Israelkritik

Israel sollte sich mäßigen

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HA-Schlagzeile
Die erste Schlagzeile stammte von der dpa. Sie wurde nachträglich geändert. Gefunden auf Twitter

Mit dem Zweiten sieht man besser: ZDF auf Twitter: Bei der Schießerei „starben auch zwei Polizisten.“

Spiegel Online: „Westjordanland: Zwei Palästinenser bei israelischer Militäraktion getötet“.

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Sind die Siedler an allem schuld?

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Die Besessenheit mit der in Deutschland Kritik an Israel geübt wird, wird nicht nur in den araberfreundlichen Sendungen der ö.-r. Korrespondenten von ARD und ZDF deutlich. Die beliebteste Zielgruppe der hässlichen Juden sind die Siedler. Sie sind es, die den armen, unschuldigen, palästinensischen Arabern das meiste Leid zufügen.

Es gibt unbestritten Hardcore-Siedler, religiöse Fanatiker, denen, lebten sie hierzulande die Antifa die Autos anzünden würde, und die Zeit würde Hausbesuche empfehlen. Das ist gegenüber AfD-Politikern in Deutschland Praxis.

Aber ein wenig mehr Ausgewogenheit und Sachlichkeit würde z. B. dem Auswärtigen Amt und seinem Chef gut anstehen. Das AA schreibt auf seiner Webseite: „Israel versteht sich als demokratischer Staat.“ Wie viel Bosheit darin steckt, merkt man, wenn man statt Israel z.B. die Schweiz oder die Niederlande einsetzte.

Die Hamas überlässt der Bundesregierung den Bau von Kläranlagen und Abwassersystemen in Gaza. Anders als bei den israelischen Siedlungen, lässt man hier offen, vom Versagen der Hamas-Verwaltung zu sprechen.

In dem verlinkten Text setzt sich Nikoline Hansen mit der deutschen Fokussierung auf die israelischen Siedlungen als Haupthindernis einer Zweistaatenlösung auseinander.

Wie unrealistisch eine Zweistaatenlösung ist, weil von den palästinensischen Arabern nicht gewollt, steht u.a. hier.

Die weit verzweigte deutsche Israelhasser-Szene

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Wie gut vernetzt Antizionisten, Israelhasser und Antisemiten in Deutschland sind, sieht man exemplarisch an einem Beitrag von Clemens Heni aus dem Jahr 2010. Er beschreibt den Fall einer unwissenschaftlichen Dissertation von Dr. Tamar Amar-Dahl. Sie wurde in München promoviert. (Ihr erster Doktorvater hatte die Betreuung vorzeitig beendet. Das Promotionsstudium finanzierte die Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigte die „Wissenschaftlerin“ anschließend als Lehrbeauftragte.

Da kann man nur froh sein, dass in der ö.-r. Szene die Diberders, Buhrows, Reschkes und Schönenborns noch von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet werden.

(via Abseits vom Mainstream)

Dirk Maxeiner spricht auf AchGut.com von einer „deutschen Obsession“ beim Israel-Bashing. Er nennt als Beispiel die Anhörung des Bundestagsmenschenrechtssausschusses zu den Verfehlungen Israels. Eine Anhörung zu Menschenrechtsverletzungen in Russland, Iran oder China gäbe es nicht.

Zwar heißt es in der Einladung „Die menschenrechtliche Lage in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten“, aber wenn man den aktuellen 12. Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik (Länderteil C 2) liest, liegt der Schwerpunkt auf den Verfehlungen Israels. Wenn israelische Soldaten arabische Terroristen töten, die mit Messern 37 Israelis umgebracht haben, wird im deutschen Menschenrechtsbericht von 200 arabischen „Opfern“ gesprochen und von Israel Mäßigung verlangt.

Über die arabische Autonomiebehörde wird lobend berichtet, dass sie bei Unterzeichnung der internationalen Menschenrechtskonventionen am 2. April 2014 keine Vorbehalte eingelegt hätte. Die palästinensische Behörde hätte sogar Dialogforen für den Austausch über die Implementierung der Verträge und Inhalte von offiziellen Berichten mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Zivilgesellschaft etabliert.

Von einer Aufforderung an die in Gaza herrschende Hamas, die Todesstrafe abzuschaffen und die Morde der Hamas-Miliz zu ahnden, ist nichts zu lesen.

