagesspiegel, dass die Linkspartei den Verfassungsschutzbericht 2016 angreift. Darin würde ein Anschlag auf eine Moschee den Linken (nicht gemeint: Die Linke.) in die Schuhe geschoben und ein von Rechten gefaktes Bekennerschreiben zitiert.

Berichterstatter im TS ist Rechtsextremismusexperte Matthias Meisner. Er erzählt von der Empörung in der Linkspartei, dass Linksextremisten fälschlich beschuldigt würden. Höhere Weihen erhält die Empörung der Linken im letzten Absatz des Berichts von Herrn Meisner. Dort lässt er nämlich den „Forscher“ und Direktor des IDZ, Matthias Quent, zu Wort kommen. Der Wissenschaftler spräche von einem Skandal.

Mark Twain hatte recht: Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Stasi auf der Frankfurter Buchmesse

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Auf den Leipziger Buchmessen der DDR hatte die Stasi alles im Blick, besonders die Stände der westdeutschen Verlage. Alle wussten es, aber es geschah diskret. Lieber nahm die SED in Kauf, dass Literatur des Klassenfeindes in den weiten Mänteln der Besucher verschwand, als dass sie vor internationalem Publikum offen auftrat.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2017 ist es ähnlich, aber doch auch anders. Die Buchmesse AG verkauft drei Messestände an drei angeblich rechtsextreme Verlage – Junge Freiheit, Antaios, Manuscriptum/Zeitschrift Tumult. 8.000 € hat der Stand des antaios-Verlages gekostet. Die Buchmessen AG nimmt also mit der einen Hand das Geld der Rechten. Andererseits will sie es mit dem Antifa-Mainstream der Kulturszene nicht verderben und ruft zu einem „aktiven Umgang“ mit diesen Verlagsständen auf. Ein Verlag, für den in der Nachbarschaft ein Stand reserviert war, wird umquartiert. Der Stand darf kostenlos von der Amadeu-Antonio-Stiftung benutzt werden. Die Standbesatzung der linksextremen Organisation der Ex-Stasi-IM Anetta Kahane hat die feindlichen Verlage gut im Blick und kann den Besucherstrom überwachen. Buchmessen-Mitarbeiter müssen Protestschilder hochhalten und die Stände mehrmals umrunden.

Nächtens werden der Antaios-Stand überfallen und Kaffee und Zahnpasta über die Bücher verteilt, bei Manuscriptum wurden alle Bücher, Zeitschriften und Flyer abgeräumt. (Was hat eigentlich die nächtliche Hallenaufsicht in dieser Zeit gemacht? Nachtrag: Das kann eigentlich nur mit Billigung oder durch Mitarbeiter der Buchmesse AG geschehen sein.)

Ich bin jahrzehntelang über die Buchmesse gelaufen. Auch durch eine Hallengasse, in der DKP, Pahl-Rugenstein, Trotzkisten, Argument, Junge Welt, Neues Deutschland, Marxistische Blätter, Jungle World*, konkret und taz jedes Jahr erneut den Kapitalismus untergehen sahen, die kommende Revolution in der Dritten Welt priesen und vor dem Faschismus warnten. Die Buchmesse AG hat kassiert und geschwiegen. *Zur Jungle World gehörte auch einmal der nach rechtsaußen abgedriftete Jürgen Elsässer. In ihr gibt es, bei aller linksradikaler Grundeinstellung, gelegentlich Lesenswertes.

