Israel

Ahnungslos ausgewogen: Patrick Bahners, FAZ

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Jetzt, wo sogar die selten israelfreundliche Süddeutsche Zeitung den Umgang von Arte und WDR mit dem Antisemitismusfilm für unglücklich hält, wird es Zeit für eine Gegenbewegung. An der Spitze der Bewegung steht Patrick Bahners von der FAZ. Er sieht die Meinungsfreiheit gefährdet, wenn man nicht ausgewogen über Hamas und Abbas berichtet und Kritik an Israel weglässt.

So setzt er neue Akzente in der Kritik am Film:

Der Antisemit Abbas (Dissertation lesen, Herr Bahners!) werde mit NSDAP-Streicher verglichen, unausgewogener geht es kaum mehr.

Da übe ein arabischer Student Kritik an den in Gaza Herrschenden. Aber es gäbe im ganzen Film keine Kritik an den in Israel Herrschenden.

Über Israel werde berichtet, dass in den Krankenhäusern auch arabische Palästinenser behandelt würden.

Wie sähe Ausgewogenheit an diesem Punkt aus? Woher soll Herr Bahners auch wissen, dass die Oberschicht von Gaza, darunter die Familien der Hamas-Führer, sich in israelischen Krankenhäusern besser aufgehoben fühlen und dafür auch gerne Bakschisch für die Erlaubnisscheine der arabischen Verwaltung bezahlen.

Vielleicht meint Herr Bahners, dass neben die Aussage des arabischen Studenten die Erklärung eines Hamas-Sprechers über die bedingungslose Achtung von Menschen- und Bürgerrechten in Gaza hätte gezeigt werden müssen, als Zeichen ausgewogener Berichterstattung.

Ich empfand den Film schon als Beitrag zur ausgewogenen Berichterstattung über Nahost. Wo sonst in ARD/ZDF/Deutschlandfunk erfahren wir etwas über Luxushotels und Funktionärsvillen mit eigener Moschee in Gaza? Wo sehen wir eine kritische Berichterstattung über Homophobie im arabischen Palästina, über die Verfolgung kritischer arabischer Journalist*innen und das Zusammenschlagen von Demonstranten durch Hamas-Miliz. Dass seit zehn Jahren  nicht mehr gewählt wird? Petitesse angesichts der israelischen Apartheidspolitik.

Ich würde mir auch einmal eine ausgewogene Berichterstattung wünschen angesichts der ständigen Wiederholung der Rede vom palästinensischen Volk: Seit wann gibt es das? Wem nahmen die Juden 1947 das Land weg? Dem damals existierenden palästinensischen Volk? Wem gehört die Westbank? Wieso spricht ein ö.-r. Reporter von Christen, Arabern und „jüdischen Siedlern“ in Jerusalem? Fände ich die Unterstützung von Patrick Bahners, wenn ich Ausgewogenheit forderte, also eine „Gegen“-Darstellung, dass Jerusalem immer in der Geschichte eine jüdische Stadt war, in der auch Araber und Christen leben, aber keine „jüdischen Siedler“, also Besatzer?

Der FAZ-Journalist sieht die Israel-Lobby am Werk. So bedauert er, dass es Proteste und  Verbotsdrohungen gegen Veranstaltungen wie die Frankfurter Tagung zu 50 Jahren israelischer Besatzungspolitik gekommen ist. Er zählt andere Veranstaltungen auf, die die Israel-Lobby verhindert hätte. Was Bahners unterschlägt: Da tummelte sich in Frankfurt sich alles, was in der antizionistischen, antiimperialistischen, antirassistischen, antikapitalistischen und israelhassenden Szene Rang und Namen hat: Brigitte Groth, Linkspartei, die zu Beginn des Films auf dem evangelischen Kirchentag ein Statement dazu abgeben darf, dass die Israelis mit ihrem Abwasser das Mittelmeer vergiften würden. Oder Prof. Dr. Norman Paech, Linkspartei, dessen Homepage vermuten lässt, dass der Professor außer Hass auf Israel nichts anderes mehr kennt. Oder Inge Günther, „Journalistin“ für Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung, man könnte auch sagen Hamas-Propagandistin. Der Veranstalter – KOPI – wirbt auf seiner Webseite für die Hamas-NGO BDS, die weltweit israelische Waren boykottiert, mit einer „Kaufhauspolizei“ Händler einschüchtert, Künstler am Auftritt in Israel hindert und Israel insgesamt delegitimiert.

