Medien

Ideologen an die Front!

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Ob „Asylkrise“, ob „Umwelt“, ob „Gerechtigkeit“, „Geschwindigkeit“ oder „Menschenrechte“: Der vielgepriesene „gesellschaftliche Diskurs“ wird überall von Ideologen bestimmt, die ihren jeweiligen Lieblingswahn für wichtiger halten als die Realität. Die individuellen Lieblings-Wahnvorstellungen versammeln sich lediglich unter einem gemeinsamen Generalwahn, was wiederum das Ideologentum in Deutschland insgesamt so besonders gründlich macht: Die Hitlerei. Sie lauert als Generalgefahr hinter jeder Straßenecke.

(von jouwatch, Autor für mich nicht zu erkennen)

Das kommt einem bekannt vor: Wie ARD und ZDF über die Erderwärmung berichten

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Weglassen ist eine einfache Form der Lüge. Wie oft habe ich diesen traurig-schönen Satz von Christoph Hein schon verwenden müssen.

Ähnlich wie bei der Migrationskrise geht es beim menschengemachten Klimawandel zu. Abweichende, kritische Äußerungen werden als rechtspopulistisch abgetan. DIE Wissenschaft hätte bewiesen, dass das von Menschen erzeugte CO2 das Klima wandelt. Basta! Wer geglaubt hat, dass Wissenschaft von kritischer Diskussion lebt, von Überprüfung und Falsifikation von Hypothesen, sieht verwundert, dass eine Reihe von Klimaforschern und Umweltaktivisten, unterstützt von den Mainstream-Printmedien und dem ö.-r. TV, neue Dogmen verkünden.

Das hier verlinkte 30- minütige Video ist die verkürzte Version eines dreimal so langen. Hier weisen unabhängige Wissenschaftler am Beispiel der so genannten Erdmitteltemperatur von 15 Grad nach, wie ARD und ZDF, aber auch andere TV-Sender seit Jahren von immer heißeren Kalenderjahren reden, aber weder die Steigerung in Diagrammbalken maßstabsgerecht angeben, noch in der Regel die absolute Temperatur (die unter den seit Jahrtausenden angenommenen 15 Grad liegt!) verschweigen. Klimawissenschaftler schreiben ihre Texte um oder widersprechen sich. Sogar die NASA ändert nachträglich Daten und macht aus Abkühlung Erwärmung!

Am Rande kommt auch Dunja Hayali, die Allround-Expertin, vor, die die Zuschauer zum Dialog auffordert, aber kritische Fragen auf ihrem Twitteraccount sperrt.

klimawandel und Moral

Wer noch mehr wissen will, etwa warum die Computerprognosen, mit denen einige Klimaforscher und die ö.-r. Medien Politik und Publikum erschrecken, falsch sind, sehe sich zusätzlich dieses Video an. Prof. Dr. Friedrich-Karl Ewert über Erderwärmung: Was wurde gemessen und wie wurde ausgewertet? Vortrag auf der 9. Internationalen Klima- und Energiekonferenz, Essen 2015. Auch Tim Ball schreibt in seinem Buch über die korrumpierte Klimaforschung darüber.
Prof. Ewert berichtet von den terrestrischen Messungen der Temperatur mittels lokaler Wetterstationen und deren Trends. Das Ergebnis ist überraschend. Von durchgängiger Erwärmung ist nichts zu finden, stattdessen aber zyklische Erwärmungs- und Abkühlungsphasen. Ein Einfluss des CO2 ist darin nicht erkennbar.

In den letzten 100 Jahren sind die Temperaturen an verschiedenen Orten um 0, 16/0,08,  0,37 Grad gestiegen.

Gut sichtbar wird auch, wie man mit Diagrammen und Durchschnittstemperaturen manipulieren kann.

Das Netz der Messtationen ist übrigens nicht etwa weltweit gleichmäßig verteilt, sondern konzentriert sich auf die dicht besiedelten Erdgebiete. Das Stationsnetz wurde zudem in den letzen Jahren ausgedünnt!

