Presse

Westmedien

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Mir aus der Seele gesprochen: Gunter Weißgerber über „Westpresse“ vor 1989 und heute

Kampagnenjournalismus

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Was man seit fast zwei Jahren tagtäglich ertragen muss, die Meinungsmache von Journalist/-innen für die ungebremste Einwanderung, ist jetzt auch durch die empirische Sozialforschung bestätigt worden. „Große Teile der Journalisten haben ihre Berufsrolle verkannt“, stellt der Leiter der Studie, Michael Haller, fest.

Auch die Studie hält die Unbelangbaren nicht davon ab, weiterzumachen wie bisher.

Der Wahrheit eine Gasse: die Polizei war schuld!

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Allmählich kommt die „Wahrheit“ ans Licht.

Was NDR-Panorama schon von Beginn an wusste, resümiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS): Die Polizei hat´s vermasselt in Hamburg.

Das ZDF verhilft mit manipulierten Filmchen, in denen die entscheidenden Sekunden mit angreifenden Demonstranten herausgeschnitten sind, der „Wahrheit ans Licht“: Es wurden nur knüppelnde Polizisten gezeigt.

ARD-Aktivist/-innen werfen der Polizei vor, rechtswidrig gegen Demonstranten in Protest-Camps, die gerichtlich erlaubt worden waren, vorgegangen zu sein. Panorama-Chef Volker Steinhoff vermutet eine Verschwörung der Polizei, einen Plan, nach dem Hamburg in Schutt und Asche versinken soll. Die Demonstranten hätten an den Rechtsstaat erinnern müssen.

In der FAS v. 23.7.17, p 8, liefert Polizeiexperte Peter Carstens seinen Untersuchungsbericht ab. Die Polizei hätte Fehler über Fehler gemacht.

Der Erkenntnisfortschritt der klugen Köpfe aus Frankfurt ist beeindruckend. Letzten Sonntag hatte Feuiletonchef Claudius Seidl über die zu Unrecht verteufelte Linke gejammert und gemeint, es herrsche Unklarheit über das, was in Hamburg wirklich geschehen sei. eine woche später besteht zumindest für die FAS-Mitarbeiter Klarheit.

Linksextremisten beklagten ja von Anfang an, dass die böse Polizei einfach auf die vermummten Aktivist/-innen des Schwarzen Blocks losgegangen wäre, die inmitten friedlich demonstrierender, bunter und diverser Menschen ebenfalls friedlich demonstrierten. Journalist Carstens nun beklagt, dass die Polizei nicht sogleich in das Schanzenviertel eingedrungen sei. Der Einsatzleiter hätte 14 der besten deutschen Polizeieinheiten befehligt. Der Leser wird über alle Details ihrer Rüstung, Beinschienen, Armprotektoren usw., informiert. Stattdessen wurde abgewartet, bis eine – erst nach 90 Minuten eintreffende – hochgerüstete Antiterroreinheit eingetroffen war. Sie schießen Türen auf, markieren mit ihren roten Laserpunkten Menschen, die sich auf den Dächern aufhalten. Darunter vier russische „Medienaktivisten“ („angeblich harmlos“, hat der Journalist gehört). „Dies war der riskanteste Augenblick“ der Krawalltage, findet er. Es war eine „massive Gegendrohung“. „Nach Angaben der Einsatzleitung“ wären die Beamten von den Dächern beworfen worden.

Polizeifachmann Carstens wäre also ohne Antiterroreinheit losgestürmt. Man stelle sich seine Schlagzeile vor, wenn zu Beginn der Demonstrationen Antiterror-Eliteeinheiten in den Seitenstraßen aufmarschiert gewesen wären. Den Rest des Beitrags lesen »

Israel sollte sich mäßigen

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HA-Schlagzeile
Die erste Schlagzeile stammte von der dpa. Sie wurde nachträglich geändert. Gefunden auf Twitter

Mit dem Zweiten sieht man besser: ZDF auf Twitter: Bei der Schießerei „starben auch zwei Polizisten.“

Spiegel Online: „Westjordanland: Zwei Palästinenser bei israelischer Militäraktion getötet“.