Siehe im Blog auch hier!

Den Bahners-Text „Die Angst vor dem A-Wort“, 23.6.17, hat die FAZ bisher nicht online gestellt, dafür aber Texte von Michael Hanfeld und Jörg Altwegg, die sich positiv von diesem unterscheiden.

Breaking the Silence (2)

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Wie die israelische NGO Breaking the Silence (BtS) weltweit den Hass auf Israel fördert, berichtet der israelische Jurist und Publizist Ben-Dror Yemini.

Ein muslimischer Armee-Veteran: „Es ist falsch und beschämend, wenn Juden Lügen über Israel verbreiten.“

 

Gute Nachrichten:

  • Schweiz finanziert keine anti-israelischen Organisationen
  • Dänemark ordnet Einfrieren der Mittel für problematische NGO an

Und Deutschland?

bild.de zeigt, was Arte verhindert

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Der Film von Hafner und Schröder, selbst wenn er der handwerklich schlechteste aller Zeiten wäre, bringt das über Jahre aufgebaute Lügengebäude der meisten Medien über die wirklichen Ursachen des europäischen Hasses auf Israel und die Ursachen des ungelösten Konflikts zwischen Arabern und Juden jedenfalls mühelos zum Einsturz: Diese Ursache ist der neue, alte, ewige, unveränderliche Antisemitismus in Europa, der den neuen, alten, ewigen, unveränderlichen Antisemitismus in der islamischen Welt nur zu gern füttert.

Update: Den Film „Auserwählt und Ausgegrenzt. Antisemitismus in Europa“ gibt es auf Youtube!

 

Jetzt konnte man für ein paar Stunden auf bild.de sehen, warum Herr Diberder den Film nicht zeigen wollte.

Der Antisemitismus-Film beginnt mit der Abbas-Rede über die israelischen Brunnenvergifter im EU-Parlament, die Kanzlerkandidat Schulz für inspirierend hielt.

Er zeigt (in Berlin), dass junge und alte Rechts- und Linksetremisten, Marxisten, Palästinenser*innen, Antiimperialisten, Antirassisten gemeinsam an die jüdische Weltverschwörung glauben.

Die Filmemacher handeln konsequent, wenn sie nach Nahost gehen. Wie kann man Antisemitismus in Europa von der Geschichte und Gegenwart Palästinas trennen? Millionen arabischer Einwanderer bringen ihren Judenhass mit. Deutsche Gutmenschen solidarisieren sich mit den armen, unterdrückten Arabern in Palästina.

Der Antisemitismus der Nazis ist von gestern.

Ca. 1.000 NGOs sitzen laut Spiegel in Ramallah, ca. 400 in Israel. Sie erhalten ca. 100 Millionen € aus Europa, von Regierungen, von der EU, von Brot für die Welt und Pax Christi, und arbeiten in Nahost und Europa gegen Israel. Außenminister Gabriel hat sich unbedingt mit Vertretern einer der schlimmsten Aktivist*innen-Gruppe, B’Tselem, treffen müssen.

Alles in allem: Wer es wissen will, weiß schon alles, was hier gezeigt wird. Nur für unsere Medienelite bei Arte, ARD und ZDF scheint das alles neu zu sein.

Nur wer sein Israelbild von den Todenhöfers, Hayalis, den Jakob Augsteins, den Antisemit*innen in der Linkspartei, der taz, der Israel-Korrespondentin des ZDF und dem Israel-Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks bezieht, dürfte überrascht sein.

