Presse

Geschwätz von Gestern

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Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur Die Zeit 2016 über die Presse in Zeiten der Masseneinwanderung:

„…weil mich im zurückliegenden Jahr so sehr gestört hat, dass eine von der Politik der Bundesregierung abweichende Meinung, manchmal auch schon kritische Fragen, unter den Generalverdacht gestellt wurden, man habe etwas gegen Flüchtlinge oder betreibe das Geschäft der Populisten.

Es gab in den vergangenen zwölf Monaten aber einiges zu kritisieren. Nicht alles, was am 4. und 5. September 2015 geschah, konnte sofort recherchiert und verifiziert werden. Aber gerade weil dem so war, ist die anfängliche Euphorie unter Journalisten so schwer zu verstehen.“

Und: „Es ist etwas faul in unserer Branche. […] Vor allem was die schreckliche Erscheinungsform des Rudeljournalismus angeht. Wir haben es mit einer veränderten Medienhierachie zu run. Es sind die Online-Medien, die mittlerweile den Takt vorgeben. Was am Morgen Top-Thema bei Spiegel Online ist, läuft am Abend ihn ähnlichem Stil in der Tagesschau. Wir lügen nicht – wir sind schlampig, denkfaul und ein bisschen propagandistisch.“ (Quelle)

Das war gestern.

Eine Auswahl von Artikeln in Die Zeit aus 2018: Die Zeit Migrationskrise

Nachtrag:

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Dürfen die das? Saudischer Prinz erkennt Israel an

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Wer Berichte israelischer Medien oder unvoreingenommener europäischer Medien las, konnte schon seit einiger Zeit wissen, dass der eliminatorische Israel-Hass arabisch- palästinensischer Politiker, Organisationen, Milizen und der laut FAZ in Gaza existierenden „Zivilgesellschaft“ kein gesamt-arabisches Phänomen ist.

Ägypten blockiert Gaza in weitaus rigiderem Umfang als Israel. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Saudi-Arabien und Jordanien werden seit einiger Zeit ausgebaut. Es gibt militärische Kooperation mit Golfemiraten. Air India erhielt Überflugrechte über die Arabische Halbinsel auf dem Weg nach Tel Aviv.

Manche arabische Journalisten schreiben ohne Hass über Israel und den Palästina-Konflikt. Manche arabische Politiker haben die Nase voll davon, dass die palästinensischen Araber mit ihrem Hass auf die Juden alle anderen Themen an die Wand drücken. Und jetzt erkennt der saudische Prinz Muhammad bin Salman Israels Existenzrecht an.

Mein Eindruck war, dass manche deutsche Zeitung vom Schlag getroffen war. Das durfte doch nicht wahr sein, dass der Störenfried Israel (so ähnlich R. Hermann in der FAZ) mit Nachsicht bei Arabern rechnen darf.  J. Stahnke stellt in derselben Zeitung erleichtert fest, dass der Prinz eine rote Linie ziehe: die Unantastbarkeit islamischer Heiligtümer in Jerusalem. Er vermutet, dass Trump dem Prinzen die Anerkennung diktiert hätte.

Bernd Zeller hat das Staunen des Feuilletons unnachahmlich ironisiert:

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Matthias Matussek: White Rabbit

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Ich muss zugeben, dass ich Matthias Matussek in seinen Stern- und Spiegel-Jahren nie viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Dass er, der Starjournalist und Starautor, der Szene der Edelfedern der „Qualitätspresse“ zugehörig, quasi über Nacht von den Angehörigen seiner Klasse, darunter auch ehemaligen Freunden und Freundinnen, zum Outlaw wird, zum Rechten, zum Wortführer der Nazis, nahm ich zur Kenntnis. Das passiert schnell mit einem, der die begeisterte Willkommenskultur und die Sympathie der Linken und der Kirchenfürsten mit der Religion des Friedens, dem Islam, nicht teilt.

