Jerusalem

Wird Israel Christen und Muslime aus Jerusalem aussperren? Fragt die FAZ

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Ist noch Platz für die Christen in Jerusalem? Das fragt sich „Nahost-Experte“ Rainer Hermann in der FAZ v. 3.1.18, p 8, nachdem die Knesset den Anspruch Israels auf ganz Jerusalem bekräftigt hat. Auch für Muslime sieht er schwarz. Schließlich lebten „Palästinenser seit Generationen“ in Ostjerusalem.

Manche „Generation Palästinenser“ lebt dort erst, seit sie in der Zeit der jordanischen Annexion (1948 -1967) die Juden aus ihren Häusern vertrieben hat. Juden war übrigens der Zugang zu ihren heiligen Stätten im jordanisch besetzten Jerusalem nicht erlaubt. Heute fliehen Christen aus dem früher überwiegend christlichen Bethlehem (Westbank) nach Israel. Bei so viel israelischer Apartheid können wir nur hoffen, dass die Araber mehr Toleranz zeigen, wenn sie dereinst ganz Palästina beherrschen.

FAZ-Redakteur Hermann bezieht sein Wissen anscheinend nur von ARD, ZDF und Arte. Auch die FAZ tielt: Israel beschießt Gaza. Im Text findet der kluge Kopf dann den Grund dafür.

Solch einen Bericht las ich in der FAZ zuletzt 2014.

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Wie die Deutsche Welle Israel delegitimiert. Update: Und ZDF-heute

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ARD-InformationspolitikDie Deutsche Welle (DW) ist der staatliche deutsche Auslandsrundfunk und gleichzeitig Mitglied der öffentlich-rechtlich, also nicht-staatlich organisierten ARD. Auf Grund seiner rechtlichen Konstruktion (siehe Wikipedia; Stand 24.12.17) ist er, anders als die ARD zumindest staatsnah. Im Aufsichtsrat sitzen Mitglieder von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat.

Wer jetzt meint, daraus ergäbe sich eine besondere Sorgfaltspflicht in der Berichterstattung über Israel, wenn nicht gar ein Verzicht auf Israel-Bashing, sieht sich getäuscht. Die pro-palästinensische Haltung des Auswärtigen Amtes spiegelt sich im Programm der DW.

Haolam hat das an einem Beispiel analysiert und vergisst auch die Reaktion der Unbelangbaren der DW nicht.

Siehe auch Manfred Gerstenfeld über die israelfeindliche ARD!

Nachtrag 2.5.18: Das ZDF steht dem in nichts nach: Wie man online bei ZDF-heute Israel zum 70. Geburtstag gratuliert

50 Jahre Terror: eine Erfolgsgeschichte

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Arafat

1968 begann Jassir Arafat auch Flugzeuge als Waffe im Kampf um ein judenfreies Palästina einzusetzen. Ein weiterer terroristischer Höhepunkt war der Anschlag auf jüdische Olympiateilnehmer/-innen in München 1972. Dann kamen Arafats Selbstmordattentäter

Obwohl seit fast 30 Jahren der arabischen Administration in West-Palästina Korruption vorgeworfen wird, erhalten PLO und die 1987 gegründete Hamas Milliarden von EU und  UNO. Die UNO, fest in der Hand arabischer Staaten, verabschiedet am laufenden Band antiisraelische Resolutionen. Konflikte im Rest der Welt werden im Verhältnis 30 : 1 beachtet. Die EU-Organe und die meisten europäischen Staaten, darunter die Bundesrepublik, folgen dieser Linie.

Die tagelangen israelfeindlichen Demonstrationen palästinensischer Araber in Europa werden mehr oder weniger hingenommen. In Berlin vermeidet man offiziell, von einem islamistischen Anschlag auf dem Breitscheidplatz zu sprechen, Anschlag reicht.