Dass Juden Frankreich verlassen, wird verständlich, wenn man die Hassgesänge der arabischen Rapper hört. Von den Morden an französischen Juden, von den Überfällen auf sie, den brenenden Synagogen ganz zu schweigen.

Der Film sticht in ein Wespennest. Das sollte verhindert werden.

Wer sich ein halbes Jahr nach Abnahme des Films durch die federführende WDR-Redakteurin, die einmal in leitender Position in Straßburg gearbeitet hat, ethische Grundsätze von Arte verletzt sieht, Qualitätsmaßstäbe des WDR vermisst und handwerkliche Fehler festzustellen glaubt, ist unglaubwürdig.

„Der Film von Hafner und Schröder, selbst wenn er der handwerklich schlechteste aller Zeiten wäre, bringt das über Jahre aufgebaute Lügengebäude der meisten Medien über die wirklichen Ursachen des europäischen Hasses auf Israel und die Ursachen des ungelösten Konflikts zwischen Arabern und Juden jedenfalls mühelos zum Einsturz: Diese Ursache ist der neue, alte, ewige, unveränderliche Antisemitismus in Europa, der den neuen, alten, ewigen, unveränderlichen Antisemitismus in der islamischen Welt nur zu gern füttert.“ Roger Letsch, Unbesorgt.de

„Dieses Vorgehen ( = den Film nicht zeigen, dann doch zeigen unter dem Blickwinkel, was alles handwerklich schlecht ist) müsste … zu einem Aufstand all jener führen, denen etwas an kritischen Medien liegt, vom Deutschen Journalisten-Verband über die IG Medien und diverse Vereinigungen freier Journalisten bis in die Medienredaktionen insbesondere in den öffentlich-rechtlichen Programmen. Doch von den Hütern des Journalismus hört man wenig und in Redaktionen von „Zapp“ bis Deutschlandfunk wurde bereits auf Angriffsmodus umgeschaltet – gegen die freien Kollegen Sophie Hafner und Joachim Schroeder, gegen BILD, für die eigenen Chefs.“ Salonkolumnisten

Die Grünen und ihre unklare Haltung zum Israelboykott von BDS

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Der Grünen-Politiker Omid Nouripour bestreitet zwar, dass seine Partei den Kampf der arabischen Boykottbewegung BDS gegen Israel unterstützt, aber ihre kleine Anfrage an die Bundesregierung 2013 zu diesem Thema ist wohl eindeutig.

Es gab mehrere Protestbriefe (auch hier) gegen die Haltung der grünen Bundestagsfraktion. Besonders enttäuschend fand ich, dass Marie-Luise Beck diese Anfrage unterschrieben hatte.

Die grüne Bundestagsfraktion ist zwar gegen die Todesstrafe in den USA, sie hat aber m. W. nie gegen die Verhängung der Todesstrafe im arabischen Palästina protestiert, nie gegen die Einschränkung der Pressefreiheit, gegen die Hasspropaganda in den Medien, gegen die Folter der Sicherheitskräfte, gegen die Aussetzung von Wahlen durch Herrn Abbas.

Eines aber weiß Spitzenkandidatin Göring-Eckardt genau: „Konservative sind Arschlöcher.“

Zur Vorgeschichte des Sechs-Tage-Krieges

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teil 1)Im 50. Jahr nach dem Sechs-Tage-Krieg häufen sich natürlich die Berichte und Dokumentationen. Der Tenor dabei entspricht dem seit Jahren gewachsenen Antisemitismus und der gewachsenen Israelfeindschaft in Deutschland und Europa: der Aggressor war schon damals Israel, allenfalls gibt es auf beiden Seiten Terroristen (FAZ).

Da kann genaueres Hinschauen nicht schaden: Matthias Küntzel auf Teil 1  Teil 2  Teil 3

Woher kommt der Israelhass in ARD und ZDF?

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Gelegentlich habe ich Beispiele für die nahezu obsessive Beschäftigung mit den bösen Juden in Palästina im ö.-r. TV erwähnt. Nun hat Gerd Buurmann in seinem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ zusammengestellt, was sich das zwangsgebührenfinanzierte TV leistet.