Die „normal“ linken Aussteller wie Frankfurter Rundschau, Der Freitag, Trikont, VSA, Rote Fahne, Edition Ost, Eulenspiegel, Papyrossa, lasse ich außen vor. Es kann schon sein, dass es bei den linken Ständen etwas gruftig riecht, während die Rechte Morgenluft wittert. Den Rest des Beitrags lesen »

Die ökonomischen Kosten des – unbewiesenen – menschengemachten Klimawandels, auf Heller und Pfennig berechnet

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Sogar die Berichte des Weltklimarates, der Lobbyorganisation der Klimaalarmisten, wimmeln von Konjunktiven: könnte, vielleicht, möglich. Die Statistiken des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass Starkregen nicht zugenommen hat, ebensowenig die Hurrikane in der Karibik. Dies und die gerichtsnotorischen Manipulationen an den Klimadaten des IPCC sowie die teilweise erschreckend geringe Qualifikation der „Wissenschaftler“ sind keine Themen für Rechercheverbünde und Faktenchecker*Innen des ö.-r. Rundfunks. Stattdessen hängt man dort an den Lippen der Klimaalarmisten.

Prof. Schellnhuber weiß: „Die Klima-Mathematik ist brutal klar: Die Welt kann zwar nicht innerhalb von wenigen Jahren geheilt werden, aber wenn wir nichts tun, dann können wir sie durch Fahrlässigkeit bereits bis 2020 tödlich verwunden.“ (zit. nach PNN v. 5.7.17, Jan Kixmüller, „Nur noch drei Jahre“

Klimapapst Schellnhuber ist schon einen Schritt weiter. Er lässt die ökonomischen Kosten des – unbewiesenen – menschengemachten Klimawandels berechnen. Sind schon die zugrundeliegenden Klimadaten unzuverlässig und fehlerhaft, sollen jetzt wenigstens die Folgekosten genau errechnet werden: Die Toten der Dieselabgase, die Klimaflüchtlinge, die von überflutenden Südseeinseln in die bundesdeutschen Aufnahmelager flüchten, die Ausfälle im Wintertourimus wegen der angeblich wärmeren Winter. Ob sie dagegenrechnen, dass die Erwärmung den Rheumakranken hilft und Urlaubsflüge auf die Malediven erübrigt?

46_03_34---Clouds_web.jpgDie Moderatorin von brandenburg-aktuell des rbb gestern Abend hängt natürlich an den Lippen des Meisters. Bilder der Apokalypse, mit denen man die Schadensrechnungen des Potsdam-Institus für Klimafolgenforschung illustrieren kann, gibt es genug: Sturmflut, Hurrikan, aussterbende Eisbären, Kinderwagen neben Auspuffrohren.

Es war klar, dass die Konferenz der Potsdamer Klima-Alarmisten zu den Kosten des menschengemachten Klimawandels ein großes Presse-Echo finden würde.

Nachdem die IPCC-Forscher ihre Klimadaten zu den einzig wahren Werten der Wissenschaft gemacht haben, unpassende Daten wegließen oder fälschten und gegenteilige Meinungen erfolgreich aus Wikipedia und den Medien eliminieren konnten, gehen die Damen und Herren des „Potsdam-Instituts“ PIK jetzt dazu über, die Kosten des von ihnen behaupteten Klimawandels in ihren Computern berechnen zu lassen.

PNN-Klima-Experte Jan Kixmüller alarmiert seine Leser alle paar Jahre über die PIK-Prophezeiungen. Heute interviewt er dazu eine Klimafolgenexpertin des Instituts. Forscherin Dr. Katja Frieler ist „Lead of PIK Flagship activity PRIMAP“. PRIMAP soll ein Computer-Modell des gesamten Weltklimas nachbilden.

Was auffällt: Das Institut sieht sich nicht mehr nur für Klimafolgen zuständig. Frau Dr. Frieler nennt Klima und Wetter immer in einem Atemzug. So wird jedes Wetterphänomen automatisch ein Element des Klimawandels. So erleben wir das schon in den Medien: Jeder Starkregen, jede Flutwelle, jeder Hurrikan wird zum Zeichen des Klimawandels umgedeutet. Statistiken, die das Gegenteil beweisen, findet man nicht in der Tagesschau oder im TS.