Im Fernsehen und in den Schulbüchern des palästinensischen Autonomiegeietes wird der Terror verherrlicht. Araber in Gaza und auf der Westbank tanzen begeistert in den Straßen, wenn wieder einmal einem jüdischen Kind die Kehle durchgeschnitten wurde. Straßen werden nach Killer/-innen benannt. Mahmut Abbas, der Freund unseres Außenministers Gabriel, murmelt gelegentlich für das englischsprachige Publikum etwas von einem abscheulichen Mord. Auf Arabisch hat er das noch nie getan. Ein Publizist des US-amerikanischen Cato-Instituts fragt: „Was ist das für eine Gesellschaft, die die Ermordung von drei schlafenden Kindern gutheißt?“

Anstatt die Araber unmissverständlich aufzufordern, mit dem Terror aufzuhören, beschäftigen sich die deutschen Qualitätsmedien vorzugsweise mit der israelischen Reaktion auf den Raketenbeschuss, mit dem israelischen Boykott Gazas, mit dem israelischen Siedlungsbau, mit dem israelischen Anspruch auf Jerusalem. Palästinenser kommen nur als Opfer vor.

Die arabische Strategie geht auf: Verhandeln mit Israel ist unnötig.

Das Ziel, so kann man es nachlesen und nahezu täglich hören, ist die Vernichtung Israels. Die arabischen Politstrategen und Spin-Doktoren haben es erreicht, Israel zu delegitimieren: Sie erfunden ein Jahrtausende altes palästinensisches Volk, zurzeit erfinden sie das arabische Jerusalem. Medien übernehmen das unreflektiert. Die Propagandaabteilung in Ramallah verbreitet ihre Filmchen von Schauspielerinnen und Kindern, die unendlich leidensfähige israelische Soldaten mit Tritten und Schlägen provozieren. Die Presse wird rechtzeitig zu diesen Inszenierungen eingeladen.

Dass die korrupten Funktionäre und Häuptlinge von Hamas und PLO sich bereichern und unfähig sind, ihre Gebiete wirtschaftlich zu entwickeln, liest man weniger. Aber der Plan funktioniert. Die Zahl der Flüchtlinge wächst mit jeder Geburt. Für die Flüchtlinge sorgt die UNO. Die Familien von Terrorattentätern erhalten Einkommen, die das Durchschnittseinkommen bis zum Dreifachen übersteigen.

Politik und Medien in Europa trauen sich nicht, Hamas und PLO zu sagen, sie sollen endlich mit ihrem weltweiten Terror aufhören, mit dem seit zwanzig Jahren stattfindenden Raketenbeschuss Israels, mit den Endlösungsdrohungen gegenüber den Juden. Sie stürzen sich auf Trump und plappern jetzt das verlogene Narrativ vom arabischen Jerusalem nach. Unser Bundespräsident legt am Grab des korrupten Terroristen Arafat einen Kranz nieder, der Außenminister Gabriel nennt den Antisemiten Abbas seinen Freund und trifft sich lieber mit israelfeindlichen Fanatikern als mit Netanjahu.

Siehe auch „80 Jahre Zweistaatenlösung“!

 

Jerusalem: Israels Hauptstadt

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Bazonline: „Die heilige Stadt der Juden. Die übertriebene Kritik an der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt ist juristisch und rational nicht erklärbar.“

Dass ich einen solchen Artikel wie den der Basler Zeitung nicht in der Zeit, der SZ und FR zu lesen bekomme, ist klar, aber warum steht so etwas nicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung?

Aber auch „diese Zeitung“, wie ihre Unbelangbaren von sich selbst reden, ist in den Sog linksgrüner Palästinasympathie geraten. Wie anders konnte die glatte Lüge eines arabischen Politologen von FAZ-Interviewerin Lena Bopp unkommentiert bleiben? Der Wissenschaftler behauptete, in der von Jordanien 19 Jahre lang widerrechtlich annektierten Jerusalemer Altstadt hätte es schon religiöse Toleranz gegeben, nicht erst,  nachdem Israel die Annexion beendet hatte.