Investigativer Journalismus: auf den Hund gekommen

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Der famose Rechercheverbund von ndr, WDR und Süddeutscher Zeitung war wieder einmal investigativ. Ich bin wohl noch geprägt vom investigativen Journalismus des früheren Spiegels und US-amerikanischer Vorbilder (Watergate). Deswegen tue ich mir schwer, den Rechercheverbund ernst zu nehmen.

Jetzt berichtet (ab ca. 7:00) die Tagesschau von einer neuen Glanzleistung: Der Rechercheverbund will die Verbindungen zwischen dem VW-Konzern und der früheren brasilianischen Militärdiktatur aufgedeckt haben. Der Konzern habe sich an Entführungen beteiligt und Menschenrechte verletzt. Bravo!

Was man zu sehen bekommt: Akten der brasilianischen Staatsanwaltschaft, Zeugenaussagen,Statements brasilianischer Ankläger. Die investigative Leistung der Mannschaft um Herrn Mascolo bestand wohl vor allem darin, aus dem Portugiesischen ins Deutsche übersetzen zu lassen.

Nachtrag: Einer der investigativen Mitarbeiter des WDR ist Jürgen Döschner, gleichzeitig „Energieexperte“ des ARD-Rundfunks, mit Sitz in der Chefredaktion des WDR..

Er schrieb kürzlich auf Twitter:

Doeschner WDR

ARD-Energieexperte Döschner wurde für seine „sachlichen Beiträge“ zur Energiewende mit seinem „unabgängigen Standpunkt“ von EuroSolar ausgezeichnet – Eurosolar ist die Lobby-Organisation der Solarindustrie. (Quelle: EIKE)

Es gibt statistische Berechnungen von Gesundheitsrisiken bei Stickoxiden oder Feinstaub. Dabei wird auch Todesfälle angenommen.

Aber dass die Autoindustrie Zehntausende unschuldiger Menschen vergast, wie es der ARD-Energieexperte zu wissen glaubte, war dann sogar für den WDR zu viel. Döschner löschte nach kurzer Gegenwehr seinen Tweet.

Zur Beurteilung der Berechnung von möglichen Toten durch Feinstaub, Stickoxide und CO2 unbedingt dies lesen!

Die Worthülsen der politisch-medialen Elite

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Heute Morgen im Berliner Tagesspiegel die übliche Tirade gegen alles, was rechts zu sein scheint. Diesmal von Frau Sauerbrey. Sie ist verwirrt, dass die AfD eine Spitzenkandidatin aufstellt, die Lesbierin ist. Und dann beginnt das Feuerwerk der Worthülsen: Wer die traditionelle heterosexuelle Familie schützen und fördern will, ist homophob, sexistisch und rassistisch. Wer, wie die AfD, eine Lesbierin aufstellt ist letztlich doch rassistisch, sexistisch und homophob. Das Publikum sieht in Frau Weidel nur die Lesbierin, das ist sexistisch, homophob und rassistisch. Frau Weidel tut alles zum Wohl ihrer adoptierten Kinder. Ist das nicht verdächtig nahe am rassistisch-sexistisch-homophoben Eintreten für die klassischen Familienideale? Zudem ist sie laut der Tagesspiegel-Kolumnistin noch islamophober als die islamophobesten AfD-Aktivisten.

Wer die richtigen Vokabeln aus dem Wörterbuch des Gutmenschen-Journalismus verwendet, muss nicht länger informieren, differenzieren und argumentieren.

Was Frau Sauerbrey wohl zu verwirren scheint: Frau Weidel ist eine gut aussehende, beruflich erfolgreiche Homosexuelle (Goldmann-Sachs!), die von gutmeinenden Journalisten als Mitglied einer Minderheit vor der weißen, heterosexuellen, fremdenfeindlichen, islamophoben und rassistischen Dominanzgesellschaft eigentlich geschützt werden müsste.

