Palästina

Hetzen? Kann auch die Frankfurter Rundschau!

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Die Frankfurter Rundschau (FR) wurde 1945 von Kommunisten und Sozialdemokraten gegründet.

Von 1973 bis 1992 war der vielfach ausgezeichnete Publizist Werner Holzer Chefredakteur. Unter ihm steigerte sich die Auflage von 150.000 auf über 200.000. Von 1962 bis 1973 arbeitete auch der sozialliberale FDP-Politiker und Journalist Karl-Hermann Flach für die Zeitung.

Die FR galt damals neben Süddeutscher Zeitung, Welt und FAZ als Blatt von nationaler Bedeutung, mit linksliberaler, wirtschaftspolitisch mit streng gewerkschaftstreuer Ausrichtung.

Mit der FR habe ich in den frühen 50er Jahren lesen gelernt, als Student war sie für mich unverzichtbar.

Die Krise der Zeitung begann um das Jahr 2000. Es kam viel zusammen. Das zeitungseigene Druckhaus war eine Nummer zu groß, durch Internetplattformen brach in den nächsten Jahren das Anzeigengeschäft zusammen. Fremde Druckaufträge gingen verloren.

Aber die FR durfte nicht sterben. Den Rest des Beitrags lesen »

Mit Theater, Tanz und Lügen gegen Israel

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Neben der erfolgreichen Pressekampagne arbeiten Hamas und PLO zurzeit an einer kulturellen Offensive. so tourt ein „Palästinensisches Nationaltheater“ durch Europa. Erzählt wird die 70jährige Unterdrückung der Araber durch die Juden. Im Tanztheater wird zum Jihad aufgerufen und es gibt Malwettbewerbe.

Nebenbei schult die Hamas Kinder zu Terroristen. Der Schweizer Kabarettist und Autor Franz Hohler lässt sich von arabischen Lehrern versichern, dass sie ihre Schüler zum Frieden erziehen. („Am Ende eines langen Tages“)

Die dubiose Rolle der UN im Gazastreifen

Kinder tanzen gegen Israel

The UNRWA Road to Terror

UN-„Menschenrechts“rat verteidigt den palästinensischen Terror gegen Israel. Und der deutsche Botschafter steuert sein Scherflein bei.

UNRWA-Sprecher leugnet, anti-israelisch zu sein

Wie der UNRWA-Sprecher redet auch hier, und hier

Sprecher Gunness verteidigt  die Benutzung von antiisraelischen Lehrbüchern in UN-Schulen in Gaza damit, dass arabische Schulen in Ost-Jerusalem die gleichen benutzen würden.

Das wird dort anscheinend von israelischen Behörden hingenommen oder nicht kontrolliert. Wenn sie das täten, würden der UN-„Menschenrechts“rat, die UN und die europäischen Sympathisanten der Hamas dies als weitere jüdische Unterdrückungstat gegen Palästinenser brandmarken.

Ergänzung: Aus dem Hamas-Kinderfernsehen:

Ein paar hilfreiche Details zum Kampf der Araber gegen Israel

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israelNach dem Ersten Weltkrieg teilte die Entente das Osmanische Reich auf und schuf einige neue arabische Staaten und Mandatsgebiete. Eines davon war das britische Mandatsgebiet Palästina. Der Name Palästina war seinerzeit ein rein geographischer Begriff. Benutzt hatten ihn zuerst die Römer in der Antike. Sie benannten Judäa in Palästina um.

Das britische Versprechen, eine Heimstätte für Juden in Palästina zu schaffen, wurde 1922 vom Völkerbund einstimmig bestätigt. 1947 bestätigten die UN, der Nachfolger des Völkerbunds, dies mit 2/3-Mehrheit. Zugesprochen wurden dem neuen Staat die Negev-Wüste, ein schmaler Küstenstreifen nördlich des Gaza-Gebietes und Gebiete am See Genezareth. Jerusalem und Bethlehem sollten unter internationaler Verwaltung stehen, Jaffa bei Tel Aviv eine arabische Enklave im jüdischen Gebiet werden. Die beiden Staaten sollten eine Zoll- und Währungsunion bilden und eine gemeinsame Verwaltung für Infrastruktur (Wasser, Strom, Telekommunikation und Verkehr) bilden.

