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Hamas

Wer steckt hinter der palästinensischen Gewalt?

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Prof. Efraim Karsh ist Leiter des Begin-Sadat Center for Strategic Studies, emeritierter Professor für Middle East and Mediterranean Studies am King‘s College in London und Herausgeber des The Middle East Quarterly. Er wirft einen nüchternen Blick auf die Gewalturheber im arabischen Palästina. Er kommt dabei zu einem anderen Ergebnis als dem, das uns in den Narrativen europäischer NGOs und Journalisten nahe gelegt wird.

Die fanatischen Aktivisten, die Hamas-Funktionäre, die Planer der Flugzeugentführungen, Intifadas und Selbstmordattentate stammen aus gebildeten und wohlhabenden arabischen Familien: Arafat, Habbash, Osama bin Laden, Scheich Ahmed Yassin, Hamas-Anführer Ismail Haniyeh, sein aus Kuwait stammender Militärchef Khaled Mashaal.

Die Hälfte der Selbstmord-Attentäter der ersten 5 Jahre der Al-Aksa-Intifada hatten Hochschulreife bzw. Hochschulstudium. Nur 13% der Selbstmordattentäter von Hamas und Islamischem Dschihad in der Zeit von 1980 bis 2003 stammten aus armen Verhältnissen. Dagegen gelten 32% der arabischen Bevölkerung Palästinas (außerhalb Israels) als arm. Mehr als die Hälfte der Selbstmordattentäter hatte – im Vergleich zu 15 % der allgemeinen Bevölkerung – einen höheren Bildungsabschluss.

80 % der einfachen Leute waren gegen Terroranschläge auf israelische Zivilisten. Bei Universitätsabsolventen betrug dieser Prozentsatz hingegen lediglich 55 % bzw. 65 %. ebenfalls 80% der weniger Gebildeten waren für einen Friedensprozess mit Israel.

Andere Indikatoren zeigen, ebenfalls, dass nicht die sozioökonomische Verelendung Ursache des Strebens nach Vernichtung Israels sind. Der Lebensstandard und das Pro-Kopf-Einkommen lag viele Jahrzehnte höher als in manchen arabischen Staaten. Davon zeugt noch heute die längere Lebenserwartung und der Anteil übergewichtiger Kinder.

Allerdings ist der Lebensstandard in Gaza, seit dort die Hamas-Terroristen herrschen, sehr viel niedriger als zur Zeit der israelischen Besetzung. Das sehen auch die Gaza-Einwohner so.

Erst dann, wenn die Bevölkerung ihre Machthaber entmachtet, die Gewalt aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben entfernt und die Vorzüge einer friedlichen Koexistenz mit Israel erkennt, wird der Gazastreifen einer besseren Zukunft entgegen sehen.

nach: Die ökonomische Misere ist nicht der Grund für die palästinensische Gewalt

Was wäre es schön, wenn die Informationsvermittler in unseren Qualitätsmedien nicht nur Fotos von friedlichen, Drachen bauenden Jugendlichen zeigten, das „Freiluftgefängnis Gaza“ beweinten und von Volksfesten der arabischen Zivilgesellschaft am Grenzzaun fabulierten. Etwas mehr Realitätssinn und weniger Aktivismus könnte vielleicht sogar den Rückgang der Auflagen stoppen.

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Die deutsche Nakba: FAZ-Interview mit einem palästinensischen Menschenrechtler

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Twitter-Screenshot: Foto vom „Friedensmarsch“

FAZ-Israelexperte Jochen Stahnke stellt einem Mudar Kassis von der Universität Birzeit/Westbank Fragen zu Hamas, Israel und dem „Friedensmarsch.

Die Fragen und Antworten stehen im Feuilleton der FAZ v. 22.3.18, auf Seite 13, neben Texten zu den Filmfestspielen in Cannes und der Würdigung eines Literaturwissenschaftlers. Sie stehen nicht im Politikteil. Beim ersten Überfliegen von „Dann bleibt den Palästinensern nur noch der Mars“ fragte ich mich, ob Mudar Kassis an der palästinensischen Universität als Wissenschaftler oder als Kantinenpächter arbeitet. Erst auf den zweiten Blick entdeckte ich die Unterzeile der Überschrift. Der Herr ist Direktor des Instituts für Demokratie und Menschenrechte an besagter Alma Mater. Wenn er den Titel seines Instituts ernst nähme, wäre er voll ausgelastet mit der Menschenrechtssituation im palästinensischen Gebiet. Die Hamas wirft bekanntlich Gegner aus den Reihen der Fatah von Hochhäusern. Um die Pressefreiheit ist es nicht nur in Gaza, sondern auch im Gebiet der Palästinensischen Administration schlecht bestellt. Homosexuelle fliehen vor Gefängnis und Hinrichtung nach Israel. Abbas regiert seit zehn Jahren, ohne dass er gewählt wurde. Korruption ist allgegenwärtig.