Die 70.000 Hitzetoten des heißen Sommers von 2003: Der Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel wäre unstreitig, sagt schon Wikipedia und gibt eine einzige Quelle, ein Computermodell, an. Wenn man liest, dass die Klimaalarmisten tausende von Wikipedia-Artikeln im Sinne des IPCCs (um)formuliert haben…

Auch Dr. Frieler behauptet das im Gespräch mit Jan Kixmüller. 2003 liegt im Zeitraum, in dem die laut Klima-Alarmisten ständig steigende Welttemperatur nicht angestiegen ist. Die Weltdurchschnittstemperatur liegt im Übrigen um 1 Grad niedriger als vor 50 Jahren. Deswegen ist letztere in IPCC-Publikationen nicht mehr zu finden.

Wenn es zu einer Dürre kommt und Getreidepreise steigen, kann das PIK beweisen, dass es einen Zusammenhang gibt! Die Forscherin hat auch einen Vorschlag, was man dagegen tun kann. Nein, jetzt kommt nicht das SUV- oder das Diesel-Verbot, nein, man muss Vorräte für Dürrezeiten anlegen! Und man könne die Produktivität verbessern. (Zur Problematik der Gentechnik in der Landwirtschaft wird aber nichts gesagt.) Frau Dr. Frielers Studie könne, so sagt sie, helfen, zukünfig Preisspitzen zu vermeiden.

Von Haiti las man kürzlich, dass dort nepalesische UN-Soldaten die Cholera eingeschleppt hätten. Bei Dr. Frieler in der PNN hat ein anderes Narrativ:  Der erste Ausbruch der Epidemie war nach einem starken Erdbeben(!).  Nach dem ersten Absinken der Infektionen gab es wieder einen Anstieg, „begleitet“ von starken Regenfällen. Der neuerliche Anstieg soll von „zusätzlichen Erregern“ gekommen sein, die vom Regen in die Flüsse gespült worden wären. Regnete es Cholera-Erreger?

Bevor Jan Kixmüller zur weltweiten Migration vor der Erwärmung der Erde kommt, gibt Frau Dr. Frieler zu: Der Zusammenhang mit dem Niederschlag ist bei der Cholera allerdings nicht immer eindeutig.

Das Interview

 

 

AfD-Wähler müssen erzogen werden

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Im Tagesspiegel (TS) karikiert der preisgekrönte Karikaturist Stuttmann einmal nicht die NATO, die USA, Trump oder die Bundeskanzlerin. Heute geht es ihm um die Verrohung der Sprache der neuen SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Andrea Nahles. Geht doch, dachte ich. Es müssen nicht immer deutsche Panzer an Russlands Grenzen sein.

Da fällt mein Blick auf die daneben stehende Rubrik „Logbuch“. Deniz Utlu, Schriftsteller und TS-Mitarbeiter, philosophiert über den Rassismus der Mitte: „…, reden wir über Rassismus. Reden wir über uns.“

„Wir“ sind rassistisch, weil „wir“ antidemokratische Kräfte ins Parlament geschickt hätten. (Er bezieht sich selbst in das „Wir“ ein. Ist das ein literarisches Stilmittel?)

Ich versuche, seine Klischees auseinander zu sortieren. Das ist nicht einfach, weil sprachliche Klarheit gelegentlich fehlt: So mahnt er, mit Adorno „kritische Selbstreflexion“ in der Bundesrepublik „durchzusetzen“. Allerdings nicht als Antwort auf rassistische Ideologien, die es in allen gesellschaftlichen Schichten gäbe. Bisher ging ihm vor allem um „uns“, die Mitte der Gesellschaft, die die antidemokratischen Kräfte ins Parlament geschickt hätte. Wieso „allerdings“? Warum betont er, dass Erziehung zur Selbstreflexion nicht dem Kampf gegen Armut und niedrige Renten widerspricht? Sind „wir“ von der rassistischen Mitte auch noch blöd? Dagegen spricht, dass er sich immer ins „wir“ einbezieht. Im nächsten Satz erklärt er uns den jetzt auf einmal in allen Gesellschaftsschichten vorhandenen Rassismus: „ein hierarchisches – meist unbewusstes – Bewertungssystem zwischen(?) Menschen auf Basis kulturalistischer oder biologistischer Merkmale“

