Gaza

Die Judenhasser von Arte nennen die gewalttätigen Demonstrationen am Gaza-Zaun „Todesmarsch“

Gepostet am Aktualisiert am

Die Judenhasser von Arte sind erfahrungsresistent. Der widerwärtige Umgang mit der Dokumentation von Hafner/Shapira hat sie nicht zur Besinnung gebracht. Warum auch, sie werden von unseren Zwangsgebühren fürstlich bezahlt. Kritik perlt an ihnen ab.

im in Frankreich beheimateten Sender nimmt man Rücksicht auf die fortgeschrittene Islamisierung des Landes. Die französischen Juden wandern aus, die Muslime beten öffentlich auf Straßen und Plätzen der Großstädte. Informationschef Marco Nassivera, weiß sein Mäntelchen in den Wind zu hängen.

Jetzt wird in einer Arte-„Dokumentation“ vom „Todesmarsch“ am Grenzzaun gesprochen und von israelischen Heckenschützen.

Leider finde ich unter dem Suchwort „Todesmarsch“ nichts auf Arte. Aber jede Menge Pallywoodfilme und B´tselem-Botschaften, wie es sich für ausgewogene Berichterstattung gehört. Das Dreiminutenmachwerk ist eine Human-Interest-Story über einen braven jungen Familienvater, über einen Vater, der jetzt den invaliden Sohn betreut und den Handelskammerchef, der eine sofortige Aufhebung der israelischen (Waffeneinfuhr-)Blockade fordert.

Wie wär´s mit einem Faktencheck der Sendung? Herr Buhrow (WDR), höchster deutscher Arte-Repräsentant, weiß doch, wie das geht.

Update: Arte

Auch ohne Nazi-Keule ist das Filmchen ein Propaganda-Machwerk. Und der Todesmarsch steht weiterhin im Raum. Die französisch-deutschen Unbelangbaren nehmen ja nur den Nazivergleich zurück, nicht die Hetze gegen Israel.

Zur ARTE-Israelhetze siehe auch hier!

Advertisements

Verbrannte Erde in Palästina

Gepostet am

Die Strategie der Hamas erinnert an die Naziherrschaft: Wenn wir schon nicht gewinnen, zerstören wir so viel wie möglich.

Warum zerstören palästinensische Araber das Land, das sie angeblich lieben, wird im Blog „Abseits vom Mainstream -Heplev“ gefragt:

Sie sagen, sie lieben das Land

Linkspartei: Israel soll die Besetzung Gazas beenden

Gepostet am Aktualisiert am

Die sozialistischen Antisemiten und Israelhasser störten sich nicht an den Hakenkreuzfahnen, die während der „friedlichen“ Proteste an der Grenze zu Israel flatterten. Auch alles andere, was passierte, die Beschädigung des Grenzzauns, das Abfackeln israelischer Felder, das Abfackeln von Lkws an einem Grenzübergang, die zur Versorgung Gazas dienen, das Schieben von Kindern ins Schussfeld israelischer Soldaten, das alles interessiert die Aktivisten nicht. Sie haben in der SED-Nachfolgepartei eine starke Position. Eine der ihren wurde gerade zur Sprecherin des Linksaußen-Landesverbandes in NRW gewählt. Ihren ehemaligen Fraktionschef im Bundestag, Dr. Gysi, haben sie schon einmal zur Flucht aufs Bundestagsklo veranlasst. Jetzt hat der Bundesvorstand etwas verspätet Israel ieder einmal verurteilt und die üblichen Forderungen gestellt.

Was mich wundert ist, dass Linksparteiler sich wundern. Mitglied Andrej Hermlin, erfolgreicher Orchesterleiter, Sohn des DDR-Staatsdichters Stefan Hermlin, der Jude und strammer Kommunist war, bestens mit der Nomenklatura vernetzt, aber auch selbstständig denkend und daher von der Stasi überwacht, aber nie aus der Partei verstoßen.

