Informationskompetenz

Wie die Deutsche Welle Israel delegitimiert

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ARD-InformationspolitikDie Deutsche Welle (DW) ist der staatliche deutsche Auslandsrundfunk und gleichzeitig Mitglied der öffentlich-rechtlich, also nicht-staatlich organisierten ARD. Auf Grund seiner rechtlichen Konstruktion (siehe Wikipedia; Stand 24.12.17) ist er, anders als die ARD zumindest staatsnah. Im Aufsichtsrat sitzen Mitglieder von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat.

Wer jetzt meint, daraus ergäbe sich eine besondere Sorgfaltspflicht in der Berichterstattung über Israel, wenn nicht gar ein Verzicht auf Israel-Bashing, sieht sich getäuscht. Die pro-palästinensische Haltung des Auswärtigen Amtes spiegelt sich im Programm der DW.

Haolam hat das an einem Beispiel analysiert und vergisst auch die Reaktion der Unbelangbaren der DW nicht.

Siehe auch Manfred Gerstenfeld über die israelfeindliche ARD!

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Gaza ganz unvoreingenommen

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hamas karikatur
Quelle: heplev.wordpress.com

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen veranstaltet u. a. Reisen für Journalisten. Diese müssen sich nur mit einem geringen Betrag an den Reisekosten beteiligen.

Christian Böhme von PNN/Tagesspiegel fuhr mit nach Gaza. Heraus kam eine beeindruckende Reportage. Ganz anders, als der Einheitsbrei von Todenhöfer/Hayali/ Augstein und Augstein/Kleber/Rosch/arte.

Böhme erwähnt Israel eher am Rande. Für die Gaza-Einwohner bestimmen Korruption und Unfähigkeit der Hamas-Führung, die ständigen, z. T. blutigen Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas den Alltag, deren Unfähigkeit, etwas gegen Armut und Arbeitslosigkeit vorzugehen. Das rigide Grenzmanagement von Ägyptern und Israelis wird verständlich. Aber es wird auch erwähnt, dass Israel täglich Dutzende LKWs mit Medikamenten und Lebensmitteln schickt.

Ich hätte es dem Tagesspiegel nicht zugetraut, das ins Blatt zu rücken. Die Zeitung, von der mein Schwiegervater in Zeiten des Kalten Krieges und des geteilten Berlin sagte, sie sei die einzig lesbare, weil liberale Berliner Zeitung, ist nach links gerückt: Bei manchen Mitarbeitern prägt das persönliche Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus die journalistische Arbeit, Karikaturist Stuttmann zeichnet Trump als LKW-Fahrer wie den Mörder Amis Amri und Panzer der Bundeswehr an der russischen Grenze. Ein Mitarbeiter bedankt sich bei den Antifa-Schlägern für ihren Einsatz gegen Rechts, ein anderer entwickelt die Wahnvorstellung, Rechte hätten ihn überfallen.   

Ein erfrischend realistisches Bild vom Gaza-Streifen. Weiter so!

Was das Bild vervollständigen könnte: Menschen, die aus Gaza fliehen, z. B. Homosexuelle, die in Israel Schutz suchen, die Villen und Privatmoscheen der Oberschicht, die Millionäre, die Verfolgung der Christen, das martialische Auftreten der diversen Milizen, die öffentlichen Hinrichtungen.

Was machen eigentlich die deutschen Nahost-Korrespondent/-innen den ganzen Tag? Liegen sie in Tel Aviv am Hilton-Strand, trinken anschließend auf dem Dizengoff einen Latte macchiato und informieren sich am frühen Abend bei Arte und dem WDR über die Situation in Gaza?

Ohne Link: Christian Böhme, Im Misstrauen vereint, Tagesspiegel v. 15.12.16, p3

Siehe auch: Markus Lanz im ZDF über die schlimmen Juden

ZDF-Heute: Jerusalem grenzt an Israel

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ARD-Informationspolitik

Wenn man glaubt, mehr Israel-Bashing ginge in deutschen Qualitätsmedien nicht mehr, setzt die ZDF-Heute-Redaktion noch eins drauf:

Israel grenzt an Jerusalem, erklärt Petra Gerster.

Da sieht man wieder die jüdischen Imperialisten. Sie besetzen das außerhalb ihres Territoriums liegende Jerusalem und lagern sogar ihre Hauptstadt dahin aus.

Siehe Alexander Wendt in Publico!