Sein Buch über seine Hinwendung zum orthodoxen Katholizismus, seine Verehrung für Gilbert K. Chesterton, seine Aufenthalte in anderen Ländern, seine Begegnungen mit den Prominenten in Kultur und Politik, fast schon eine Autobiographie, ist lesenswert. Er kann schreiben!
Am spannendsten sind natürlich seine Erfahrungen beim Spiegel und beim Stern, in den Leuchttürmen, heute müsste man sagen: den Elfenbeintürmen, des sog. Quaitätsjournalismus  und schließlich sein Rauswurf bei der Welt.

Auch wenn man schon weiß, dass die Repräsentanten der Vierten Gewalt keine Lichtgestalten sind: Wie sehr Intrigen, Fehden und Feindschaften zwischen den Edelfedern der „Qualitätspresse“ die Inhalte der Zeitungen bestimmen, überrascht den gemeinen Leser dann doch.

Gewiss hätte es dem Buch nicht geschadet, wären Chesterton und sein Pater Brown weniger oft erwähnt worden. Man spürt auch, dass er verletzt ist, weil und wie er von den Kolleginnen und Kollegen ausgestoßen worden ist. Aber das Buch ist keine gehässige Abrechnung. Dafür kann er zu gut schreiben. Und sein Archiv liefert treffende Beispiele dafür, dass „Lügenpresse“ keine bloße Behauptung ist.
Matussek selbst ist nicht weniger eitel als seine (ehemaligen) Kollegen. Angesichts seiner überragenden journalistischen Fähigkeiten darf man ihm das nachsehen.

Wolfgang Herles interviewt Matussek

Herrlich! Matussek rezensiert Matussek

N.B.: Kein großer Verlag war bereit, Matusseks Manuskript zu drucken.

Zensur durch die Presse

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„Wir brauchen keine Zensur der Presse. Wir haben eine Zensur durch die Presse.“

Das schrieb vor ca. hundert Jahren der Journalist und Autor Gilbert K. Chesterton, zitiert von Matthias Matussek in seinem äußerst lesenswerten Buch White Rabbit oder Der Abschied vom gesunden Menschenverstand.

Zeitungslektüre beim Sonntagsfrühstück

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Weinmeisterhaus auf dem Winzerberg gegenüber von Schloss Sanssouci; Bild: Potsdam-Merketing

Ich liebe die Zeitungslektüre beim ausgedehnten Sonntagsfrühstück. Wann immer möglich, genoss ich in den USA die dicke Wochenendausgabe der New York Times (NYT). Einmal brachte meine Frau ein Überraschungsgeschenk aus den USA mit: Weil die NYT am Kiosk ausverkauft war, hatte sie vor einem Rückflug aus Miami Teile aus Papierkörben für mich zusammengesucht. In Frankfurt am Main gab es einen Buchladen, in dem man die Wochenendausgabe am Montag nach dem Wochenende zu einem sündhaft teuren Preis kaufen konnte.

2009 brachte der Schriftsteller Dave Eggers einmalig eine Zeitungs-Wochenendausgabe heraus: das San Francisco Panorama. Es war doppelt so schwer und noch dicker als die dicke Wochenendausgabe der NYT. Es enthielt ein Magazin, eine 400seitige Literaturbeilage, Wochenend-Ausgeh- und Reisetipps,  erstklassige literarische Texte, Fotoreportagen, einen Comic von Art Spiegelman. Jedes einzelne Produkt war umfangreicher als eine gewöhnliche Tageszeitung.

Dave Eggers wollte zeigen, dass auch im Internetzeitalter eine gedruckte Zeitung immer noch ihr  Potential entfalten könne. 5 Dollar kostete sie bei Erscheinen. Bei Amazon wird sie heute antiquarisch zwischen 55 und 140 € gehandelt. Ich besitze ein Exemplar!

Bis jetzt war für mich die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) ein leidlicher Ersatz. Den Rest des Beitrags lesen »

Trump und die Medien

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Nicht dass ich Trump-Fan wäre. Aber wenn ich das Dauerfeuer der ÖR- und Zeitungs-Schaffenden gegen ihn sehe, werde ich misstrauisch.

