Lügenpresse

Tagesspiegel: Lügen- oder Lückenpresse?

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Gegen die AfD ist alles erlaubt. Neues zur Berichterstattung des Tagesspiegels, dem selbst ernannten Leitmedium der Berliner Wirtschaft.

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Westmedien

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Mir aus der Seele gesprochen: Gunter Weißgerber über „Westpresse“ vor 1989 und heute

Eingeschränkt demokratiefähig: die deutsche Presse

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Klaus D. Leciejewski liest, obwohl er in Kuba lebt, deutsche Zeitungen. Was er beobachtet, kommt zumindest in die Nähe von Lügenpresse:

„Deutsche Zeitungen korrigieren sich nicht.“

Warum es gut ist, dass es neben der Presse unabhängige Blogs gibt

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Als ich neulich im Tagesspiegel vom „umstrittenen“ Dresdner Prof. Werner Patzelt las, der angeblich Pegida-Sympathisant wäre, hatte ich mich entschlossen, das nicht im Blog aufzugreifen. Derartiges passiert so oft, dass man kaum hinterher käme. Da wird eine Behauptung linksextremer Studenten unkritisch übernommen und bleibt als Etikett haften. Der unbedarfte Leser ist zunächst noch dankbar, suggeriert das Blatt doch, der Schreiber, die Schreiberin wisse Bescheid über den Betroffenen und überlasse den einfachen Leser nicht nur den Aussagen des Betroffenen. Dabei ist es nichts anderes als Recherchefaulheit und womöglich politische Sympathie für die Kampagnen linker Aktivist*innen.

Jetzt lese ich, dass Science Files am Beispiel des Schicksals des Prof. Patzelt die „Diffamierungsspirale“ beschreibt, die von linken Aktivisten begonnen und von den Medien weiter gesponnen wird. Da nicht von journalistischer Fake-News-Produktion zu sprechen, fällt schwer. Science Files verlinkt zum Blog Prof. Patzelts, der, ausgehend vom Attribut im Tagesspiegel, aufzeigt, was dem Leser vorenthalten wird.

Update 29.3.17: Unbekannte haben Prof. Patzelts Auto in Dresden abgefackelt.

Patzelts Reaktion laut Junger Freiheit: „Der antifaschistische Abwehrkampf hat einen großen Sieg errungen. Durch das Anzünden meines Autos wurde der weitere Vormarsch des Nazismus und Faschismus in Deutschland gestoppt.“

Eine nicht-repräsentative Studie von Prof. Franz Walter zu den Pegida-Gegendemonstranten.

Siehe auch hier!

Wie erkennt man Lügenpresse?

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Die Hilfestellung eines Journalisten:

krautreporter

Zugegeben, meine Überschrift zu diesem Posting ist ein wenig reißerisch. Die zehn Punkte sind aber durchaus alltagstauglich.

Für die Beurteilung der Berichterstattung der linksliberalen Mainstreampresse und öff.-rechtl. Sender reicht das sicher nicht aus. Aber es gibt inzwischen seriöse Internetblogs, die ziemlich genau zitieren und belegen, dass es keineswegs nur Dunkeldeutsche, Pack, Nazis und Rechtspopulisten sind, die hetzen oder Nachrichten erfinden.

„Lügenpresse“ ist ein polemischer Begriff, mit dem die SED westliche Medien unglaubwürdig machen wollte und in diesen Zeiten wird den linksliberalen und linken Medien aus dem rechten politischen Spektrum der Vorwurf gemacht, sie würden Nachrichten verschweigen, zurückhalten oder verharmlosen, die eine kritische Sicht auf Muslime und Migranten hervorrufen könnten.

Die Bundeszentrale für politische Bildung lässt uns durch den Rechtspopulismusexperten, den Politologen Prof. Dr. Frank Decker, weismachen, dass „Lügenpresse“ ein Nazi-Kampfbegriff wäre, auch wenn das Wort schon im 18. Jahrhundert im deutschen Sprachraum nachweisbar sei (bpb-Magazin 09, p 25). Nun ist Decker Rechtspopulismusspezialist. Daher wird ihm entgangen sein, dass „Lügenpresse“ auch von den 68ern gegen bürgerliche Zeitungen benutzt wurde und 1989 von demonstrierenden DDR-Bewohnern gegen SED-Zeitungen.