Nachtrag: Siehe im Blog auch hier!

SPD-Politiker und Israel

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Gemeinhin weiß man die schärfsten Israelkritiker/-innen und Antisemit/-innen bei der extremen Linken und Rechten. Es irritiert mich, dass auch SPD-Politiker Israel als den Hauptstörenfried in Nahost ansehen und sich in Wort und Tat entsprechend verhalten.

Der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, immer noch ein bisschen Außenminister, legt zum ersten Mal für einen deutschen Politiker am Grab von Jassir Arafat einen Kranz nieder. Dem Arafat, unter dessen Ägide die Palästinenser begannen, die deutschen RAF-Terroristen militärisch auszubilden, Flugzeuge zu entführen und in München israelische Sportler ermordeten. Erst kürzlich hatte sich Steinmeier positiv zur neuesten antiisraelischen Entschließung des UN-Sicherheitsrates geäußert. (Siehe auch im Blog Unbesorgt.de)

SPD-Vorsitzender Martin Schulz applaudiert dem PLO-Chef Abbas stehend im Europaparlament für eine „inspirierende Rede“ und wirft mit falschen Zahlen den Israelis in deren Parlament vor, den Arabern auf der Westbank das Wasser zu verknappen. Sigmar Gabriel nennt Abbas seinen Freund und trifft sich mit Breaking the Silence, die Fake-News über Kriegsverbrechen der israelischen Armee verbreiten. Dass er neben den Juden die Sozialdemokraten als zweite wichtige Opfergruppe im Holocaust sieht, wie soll man da reagiern? Schreien, weinen, mit dem Zeigefinger an die Stirn tippen?

Eher am Rande, da m. E. noch nicht explizit antiisraelisch aufgetreten, seien genannt die muslimischen Lobbyistinnen Ministerin Ayhan Özoguz und die Berliner Staatssekretärin und Scharia-Befürworterin Sawsan Chebli.

Dies hier ist sicher ein Albtraum für Frau Chebli:

(Video via philosophia perennis)

Anna Prizkau in der FAZ am 30.5.17 zu den vielen „Versehen“ der SPD im Umgang mit Juden und Israel.

Gabriels Eiertanz

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Als unser neuer Außenminister im Iran war, war nicht davon die Rede, dass er sich mit Menschenrechtsgruppen aus der iranischen Zivilgesellschaft getroffen hätte. Mit den regierenden Mullahs wollte er aber Menschenrechte erörtern und holte sich eine Abfuhr.

Anders in Israel. Da will er nicht mit der Regierung über angebliche Menschenrechtsverletzungen reden. Er besteht darauf, mit zwei linksextremistischen NGOs zu reden. Und tut es auch. Nun ist bekannt, dass Israel, anders als die palästinensische Autonomiebehörde, der Iran oder Saudi-Arabien ein demokratischer Rechtsstaat ist. Es gibt, anders als in Ramallah, eine Opposition, es gibt Pressefreiheit, es gibt eine ausgeprägte Debattenkultur, auch israel-feindliche israelische NGOs kommen im TV zu Wort. Ausgerechnet in Israel besteht Gabriel aber darauf und lehnt es ab, so ist zu hören, mit anderen, nicht antiisraelischen Menschenrechtsgruppen zu reden.

Es wäre üblich, so unser Außenminister, bei Staatsbesuchen mit regierungskritischen Vertretern der Zivilgesellschaft zu reden. Dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn, wie es Christian Soeder auf Salonkolumnisten.de ironisch vorschlägt, demnächst US-Außenminister Tillerson bei der „jungen Nichtregierungsorganisation“ Pegida und der Hamburger Antifa vorbeischaut.