Die Tagesschau-Journalisten sind fast punktgleich: Für sie beginnt die Geschichte Jerusalems 1967.

Wenn man diese beiden Texte hier gelesen hat: Das historische jüdische Ostjerusalem und Der muslimische Anspruch auf Jerusalem wird klar: Die arabischen Märchenerzähler und ihre Fellow-Traveller in den deutschen Qualitätsmedien haben ganze Arbeit geleistet.

Update: Wo die Tagesschau dagegen besonders gründlich berichtet.

Der Rechtsexperte Christoph Kehlbach der ARD erläutert: Im Strafrechts-Kommentar des ehemaligen Bundesrichters Thomas Fischer heißt es dazu: „Die Gruppe muss Teil der inländischen Bevölkerung sein. (…) Durch Beschimpfung fremder Staaten sind weder deren in Deutschland lebenden (sic; GS) Staatsangehörige angegriffen, noch Teile der deutschen Bevölkerung, die sich dem anderen Staat besonders verbunden fühlen.“

Wer sich also durch das Verbrennen einer Flagge (nur) gegen den Staat Israel wendet, aber nicht gegen „die Juden“ in Deutschland, der begeht keine Volksverhetzung.

Danke, Tagesschau!

Tagesschau weltweit führend in Trump-kritischer Berichterstattung

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ARD-Informationspolitik

Die Harvard-Universität in Boston  hat die Berichterstattung über die ersten 100 Tage Des US-Präsidenten Donald Trump untersucht. In der ARD-Tagesschau sollen 98% aller Nachrichten über Trump negativ gewesen sein. CNN kam auf CNN 93%, die New York Times auf 87%.

Die ARD-Oberen haben sofort protestiert und sagen, die Studie wäre fehlerhaft. Es seien auch Berichte negativ für die ARD gewertet worden, in denen man sachlich und neutral über negative Stellungnahmen anderer berichtet habe. (nach Meedia v. 23.517)

antitrumpNachtrag 6.12.17: In der Tagesschau-Hauptsendung um 20.15 Uhr wurde das Stereotyp von den einflußreichen jüdischen Geschäftsleuten, die Trumps Wahlkampf finanziert hätten, genannt. Das hatte dpa schon am Jahresanfang verbreitet und fast alle Mainstreammedien übernahmen es.

Im Bericht über Trumps Entscheidung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, stellte der Sprecher einen Zusammenhang her zwischen der Unterstützung amerikanischer Juden für Trump bei der Präsidentenwahl und der Verlegung der Botschaft nach Jerusalem.

Collin McMahon schreibt über das Entsetzen der Tagesschau-Journalist/-innen über die Vorstellung, die US-Botschaft ginge nach Jerusalem.

Der Jurist Alan Dershowitz beschreibt, wie Präsident Obama die jüdischen Stätten in Jerusalem den Arabern zuerkannte, ohne dass es zu irgendwelchen Verhandlungen gekommen wäre. Die Araber erhielten etwas, ohne selbst Konzessionen machen zu müssen. Kein Wunder, dass sie seit 70 Jahren keine Kompromisse eingehen. Der Westen kommt ihnen ja entgegen. (Leider noch nicht auf Deutsch bei Gatestone. Aber es gibt Übersetzungsprograme.)

Wie das ZDF beim Familiennachzug Umfragen manipuliert

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ARD-Informationspolitik

Als ob es nicht reichte, dass Frau Slomka parteiisch moderiert (um es zurückhaltend zu sagen.) Sie manipulieren im ZDF auch Umfrageergebnisse. Es ist nicht das erste Mal, dass sie Umfrageergebnisse „bearbeiten“.

Fake History

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ARD-Informationspolitik

Da beklagt man sich über schwindende Geschichtskenntnisse der Jugend. Manche Ältere sind schlimmer: Sie erfinden Geschichte.

Alexander Wendt zeigt dies in seinem neuen Blog Politico am Beispiel von Sabine Rau (Tagesschau), Dunja Hayali (Moma) und anderen.

S. Rau zum Ersten Weltkrieg: Deutschland, das den Nachbarn überfallen und diesen Krieg angezettelt hatte… Das ist Geschichte in leichter Sprache.

Dunja Hayali: „Mutige DDR Bürger haben am 9.11.1989 Wehrmacht zurückgedrängt.“

Frau Hayali ist ganz fortschrittlich: Sie lässt Kritiker in ihr Mikrofon sprechen und bedankt sich.

