Tagesschau

Wer ist hier einseitig? Über den Umgang mit AfD-Provokationen

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In meinem Freundeskreis werde ich, weil ich natürlich gerne politisiere, wegen meiner „Einseitigkeit“ gerügt. Nie würde ich rassistisches, faschistisches Gerede von AfD-Politikern verurteilen. Sondern immer nur die Verfehlungen seriöser Qualitätsmedien und der ARD/ZDF hervorheben.

Ich muss mich nicht pausenlos echauffieren über antisemitische und faschistische Sprache und Denke. Tue es aber durchaus. Ungern aber, wenn schon Talkshows, brandenburg-aktuell, Tagesschau und Tagesspiegel-Kommentatoren das Abendprogramm mit Empörung über die AfD füllen.

Mein Gerechtigkeitssinn ist verletzt, wenn ich das verbale Dauerfeuer von Medien und Politikern gegen die AfD erlebe und dabei immer wieder erfahre, wie groß die Desinformation ist. 

Allein in den letzten Tagen gab es genügend Beispiele:

Alexander Gauland, der dabei wohl genau weiß, warum er was sagt, lobte die deutschen Soldaten der beiden Weltkriege. Der darauf einsetzende mediale Tsunami war wohlkalkuliert.

ndr-info ging erst einmal noch weiter:

ndr-fake

Als Herr Meuthen am Wahlabend darauf hinweisen wollte, dass das Lob ursprünglich von Francois Mitterand gekommen war, wurde ihm von dem ARD-Journalisten das Wort entzogen.

Als Herr Gauland am selben Abend davon sprach, dass die AfD ab jetzt die Kanzlerin jagen würde, erkannten die Qualitätsmedien prompt, dass die Verrohung der Sprache in den Bundestag einziehen würde. Es ist das Verdienst von Jan Fleischhauer, entdeckt zu haben, dass die Urheberschaft dem grünen Politiker Ludger Volmer zukommt, der damit 1964 dem Bundeskanzler Kohl gedroht hatte.

Update: Ulli Kulke hat auf AchGut zusammengetragen, wer alles schon in der Bundespoltik jagte:

„Die Regierung jagen“ gehörte schon immer zum Parlamentarismus

Er hat 14 Beispiele zusammengetragen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Die „Welt“ schrieb am 13.1.2016 über die Aufbereitung der Vorfälle an Silvester vor dem Kölner Hauptbahnhof: „Die Opposition jagt Jäger und will die Krise in der Sicherheitspolitik auch der Ministerpräsidentin anlasten.“
 
Die „Stuttgarter Zeitung“ kommentierte das Aufstreben der FDP nach dem Dreikönigstreffen am 7.1.2016: „Auf dem Rezeptzettel des neuen Hoffnungsträgers der FDP steht in großen Lettern: ‚Wir werden die Regierung jagen!'“
 
Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet über den grünen Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer am 25.11.2007 mit den Worten: „Er wünscht sich, dass die Grünen mit ihren Pfunden wuchern. Strompreise, Kohlekraftwerke, sparsame Autos – Themen gebe es genug. Man müsse die Bundeskanzlerin jagen und an ihren Versprechungen messen.“

Weitere Beispiele
 
Auch auf das „Mahnmal der Schande“ als Bezeichnung für das Berliner Holocaust-Denkmal, gebührt dem AfD-Politiker Höcke nicht die Urheberschaft. Davon sprach auch schon der Antisemit Rudolf Augstein, Martin Walser sprach ähnlich, sein Sohn Jakob Augstein, den man durchaus als Antisemiten bezeichnen kann, bagatellisiert die Worte seines leiblichen Vaters.  An den Qualitätsmedien ging das vorbei. Sie erregen sich (durchaus mit Recht) über Höcke, unterschlagen aber leider das Vorhergegangene.

Gaulands Bemerkung, die SPD-Staatsministerin Özoguz in der Türkei zu entsorgen, wurde i. d. R. nicht in Zusammenhang mit Özoguz´Frechheit gebracht, außer der Sprache keine deutsche Kultur entdecken zu können, auch gleichzeitig eine multikulturelle Gesellschaft statt Integration in die deutsche zu fordern. Daher müssen sich wohl die Deutschen, wenn man sie so noch nennen darf, in die multiplen Kulturen, die es gäbe, integrieren.) Abgesehen davon lassen sich auch Politiker entdecken, die gelegentlich von der Entsorgung eines unliebsamen Politikers oder Ministers reden.