Andrej Hermlin erzählte einmal von seinen antisemitischen Erlebnissen im Ostberliner Alltag.

Dass er sich nach der sog. Wende ausgerechnet den SED-Nachfolgern anschließt, war wohl schon in der DDR angelegt. Die antisemitischen Vorfälle beeinträchtigten den Glauben an den Kommunismus nicht.

Vom immer gleichen Elend der Linkspartei | mena-watch.com

Nachtrag Jerusalem Post über die Israelfeinde in der Linkspartei (in Englisch)

PLO-Funktionär verflucht Demonstranten in Ramallah

Gepostet am Aktualisiert am

Der Versuch arabischer Vertreter der Zivilgesellschaft (ein m. E. fragwürdiger, von der FAZ erfundener Begriff) in Gaza und im von der palästinensischen Administration (PA) beherrschten Teil der Westbank, gegen ihre Herrscher zu protestieren, endet immer im Krankenhaus oder im Gefängnis, auch die Erschießung von hamaskritischen Demonstranten kommt vor. Ein PA-Funktionär verfluchte in Hebron Mitte Juni Araber, die in Ramallah für die Aufhebung der Sanktionen demonstrierten, die Abbas gegen Gaza verhängt hat, das von der verfeindeten Hamas beherrscht wird. Abbas bezahlt den Israelis den Strom nicht, den die nach Gaza liefern, er importiert keine Arzneimittel und er bezahlt die PA-Mitarbeiter in Gaza nicht.

Den friedlichen Protest einiger Hundert Demonstranten am 13. Juni in Ramallah ließ Abbas von seiner Polizei gewaltsam beenden.

Eine deutschsprachige Google-Suche fand nur englischsprachige Zeitungs- und Agenturberichte. Einen Link zu einem deutschen Qualitätsmedium fand ich nicht (angeschaut: Treffermeldungen 1-20).

Die taz berichtet einen Tag später – über eine erneute, die 71.(?) Verurteilung Israels durch die UNO.

Bericht in den deutschsprachigen Palästina-Nachrichten

Bericht des Gatestone-Instituts (in Englisch)

Auch einem Amnesty-International-Beobachter wurde übel mitgespielt. Ob das Amnesty Nahost zum Nachdenken über seine israelfeindliche Haltung bringt?

Deutschlands Staatsräson und Millionen Steuergelder für die UNRWA

Gepostet am Aktualisiert am

Die UNO-Sonderbehörde UNRWA verwaltet seit 69 Jahren palästinensische Flüchtlinge. Sie sorgt dafür, dass sie in Lagern im Libanon, in Syrien, im arabischen Palästina(!) versorgt sind. Da der Flüchtlingsstatus vererbt wird, sind aus den ca. 700.000 aus den Kriegen, die die Araber gegen Israel führten zwischen 4 und 7 Millionen geworden. Wie viele von den Israelis wirklich vertrieben wurden und wie viele nur vorübergehend auf Anraten der arabischen Militärs die Wohnungen räumten, ist unklar. Die Mehrheit jedenfalls wurde nicht von den Israelis vertrieben.

Bemühungen um eine Integration der Flüchtlinge gibt es in keinem Staat. Ägypten hat Flüchtlinge vertrieben. In Syrien werden die Flüchtlingslager bombardiert, im Libanon wurden sie von der libanesischen Armee besetzt, weil sich Terroristen dort festgesetzt hatten. In Häusern, die Israel im Westjordanland für Flüchtlinge gebaut hatte, wohnen jetzt PLO-Funktionäre.

So etwas wie die deutsche Willkommenskultur ist unbekannt. Auch die Integration von Millionen aus Ostmitteleuropa Vertriebenen in der Bundesrepublik ist kein Vorbild. Ein Rückkehrrecht dieser Deutschen zu behaupten, gilt als Revanchismus.