„Wutjournalismus“: ein lesenswerter NZZ-Artikel

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Es fiel mir am Sonntagabend auf, als wir von der Heerstraße Richtung Potsdam abbogen. An der Tankstelle dort, noch auf Berliner Gebiet liegend, gab es den Spiegel schon sonntags statt (damals) erst montags.

Was mit auffiel war: Ich vermisse den Spiegel überhaupt nicht, auch nicht die Frankfurter Rundschau und Die Zeit. Dabei waren dies jahrzehntelang meine Leib- und Magen-Blätter. Ich las viel mit der Schere, einer richtigen Schere, weil ich gerne aktuellen Politikunterricht machte.

Woran liegt es? An mir, weil ich nichts mehr für den Unterricht ausschneiden muss? An den genannten Medien, weil sie einförmig, einseitig, affirmativ geworden sind?

Mir war aufgefallen, dass ich seit Jahren nichts mehr aus dem Spiegel ausschnitt. Da stand einfach nichts mehr drin, was mir aufhebenswert schien. Das bestätigt mir exemplarisch Fritz Goergen in Tichys Einblick. Er schreibt, früher wäre ein Spiegel-Gespräch jedes Mal ein Höhepunkt gewesen, heute ein simples Interview.

Mark Twain (1835 – 1910) war schon viel früher dahinter gekommen: Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Ich fühle mich im Internet, nicht zuletzt in ausländischen Medien gut informiert.

(Das verständliche Schwinden der „Kostenlos-Kultur“ bereitet mir schon Kopfzerbrechen. Irgendwann muss ich mich wohl auf zwei, drei Plattformen konzentrieren und zahlen. Die bisherigen Formen des Bezahlens von einzelnen Artikeln verschiedener Medien über eine einzige Plattform überzeugt mich noch nicht. Ich befürchte, das wird bei meinem Informationshunger teuer.)

Heribert Seifert fand in der Neuen Zürcher Zeitung schon 2016: „Der Zustand der öffentlichen Kommunikation in Deutschland gilt als beklagenswert. Hetze und Hass von rechts sind die Leitvokabeln, mit denen Politik und etablierte Medien diese Klage befeuern“.

Dazu passt dieses zufällige Fundstück: „Als in Frankreich die gleichgeschlechtliche Ehe 2013 im Parlament beschlossen wurde, gingen fast anderthalb Millionen Menschen auf die Straße, um gegen dieses Gesetz zu demonstrieren. Kann man sich eine solche Großkundgebung konservativer Kräfte in Deutschland vorstellen? Wohl eher nicht. Vor allem: welche politische Partei in Deutschland würde sich trauen, einen derartigen Protest zu organisieren? (aus dem Buch: Mal eben kurz die Welt retten – Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung, Markus Vahlefeld, Vorwort: Henryk M. Broder)

Die Mafia? Gibt es noch! Nicht zuletzt in Ostdeutschland

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Petra Reski schreibt unerschrocken über die Machenschaften der Mafia. Allerdings inzwischen Romane und keine Reportagen mehr. Denn die Mafiosi verklagen sie wegen übler Nachrede und die Gerichte sprechen ihnen Schadensersatz zu. So zuletzt einem italienischen Eiscafébesitzer in Erfurt.

Den Artikel „Die Bosse mögen´s deutsch“ hatte sie 2016 in der linken Zeitung „Der Freitag“ veröffentlicht. Jakob Augstein, Freitag-Besitzer, gab gegenüber dem Mafioso, dessen name im Artikel genannt worden war, eine Unterlassungserklärung ab und löschte den Text sofort. Der Erfurter Eiscafébesitzer verklagte Frau Reski. Augstein stellte sich nicht hinter seine Autorin, er kritisierte sie: Sie hätte dem „Freitag“ den Text untergejubelt, sie sei ja Romanautorin und keine Journalistin. Er wolle keine Fake-News drucken. Frau Reski hätte den „Freitag“ massiv angegriffen.