Ich habe nachgesehen: Was biologistisch ist, „erklärt“ eine „Fachstelle Gender und Rechtsextremismus“ der linken Amadeu-Antonio-Stiftung so: Wer denkt, Geschlechterrollen seien genetisch vorgegeben, denkt biologistisch und ist demnach rechtsextrem.

Man müsse in der Mitte der Gesellschaft ansetzen! Jetzt also doch wieder Mitte. Eben waren wir bei „allen gesellschaftlichen Schichten“, jetzt soll die Mitte erzogen, gemeint ist doch eigentlich umerzogen werden. Es gehe nicht um „Sorgen“ der Wähler, die sie zur AfD getrieben haben. Wer keine „Skrupel“ hatte, die AfD zu wählen, muss umerzogen werden!

Die Notwendigkeit „unserer“ Umerziehung belegt er mit Berichten des UNO-Menschenrechtsrates vom strukturellen Rassismus in der deutschen Justiz und Verwaltung gegenüber Afrodeutschen und seiner Kritik am mangelnden Schutz muslimischer Mitbürger*. Mit der Kritik am UNO-Menschenrechtsrat hat sich Herr Utlu nicht beschäftigt. Sonst müsste ihm, der laut Tagesspiegel-Legende weit gereist ist, bekannt sein, dass die Menschenrechtskenner des UN-Rates Menschenrechtsverstöße in 92% ihrer Berichte nur im rassistischen Israel zu erkennen vermögen.

Dass antidemokratische Kräfte schon lange im Bundestag sitzen, hat Herrn Utlu bisher nicht gestört. Kennt er die MdBs Jelpke, Höger, Gehrcke et. al. nicht?

So geht es weiter. Die antidemokratischen Rassisten im Bundestag sind Holocaustleugner, Entsorger, reden von „Volksgemeinschaft“ und „Denkmal der Schande“. Sogar Herr Stuttmann hat erkannt, dass auch Vertreter der demokratischen Kräfte sprachlich entgleisen können. Aber „wir“, die Wähler der Mitte, die sich die falschen Sorgen machen, müssen schleunigst erzogen werden. (Umerziehung lässt sich bei Mao und Pol Pot studieren.)

Ein erster Schritt nach Utlu: die sträfliche Nichtbeachtung des NSU-Prozesses durch „uns“ beenden. (Das Thema hatte er im Juli schon einmal.) Vielleicht war Herr Utlu doch viel im Ausland und hat nicht mitbekommen, dass die NSU-Morde nicht nur in den Nachrichten, sondern auch im Dokumentarfilm, im Fernsehspiel und in zwei Dutzend Büchern beachtet wurden. Die – allerdings linke – Zeit beobachtete in einem täglich aktualisierten Blog das Prozessgeschehen. Zuletzt gab es leise Kritik, ob die lebenslängliche Sicherungsverwahrung für Beate Zschäpe nicht doch ein wenig populistisch überzogen sein könnte. Die – in den Augen des Schriftstellers Utlu – sträfliche Nichtbeachtung soll also weg. Was wäre noch zu tun? Projektwochen in den Schulen, Erwähnung im „Wort zum Sonntag“, eigene Talkshow, Materialhefte der Bundeszentrale für politische Bildung? Fortbildungsseminare für Medienschaffende und Lehrkräfte ab Klasse 5, Erwähnung in Regierungserklärungen?

Nebenbei: Über die linksextreme RAF mit dreimal so vielen Ermordeten gibt es nur 8, nicht 24 Bücher.

Jetzt rächt sich das Verbot der Linksextremisten-Plattform Indymedia. Deren Texte erscheinen nun im Tagesspiegel.

