Israelkritik

Auch die FAZ im Lager der Israelkritiker

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hamas.JPGDie Berichte des Nahostkorrespondenten Jochen Stahnke finde ich irritierend. Er schreibt verständnisvoll über die Einschränkungen der Pressefreiheit im Gebiet der arabischen Palästinenser. Auf Twitter lässt er sich kaum eine Missetat der israelischen Besatzer entgehen. Er spricht wie selbstverständlich von palästinensischer Kultur und dem palästinensischen Volk.

Noch nie habe ich von ihm etwas gelesen, was dem Inhalt des Films „Eyeless in Gaza“ entspräche. Dass arabische homosexuelle Palästinenser Schutz in Israel suchen, das finde ich in der FAZ nicht.

Die Berichterstattung ist von vornehmer Zurückhaltung geprägt. Lässt es sich nicht vermeiden, einmal etwas Missliches über Hamas oder Abbas zu vermelden, wird es als Aussage von Dritten kolportiert. Breiten Raum nehmen die Darstellungen und Rechtfertigungen der arabischen Offiziellen ein.

Vielleicht sollte Herr Stahnke seinen Wohnsitz nach Ramallah verlegen, um näher am Geschehen zu sein. Bei aller Reserviertheit gegenüber Israel, als Wohnsitz bevorzugt er dann doch Tel Aviv.

Gerne überlässt man die Nahostberichterstattung der für ihre Unvoreingenommenheit berühmten dpa. Von der übernimmt die FAZ dann die Meldung, dass Israel zur Eskalation beitrüge, weil die Armee einen Hamas oder IS-Tunnel sprengt, der auf israelisches Staatsgebiet führt. Der Hinweis, dass das ausgerechnet kurz vor der Übergabe der Grenzkontrolle in Gaza an die Autonomiebehörde passiert, darf nicht fehlen. Anderswo lese ich, dass der Iran die neue Einigkeit von Hamas und PLO hintertreibe. Für die FAZ ist es allein Israel.

Heute kommentiert FAZ-Redakteur Rainer Herrmann: „Hundert Jahre Unfrieden“.

Für ihn sind Engländer, die die Rechte des palästinensischen Volkes missachten und ihr Land den Juden geben, die Urheber der Ursünde. Aber seither sind die Juden an allem schuld. Israel wolle keine Zweistaatenlösung liest man. Es verweigert dem palästinensischen Volk, dessen jahrhundertealte Geschichte und Kultur auch für Herrmann eine Realität zu sein scheint, das Recht auf einen Staat.

Man kann durchaus vermuten, dass Israel kein gesteigertes Interesse an einem Hamas/IS/PLO-Staat hat, einem erwartbaren weiteren nahöstlichen Failed State. Vor allem deswegen, weil nichts dafür spricht, dass dann weniger Tunnel nach Israel gegraben würden oder weniger Raketen die israelischen Städte bedrohen würden.

Was aber bei dem FAZ-Redakteur verblüfft: An keiner Stelle wird erwähnt, dass die palästinensischen Araberführer zig Gelegenheiten verstreichen ließen, um in der Staatsgründung weiterzukommen oder gar den Staat zu gründen. Es ist allein Israel, das für Unfrieden in der Region sorgt.

Kann es sein, dass die Araberführer gar keinen eigenen Parallelstaat wollen? Dass ihr Ziel die Vernichtung Israels ist und bleibt. Das haben in diesen Tagen sowohl Abbas als auch der Regierungschef der Hamas in Gaza wieder bekräftigt.

Einen besonders miesen Satz formuliert Herrmann: Das Prinzip der zionistischen Landnahme: sich das Land nicht durch Kämpfen anzueignen, sondern durch Siedlungen.

Dass Israel sich in 70 Jahren mehrmals gegen zahlenmässig überlegene arabische Armeen zur Wehr setzen musste und siegte, dafür war im Kommentar auf Seite 1 der FAZ kein Platz mehr.

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Das Palästina-Märchen

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Wir wissen in Deutschland seit ein paar Jahren, wie man Flüchtlinge empfängt. Es wird Willkommenskultur genannt. Man spricht von der Bereicherung durch die hereinströmenden Schutzsuchenden, von gut ausgebildeten Arbeitskräften, von der Belebung entlegener Gebiete durch Zuzug der Schutzsuchenden. Sie werden rundum versorgt, Unterkunft, Krankenbehandlung, Sprachkurse, Berufsausbildung. Kurzfristig erhalten sie Schulabschlüsse. Die, die nicht arbeiten, bekommen alles, was sie zum Leben brauchen, auch ohne, dass sie arbeiten gehen müssen. Es gibt Willkommensklassen in Schulen. Die Familien der allein geflüchteten Männer und Jugendlichen werden nachgeholt. Man streitet sich, ob man kriminell gewordene Schutzsuchende des Landes verweisen darf.