All das interessiert den palästinensischen Wissenschaftler nicht. Den Rest des Beitrags lesen »

Oberbayern in Gaza?

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Es gehört zu den Besonderheiten des Judentums, dass Juden zu den schärfsten Kritikern Israels und des Zionismus zählen, auch Antisemitismus ist ihnen eine Herzensangelegenheit. Zu ihnen gehören etwa Abraham Melzer, David Ranan und Noam Chomsky. Profx Judith Butler dementiert hinterher ihre Worte (aus dem Zusammenhang gerissen usw.) Aber die Beseitigung Israels befürwortet sie schon.

Eine Besonderheit ist für mich der FAZ-Journalist Dr. Joseph Croituru. Er ist ein intimer Kenner der Geschichte und Theologie des Islam und hat u. a. über Hamas und Selbstmordattentäter aufschlussreich geschrieben.

Sein gestriges Stück in der FAZ (Farben und Töne gegen das Heimweh, 2.5.18, p 13) hinterlässt bei mir allerdings zwiespältige Gefühle.

Die Hamas reformiert sich, wenn man Croituru Glauben schenken mag. Wenn auch auf Druck, etwa aus Ägypten. (solche Einschränkungen stehen gerne in Nebensätzen. wie auch, dass die Vernichtung Israels weiterhin das Ziel ist. In Hauptsätzen steht: Alles Islamistische wäre aus der Charta entfernt worden. Es stünden keine Koran-Zitate und Dschihad-Parolen mehr drin.

Neu sei auch der kulturelle Liberalisierungskurs der Hamas. Es gäbe gemischte Tanzgruppen, die traditionelle palästinensische Tänze aufführten. Mit Tanzen hat es der Islam nicht so. Frauen dürfen das schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Studentinnen der Gaza-Universität würden vermehrt traditionelle palästinensische Trachten anziehen. In Kunstausstellungen würde die „nationale palästinensische Ikonographie“ gezeigt werden. Überall in Gaza würden Kunsthäuser öffnen. Die bildende Kunst, auch sie im Islam nicht sehr verbreitet, werde allerdings eher von Fatah-Gruppen und christlichen Organisationen gefördert. Gaza unter Hamas ist also sichtlich pluralistisch geworden. Warum fliehen Christen aus Gaza, wenn sie dort sogar malen und tanzen dürfen?

Ist das nun Satire? Hat Hamas eine neue Werbeagentur, die zu einer kulturellen Offensive rät?

Dr. Croituru, der intime Kenner des Nahen Ostens, dürfte wissen, dass die palästinensische Nation erst vor ein paar Jahren erfunden wurde. Warum malt er diese Idylle? Die Masse der Bewohner sind arabische Einwanderer, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts aus umliegenden arabischen Territorien einwanderten, angelockt vor allem von den Aussichten auf Arbeitsplätze, dank der aufblühenden Wirtschaftstätigkeit der Zionisten. Dass die „Palästinenser“ Syrer und Ägypter sind, geben aufgeklärte Araber ohne Weiteres zu.

Palästina ist kein arabisches Wort. Die arabischen Bewohner bezeichneten bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts die Israelis als Palästinenser, nicht sich selbst. Eine palästinensische Geschichte oder Literatur gibt es nicht.

Wenn die UNO die Geburtskirche in Betlehem als palästinensisches Weltkulturerbe bezeichnet, kann man nur bitter lachen. Es verrät mehr über die Mehrheitsverhältnisse in der UNESCO als über die angebliche Jahrtausende alte Pally-Kultur.

Wer Croiturus Folklore-Bericht gelesen hat, wird Israel noch kritischer als zuvor sehen. Wie kann ein Aggressor so unbarmherzig sein, mit Scharfschützen gegen tanzende Trachtengruppen und Bilder aus der palästinensischen Kulturgeschichte vorzugehen? Da will doch ein Völkchen bloß in seine alte Heimat zurück.

