Tagesschau

Hitlers Kinder sind erleichtert

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Die Fixierung auf Israel als Grundübel des Nahen Ostens haben die Mainstreammedien mit Linken in der Linkspartei, Feministinnen und anderen postmodernen Aktivisten gemeinsam. Die Anprangerung des Staates als Apartheidstaat und Kriegstreiber macht auch vor der FAZ nicht Halt, wenn man die Israelexperten Stahnke und Croitoru liest.

Noch mehr beschäftigt sich die ARD-Tagesschau damit, ein hässliches Bild von Israel zu zeigen. Sie können nicht nur den Ton manipulieren, wie kürzlich, um Trump vorzuführen. Jetzt manipulieren sie mit Bildern und führen so wieder einmal Israel vor.

Tagesschau_Israel

Das Titelfoto von Tagesschau-Online stammt von einer Demonstration der illegalen Einwanderer. Es wurde erst weiter unten im Text erläutert, aber nach Zuschauerprotesten sofort ausgetauscht.

nach Stefan Frank auf AchGut

israel_tagesschau

Ist es nicht ungemein entlastend, wenn Hitlers Kinder und Enkel zeigen können, dass die Juden die Nazis von heute sind? 

 

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MeToo von rechts? Darf das sein?

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Das Posting ergänzt das vorhergehende zur „Leerstelle“ von Cottbus.

Es gibt Menschen, die irritiert sind, dass gerade jetzt wieder Frauen an sexuelles Fehlverhalten von Hollywoodbossen, Regisseuren, Schauspielern und Politikern aus vergangenen Jahrzehnten erinnern. Die Medien räumen dem breiten Raum ein.

Und dann gibt es eine Initiative von Frauen, die daran erinnert, dass in diesen Tagen und Wochen Frauen und Mädchen von Muslimen vergewaltigt, erstochen oder erschlagen wurden.

Die Zunahme solcher Gewalttaten ist erschreckend hoch:

bka-statistik

Die Reflexe der „Qualitätsmedien“ sind eingeübt: Das darf nicht sein.

Die Tagesschau schießt aus allen Rohren gegen diese fremdenfeindliche Aktion und deckt auf: Es sind Rechtsextremistinnen, die an die ermordeten Frauen in Malmö, Freiburg, Paris und Kandel erinnern.

Es gibt ein Video einer Gruppe von Frauen, die sich „120db“ nennen und an die Morde und Vergewaltigungen durch zugewanderte Schutzsuchende erinnern. Auch sie wissen, dass die Mehrzahl der Fälle von Gewalt gegen Frauen im familiären Umfeld durch weiße Männer begangen wird. Muss man deswegen, wie die Tagesschau es tut, die aktuellen Verbrechen von Zugewanderten unter den Teppich kehren oder ihnen nur „lokale Bedeutung“ (Tagesschau-Rechtfertigung der Nicht-Berichterstattung) attestieren?

Die Vernetzung mit Rechten gibt es in der Tat. Ein führender Kopf der österreichischen  identitären Bewegung, Martin Sellner, hat den Frauen geholfen, online zu gehen und ist von ihrer Initiative angetan. Von der ARD dürfen sie Unterstützung nicht erwarten.

Laut Wikipedia lehnen Identitäre eine multikulturelle Gesellschaft und eine Abschaffung nationaler Kulturen ab. Sie beharren auf einer europäischen kulturellen Identität bzw. einer nationalen kulturellen Identität, zu der auch das Territorium gehört. Eine Bedrohung sehen sie in der islamischen Zuwanderung nach Europa. Laut Wikipedia sehen Politologen darin eine Identität zu nationalsozialistischen Rassentheorien. Alles klar? Wer statt Multikulti eine deutsche Identität bevorzugt, ist Nazi.

 

 

 

ARD-Tagesschau zum Hamas-Tunnel

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Es hat sich inzwischen eigentlich herumgesprochen, wie die „Unbelangbaren“ in den linksgrünen Medien mit Israel umspringen.

Das stört sie nicht im Geringsten. Sie machen so weiter. Sie wissen sich im Einklang mit außenpolitischen Linie der Bundesregierung in Sachen Nahost.