Anders als in Italien müssen in Deutschland die Gerichte den Mafiosi nachweisen, dass sie Geld und anderes Vermögen durch kriminelle Handlung erworben haben. In Italien müssen die Gangster nachweisen, dass sie es redlich erworben haben.

Die Geschichte erzählt Frau Reski in ihrem Blog.

Bücher von Petra Reski

Ostdeutschland wurde in den Wirren der Wende zu einem Eldorado der Kriminellen. Banden aus Westdeutschland und Ostmitteleuropa strömten dorthin, kriminelle Stasi-Seilschaften betrogen gemeinsam mit russischen Funktionären den (west-)deutschen Fiskus mit Transfer-Geschäften und gründeten mit den SED-Milliarden Betriebe. Die roten Barone, die Leiter der Landwirtschaftskolchosen, tricksten bei der Auszahlung der Genossenschaftsanteile und wurden Geschäftsführer ihrer Großfarm. Vorzeitig amnestierte DDR-Strafgefangene genossen die unverhoffte Freiheit, und nicht zuletzt sicherte sich die italienische Mafia Immobilien, Firmen und Restaurants. Erfurt wurde die heimliche Mafia-Hauptstadt.

Journalistische Ethik: Gibt es die?

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Der Präsident der italienischen Journalistenkammer verlangt bei Journalisten eine Eignungsprüfung wie bei Rechtsanwälten und Architekten. Damit sollen Qualitätsstandards gewahrt werden.

Präsident Enzo Jacopino schreibt in einem Abschiedsbrief – er gab sein Amt frustriert auf – : „Das Bemühen um eine Rückkehr zur Glaubwürdigkeit des Berufsstandes hat sich als große Pleite erwiesen.“ vorherrschend wären perverse, unverantwortliche Spielchen, … Oberflächlichkeit, Gebrüll und Vulgarität.

Jacopino bezieht sich auf italienische Verhältnisse. Zuletzt war ein Zitat des niederländischen Finanzministers Dijsselbloem über die nicht enden wollende Schuldenkrise Italiens falsch wiedergegeben worden und hatte zu einem Shitstorm gegen den Minister geführt.

(nach FAZ v. 25.3.17, p 16, Tobias Piller, Italien, Land des Postfaktischen)

Bankrotterklärung vom Journalistennachwuchs

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Drei Nachwuchsjournalisten hauen einen Klimaskeptiker in die Pfanne. Der Betroffene berichtet.

Das „Meisterwerk“ erschien bei bento, dem Spiegel für die Jugend von heute.

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In der URL heißt der Artikel so: Michael Limburg kämpft gegen den Konsens.

Den Journalismusschülern werden jetzt die Türen zu den Mainstreammedien offen stehen.

„Die deutschen Journalisten waren schon immer Gesinnungsjournalisten. Sie haben sich nie damit begnügt, einfach nur zu analysieren und zu berichten, sondern wollten immer Meinungen voranbringen.“ (Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz im Gespräch mit Wolfgang Herles, in: „Medien kritisieren nicht mehr die Regierung, sondern ein Phantom“, Tichys Einblick, 4/2017, p 73)

 

Zu viel Wahrheit?

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Geotg Stefan Troller, unvergessener Paris-Korrespondent des Fernsehens, macht 1954, nach dem Fall von Dien Bien Phu, eine Sendung über Indochina. Er zitiert dazu in seinem Erinnerungsbuch „Unterwegs auf vielen Straßen“ einen Brief, den er von seinem Wiener Sender bekam: „Lieber Kollege Troller, machen wir es kurz und schmerzlos. Ihr Bericht über Indochina konnte leider nicht verwendet werden, da darin zu viele Wahrheiten enthalten sind…“

Ein zeitlos gültiger Satz.

