Israelkritik

SZ kündigt ihrem Karikaturisten

Gepostet am Aktualisiert am

Nicht zum ersten Mal verwendete Bundesverdienstkreuzträger Hanitzsch antisemitische Stilmittel, wie man sie aus der Nazizeit kennt, in einer gehässigen, „israelkritischen“ Karikatur.  Der 85jährige Künstler weist den Vorwurf des Antisemitismus zurück. Er wäre israelkritisch, mehr nicht.

Nun wurde es sogar der SZ-Chefredaktion zu viel. Sie trennt sich von dem Karikaturisten.

Nicht nur Karikaturen sind in der Süddeutschen umstritten. Auch Texte sind manchmal auffällig. So, als vor zwei Jahren von Zehntausenden Israelis geschrieben wurde, die wegen Nethanjahus Politik dem Land den Rücken gekehrt hätten.

 

Advertisements

25 Mythen zu Israel

Gepostet am Aktualisiert am

„25 Mythen über Israel“:  Fred Maroun, ein Kanadier arabischer Herkunft, der bis 1984 im Libanon lebte, klärt auf über die Narrative zur Delegitimierung Israels.

Deutsche Medien Marktführer bei Israelkritik

Gepostet am Aktualisiert am

Ich bin immer von Neuem erstaunt, wie parteiisch der ÖRR über Israel informiert. Ich will mich nicht daran gewöhnen. Über kein anderes Land der Welt wird so voreingenommen „berichtet“.

Richard C. Schneider war der letzte ÖRR-Korrespondent, bei dem ich nicht jedes Mal überlegt habe, ob das stimmt, was er sagt.

Prof. Monika Schwarz-Friesel von der TU Berlin forscht seit vielen Jahren über Antisemitismus. Ein erstes Fazit ihrer noch nicht veröffentlichten neuesten Studie:

Kein anderes Land der Welt wird in deutschen Medien so oft und scharf kritisiert wie Israel.

Liegt das daran, dass die deutschen Korrespondent/-innen in Israel voreingenommen sind und ihre Heimatsender auf deren Material vertrauen oder sind es die Redakteur/-innen der Heimatsender, die ihnen sagen, was sie berichten sollen?

Unvergesslich sind für mich die Berichte von Markus Rosch über die Wasserversorgung auf der Westbank oder die Kanalisation in Gaza. Da konnte er Fleißpunkte sammeln.

Oder die ZDF-Journalistin Nicola Albrecht, die weiß, dass israelische Kinder zum Töten palästinensischer Araber aufgehetzt würden.

Dann ist da aber auch die subtile Wortwahl der Tagesschau. Da ist von „mutmasslich“ und „offenbar“ die Rede, wenn es um iranische Aggression gegen Israel geht. Selbst RT verzichtet auf distanzierende Adjektive und Adverbien, sondern redet Klartext.

Oder der präpotente Umgang des WDR mit der Antisemitismus-Doku. Die für die Doku verantwortliche Redakteurin fühlte sich veranlasst, den Sender zu verlassen.

Und nun auch Frau Glass, die ARD-Studio-Chefin in Tel Aviv. Sie fertigt eine im Großen und Ganzen sehenswerte Dokumentation für den ARD-Weltspiegel über das vielfältige Leben im heutigen Israel an: Eine Motorradfahrergruppe von Juden und christlichen Arabern. Der Chef ist Tätowierer und setzt eine siebenhundertjährige Familientradition fort. Ein Pädagoge bringt schwer erziehbaren Jugendlichen das Surfen bei, darunter zwei Araberinnen. Wie die arg orthodoxen Juden in Mea Shearim zu religionskonformen Lösungen zur Wahrung der Sabbatruhe gelangen. Der mit Luftdruck betriebene Rollstuhl (keine körperliche Arbeit am Sabbat) darf benutzt werden.

Aber dann auch wieder die üblichen Klischees deutscher Israel-Berichterstattung: Weil Trump den USA-Beitrag zur UNRWA nicht mehr zahlt, droht Hungersnot in Gaza auszubrechen. Erzählt ein UNRWA-Funktionär anschaulich.

Dass neben den EU- und UNO-Milliarden Israel täglich hunderte LKW mit Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und Baumaterialien, meist kostenlos, nach Gaza schickt, dafür reicht die Zeit nicht. Dass die arabischen Palästinenser seit Jahrzehnten die weltweit höchste Pro-Kopf-Unterstützung von UNO, EU und europäischen Staaten erhalten, dafür reicht die Zeit nicht. Wo sind die Milliarden geblieben? Aber wegen des bösen Trump bricht die Nahrungsmittelversorgung in Gaza zusammen. Dafür reicht die Zeit!

ard_susanneglass

Frau Glass gibt in einem weiteren Tweet zu, dass sie weiß, dass auf diese Drachen Hakenkreuze gemalt werden und damit Brandsätze auf israelische Felder geflogen werden. Sie will das „dann weiter beobachten. Natürlich kritisch.“

Warum filmt sie vermummte Jugendliche beim friedlichen Basteln und stellt nur dieses Foto auf ihren Twitter-Account? Der heißt übrigens @ARDSusanneGlass!

Fotos, die es bei @ARDSusanneGlass nicht zu sehen gab:

 

 

Der andere Heiko Maas

Gepostet am

Es sieht so aus, dass der frühere Justiz- und jetzige Außenminister Heiko Maas den freundschaftlichen Kurs gegenüber Hamas, Abbas und Fatah sowie die Anbiederung an Putin, wie sie von seinen Parteifreunden gepflegt wird, nicht mitmacht. Deswegen kriegt er Ärger bei den Genossinnen und Genossen.