Die biblischen jüdischen Siedlungsgebiete um Hebron, Bethlehem und Jerusalem auf dem Gebiet, das man heute Westbank nennt, während der jordanischen Besatzung Cisjordanien nannte, gehörten nicht dazu. Das palästinensische Gebiet östlich des Jordans (ebenfalls britisches Mandatsgebiet), wurde zum arabischen Königreich Transjordanien (später: Jordanien). Groß-Britannien gab es dem Emir von Mekka als Dank für seine Loyalität zum Vereinigten Königreich. Es wollte damit verhindern, dass das französisch dominierte Syrien seinen Anspruch auf das Territorium durchsetzte. Kein Palästinenser hat gegen diese Vergabe palästinensischen Bodens protestiert.

60% des den Juden angebotenen Gebietes waren unfruchtbare Wüste. Jerusalem, das über Jahrtausende eine Stadt mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung gewesen war, lag im arabischen Gebiet. Dennoch stimmten die jüdischen Interessenvertreter zu. Die Araber lehnten ab. Sie wollten ein arabisches Palästina und keinen jüdischen Staat. Den Rest des Beitrags lesen »

Bricht in Nahost der Frieden aus, wenn Israel verschwindet?

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memri: Schlaegerei im arabischen TV-Studio

Die Besessenheit, mit der europäische Linke, Araberinnen und Araber und UNO-Institutionen an der Abschaffung Israels arbeiten, wird spätestens 2041 der Erkenntnis weichen, dass auch dann kein Frieden in Nahost ausbrechen wird.

Der Youtube-Kanal von Memri

Mehr gefällig?
Abbas vor dem EU-Parlament: „Jüdische Rabbis haben dazu aufgefordert, unser Wasser zu vergiften.“ Bundeskanzlerkandidat Schulz twitterte anschließend: „Inspirierende Rede“.

Der israelische Orientalist Edy Cohen hat die auf der Webseite stehenden 18 Bücher und die Moskauer Dissertation des als gemäßigt geltenden palästinensischen Politikers Mahmud Abbas gelesen und aus dem Arabischen übersetzt. Bisher hat das niemand gewagt. Auch Cohen erhielt keine Unterstützung von Stiftungen und Organisationen. Man befürchtet Mittelkürzungen durch die EU, wenn man den Mythos vom gemäßigten Palästinenser-Präsidenten ankratzt.

Fazit der Untersuchung: Abbas leugnet den Holocaust, leugnet Verbrennungsöfen in Auschwitz, gibt gleichzeitig den Juden eine Mitschuld am Holocaust, schreibt von geheimer Kooperation von Juden und Nazis. (via haOlam.de)

Der Journalist Filip Piatov hört Abbas bei der Konrad-Adenauer-Stiftung(!): „Wer Trump für den Erfinder von systematischen Lügen hält, sollte Palästinenserpräsident und Fake-News-Grossmeister Mahmoud Abbas zuhören. Gestern hatte ich diese Ehre. Der Mann schafft es, 70 Jahre Geschichte vollständig zu verzerren, ohne einen einzigen Aufschrei zu produzieren. Die Weltgemeinschaft hört zu, nickt und unterstützt ihn. Er fordert zwei Staaten und behält für sich, dass der Palästinenserstaat natürlich judenrein zu sein habe. Er nennt die Vertreibung der Palästinenser 1948 eine historische Katastrophe, ohne die zeitgleiche Vertreibung hunderttausender Juden auch nur zu erwähnen. Er beklagt den Unwillen der Israelis zu verhandeln und verschweigt, dass es die Araber waren, die 1947 den Teilungsplan ablehnten. Er verspricht, Ost-Jerusalem zu einer offenen Stadt zu machen und verschweigt, dass Juden bis 1967 keinen Zugang zu ihren heiligen Stätten hatten. Er lobt die Bildung der Palästinenser und verheimlicht, dass in palästinensischen Schulbüchern gegen Juden gehetzt wird. Er nennt Siedlungen das grösste Friedenshindernis und erwähnt den Terror mit keinem Wort. Er schwärmt von der palästinensischen Demokratie und verschweigt, dass er vor zwölf Jahren für vier Jahre ins Amt gewählt wurde.“ Das beste Zitat des Abends: „Wir hatten einen fertig ausgehandelten Friedensplan mit Ehud Olmert, doch plötzlich ist der im Gefängnis gelandet“ Zu den Fakten: Abbas hatte auf die Friedensangebote von Olmert nicht einmal reagiert – und ins Gefängnis kam Olmert erst Jahre nach seiner Amtszeit als Premier.

 

Weitere Links:

Zur Quelle: MEMRI, Middle East Media Research Institute, ist (wirklich) eine Gründung israelischer Geheimdienstoffiziere, die realistisch über den Islam berichten wollen. Das bedarf keines großen Aufwandes: Man muss nur die Freitagspredigten von Tunesien bis Iran mitfilmen.