Der jordanische König hatte 1948 die jüdischen Bewohner der Altstadt, die jetzt arabischer Teil Jerusalems genannt wird, vertrieben, Juden war das Betreten des Tempelbergs verboten, die Zufahrt zur Hebräischen Universität und zum Hadassah-Krankenhaus wurde für Juden gesperrt. Tausende Juden wurden vertrieben. Christen wurden repressiv behandelt, die Religionsausübung eingeschränkt. viele verließen die Stadt. Über 30 Synagogen wurden zerstört.

1967 beteiligte sich der jordanische König wieder am Krieg gegen Israel. Israel besetzte daraufhin das von Jordanien annektierte Jerusalemer Gebiet und machte es für Juden und Christen wieder zugänglich.

2016 ließ US-Präsident Obama zu, dass der UN-Sicherheitsrat in einer Resolution die heiligen jüdischen Stätten, das jüdische Wohngebiet, das Krankenhaus und die Universität als widerrechtlich von israel besetzt ansah und erkannte das Territorium den palästinensischen Arabern zu. Bis dahin galt die noch aus Mandatszeiten geltende Auffassung, das Jerusalem internationels Territorium sei und sein Status in einem Verhandlungsprozess festgelegt werden sollte. Die Araber haben den internationalen Status nie anerkannt. Warum Obama plötzlich Verhandlungsmasse für einen Friedensprozess preisgab und den Arabern ohne Gegenleistung überließ, ist unbekannt.

Es ist nicht bekannt, ob Frau Bopp in die Lokalredaktion oder zu „Schüler schreiben“ versetzt wurde.

Siehe auch hierhier und hier!

Warum der arabische Bürgermeister einer Jerusalemer Vorstadt lieber von Israel als von der Autonomiebehörde des Dr. Abbas regiert werden will.

Drittheiligste Stadt des Islam?

Unser Jerusalem befreien

Nichts für die Nachrichten

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„Am 11. Dezember 1917 betrat General Edmund Allenby durch das Jaffa-Tor
ein verarmtes Jerusalem.“ So steht es im Blog „abseits vom mainstream“, in dem von einer Gedenkfeier für diesen Tag vor 100 Jahren berichtet wird. Das Datum markiert das Ende der osmanischen Herrschaft über Jerusalem und Palästina.

„Schauspieler spielten das Ereignis nach und tausende Zuschauer, lokale wie internationale, drängten sich zusammen, um das Nachspielen der Originalzeremonie zu sehen. Tausende befanden sich auf den Straßen der Altstadt, ohne Gewalt – also nichts für die Nachrichten.“

Fotos und Videos dazu auf „abseits vom mainstream“

Warum schaffen wir das nicht?

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Nachrichten aus den letzten 48 Stunden:

Bei der Gedenkfeier für den von Amri ermordeten polnischen LKW-Fahrer war der polnische Staatspräsident anwesend. Da der rbb-Reporter, der gerade eben von der Feier berichtete, den deutschen Botschafter nicht erwähnte, nehme ich an, dass der nicht anwesend war.

Es waren britische Fahrer-Kollegen, die nach dem Mord Geld für die Familie des Opfers gesammelt hatten, nicht deutsche.

Auf der Gedenkfeier für die Opfer des islamistischen Terroranschlags sprach der Imam einer Moschee, die der Verfassungsschutz beobachtet.

Ein Landgericht hatte das erstinstanzliche Urteil gegen die „Scharia-Police“-Aktivisten aufgehoben und sie frei gesprochen. Jetzt ist der BGH dran und der rbb-Reporter ist skeptisch, ob der BGH den Freispruch aufhebt. Der Anwalt der Muslime sagt: „Von den Jungs ging doch keine Bedrohung aus. Wer sollte sich bedroht fühlen?“ Warum haben die das dann eigentlich gemacht?

Die Welle der antisemitischen Demonstrationen hat die politische Elite kalt erwischt.