Um so größer dann die Enttäuschung, wenn das Objekt Zuneigung den Islam nicht liebt und einer nationalistischen Partei zuneigt. Muslime dürfen sexistisch, rassistisch, intolerant, militant und antisemitisch sein, das nehmen linke und linksliberale Journalist*innen nicht zur Kenntnis. Eine deutsche nationalistische, islamophobe Queer wird aber umstands- und mitleidlos zu einer hässlichen Deutschen.

"Umweltrassismus"
via @brother edward cage

Alles Nötige dazu von Prof. em. Dr. Egon Flaig: „Wir erleben eine demagogische Umprägung des politischen Wortschatzes“

Ähnlich Alexander Wendt, „Systematisch verdrehende, verwischende und verschleiernde Begriffe“

 

Dieter Nuhr über den ARD-Brennpunkt

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„Der kanadische Wissenschaftler Steven Pinker hat eine Kulturgeschichte der Gewalt geschrieben und festgestellt: Noch nie in der Geschichte der Menschheit starben prozentual gesehen so wenig Menschen an körperlicher Gewalt wie heute. In Naturgesellschaften starb früher teilweise jeder Sechste durch Erschlagen. Bloß erfuhr das niemand, weil es um Viertel nach acht keinen „Brennpunkt“ gab.“

Dieter Nuhr in „Die Rettung der Welt“.

Die Parteilichkeit der öff.-rechtl. Medien

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Christoph Lövenich, Redakteur bei Novo. Argumente für den Fortschritt, zeigt an Beispielen aus den Themenbereichen Ernährung, Energie, Verkehr und Wölfe, wie einseitig TV-Redakteure und -Reporter Sachverhalte darstellen und damit ihre Weltsicht verbreiten.

Der WDR zeigte den Beitrag „Strahlendes Erbe, teuer bezahlt – Wie Atomkonzerne den Staat schröpfen“. Sachverständige sind ein MdB der Grünen, ein Greenpeace-Atomexperte, der grüne Präsident des Bundesamts für Strahlenschutzes und die Energiewende-Befürworterin Professorin Claudia Kemfert.

Dass die Subventionierung der Kernenergie preisgünstiger war als die Subventionen der erneuerbaren Energien, die in die Taschen von Herstellerfirmen, Hauseigentümern (Solarpanels) und Grundbesitzern (Windräder) fließen, wird nicht erörtert.

Die WDR-Verbrauchersendung „Markt“ propagiert: „Alle Autos raus aus der Stadt!“. Expertin ist die Grüne Lerke Tyra vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), hauptberuflich Referentin im NRW-Umweltministerium. Hauptargument sind die Emissionen. Ob Umweltzonen wirklich nützen und der Feinstaub durch Verbot von Dieselautos abnimmt, wird nicht erörtert.

Dann geht es noch um die „mächtige“ Milchwirtschaft, vegane Ernährung und um Wölfe. 3Sat widmet sich der zunehmenden Ansiedlung der Wölfe in Mitteleuropa: Der Mensch habe sich mit dem Wolfsbefall „abzufinden“ und „zu arrangieren“. Ein Sozialpsychologe sagt, es wäre „Zeichen einer gewissen höheren Intelligenz, Wölfe zu behalten“.

Die genannten Sendungen stehen für Lövenich exemplarisch für die Berechenbarkeit des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks, bei einer Vielzahl von Themen überwiegend aus einem einseitigen Blickwinkel Stimmungen zu machen. „Sie reflektieren und verbreiten die Anschauungen und Vorurteile der Kreise, in denen die Journalisten privat und beruflich sozialisiert worden sind. Öko-Denken, Gutmenschentum, politische Korrektheit, Regulierungswahn oder auch Ernährungsobsessionen gehören dort zum guten Ton.“ (Lövenich)

Während die Medienmenschen ständig auf die postfaktischen, Fake-News-produzierenden Rechten zeigen, sich dafür gegenseitig loben und mit Preisen beschenken, pfeifen sie auf eine ausgewogene, auf Fakten beruhenden Berichterstattung.

Sie sehen sich als die „Unbelangbaren“, die über die Produktionsmittel verfügen, mit denen man die öffentliche Meinung beeinflusst. An ihnen kommt keiner vorbei.