Inzwischen weiß man auch, dass Vorgänger Obama keineswegs die Lichtgestalt ist, als die er gesehen wird. Er hat die US-amerikanischen Millionenzahlungen an PLO und Hamas noch einmal erhöht, ohne jegliche Auflagen. Er hat seine Umweltbehörde zur Klimaschützer-Zentrale ausgebaut und im Nahen Osten ein schwaches Bild abgegeben.

Bevor ich etwas zu Gunsten Trumps sage, habe ich mir angewöhnt, etwas schlechtes über ihn zu bemerken. Denn ich gelte, wenn ich etwas Gutes über den US-Präsidenten sage, noch viel mehr, wenn es um die AfD geht, sofort als Rechter, dem dann auch schon mal Auschwitz – „Wehret den Anfängen!“ – entgegengehalten wird.

Das erinnert mich an meine erste Zeit in einem Lehrerkollegium in den 80er Jahren. Damals machte eine maoistische Sekte von sich reden, der Kommunistische Bund Westdeutschland, KBW. Eine ansonsten ganz nette Kollegin war 150prozentige KBWlerin. Wenn sie einmal etwas durchaus Akzeptables in der Gesamtkonferenz geäußert hatte und man dazu Stellung nehmen wollte, war es ratsam, als Vorbemerkung den KBW grundsätzlich abzulehnen, wenn man das Wort behalten wollte.

Die Geschichte ging noch weiter: Der Schulleiter, ein Gewerkschafter und SPD-Politiker, verfolgte die Kollegin unerbittlich und schaffte es, dass sie aus dem Schuldienst entlassen wurde. Sie hatte im Unterricht von Simbabwe gesprochen, als der Staat noch Rhodesien hieß, und vor dem Schulgelände Flugblätter an Schüler verteilt. Als sie dann einen Job als Sekretärin gefunden hatte, rief er bei der Firma an…

Was Trump angeht, finde ich jetzt auf der Seite des Deutschen Arbeitgeber Verbandes aufschlussreiche Anmerkungen eines deutschen, zurzeit in den USA lebenden Politikwissenschaftlers. Er erwähnt im Konflikt zwischen Trump und den linksliberalen US-Medien, allen voran CNN, einiges, das so in Deutschland nicht zu lesen ist.

Von welchen Leuten heute Zeitung gemacht wird

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Blogger Hadmut Danisch schildert eine Veranstaltung am Berliner Cottbusser Tor(!), in der vier „Qualitätsjournalisten“ sich über Scheiß-Deutschland ausließen:

  • Mohamed Amjahid (Autor „Unter Weißen“, Zeit-Magazin-Redakteur, vorher Tagesspiegel)
  • Fatma Aydemir (Schriftstellerin, taz-Journalistin, hier: Moderatorin)
  • Enrico Ippolito (Kulturchef Spiegel Online, vorher taz)
  • Hengameh Yaghoobifarah (Missy Magazine, taz-Kolumnistin)

Sie zelebrieren ihre Verachtung der „kartoffeldeutschen Gesellschaft“  (aus einer Rezension des Debütromans von Aydemir). Herablassend, schnöselig, vulgär, sprachlich rudimentär würden sie über die Deutschen reden, die Kartoffeln, die Rassisten und vor allem die Nazis, Nazis, Nazis.

„Belehrung durch Dumme“ ist Danischs Fazit.

Man bekäme ein gruseliges Gefühl, von was für Leuten heute Zeitung gemacht würde, und warum Zeitung immer schlechter und desinformativer werden würde.

Wer sich´s zumuten will: hier!

 

Antiisraelische „Meisterleistungen“ der Qualitätsmedien

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SPON-Fakes

Zusammengestellt auf „Abseits vom mainstream“

Angesichts der zahlreichen Beispiele dürfte es der Jury des Grimme-Preises schwerfallen, einen Schlagzeilen-Dichter auszuzeichnen.

 

Wie islamophile Gutmenschen Kritiker fertig machen

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IslambuchDie bestens vernetzte Gutmenschen-Community richtet gerne hin, wenn sie jemanden findet, der den Islam nicht für die beste aller Religionen hält.

So erging es Necla Kelek. Die in den Qualitätsmedien beliebte „Islamwissenschaftlerin“ Lamya Kaddor gab einer Interviewäußerung von Frau Kelek den richtigen Dreh und schon war sie eine Hasspredigerin, die Muslimen Sodomie unterstellte.