Es dauerte ein paar Tage, um etwas dazu sagen. Dann kam es routiniert: „Das darf nicht geduldet werden.“ „Das geht gar nicht.“ Noch nicht einmal Sätze wie: „Wir werden mit aller Härte dagegen vorgehen“ fielen. Herr Maas verurteilt zwar, schlug aber bisher keine Gesetzesverschärfung vor. Man beeilte sich, darauf hinzuweisen, dass Fahnen verbrennen nicht so einfach zu bestrafen wäre. Und wenn Ausländer Ausländern den Tod wünschen, ist die Strafbewehrung strittig. Da passte der Satz der Bundeskanzlerin wie die Faust aufs Auge, dass (Antisemitismus und) Fremdenhass nicht geduldet würden. Wenn nun aber Fremde Fremde hassen?

Die Berliner Polizei meldete die erste Demo als friedlich und gewaltfrei. Sind Todesdrohungen, das Anstecken von israelischen Flaggen und von Davidsternen in Berlin so normal, dass niemand mehr Anstoß nimmt? Es geht ja bei den Berliner Al Quds-Demos seit Jahren so zu.

Die Kriegsberichterstatter standen derweil enttäuscht in Jerusalem herum, weil der Dritte Weltkrieg nicht ausbrach. Dass in über 20 deutschen Städten gegen Israel gehetzt und teilweise auch gewalttätig demonstriert wurde, musste ich mir in den Medien zusammensuchen. Auch die TV-Nachrichten darüber waren nicht sehr zahlreich. In Berlin wurde nicht nur vor dem Brandenburger Tor, sondern auch im arabischen Neukölln und vor dem Bundeskanzleramt demonstriert. Auch schon bei der Anreise in der U-Bahn wurde Juden der Tod gewünscht. Es waren allein in Berlin tausende. Demonstrant/-innen

Jetzt lese ich in der FAZ, dass es ja nur wenige tausend waren. Wenn 200 Neonazis auftauchen, wird die Wiederkehr von Auschwitz beschworen. Wenn israelische Fahnen und Davidsterne angezündet werden, inmitten tausender Demonstranten, gilt es zuallererst, den Generalverdacht zu vermeiden. Es wären ja nur ganz wenige, die gezündelt hätten. Die FAZ spricht von einem Stoffstück, auf dem ein Davidstern drauf war. Sie ist bemüht zu differenzieren. Längst nicht alle arabischen Migranten wären antisemitisch. Es werden Umfragen zitiert. Allenfalls bei Syrern und Irakern sei Antisemitismus gesellschaftsfähig.

Das Bundesamt für Migration habe 779 Schutzsuchende, darunter auch Syrer und Iraker, befragt. 97% lehnten Antisemitismus ab. Aber selbst die Forscher sind irritiert ob der widersprüchlichen Antworten: Man respektiere Juden, aber Israel müsse vernichtet werden. Das ist ganz nach dem Geschmack der linken Israelfeinde. Sie unterstützen Hamas und BDS, gratulieren aber den Juden zu Chanukka.

arabischer Antisemitismus

Die Organisation „Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland“ (PGD) akzeptiert nach eigenen Angaben keinen Antisemitismus. Das hindert sie nicht, Sprechchöre mit Hassparolen zu initiieren.

Die Facebook-Redakteure von „Die Bundesregierung“ watschen jeden Kommentator ab, der es wagt, Flüchtlingskrise und Masseneinwanderung in Verbindung mit den antisemitischen Krawallen zu bringen. Zu unsachlich, weil man doch gar nicht wisse, ob nicht auch Deutsche unter den Demonstranten waren. Außerdem wäre nur ein kleiner Prozentsatz gewalttätig geworden.

Die Israelfeinde von der Boykott-NGO BDS liefen auch mit. Wieso fragt kein Journalist, warum der Außenminister wegen eines Gesprächstermins mit diesen Fanatikern den Termin bei Netanjahu aufs Spiel setzte. Er hätte sich doch jetzt locker mit ihnen am Rande der Demo treffen können, nur ein kurzer Fußweg von seinem Amtssitz entfernt.

Wenn es um die Fehltritte von Trump geht, können sich unsere grünlinken Mainstreammedien nicht einkriegen. Wenn Erdogan zum Mord an Juden aufruft, taucht das noch nicht einmal unter Vermischtes auf. Wenn Russland „West“-Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkennt, juckt das unsere „Unbelangbaren“ nicht. Wenn arabische Staaten „Ost“-Jerusalem zur Hauptstadt der arabischen Palästinenser proklamieren, ist das keinen Leitartikel wert.