Mir ist kein Fall bekannt, bei dem deutsche Politiker im arabischen Palästina bei Gelegenheit eines Staatsbesuchs mit Vertreter*innen von Menschenrechtsgruppen geredet hätten. So weit die nicht gleich von der Hamas erschossen worden sind, residieren sie vorsichtshalber im israelischen Tel Aviv. Gabriel war jetzt auch in Ramallah, der Hauptstadt der palästinensischen Araber. Dass er dort mit Regierungskritikern geredet hätte, davon war nichts zu lesen. Das hätte Abbas auch wohl nicht erlaubt.

Man muss wissen,  wer diese Aktivist*innen sind. Sie werden von europäischen Staaten und der EU bezahlt. Einige kooperieren mit Hamas. BDS-Aktivisten boykottieren nicht nur Waren aus israelischer Produktion auf der Westbank, wie das hierzulande meist berichtet wird, sondern alle israelischen Produkte. Zusammen mit Hamas werben sie für die Auslöschung Israels. Über die umstrittene „Breaking the Silence“-Gruppe (BtS), mit der sich der Bundesaußenminister getroffen hat, siehe hier im Blog! Zusammen mit B’Tselem ist es die extremste und umstrittenste israelische NGO. Die Boykottbewegung BDS ist eine Hamas-Gründung, in der auch Juden mitarbeiten.

Deutsche Sympathisanten von BtS sind u. a. die Linken Paech und Groth, der „Israelexperte“ Grass und Norbert Blüm.

Gabriel macht sich damit in Deutschland bei den Linken und den Parteilinken beliebt. Innenpolitisch ist das ein geschickter Schachzug.

Wenn er gleichzeitig Deutschlands historische Verpflichtung gegenüber Israel beschwört, Abbas seinen Freund nennt und die Israel delegitimierenden NGOs besucht, mag er zwar ein mit allen Wassern gewaschener „Hund“ sein, wie man in Bayern sagt, aber ein ernstzunehmender seriöser Politiker ist er in meinen Augen nicht.

Jan-Philipp Hein schreibt auf salonkolumnisten.de: „Um den Eklat des Jahres zu verstehen, genügen eine Landkarte und ein Geschichtsbuch. Die Landkarte zeigt, dass der knapp 8,5 Millionen Einwohner zählende Staat Israel an seiner schmalsten Stelle rund 15 Kilometer misst. Aus dem Geschichtsbuch geht hervor, dass das Verhältnis zu seiner insgesamt hunderte Millionen Menschen zählenden Nachbarschaft seit der Staatsgründung im Jahr 1948 durch Gewalt und Terror geprägt ist.

Noch in der Gründungsnacht erklärten Syrien, der Irak, Libanon, Ägypten, Saudi-Arabien und Transjordanien dem jüdischen Staat den Krieg. Es folgten der Sechs-Tage-Krieg (1967), der Jom-Kippur-Krieg (1973) und die Libanonkriege von 1982 und 2006, dazu kamen noch die verschiedenen „Intifadas“. Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland, deren Existenz nie bedroht war und deren Bundeswehr niemals Rückgrat der Gesellschaft sein musste, ist die IDF (Israel Defense Force) die Überlebensgarantie Israels. Macht man sich das klar, versteht man besser, warum Premierminister Benjamin Netanjahu ein Treffen mit Außenminister Sigmar Gabriel absagte…“

Links:

Herr Gabriel, reden Sie mit Ihrem Freund, dem Holocaustleugner Abbas doch einmal über dessen Umgang mit kritischen palästinensischen Autoren!

Gabriels Presseprecher kritisiert Israel wegen seines Umgangs mit NGOs.

Die Parteilichkeit der öff.-rechtl. Medien

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Christoph Lövenich, Redakteur bei Novo. Argumente für den Fortschritt, zeigt an Beispielen aus den Themenbereichen Ernährung, Energie, Verkehr und Wölfe, wie einseitig TV-Redakteure und -Reporter Sachverhalte darstellen und damit ihre Weltsicht verbreiten.