Was ich nicht verstehe, ist die Doppelzüngigkeit der deutschen Regierung. Da wird einerseits das Existenzrecht Israels zur deutschen Staatsräson erklärt. Andererseits wird mit Millionen € die UNRWA unterstützt und damit die Nicht-Integration der Flüchtlinge, ihr Flüchtlingsstatus bis zum St.-Nimmerleinstag perpetuiert und der Anspruch auf Vernichtung des Staates Israel unterstützt.

Wie man gleichzeitig von Zwei-Staaten-Lösung reden kann, erschließt sich mir nicht. Die UNRWA wird sich erst dann auflösen, wenn die 4 bis 7 Millionen, und täglich werden es mehr, in ihre „Heimat“, das heutige Israel, „zurückgekehrt“ sein werden. Nämlich dann, wenn es Israel nicht mehr gibt.

Kleinere deutsche Sympathiekundgebungen für die arabischen Palästinenser seien nur am Rande erwähnt: Die Kranzniederlegung unseres Staatsoberhauptes am Grab des Terroristen Arafat oder, dass sich ein Außenminister lieber mit israelfeindlichen NGOs trifft als mit dem Premierminister Israels. Die Sympathie der deutschen Intelligenzblätter für die palästinensische Propaganda gehört auch dazu.

Wie die Bundesregierung ihre Millionenzahlungen an UNRWA verteidigt, steht in der Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der AfD.

Vielleicht spendiert das Außenministerium als Ausgleich ein paar Stolpersteine.

Wohl eine vergebliche Hoffnung. Sie sind noch nicht einmal zu noch weniger Empathie in der Lage.

Fotos aus dem „Freiluftgefängnis“ Gaza (Dunja Hayali, ZDF).

Deutschlands laue Haltung zu den Raketen- und Mörserangriffen aus Gaza.

Wer steckt hinter der palästinensischen Gewalt?

Gepostet am Aktualisiert am

Prof. Efraim Karsh ist Leiter des Begin-Sadat Center for Strategic Studies, emeritierter Professor für Middle East and Mediterranean Studies am King‘s College in London und Herausgeber des The Middle East Quarterly. Er wirft einen nüchternen Blick auf die Gewalturheber im arabischen Palästina. Er kommt dabei zu einem anderen Ergebnis als dem, das uns in den Narrativen europäischer NGOs und Journalisten nahe gelegt wird.

Die fanatischen Aktivisten, die Hamas-Funktionäre, die Planer der Flugzeugentführungen, Intifadas und Selbstmordattentate stammen aus gebildeten und wohlhabenden arabischen Familien: Arafat, Habbash, Osama bin Laden, Scheich Ahmed Yassin, Hamas-Anführer Ismail Haniyeh, sein aus Kuwait stammender Militärchef Khaled Mashaal.

Die Hälfte der Selbstmord-Attentäter der ersten 5 Jahre der Al-Aksa-Intifada hatten Hochschulreife bzw. Hochschulstudium. Nur 13% der Selbstmordattentäter von Hamas und Islamischem Dschihad in der Zeit von 1980 bis 2003 stammten aus armen Verhältnissen. Dagegen gelten 32% der arabischen Bevölkerung Palästinas (außerhalb Israels) als arm. Mehr als die Hälfte der Selbstmordattentäter hatte – im Vergleich zu 15 % der allgemeinen Bevölkerung – einen höheren Bildungsabschluss.

80 % der einfachen Leute waren gegen Terroranschläge auf israelische Zivilisten. Bei Universitätsabsolventen betrug dieser Prozentsatz hingegen lediglich 55 % bzw. 65 %. ebenfalls 80% der weniger Gebildeten waren für einen Friedensprozess mit Israel.