Vor vielen Jahren hatte Günter Wallraff die Methoden der Bild-Zeitung bekannt gemacht. Er hatte unerkannt als Insider in der Kölner Redaktion gearbeitet und erfahren, nach welchen Regeln Nachrichten so formuliert werden mussten, dass sie reißerisch klangen und den Verkauf ankurbelten. Dass dabei Menschen skrupellos bloßgestellt wurden, war den Journalist/-innen egal. Man gab der Geschichte ja nur einen kleinen Dreh.

Der Dauerbrenner der Medien bei Israel ist, den Juden vorzuwerfen, sie würden Gaza beschießen. Auch wenn ein Waffenstillstand vereinbart worden war. Im weiteren Verlauf des „Berichts“ stellt sich dann heraus, dass Israel auf Beschuss der Hamas reagiert.

Jetzt lief das wieder ähnlich: Die israelischen Streitkräfte entdecken einen diesmal besonders langen Tunnel, der unter einem Grenzübergang verlief. (Die diversen Hamas Milizen verbauen in den für Terrorzwecke genutzten Tunnels den Zement, den Israel für den Wohnungsbau liefert.) Das konnte man so auch in objektiv berichtenden Medien lesen. Die Armee ließ den Grenzübergang zwei Tage sperren und zerstörte in dieser Zeit den Tunnel.

Das machen die Tagesschau-Journalisten daraus: „Israel sperrt Grenzübergang“ lautet die Schlagzeile.

Entschuldigung für vielen R- und Tippfehler in der ersten Version. Das kommt davon, wenn man schon längst woanders sein müsste, aber noch ganz schnell fertig schreiben will.

Ob sie bei der Tagesschau schon nervös geworden sind?

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ARD-Informationspolitik

Kann man die Spitzenverdiener in ARD und ZDF noch ernst nehmen?

Der „Streit unter Jugendlichen“, der in Kandel dazu führte, dass ein angeblich(*) 15jähriger Afghane seine deutsche Exfreundin erstach, ist kein Ereignis von nationaler Bedeutung, Beziehungstat, Einzelfall. Außerdem „genießen Jugendliche einen besonderen Schutz“ (ein Tagesschau-Chef zum Vorwurf, warum man nicht zeitnah über den Mord berichtete habe). Wovor will er den Täter schützen? Das Mädchen ist ja längst tot und muss nicht mehr geschützt werden.

(*) Altersbestimmung von angeblich noch nicht volljährigen Schutzsuchenden wäre Körperverletzung, sagen die Grünen im Münchner Stadtparlament und die grüne Familienministerin von Rheinland-Pfalz(!). Auch die Jungsozialisten und die FDP sind nicht begeistert. Bei der Altersfeststellung minderjähriger Prostituierter wird allerdings keine Rücksicht auf Menschenrechte genommen.

So geht das seit Monaten, wenn es sich um Morde und Vergewaltigungen von Frauen durch Schutzsuchende handelt. Der ndr meldet am Tag, als der Mord geschah, die Amadeu-Antonio-Behauptung, dass rechte Kriminalität gegenüber Schutzsuchenden neue Höhen erklommen hätte.

Die nicht durch einen Zwangsbeitrag finanzierten Qualitätsmedien sind nicht viel besser:  Der Spiegel macht eine Rühr-mich-Geschichte zu Gunsten des afghanischen Mörders  daraus.

In der Welt mutmaßt eine Expertin, dass der arme Täter während der Flucht eine seelische Verletzung erlitten habe.