Fotos vom musischen Protest fand ich keine, aber dieses:

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Screenshot Twitter

Der Grenzübergang Rafah zwischen #Gaza und Ägypten

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Auch Wikipedia ist ungenau: Rafah ist seit 2012 ausnahmslos geschlossen. Bei den israelischen Grenzübergängen ist vermerkt, ob sie geschlossen sind.

Wer in der Filterblase der sogenannten Qualitätsmedien lebt, muss annehmen, dass der israelische Grenzübergang Erez nach Gaza mehr geschlossen als geöffnet ist. Das ist nicht der Fall. Geschlossen wird er höchstens für ein paar Stunden nach Intifada-Krawallen, Raketenbeschuss oder Terroranschlägen.

Für Gütertransporte gibt es den Übergang Kerem Shalom. Vier weitere Grenzübergangsstellen wurden allerdings geschlossen. Israel schickt jeden Tag Tonnen von Lebensmitteln, Bau- und Treibstoffen nach Gaza. Es herrscht auch ein reger Verkehr von Krankenwagen ab Grenze in israelische Krankenhäuser. Die Hamas lässt die Infrastruktur von Gaza verkommen. Die israelische Regierung versucht, durch ihre Lieferungen einen Kollaps zu verhindern.

Dass der ägyptische Grenzübergang Rafah seit 2007, seit der Machtübergabe an die Hamas, geschlossen ist, wird selten erwähnt. Ausnahmen gab es bis 2012 zeitweise. Ausreise für Palästinenser war auch in der Öffnungszeit nicht möglich, nur Ausländer durften ihn benutzen. Ägypten ist dabei, den auf der Sinai-Halbinsel gelegenen Teil der Grenzstadt Rafah abzureißen, um die Grenze besser kontrollieren zu können. In einem 500 m breiten Schutzstreifen auf ägyptischer Seite entlang der 13 km langen Grenze wurden Häuser abgerissen und die Bewohner, meist Palästinenser, vertrieben. Allen diplomatischen Bemühungen und dem Drängen der Hamas zum Trotz weigert sich Ägypten, den Übergang, außer bei humanitären Notfällen, zu öffnen. Sogar Delegationen arabischer Staaten, die nach Palästina wollen, müssen über Israel einreisen. Demonstrationen von arabischen Palästinensern an der ägyptischen Grenze wegen der Sperrung der Grenze gibt es nicht. Die Hamas, die zahlreichen Milizen und die „Zivilgesellschaft“ von Gaza wissen, dass die ägyptische Armee weniger zimperlich als die israelische Armee dagegen vorgehen würde. Auch auf der ägyptischen Seite leben palsätinensiche Araber. Für sie ist keine „kleiner Grenzverkehr“ möglich.

Jetzt hat ein in Jerusalem lebender arabischer Journalist einmal beschrieben, wo die Gaza-Blockade wirklich stattfindet: in Rafah: The Real Gaza Blockade.

Nachtrag: Im Rahmen der „friedlichen“ Demonstration für die „Rückkehr“ von 5 Millionen Araber auf israelisches Territorium wurden am Grenzübergang Kerem Shalom Pipelines zerstört, mit denen Israel Gaza mit Treibtoffen versorgt.

Siehe auch: Der Krieg der Hamas gegen die Grenzübergänge

Vier-, Drei-, Zwei-, Ein-Staatenlösung?

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Israel zog sich 2005 aus diesem Landstrich, in dem funktionierende Landwirtschaftsbetriebe geschaffen worden waren, auf. Hunderte Israelis mussten das Gebiet verlassen. Seither, insbesondere nachdem 2007 die Terrororganisation Hamas die Herrschaft übernahm, wird Israel von Gaza aus permanent, also seit über zehn Jahren, beschossen. Wahrlich keine Friedensdividende.

Die Hamas hat das Gebiet heruntergewirtschaftet. Israel versorgt die Menschen, damit die Infrastruktur nicht völlig zusammenbricht. Ägypten hat seinen Grenzübergang dauerhaft geschlossen. Sogar Delegationen aus der arabischen Welt, etwa des Hamas-Finanziers Katar müssen über Israel einreisen.