Die aufnehmenden Deutschen machen sich ganz klein, sie sprechen nicht mehr von Deutschland, von Nation, von deutscher Kultur und Geschichte. Man unterscheidet nur zwischen „denen, die schon länger hier sind“ und denen, die hier Schutz suchen. Wer von denen, die schon länger hier sind, von Nation und deutscher Leitkultur spricht, von Aufklärung und Humanismus als europäischen kulturellen Hochleistungen, gilt als rechtsradikal. Wenn Schutzsuchende vergewaltigen, springen ihnen Genderistinnen zur Seite, die sagen, das würden die Männer, die hier schon länger lebten, doch auch tun. Die Zugewanderten sind keine Freunde von Homosexualität, dennoch sympathisieren Verbände von Schwulen, die schon länger hier leben, mit den homophoben Herkunftsländern der Schutzsuchende. Die Kirchen praktizieren die Willkommenskultur besonders freudig. Sie vernachlässigen darüber sogar das Mitleiden mit ihren verfolgten Glaubensbrüdern in den Herkunftsländern der Schutzsuchenden.

Die Schutzsuchenden und die Willkommenskulturaktivisten sprechen zwar von Integration, meinen aber etwas anderes: Es gäbe multiple Kulturen und Ethnien. Die bisherige Dominanzkultur müsse auf die Schutzsuchenden zugehen, sich einordnen und bescheiden. Schon werden Quoten für Schutzsuchende und das Wahlrecht für alle gefordert. Um Schutzsuchende nicht zu kränken, werden ihre Speisevorschriften in öffentlichen Einrichtungen eingeführt und bei Kirchen, die zufällig auf Warenverpackungen abgebildet sind, die Kreuze wegretuschiert.

Gehen wir jetzt einmal mit diesem Bild einer vollkommenen Willkommenskultur in eine andere Weltgegend.

Nehmen wir einmal an, es hätte schon immer ein palästinensisches Volk gegeben. Nehmen wir weiter an, dieses Volk hätte seit biblischen Zeiten in einem Land namens Palästina gelebt, seine Kultur, seine Sprache, seine Literatur und Architektur gepflegt. Davon zeugten Museen, Baudenkmäler, literarische und musikalische Kunstwerke.

Die dortigen Zuwanderer behaupten, in diesem Gebiet hätten ihre Vorfahren seit Jahrtausenden gelebt. Städte, die heute von der UNO zum palästinensischen Weltkulturerbe gezählt würden, seien nie palästinensisch gewesen.

Die biblischen Geschichten aus Galiläa, die Festung Masada, der jüdische Tempel in Jerusalem, gehören aber, so sagen die Palästinenser und ihre Freunde in Europa ins Reich der Sagen. Seit Jahrtausenden würde das palästinensische Volk zwischen Syrien und Ägypten leben und sonst niemand.

Nehmen wir weiter an, ab dem Ende des 19. Jahrhunderts kommen Flüchtlinge in das friedliche, dicht besiedelte, blühende Land Palästina. Sie kommen vor allem aus Polen und aus Russland, wo sie gehasst, häufig auch erschlagen werden.

Verstärkt kommen sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie werden jetzt in allen mittel- und osteuropäischen Ländern schikaniert, ausgegrenzt und auch getötet. Am schlimmsten treiben es am Schluss die Deutschen, die Millionen ermorden.

Aber in Palästina gibt es keine Willkommenskultur! Obwohl dort die Zuwanderung wirklich für eine Bereicherung sorgt: Dort, wo die Zuwanderer siedeln, wird die Wüste grün, es entstehen fruchtbare Plantagen. In denen und in von den Zuwanderern gegründeten Betrieben finden auch viele, die schon länger in Palästina leben, Arbeit. Das dünn besiedelte Land belebt sich.

Aber ähnlich wie auch in Deutschland gibt es Palästinenser, die gar nicht glücklich darüber sind, dass ihnen Zuwanderer aufgezwungen wurden. Die fügen sich nicht in ihre Kultur, die Gläubige von Ungläubigen streng unterscheidet und Ungläubige als Dhimmis, als Menschen zweiter Klasse, behandelt.

