Migration

Die Sümpfe der Angst

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Nationalistische Führertypen fahren die Ernte ein, in Räumen der Angst breitet sich Nationalismus aus.

FAS-Journalist Konrad Schuller schwingt die Metaphernkeule. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29.3.18, p 10, „Linke, Hört die Signale!“) Er plädiert, ähnlich darin Wagenknecht/Lafontaine, für eine Linke, die die Spaltung von 1919 überwindet.

Vom Gencode her könnte die Linke (Er meint sicherlich die vereinigte Linke und nicht die Linkspartei) die Räume der Angst füllen.

Nun ja, ein sprachgewaltiger linker Botho Stauß ist er deswegen noch lange nicht. Ein wenig Geschichtsklitterung darf auch nicht fehlen.

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Gefunden auf Twitter

In den Räumen der Angst richtet man sich darauf ein, eine Armlänge Abstand zu halten, nicht abends alleine zu joggen, mit dem Taxi von der Disco nach Hause zu fahren, am Eingang zum Einkaufszentrum arabischen Jungen den Vortritt zu lassen. Es bedarf nicht der „Botschaft der Internationale“ und einer geeinten antinationalistischen neuen Linken, wie Herr Schuller glaubt.

Es reichte schon, wenn die SPD statt über mehr Familiennachzug und weniger Abschiebung zu reden, eine realistische Einwanderungspolitik befürworten würde.

 

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Multikulti-Ideologie fördert Clanbildung

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„Der Multikulturalismus ist eine Ideologie, die alle Kulturen und Haltungen per se für gleichwertig erklärt, auch wenn sie komplett intolerant sind.“

Islamwissenschaftler Ralph Ghadban in einem Interview in der FAZ v. 7.4.18, p 2: „Wir müssen die Clan-Strukturen jetzt schnell zerschlagen.“

Ralph Ghadban beschreibt, wie Politik, Justiz und Polizei bis heute aus falsch verstandener Toleranz zusehen, wie arabische Clans immer krimineller und mächtiger werden.

Kleiner Konflikt wg. kultureller Überforderung

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Eine Zweitklässlerin wurde in Berlin von einem geflüchteten Mitschüler mit dem Tod bedroht. Sie würde nicht an Allah glauben. Ihre Mutter ist jüdisch.

Die Berliner Zeitung berichtet aus dem Berliner Schulalltag. Heute Morgen erfahre ich aus den Rundfunknachrichten, dass uns ein Politiker auffordert, stärker gegen den wachsenden Antisemitismus in der Bevölkerung vorzugehen. Jeder trüge Verantwortung. Peinlich vermieden wird das Wort „Islam“. Es muss ja nicht gleich ein Generalverdacht gegen alle Muslime ausgesprochen werden. (Einzig das Simon-Weisenthal-Center spricht vom Import des muslimischen Antisemitismus.)

bushido

 

 

Wie eine Ossi Ossis sieht: Göring-Eckardt

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„30 Prozent der Kinder und Jugendlichen heute haben bereits einen Migrationshintergrund und dabei hab´ ich die Ossis jetzt noch nicht mitgerechnet.“

Das sagte 2015 die ostdeutsche Katrin Göring-Eckardt (Bündnis90/Die Grünen) laut Frankfurter Rundschau. Die kann es nicht fassen, dass G-E u. a. deswegen übel beschimpft wird.

Göring-Eckardt hat als Reaktion eine Kampagne „nohatespeech“ ins Leben gerufen. Gilt aber nur für andere!

Dichter Grünbein denunziert seine Landsleute

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„Den Tag durch träumend, scheinbar wach“ so beschreibt sich der Dichter Durs Grünbein in einem Gespräch mit der geistesverwandten Süddeutschen Zeitung (SZ). (Den Hinweis fand ich im Leserkommentar von Werner Ocker im unten verlinkten Artikel.

„Jouer les durs“ heißt im Französischen übrigens „den starken Mann markieren“.

Dieselben Leute, die in die „Sozialsysteme des Westens“ eingewandert seien, also die Ostdeutschen, „beklagen sich heute über den Zuzug aus anderen Erdteilen“. So zitiert die SZ den aus Leipzig stammenden Dichter. Es ist nicht bekannt, ob sich der Suhrkamp-Verlag von seinem Autor Grünbein distanziert hat.

Wolfram Ackner über Grünbein

Das nennt sich Faktenfinder? Erbärmliche Tagesschau

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Darauf kommen nur Genderjournalist- oder Genderwissenschaftlerinnen. Dachte ich bisher!