Wenn man so will, gibt es derzeit eine Dreistaatenlösung: 1. Gaza, 2. die autonom von der PA verwalteten Gebiete auf der Westbank und 3. Israel inkl. Jerusalem. Lassen wir den vierten palästinensischen Staat, Jordanien, einmal weg.

Statt des Geredes von der Unausweichlichkeit und Notwendigkeit der Zweistaatenlösung wünschte ich mir, dass diese hinterfragt, dass darüber realistischer diskutiert wird: Juden und israelische Araber in Israel, Araber und keine Juden und Christen in einem arabischen Palästina? Nach allen Umfragen wird bei einer Wahl, die Abbas seit zehn Jahren verhindert, die Hamas den arabischen Staat regieren. Wird sie dann ihr Ziel, die Juden ins Meer zu treiben, aufgeben?

Von der EU-Außenbeauftragten Mogherini darf man nichts erwarten. Auch der Rest der Welt bemitleidet die Araber, die Medien sympathisieren mit ihnen, UNO, EU und vor allem europäische Staaten finanzieren sie seit 70 Jahren. Wer wird mit den  drei revanchistischen und antisemitischen Organisationen Hamas, Fatah, islamischer Djihad Tacheles reden und vor allem als Vorbedingung für Gespräche verlangen, den Terror zu beenden?

What’s going on in Gaza. A Short History. – Israel National News Geschichte des Gaza-Streifen seit 1948.

Die unbequemen Wahrheiten der Zweistaatenlösung

Aus dem Inhalt: „Für Muslime ist das gesamte Land eine muslimische Waqf, ein religiöses Treuhandgebiet, das, nachdem es durch das muslimische Schwert erobert worden war, niemals  zurückgegeben werden kann. D. h. Palästina ist arabisch und kann nicht teilweise an Ungläubige abgetreten werden.“

„Vor dem Balfour-Versprechen, als die Herrschaft der Osmanen endete (1517-1917), existierten die politischen Grenzen Palästinas, wie wir sie heute kennen, nicht und es gab nichts, das palästinensisches Volk hieß, mit einer politischen Identität, wie wir sie heute kennen, da Palästinas Linien administrativer Teilung sich von Ost nach West erstreckten und Jordanien und den südlichen Libanon einschlossen; und wie alle Völker der Region wurden die Palästinenser von der türkischen Herrschaft befreit und sofort unter koloniale Herrschaft gebracht, ohne eine politische Identität des palästinensischen Volks zu formen.“

Die Probleme einer Zweitstaatenlösung

Aus dem Inhalt: „Die fortgesetzte Aufstachelung zu Gewalt und Terror durch Mahmud Abbas und den gesamten Bildungs- und Informationsapparat der PA, der Hass auf Juden und Israel verficht, negiert die Idee eines friedlichen Palästinenserstaats, der Seite an Seite mit dem jüdischen Staat Israel lebt.“

„Die Vorstellung, ein zukünftiger Palästinenserstaat würde sich daran halten ein „entmilitarisierter Staat“ zu sein, ist völlig unrealistisch.“

„Die „Erfahrung mit dem Gazastreifen 2005“, dem einseitigen Abzug aus dem Gazastreifen, hat Israel eine schmerzhafte Lehre erteilt: Hat es erst einmal Land geräumt, wird dieses letztlich eine Basis für Terroranschläge gegen seine Städte und Bürger werden. Mit Israels großen Städten in Gewehrschussentfernung eines Palästinenserstaats, ganz zu schweigen von Raketen, würde das Leben innerhalb Israels unmöglich werden.“

Ein endgültiger Stich gegen die Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts

Schon etwas älterer, aber keineswegs veralteter Text. Er zeigt, dass US-Präsident Obama eher Brand- als nahöstlicher Friedensstifter war.

 

FAZ: Die „Zivilgesellschaft“ von Gaza

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Foto von der zweiten „friedlichen“ Demonstration der palästinensischen „Zivilgesellschaft“: Quelle: IDF

Die Israelkritik in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ/FAS) ist nicht so deftig wie bei Augstein, wo sie ins Antisemitische übergeht, oder bei Dunja Hayali, die ihr Wissen über Palästina von Todenhöfer und arabischen Propaganda-Landkarten bezieht.