Daher der Hass – anders kann ich das nicht mehr nennen -, mit dem gegen konservative Blogs wie die von Roland Tichy und Henryk M. Broder angeschrieben wird. Man hat Angst, die Deutungshoheit über die Politik zu verlieren.

Buchcover; Die Unbelangbaren

Weitere Lügen, Zeitungsenten, postfaktische Nachrichten:

  • Die beiden ZDF/ARD-Nahost-Korrespondenten und die gemeinsame MOMA-Sendung (Dunja Hayali) sind anti-israelisch.
  • Der WDR gräbt einen britischen Film über den niederländischen Politiker Geert Wilders aus, verweist auf seine jüdische Großmutter, seine jüdische Frau und einen einjährigen Aufenthalt in einem Kibbuz. Es werden Rechtsextremisten und Muslime als Kronzeugen gegen den Philosemiten Wilders interviewt, darunter ein homophober Scheich. Die Terroranschläge von Paris, Brüssel, Nizza, Berlin kommen in dem acht Jahre alten Film nicht vor. (Quelle) Nachtrag: Der WDR sieht keinen Grund, den Film zu beanstanden. Er stellt aber einen um vier Minuten gekürzten Beitrag in die Mediathek.

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  •  Im mdr sah ich eine Sendung über Häftlingsarbeit in DDR-Gefängnissen. Die SED verkaufte von Häftlingen hergestellte Produkte an westdeutsche Firmen wie Ikea, Salamander und Quelle. Während der 45-Minuten-Dokumentarsendung wurden alle paar Minuten in Black-und-Decker-Manier die Namen der Westkonzerne eingeblendet. Die Botschaft: Schuld an der Ausbeutung der Häftlinge haben vor allem die Kapitalisten
  • Christof Scheid vom ARD-Hauptstadtstudio: „80% der Arbeitnehmer schlafen schlecht.“ Der Journalist beruft sich auf den Gesundheitsreport der DAK. Dort ist von 9,4% die Rede. (Quelle)
  • Aus Angst vor der Phalanx der deutschen Putin-Trolle in Politik und den sog. sozialen Medien wird die Berichterstattung über den Ukrainekrieg in der Tagesschau frisiert.
  • Die Oktoberfestlüge, zuerst im Berliner Regionalblatt Tagesspiegel
  • Die Hitler-Tagebücher im Stern
  • Die Süddeutsche Zeitung behauptet, Tausende Israelis wären vor Netanjahus Politik nach Deutschland geflohen
  • Der WDR-Wirtschaftsjournalist Beckmann wollte im April 2016 errechnet haben, dass 2030 50% der Rentner in Armut leben würden. (Der WDR gehört einem Rechercheverbund für investigativen Journalismus an!). Seine „Rechnung“ lief stundenlang durch alle Medien; auch Ministerin Nahles, die es besser wissen musste, hat es stehen lassen und sofort Vorschläge zur Verhinderung der prognostizierten Altersarmut angekündigt. Der WDR schob nach: Seine Projektion erhöbe nicht den Anspruch, eine wissenschaftliche Studie zu sein. Aber der (linke; GS) Wirtschaftswissenschaftler Hickel hätte sie für plausibel gehalten
  • Die Tagesschau übersetzt ein Statement der neuen UN-Botschafterin Nikki Haley irreführend. Frau Haley kritisiert den UN-Sicherheitsrat dafür, dass er sich ständig einseitig mit Israel befasse und zählt auf, was den UN-Sicherheitsrat in Nahost alles nicht interessieren würde. NDR-Mitarbeiter Georg Schwarte übersetzt so: Frau Haley kritisiere, dass sich der Sicherheitsrat ständig mit dem Friedensprozess in Nahost beschäftige, als ob es keine anderen Probleme in der Welt gäbe. (Quelle)
  • Nachtrag: Das passt auch hierher: Ein zufällig(?) anwesender Redakteur des mdr gestaltete einen TV-Beitrag so, dass die Störer einer Veranstaltung gar nicht ins Bild kamen, die Geschädigten, die AfD, aber als Störenfriede dastanden. Der Blogger, der das aufdeckte, erhielt vom mdr eine gebührenbewehrte Unterlassungsaufforderung, der er aber erfolgreich widersprach (via Science Files)
  • Nachtrag: Die Sprachregelungen bei Attentaten sind auffällig: Was ist gemeint, wenn es heißt „Deutscher sticht Schweizer nieder“?
  • Nachtrag: Der Hessische Rundfunk stellt Leugnung des Holocaust und Leugnung des menschengemachten Klimawandels auf eine Stufe und bezeichnet einen Berater des US-Präsidenten Trump als Antisemiten. Hier die Entschuldigung für diese „journalistischen Fehler“
  • Nachtrag: Die notorisch israelfeindliche ARD-Mitarbeiterin  liefert in der Tagesschau wieder einen Beitrag. Das ZDF steht dem nicht nach.
  • Nachtrag: Die Tagesschau lässt offen, wer die Schläger bei einer Pro-Trump-Demo in den USA waren. Dazu benutzt sie ein Foto, auf dem nur der blutende Kopf eines Mannes zu sehen ist. Das komplette Foto zeigt, dass der Verprügelte ein Pro-Trump-T-shirt trägt.