(Der Beitrag erschien im Januar 2016 zuerst auf meinem früheren Blog Basedow1764)

ZDF-Studie: TV-Nachrichten sind besonders vertrauenswürdig

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Das ZDF hat bei der Forschungsgruppe Wahlen eine Studie in Auftrag gegeben, die das Vertrauen in die Medien nachweisen soll.

Es ist die dritte seit Juni 2015. ARD und ZDF hätten die höchste Vertrauenswürdigkeit, gefolgt von den regionalen Tageszeitungen. Die Werte aller drei Befragungen sind in etwa gleich, Abweichungen sind minimal.

Beim Glaubwürdigkeitsvergleich des gesamten Programms mit anderen Medien liegt das öffentl.-rechtl. TV hinter den regionalen Tageszeitungen und sogar hinter dem Spiegel:

https://www.zdf.de/zdfunternehmen/angebote-112.html
https://www.zdf.de/zdfunternehmen/angebote-112.html

So ganz verstehe ich den ZDF-Bericht nun doch nicht: die Glaubwürdigkeit der öR rangiert hinter dem Spiegel, aber Tagesschau und Heute sind der Gipfel der Glaubwürdigkeit.

Postfaktisch: Wie Antifa und Medien kooperieren

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Don Alphonso, Blogger auf faz.net, hat am Beispiel Bautzen zusammengestellt, warum er der Berichterstattung in der Zeit, der taz, im Tagesspiegel, der Süddeutschen usw. nicht recht traut:

„… da reicht ein einziger Zeuge oder auch nur ein Verdacht, das wird dann auch von Medien aufgegriffen, sobald es bei den Trending Topics bei Twitter ist. Und weil das deckungsgleich mit dem klassischen Antifa-arme-Opfer-böser-Staat-Polizei-und-Nazis-unter-einer-Decke-Narrativ ist, bin ich da so vorsichtig wie bei den Bildern aus dem Gazastreifen oder Syrien oder der Taz, wo man genau weiss, dass weinende Kinder und verzweifelte Mütter immer gehen. Ist das Weltbild erst einmal stimmig, sind die Rollen verteilt, muss man nur noch die passenden Beispiele liefern. Der asylfreundliche/nazifeindliche Netzmob unterscheidet sich bei seinen Reflexen grundsätzlich nicht von Mobs, die Hillary Clinton im Gefängnis werfen wollen, oder von jenen, denen Ulfkotte oder Elsässer als Künder der Wahrheiten gelten.“

Don Alphonso stellt sachlich und nüchtern Fragen und zeigt auf, dass man nicht alles glauben soll, was in der Zeitung steht.

Wann bekommt Don Alphonso einen Grimme-Preis?

Es geht gleich weiter: Er kommentiert die Statistik eines „Mediendienstes Integration“.

Der behauptet, nach Umrechnung der absoluten Geflüchtetenzahl auf die Zahl pro Einwohner, dass Ungarn die meisten Flüchtenden aufgenommen hätte. Ungarn? Das stimmt insofern, dass Ungarn von seinen Flüchtlingen EU-konform Asylanträge verlangte. Dann aber zogen die Geflüchteten über die Grenze und warfen die Papiere weg.

Von 42.000 Flüchtlingen des Jahres 2014 halten sich noch ca. 500 in Ungarn auf. 2015 stellten 177.000 in Ungarn einen Antrag und wieder leerten sich Lager, mit staatlicher Nachhilfe, schnell.

Die Statistikexpert*innen des Mediendienstes Integration errechnen, dass auf jeden Ungarn und natürlich jede Ungarin rein rechnerisch 17,7 Geflüchtete kommen. Die Deutschen landen weit abgeschlagen im Mittelfeld der Länder: 9 pro Einwohner/-in.