Der Schriftsteller Utlu darf gerne seine Belesenheit (Adorno) und seine Kenntnis des Gender-Deutschen (kulturalistisch, biologistisch, rassistisch) ausstellen, auch seine totalitären Phantasien (erziehen). Vom Tagesspiegel hätte ich mir eine sachkundige Analyse der Gründe des AfD-Wahlerfolgs gewünscht und nicht platten Linkspopulismus.

 

Sprachpolizei

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Zwei Berichte zum Zustand der deutschen Sprache wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten:

Dr. Anja Kühne, Bildungs- und Genderexpertin im Tagesspiegel, findet, dass die Genderisierung der Sprache (Schneider*meister*innen), das Eindringen türkischer Grammatik, z. B. Weglassen von Ortsadverbien: „Isch gehe Schule“, zeige, wie lebendig unsere Sprache wäre und ständig „kreativ“ weiterentwickelt würde.

Korrekter Sprachgebrauch und korrekte Grammatik seien früher den Kindern eingebleut worden.

Der emeritierte Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg hingegen findet in der FAZ den Genderwahn, die reduzierte Grammatik, die Leichte Sprache grässlich und einen Missbrauch.  (Sein Text ist anscheinend außerhalb des kostenpflichtigen Archivs nicht zugänglich. Aber Eisenberg hat in der FAZ zum Thema mehrfach veröffentlicht. Andreas Kilb schreibt aktuell ähnliches dazu. In der SZ hatte Eisenberg im März schon dazu geschrieben.)

taz für Israel-Boykott

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taz-Journalist Daniel Bax kritisiert den Berliner Regierenden Bürgermeister, weil der sich endlich auch aufrafft, der antisemitischen BDS-Bewegung keine Räume mehr zu geben. Zuletzt hatten die BDS-Fanatiker eine Holocaustüberlebende niedergeschrien.

Der sich für unbelangbar haltende Journalist Bax verklagt Menschen, die seine antiisraelische Haltung kritisieren. Getroffen hat es Benjamin Weinthal, den Europa-Korrespondenten der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Bax läuft mit den Antisemiten Lejeune und David Sheen demonstrierend durch Berlin und zieht jetzt beleidigt vor Gericht, weil man seine antiisraelische Berichterstattung kritisiert.

Nachtrag 13.9.17: Wie könnte es anders sein: Im linken Tagesspiegel (TS) darf Bax erläutern, warum er jetzt einen rechten Israeli wegen Verharmlosung des Holocaust verklagt, weil er von ihm als „Judenreferent“ der taz bezeichnet wurde.

Dass Bax nichts gegen den antisemitischen BDS und seine Krawalle in Berlin hat, wird vom TS-Interviewer nicht erwähnt.

 

Russische Armee übt dreimal mehr als die NATO

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Die FAZ zählt seit 2015 bei der NATO 38 Manöver bei den Russen 124. Das betrifft nur große Manöver mit mehr als 1.500 Soldat/-innen. Bei kleineren ist die Diskrepanz noch größer. Die Erhöhung der NATO-Manöver nach der Krim-Annexion 2014 und der Aufrüstung der russischen Armee ist darin enthalten. Wobei zugegeben wird, dass die Aufzählung wahrscheinlich nicht vollzählig ist.

Russland teilt Manöver gerne in mehrere selbstständige Übungen auf, so dass es sie nicht der OSZE melden muss.

Unverständlich ist vor diesem Hintergrund für mich die Kritik russlandfreundlicher SPD- und Linken-Politiker an der Entsendung von Bundeswehrsoldaten zu den NATO-Partnern im Baltikum und die Annäherung an die von den NATO-Staaten beschlossene Erhöhung des Wehretats in Richtung auf 2% des Bruttosozialprodukts.