Die Zuwanderer gründen deswegen einen eigenen Staat, obwohl das anfänglich keineswegs ihr Ziel war.

Jetzt schworen die, die angeblich schon länger in Palästina lebten, die Zuwanderer ins Meer zu werfen. Ihr Präsident erklärt unter dem Beifall des Europäischen Parlaments, dass die Zugewanderten die Brunnen der Einheimischen vergiften würden. Der deutsche Präsident verneigt sich vor dem Grab eines palästinensischen Führers, der Terrorakte gegen die Zugewanderten organisierte. Seine Untertanen eifern ihm nach. Sie erstechen Zugewanderte im Schlaf in ihren Häusern, fahren sie mit Autos über den Haufen, richten in Schulen der Zugewanderten Massaker an. Sie sprengen sich in Autobussen in die Luft, beschießen ihre Siedlungen.

Anstatt palästinensische Willkommenskultur einzufordern und von Dunkelpalästinensern und palästinensischem Pack zu reden, werfen Zeitungen und andere Medien in Europa und Amerika den Zugezogenen vor, sie wären Rassisten und Imperialisten. Der Terror, unter dem die Siedler leiden, hätte eine berechtigte Ursache, wäre nicht vergleichbar mit dem Terror, unter dem Europa leiden würde. Er sei selbst verschuldet.

Das mit dem ins Meer werfen klappte bisher nicht. Vielmehr bleiben die Zugewanderten in mehreren Kriegen siegreich. Selbst die Preisgabe eroberter Gebiete führt nicht zum Frieden. Im Gegenteil, das werden Operationsbasen für Terroristen. Ein erobertes Gebiet geben die Zuwanderer nur zum kleineren Teil zurück und nutzen den Rest selbst für Siedlungen. Das ginge nun gar nicht, sagen die, die angeblich schon länger dort lebten. Allerdings gehörte es zu keiner Zeit ihrem Volk oder gar ihrem Staat, den es bis heute nicht gibt. Abgesehen davon hatten die Zuwanderer die Palästinenser und die mit ihnen verbündeten Nachbarstaaten militärisch besiegt und der Nachbar, der vorher das umstrittene Gebiet besetzt hatte, hatte sich zurückgezogen. Er hatte früher nie erwogen, das Gebiet an Palästinenser  „zurück“zugeben.

Sehr weit hergeholt? Ich finde nicht.

Es geht noch weiter: Ähnlich wie die Araber ihre Kriege gegen Israel, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg verloren.

Was wäre, wenn die Deutschen (falls ich das Wort noch benutzen darf) sich, ähnlich wie die Palästinenser, nicht mit ihrer Niederlage abgefunden hätten, und seit Jahren Stettin beschießen würden?

Polen hat 1945 über 20% des Reichsgebietes besetzen dürfen, sogar Gebiete wie Stettin und das Ufer links der Oder, obwohl das im Potsdamer Vertrag gar nicht vorgesehen war. Aber das ist jetzt so und ich will daran nichts ändern. So ist das nun einmal, wenn man einen Krieg vom Zaun bricht und ihn dann auch noch verliert. Was mich aber stört, ist, dass für die Araber in Palästina andere Regeln gelten.

Link: „Mit dem Duden auf der Suche nach den Palästinensergebieten“ von Ulrich W. Sahm

Link: Das erfundene Volk“ von Y.K. Cherson

Grünen-Stasi: Liste aller Genderismus-Zweifler

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boellDie Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen erfasst alle, die Genderismus für eine Pseudowissenschaft halten. Agent*In heißt die Plattform, die, wie die ganze Stiftung vom Steuerzahler finanziert wird.

Es geht nicht um eine Diskussion mit genderkritischen Personen oder Institutionen. Es geht schlicht und einfach um eine Liste in der unseligen Tradition von Nazis und Kommunisten. Das passiert zu dem Zeitpunkt, als Ralf Fücks den Stiftungsvorsitz an die evangelische Theologin Ellen Ueberschär abgibt, die jetzt diese Denunziationsagentur mit ca. 180 anonymen Beiträgern (laut FAZ) zu verantworten hat.

Die Böll-Stiftung sammelt Namen von Personen und Organisationen, die von ihr als heteronormativ, ultrakatholisch, familistisch* und antigenderistisch gekennzeichnet werden. Z. B. Harald Martenstein: heteronormativ, Cicero-Journalist Alexander Kissler, ultrakatholisch. *wer die heterosexuelle Ehe und Familie mit Kind befürwortet.