Dennoch spekuliere ich im konkreten Fall einmal. Vermutlich glaubte Troller die von Peter Scholl-Latour aufgestellte Behauptung, in Dien Bien Phu hätte die Waffen-SS ihre letzte Schlacht geschlagen.

Wahr ist, dass der Anteil der Deutschen in der französischen Fremdenlegion etwa 50% betrug. Die französische Regierung legte allerdings Wert auf die Feststellung, dass aus Kriegsgefangenenlagern höchstens 2% stammten. Zur Waffen-SS zählten auch französische und ukrainische Einheiten. Da keine Franzosen in die Fremdenlegion eintreten durften, gaben sich erstere als Belgier aus. Von den zusätzlich in die Dschungelfestung eingeflogenen ca. 4.000 Soldaten sollen 1.500 Deutsche gewesen sein.

 

Dien Bien Phu 1954 in Wikipedia

Gründung des kommunistischen Nordvietnams 1945 in Wikipedia

Waffen-SS und Dien Bien Phu in N24/Die Welt

Eine neue „Studie“: Rassismus gegen Journalisten

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Prof. Dr. Andreas Zick ist Konfliktforscher und Stiftungsratsvorsitzender der linken Amadeu-Antonio-Stiftung. Jetzt hat er eine Umfrage unter Journalisten gemacht und kommt auf Grund der Rückläufe (400-783) zu der Erkenntnis, dass es einen Rassismus gegen Journalisten gäbe. Fast jeder zweite der Befragten gibt an, von einem hasserfüllten Angriff getroffen worden zu sein.

Machen wir es kurz und zitieren aus einem höflichen, aber vernichtenden Kommentar zur Pressemitteilung:

„…empfiehlt es sich die Studie aufmerksam zu lesen.

Ich zitiere S. 10:
`Für einen großen Teil der befragten Journalist_innen lassen sich die Angriffe vor allem auf Gründe zurückführen, die eher auf einer Sachebene angesiedelt sind und Parameter wie redaktionelle Berichterstattung, Beitragsinhalte und ähnliches erfassen. (siehe Abb. 4)´

Die Frage, ob Journalisten ihren Berufsstand für die Angriffe verantwortlich machen war eine Ja/Nein-Frage und ein Schreiber, der aus beruflichen Gründen einen Text verfasst, persönlich sogar von der Richtigkeit überzeugt sein mag, antwortet auf eine solche Frage natürlich mit ‚Ja‘, auch wenn er Recherchefehler begangen hat. Demnach würde die Studie genauso die These belegen, dass Journalisten in der jüngeren Vergangenheit schlecht recherchieren und tendenziöse Berichterstattung betreiben. Zur Einführung in die Materie empfehle ich Noam Chomsky, Thought Control oder The Manufactured Consent. Ich würde Eulen nach Athen tragen, würde ich nun die Literatur und die Studien aufzählen, die in der jüngeren Vergangenheit das Totalversagen der Medien insbesondere bei den Themen Außenpolitik und Demokratie belegen. Einfach mal an das Bücherregal der Kommunikationswissenschaft der nächsten UB gehen.

Insofern ist die Aussage `Hass und Wut richten sich gegen den Berufstand´ propagandistisch. Weil er aus der Studie nicht zu folgern ist. Richtig wäre gewesen: `Das Publikum ist durch das verbreiterte Informationsangebot schneller bereit kritisch Stellung zur journalistischen Berichterstattung zu nehmen.´ Nur die absolute Minderheit der Kommentare gegen Journalisten lassen sich mit einem extremistischen Hintergrund erklären. Dieser Beitrag ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man mit empirischen Daten und einer freien Interpretation den gegenteiligen Eindruck von der Faktenlage erzeugen kann.“

(via AchGut, Vera Lengsfeld)