In der FAZ geht es subtiler zu: Rainer Hermann zeigt die historische Ungerechtigkeit der Staatsgründung Israels auf. Sie störe die „bürgerliche Ordnung“ des Nahen Ostens.  Aber schon das Balfour-Versprechen der Engländer wäre ein Vergehen am palästinensischen Volk gewesen. Von dessen jahrhundetealter Existenz scheint der Redakteur auszugehen. Hermann darf seinen historischen „Lückentext“ auf Seite 1 der FAZ verbreiten.

Für das antiisraelische Tagesgeschäft ist Jochen Stahnke zuständig. Er lässt, vor allem auf Twitter, keine Sünde der israelischen Regierung und der Armee aus. Ich werde bestens über die Korruptionsvorwürfe gegen Nethanjahu und über die hohen Mietpreise in Tel Aviv informiert. (Warum residiert Stahnke nicht im billigeren Ramallah?) Über die Millionäre von Gaza, die Einschränkung der Pressefreiheit im arabischen Palästina, die Misswirtschaft und Korruption der Hamas- und Fatah-Elite muss ich mich anderswo informieren.

Heute, am 1. April, liefert Stahnke in der Sonntagszeitung ein kleines Meisterstück ab.  Er kommentiert die Demonstrationen am Grenzzaun zu Israel in Gaza. (Einen Bericht, gar eine Reportage fand ich in der Sonntagszeitung nicht.) In deutschen Zeitungen heißt es über Antifa-Demos gerne: „weitgehend“ friedlich. Das weitgehend lässt Stahnke weg. Den Frieden stören aus seiner Sicht allein die jüdischen Scharfschützen.

Worum es geht, müssen wir uns zusammenreimen. Das soll laut Stahnke zum einen die endgültige US-amerikanische Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt sein. Dann geht es um die Erinnerung an eine Vertreibung von Arabern aus israelischen Gebieten der Westbank. Was bei Stahnke fehlt: die Forderung, sieben Millionen Flüchtlinge auf israelisches Staatsgebiet zu lassen. „Marsch der Rückkehr“ nennen die Aktivisten das. Der Name fehlt im Text.

Stahnke gibt der Sache einen anderen Dreh: Die Menschen in Gaza fühlten sich von der Welt und von der palästinensischen Autonomiebehörde verlassen. Dann zählt er auf: keine Arbeit, wenig Strom, wenig Wasser. Die Jungen bekämen keine Ausreisegenehmigung. Also geht es beim „Marsch der Rückkehr“ um die Verbesserung der Lebensbedingungen ? Um Protest gegen die Misswirtschaft von Hamas und Autonomiebehörde? Die Steine, die Böller, die Pallywood-Inszenierungen? Der Missbrauch von Kleinkindern als Schutzschild?

Für den Leser wird klar: die Israelis sind schuld. Überdies, ergänzt Stahnke: kein Israeli wurde verletzt. Den Rest des Beitrags lesen »

Deutschlandfunk als Hamas-Sprachrohr

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haOlam.de: Unter Berufung auf »das palästinensische Gesundheitsministerium« meldet der Deutschlandfunk »israelischen Raketenbeschuss« Gazas, bei dem ein Palästinenser getötet worden sei. »Das israelische Militär kommentierte die Meldungen nicht«, ergänzt der Sender. Als die israelische Stellungnahme später vorliegt, wird die Meldung nicht mehr verlesen.

Das, was der Deutschlandfunk als »das palästinensische Gesundheitsministerium« vorstellt, ist ein »Ministerium« der Terrororganisation Hamas, nicht etwas das »Gesundheitsministerium« des PA-Regimes.

So ist die Praxis der Unbelangbaren im ÖR-Rundfunk. Wenn Israel die Bombardierung einer Atomanlage in Syrien bekannt gibt, wollen die Journalisten eine Bestätigung durch die syrische Regierung.

Auch typisch: „Der Palästinenserpräsident hat durch seinen unverhohlenen Antisemitismus eine rote Linie überschritten und verdient vorerst keine Unterstützung mehr.“ (ARD-Teheran-Korrespondent Ulrich Pick) Das „vorerst“ erläutert Herr Pick nicht.