SPD-Spitzenpolitiker Johannes Kars wollte schon Kanzlerin Merkel entsorgen, hält aber Gauland für ein rechtsradikales Arschloch, weil er Frau Özoguz entsorgen will.

Die durch die Parteien irrlichternde Ex-Piratin und Berliner Linken-Landesvorstandsmitglied Julia Schramm arbeitet für Amadeu-Antonio-Stiftung und hetzt gegen alles außerhalb des Kommunismus: „Morgen wird Deutschland brennen“.

(Nachtrag 27.9.17) SPD-Ex-Ministerin und neue Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles zur CDU: „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“

Wenn AfD-Politiker sich rechtsextrem äußern oder mit exakt kalkulierten Zitaten für Aufregung sorgen, ist das schlimm genug. Wenn die Qualitätsmedien aber unvollständig berichten, durch Weglassen lügen, dann finde ich das schlimmer für die politische Kultur in diesem Land.

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Hauptberuflich: Tagesschau. Privat: Twitterhetze gegen Andersdenkende

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Es ist kein Wunder, dass es immer wieder Kritik an Tagesschau-Meldungen und -Beiträgen gibt, die handwerkliche Fehler enthalten, unausgewogen oder nicht ergebnisoffen sind. Ich denke u. a. an die Arbeit mancher Nahost-Korrespondent/-innen oder die Desinformation über Armutsstatistiken.

Es ist kein Wunder, wenn man liest, was die Journalistin und Mitarbeiterin von tagesschau.de, Anna-Maria Krause, auf ihrem Twitteraccount @mlle_krawall treibt. Natürlich ist das ein privater Account, aber sie verschweigt nicht ihren Arbeitgeber. (Anscheinend hat sie den Hinweis auf ihre ARD-Tätigkeit geändert und schreibt nur noch „Nachrichtenjournalistin“.) Sie schreibt auch im Blog Publikative.org eines linken Tagesschau-Kollegen und befeuert als ARD-Social-Media-Expertin privat Shitstorms gegen Andersdenkende. Siehe im Blog Deus ex Machina:

Von der Empörung der ARD-Redakteurin zur Morddrohung der Antifa

 

Ich las kürzlich, dass allein an der Universität Halle-Wittenberg 1.000 Studierende Politologie belegt haben. Laut einer Statistik von 2005 gab es damals 25.000 Hauptfachstudenten in Deutschland.

Gibt es so viele Vorstandsposten bei der Linkspartei und Gewerkschaften, Gleichstellungsbeauftragte, Planstellen bei WDR und ndr, in den grünlinken Mainstream-Printmedien, in den Anti-Rechts-Projekten?

Die Parteilichkeit der öff.-rechtl. Medien

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Christoph Lövenich, Redakteur bei Novo. Argumente für den Fortschritt, zeigt an Beispielen aus den Themenbereichen Ernährung, Energie, Verkehr und Wölfe, wie einseitig TV-Redakteure und -Reporter Sachverhalte darstellen und damit ihre Weltsicht verbreiten.

Der WDR zeigte den Beitrag „Strahlendes Erbe, teuer bezahlt – Wie Atomkonzerne den Staat schröpfen“. Sachverständige sind ein MdB der Grünen, ein Greenpeace-Atomexperte, der grüne Präsident des Bundesamts für Strahlenschutzes und die Energiewende-Befürworterin Professorin Claudia Kemfert.

Dass die Subventionierung der Kernenergie preisgünstiger war als die Subventionen der erneuerbaren Energien, die in die Taschen von Herstellerfirmen, Hauseigentümern (Solarpanels) und Grundbesitzern (Windräder) fließen, wird nicht erörtert.