Nachtrag: Bundespräsident Steinmeier reibt sich zwar an der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch die USA, aber er nimmt doch deutlicher als alle anderen Politiker/-innen Stellung: Deutschland habe Verantwortung für die Sicherheit Israels und lehne jede Form von Rassismus und Antisemitismus ab. Auch für die Einwanderer gebe es keine Ausnahme.

FAZ-online zitiert Steinmeier in der Schlagzeile mit: „Der Antisemitismus ist noch nicht überwunden.“ Der Satz erinnert mich an den seit 70 Jahren gleichbleibenden harten Kern von ca. 5% Nazis in Deutschland. Zur derzeitigen durch in Deutschland lebende Araber geschaffenen Situation passt er allerdings nicht. Letztlich traut sich auch der Bundespräsident nicht, unseren palästinensischen Wutbürger/-innen Einhalt zu gebieten. Bei Pegida und AfD war man um drastische Vergleiche nicht verlegen.

Steinmeier hat wenigstens angemessener Stellung genommen als die Bundeskanzlerin. Da hat er wohl seit seiner Kranzniederlegung am Grab des Terrorpaten Arafat dazugelernt.

Andererseits lässt das SPD-geführte Außenministerium seinen UN-Botschafter in der Regel den unzähligen israelfeindlichen Entschließungen zustimmen. Steinmeier hat sie sogar ausdrücklich begrüßt.

Enttäuschung bei den Medien: Wenige Araber protestieren in Jerusalem

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Mehr Kameraleute als Aktivisten, berichtet ein Journalist.

Die Hotels in Jerusalem sind voll wegen des Medienrummels. In Eurabia, in Berlin und Göteborg, ist der Protest gegen die erneute „Deligimation“ der arabischen Palästinenser  (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) zur Enttäuschung der extra nach Israel gereisten „Kriegsberichterstatter/-innen“ sehr viel stärker. vielleicht haben sie jetzt Zeit, um das Nachtleben von Tel Aviv zu genießen.

Jerusalem-protest
Foto von Joe Dyke, AFP-Korrespondent

Aus Ramallah berichtet Björn Stritzel (Bild) via Twitter, dass die Autofahrer genervt waren wegen einer Demonstration, aber sonst der übliche Shopping-Trubel herrschte.

Was sonst noch passiert: In Syrien bombardierten russische und syrische Flugzeuge Häuser. Aus Gaza werden Raketen nach Israel geschossen, alle bis auf eine werden abgefangen. Diese landet in einem Kindergarten. Hamas-Führer Hanyieh bekräftigt wieder einmal: Israel gibt es nicht. Dann könne es auch keine Hauptstadt geben. In Berlin wird seit Tagen gegen Israel demonstriert, werden Flaggen verbrannt und antisemitische Hassparolen gerufen.

Dazu schweigen die Qualitätsmedien und die grünlinke politische Elite mehr oder weniger. Während in der Tagesschau gestern in einem schnell gesprochenen Schlusssatz bemerkt wurde, dass die Proteste in Nahost abgeflaut sind, fehlte ein Hinweis auf seit drei Tagen in Berlin und anderen deutschen Städten stattfindende antisemitische Demos mit 1.000 Teilnehmer*/Innen, die US-Fahnen verbrennen und „Tod den Juden“ schreien. Ist halt nicht gegen die AfD zu verwenden.

Unterdessen zeigt sich, dass die Reaktion in der arabischen Welt schnell verebbt. Und das obwohl der palästinensische Rote Halbmond in seinen Krankentransporten Steinewerfer und Flaggenverbrenner zu den mit Journalisten verabredeten Orten fährt.

Einer der wenigen Journalisten, die Klartext reden, ist Julian Reichelt von Bild.

