Presse

Über Korrelation und Kausalität bei Journalisten

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„Asylbewerber sieht man hier selten. Trotzdem hat hier jeder Dritte die AfD gewählt.“

Es gibt einen herrlichen Kommentar zur Verwunderung linksgrüner Journalist*innen, warum ausgerechnet dort die fremdenfeindliche AFD hohe Stimmengewinne erzielt, wo es keine oder kaum Fremde gibt.

angstpolitk

Journalisten auf dem Holzweg.

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Die Partei, die ich wählen würde

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Ich muss Briefwahl machen, daher habe ich gerade den Wahlakt vollzogen und den Umschlag in den Briefkasten geworfen. Eine Partei, die mich überzeugt, gibt es diesmal nicht. Ein Programm, das mir aber gefallen würde, ist hier verkürzt wiedergegeben:

  • Die Flüchtlingszuwanderung bleibt ein dauerhaftes Problem. Sie führt zu erheblichen, dauerhaften Belastungen der öffentlichen Haushalte. Stattdessen kandidieren Parteien, die jeden, der das ausspricht und gar eine Obergrenze fordert, als fremdenfeindlich oder als Nazi denunzieren. Sie überlassen das Thema der AfD
  • Deutschland muss einen weitaus größeren Teil seiner Wirtschaftsleistung für Sicherheit und Verteidigung aufwenden. Stattdessen kandidieren Parteien, die die russische Aufrüstung weichzeichnen, die von Aggression der NATO, von der Bedrohung Russlands durch ein Bundeswehr-Bataillon im Baltikum reden
  • Die europäische Einigung kann nur weitergeführt werden, wenn jeder Mitgliedstaat die volle Verantwortung für seine Wirtschaftspolitik übernimmt und die EZB nicht länger verschuldete Staaten finanziert. Eine Fortsetzung der Verteilung der Schulden einzelner Staaten auf finanzstarke EU/Euro-Länder darf es nicht geben. Ein Ausbau der derzeitigen Aufweichung von Stabilitätskriterien, z. B. durch noch mehr EU-Zuständigkeiten für Wirtschafts- und Finanzpolitik ist zu verhindern. Stattdessen gibt es Parteien, die unkritisch von mehr Europa reden
  • Ob der Staat zu wenig investiert, ist umstritten. Die Staatsausgaben sind in der vergangenen Legislaturperiode erheblich ausgeweitet worden. eine Zurückhaltung bei Investitionen ist nicht feststellbar. Angesichts der zu erwartenden  Belastungen durch die Kosten für Migranten und die Folgen des demographischen Wandels ist zur Vorsicht zu raten. Stattdessen gibt es Parteien, die fordern: Mehr Geld für Schulen, mehr Geld für Kinder, mehr Geld für Renten, für neue Renten, für Zusatz- und Solidarrenten
  • Bei der Einkommensteuerbelastung sollte im mittleren Bereich eine Entlastung stattfinden. Jedoch sollte es im oberen Bereich keine Steuererhöhung geben. Gewinne von Einzelunternehmern und von Personengesellschaften unterliegen der Einkommensteuer. eine Erhöhung ist anreizfeindlich. Im Bereich der Unternehmenssteuern gehört Deutschland zu den Ländern mit höchster Belastung.
  • Zum Thema Ungleichheit: Das deutsche Steuer und Transfersystem bewirkt einen starken Ausgleich zwischen ärmeren und besser verdienenden Bevölkerungsschichten. Alarmistische Medienberichte über wachsende Armut und Ungleichheit entsprechen nicht den Tatsachen. Einkommensungleichheit ist in Deutschland im internationalen Vergleich gering und ist in den vergangenen Jahren kaum gewachsen. Wirklich arm sind 3,9 der Bevölkerung. Sie können sich bei neun grundlegenden Ausgaben – wie zum Beispiel das Heizen oder ein Telefon – mindestens vier nicht leisten können. Im EU-Schnitt ist der Anteil doppelt so hoch. Statt noch mehr Umverteilung braucht es gut Bildung und berufliche Qualifikation. Stattdessen gibt es Parteien, die von wachsender Armut, überall Flaschen sammelnde Rentner sehen und neue Renten, Rentenerhöhung, Solidar- und Zusatzrenten fordern und noch mehr Umverteilung und Alimentation durch den Staat. Das Renteneintrittsalter sollte mit der statistischen Lebenserwartung gekoppelt werden

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Aktivismus statt Journalismus

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Tamara Wermlis Pressekritik

Westmedien

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Mir aus der Seele gesprochen: Gunter Weißgerber über „Westpresse“ vor 1989 und heute

Kampagnenjournalismus

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Was man seit fast zwei Jahren tagtäglich ertragen muss, die Meinungsmache von Journalist/-innen für die ungebremste Einwanderung, ist jetzt auch durch die empirische Sozialforschung bestätigt worden. „Große Teile der Journalisten haben ihre Berufsrolle verkannt“, stellt der Leiter der Studie, Michael Haller, fest.