Wenn in der Silvesternacht 2015 in deutschen Städten nordafrikanische Schutzsuchende Frauen belästigen, wird sofort mit sexuellen Übergriffen autochthoner weißer Männern auf dem Oktoberfest pariert. Wenn wöchentlich von Vergewaltigungen, Ehrenmorden und Tötung der Exfrau oder Exfreundin durch Zugewanderte aus einem anderen Kulturkreis vorkommen (und inzwischen auch ein deutscher Jugendlicher seine Freundin erstochen hat), fällt dem „Faktenfinder“ Patrick Gensing vom Zwangsgebühren-TV zwei Tage nach dem ein abgelehnter afghanischer Asylant seine deutsche Freundin erstochen hat, dies ein:

tagesschau_ gensing

Es ist ein merkwürdig verquaster Text, den Herr Gensing schreibt: Gerade jetzt, wo nach der unkontrollierten Einwanderung Hunderttausender junger Männer aus Machokulturen die Gewalt gegen Frauen und Mädchen zugenommen hat.

Fürsorgliche Politikerinnen raten ihnen, nicht mehr unbegleitet zu joggen und an Silvester im Freien eine Armlänge Abstand von fremden Männern zu halten. Die Tagesschau berichtet vielfach gar nicht mehr. Sie sieht allenfalls Einzelfälle von höchstens regionaler Bedeutung und lässt gerne nähere Hinweise auf den Täter weg; Bub, Jugendlicher, Mann reicht. Gerade jetzt wirft er alles in einen Topf: männliche Gewalt von Bio-Deutschen(!) und Ausländern.

Dabei hätte ihm doch zu denken geben können, was er selbst anführt: Im Jahr 2016 wurden 435 Frauen getötet. Bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen(!) liegt der Ausländeranteil bei 41 Prozent aller Tatverdächtigen, bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung bei 38,8 Prozent. (Tötung auf Verlangen zählt die Polizei mit!)

Von Januar bis September 2017 wurden allein 364 Fälle von Straftaten gegen das Leben registriert, bei denen mindestens ein Flüchtling oder Asylbewerber als Opfer oder Tatverdächtiger beteiligt war. (Merkwürdig, dass zwischen Opfer und Tatverdächtigtem nicht unterschieden wird.)

Herr Gensing erkennt: Bei schweren Delikten wie Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen oder gefährliche Körperverletzung oder Vergewaltigungen ist der ganz überwiegende Teil der Tatverdächtigen männlich. So macht man aus Fakten Nebelkerzen. Während bei Erwähnung krimineller Flüchtlinge sofort Generalverdacht unterstellt wird, hantiert Patrick Gensing unverdrossen mit dem Generalverdacht: die Männer sind´s.

Wie wäre es, wenn die hoch bezahlten Mitarbeiter des ÖR-TV für korrekte Berichterstattung über „Einzelfälle von regionaler Bedeutung“ sorgen würden und vor allem für eine aussagekräftige Kriminalstatistik, die nicht von der Polizei oder der Amadeu-Antonio-Stiftung geführt wird?

Recht hat Herr Gensing natürlich auch ein bisschen: Die meisten Gewaltdelikte gegen Frauen finden in der eigenen Wohnung statt. So war es im Flensburger Fall auch.

Nachtrag: (Wurde nach Angaben von Beatrix von Storch, AfD-MdB bei Facebook gelöscht, inkl. Link zum Bundeskriminalamt.)

polizeistatistik

Bundeskriminalamt, PKS-Jahrbuch 2016, Band 4, V 2.0, Seite 14, Tabelle 01 Enthält so weit ich sehen kann nicht Tötungsdelikte mit sexuellem Bezug:

pks

Zur Kriminalitätsstatistik Brandenburg siehe auch hier!

Siehe auch: MeToo von rechts? Darf das sein?

Siehe auch: 1 Jahr Faktenerfinder Gensing

 

 

Riexinger ist kein Leo Trotzki

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aber er wandelt auf seinen Spuren.