50 Jahre Terror: eine Erfolgsgeschichte

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Arafat

1968 begann Jassir Arafat auch Flugzeuge als Waffe im Kampf um ein judenfreies Palästina einzusetzen. Ein weiterer terroristischer Höhepunkt war der Anschlag auf jüdische Olympiateilnehmer/-innen in München 1972. Dann kamen Arafats Selbstmordattentäter

Obwohl seit fast 30 Jahren der arabischen Administration in West-Palästina Korruption vorgeworfen wird, erhalten PLO und die 1987 gegründete Hamas Milliarden von EU und  UNO. Die UNO, fest in der Hand arabischer Staaten, verabschiedet am laufenden Band antiisraelische Resolutionen. Konflikte im Rest der Welt werden im Verhältnis 30 : 1 beachtet. Die EU-Organe und die meisten europäischen Staaten, darunter die Bundesrepublik, folgen dieser Linie.

Die tagelangen israelfeindlichen Demonstrationen palästinensischer Araber in Europa werden mehr oder weniger hingenommen. In Berlin vermeidet man offiziell, von einem islamistischen Anschlag auf dem Breitscheidplatz zu sprechen, Anschlag reicht.

Im Fernsehen und in den Schulbüchern des palästinensischen Autonomiegeietes wird der Terror verherrlicht. Araber in Gaza und auf der Westbank tanzen begeistert in den Straßen, wenn wieder einmal einem jüdischen Kind die Kehle durchgeschnitten wurde. Straßen werden nach Killer/-innen benannt. Mahmut Abbas, der Freund unseres Außenministers Gabriel, murmelt gelegentlich für das englischsprachige Publikum etwas von einem abscheulichen Mord. Auf Arabisch hat er das noch nie getan. Ein Publizist des US-amerikanischen Cato-Instituts fragt: „Was ist das für eine Gesellschaft, die die Ermordung von drei schlafenden Kindern gutheißt?“

Anstatt die Araber unmissverständlich aufzufordern, mit dem Terror aufzuhören, beschäftigen sich die deutschen Qualitätsmedien vorzugsweise mit der israelischen Reaktion auf den Raketenbeschuss, mit dem israelischen Boykott Gazas, mit dem israelischen Siedlungsbau, mit dem israelischen Anspruch auf Jerusalem. Palästinenser kommen nur als Opfer vor.

Die arabische Strategie geht auf: Verhandeln mit Israel ist unnötig.

Das Ziel, so kann man es nachlesen und nahezu täglich hören, ist die Vernichtung Israels. Die arabischen Politstrategen und Spin-Doktoren haben es erreicht, Israel zu delegitimieren: Sie erfunden ein Jahrtausende altes palästinensisches Volk, zurzeit erfinden sie das arabische Jerusalem. Medien übernehmen das unreflektiert. Die Propagandaabteilung in Ramallah verbreitet ihre Filmchen von Schauspielerinnen und Kindern, die unendlich leidensfähige israelische Soldaten mit Tritten und Schlägen provozieren. Die Presse wird rechtzeitig zu diesen Inszenierungen eingeladen.

Dass die korrupten Funktionäre und Häuptlinge von Hamas und PLO sich bereichern und unfähig sind, ihre Gebiete wirtschaftlich zu entwickeln, liest man weniger. Aber der Plan funktioniert. Die Zahl der Flüchtlinge wächst mit jeder Geburt. Für die Flüchtlinge sorgt die UNO. Die Familien von Terrorattentätern erhalten Einkommen, die das Durchschnittseinkommen bis zum Dreifachen übersteigen.

Politik und Medien in Europa trauen sich nicht, Hamas und PLO zu sagen, sie sollen endlich mit ihrem weltweiten Terror aufhören, mit dem seit zwanzig Jahren stattfindenden Raketenbeschuss Israels, mit den Endlösungsdrohungen gegenüber den Juden. Sie stürzen sich auf Trump und plappern jetzt das verlogene Narrativ vom arabischen Jerusalem nach. Unser Bundespräsident legt am Grab des korrupten Terroristen Arafat einen Kranz nieder, der Außenminister Gabriel nennt den Antisemiten Abbas seinen Freund und trifft sich lieber mit israelfeindlichen Fanatikern als mit Netanjahu.

Siehe auch „80 Jahre Zweistaatenlösung“!

 

Weltspitze in sozialer Ungleichheit: die arabischen Palästinensergebiete

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Während hierzulande jeden Monat neue Ungleichheitsstatistiken von der Armutsindustrie veröffentlicht und in den Nachrichtensendungen kommentarlos verlesen werden, bleiben die wirklich krassen Unterschiede in der Welt unerwähnt. Das sind die Staaten im Nahen Osten! An der Spitze stehen die Palästinensergebiete; sie sind weltweit führend in sozialer Ungleichheit.