Auch die Studie hält die Unbelangbaren nicht davon ab, weiterzumachen wie bisher.

Der Wahrheit eine Gasse: die Polizei war schuld!

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Allmählich kommt die „Wahrheit“ ans Licht.

Was NDR-Panorama schon von Beginn an wusste, resümiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS): Die Polizei hat´s vermasselt in Hamburg.

Das ZDF verhilft mit manipulierten Filmchen, in denen die entscheidenden Sekunden mit angreifenden Demonstranten herausgeschnitten sind, der „Wahrheit ans Licht“: Es wurden nur knüppelnde Polizisten gezeigt.

ARD-Aktivist/-innen werfen der Polizei vor, rechtswidrig gegen Demonstranten in Protest-Camps, die gerichtlich erlaubt worden waren, vorgegangen zu sein. Panorama-Chef Volker Steinhoff vermutet eine Verschwörung der Polizei, einen Plan, nach dem Hamburg in Schutt und Asche versinken soll. Die Demonstranten hätten an den Rechtsstaat erinnern müssen.

In der FAS v. 23.7.17, p 8, liefert Polizeiexperte Peter Carstens seinen Untersuchungsbericht ab. Die Polizei hätte Fehler über Fehler gemacht.

Der Erkenntnisfortschritt der klugen Köpfe aus Frankfurt ist beeindruckend. Letzten Sonntag hatte Feuiletonchef Claudius Seidl über die zu Unrecht verteufelte Linke gejammert und gemeint, es herrsche Unklarheit über das, was in Hamburg wirklich geschehen sei. eine woche später besteht zumindest für die FAS-Mitarbeiter Klarheit.

Linksextremisten beklagten ja von Anfang an, dass die böse Polizei einfach auf die vermummten Aktivist/-innen des Schwarzen Blocks losgegangen wäre, die inmitten friedlich demonstrierender, bunter und diverser Menschen ebenfalls friedlich demonstrierten. Journalist Carstens nun beklagt, dass die Polizei nicht sogleich in das Schanzenviertel eingedrungen sei. Der Einsatzleiter hätte 14 der besten deutschen Polizeieinheiten befehligt. Der Leser wird über alle Details ihrer Rüstung, Beinschienen, Armprotektoren usw., informiert. Stattdessen wurde abgewartet, bis eine – erst nach 90 Minuten eintreffende – hochgerüstete Antiterroreinheit eingetroffen war. Sie schießen Türen auf, markieren mit ihren roten Laserpunkten Menschen, die sich auf den Dächern aufhalten. Darunter vier russische „Medienaktivisten“ („angeblich harmlos“, hat der Journalist gehört). „Dies war der riskanteste Augenblick“ der Krawalltage, findet er. Es war eine „massive Gegendrohung“. „Nach Angaben der Einsatzleitung“ wären die Beamten von den Dächern beworfen worden.

Polizeifachmann Carstens wäre also ohne Antiterroreinheit losgestürmt. Man stelle sich seine Schlagzeile vor, wenn zu Beginn der Demonstrationen Antiterror-Eliteeinheiten in den Seitenstraßen aufmarschiert gewesen wären. Den Rest des Beitrags lesen »

Israel sollte sich mäßigen

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HA-Schlagzeile
Die erste Schlagzeile stammte von der dpa. Sie wurde nachträglich geändert. Gefunden auf Twitter

Mit dem Zweiten sieht man besser: ZDF auf Twitter: Bei der Schießerei „starben auch zwei Polizisten.“

Spiegel Online: „Westjordanland: Zwei Palästinenser bei israelischer Militäraktion getötet“.

„Wutjournalismus“: ein lesenswerter NZZ-Artikel

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Es fiel mir am Sonntagabend auf, als wir von der Heerstraße Richtung Potsdam abbogen. An der Tankstelle dort, noch auf Berliner Gebiet liegend, gab es den Spiegel schon sonntags statt (damals) erst montags.

Was mit auffiel war: Ich vermisse den Spiegel überhaupt nicht, auch nicht die Frankfurter Rundschau und Die Zeit. Dabei waren dies jahrzehntelang meine Leib- und Magen-Blätter. Ich las viel mit der Schere, einer richtigen Schere, weil ich gerne aktuellen Politikunterricht machte.