Zu den drei „Redakteuren“ der Denunziationsagentur gehört die Gender-Aktivistin Elisabeth Tuider, die sich einen Namen gemacht hat mit einer Handreichung, in der sie 15Jährige anleitet, über Puffs für alle im Sexualkundeunterricht zu diskutieren und 12Jährige über Vaginalkugeln informiert werden. Sie fühlte sich damals wegen ihrer vielfältigen, von einer Vielzahl von Geschlechtern ausgehenden Sexualkunde diffamiert. Jetzt diffamiert sie alle, die den Genderwahn nicht mitmachen.

Links: AchGut und Unbesorgt.de

Was mir seit einiger Zeit auffällt: Journalist/-innen der linksgrünen Mainstreammedien lesen inzwischen die von Eiferern unter ihnen bekämpften und denunzierten regierungskritischen, liberalen, konservativen oder rechten Blogs und bedienen sich der Informationen. Dagegen ist nichts einzuwenden, im Gegenteil.

So schreibt heute Morgen in PNN/Tagesspiegel Kolumnist Bernd Matthies genau das , was ich gestern Abend auf AchGut und Unbesorgt.de gelesen habe.

Letztlich aber doch mutig für ein Blatt, das sich als Leitmedium für die Genderista sieht und eine Gender-Rubrik leistet. Dort wurde eine journalistische Spitzenleistung fabriziert: Die Ereignisse jener Silvesternächte in deutschen Städten wären dasselbe wie das, was heterosexuelle weiße Männer jedes Jahr auf dem Oktoberfest machten.

Die diensthabende Genderredakteurin hat sich in derselben Tagesspiegel-Ausgabe des menschengemachten Klimawandels angenommen (p 10). Die drei Prozent des von Menschen gemachten CO2-Ausstoßes wären schuld an Starkregen, Hitze, Hagel und Überschwemmung.

Siehe dagegen dazu hier und hier:

Eine deutliche Steigerung der Starkregenereignisse ist seit Mitte der achtziger Jahre nicht festzustellen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch das Landesumweltamt NRW bei einer Untersuchung von zahllosen Wetterstationen in NRW seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis heute.“ (aus: donnerwetter.de, 1. Link)

„Die bizarre Sehnsucht nach Klimawandel“ (aus: Spiegel Online, 2. Link)

Immerhin: Frau Bemmer schreibt nicht, dass der Penis weißer Männer am Klimawandel schuld wäre.

Am besten, man hält sich an die Gender-Papiere, die die Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht, dann entgeht man mit Sicherheit der grünen Denunziationsagentur: Profx Dr. Christine Bauhardt, Leiterin des Fachgebiets Gender und Globalisierung an der Humboldt- Universität zu Berlin wirft einen einschlägigen Blick auf das Treibhausklima, die vorindustrielle geringe Erwärmung und die globale Wassernutzung: „Männliches Pathos und weibliches Elend“.

Update 6.8.17: Die Denunziationsliste ist nicht mehr erreichbar. Aus der grünen-„nahen“ Stiftung ist zu hören, dass sie überarbeitet werden soll. Die Stiftungsleitung hat kalte Füße bekommen, da einige Eintragungen gegen Presserecht und Datenschutz verstoßen.

Zum Thema staatliche Parteienfinanzierung über Stiftungen

Das passt irgendwie:

Neben der Verteidigung des Genderwahns gehört auch die Sympathie für das sogenannte palästinensische Volk, das Opfer der jüdischen Unterdrücker, zum Aufgabengebiet der vom Steuerzahler unterhaltenen Grünen-Stiftung. Sie bieten hier z. B. Judenhassern im Libanon eine Plattform

boellstiftungpalästina
Gesehen auf Twitter; retweetet von Benjamin Weinthal

 

Israel sollte sich mäßigen

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HA-Schlagzeile
Die erste Schlagzeile stammte von der dpa. Sie wurde nachträglich geändert. Gefunden auf Twitter

Mit dem Zweiten sieht man besser: ZDF auf Twitter: Bei der Schießerei „starben auch zwei Polizisten.“

Spiegel Online: „Westjordanland: Zwei Palästinenser bei israelischer Militäraktion getötet“.

Sind die Siedler an allem schuld?

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Die Besessenheit mit der in Deutschland Kritik an Israel geübt wird, wird nicht nur in den araberfreundlichen Sendungen der ö.-r. Korrespondenten von ARD und ZDF deutlich. Die beliebteste Zielgruppe der hässlichen Juden sind die Siedler. Sie sind es, die den armen, unschuldigen, palästinensischen Arabern das meiste Leid zufügen.