Update 12.12.17: Dagegen tobt sich der arabische Mob in europäischen Städten aus. Gleichzeitig lehnt die EU, schon länger antiisraelisch, eine Unterstützung Israels in der Jerusalem-Frage ab. Groß-Britannien überwies gerade wieder frische Millionen an die Palästinenser, als ein arabischer Terrorist einen Israeli erstach.

Die deutsche Politik erklärt pflichtschuldigst, dass das , was da auf den Straßen in deutschen Städten passiere, nicht geduldet werde, und wendet sich im nächsten Satz wieder Trump und Jerusalem zu. Man hat in Berlin schon 2014 antijüdische Ausschreitungen in Kauf genommen. Und da man inzwischen weiß, dass das Abbrennen von Flaggen keine Straftat ist, greift die Polizei nicht ein. Ein gutmeinender Polizeipsychologe empfiehlt, den schutzsuchenden Arabern in Kursen zu vermitteln, dass Antisemitismus in Deutschland keinen Platz hätte.

Die Protektion der Palästinenser geht ja weiter: Eine arabische Airline darf sich weigern, von deutschem Boden aus einen jüdischen Passagier zu befördern, weil das in ihrem Herkunftsland so Sitte sei. Ein deutscher Richter hält das für rechtens. Ein Politologieprofessor darf in der ehrwürdigen Frankfurter Allgemeinen behaupten, religiöse Toleranz hätte es auch im jordanisch annektierten Teil von Jerusalem schon gegeben. Das Gegenteil war der Fall, aber weder die unbedarfte Journalistin noch ein Schlussredakteur korrigieren das. Ein anderer FAZ-Schreiber schwingt eine noch größere Keule.

Der deutsche Außenminister Gabriel vertritt nach Erdogan und den iranischen Mullahs die kritischste Position gegenüber Israel: Er lud einen iranischen Religionsführer zu einer Tagung in Berlin ein, der Israels Vernichtung predigt. Er nennt Israel einen Apartheidstaat, wissend, dass es israelische Araber gibt und die Palästinenser einen Staat ohne Juden wollen. Er relativiert den Holocaust, in dem er behauptet, die SPD hätte unter den Nazis genauso gelitten wie die europäischen Juden. Er vergleicht israelische Maßnahmen gegen das Land verleumdende NGOs wie B´Tselem und BDS mit den Maßnahmen in Russland und der Türkei.

Kann man es israelischen Zeitungen verdenken, dass sie daran erinnern, dass Sigmar Gabriel selbst seinen Vater als einen bis zum letzten Atemzug überzeugten Nazi genannt habe?

(Der Gabriel-Abschnitt vor allem nach Jerusalem Post)

Journalisten der Bild-Zeitung retten in diesen Tagen die Ehre des deutschen Journalismus.

ZDF-Heute: Jerusalem grenzt an Israel

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ARD-Informationspolitik

Wenn man glaubt, mehr Israel-Bashing ginge in deutschen Qualitätsmedien nicht mehr, setzt die ZDF-Heute-Redaktion noch eins drauf:

Israel grenzt an Jerusalem, erklärt Petra Gerster.

Da sieht man wieder die jüdischen Imperialisten. Sie besetzen das außerhalb ihres Territoriums liegende Jerusalem und lagern sogar ihre Hauptstadt dahin aus.

Siehe Alexander Wendt in Publico!

Die Tagesschau-Journalisten sind fast punktgleich: Für sie beginnt die Geschichte Jerusalems 1967.

Wenn man diese beiden Texte hier gelesen hat: Das historische jüdische Ostjerusalem und Der muslimische Anspruch auf Jerusalem wird klar: Die arabischen Märchenerzähler und ihre Fellow-Traveller in den deutschen Qualitätsmedien haben ganze Arbeit geleistet.