Die WDR-Verbrauchersendung „Markt“ propagiert: „Alle Autos raus aus der Stadt!“. Expertin ist die Grüne Lerke Tyra vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), hauptberuflich Referentin im NRW-Umweltministerium. Hauptargument sind die Emissionen. Ob Umweltzonen wirklich nützen und der Feinstaub durch Verbot von Dieselautos abnimmt, wird nicht erörtert.

Dann geht es noch um die „mächtige“ Milchwirtschaft, vegane Ernährung und um Wölfe. 3Sat widmet sich der zunehmenden Ansiedlung der Wölfe in Mitteleuropa: Der Mensch habe sich mit dem Wolfsbefall „abzufinden“ und „zu arrangieren“. Ein Sozialpsychologe sagt, es wäre „Zeichen einer gewissen höheren Intelligenz, Wölfe zu behalten“.

Die genannten Sendungen stehen für Lövenich exemplarisch für die Berechenbarkeit des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks, bei einer Vielzahl von Themen überwiegend aus einem einseitigen Blickwinkel Stimmungen zu machen. „Sie reflektieren und verbreiten die Anschauungen und Vorurteile der Kreise, in denen die Journalisten privat und beruflich sozialisiert worden sind. Öko-Denken, Gutmenschentum, politische Korrektheit, Regulierungswahn oder auch Ernährungsobsessionen gehören dort zum guten Ton.“ (Lövenich)

Während die Medienmenschen ständig auf die postfaktischen, Fake-News-produzierenden Rechten zeigen, sich dafür gegenseitig loben und mit Preisen beschenken, pfeifen sie auf eine ausgewogene, auf Fakten beruhenden Berichterstattung.

Sie sehen sich als die „Unbelangbaren“, die über die Produktionsmittel verfügen, mit denen man die öffentliche Meinung beeinflusst. An ihnen kommt keiner vorbei.

Daher der Hass – anders kann ich das nicht mehr nennen -, mit dem gegen konservative Blogs wie die von Roland Tichy und Henryk M. Broder angeschrieben wird. Man hat Angst, die Deutungshoheit über die Politik zu verlieren.

Buchcover; Die Unbelangbaren

Weitere Lügen, Zeitungsenten, postfaktische Nachrichten:

  • Die beiden ZDF/ARD-Nahost-Korrespondenten und die gemeinsame MOMA-Sendung (Dunja Hayali) sind anti-israelisch.
  • Der WDR gräbt einen britischen Film über den niederländischen Politiker Geert Wilders aus, verweist auf seine jüdische Großmutter, seine jüdische Frau und einen einjährigen Aufenthalt in einem Kibbuz. Es werden Rechtsextremisten und Muslime als Kronzeugen gegen den Philosemiten Wilders interviewt, darunter ein homophober Scheich. Die Terroranschläge von Paris, Brüssel, Nizza, Berlin kommen in dem acht Jahre alten Film nicht vor. (Quelle) Nachtrag: Der WDR sieht keinen Grund, den Film zu beanstanden. Er stellt aber einen um vier Minuten gekürzten Beitrag in die Mediathek.