Es gibt unbestritten Hardcore-Siedler, religiöse Fanatiker, denen, lebten sie hierzulande die Antifa die Autos anzünden würde, und die Zeit würde Hausbesuche empfehlen. Das ist gegenüber AfD-Politikern in Deutschland Praxis.

Aber ein wenig mehr Ausgewogenheit und Sachlichkeit würde z. B. dem Auswärtigen Amt und seinem Chef gut anstehen. Das AA schreibt auf seiner Webseite: „Israel versteht sich als demokratischer Staat.“ Wie viel Bosheit darin steckt, merkt man, wenn man statt Israel z.B. die Schweiz oder die Niederlande einsetzte.

Die Hamas überlässt der Bundesregierung den Bau von Kläranlagen und Abwassersystemen in Gaza. Anders als bei den israelischen Siedlungen, lässt man hier offen, vom Versagen der Hamas-Verwaltung zu sprechen.

In dem verlinkten Text setzt sich Nikoline Hansen mit der deutschen Fokussierung auf die israelischen Siedlungen als Haupthindernis einer Zweistaatenlösung auseinander.

Wie unrealistisch eine Zweistaatenlösung ist, weil von den palästinensischen Arabern nicht gewollt, steht u.a. hier.

Die weit verzweigte deutsche Israelhasser-Szene

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Wie gut vernetzt Antizionisten, Israelhasser und Antisemiten in Deutschland sind, sieht man exemplarisch an einem Beitrag von Clemens Heni aus dem Jahr 2010. Er beschreibt den Fall einer unwissenschaftlichen Dissertation von Dr. Tamar Amar-Dahl. Sie wurde in München promoviert. (Ihr erster Doktorvater hatte die Betreuung vorzeitig beendet. Das Promotionsstudium finanzierte die Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigte die „Wissenschaftlerin“ anschließend als Lehrbeauftragte.

Da kann man nur froh sein, dass in der ö.-r. Szene die Diberders, Buhrows, Reschkes und Schönenborns noch von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet werden.

(via Abseits vom Mainstream)

Dirk Maxeiner spricht auf AchGut.com von einer „deutschen Obsession“ beim Israel-Bashing. Er nennt als Beispiel die Anhörung des Bundestagsmenschenrechtssausschusses zu den Verfehlungen Israels. Eine Anhörung zu Menschenrechtsverletzungen in Russland, Iran oder China gäbe es nicht.

Zwar heißt es in der Einladung „Die menschenrechtliche Lage in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten“, aber wenn man den aktuellen 12. Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik (Länderteil C 2) liest, liegt der Schwerpunkt auf den Verfehlungen Israels. Wenn israelische Soldaten arabische Terroristen töten, die mit Messern 37 Israelis umgebracht haben, wird im deutschen Menschenrechtsbericht von 200 arabischen „Opfern“ gesprochen und von Israel Mäßigung verlangt.

Über die arabische Autonomiebehörde wird lobend berichtet, dass sie bei Unterzeichnung der internationalen Menschenrechtskonventionen am 2. April 2014 keine Vorbehalte eingelegt hätte. Die palästinensische Behörde hätte sogar Dialogforen für den Austausch über die Implementierung der Verträge und Inhalte von offiziellen Berichten mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Zivilgesellschaft etabliert.

Von einer Aufforderung an die in Gaza herrschende Hamas, die Todesstrafe abzuschaffen und die Morde der Hamas-Miliz zu ahnden, ist nichts zu lesen.

 

Leitfaden für linke Israelkritik

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Topaktuell ist der „Leitfaden für linke Israelkritik“ der taz, auf den ich vor fünf Jahren schon einmal hingewiesen hatte. (Doch, in der taz gibt es gelegentlich Lesenswertes.)

UNO-Propaganda gegen Israel

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Mit falschen Fotos machen die UNRWA und Journalisten Stimmung gegen Israel.

Die UNO und ihre Heuchelei: Israel-Boykott

Arte sieht israelischen Landraub

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Der Israelhass unseres zwangsgebührenfinanzierten Fernsehens ist leider Routine für die Medienschaffenden.