Es geht nichts über eine solide historische Bildung. Gerade in Zeiten der erregten Twitter-Threads und atemloser Campact-Aktionen. Das beweist Markus Ermler:

Der Wissenschaftler ordnet den erbarmungslosen Kampf innerhalb der Linkspartei zwischen den „no border, no nation“-Aktivisten (Kipping, Riexinger, die Berliner Integrationssenatorin Elke Breitenbach) und den nationalen Sozialisten (Lafontaine, Wagenknecht), die die Grenzen der Aufnahmefähigkeit erkennen und Rücksicht auf die besonders betroffenen deutschen Unterschichten nehmen wollen, in die Tradition kommunistischer Auseinandersetzungen zwischen Internationalisten und nationalen Sozialisten ein – Trotzki vs. Stalin, aber auch Luxemburg vs. Bernstein.

In Teilen der Linkspartei gelten Lafontaine/Wagenknecht als Nazis.

Mit Trotzki wagt Ermler auch einen Blick in die Zukunft: Trotzki hat in „Die permanente Revolution“ 1928 beschrieben, wohin seine Umgestaltung der Gesellschaft führen soll: zum Bürgerkrieg, der so lange dauert, bis die ganze Welt die neue Gesellschaft geworden ist.

Markus Ermler, Linkspartei goes Latte macchiato

Dr. Ermler nimmt auch gleich noch einen Artikel in der Riexinger-Trotzki-Tradition im Neuen Deutschland auseinander. Er ist entsetzt, dass beide Verfasserinnen so unwissenschaftlich drauflosschreiben, obwohl von beiden gesagt wird, sie hätten einmal wissenschaftlich gearbeitet. Eine ist überdies die derzeitige Berliner Integrationssenatorin: „Offene Grenzen für alle“

Neoliberaler Kommunismus

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schlaraffia
zeno.org

Die Auguren ahnen, wo das grünlinke Experiment der Auflösung monoethnischer Nationen enden wird: im globalen Chaos.

Die Drängelei um die Essener Resterampe war ein kleiner Fingerzeig, die Bereicherung durch angeblich minderjährige Gläubige, die ihren Ausweis verloren, aber wenigsten ihr Smartphone gerettet haben, ist ein deutlicherer Vorbote. Ob sie weniger aggressiv das ihnen Zustehende einfordern, wenn man ihnen im Kika erklärt haben wird, wie man einen Büstenhalter öffnet, steht in den Sternen.

Marxistische Ökonomen, die durch den Untergang des Realsozialismus vielfach beschäftigungs-, nicht aber mutlos geworden sind, haben für Katja Kipping ein Szenario entworfen, das man neoliberalen Kommunismus nennen könnte: Die Aufhebung nationalstaatlicher Grenzen und Regulierungen, die ungehinderte Konkurrenz aller Weltbürger um Arbeitsplätze, Wohnraum und Sozialleistungen führe zu Wohlstand für alle, sogar dazu, dass sie mehr verdienen als vorher. Sagen sie.

Marcus Ermler über die kommunistischen Phantasien der Katja Kipping

Die Ministerin hat eine Meinung zur Privatmeinung eines Schriftstellers

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Eva-Maria Stange, Ministerin für Wissenschaft und Kunst in Sachsen, früher SED und Lehrergewerkschaft der DDR, später SPD-Mitglied und Bundesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, hat sich zum „Fall“ des „neurechten“ Dresdner Schriftstellers Uwe Tellkamp geäußert: Der habe mit seiner Kritik an der Einwanderungspolitik von Frau Merkel seine „Privatmeinung“ geäußert. Die teile sie nicht. (nach Michael Klonovsky)

Die Staatsministerin widerspricht damit ihrem Ministerpräsidenten, der Tellkamps Meinung für zulässig hält.

Ob Stange qua Amt gesprochen hat und damit ähnlich wie die ehemalige Bundeswissenschaftsministerin Wanka unzulässig handelte, ist noch nicht bekannt geworden.

Tellkamps Diskussionsbeitrag (gekürzt transkribiert) auf Tichys Einblick

Nachtrag 13.3.: Mir gefällt die Transkription von Jürgen Fritz noch besser (Publikumsreaktionen werden erwähnt, übersichtlicher gegliedert). Man muss das lesen, um die Überheblichkeit der grünlinken Journalisten zu erkennen, die allesamt gegen Tellkamp anschreiben.

Thomas Rietzschel über die Reaktion aus dem Suhrkamp-Verlag

Vera Lengsfeld: Ein dubioses Recherchekollektiv produziert Fakes zu Tellkamps Äußerungen.