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  •  Im mdr sah ich eine Sendung über Häftlingsarbeit in DDR-Gefängnissen. Die SED verkaufte von Häftlingen hergestellte Produkte an westdeutsche Firmen wie Ikea, Salamander und Quelle. Während der 45-Minuten-Dokumentarsendung wurden alle paar Minuten in Black-und-Decker-Manier die Namen der Westkonzerne eingeblendet. Die Botschaft: Schuld an der Ausbeutung der Häftlinge haben vor allem die Kapitalisten
  • Christof Scheid vom ARD-Hauptstadtstudio: „80% der Arbeitnehmer schlafen schlecht.“ Der Journalist beruft sich auf den Gesundheitsreport der DAK. Dort ist von 9,4% die Rede. (Quelle)
  • Aus Angst vor der Phalanx der deutschen Putin-Trolle in Politik und den sog. sozialen Medien wird die Berichterstattung über den Ukrainekrieg in der Tagesschau frisiert.
  • Die Oktoberfestlüge, zuerst im Berliner Regionalblatt Tagesspiegel
  • Die Hitler-Tagebücher im Stern
  • Die Süddeutsche Zeitung behauptet, Tausende Israelis wären vor Netanjahus Politik nach Deutschland geflohen
  • Der WDR-Wirtschaftsjournalist Beckmann wollte im April 2016 errechnet haben, dass 2030 50% der Rentner in Armut leben würden. (Der WDR gehört einem Rechercheverbund für investigativen Journalismus an!). Seine „Rechnung“ lief stundenlang durch alle Medien; auch Ministerin Nahles, die es besser wissen musste, hat es stehen lassen und sofort Vorschläge zur Verhinderung der prognostizierten Altersarmut angekündigt. Der WDR schob nach: Seine Projektion erhöbe nicht den Anspruch, eine wissenschaftliche Studie zu sein. Aber der (linke; GS) Wirtschaftswissenschaftler Hickel hätte sie für plausibel gehalten
  • Die Tagesschau übersetzt ein Statement der neuen UN-Botschafterin Nikki Haley irreführend. Frau Haley kritisiert den UN-Sicherheitsrat dafür, dass er sich ständig einseitig mit Israel befasse und zählt auf, was den UN-Sicherheitsrat in Nahost alles nicht interessieren würde. NDR-Mitarbeiter Georg Schwarte übersetzt so: Frau Haley kritisiere, dass sich der Sicherheitsrat ständig mit dem Friedensprozess in Nahost beschäftige, als ob es keine anderen Probleme in der Welt gäbe. (Quelle)
  • Nachtrag: Das passt auch hierher: Ein zufällig(?) anwesender Redakteur des mdr gestaltete einen TV-Beitrag so, dass die Störer einer Veranstaltung gar nicht ins Bild kamen, die Geschädigten, die AfD, aber als Störenfriede dastanden. Der Blogger, der das aufdeckte, erhielt vom mdr eine gebührenbewehrte Unterlassungsaufforderung, der er aber erfolgreich widersprach (via Science Files)
  • Nachtrag: Die Sprachregelungen bei Attentaten sind auffällig: Was ist gemeint, wenn es heißt „Deutscher sticht Schweizer nieder“?
  • Nachtrag: Der Hessische Rundfunk stellt Leugnung des Holocaust und Leugnung des menschengemachten Klimawandels auf eine Stufe und bezeichnet einen Berater des US-Präsidenten Trump als Antisemiten. Hier die Entschuldigung für diese „journalistischen Fehler“
  • Nachtrag: Die notorisch israelfeindliche ARD-Mitarbeiterin  liefert in der Tagesschau wieder einen Beitrag. Das ZDF steht dem nicht nach.
  • Nachtrag: Die Tagesschau lässt offen, wer die Schläger bei einer Pro-Trump-Demo in den USA waren. Dazu benutzt sie ein Foto, auf dem nur der blutende Kopf eines Mannes zu sehen ist. Das komplette Foto zeigt, dass der Verprügelte ein Pro-Trump-T-shirt trägt.

Was mich beunruhigt: Wie sehr Antisemitismus nicht nur rechts- und linksaußen verbreitet ist, sondern auch in den Mainstreammedien: bei WDR, dpa, SZ, Spiegel-Augstein.

Nachtrag: Arte und WDR verweigern die Ausstrahlung eines Films über Antisemitismus in Europa.

Die Tagesschau-App wird es schon richten

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Dass ich PNN/Tagesspiegel einmal über den grünen Klee loben kann, hätte ich mir heute beim Aufstehen nicht träumen lassen. Dabei fing der Morgen schon gut an: Nachdem der Zeitungsbote gestern keine PNN eingeworfen hatte, bekam ich die heutige Ausgabe doppelt. Auf der Meinungsseite, dort,  wo – ich kann es mir auch jetzt nicht verkneifen – die meist unsäglichen Karikaturen von Herrn Stuttmann stehen, gab es einen Kommentar von Torsten Hampel: „Eine Viertelstunde im Korsett“. Er findet, die Tagesschau solle mit ihrer Fernsehsendung überzeugen und nicht mit einer App. Den Rest des Beitrags lesen »

Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung besagt, dass…

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Wenn in den Nachrichten ein Satz mit „Eine neue Studie besagt…“ anfängt, fällt mir zuerst das Unwort „postfaktisch“ ein, obwohl es ausschließlich als Kampfbegriff gegen Rechtsalternative preisgekrönt wurde. Eine Steigerung ist dieser Satzanfang: „Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung besagt…“. Dann ahne ich, dass die Bertelsmänner wieder einmal in der Politik mitmischen wollen.