  • Will man kritische Interviews mit palästinensischen Funktionär/-innen sehen, muss man schon zu amerikanischen Sendern ausweichen. In Deutschland wird dagegen der israelische Botschafter zurechtgewiesen: „Die Fragen stelle ich hier!“ bellt der Deutschlandfunkmoderator. (Leider finde ich den Mitschnitt bei DLF nicht.)
  • Klaus Kleber vom ZDF ist begeistert von der „kreativen“ Programmierkunst palästinensischer Mädchen. Die haben nämlich ein Spiel geschrieben, bei dem auf Tischen Trennwände aufgestellt werden, wegen der allfälligen Geschlechtertrennung an öffentlichen Orten.
  • Wenn Hamas-Sympathisanten über das von Israel so gebeutelte und unterdrückte Gaza im TV-Morgenmagazin reden, bestätigt Moderatorin Hayali: „Ja, Gaza, Ghetto mit Meerblick“ anstatt kritische Rückfragen zu stellen, etwa warum der von Israel gelieferte Zement für die Befestigung unterirdischer Gänge und nicht für Wohnungsbau verwendet wird.
  • Das ZDF interviewt eine linksextreme Aktivistin, die behauptet, israelische Kinder würden zum Hass auf Palästinenser erzogen.
  • Wie der Mord eines „gebürtigen Dänen“ an einem Juden in der Tagesschau „verkauft“ wird.
  • Diesen Text von Henryk M. Broder hatte ich zwei Jahre auf meiner Festplatte „geparkt“, weil ich ihn zu drastisch formuliert fand. Das finde ich zwei Jahre später angesichts der Hamas-Sympathisant/-innen in Politik und Medien nicht mehr.
  • Kürzlich zeigte Arte „Der kleine Steinewerfer von Silwan“ – darin wird einfühlsam über arabische Kinder in Jerusalem berichtet, die ihre Nachbarschaft judenrein machen wollen.
  • Jetzt zeigte Arte eine Dokumentation über Siedler in der Westbank, die in das judenfeindliche Narrativ unserer öffentlich-rechtlichen Medien passt.

Ergänzend dazu ein Auszug aus einem Text von Axel Feuerherdt: Israel und die Siedlungen. Ein Hindernis für den Frieden?:

Das israelische Dilemma

Dass der Siedlungsbau ein grosses, wenn nicht sogar das grösste Friedenshindernis schlechthin im Nahen Osten darstellt, ist längst zu einer Art Mantra geworden, zu einer Selbstverständlichkeit, die keinerlei Begründung zu bedürfen scheint. Folgt man ihr, dann müsste Israel nur seine Exklaven, Aussenposten und Grenzorte abbauen und könnte fortan in trauter Harmonie mit seinen Nachbarn leben. Dass das nicht stimmt, hat sich spätestens 2005 gezeigt, als der damalige israelische Premierminister Ariel Sharon die israelischen Siedlungen im Gazastreifen auflösen liess und die Hamas daraufhin mit einem Raketenbeschuss begann, der bis heute nie dauerhaft zum Erliegen kam. Israel verschärfte schliesslich notgedrungen die Grenzkontrollen – und zog sich dafür den Vorwurf zu, das «grösste Freiluftgefängnis der Welt» errichtet zu haben.

Dass sich die Palästinenser mit einem Abzug der Siedler nicht zufrieden geben würden, war aber schon früher deutlich geworden. Im Jahr 2000 beispielsweise bot der israelische Premierminister Ehud Barak während der Verhandlungen von Camp David unter anderem an, zahlreiche Siedlungen zu räumen; zudem wollte er die nahe der «Grünen Linie» liegenden Siedlungsblöcke – in denen die grosse Mehrheit der Siedler lebt – ins israelische Staatsgebiet eingliedern und diese Massnahme durch einen territorialen Austausch mit den Palästinensern abgelten. Die palästinensische Seite unter Yassir Arafat lehnte diesen so grosszügigen wie praktikablen Vorschlag jedoch ab und blies stattdessen zur zweiten «Intifada» mit ihren zahllosen Selbstmordattentaten. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas wies im Jahr 2008 ein noch weiter gehendes Angebot des israelischen Premierministers Ehud Olmert ebenfalls zurück.

Es gäbe mehr zu sagen über die rechtliche und politische Situation der Westbank und Palästinas überhaupt. Jedenfalls taugt die Verkürzung auf israelischen Landraub nur für linke und rechte Hassprediger. Hier erst einmal ein Link zu einer weitestgehend unbekannten Facette der Pläne am Ende des Ersten Weltkriegs, der Zeit des Zusammenbruchs des Osmanischen Reiches, zu dem der Landstrich Palästina gehörte.

Siehe zur Rechtslage in der Westbank