Kulturzeit

Antiisraelische Demagogen bei 3sat

Gepostet am Aktualisiert am

Profx Judith Butler darf in 3sat-Kulturzeit unwidersprochen ihre Hetze gegen Israel verbreiten. Und nicht nur das, der ganze Clip vom 18.8.17 ist geschmeidige BDS-Propaganda.

Weiße Vorherrschaft über Europa und staatlichen Rassismus gegenüber den armen Arabern erkennt die preisgekrönte Philosophin in Israel. Leider erfährt man von den Medienschaffenden nicht viel über den BDS, außer dass er unverständlicherweise zunehmend im Ausland verboten wird.

Frau Butler interessiert vor allem, ob man Israel nicht mehr kritisieren dürfe, ob das Antisemitismus ist, ob man BDS so einfach verbieten dürfe. Und dann dürfen die großen Namen („viele Prominente“ stünden hinter BDS) des Pop zum Israelboykott aufrufen. Ein riesiges organisiertes Sytem mache den Israelboykotteuren das Leben schwer, klagt Popgröße Roger Waters. Früher nannte man das jüdische Weltverschwörung. Die absagenden Araber geben ihre Statements ab. Die BDS-Kampagne hätte mächtige Gegner. Was ich demagogisch an 3Sat nenne: Bruchlos, von einem Bild zum andern, geht es vom weißen Rassismus der Juden zu den weißen Rassisten in Charlottesville über.

Sogar die Sprecherstimme ist glänzend gewählt, ein bisschen mitleidig, ein bisschen vorwurfsvoll, man wird doch wohl noch fragen dürfen.

Bei 3sat, ähnlich wie bei Arte und WDR, sind solche Sendungen mittlerweile deutscher Medienalltag.

Nachtrag 28.8.17: Mir galt „Kulturzeit“ auf 3sat bisher als seriöses Programm. Obwohl ich zugeben muss, dass ich es so gut wie nie gesehen habe. Vielleicht war es auch deswegen so. Denn gestern gerate ich zufällig in die Sendung. Das Buch eines venezolanischen Autors über den Commandante Chavez wird vorgestellt. Die seltsam verkürzte Berichterstattung hierzulande über Venezuela habe ich schon im Blog erwähnt. Der Moderatorin gelingt es im Interview des Autors, von Wirtschaftskrise zu reden, ohne den geringsten Hinweis darauf, warum dieses ölreichste Land der Erde vor die Hunde gegangen ist. Sie deutet allenfalls zart an, dass Chavez die Wirtschaft in eine bestimmte Richtung lenken wollte. Darf man im öffentlichen TV nicht mehr von Verstaatlichung, Korruption und Sozialismus sprechen? Gleich zweimal wird aber erwähnt, dass die USA Wirtschaftssanktionen verhängt haben.

Kein Wunder, dass es den Venezolanern, mit Ausnahme der sozialistischen Kader, so schlecht geht: Die USA wieder einmal.

Passt ganz gut zur Notiz von  den antiisraelischen 3Sat-Demagogen: BDS stört Popkonzert einer israelischen Sängerin in Marokko.

Nachtrag 8.11.17: Patrick Bahners hält Profx Judith Butler für tolerant.: FAZ v. 8.11.17, p N4, „Ohne Rechte reden“.

Advertisements