Jetzt ließ die Stiftung errechnen, dass der Staat in den nächsten 13 Jahren um 60 Milliarden entlastet würde, wenn die Beamten, die überwiegend privat versichert sind, gezwungen würden, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichern zu lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

Tagesschau: Tod durch Ersticken wahrscheinlicher als Tod durch Terroristen

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Eine tröstliche Information hält die ARD-Tagesschau bereit:

tagesschauterror

(via philosophia perennis)

Dazu passen diese Tweets :

stegner1 stegner2 stegner3

Ein Mord von bloß regionaler Bedeutung (2 und 3)

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Bei der Ermordung der Freiburger Medizinstudentin durch einen jungen Geflüchteten gab es immerhin einen Sturm im Wasserglas, weil die ARD-Tagesschau nicht darüber berichten wollte. Aus der Politik war beschwichtigend zu hören, dass Morde ja nun zu unserem Alltag gehörten und mehrheitlich von Deutschen begangen würden.

Entgangen war mir sechs Wochen zuvor ein Mord an einem 16jährigen in Hamburg durch (laut Polizeibericht) einen südländisch aussehenden Mann. Eine Mahnwache von Freunden am Tatort wurde von Antifa-Schläger*innen überfallen. Zehn Tage später reklamierte der Islamische Staat durch seine deutschsprachige Presseagentur Amaq den Mord für sich.

Aber genau wie sechs Wochen später bei dem Freiburger Mord sahen ARD-Tagesschau und auch ZDF-heute keine Notwendigkeit, darüber zu informieren. „Wir berichten nicht über Einzelfälle“ wurde eine Anfrage vom ZDF beschieden.

Nachträglich eingefügt:

Ein Kommentar von Ben Krischke und:

Wie war das mit dem Mord am 11.2.17 in Ahaus bei Münster? Dort wurde eine Flüchtlingshelferin von einem Geflüchteten, den sie betreute, mit einem Messer erstochen. Der nigerianische Migrant mit anerkanntem Asyl hatte die junge Deutsch-Inderin angemacht, aber sie zeigte kein Interesse an ihm. Nach ihm wurde gefahndet. Er wurde zwei Tage später in der Schweiz festgenommen.

Berichtet wurde nur regional und sowie knapp auf Focus Online und bild.de, gar nicht auf der Tagesschau, weder Tat, noch der Fahndungsaufruf, noch die Festnahme in der Schweiz.

Nach der Verhaftung gab es erstmals eine kleine Notiz in der FAZ. Wobei gesagt wurde, dass Täter und Opfer sich kannten. Läuft also auf eine Beziehungstat hinaus. In der Potsdamer PNN gab es an diesem Tag nur einen größeren Artikel über Gewalt gegen Frauen: Potsdamer Aktivist*innen tanzten auf einem öffentlichen Platz dagegen an.

ZDF-Studie: TV-Nachrichten sind besonders vertrauenswürdig

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Das ZDF hat bei der Forschungsgruppe Wahlen eine Studie in Auftrag gegeben, die das Vertrauen in die Medien nachweisen soll.

Es ist die dritte seit Juni 2015. ARD und ZDF hätten die höchste Vertrauenswürdigkeit, gefolgt von den regionalen Tageszeitungen. Die Werte aller drei Befragungen sind in etwa gleich, Abweichungen sind minimal.

Beim Glaubwürdigkeitsvergleich des gesamten Programms mit anderen Medien liegt das öffentl.-rechtl. TV hinter den regionalen Tageszeitungen und sogar hinter dem Spiegel:

https://www.zdf.de/zdfunternehmen/angebote-112.html
https://www.zdf.de/zdfunternehmen/angebote-112.html

So ganz verstehe ich den ZDF-Bericht nun doch nicht: die Glaubwürdigkeit der öR rangiert hinter dem Spiegel, aber Tagesschau und Heute sind der Gipfel der Glaubwürdigkeit.