Was mich beunruhigt: Wie sehr Antisemitismus nicht nur rechts- und linksaußen verbreitet ist, sondern auch in den Mainstreammedien: bei WDR, dpa, SZ, Spiegel-Augstein.

Nachtrag: Arte und WDR verweigern die Ausstrahlung eines Films über Antisemitismus in Europa.

Wie erkennt man Lügenpresse?

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Die Hilfestellung eines Journalisten:

krautreporter

Zugegeben, meine Überschrift zu diesem Posting ist ein wenig reißerisch. Die zehn Punkte sind aber durchaus alltagstauglich.

Für die Beurteilung der Berichterstattung der linksliberalen Mainstreampresse und öff.-rechtl. Sender reicht das sicher nicht aus. Aber es gibt inzwischen seriöse Internetblogs, die ziemlich genau zitieren und belegen, dass es keineswegs nur Dunkeldeutsche, Pack, Nazis und Rechtspopulisten sind, die hetzen oder Nachrichten erfinden.

„Lügenpresse“ ist ein polemischer Begriff, mit dem die SED westliche Medien unglaubwürdig machen wollte und in diesen Zeiten wird den linksliberalen und linken Medien aus dem rechten politischen Spektrum der Vorwurf gemacht, sie würden Nachrichten verschweigen, zurückhalten oder verharmlosen, die eine kritische Sicht auf Muslime und Migranten hervorrufen könnten.

Die Bundeszentrale für politische Bildung lässt uns durch den Rechtspopulismusexperten, den Politologen Prof. Dr. Frank Decker, weismachen, dass „Lügenpresse“ ein Nazi-Kampfbegriff wäre, auch wenn das Wort schon im 18. Jahrhundert im deutschen Sprachraum nachweisbar sei (bpb-Magazin 09, p 25). Nun ist Decker Rechtspopulismusspezialist. Daher wird ihm entgangen sein, dass „Lügenpresse“ auch von den 68ern gegen bürgerliche Zeitungen benutzt wurde und 1989 von demonstrierenden DDR-Bewohnern gegen SED-Zeitungen.

(Der Beitrag erschien im Januar 2016 zuerst auf meinem früheren Blog Basedow1764)

Muss der Interviewte dem Interviewer Recht geben?

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Rainer Bölling, dessen Berechnungen zu den immer besseren Abiturnoten hier vorgestellt werden, wurde im DeutschlandRadio interviewt.

Das Interview ist bemerkenswert. Es ist so ganz anders als die vielen Talkrunden im Fernsehen, wo die Gäste alles Mögliche behaupten dürfen, ohne dass in der Regel nachgefragt wird. Stattdessen darf der Nächste reden (oder fällt dem Vorredner ins Wort). Oder die Moderatorin/der Moderator ruft den Einspielfilm ab oder lenkt zum nächsten Thema über. Ganz selten hört man: „Diese Frage haben Sie mir aber jetzt nicht beantwortet.“

Wie anders eben Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk. Wenn der Interviewte nicht spurt, wird er zurechtgewiesen. Der israelische Botschafter hat das erlebt: „Hier stelle ich die Fragen“ herrschte ihn der Interviewer (im Deutschlandfunk) an.

