Steven Pinker

Dieter Nuhr über den ARD-Brennpunkt

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„Der kanadische Wissenschaftler Steven Pinker hat eine Kulturgeschichte der Gewalt geschrieben und festgestellt: Noch nie in der Geschichte der Menschheit starben prozentual gesehen so wenig Menschen an körperlicher Gewalt wie heute. In Naturgesellschaften starb früher teilweise jeder Sechste durch Erschlagen. Bloß erfuhr das niemand, weil es um Viertel nach acht keinen „Brennpunkt“ gab.“

Dieter Nuhr in „Die Rettung der Welt“.

Es wird längst nicht alles schlimmer: Mord und Totschlag früher und heute

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Steven Pinker dokumentiert in seinem phänomenalen Werk „Gewalt – Eine neue Geschichte der Menschheit“ dass es in der Menschheitsgeschichte einen stetigen Rückgang von Mord, Gewalt und Krieg gibt. Noch nie sei die Welt so friedlich gewesen wie heute.

Auch wenn man es angesichts der Opfer zweier Weltkriege und des millionenfachen Mordes durch Hitler und kommunistische Diktatoren kaum glauben kann, erscheint es plausibel.

Auch Dr. Max Roser hat auf seiner Seite Our World in Data die einschlägigen Daten zusammengetragen und in Diagrammen dargestellt. Auch er stellt fest, dass Mord und Totschlag in prähistorischen Zeiten und vor der Entstehung moderner Staaten weiter verbreitet waren als im 20. und 21. Jahrhundert.

Roser und sein Team veranschaulichen in vielen Themenbereichen Entwicklungen. Etwa auch dass Krankheiten und Hunger noch nie so niedrig waren wie in unserer Zeit.