 

Leitfaden für linke Israelkritik

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Topaktuell ist der „Leitfaden für linke Israelkritik“ der taz, auf den ich vor fünf Jahren schon einmal hingewiesen hatte. (Doch, in der taz gibt es gelegentlich Lesenswertes.)

UNO-Propaganda gegen Israel

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Mit falschen Fotos machen die UNRWA und Journalisten Stimmung gegen Israel.

Die UNO und ihre Heuchelei: Israel-Boykott

Arte sieht israelischen Landraub

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Der Israelhass unseres zwangsgebührenfinanzierten Fernsehens ist leider Routine für die Medienschaffenden.

  • Will man kritische Interviews mit palästinensischen Funktionär/-innen sehen, muss man schon zu amerikanischen Sendern ausweichen. In Deutschland wird dagegen der israelische Botschafter zurechtgewiesen: „Die Fragen stelle ich hier!“ bellt der Deutschlandfunkmoderator. (Leider finde ich den Mitschnitt bei DLF nicht.)
  • Klaus Kleber vom ZDF ist begeistert von der „kreativen“ Programmierkunst palästinensischer Mädchen. Die haben nämlich ein Spiel geschrieben, bei dem auf Tischen Trennwände aufgestellt werden, wegen der allfälligen Geschlechtertrennung an öffentlichen Orten.
  • Wenn Hamas-Sympathisanten über das von Israel so gebeutelte und unterdrückte Gaza im TV-Morgenmagazin reden, bestätigt Moderatorin Hayali: „Ja, Gaza, Ghetto mit Meerblick“ anstatt kritische Rückfragen zu stellen, etwa warum der von Israel gelieferte Zement für die Befestigung unterirdischer Gänge und nicht für Wohnungsbau verwendet wird.
  • Das ZDF interviewt eine linksextreme Aktivistin, die behauptet, israelische Kinder würden zum Hass auf Palästinenser erzogen.
  • Wie der Mord eines „gebürtigen Dänen“ an einem Juden in der Tagesschau „verkauft“ wird.
  • Diesen Text von Henryk M. Broder hatte ich zwei Jahre auf meiner Festplatte „geparkt“, weil ich ihn zu drastisch formuliert fand. Das finde ich zwei Jahre später angesichts der Hamas-Sympathisant/-innen in Politik und Medien nicht mehr.
  • Kürzlich zeigte Arte „Der kleine Steinewerfer von Silwan“ – darin wird einfühlsam über arabische Kinder in Jerusalem berichtet, die ihre Nachbarschaft judenrein machen wollen.
  • Jetzt zeigte Arte eine Dokumentation über Siedler in der Westbank, die in das judenfeindliche Narrativ unserer öffentlich-rechtlichen Medien passt.

Ergänzend dazu ein Auszug aus einem Text von Axel Feuerherdt: Israel und die Siedlungen. Ein Hindernis für den Frieden?:

Das israelische Dilemma

Dass der Siedlungsbau ein grosses, wenn nicht sogar das grösste Friedenshindernis schlechthin im Nahen Osten darstellt, ist längst zu einer Art Mantra geworden, zu einer Selbstverständlichkeit, die keinerlei Begründung zu bedürfen scheint. Folgt man ihr, dann müsste Israel nur seine Exklaven, Aussenposten und Grenzorte abbauen und könnte fortan in trauter Harmonie mit seinen Nachbarn leben. Dass das nicht stimmt, hat sich spätestens 2005 gezeigt, als der damalige israelische Premierminister Ariel Sharon die israelischen Siedlungen im Gazastreifen auflösen liess und die Hamas daraufhin mit einem Raketenbeschuss begann, der bis heute nie dauerhaft zum Erliegen kam. Israel verschärfte schliesslich notgedrungen die Grenzkontrollen – und zog sich dafür den Vorwurf zu, das «grösste Freiluftgefängnis der Welt» errichtet zu haben.

Dass sich die Palästinenser mit einem Abzug der Siedler nicht zufrieden geben würden, war aber schon früher deutlich geworden. Im Jahr 2000 beispielsweise bot der israelische Premierminister Ehud Barak während der Verhandlungen von Camp David unter anderem an, zahlreiche Siedlungen zu räumen; zudem wollte er die nahe der «Grünen Linie» liegenden Siedlungsblöcke – in denen die grosse Mehrheit der Siedler lebt – ins israelische Staatsgebiet eingliedern und diese Massnahme durch einen territorialen Austausch mit den Palästinensern abgelten. Die palästinensische Seite unter Yassir Arafat lehnte diesen so grosszügigen wie praktikablen Vorschlag jedoch ab und blies stattdessen zur zweiten «Intifada» mit ihren zahllosen Selbstmordattentaten. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas wies im Jahr 2008 ein noch weiter gehendes Angebot des israelischen Premierministers Ehud Olmert ebenfalls zurück.