Und ausgerechnet denen gilt das Mitgefühl der deutschen Gutmenschen. Fast nie, vor allem nicht in den Berichten der Mainstreammedien, wird der Reichtum der nahöstlichen Oberschichten thematisiert. (Nicht gemeint sind die mittelöstlichen Golfstaaten!) Nur in der Antisemitismusdoku von Hafner/Shapira wurden einmal die Prachtvillen mit Pool und Fitnessstudio der Herrscher in Gaza gezeigt. Der Film wurde von den Unbelangbaren bei Arte und WDR erbittert bekämpft.

Die Zahlen stehen im neuesten Bericht zur weltweiten Ungleichheit, den Thomas Piketty und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlichten. (Hoffen wir, dass Pikettys Daten belastbar sind. Das ist nicht immer der Fall.). Alexander Wendt schreibt in seinem Blog Publico darüber. Daraus habe ich die Zahlen entnommen:

„In Europa kassieren die obersten zehn Prozent der Gesellschaft 37 Prozent aller Einkommen. Im Nahen Osten fließen 61 Prozent aller Einkommen in die Taschen des obersten Zehntels.“

Der sagenhafte Reichtum der islamistischen Oberschicht in Palästina erklärt sich aus den Zuwendungen der reichen Golfstaaten, den Spenden der islamischen Umma, den Milliarden von EU, UNO und den USA. (Obama hatte noch einmal draufgelegt.) Das Geld kommt nicht bei den Bedürftigen an, sondern bleibt bei den Funktionären von Hamas und Fatah hängen. Schon Arafat war Milliardär, seine in Paris lebende Ehefrau Millionärin. (Allerdings war er schon vorher gut verdienender Bauunternehmer in den Golfstaaten.) Dazu kommt noch das Geld, das die Hoheit über den Schmuggel nach Gaza bringt. Die Hamas enteignet rigoros Geschäfte und Grundstücke. Auch von Geldwäsche für al Quaida und IS ist die Rede.

Die Reichen entbehren in Gaza und auf der Westbank nichts, was es in USA und Europa zu kaufen gibt. Zu den Reichen gehört auch Ismail Haniyeh, bisher Premierminister von Gaza. Er zählt zu den 600 Millionären in Gaza, es gibt allerdings auch Milliardäre im arabischen Palästina. Die Zahl stand in der als glaubwürdig geltenden arabischen, in London erscheinenden Zeitung Asharq al Awsat.

Das Narrativ vom Apartheidstaat Israel als der Ursache allen Übels in Nahost, von der Pallywood-Industrie und Helfershelfern wie Sigmar Gabriel und der EU verbreitet, erfüllt seinen Zweck: Abzulenken von dem obszönen Reichtum der arabischen Oberschicht in Palästina. Wenn die Armen in Gaza und im ganzen Nahen Osten erkennen würden, dass sie ihre Unterdrücker und Ausbeuter selbst gewählt haben, würde mehr und anderes brennen als israelische Fahnen.

Und so berichtet die führende deutsche Qualitätszeitung, die Süddeutsche Zeitung:

SZ

Die taz, notorisch israelkritisch, hatte schon 2009 einen israelhassenden kommunistischen Juden Shir Hever aufgetrieben, der wissen wollte, dass Israel nach den USA das Land mit der größten Ungleichheit wäre.

Einer der wenigen kritischen Kommentare zum taz-Artikel:

„Ist ja schön von der taz, daß sie immer wieder Israelis und Juden zu Wort kommen läßt, die in Opposition zur offizielen israelischen Palästinenser-Politik stehen (gibt es eigentlich noch einen, der in der taz noch nicht veröffentlicht wurde?), aber mich wundert, warum ausgerechnet die taz palästinensische Oppositionelle ignoriert, die sich gegen die offizielle palästinensische Israel-Politik wenden und fordern, den Juden die selben Menschenrechte (nämlich nicht in die Luft gebombt zu werden, nicht mit Kassam-Raketen terrorisiert zu werden, nicht von der vollständigen Auslöschung bedroht zu werden) wie den Palästinensern zuzugestehen…“

Update 26.12.17:

Ein Google-Suchlauf („soziale Ungleicheit Palästina“) zeigt bei den ersten 50 Treffern keinen Hinweis auf die aktuelle Piketty-Studie bzw darauf, dass das arabische Palästina an der Spitze sozialer Ungleichheit steht. Der linksextremen taz (s. o.) und den rechtsextremen Deutschen Wirtschaftsnachrichten gelingt es sogar, Israel einen Spitzenplatz an Ungleichheit zuzuweisen.