Natürlich übernehmen Schreiber*innen von Zeit Online, des Spiegels, der SZ und die Kahane-Stiftung die Statistik des Mediendienstes. Der Verfasser der Meldung schreibt selbst für die Zeit.

Der Mediendienst wird von der Bundesregierung finanziell unterstützt, in einem „Fachbeirat“ unterstützen ihn Journalisten und weitere Experten. Darin sitzt auch Dunja Hayali, die auch schon mal mit einer Landkarte der Hamas über Israel informiert. Frau Hayali ist Preisträgerin „Goldene Kamera für Beste Information“.

Das hatte ich schon meinen Schülern beigebracht: Erst mal fragen: Was ist ein Mediendienst Integration? Welches Interesse hat der? Wer steckt dahinter? Woher kommt das Geld?

Presseschelte

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bildzeitung.jpg
„Lügenblatt“, Steidl-Verlag 1980; eig. Foto

Lang ist es her, dass ich meinen Schülern das Zeitunglesen nahe legte. In meinem Deutsch- und Politikunterricht fand regelmäßig Zeitungsanalyse statt. Die weltanschauliche Orientierung der Zeitungen wurde durch Fallanalysen, im Vergleich der Berichterstattung zu einem Ereignis, herausgefunden. Die journalistischen Textsorten wurden geübt. Regeln für Reportage, Nachricht und Kommentar wurden erkannt, vor allem der Unterschied von Kommentar und Nachricht. Die Tricks der Human-Interest-Stories der Bildzeitung wurden, dank Günter Wallraff, durchschaut.

Gelegentlich stellte mir ein Verlag einen Klassensatz zur Verfügung. Wir besuchten eine Zeitungsredaktion. In der Schulbibliothek gab es eine Tageszeitung.

Meine Schüler konnten es kaum fassen, dass ich mehrere Zeitungen las.

Heute würde ich die Lektüre von Zeitungen nicht mehr so enthusiastisch empfehlen.

Ich bin unzufrieden mit der Berichterstattung von Zeitungen, bei nur wenigen Ausnahmen. (Politik im Fernsehen ist noch problematischer. Dazu vielleicht ein anderes Mal.)

Ich darf, bei aller Pressekritik, nicht vergessen, mich von den „Lügenpresse“-Schreiern von links und rechts zu distanzieren. (Dass das Wort von der Lügenpresse auch eine linke Geschichte hat, fällt gerne unter den Tisch.) Den Rest des Beitrags lesen »

Bundeszentrale f. pol. Bildung erklärt, was rechts ist

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Ich bin also Rechtspopulist. Diese Erkenntnis verdanke ich dem Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung. In dem darf nämlich der Politologe Frank Decker Merkmale rechten Denkens wissenschaftlich erläutern (bpb magazin 09, 1/2016, pp 24/25; als pdf downloadbar).

Manchmal lässt es sich dabei nicht vermeiden, im selben Atemzug auch Linke, Linkspopulisten oder Linksextremisten (die gibt es bei Decker nicht, nur Rechtsextreme) zu nennen, etwa bei Antiamerikanismus, Antikapitalismus oder Euroskeptizismus. Das waren nach allem, was ich weiß, Linke schon, bevor es die AfD gab.

Bei Decker gewinne ich beim Lesen aber den Eindruck, es sind vor allem die Rechten, auf die die Schlagworte zutreffen: In mehreren Sätzen wird jeweils beschrieben, warum das Schlagwort von Rechts kommt. In einem abschließenden Satz am Schluss heißt es dann: kommt auch links vor. Mit einer Einschränkung: Antikapitalismus! Da stehen Rechtsextreme, Rechtspopulisten, Linkspopulisten und — Linkssozialisten einträchtig nebeneinander. Ja, Linkssozialisten! Sozialisten und Rechtssozialisten, was ist mit denen?

Natürlich wäre Lügenpresse ein Naziwort.

