Stiftung Zukunft

Neuer Multikulti-Konflikt in Berlin

Gepostet am Aktualisiert am

Gerade habe ich das Buch von Ayn Rand vorgestellt, in dem sie – in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! – beschrieben hat, wohin Umweltbewegung und Multikulturalismus führen.

Dazu zwei aktuelle Beispiele:

Umweltschützer haben den Wolf nach Brandenburg zurückgebracht. Inzwischen laufen Wölfe durch Dorfstraßen oder sie reißen Schafe. Für die Naturfreund/-innen haben – wie Ayn Rand vor 50 Jahren beschrieb – die Tiere Vorrang vor den Menschen. Während Schäfer und Landwirte inzwischen entnervt ihren Betrieb aufgeben, erklären die Wolfsaktivist/-innen ungerührt, die Bauern müssten ihre Herden halt besser schützen. Im Übrigen wären die Wölfe gar nicht auf die Schafsherden angewiesen, sie fänden genügend Beute in den Wäldern.

Auf die Kuppel des wieder aufgebauten Berliner Schlosses soll nicht wieder ein Kreuz montiert werden dürfen. Das wäre ethnozentrisch. Wie Frau Rand vor fünfzig Jahren schrieb: Diversity führt zum Verlust von Wertmaßstäben. Alles ist gleich gültig. (Die Betonung liegt auf „gleich“). Wenn mir Beethoven besser gefällt als ein Tanz der Bambuti, bin ich Rassist, d. h. diskiminierender Weißer, der wertet und damit die Kulturen hierarchisiert.

Die Kreuz-Gegner nennen sich selbstbewusst und entwaffnend ehrlich: „Stiftung Zukunft“. Die sieht ihre Aufgabe darin, die „wachsende Entfremdung von Bürgerschaft und Politik zu überwinden“ und Stimme der Zivilgesellschaft zu sein.

Nachtrag 21.5.17: Der Entwurf zum SPD-Bundestagswahlprogramm 2017 enthält ebenfalls einen Beleg für die Weitsicht von Ayn Rand. Dort wird von „migrantischen Communities“ gesprochen: „Migrantische Communities haben einen positiven kulturellen Einfluss – das schätzen wir.“

Das Wort wird nicht nur von der SPD verwendet. Aber die Geister scheiden sich. Man kann damit die Situation in manchen Großstädten beschreiben, wo Stadtteile von Türken oder arabischen Großfamilien dominiert werden. Ob davon ein positiver kultureller Einfluss ausgeht, darf bezweifelt werden. Multilkulturalisten sehen sie aber als dauerhafte Phänomene. Sie wollen einen Kulturföderalismus der migrantischen Communities etablieren. Die deutsche Kultur ist dann auch nur eine Community. Leitkultur, Deutschland, Mehrheitsgesellschaft sind Wörter, die unter Rassismusverdacht geraten.

Migrantische Communities  gab es in den vergangenen Jahrhunderten auch im Einwanderungsland USA: Little Italy, Chinatown, die Germantowns. Aber diese Einwanderer wurden im Laufe von Generationen im Melting Pot USA Amerikaner.

Von einer Integration in die deutsche Mehrheitsgesellschaft ist in dem „Impulspapier“ der SPD-Staatsministerin Özoguz und Migrant*innenvertreter/-innen nicht mehr die Rede. Sie will migrantische Organisationen dauerhaft erhalten. Sie sollen aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Staatsbürger soll man schneller werden können,, kommunales Wahlrecht soll für alle, nicht nur EU-Bürger möglich sein, in den Unternehmen soll es eine Migrant*innenquote geben. Auch Deutsch ist nicht mehr wichtig; die Kommunen sollen Dolmetscher einstellen.

Nekla Kelek zum Impulspapier der Islamlobbyistin Özoguz.

Advertisements