Der WDR zeigte den Beitrag „Strahlendes Erbe, teuer bezahlt – Wie Atomkonzerne den Staat schröpfen“. Sachverständige sind ein MdB der Grünen, ein Greenpeace-Atomexperte, der grüne Präsident des Bundesamts für Strahlenschutzes und die Energiewende-Befürworterin Professorin Claudia Kemfert.

Dass die Subventionierung der Kernenergie preisgünstiger war als die Subventionen der erneuerbaren Energien, die in die Taschen von Herstellerfirmen, Hauseigentümern (Solarpanels) und Grundbesitzern (Windräder) fließen, wird nicht erörtert.

Die WDR-Verbrauchersendung „Markt“ propagiert: „Alle Autos raus aus der Stadt!“. Expertin ist die Grüne Lerke Tyra vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), hauptberuflich Referentin im NRW-Umweltministerium. Hauptargument sind die Emissionen. Ob Umweltzonen wirklich nützen und der Feinstaub durch Verbot von Dieselautos abnimmt, wird nicht erörtert.

Dann geht es noch um die „mächtige“ Milchwirtschaft, vegane Ernährung und um Wölfe. 3Sat widmet sich der zunehmenden Ansiedlung der Wölfe in Mitteleuropa: Der Mensch habe sich mit dem Wolfsbefall „abzufinden“ und „zu arrangieren“. Ein Sozialpsychologe sagt, es wäre „Zeichen einer gewissen höheren Intelligenz, Wölfe zu behalten“.

Die genannten Sendungen stehen für Lövenich exemplarisch für die Berechenbarkeit des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks, bei einer Vielzahl von Themen überwiegend aus einem einseitigen Blickwinkel Stimmungen zu machen. „Sie reflektieren und verbreiten die Anschauungen und Vorurteile der Kreise, in denen die Journalisten privat und beruflich sozialisiert worden sind. Öko-Denken, Gutmenschentum, politische Korrektheit, Regulierungswahn oder auch Ernährungsobsessionen gehören dort zum guten Ton.“ (Lövenich)

Während die Medienmenschen ständig auf die postfaktischen, Fake-News-produzierenden Rechten zeigen, sich dafür gegenseitig loben und mit Preisen beschenken, pfeifen sie auf eine ausgewogene, auf Fakten beruhenden Berichterstattung.

Sie sehen sich als die „Unbelangbaren“, die über die Produktionsmittel verfügen, mit denen man die öffentliche Meinung beeinflusst. An ihnen kommt keiner vorbei.

Daher der Hass – anders kann ich das nicht mehr nennen -, mit dem gegen konservative Blogs wie die von Roland Tichy und Henryk M. Broder angeschrieben wird. Man hat Angst, die Deutungshoheit über die Politik zu verlieren.

Buchcover; Die Unbelangbaren

Weitere Lügen, Zeitungsenten, postfaktische Nachrichten:

  • Die beiden ZDF/ARD-Nahost-Korrespondenten und die gemeinsame MOMA-Sendung (Dunja Hayali) sind anti-israelisch.
  • Der WDR gräbt einen britischen Film über den niederländischen Politiker Geert Wilders aus, verweist auf seine jüdische Großmutter, seine jüdische Frau und einen einjährigen Aufenthalt in einem Kibbuz. Es werden Rechtsextremisten und Muslime als Kronzeugen gegen den Philosemiten Wilders interviewt, darunter ein homophober Scheich. Die Terroranschläge von Paris, Brüssel, Nizza, Berlin kommen in dem acht Jahre alten Film nicht vor. (Quelle) Nachtrag: Der WDR sieht keinen Grund, den Film zu beanstanden. Er stellt aber einen um vier Minuten gekürzten Beitrag in die Mediathek.