Der 3-D-Test für Antisemitismus

Gepostet am

Da die Grenze zwischen berechtigter Kritik an der Politik des Staates Israel und als „Israelkritik“ getarntem Antisemitismus oft nicht leicht zu erkennen ist, hat Natan Sharansky 2004 den 3-D-Test entwickelt.

Israelkritik überschreitet die Grenze zum Antisemitismus demnach…

Dämonisierung

„…wenn der jüdische Staat dämonisiert wird, Israels Handeln ohne jedes Maß dargestellt wird, Vergleiche zwischen Israelis und Nazis und palästinensischen Flüchtlingslagern und Auschwitz gezogen werden – dann ist das Antisemitismus, keine legitime Kritik.“

Doppelte Standards

„…wenn Kritik selektiv auf Israel angewendet wird; wenn allein Israel von der UNO wegen Menschenrechtsverletzungen herausgestellt wird, während das Verhalten bekannter und wichtiger Verletzer wie China, Iran, Kuba und Syrien ignoriert wird; wenn Israels Magen David Adom als einziger der Ambulanzdienste der Welt die Aufnahme ins Internationale Rote Kreuz verweigert wird – dann ist das Antisemitismus.“

Delegitimierung

„…wenn Israel das fundamentale Recht auf Existenz in Abrede gestellt wird, als einzigem Volk auf der Welt, dann ist das Antisemitismus.“

gefunden auf watson.de

Schweizer Fernsehen ganz weit vorne bei Israelkritik

Gepostet am

In einer aktuellen Studie zu Antisemitismus des World Jewish Congress liegt die Schweiz in den Top-Ten auf Platz sieben.

In der Basler Zeitung erschien ein Artikel über die auffällig große Feindseligkeit des Schweizerischen Fernsehens SRF gegenüber Israel: „Im SRF wird der Jude durchs Dorf getrieben“.

FAZ: Die „Zivilgesellschaft“ von Gaza

Gepostet am Aktualisiert am

friedliche_demo
Foto von der zweiten „friedlichen“ Demonstration der palästinensischen „Zivilgesellschaft“: Quelle: IDF

Die Israelkritik in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ/FAS) ist nicht so deftig wie bei Augstein, wo sie ins Antisemitische übergeht, oder bei Dunja Hayali, die ihr Wissen über Palästina von Todenhöfer und arabischen Propaganda-Landkarten bezieht.

In der FAZ geht es subtiler zu: Rainer Hermann zeigt die historische Ungerechtigkeit der Staatsgründung Israels auf. Sie störe die „bürgerliche Ordnung“ des Nahen Ostens.  Aber schon das Balfour-Versprechen der Engländer wäre ein Vergehen am palästinensischen Volk gewesen. Von dessen jahrhundetealter Existenz scheint der Redakteur auszugehen. Hermann darf seinen historischen „Lückentext“ auf Seite 1 der FAZ verbreiten.

Für das antiisraelische Tagesgeschäft ist Jochen Stahnke zuständig. Er lässt, vor allem auf Twitter, keine Sünde der israelischen Regierung und der Armee aus. Ich werde bestens über die Korruptionsvorwürfe gegen Nethanjahu und über die hohen Mietpreise in Tel Aviv informiert. (Warum residiert Stahnke nicht im billigeren Ramallah?) Über die Millionäre von Gaza, die Einschränkung der Pressefreiheit im arabischen Palästina, die Misswirtschaft und Korruption der Hamas- und Fatah-Elite muss ich mich anderswo informieren.

Heute, am 1. April, liefert Stahnke in der Sonntagszeitung ein kleines Meisterstück ab.  Er kommentiert die Demonstrationen am Grenzzaun zu Israel in Gaza. (Einen Bericht, gar eine Reportage fand ich in der Sonntagszeitung nicht.) In deutschen Zeitungen heißt es über Antifa-Demos gerne: „weitgehend“ friedlich. Das weitgehend lässt Stahnke weg. Den Frieden stören aus seiner Sicht allein die jüdischen Scharfschützen.

Worum es geht, müssen wir uns zusammenreimen. Das soll laut Stahnke zum einen die endgültige US-amerikanische Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt sein. Dann geht es um die Erinnerung an eine Vertreibung von Arabern aus israelischen Gebieten der Westbank. Was bei Stahnke fehlt: die Forderung, sieben Millionen Flüchtlinge auf israelisches Staatsgebiet zu lassen. „Marsch der Rückkehr“ nennen die Aktivisten das. Der Name fehlt im Text.

Stahnke gibt der Sache einen anderen Dreh: Die Menschen in Gaza fühlten sich von der Welt und von der palästinensischen Autonomiebehörde verlassen. Dann zählt er auf: keine Arbeit, wenig Strom, wenig Wasser. Die Jungen bekämen keine Ausreisegenehmigung. Also geht es beim „Marsch der Rückkehr“ um die Verbesserung der Lebensbedingungen ? Um Protest gegen die Misswirtschaft von Hamas und Autonomiebehörde? Die Steine, die Böller, die Pallywood-Inszenierungen? Der Missbrauch von Kleinkindern als Schutzschild?

Für den Leser wird klar: die Israelis sind schuld. Überdies, ergänzt Stahnke: kein Israeli wurde verletzt. Den Rest des Beitrags lesen »