Es gäbe mehr zu sagen über die rechtliche und politische Situation der Westbank und Palästinas überhaupt. Jedenfalls taugt die Verkürzung auf israelischen Landraub nur für linke und rechte Hassprediger. Hier erst einmal ein Link zu einer weitestgehend unbekannten Facette der Pläne am Ende des Ersten Weltkriegs, der Zeit des Zusammenbruchs des Osmanischen Reiches, zu dem der Landstrich Palästina gehörte.

Siehe zur Rechtslage in der Westbank

Der (wieder) ganz normale Antisemitismus

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Warum sieht man und hört man in unseren Medien und von der politischen Elite, dass AfD und Pegida (Die ich beide nicht gut finde!!!!) schnurstracks zum Holocaust führen, aber so gut wie nichts davon, dass eine linke SA in ganz Europa Juden jagt.

Judenhass in der EU

„Die Universität war eine Kriegszone“

Ein Israel hassender deutscher Lehrer und seine GEW-Unterstützer

Nicht zum ersten Mal irritierend: Die Süddeutsche Zeitung

Alexander Wendt über die deutschen Überhauptnichtantisemiten

Amnesty International Berlin kooperiert mit Hamas Noch kein Antisemitismus, aber schon einmal keine Menschenrechte für Israelis.

Im Buch The War of A Million Cuts analysiert der Jerusalemer Antisemitismusforscher Manfred Gerstenfeld, Formen des aktuellen Antisemitismus und der Diffamierung Israels. Das Jerusalem Center for Public Affairs stellt das Buch jetzt als Download zur Verfügung

Dunja Hayali: Ja zu antisemitischer Hasspropaganda, nein zu fremdenfeindlicher Hetze

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Bericht dazu im Blog Ruhrbarone

Dass Frau Hayali ihre israelfeindlichen Facebook-Einträge nachträglich glättet und sachlich-kritische Kommentare löscht, aber nicht Hassmails gegen sie als Verfechterin der uneingeschränkten Willkommenskultur, darauf weist Stefan Lauer auf vice hin.

Frau Hayali hat zwei Jahre gebraucht, um zu kapieren, dass sie auf palästinensische Propaganda-Karten hereingefallen ist. Die sollen belegen, dass sich Israel seit 1947 widerrechtlich immer mehr palästinensisches Land angeeignet hätte. Jetzt fügt sie einen Link ein, in dem diese Kartenpropaganda hinterfragt wird und schreibt kleinlaut, dass die Karten nicht ihre Meinung wiedergäben.

Hier ihr selbstgerechter Eintrag auf Facebook: „im jahr 2014 wurde die karte oft geteilt. für die einen ist sie wahr, für andere nicht. wieso darf man das nicht entlarven oder bestätigten, auseinandernehmen oder zurechtrücken? die augen zu verschließen, auch vor falschen dingen, hilft nicht. schon gar nicht, wenn sie im umlauf sind. was hilft ist reden. aufklären.
aber wenn jetzt die mehrheit möchte, lösche ich die karte und alles drumherum verschwindet.“ Im selben Text fügt sie an, sie hätte sich doch entschuldigt. wofür eigentlich, fragt man sich, wenn man den obigen Text liest. Gleichzeitig droht sie jedem, der sie mit Antisemitismus in Verbindung, eine Anzeige an.

israel-palestine-ii

Ich habe Verständnis, wenn sich jemand irrt oder falschen Informationen aufgesessen ist. Da sollte man aber, gerade bei einer solchen verantwortungsvollen öffentlichen Funktion, beim nächsten Kommentar besser aufpassen und sich kundig machen. Es war nicht ihre einzige judenfeindliche Einlassung. Im Morgenmagazin hat sie keine kritische Nachfrage im Interview mit einem deutschen Geschäftsmann, einem proarabischen Lobbyisten, dem sie als Gaza-Experten das Mikrofon hinhält. Sie tritt noch nach: „Ja, Gaza, Ghetto mit Meerblick“.

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