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  •  Im mdr sah ich eine Sendung über Häftlingsarbeit in DDR-Gefängnissen. Die SED verkaufte von Häftlingen hergestellte Produkte an westdeutsche Firmen wie Ikea, Salamander und Quelle. Während der 45-Minuten-Dokumentarsendung wurden alle paar Minuten in Black-und-Decker-Manier die Namen der Westkonzerne eingeblendet. Die Botschaft: Schuld an der Ausbeutung der Häftlinge haben vor allem die Kapitalisten
  • Christof Scheid vom ARD-Hauptstadtstudio: „80% der Arbeitnehmer schlafen schlecht.“ Der Journalist beruft sich auf den Gesundheitsreport der DAK. Dort ist von 9,4% die Rede. (Quelle)
  • Aus Angst vor der Phalanx der deutschen Putin-Trolle in Politik und den sog. sozialen Medien wird die Berichterstattung über den Ukrainekrieg in der Tagesschau frisiert.
  • Die Oktoberfestlüge, zuerst im Berliner Regionalblatt Tagesspiegel
  • Die Hitler-Tagebücher im Stern
  • Die Süddeutsche Zeitung behauptet, Tausende Israelis wären vor Netanjahus Politik nach Deutschland geflohen
  • Der WDR-Wirtschaftsjournalist Beckmann wollte im April 2016 errechnet haben, dass 2030 50% der Rentner in Armut leben würden. (Der WDR gehört einem Rechercheverbund für investigativen Journalismus an!). Seine „Rechnung“ lief stundenlang durch alle Medien; auch Ministerin Nahles, die es besser wissen musste, hat es stehen lassen und sofort Vorschläge zur Verhinderung der prognostizierten Altersarmut angekündigt. Der WDR schob nach: Seine Projektion erhöbe nicht den Anspruch, eine wissenschaftliche Studie zu sein. Aber der (linke; GS) Wirtschaftswissenschaftler Hickel hätte sie für plausibel gehalten
  • Die Tagesschau übersetzt ein Statement der neuen UN-Botschafterin Nikki Haley irreführend. Frau Haley kritisiert den UN-Sicherheitsrat dafür, dass er sich ständig einseitig mit Israel befasse und zählt auf, was den UN-Sicherheitsrat in Nahost alles nicht interessieren würde. NDR-Mitarbeiter Georg Schwarte übersetzt so: Frau Haley kritisiere, dass sich der Sicherheitsrat ständig mit dem Friedensprozess in Nahost beschäftige, als ob es keine anderen Probleme in der Welt gäbe. (Quelle)
  • Nachtrag: Das passt auch hierher: Ein zufällig(?) anwesender Redakteur des mdr gestaltete einen TV-Beitrag so, dass die Störer einer Veranstaltung gar nicht ins Bild kamen, die Geschädigten, die AfD, aber als Störenfriede dastanden. Der Blogger, der das aufdeckte, erhielt vom mdr eine gebührenbewehrte Unterlassungsaufforderung, der er aber erfolgreich widersprach (via Science Files)
  • Nachtrag: Die Sprachregelungen bei Attentaten sind auffällig: Was ist gemeint, wenn es heißt „Deutscher sticht Schweizer nieder“?
  • Nachtrag: Der Hessische Rundfunk stellt Leugnung des Holocaust und Leugnung des menschengemachten Klimawandels auf eine Stufe und bezeichnet einen Berater des US-Präsidenten Trump als Antisemiten. Hier die Entschuldigung für diese „journalistischen Fehler“
  • Nachtrag: Die notorisch israelfeindliche ARD-Mitarbeiterin  liefert in der Tagesschau wieder einen Beitrag. Das ZDF steht dem nicht nach.
  • Nachtrag: Die Tagesschau lässt offen, wer die Schläger bei einer Pro-Trump-Demo in den USA waren. Dazu benutzt sie ein Foto, auf dem nur der blutende Kopf eines Mannes zu sehen ist. Das komplette Foto zeigt, dass der Verprügelte ein Pro-Trump-T-shirt trägt.

Was mich beunruhigt: Wie sehr Antisemitismus nicht nur rechts- und linksaußen verbreitet ist, sondern auch in den Mainstreammedien: bei WDR, dpa, SZ, Spiegel-Augstein. (Nachtrag: Arte und WDR verweigern die Ausstrahlung eines Films über Antisemitismus in Europa.)