Update: Wo die Tagesschau dagegen besonders gründlich berichtet: Der Rechtsexperte Christoph Kehlbach der ARD erläutert: Im Strafrechts-Kommentar des ehemaligen Bundesrichters Thomas Fischer heißt es dazu: „Die Gruppe muss Teil der inländischen Bevölkerung sein. (…) Durch Beschimpfung fremder Staaten sind weder deren in Deutschland lebenden (sic; GS) Staatsangehörige angegriffen, noch Teile der deutschen Bevölkerung, die sich dem anderen Staat besonders verbunden fühlen.“

Wer sich also durch das Verbrennen einer Flagge (nur) gegen den Staat Israel wendet, aber nicht gegen „die Juden“ in Deutschland, der begeht keine Volksverhetzung.

 

FAZ: Die palästinensischen Araber sind Opfer!

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FAZ-kluger_kopf
CC BY 2.0 ladydi saster

Schade, dass der in Gaza lehrende Professor Atu Abu Saif in dem von Lena Bopp geführten Interview in der FAZ v. 7.12.17, p 8, unwidersprochen die Palästinenser als Opfer darstellen kann, die nichts sehnlicher als Frieden wünschten.
Er will die in Gaza regierende Hamas „ermächtigen“, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und den Wohnungsbau voranzutreiben. Abgesehen davon, dass sich die Hamas von niemandem ermächtigen lässt: Warum wurde, als Israel Gaza 2005 ohne Vorbedingungen räumte, daraus keine blühende Landschaft? Fruchtbare Plantagen hatte Israel hinterlassen. Warum wurde Gaza zu einer Militärbasis, von der aus Israel beschossen wird? Warum sperren Israel und noch viel strikter Ägypten die Grenze zu Gaza? Wenn Wohnungen nicht fertig gebaut werden, wie der Politologe beklagt: Könnte es daran liegen, dass die Hamas den Zement, den Israel liefert und die EU bezahlt, für Terrortunnel statt für Wohnhäuser verwendet wird? (Israel liefert laut COGAT wöchentlich ca. 15.000 Tonnen Waren auf 500 LKW über die angeblich gepserrte Grenze.)
Israel räumte auch den Sinai. Von dort schießen heute mit der Hamas verbündete Islamisten auf Israel.
Was ist mit den ständig erneuerten arabischen Schwüren, Israel als Staat auszuradieren und die Juden ins Meer zu treiben? Die palästinensische Nationalcharta sagt in Art. 19: Israel bleibt auf ewig illegal. Die Charta der Fatah fordert in Art. 12 die Auslöschung der Zionisten. Die Hamas-Gründungsurkunde besagt in Art. 13: Die Lösung des Problems ist der Jihad, der Krieg gegen die Juden.
Auf Verhandlungsangebote der Israelis zuletzt 2000, 2008 und 2013 antworteten die Araber nicht.
Der Wissenschaftler behauptet, dass Präsident Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Das war sie auch schon vor Trump. Dort sitzen das Parlament, der oberste Gerichtshof, und der überwiegende Teil der Regierung.
Auch seine Behauptung, Jerusalem wäre schon vor dem Einmarsch der israelischen Streitkräfte unter jordanischer Annexion eine tolerante Stadt gewesen, ist gewagt. Wenn jüdische Grabsteine als Fußboden für jordanische Latrinen benutzt werden und jüdische Friedhöfe mit Wohnhäusern bebaut werden, ist das eine sehr spezifische Art von Toleranz.
Leider ersparte Frau Bopp dem Professor kritische Fragen.

Die FAZ wirbt mit diesem Slogan für sich: „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“. Sie scheint aber manchmal ihre Leser zu unterschätzen. Warum kaufe ich eigentlich eine Zeitung, wenn ich dann feststelle, dass ich für dumm verkauft werde? Ich gehe nicht davon aus, dass Frau Bopp den beschränkten Horizont eines Professors aus Gaza ausstellen wollte.

Sie sollte einmal beim FAZ-eigenen Blogger Don Alphonso vorbeischauen:

„Palästina war nie ein Staat. Nie.
Nach mehreren Jahrhunderten unter den Osmanen war dort britisches Mandatsgebiet. Die Briten teilten den Osten am Ufer des Jordan ab. Dann teilten sie den kleinen Rest auf.
Wem taugte das nicht? Wer griff sofort mit 5 Armeen an? Arabia.