Focus online lässt einen Experten schwafeln: „… grundsätzlich ist das Frauenbild von jungen Afghanen von Wertschätzung geprägt.“ Michael Klonovski zitiert dagegen auf seinem Blog andere Ansichten über afghanische Kultur: „Violence against women and girls is exceptionally high in Afghanistan and is almost at a pandemic level, with up to 87.2 percent of women having experienced some form of violence“ (Phumzile Mlambo-Ngcuka, Präsidentin von „UN Women“).
Mohammad Musa Mahmodi, geschäftsführender Direktor der Unabhängigen Menschenrechtskommission für Afghanistan: „Diskriminierung von Frauen und die Gewalt gegen sie sind seit Jahrhunderten in der afghanischen Gesellschaft verankert.“ Amnesty International: „… Fälle gemeldet, in denen Frauen und Mädchen geschlagen, verstümmelt, entführt oder getötet werden.“ Nochmals Amnesty International: „Nach einer Statistik des afghanischen Gesundheitsministeriums wurden für das Jahr 2014 offiziell 4466 Selbstmordversuche durch Gifteinnahme und 2301 durch Selbstanzünden erfasst. (…) Als wichtigster Grund  bei Frauen galt geschlechtsspezifische Gewalt.“

Bei Jouwatch finde ich den Hinweis auf diese Aktion:

Mitnehmen_de
https://fluechtlinge-mitnehmen.de/

Aus dem (inzwischen gesperrten) Facebook-Profil des angeblich 15jährigen Mörders.

Der Bürgermeister von Kandel macht einen sprachlos.

Henryk Broder über die „Jungs bei ARD-Aktuell“

Wie schlimm das Versagen der Umgang der Tagesschau in diesem Fall ist, macht Sebastian Geissler auf salonkolumnisten. com deutlich deutlich.

Der Nachtrag über einen „Integrationsfilm“ des Kinderkanals KIKA steht jetzt hier.

Gender Hairdresser Gap

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Immer, wenn man glaubt, dümmer geht nimmer, kommt ein neuer Tiefpunkt: Sozialforscher*/_Innen der Antidiskriminierungsbeauftragten der Bundesregierung haben herausgefunden, dass Frauen beim Friseur mehr bezahlen müssen als Männer. Eine Tagesschau-Journalistin erzählt es bierernst nach.

Nachtrag: Auch Rasierklingen für Frauen, farblich anders verpackt als die für Männer, sind teurer. Frau Lüders, die engagierte Kämpferin gegen Diskriminierung von Frauen weist die Herstellerfirmen darauf hin, dass das „diskriminierungsrechtlich bedenklich“ wäre. Die Hersteller verweisen darauf, dass sie von den Frauen-Rasierklingen wesentlich weniger verkaufen.

Die Genderwissenschaftler/-*Innen haben weltweit geforscht und dabei festgestellt, dass zwei Staaten Tampons steuerbefreit haben. Sie fordern für Deutschland mindestens den halben Mehrwertsteuersatz.

Vor Jahren hatten die Genderistinnen schon entdeckt, dass die Prämien für Lebensversicherungen der Frauen höher sind als die für Männer. Das erklärt sich durch die durchschnittlich längere Lebensdauer von Frauen. Damals wurden die Versicherer vom Gesetzgeber gezwungen, geschlechtsneutrale Prämien zu fordern. Seither zahlen Männer so viel wie Frauen.

Frau Lüders hat entdeckt, dass die Schule Mädchen gleich mehrfach diskriminiert: Wegen des Geschlechts, wegen des Kopftuchs, wegen des Migrationshintergrundes. Mehrfachdiskriminierungen kennt das bisherige Antidiskriminierungsgesetz nicht. Das muss geändert werden, nicht zuletzt im Hinblick auf Entschädigungen.

Das wäre doch noch etwas: Jede Schule muss eine Antidiskriminierungs-/Gleichstellungs-/Frauenbeauftragten-Stelle schaffen. Die Zahl der entsprechenden Stellen würde sich so m. E. glatt verdoppeln. Glänzende Aussichten für Abiturientinnen!

Quelle u. a.: Science Files

Es geht bloß um Israel und nicht um die AfD

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Nachdem sich ein AfD-Landtagsabgeordneter kritisch gegenüber Juden äußerte, wurde gegen die gesamte AfD geschossen.
Wenn tausende Moslems in Deutschland seit Tagen gegen Juden auf die Straße gehen, ihnen den Tod wünschen, wo ist da der Tagesschau-Brennpunkt, wo ist die Antifa, wo ist Annetta Kahanes Zensurbehörde, wo ist der spinnerte Aktivist Ruch, wo sind die Lichterketten und die machtvollen Gegendemonstrationen? Wo ist die Bundeskanzlerin?