In Brandenburg äußerte der ansonsten besonnene und überlegt redende Ministerpräsident Woidke Unverständnis für die eher symbolische Truppenentsendung. Der stellvertretende Ministerpräsident von der Linkspartei nahm an einer Straßendemonstration gegen durchreisende Bundeswehr-Fahrzeuge teil.

Der unsägliche Karikaturist Stuttmann des Tagesspiegels (TS) öffnete sogar das Jauchefass*: Er zeichnete einen Bundeswehrpanzer an der russischen Grenze (zurzeit als Zeichnung 319 zu sehen).

*Vom „Jauchefass Tagesspiegel“ spricht der FAZ-Blogger Don Alphonso, allerdings in einem anderen Zusammenhang. Ich lese seine Beiträge und die endlosen, aber nie pöbelnden Kommentare dazu mit großem Vergnügen. Das Wort Jauchefass aus seiner Feder ist überraschend drastisch. Es fiel in einem seiner Kommentare zu einem fremden Kommentar über den TS. (Hier nicht verlinkt.)

 

Tagesspiegel: Gewöhnung an den Terror ist unverzichtbar

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tagesspiegelDer Berliner Tagesspiegel, das Leitmedium der hauptstädtischen Wirtschaftselite, weiß, was man gegen Terror machen muss: sich dran gewöhnen.

So wie man sich dran gewöhnt hat, dass in Berlin nächtens Autos brennen, die S-Bahn lahmgelegt wird und die Polizei sich nicht mehr überall hin traut.

Von der Leiterin des Kultur-Ressorts des Tagesspiegels, Christiane Peitz, stammt diese Empfehlung:

„Die Gewöhnung an den Terror ist unverzichtbar“

Geschlechterforscherinnen müssen nicht verstanden werden

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Das Leitmedium für Genderismus, der Berliner Tagesspiegel, muss sofort dagegenhalten, wenn Alice Schwarzer den Genderismus kritisiert. Genderismuskritik ist bekanntermaßen rechtspopulistisch. Das behauptet auch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Genderjournalistinnen des Tagesspiegel räumen der Geschlechterforscherin und Soziologin Paula Irene Villa eine ganze Seite ein, damit sie sich gegen die schlimme, anti-intellektuelle Kritik von rechts und von Frau Schwarzer wehren kann. Die Geschlechterforscherin darf erklären, dass alles mit allem zusammenhängt, dass die Biologie nicht gänzlich überflüssig ist, aber auch das biologische Geschlecht wäre „ein Stück weit“ sozial konstruiert. Sie nimmt „seriöse“ Biologen in Schutz. Die wären zurückhaltend, wenn es um „Tatsachen“ ginge. Sie wären gar nicht so borniert-positivistisch, wie das gemeinhin angenommen würde. Die Geschlechterforscherin will gar von und mit Biologen lernen.

Da frage ich mich, wozu man die genderistischen Institute und Lehrstühle eigentlich braucht. Schließlich ist Gender im Englischen schon immer als mit Sex zusammenhängend gesehen worden. Erst die Genderista hat den Primat des sozial konstruierten Geschlechts erfunden – und kommt jetzt den Naturwissenschaftlern ein klein wenig versöhnlich entgegen.

Präpotent wird die Geschlechterforscherin vor allem am Schluss: Wissenschaft müsse sich nicht ständig erklären und rechtfertigen. Sie müsse auch nicht immer für alle verständlich kommunizieren.

Das ist doch die Lösung! Hinter unverständlichem Gelaber könnte sich ja eine hoch begabte Genderista verbergen. Wenn ich Judith Butler nicht verstehe, liegt das an mir, nicht daran, dass die sich nicht klar ausdrücken kann oder will.

Was meint der Ressortleiter Wissenschaft des Tagesspiegels?

 

Tagesspiegel: Lügen- oder Lückenpresse?

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Gegen die AfD ist alles erlaubt. Neues zur Berichterstattung des Tagesspiegels, dem selbst ernannten Leitmedium der Berliner Wirtschaft.