Die FAZ macht munter mit. Das Blatt für die klugen Köpfe untersucht seine früheren Bücher auf Rechtslastigkeit. Jegliche Hemmung lässt heute auch der linke Berliner Tagesspiegel fallen (Auf Seite 1 der Potsdamer Lokalausgabe PNN). Erst konstatiert Gerrit Bartels wehleidig, dass die Damen und Herren des linken „Gesinnungskorridors“ (Tellkamp) von Tellkamp angegriffen würden, weil sie nicht seiner Meinung wären. Dann aber meint er großzügig – ähnlich wie auch die FAZ – Tellkamp dürfe doch vor tausend Leuten seine Meinung sagen. (Was fehlt, aber bei Sarrazin immer als Argument für die herrschende Toleranz gegenüber abweichenden Meinungen ausgelegt wird: Er verdiene viel Geld mit seinen Büchern.)

Update 18.3.: Die FAZ legt noch ´ne Schippe drauf! Stefan Locke berichtet unter der Woche über den Herrn Tellkamp, am Samstag bekommt er den Kommentar auf Seite 1 für seine Tellkamp-Kritik. Am Sonntag darf er im Feuilleton kommentieren. Kollegin Julia Encke widmet sich Tellkamp ausgiebig in ihrem Buchmessen-Artikel. Darüber vergisst sie ihre Chronistenpflicht, über die linke Gewalt gegen die drei rechten Aussteller zu  genügen: Störung der Veranstaltungen, Pöbeleien, Rangeleien. Rainer Hank befindet in einem Faktencheck, dass T. voll daneben läge. Maxim Biller verwurstet Tellkamp schließlich in einer Satire. Tilman Spreckelsen hat sich in seinem Buchmessenbericht noch nicht entschieden: eingangs schreibt er, dass Tumulte ausgeblieben wären. Später heißt es, es hätte sie gegeben, sie hätten sich aber „in Grenzen“ gehalten. Welchen Nerv hat Tellkamp bei den FAZ-Schreibern getroffen?

Wahrscheinlich geht´s in den FAZ-Ablegern „Quartely“ und „Woche“ weiter. (Für die beiden macht die FAZ verzweifelt[?] ganzseitige Werbung. Heute, am Sonntag, kündet ein ganzseitiger Artikel in der FAS sogar davon, was demnächst in „Quarterly“ steht.)

Locke verkündet in allen seinen Stücken, dass die Rechten doch sagen dürften, was sie sagen wollen. Dass doch Meinungsfreiheit herrsche. Für die Rechten, aber auch für die FAZ. Dass die Rechten aufhören sollen, sich als Opfer zu inszenieren. Zeitgleich wurde dem österreichischen Identitären Sellner das Reden in der Speaker´s Corner in London verboten, der islamkritsche Journalist Tommy Robinson wurde in der Speaker´s Corner von Muslimen zusammengeschlagen.

Ich reibe mir ob dieser steilen These von Locke verwundert die Augen. Wie war das? Dunja Hayalis berüchtigte Pegida-Reportage? Sie veröffentlichte hinterher ihr Rohmaterial und man konnte sehen, welche Sätze von Teilnehmern sie ausgewählt hatte und welche nicht. Hayalis aggressiver Interviewstil: „Dann sind Sie also für…? Dann sind Sie also auch für…?“

Wie lange dauerte es, bis in Talkshows AfD-Vertreter eingeladen wurden und nicht nur über die AfD geredet wurde? Wie Moderatorin Slomka mit Alice Weidel umsprang und eine unpassende Tabelle hochhielt, als Weidel Zahlen zur Ausländerkriminalität nannte. Heinrich-Böll-Stiftung und Amadeu-Antonio-Stiftung legten Schwarze Listen von Rechten an, Henryk Broder und Roland Tichy werden als rechtsextrem eingestuft. Es wurde versucht, ihnen wirtschaftlich zu schaden. Ein kritisches Buch zur Masseneinwanderung und den Grenzen des Sozialstaats verschwand aus der Spiegel-Bestsellerliste. Autobahnabfahrten wurden gesperrt und Straßenbeleuchtungen abgeschaltet, um rechte Demonstrationen zu erschweren.

Wie war das auf den beiden Buchmessen? In Frankfurt organisierte der Börsenverein(!) eine Demonstration vor rechten Ausstellungsständen. Ein linker Schläger wurde in den Qualitätszeitungen als rechter Schläger ausgegeben. In Leipzig verbannt die Messegesellschaft die drei rechten Stände in die hinterste Ecke.