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt: „Dass Gegendemonstrationen gegen diesen eingewanderten Antisemitismus am Wochenende ausblieben, wundert mich nicht. Der deutsche Linke demonstriert nur gegen deutsche Antisemiten.“ (zit. nach youwatch)

BDS, die palästinensische Israelhasser-NGO, die auf die Vernichtung Israels hinarbeitet, ist in Berlin dabei und türkische Faschisten sind es. Fühlen sich die BDS-Aktivist*/Innen deswegen hier sicherer als in Jerusalem, weil sie die palästinenser-freundlichen Gesten deutscher Politiker zu schätzen wissen? Steinmeier legte einen Kranz am Grab Arafats nieder, der die Flugzeugentführungen erfunden hat und den Münchner Terroranschlag 1972 guthieß, Gabriel ließ einen Termin bei Netanjahu platzen, weil sein Wunsch, einen Termin bei BDS zu bekommen, größer war.

Bernd Zeller zeichnet die passende Karikatur.

Nachtrag: Wer sich wunderte, warum die Tagesschau anfänglich nicht über die palästinensischen Demos in deutschen Städten berichtete: „Natürlich kann man im Nachhinein fragen, warum wir nicht schon früher berichtet haben. Uns erschien es aber bei diesem Thema gerade wichtig, politische Stellungnahmen einzubinden und auch etwas hintergründiger zu berichten.“ So die Antwort von Tagesschau-aktuell auf eine Leseranfrage, warum sie erst nach einer Merkel-Stellungnahme über die Fahnenverbrennung berichtete.

 

ZDF-Heute: Jerusalem grenzt an Israel

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ARD-Informationspolitik

Wenn man glaubt, mehr Israel-Bashing ginge in deutschen Qualitätsmedien nicht mehr, setzt die ZDF-Heute-Redaktion noch eins drauf:

Israel grenzt an Jerusalem, erklärt Petra Gerster.

Da sieht man wieder die jüdischen Imperialisten. Sie besetzen das außerhalb ihres Territoriums liegende Jerusalem und lagern sogar ihre Hauptstadt dahin aus.

Siehe Alexander Wendt in Publico!

Die Tagesschau-Journalisten sind fast punktgleich: Für sie beginnt die Geschichte Jerusalems 1967.

Wenn man diese beiden Texte hier gelesen hat: Das historische jüdische Ostjerusalem und Der muslimische Anspruch auf Jerusalem wird klar: Die arabischen Märchenerzähler und ihre Fellow-Traveller in den deutschen Qualitätsmedien haben ganze Arbeit geleistet.

Update: Wo die Tagesschau dagegen besonders gründlich berichtet: Der Rechtsexperte Christoph Kehlbach der ARD erläutert: Im Strafrechts-Kommentar des ehemaligen Bundesrichters Thomas Fischer heißt es dazu: „Die Gruppe muss Teil der inländischen Bevölkerung sein. (…) Durch Beschimpfung fremder Staaten sind weder deren in Deutschland lebenden (sic; GS) Staatsangehörige angegriffen, noch Teile der deutschen Bevölkerung, die sich dem anderen Staat besonders verbunden fühlen.“

Wer sich also durch das Verbrennen einer Flagge (nur) gegen den Staat Israel wendet, aber nicht gegen „die Juden“ in Deutschland, der begeht keine Volksverhetzung.

 

Tagesschau weltweit führend in Trump-kritischer Berichterstattung

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ARD-Informationspolitik

Die Harvard-Universität in Boston hat die Berichterstattung über die ersten 100 Tage Des US-Präsidenten Donald Trump untersucht. In der ARD-Tagesschau sollen 98% aller Nachrichten über Trump negativ gewesen sein. CNN kam auf CNN 93%, die New York Times auf 87%.