Wer informiert uns wie über Nahost? Update: Qantara.de

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Die in Palästina bestehende UN-Flüchtlingsverwaltung UNRWA hat anscheinend einen Tunnel unter einem UNRWA-Schulcampus in Beit Hanun/Gaza, in der Nähe des Grenzübergangs Erez nach Israel, versiegeln lassen. Sie verurteilt das Graben unter UNRWA-Schulen. Link

Sollte die Nachricht, die von der Zivilverwaltung der israelischen Streitkräfte COGAT verbreitet wird, zutreffen, wäre das ein neuer Kurs der von der Hamas kontrollierten UN-Behörde. Bisher waren in UNRWA-Schulen auch Waffendepots der Hamas-Brigaden.

Ich erhalte viele Informationen aus israelischen und israelfreundlichen Quellen. Was mich immer schon wundert: Warum erfährt man davon nichts von den Nahost-Experten des ÖR-TV, der FAZ usw.? Dafür aber jede Schandtat der israelischen Armee (IDF) und der „Siedler“? Sind das Fakes der israelischen Propaganda? Vergleiche den WDR- und Arte-Bohai um den Antisemitismusfilm oder „Eyeless in Gaza“!

Seit 2001 bis heute wurden allein aus Beit Hanun unablässig Quassam-Raketen auf Israel abgefeuert. Bei Gegenangriffen der israelischen Armee wurden zweimal auch Zivilisten getötet. Das steht in Wikipedia und in den Google-Treffermeldungen.

Typisch für deutsche Qualitätsmedien ist der Tagesspiegel: Erst im allerletzten Satz wird erwähnt, dass die Araber auf Israel feuern. Was diesmal fehlt: Der Satz, dass die arabischen Raketen keinen Schaden anrichten würden.

Die israelfeindliche israelische NGO „B’Tselem“, mit der sich Außenminister Gabriel unbedingt treffen musste, wirft der IDF vor, bei einer Besetzung Beit Hanuns 2006, Araber, darunter Kinder als Schutzschilde in einem Gebäude benutzt zu haben. Das ist gängige Praxis der Hamas, die Wohnhausdächer als Abschussbasen benutzt. Das wurde von „B’Tselem“ noch nie kritisiert. In „unseren“ Zeitungen steht dann: „Israel zerstört Wohnhäuser in Gaza.“  Bleibt zu hoffen, dass Herr Gabriel die selektive Anwendung von Menschenrechten bei der Menschenrechtsorganisation, mit der linke deutsche Antisemiten sympathisieren, angesprochen hat.

Bei einem der zwei Vergeltungsschläge von 2006 mit 17 toten Zivilisten, gab die IDF zu, der Angriff beruhe auf einem Irrtum und sei ein Versehen.

Update 22.1.18: Passend zu den von US-Präsident Trump geplanten Kürzungen beim US-amerikanischen Anteil der UNRWA-Hilfe (Ca. 30% zahlen die USA.) veröffentlicht PNN/Tagesspiegel heute auf S. 5  einen Berich darüber, „wie die Vereinten Nationen den Palästinensern im Libanon helfen“.

Der Text liest sich wie eine Pressemitteilung der UNRWA: Die Organisation erhielte viel zu wenig Geld und der Libanon tue nichts für die Geflüchteten. Im Gegenteil, vor zehn Jahren hätte die libanesische Armee das Geflüchtetenlager Nahr el Barid dem Erdboden gleich gemacht, im Kampf gegen eine Islamistengruppe.

Immerhin ist Zeitungsmitarbeiter Straub so ehrlich zu schreiben, dass seine Reise von der EU und der UNRWA finanziert und organisiert wurde. Dass er seinen Text Recherche nennt, halte ich für ein wenig übertrieben. Wäre er zu Hause geblieben und hätte in Wikipedia nachgelesen, wäre mehr herausgekommen.

Qantara.de ist ein Web-Angebot des zur ARD gehörenden Staatssenders Deutsche Welle.

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