Ich erinnere mich noch daran, dass im rbb bisher vornehmlich über Gegendemonstrationen berichtet wurde und die Teilnehmerzahlen der anderen immer Sundermayerniedrig eingeschätzt wurden. Der rbb-Experte für Rechtsextremismus, Olaf Sundermeyer (sh. Bild), wurde zufällig gefilmt, als er sich daran beteiligte, einen islamkritischen englischen Reporter beim Filmen in Cottbus zu stören. Erstmals sind jetzt im rbb Interviews mit Bürgern zu hören, die an „rechten“ Demonstrationen teilnehmen und es gab eine vom Sender initiierte Bürgerversammlung, zu der Rechte eingeladen waren.

Haben Frau Encke, Herr Hank, Herr Locke ein kurzes Gedächtnis oder informieren sie sich nur aus der FAZ?

Wie Genderistinnen ticken

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Die Genderprofessorin Dr. Lutz stellt die „verbale Entgleisung“ des FDP-Politikers Rainer Brüderle den sexuellen Übergriffen an Silvester 2015 in mehreren deutschen Städten gleich.

Das Ergebnis ist eine Weißwaschung dieser Tätergruppe. Die  Wissenschaftlerin nutzt dafür alle gängigen Klischees, die man aus der deutschen Migrationsforschung und von der linken SA kennt: Generalverdacht gegen Schutzsuchende, Marginalisierung der Schutzsuchenden durch die Mehrheitsgesellschaft. Die Weißen führten auf sexueller Ebene den Krieg gegen Zuwanderer fort. Sie würden sogar die Silvesterereignisse mit den Vergewaltigungen während der Tahrir-Demonstrationen in Kairo vergleichen, die wahrscheinlich vom Regime angeordnet worden wären.

In ihrem Eifer merkt die Professorin nicht, dass sie verharmlost: Für sie ist die Hand auf dem Oberschenkel anscheinend genauso schlimm wie der Ehrenmord, der mit Video gefilmt wird oder das Zerschneiden des Gesichts einer Frau oder die aufforderung eines Imams, Frauen zu schlagen, damit sexuell zu Diensten stehen. Denn das alles erwähnt sie gar nicht. Schlimmer als Köln – „sexuelle Handgreiflichkeiten“ – gibt es für sie bei marginalisierten Einwanderern nicht.

Es gehe doch darum, dass es sich in den deutschen Städten (Sie erwähnt immer nur Köln) um einen „Versuch marginalisierter Männer [handele], sich den Status hegemonialer Männlichkeit mit körperlicher und krimineller Gewalt ´zurückzuerobern`“. Der Zusammenhang mit Brüderles und Weinsteins Untaten werde bagatellisiert. Wer nur über „Köln“ debattiere, stärke die Rechten. Da schließt sich der Kreis: Die Nazis sind an allem schuld!

Einmal in Fahrt schießt die Genderistin auch gegen ihre weißen Geschlechtsgenossinnen: Analog zur Stigmatisierung von männlichen ´muslimischen` Migranten als latenter Gefahr hätte es sich etabliert, Migrantinnen – insbesondere aus muslimischen Ländern – in erster Linie als Opfer patriarchalischer Herrschaftsverhältnisse ihrer Herkunftskulturen wahrzunehmen. Dass Migrantinnen auch Opfer von Rassismus sein können, werde dabei ausgeblendet. Auch dieses Narrativ ermögliche Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft eine positive Selbstaufwertung. Oder, wie es die Politologinnen Maria do Mar Castro-Varela und Nikita Dhawan formulieren würden: die Figur der ´emanzipierten westlichen Frau` benötigte ein Alter Ego – eine ´unterdrückte Andere, um Befreiung überhaupt denken und leben zu können`“.

Prof. Dr. Helma Lutz, geschäftsführende Direktorin des Cornelia-Goethe-Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse, J. W. Goethe-Universität, Frankfurt a. M.: Was #MeToo und die Kölner Silvesternacht eint.

Eine Anregung für weitere Genderstudien.

Neues von Laura Himmelreich: die Frau, die ein unglückliches Kompliment eines älteren Politikers beim Absacker in einer Hotelbar als Sexismus empfand, ist jetzt Chefin eines Internetportals, das „über Pornofilme, Prostitution als „Sexarbeit”, befriedigende Blowjobs und Frauen, die in Kursen gegenseitig ihre Vulvas besichtigen, berichtet, alles illustriert mit viel nackter Frauenhaut.“

(Den Hinweis auf die Rede der Geschlechterforscherin verdanke ich Wolfgang Meins auf AchGut.)