1967 die Befreiung Jerusalems nach einem weiteren Angriffskrieg der Araber. Vor 50 Jahren.

Die Stadt Davids ist die Stadt Israels“

Kürzer kann man es nicht sagen. Hier die Quelle: Rebellen ohne Markt, Eintrag v. 7.12.17, 22 Uhr 23

Siehe auch Joachim Nikolaus Steinhöfel, Thomas Eppinger oder Roger Letsch

Steinhöfel verweist noch auf eine leider nur allzu treffende Satire von Claudio Casula: „So wird man Nahostkorrespondent“. Man könnte herzlich lachen, wenn es nicht wahr wäre.

Siehe auch im Blog hier!

Tagesschau weltweit führend in Trump-kritischer Berichterstattung

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ARD-Informationspolitik

Die Harvard-Universität in Boston hat die Berichterstattung über die ersten 100 Tage Des US-Präsidenten Donald Trump untersucht. In der ARD-Tagesschau sollen 98% aller Nachrichten über Trump negativ gewesen sein. CNN kam auf CNN 93%, die New York Times auf 87%.

Die ARD-Oberen haben sofort protestiert und sagen, die Studie wäre fehlerhaft. Es seien auch Berichte negativ für die ARD gewertet worden, in denen man sachlich und neutral über negative Stellungnahmen anderer berichtet habe. (nach Meedia v. 23.517)

antitrumpNachtrag 6.12.17: In der Tagesschau-Hauptsendung um 20.15 Uhr wurde das Stereotyp von den einflußreichen jüdischen Geschäftsleuten, die Trumps Wahlkampf finanziert hätten, genannt. Das hatte dpa schon am Jahresanfang verbreitet und fast alle Mainstreammedien übernahmen es.

Im Bericht über Trumps Entscheidung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, stellte der Sprecher einen Zusammenhang her zwischen der Unterstützung amerikanischer Juden für Trump bei der Präsidentenwahl und der Verlegung der Botschaft nach Jerusalem.

Collin McMahon schreibt über das Entsetzen der Tagesschau-Journalist/-innen über die Vorstellung, die US-Botschaft ginge nach Jerusalem.

Der Jurist Alan Dershowitz beschreibt, wie Präsident Obama die jüdischen Stätten in Jerusalem den Arabern zuerkannte, ohne dass es zu irgendwelchen Verhandlungen gekommen wäre. Die Araber erhielten etwas, ohne selbst Konzessionen machen zu müssen. Kein Wunder, dass sie seit 70 Jahren keine Kompromisse eingehen. Der Westen kommt ihnen ja entgegen. (Leider noch nicht auf Deutsch bei Gatestone. Aber es gibt Übersetzungsprogramme.)

Nachtrag: Damit es alle mitkriegen, dass der böse Donald Trump auch ein paar Buh-Rufe in Davos erhielt, hat die Tagesschau in ihrem Online-Angebot in einem Clip den Ton verstärkt, damit sie besser zu hören waren.

Das diente der „journalistischen Präzision“ schreibt Tagesschau-Chef Gniffke dazu.

Gniffke ist natürlich um keine Rechtfertigung verlegen. Als er gefragt wird, warum er den torkelnden (Ischias, Volltrunkenheit?) EU-Präsidenten Juncker, im Gegensatz zu ausländischen TV-Anstalten, nicht gezeigt hätte, und ob er bei Trump auch so verfahren wäre, gibt er zu, dass einen betrunkenen Trump selbstverständlich gezeigt hätte. Seine Begründung hier!

Neulich im Presseclub auf Phoenix: Vier Trump-Gegner diskutieren unter Leitung des Herrn Schoenenborn/WDR. Dann, oh Wunder, wie konnte das passieren?, wer hat da nicht aufgepasst?, kam ein Deutschamerikaner in der Zuschauer-Fragerunde zu Wort: Ab ca. 41:40. (Bis Juli 2019 in der Mediathek.

Sein wichtigster Vorwurf: Vier Trump-Gegner statt einer kontrovers diskutierenden Runde.