Die ARD-Oberen haben sofort protestiert und sagen, die Studie wäre fehlerhaft. Es seien auch Berichte negativ für die ARD gewertet worden, in denen man sachlich und neutral über negative Stellungnahmen anderer berichtet habe. (nach Meedia v. 23.517)

antitrumpNachtrag 6.12.17: In der Tagesschau-Hauptsendung um 20.15 Uhr wurde das Stereotyp von den einflußreichen jüdischen Geschäftsleuten, die Trumps Wahlkampf finanziert hätten, genannt. Das hatte dpa schon am Jahresanfang verbreitet und fast alle Mainstreammedien übernahmen es.

Im Bericht über Trumps Entscheidung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, stellte der Sprecher einen Zusammenhang her zwischen der Unterstützung amerikanischer Juden für Trump bei der Präsidentenwahl und der Verlegung der Botschaft nach Jerusalem.

Collin McMahon schreibt über das Entsetzen der Tagesschau-Journalist/-innen über die Vorstellung, die US-Botschaft ginge nach Jerusalem.

Der Jurist Alan Dershowitz beschreibt, wie Präsident Obama die jüdischen Stätten in Jerusalem den Arabern zuerkannte, ohne dass es zu irgendwelchen Verhandlungen gekommen wäre. Die Araber erhielten etwas, ohne selbst Konzessionen machen zu müssen. Kein Wunder, dass sie seit 70 Jahren keine Kompromisse eingehen. Der Westen kommt ihnen ja entgegen. (Leider noch nicht auf Deutsch bei Gatestone. Aber es gibt Übersetzungsprogramme.)

Nachtrag: Damit es alle mitkriegen, dass der böse Donald Trump auch ein paar Buh-Rufe in Davos erhielt, hat die Tagesschau in ihrem Online-Angebot in einem Clip den Ton verstärkt, damit sie besser zu hören waren.

Das diente der „journalistischen Präzision“ schreibt Tagesschau-Chef Gniffke dazu

Wer ist hier einseitig? Über den Umgang mit AfD-Provokationen

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In meinem Freundeskreis werde ich, weil ich gerne politisiere, wegen meiner „Einseitigkeit“ gerügt. Nie würde ich rassistisches, faschistisches Gerede von AfD-Politikern verurteilen. Sondern immer nur die Verfehlungen seriöser Qualitätsmedien und der ARD/ZDF-Sendungen hervorheben.

Ich muss mich nicht pausenlos echauffieren über antisemitische und faschistische Sprache und Denke. Tue es dennoch durchaus. Ungern aber, wenn schon Talkshows, brandenburg-aktuell, Tagesschau und Tagesspiegel-Kommentatoren, von ZDF-heute und heute-show ganz zu schweigen, permanent überquellen von Empörung über die AfD.

Mein Gerechtigkeitssinn ist verletzt, wenn ich dieses verbale Dauerfeuer erlebe und dabei immer wieder merke, wie groß die Desinformation ist. 

Allein in den letzten Tagen gab es genügend Beispiele:

Alexander Gauland, der dabei wohl genau weiß, warum er was sagt, lobte die deutschen Soldaten der beiden Weltkriege. Der darauf einsetzende mediale Tsunami war sicher einkalkuliert.

ndr-info ging erst einmal noch weiter:

ndr-fake

Als Herr Meuthen am Wahlabend darauf hinweisen wollte, dass das Lob ursprünglich von Francois Mitterand gekommen war, wurde ihm von dem ARD-Journalisten das Wort entzogen.

Als Herr Gauland am selben Abend davon sprach, dass die AfD ab jetzt die Kanzlerin jagen würde, erkannten die Qualitätsmedien prompt, dass ab jetzt die Verrohung der Sprache in den Bundestag einziehen würde. Es ist das Verdienst von Jan Fleischhauer entdeckt zu haben, dass die Urheberschaft dem grünen Politiker Ludger Volmer zukommt, der damit 1964 dem Bundeskanzler Kohl gedroht hatte.

Update: Ulli Kulke hat auf AchGut zusammengetragen, wer alles schon in der Bundespolitik jagte. Er hat 14 Beispiele zusammengetragen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

„Die Regierung jagen“ gehörte schon immer zum Parlamentarismus.

