Liberalismus

Ist „soziale Gerechtigkeit“ Unsinn?

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Der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Friedrichs August von Hayek: „Mehr als zehn Jahre lang habe ich mich intensiv damit befasst, den Sinn des Begriff ‚soziale Gerechtigkeit’ herauszufinden… ich bin zu dem Schluss gelangt, dass für eine Gesellschaft freier Menschen dieses Wort überhaupt keinen Sinn hat.“

In einem Buch zum Thema schrieb Hayek, der Ausdruck „soziale Gerechtigkeit“ gehöre „in die Kategorie des Unsinns“.

So zitiert Rainer Zitelmann August von Hayek im European. Hier der gesamte Text des lesenswerten Artikels von Dr. Zitelmann.

Hayek, so zitiert ihn wiederum Thomas Meyer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung v. 9.4.17, meinte, dass „soziale Gerechtigkeit“ ein Trojanisches Pferd sei, mit dem sich der Totalitarismus in die Gesellschaft einschleiche.

Der Staat, so Mayer, könne soziale Gerechtigkeit nur herstellen, indem er die Freiheit der Staatsangehörigen beschränke, also Eigentumsrechte einschränke und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten beschneide. Soziale Gerechtigkeit würde zu einem Machtkampf von Interessengruppen, die für ihre Mitglieder Vorteile erzielen wollten.

Ein liberaler Rechtsstaat verfolge keine Glückvorstellungen, ihm gehe es um Nothilfe für die Armen, aber nicht um ein Konzept für „soziale Gerechtigkeit“.

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40% der Linke-Wähler bezeichnen sich als liberal

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Erst dachte ich, ich hätte mich verlesen, im Bericht über eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (FAZ, 25.1.2012, p 5). Da müsse sich der Verfassungsschutz vielleicht gar keine Sorgen machen, dass die Suche nach den Wegen zum Kommunismus vielleicht verfassungsfeindlich wäre.

Dann las ich, wonach die Demoskopen fragten und was die Befragten für liberal hielten. Das sind Sachen, die mit liberaler Weltanschauung wenig zu tun haben: 32% aller Befragten halten die Einführung von Mindestlöhnen für eine liberale Forderung. Als liberal ähnlich hoch eingeschätzt: Die Unterschiede zwischen Arm und Reich abbauen oder junge Familien staatlich besser fördern. Die eigentlich erzliberale Forderung nach mehr Eigenverantwortung der Bürger rangiert weiter hinten (26%).

Kein Wunder, dass die FDP im Verschwinden begriffen ist. Die Linkspartei hat ihr Erbe angetreten. So etwa steht das ja auch in deren neuem Parteiprogramm: Man nimmt alle emanzipatorischen Bewegungen und Strömungen der Neu- und neuesten Zeit auf. Vielleicht spielt auch das Verwirrspiel von Sahra Wagenknecht eine Rolle, die angibt, die Väter der sozialen Marktwirtschaft wieder zur Geltung zu bringen, sich dabei aber nur das aussucht, was in ihr Weltbild passt.

Die Werte der nichtlinken Parteien: 50% der CDU-Wähler halten sich für liberal, SPD: 49%, Grüne: 60%.

Vielleicht lohnt es sich, etwas zum Parteiprogramm der Neokommunisten nachzulesen.