Pallywood: Den Informationskrieg gegen Hamas hat Israel verloren

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Bilder und Filme können lügen: Die Darstellung absolutistischer Herrscher durch Auftragsmaler, die Propagandafilme der Nazis oder die retuschierten Fotos kommunistischer Politbüros, auf denen die gerade in Ungnade gefallenen Mitglieder fehlten. Bisweilen war noch ein Fuß oder ein Arm auf dem Foto übriggeblieben.

Heute gibt die PR-Maschine von Hamas und Fatah. Deren inszenierte Aufnahmen finden ihren Weg in die Nachrichtensendungen westlicher TV-Anstalten, wie z. B. BBC oder France 2. In Anlehnung an die Traumfabrik Hollywood spricht man von Pallywood.

Für die Weltpresse inszeniert
Für die Weltpresse inszeniert

Der UN-Menschenrechtsrat rügt seit Jahren nahezu ausschließlich Verstöße Israels. 61mal in den neun Jahren des Bestehens wurde Israel verurteilt, der Iran fünfmal, China nullmal, Kuba nullmal, Russland nullmal.

Falls es ein Dokument gibt, das Hamas und Israel gleichermaßen beschuldigt, fehlt die Hamas anschließend bei der Verurteilung durch den Rat. In Regel werden die antiisraelischen Beschlüsse des Rats nur mit den Gegenstimmen der USA und Israels gefasst. D. h. auch Deutschland und Frankreich stimmen wie China, Russland, Iran, Katar, Weißrussland, Venezuela oder Bolivien gegen Israel. Inzwischen stimmen die Vollversamlung und der Sicherheitsrat ähnlich ab. Besessen von Drang, Israel zu rügen, übersehen sie den Rest der Welt.

Der palästinensischen PR-Industrie gelingt es seit Jahren erfolgreich, westlichen Medien inszenierte Nachrichten anzubieten. So z. B. die Bilder des palästinensischen Vaters und seines von Landsleuten erschossenen Kindes, das selbstverständlich von israelischen Soldaten getötet worden sein soll. Oder das von der arabischen Schauspielerin, die gerne von den Hamas-Kommunikationsexperten engagiert wird, um z. B. einem israelischen Soldaten in die Hand zu beißen. Oder vom angeblich von Israel verschuldeten Stromausfall in Gaza, wo mit Kerzen demonstrierende Hamas-Anhänger gezeigt werden. Allerdings sind im Hintergrund die hell erleuchteten Schaufenster von Gaza-Stadt zu sehen. Oder von telegen inszenierten Gefechten mit humpelnden „Getroffenen“ und pünktlich auftauchenden Krankenwagen, bei denen aus anderer Kameraperspektive erkennbar ist, dass daneben arabische Hausfrauen ungerührt einkaufen gehen, aber keinesfalls Deckung suchen. Vom „Toten“, der, umringt von Kamerateams, von der Trage fällt, aufsteht und sich wieder auf die Trage legt.

Mir erzählte vor Jahren ein Taxifahrer in Beirut, als wir an einem leeren Zeltlager auf einem Platz in der Innenstadt vorbeifuhren: „Hier demonstrieren immer wieder von der Hisbollah bezahlte Bürgerinnen und Bürger vor Fernsehkameras.“ (Hisbollah ist Verbündeter der Hamas im Libanon.)

Während westliche Medien seit Jahren auf die Hamasfilme dankbar zugreifen, obwohl es zahlreiche Dokumentationen zu den Fälschungen und Inszenierungen gibt, staunen Araber über den Langmut, mit dem israelische Soldaten sich von Kindern beschimpfen und betatschen lassen, umringt von Instrukteuren, die Kinder ins Bild schieben und Kamerafrauen, die in Armeslänge von den Soldaten entfernt, filmen: „Unsere Leute hätten die Kinder längst erschossen“ sagen sie.

Hier zwei aus Dutzenden Youtube-Clips über Pallywood:

Die Süddeutsche Zeitung kämpft mit: Sie scheut nicht den Abdruck einer antisemitisch wirkenden Karikatur. Die Zeichnung selbst ist dabei gar nicht antisemitisch. Der Cartoonist war entsetzt, als er hörte, dass seine Zeichnung als Illustration zur Besprechung zweier israelkritischer Bücher genutzt wurde. Verantwortlich dafür war die Redakteurin Franziska Augstein. Die SZ-Redaktion entschuldigte sich. Augstein sprach nur von einem Missverständnis.

Noch eine antiisraelische Falschmeldung: Angeblich müssten jüdische Israelis und arabische Israelis in getrennten Bussen fahren.