Islamfeindschaft ist strafbar

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stuerzenberger

So berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Das erwähnte Foto ist dieses:

Mufti und Nazi

Hier ein alternativer Bericht

Der Mufti von Jerusalem ließ Juden in Jerusalem schon ermorden, als es noch keinen Staat Israel und keine Siedler in angeblich illegal besetzten Gebieten gab.

Anmerkung zu Armut und Armutsstatistik (2)

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Solche Anmerkungen gibt es im Blog öfter. Auf einen bisher vernachlässigten Aspekt in den beliebten Untersuchungen zu wachender Armut in Deutschland geht eine Untersuchung ein, die von der FAZ zitiert wird. Die in den meist alarmistischen Studien zugrunde gelegten unteren 40% der Einkommensbezieher sind keine unveränderliche, statische Größe, sondern setzen sich immer wieder anders zusammen.

Wenn z. B. der Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) herausgefunden haben will, dass zwischen 1995 und 2015 der Reallohn dieser Gruppe gesunken wäre, so sagt Judith Niehues vom Institut der Deutschen Wirtschaft, das als arbeitgebernah gilt, dass in diesem Zeitraum Arbeitslosengeldbezieher in Beschäftigung gekommen seien und Arbeitslohn bezögen. Sie waren vorher in der Lohnstatistik überhaupt nicht erfasst. Wer Arbeitslohn statt Arbeitslosengeld erhalte, habe sich nicht verschlechtert. andere Lohnbezieher wären von den unteren 40% der Beschäftigten in die höhere Gruppe der 60% aufgestiegen. Das wäre eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes.

Auch Frau Niehues geht auf die beliebten Zeitvergleiche ein: so seien auf der Grundlage der Daten des Sozio-ökonomischen Panels, Soep, das (preisbereinigte) Nettoeinkommen der untersten Einkommensschicht (einschließlich der Sozialtransfers) zwischen 1991 und 2014 um 8,5% gesunken. 1994 war es aus messtechnischen, nicht ökonomischen Gründen zu einer Absenkung des Einkommensniveaus um 10% gekommen und danach auch dauerhaft auf diesem niedrigeren Niveau geblieben. Wenn man nun 1994 statt 1991 als Vergleichsjahr nähme, ergäbe sich für die unterste Einkommensschicht ein Plus von 1,9%.

Ab 2013 wurden mehr Migranten in das Soep aufgenommen. Das habe die Messwerte abrupt nach unten gedrückt. Wenn man das herausrechne, hätte sich das Einkommen des untersten Zehntels seit 1994 um 5,7% erhöht.

Anmerkung zu Armut und Armutsstatistik (1)

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„Intentional Bias“ bei Googles Suchmaschine?

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Den Verdacht, dass Google die Ergebnisse zu Suchfragen manipuliert, gibt es schon lange. Das gilt etwa für den Vorrang von Treffern auf Seiten wichtiger Werbekunden.(Wohlgemerkt: gemeint sind nicht die als Werbung kenntlich gemachten Treffer!)

Er gilt aber auch, so legt eine neue Studie nahe, für die Bevorzugung linksliberaler Domains gegenüber konservativen. Am Beispiel des Google-internen Rankings von „Klimawandel“-Seiten zeigt Leo Goldstein, dass von einer neutralen Suchmaschinen nicht die Rede sein kann. Er beschreibt, wie die Seiten von „Klimarealisten“ herabgestuft und die von „Klima-Alarmisten“ höher bewertet werden.

Leo Goldstein: „Why are Search Engines so Hostile to Climate Realism?“ und nochmal am 8.9.17

WUWT ist die führende US-amerikanische Seite der Kritiker der These vom menschengemachten Klimawandel. In den Kommentaren zu den o.a. Links ist zu lesen, dass bei einer Suchfrage zu CO2 auf Google erst auf Seite 30 der Treffermeldungen ein kritischer Beitrag auftauchte!

Aus „Wired“: Das große Versprechen des Internets, Ihnen so viel Information zugänglich zu machen, wie Sie wollen. Seine große Gefahr ist, dass das meiste davon Müll ist.

Siehe auch hier im Blog! (das Update!)

 

Martin Schulz und die Zahlen

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SPD gender paygap

 

Da Martin Schulz glücklicherweise keine Chancen hat, Bundeskanzler zu werden, gewinnt er Zeit, sich besser zu informieren.

Z. B. in diesem Blog

 

Der dazu passende rührende Tweet, der auch nicht richtiger ist.

schulz genderpay