Woran liegt es? An mir, weil ich nichts mehr für den Unterricht ausschneiden muss? An den genannten Medien, weil sie einförmig, einseitig, affirmativ geworden sind?

Mir war aufgefallen, dass ich seit Jahren nichts mehr aus dem Spiegel ausschnitt. Da stand einfach nichts mehr drin, was mir aufhebenswert schien. Das bestätigt mir exemplarisch Fritz Goergen in Tichys Einblick. Er schreibt, früher wäre ein Spiegel-Gespräch jedes Mal ein Höhepunkt gewesen, heute ein simples Interview.

Mark Twain (1835 – 1910) war schon viel früher dahinter gekommen: Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Ich fühle mich im Internet, nicht zuletzt in ausländischen Medien, gut informiert.

(Das verständliche Schwinden der „Kostenlos-Kultur“ bereitet mir schon Kopfzerbrechen. Irgendwann muss ich mich wohl auf zwei, drei Plattformen konzentrieren und zahlen. Die bisherigen Formen des Bezahlens von einzelnen Artikeln verschiedener Medien über eine einzige Plattform überzeugt mich noch nicht. Ich befürchte, das wird bei meinem Informationshunger teuer.)

Heribert Seifert fand in der Neuen Zürcher Zeitung schon 2016: „Der Zustand der öffentlichen Kommunikation in Deutschland gilt als beklagenswert. Hetze und Hass von rechts sind die Leitvokabeln, mit denen Politik und etablierte Medien diese Klage befeuern“.

Dazu passt dieses zufällige Fundstück: „Als in Frankreich die gleichgeschlechtliche Ehe 2013 im Parlament beschlossen wurde, gingen fast anderthalb Millionen Menschen auf die Straße, um gegen dieses Gesetz zu demonstrieren. Kann man sich eine solche Großkundgebung konservativer Kräfte in Deutschland vorstellen? Wohl eher nicht. Vor allem: welche politische Partei in Deutschland würde sich trauen, einen derartigen Protest zu organisieren? (aus dem Buch: Mal eben kurz die Welt retten – Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung, Markus Vahlefeld, Vorwort: Henryk M. Broder)

Die Mafia? Gibt es noch! Nicht zuletzt in Ostdeutschland

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Petra Reski schreibt unerschrocken über die Machenschaften der Mafia. Allerdings inzwischen Romane und keine Reportagen mehr. Denn die Mafiosi verklagen sie wegen übler Nachrede und die Gerichte sprechen ihnen Schadensersatz zu. So zuletzt einem italienischen Eiscafébesitzer in Erfurt.

Den Artikel „Die Bosse mögen´s deutsch“ hatte sie 2016 in der linken Zeitung „Der Freitag“ veröffentlicht. Jakob Augstein, Freitag-Besitzer, gab gegenüber dem Mafioso, dessen name im Artikel genannt worden war, eine Unterlassungserklärung ab und löschte den Text sofort. Der Erfurter Eiscafébesitzer verklagte Frau Reski. Augstein stellte sich nicht hinter seine Autorin, er kritisierte sie: Sie hätte dem „Freitag“ den Text untergejubelt, sie sei ja Romanautorin und keine Journalistin. Er wolle keine Fake-News drucken. Frau Reski hätte den „Freitag“ massiv angegriffen.

Anders als in Italien müssen in Deutschland die Gerichte den Mafiosi nachweisen, dass sie Geld und anderes Vermögen durch kriminelle Handlung erworben haben. In Italien müssen die Gangster nachweisen, dass sie es redlich erworben haben.

Die Geschichte erzählt Frau Reski in ihrem Blog.

Bücher von Petra Reski

Ostdeutschland wurde in den Wirren der Wende zu einem Eldorado der Kriminellen. Banden aus Westdeutschland und Ostmitteleuropa strömten dorthin, kriminelle Stasi-Seilschaften betrogen gemeinsam mit russischen Funktionären den (west-)deutschen Fiskus mit Transfer-Geschäften und gründeten mit den SED-Milliarden Betriebe. Die roten Barone, die Leiter der Landwirtschaftskolchosen, tricksten bei der Auszahlung der Genossenschaftsanteile und wurden Geschäftsführer ihrer Großfarm. Vorzeitig amnestierte DDR-Strafgefangene genossen die unverhoffte Freiheit, und nicht zuletzt sicherte sich die italienische Mafia Immobilien, Firmen und Restaurants. Erfurt wurde die heimliche Mafia-Hauptstadt.