Luegenpresse 1968
Urheber unbekannt. Rechteinhaber bitte melden!

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Decker muss sich über die Nazizeit hinaus in Geschichte nicht auskennen. Schon in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es diesen Begriff, im Ersten Weltkrieg wehrte sich das Kaiserreich damit gegen Kriegspropaganda der Alliierten, 1968 verwendeten linksextreme Studenten den Begriff gegen bürgerliche Zeitungen. In der DDR wurde es 1989 zuletzt gegen die SED-Presse verwandt und – auf die Schnelle kann ich es jetzt nicht belegen – es wurde m. E. auch von der SED  gegen Springerblätter benutzt.

Prof. Dr. Decker lässt zwar die Bemerkung fallen, dass das Wort „seit dem 18. Jahrhundert im deutschen Sprachraum“ nachweisbar wäre, aber es wäre ein „Kampfbegriff der Rechtsextremen“. Seit dem 18. Jahrhundert? 1968 oder 1989 läge doch näher.

„Insbesondere“ Rechtspopulisten würden Verschwörungstheorien erfinden. Ich erinnere mich an Zeiten, wo jeder halbwegs Linke wusste, was angeblich im Hotel Bilderberg passieren soll. Bernt Engelmann hat, mit SED-Hilfe, Bücher darüber geschrieben. Die BpB aber lässt Herrn Decker politische Bildung betreiben: Verschwörungstheorien sind insbesondere rechts.

Wer an konventionellen Lebensformen festhält, wie z. B. der Ehe nur für heterosexuelle Paare, ist autoritär. (Immerhin, er ist nicht potentiell faschistisch, wie das Adorno, Horkheimer u.a. in der „Autoritären Persönlichkeit“ noch als Krankheitsbild propagiert haben. Als Nicht-Politologe frage ich, wie man linke autoritäre Persönlichkeiten, wie z. B. Stalin, Mao, Ho, nennen darf.

Höhepunkt ist der Genderwahn. Gemeint wäre damit, so der Bonner Rechtspopulismus-Experte, die Ablehnung der Gleichstellung von Männer und Frauen. Herr Decker hat sich wohl zu viel mit der AfD und zu wenig mit dem Genderismus beschäftigt. Ich lehne nicht die Gleichstellung ab, höchstens die Übertreibungen und Mythen. Aber Genderwahn ist etwas anderes: Die Umdeutung des Begriffes Gender, die Abkopplung des Gender vom biologischen Geschlecht, die Behauptung, Geschlecht sei gesellschaftlich konstituiert und frei wählbar, die Erfindung von Dutzenden von Geschlechtern, die sexistischen Lehrpläne, die die LGBTQ-Verbände für die Schulen schreiben. Das alles unterstütze ich nicht, und deswegen, so wollen es die Bundeszentrale und der Bonner Prof. Dr. Frank Decker, bin ich Rechtspopulist.

magazin 09, 1/2016, pp 24/25

So viel zur Lügenpresse

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Es ist schon auffällig, wie vorsichtig unsere Medien mit dem Krieg in der Ukraine umgehen. Sie haben Angst vor den aggressiven Putin-Versteher/-innen Gerhard Schröder, Gabriele Krone-Schmalz, den Sympathisanten vor allem in der SPD und der Linkspartei, Gesine Lötzsch, Dr. Gysi, Dr. Wagenknecht, Platzeck, Kujat, Nida-Rümelin usw. Die ehemalige Linksparteilerin Maren Müller jagt mit ihrer „Ständigen Programmkonferenz“ den TV-Leuten Angst ein. Sie kämpft verbissen gegen die kleinste Bemerkung, dass Russland Soldaten oder Waffen in die Ukraine schicke. Sie ist auch Mitarbeiterin beim linksextremen Blog „Propagandaschau“.

Der neue Stern am Pressehimmel, die Krautreporter, finden es gut, dass endlich Zuschauer den Programmgewaltigen ihre Meinung sagen.