Der Bayerische Rundfunk produziert seine Pallywood-Filme gleich selbst: Reporter Markus Rosch darüber, was er im  Gaza-Streifen sieht. Dass er bei den Flächenmaßen irrt, ist wohl eine Freud´sche Fehlleistung, aber nicht das Wesentliche an seinem Narrativ.

Israelfeind Rosch erneut

Noch mehr Pallywood hier

Das Schulfernsehen von WDR und SWR zeigt einen völlig einseitigen Bericht über den Palästina-Konflikt. Vergleiche dazu: „Israel ist böse, Terror ist gut“.

Und hier im Blog

Eine Fahrt durch den Gaza-Streifen 2011

(Der Text ist eine gekürzte Version meines Beitrags von 2015 in Basedow1764)

 

Was bringt ein Staat Palästina seinen Bürgern und den Israelis?

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Es ist genau 50 Jahre her, dass ich mit einer der ersten deutschen Studentengruppen nach Israel fahren konnte. (Die Bundeswehr gewährte mir kurz vor dem Ende der Dienstzeit dafür drei Wochen Sonderurlaub.)

Dieses Datum ist wohl der Grund, warum ich mich wieder stärker für Israel interessiere. Allerdings passt auch ein Aspekt zum Hauptthema dieses Blogs: Die Sympathie der Linken für Hamas, der alt- und neulinke Hass auf Israel, der linke Antisemitismus.

Während manche, nicht nur linkspopulistische Kommentare in einem arabischen Staat Palästina neben Israel die Lösung des Nahost-Konflikts sehen, bin ich skeptischer. Ich schließe mich der Meinung an, dass da ein weiterer arabischer Failed State entstehen würde. Was würde sich ändern? Den Rest des Beitrags lesen »

„In 25 Jahren wird Israel von der Landkarte verschwunden sein“

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Irans Führer Ayatollah Khamenei steckt sein nächstes Ziel ab. Er traf sich mit dem Führer einer arabischen Terrorgruppe aus Gaza und forderte ihn auf, mit an diesem Ziel zu arbeiten. Dafür erhielt der Anführer Shalah in diesem Jahr schon 70 Millionen Dollar. Auch die Hamas arbeitet vertrauensvoll mit Teheran zusammen.

(nach Audiatur-Online)

Das ist nicht wirklich neu. Die Araber in Palästina sagen das seit bald 70 Jahren. Ihre Israel-reinen Nahost-Landkarten werden auch in Deutschland gerne verwendet. So steht es im Hamas-Programm.

Vielleicht hilft es, wenn Claudia Roth, mit Kopftuch natürlich, und Außenminister Steinmeier, beim letzten Mal einer Terroristin die Hand schüttelnd, erneut nach Teheran reisen.

Update Dezember 2016: Mit dem Votum des UNO-Sicherheitsrates gegen Israel (Siedlungsbau in angeblich besetzten palästinensischen Gebieten bekräftigen die UN ihre antiisraelische Haltung. Schon in den 70er Jahren wurde Israel als rassistisch verurteilt. (Dieses Votum wurde zwischendurch widerrufen.) Präsident Ban Ki Mun hat zum Ende seiner Amtszeit selbstkritisch angemerkt, dass die UNO zu sehr auf Israel fixiert ist.

plo-hitlergruss
PLO: Hitlergruß nicht nur im Theater

Über den linken Israelhass

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Auszug aus:

Jamie Palmer, Warum hören Linke nicht zu, wenn Palästinenser reden?

Artikel 13 der Hamas-Charta: “Initiativen, sogenannte friedliche Lösungen und internationale Konferenzen stehen in Widerspruch zu den Prinzipien der islamischen Widerstandsbewegung. … Es gibt für die palästinensische Frage keine andere Lösung als den Dschihad. Initiativen, Vorschläge und internationale Konferenzen sind Zeitverschwendung und nutzlose Unternehmungen.”

Im moralischen Universum der westlichen Linken geniessen die Palästinenser den Status der rechtschaffensten Opfer der Welt; teilweise ist dies auf einen Generationenwandel zurückzuführen, der die sich ändernde Natur des Konflikts begleitet.

Seit 1967 ist Israel eine Besatzungsmacht, und seit der Unterzeichnung der Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien (1979 und 1994) haben sich die Rollen von David und Goliath in der Wahrnehmung vertauscht. Dies ist nicht mehr der arabisch-israelische Konflikt, in dem despotische Staaten eine winzige Demokratie umzingeln und bedrohen, sondern es ist der israelisch-palästinensische Konflikt, in dem ein unnachgiebiger Atomstaat ein verarmtes und heimatloses Volk beherrscht.