Für Rainer Bölling ging es noch glimpflich ab. Der neigte nicht zu der Ansicht des Journalisten, dass ein Lehrer/eine Lehrerin jedem Schüler/jeder Schülerin alles beibringen können müsse, also auch jeden/jede zum Abitur führen müsse. Der jedoch beharrte darauf, egal, was Bölling antwortete. Dieser kann von Glück sagen, dass der Interviewer sich am Schluss dennoch bedankte. Aber er konnte sich den Satz: „Auch wenn wir uns nicht einig geworden sind“ nicht verkneifen.

Das Interview

Aus der Geschichte unserer nationalen Radiosender (zit. nach Wikipedia):

„Nach der Vereinigung beider deutscher Staaten 1990 hatte der Deutschlandfunk (DLF) seinen ursprünglichen Auftrag, die DDR und Osteuropa mit Informationen aus dem freiheitlich-demokratischen Deutschland zu versorgen, verloren. Auch war die „Treuhänderschaft“ des Bundes für die DDR-Bevölkerung abgelaufen, weswegen der Deutschlandfunk als per Bundesgesetz errichtete Anstalt nicht dauerhaft hätte weiterexistieren dürfen. Dennoch wollte man weiterhin überregionalen Hörfunk für das vereinigte Deutschland anbieten. Daher einigten sich die 16 Bundesländer mit Wirkung zum 1. Januar 1994 darauf, die Körperschaft des öffentlichen Rechts DeutschlandRadio per Staatsvertrag unter einem gemeinsamen Dach von ARD und ZDF zu errichten. Die bisherige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts Deutschlandfunk ging zusammen mit dem ehemaligen West-Berliner RIAS und dem ehemaligen DDR-Deutschlandsender in dieser neuen Körperschaft auf. Die fremdsprachigen DLF-Auslandsprogramme wurden bereits zum 1. Juni 1993 an den deutschen Auslandsrundfunk, die Deutsche Welle, abgetreten. Mit der Fusion 1994 wurden nahezu alle Unterhaltungssendungen gestrichen und der Deutschlandfunk (GS: müsste es hier nicht besser DeutschlandRadio heißen?) als nationales Kultur- und Informationsprogramm positioniert.“

Immerhin haben die drei Sender unter dem DeutschlandRadio-Dach nur einen Intendanten.

Auf der Webseite des DLF steht nach Interviews immer dies: „Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.“ Wäre dies nicht passender: „Gesprächspartner, die auf ihrer Meinung beharren, werden nicht mehr interviewt.“

(Zuerst am 8.7.2015 in Basedow1764)

Der hier beschriebene Interviewstil unserer zwangsgebührenfinanzierten nationalen Radiosender nimmt zu. DLF-Journalistin Christiane Kaess praktiziert ihn auch: Das Interview mit der Grünen Simone Peter und das mit dem CSU-Europaabgeordneten Markus Ferber zu den sexistischen Äußerungen des EU-Kommissars Oettinger. Bei der linken Simone Peter ein einfühlsames Gespräch über die Zulässigkeit von Kritik an der „rassistischen“ Polizei. Dass CSU-Mann Ferber Oettinger vor dem Rassismus- und Sexismus-Vorwurf in Schutz nimmt, kommt bei Frau Kaess ganz schlecht an. Sie beharrt über das halbe Interview hinweg darauf, dass Oettinger ein Rassist wäre

Tagesschau: Tod durch Ersticken wahrscheinlicher als Tod durch Terroristen

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Eine tröstliche Information hält die ARD-Tagesschau bereit:

tagesschauterror

(via philosophia perennis)

Dazu passen diese Tweets :

stegner1 stegner2 stegner3