Ulli Kulke: Die „Welt“ schrieb am 13.1.2016 über die Aufbereitung der Vorfälle an Silvester vor dem Kölner Hauptbahnhof: „Die Opposition jagt Jäger und will die Krise in der Sicherheitspolitik auch der Ministerpräsidentin anlasten.“
 
Die „Stuttgarter Zeitung“ kommentierte das Aufstreben der FDP nach dem Dreikönigstreffen am 7.1.2016: „Auf dem Rezeptzettel des neuen Hoffnungsträgers der FDP steht in großen Lettern: ‚Wir werden die Regierung jagen!'“
 
Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet über den grünen Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer am 25.11.2007 mit den Worten: „Er wünscht sich, dass die Grünen mit ihren Pfunden wuchern. Strompreise, Kohlekraftwerke, sparsame Autos – Themen gebe es genug. Man müsse die Bundeskanzlerin jagen und an ihren Versprechungen messen.“

Weitere Beispiele
 
Auch auf das „Mahnmal der Schande“ als Bezeichnung für das Berliner Holocaust-Denkmal, gebührt dem AfD-Politiker Höcke nicht die Urheberschaft. Davon sprach auch schon der Antisemit Rudolf Augstein. Martin Walser sprach ähnlich. Sein Sohn Jakob Augstein, den man durchaus als Antisemiten bezeichnen kann, bagatellisiert die Worte seines leiblichen Vaters. (Ziehvater ist R. Augstein. Walser zeugte Jakob mit Maria Carlsson. Sie wurde ein jahr nach Jakobs Geburt Augsteins dritte Ehefrau.) An den Qualitätsmedien ging das vorbei. Sie erregen sich (durchaus mit Recht) über Höcke, unterschlagen aber leider das Andere.

Gaulands Bemerkung, die SPD-Staatsministerin Özoguz in der Türkei zu entsorgen, wurde i. d. R. nicht in Zusammenhang mit Özoguz´Frechheit gebracht, außer der Sprache keine deutsche Kultur entdecken zu können, auch gleichzeitig eine multikulturelle Gesellschaft statt Integration in die deutsche zu fordern. Daher müssen sich wohl die Deutschen, wenn man sie so noch nennen darf, in die multiplen Kulturen, die es gäbe, integrieren. Abgesehen davon lassen sich auch Politiker entdecken, die von der Entsorgung dieses oder jenes unliebsamen Politikers oder Ministers reden.

Frau Özoguz (SPD) wurde auf Facebook gefragt, ob sie das Existenzrecht Israels bejahe.  Immerhin sind ihre beiden Brüder Islamisten, bestreiten Israels Existenzrecht und rufen zum Boykott israelischer Produkte und Israel unterstützender Unternehmen auf (siehe hier und hier). Bei den Themen Kinderehe, Burka-Verbot oder Überwachung von Islamisten unterscheidet sie sich nicht von ihren Brüdern.

2009 nahm sie an einer antiisraelischen Demonstration in Hamburg teil. Bei dieser Demonstration waren der Holocaust geleugnet und Hisbollah-Fahnen gezeigt worden. Nachfragen aus der Presse gab es bei Frau Özoguz nicht. (Ausführlich zu den beiden Absätzen: Ansgar Neuhof auf AchGut)

SPD-Spitzenpolitiker Johannes Kars wollte schon Kanzlerin Merkel entsorgen, hält aber Gauland für ein „rechtsradikales Arschloch“, weil er Frau Özoguz entsorgen will.

Die durch die Parteien irrlichternde Ex-Piratin und Berliner Linken-Landesvorstandsmitglied Julia Schramm arbeitet für die Amadeu-Antonio-Stiftung und hetzt gegen alles außerhalb des Kommunismus: „Morgen wird Deutschland brennen“.

Nachtrag 27.9.17: SPD-Ex-Ministerin und neue Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles zur CDU: „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“. War aber spaßig gemeint und daher nach Medienmeinung erlaubt.

Wenn AfD-Politiker sich rechtsextrem äußern oder mit exakt kalkulierten Zitaten für Aufregung sorgen, ist das schlimm genug. Wenn die Qualitätsmedien aber unvollständig berichten oder durch Weglassen lügen, dann finde ich das schlimmer für die politische Kultur in diesem Land.