Der Holocaust, der Sechstagekrieg und der Terrorfeldzug der PLO in den 1970er Jahren sind verblassende Erinnerungen. Seitdem sind mehrere Generationen aufgewachsen, die in den frühen Achtzigern Fernsehnachrichten über nach Beirut vorstossende israelische Panzer gesehen haben oder Bilder von Steinewerfern, die sich in der ersten Intifada bewaffneten Soldaten entgegenstellten. Die Tendenz der Linken war es immer, solche Bilder und Ereignisse durch eine antiimperialistische und postkoloniale Brille zu sehen, eine, die das Opfersein adelt und den gewaltsamen Kampf romantisiert.

Das Ergebnis war die Infantilisierung eines ganzen Volkes, dessen Leiden als irgendwie unpolitisch wahrgenommen wird. Was Palästinenser tun oder sagen, ist einfach ein Ausdruck einer wütenden Frustration und unvermeidliche Folge von Unterdrückung. Wenn palästinensische Persönlichkeiten unmissverständlich zum Mord an Juden aufrufen, dann ist dies, wenn nicht gerechtfertigt, so doch zumindest zu erwarten. Wenn die palästinensische Politik und Gesellschaft dysfunktional sind, dann deshalb, weil sie unter der Besatzung ächzen. Wenn Palästinenser den Friedensprozess ablehnen, dann deshalb, weil sie von der israelischen Unnachgiebigkeit die Nase voll haben…

Dass es im Jahr 2000 nicht gelang, in Camp David ein Abkommen zu erreichen, das den Konflikt beendete, war für jene, die aufgepasst hatten, keine grosse Überraschung, ebensowenig wie der folgende palästinensische Terrorfeldzug. Am 10. Mai 1994 hatte der PLO-Vorsitzende Jassir Arafat in einer Moschee in Johannesburg eine Rede gehalten. Nach einigem einleitenden Geschwafel über eine globale Verschwörung, die das Ziel verfolge, “die palästinensische Sache völlig von der Agenda der neuen internationalen Ordnung verschwinden zu lassen”, versprach er, den Dschihad um Jerusalem im Namen der muslimischen Ummah fortzusetzen und versicherte seinen Zuhörern, dass die Friedensgespräche lediglich eine taktische Kriegslist seien – mit denen zu vergleichen, die auch Mohammed benutzt hatte, um seine Feinde zu täuschen.

Die zweite Intifada bestätigte dann, dass die Hamas zu einem wichtigen und tödlichen Akteur im Konflikt geworden war. Anders als die säkularen und oft explizit marxistischen mit der PLO verknüpften Terrorgruppen der 1970er und frühen 80er Jahre sprach die Hamas die Sprache des islamischen Herrenmenschentums, und ihre Gründungscharta war – und bleibt – unmissverständlich antisemitisch, kompromisslos und genozidal…

Swimming-Pools auf der Westbank und marode Wasserleitungen

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Als Nachtrag zur israelfeindlichen Berichterstattung der ARD-Tagesschau hier ein überraschendes Fundstück.

Informieren sich manche ARD-Nahost-Korrespondenten nur bei Hamas und Abbas?

Nachtrag 16.1.17: Wieder Verhandlungen zwischen Israel und Autonomiebehörde

Worüber ich auch von der ARD gerne mehr erfahren hätte: Israel, Hamas, EU, UNO und die Wasserversorgung von Gaza.

Warum verweigern so viel Print- und TV-Journalisten, von Dunja Hayali bis Jakob und Franziska Augstein ein halbwegs ausgewogenes Bild auf den Nahen Osten? Warum sind Politiker, von Martin Schulz über ein Dutzend sozialistischer MdBs, grüne Nachwuchspolitikerinnen und das Fossil Ströbele Judenhasser? Ströbele hatte den linksextremistischen Antisemiten Kunzelmann, der ein jüdisches Altersheim in München überfallen hatte, in seiner Kanzlei angestellt. Die Bundestagsfraktion der Grünen will einen Boykott von Waren aus der Westbank, die von israelischen Firmen stammen. Sie wollen weder russische Waren von der Krim, noch chinesische Produkte aus Tibet, noch marokkanische aus der Westsahara boykottieren, sind sich aber nicht zu schade an eine deutsche Boykottaktion aus dem Jahr 1933 anzuknüpfen.

Was gefällt ihnen an den Hamas-, Hisbollah- und Fatah-Funktionären, dass sie über deren Korruption, Homophobie, Frauenfeindlichkeit und Demokratiefeindschaft hinwegsehen?