Dass die Nachrichtensendungen von den Putin-Trollen in Schach gehalten werden, wurde jetzt bestätigt von Atai Golineh, der Moskauer ARD-Korrespondentin, die gerade für ihre hervorragende Ukraine-Berichterstattung ausgezeichnet wurde. Sie schreibt, dass ihre Redaktion sie auffordere, bestimmte Formulierungen zu vermeiden, weil jedes Mal eine Massenagitation in der Leserpost und den Kommentarspalten einsetze.

Die russische Propaganda benutzt erprobte geheimdienstliche Methoden: Sie sorgt für Verwirrung, für Desinformation, indem sie Gerüchte in die Welt setzt, Fotos fälscht, Lügen und Behauptungen streut, oft mit Hilfe bezahlter Trolle. Aus Gründen der Ausgewogenheit muss die Tagesschau dann z. B. beim Abschuss des Flugzeuges über der Ostukraine immer auch die Behauptungen der russischen Propaganda nennen und neutralisiert damit die verschiedenen „Narrative“: dass die ukrainische Armee das Flugzeug abgeschossen hätte, dass die USA geschossen hätten, dass eigentlich die Maschine abgeschossen werden sollte, in der Putin saß, dass die abgeschossene Maschine schon in der Luft voller Leichen gewesen wäre. (Letzteres eine Idee aus einer britischen TV-Serie.)

Das Ziel ist damit erreicht: Alles ist gleich gültig. Eine Nachricht wird gekontert mit dem Gegenteil. Der Betrachter ist verwirrt. Die plausibelste, durch zahlreiche Details belegte, ist genauso beliebig wie alle anderen. Details interessieren nicht mehr. Im Gegenteil: Die Aufdeckung russischer Propagandalügen durch detektivische Kleinarbeit, wie sie StopFake leistet, wird von der russischen Propaganda benutzt: Sie nehmen das als gefaked gezeigte Narrativ und geben es als die von StopFake verifizierte Geschichte aus.

Boris Reitschuster schreibt: „Mit meiner Militärerfahrung erkenne ich unsere Jungs von den Sondereinsatzkommandos („Speznas“) auf 500 Meter – an ihrer Haltung, daran, wie sie sich bewegen, wie sie mit ihren Waffen umgehen – das ist eine ganz eigene Art, da spürt man die hohe Schule. Man muss blind sein, um die mit ,Traktoristen und Bergarbeitern´ zu verwechseln, die ,Separatisten´ geworden sind. Und was ich auf den Bildern aus der Ostukraine sehe, das sind unsere Jungs!“ – erzählte mir ein guter Freund und Militärexperte in Moskau, früher selbst in sehr hochrangiger Position im Staatsdienst und (fast) allen Russen bekannt. Weiter: „Noch absurder ist die Einkesselung von Debalzewo. Da waren 32.000 ukrainische Soldaten; nun gut, nehmen wir an, die Ukrainer lügen, es waren nur 20.000. Und eine spontan zusammengewürfelte Separatisten-Truppe soll so eine reguläre Truppe eingekesselt und belagert haben? Eine unsinnigere Behauptung kann ich mir kaum vorstellen. So was wäre eine Premiere in der Welt und würde die gesamte Militär- und Kriegsgeschichte auf den Kopf stellen. Für so eine Einkesselung braucht man einen hoch professionellen Stab, eine enorme Organisation und vor allem Koordination, und Leute, die mindestens eine Militärakademie abgeschlossen haben.“

Meine große Frage: Warum wird im Westen das Offensichtliche immer noch verdrängt und nicht beim Namen genannt? Zumindest unsere Regierungen wissen definitiv Bescheid. Will man es nicht aussprechen, um Putin nicht zu brüskieren? Das würde den Verdacht nahe legen, dass man Angst hat, er sei nicht mehr berechenbar. Ein Gedanke, der einen schaudern lässt. Oder verdrängt man es, weil ein Eingeständnis Konsequenzen unumgänglich machen würde?

Siehe u. a. hier im Blog

Golineh Atai auf wdr 2