Der raffinierte Fake wurde übernommen von Claudius Seidl (FAZ), Die Zeit, Süddeutsche Z., DLF (Deutschlandfunk; der Ehemann von Frau Kaddor ist dort Redakteur) über Jakob Augstein, Cem Özdemir bis zu Wissenschaftlern wie Wolfgang Benz und Klaus-Jürgen Bade. Daniel Bax durfte nicht fehlen: „Notorische Lügnerin Kelek“. Er ist einer derjenigen, denen die taz das Attribut „Schweinejournalismus“ verdankt. Von Faktencheck, vor allem bei Zitaten, haben die Herren noch nie gehört.

Kelek erhielt zwar noch einen Preis der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung. Auch das wollte die Islam-Lobby verhindern. Aber ihre Einladungen zu Vorträgen gingen stark zurück. Davon lebt die Publizistin. Der Ehemann von Kaddor und DLF-Journalist veröffentlichte „wissenschaftliche“ Aufsätze, in denen er Kelek brandmarkte.

Thierry Chevel (Perlentaucher) hat in mühevoller Kleinarbeit rekonstruiert, was geschah.

Keine Edelfeder und kein Wissenschaftler sah sich bisher zu Selbstkritik genötigt.

Jerusalem: Israels Hauptstadt

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Bazonline: „Die heilige Stadt der Juden. Die übertriebene Kritik an der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt ist juristisch und rational nicht erklärbar.“

Dass ich einen solchen Artikel wie den der Basler Zeitung nicht in der Zeit, der SZ und FR zu lesen bekomme, ist klar, aber warum steht so etwas nicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung?

Aber auch „diese Zeitung“, wie ihre Unbelangbaren von sich selbst reden, ist in den Sog linksgrüner Palästinasympathie geraten. Wie anders konnte die glatte Lüge eines arabischen Politologen von FAZ-Interviewerin Lena Bopp unkommentiert bleiben? Der Wissenschaftler behauptete, in der von Jordanien 19 Jahre lang widerrechtlich annektierten Jerusalemer Altstadt hätte es schon religiöse Toleranz gegeben, nicht erst,  nachdem Israel die Annexion beendet hatte.

Der jordanische König hatte 1948 die jüdischen Bewohner der Altstadt, die jetzt arabischer Teil Jerusalems genannt wird, vertrieben, Juden war das Betreten des Tempelbergs verboten, die Zufahrt zur Hebräischen Universität und zum Hadassah-Krankenhaus wurde für Juden gesperrt. Tausende Juden wurden vertrieben. Christen wurden repressiv behandelt, die Religionsausübung eingeschränkt. viele verließen die Stadt.

1967 beteiligte sich der jordanische König wieder am Krieg gegen Israel. Israel besetzte daraufhin das von Jordanien annektierte Jerusalemer Gebiet und machte es für Juden und Christen wieder zugänglich.

2016 ließ US-Präsident Obama zu, dass der UN-Sicherheitsrat in einer Resolution die heiligen jüdischen Stätten, das jüdische Wohngebiet, das Krankenhaus und die Universität als widerrechtlich von israel besetzt ansah und erkannte das Territorium den palästinensischen Arabern zu. Bis dahin galt die noch aus Mandatszeiten geltende Auffassung, das Jerusalem internationels Territorium sei und sein Status in einem Verhandlungsprozess festgelegt werden sollte. Die Araber haben den internationalen Status nie anerkannt. Warum Obama plötzlich Verhandlungsmasse für einen Friedensprozess preisgab und den Arabern ohne Gegenleistung überließ, ist unbekannt.

Es ist nicht bekannt, ob Frau Bopp in die Lokalredaktion oder zu „Schüler schreiben“ versetzt wurde.

Siehe auch hierhier und hier!

Warum der arabische Bürgermeister einer Jerusalemer Vorstadt lieber von Israel als von der Autonomiebehörde des Dr. Abbas regiert werden will.

Drittheiligste Stadt des Islam?