Andere Indikatoren zeigen, ebenfalls, dass nicht die sozioökonomische Verelendung Ursache des Strebens nach Vernichtung Israels sind. Der Lebensstandard und das Pro-Kopf-Einkommen lag viele Jahrzehnte höher als in manchen arabischen Staaten. Davon zeugt noch heute die längere Lebenserwartung und der Anteil übergewichtiger Kinder.

Allerdings ist der Lebensstandard in Gaza, seit dort die Hamas-Terroristen herrschen, sehr viel niedriger als zur Zeit der israelischen Besetzung. Das sehen auch die Gaza-Einwohner so.

Erst dann, wenn die Bevölkerung ihre Machthaber entmachtet, die Gewalt aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben entfernt und die Vorzüge einer friedlichen Koexistenz mit Israel erkennt, wird der Gazastreifen einer besseren Zukunft entgegen sehen.

nach: Die ökonomische Misere ist nicht der Grund für die palästinensische Gewalt

Was wäre es schön, wenn die Informationsvermittler in unseren Qualitätsmedien nicht nur Fotos von friedlichen, Drachen bauenden Jugendlichen zeigten, das „Freiluftgefängnis Gaza“ beweinten und von Volksfesten der arabischen Zivilgesellschaft am Grenzzaun fabulierten. Etwas mehr Realitätssinn und weniger Aktivismus könnte vielleicht sogar den Rückgang der Auflagen stoppen.

Wie Arte gegen Israel hetzt

Gepostet am Aktualisiert am

Das israelfeindliche Arte hat wieder zugeschlagen. Genauso wie hier beschrieben habe ich die „Dokumentation“ Re: Leben im Ausnahmezustand. Israelis, Palästinenser und der Gaza-Streifen der Straßburger Israelgegner wahrgenommen. Der manipulative Streifen der politischen Journalistin Katrin Sandmann wurde vom ZDF für Arte produziert. Wie immer in solchen Inszenierungen fällt alle 30 Sekunden das Wort vom „friedlichen“ Protest. Die palästinensische Journalistin leidet an Asthma, aber es gehört angeblich zu ihrem Beruf, sich in vorderster Front herumzutreiben und Tränengas der bösen Israelis einzuatmen, die keine Rücksicht auf ihr Asthma nehmen und auch schon erlebt haben, wie als Journalisten verkleidete Hamas-Terroristen den Grenzzaun attackierten. Die Frau arbeitet für einen russischen Sender. Sie sieht die Palästinenser als Opfer, Opfer der Juden natürlich, Opfer der Hamas, Opfer der Palästinensischen Administration. Umzingelt von Opfern (Ägypten fehlt. Warum eigentlich?)

Die „friedliche“ Demonstration für die „Rückkehr“ in israelisches Gebiet wäre gleichzeitig eine Demonstration gegen die Situation in Gaza. Da verkaufen die Medienschaffenden ihr Zwangsgebühren zahlendes Publikum für dumm. wieso fällt der Strom aus? Doch nicht Israels schuld, wenn Hamas-Terroristen Strommasten beschädigen.

Muss man sich noch wundern über wachsenden Antisemitismus in Deutschland nach der Dauerberieselung des ÖRR und der Mainstream-Medien? Daran wäre die AfD schuld, behauptet CDU-Nachwuchsstar Kramp-Karrenbauer.

gaza_friedensmarsch
„Friediche“ Demonstration in Gaza

Siehe auch hier!

Oberbayern in Gaza?

Gepostet am Aktualisiert am

Es gehört zu den Besonderheiten des Judentums, dass Juden zu den schärfsten Kritikern Israels und des Zionismus zählen, auch Antisemitismus ist ihnen eine Herzensangelegenheit. Zu ihnen gehören etwa Abraham Melzer, David Ranan und Noam Chomsky. Profx Judith Butler dementiert hinterher ihre Worte (aus dem Zusammenhang gerissen usw.) Aber die Beseitigung Israels befürwortet sie schon.

Eine Besonderheit ist für mich der FAZ-Journalist Dr. Joseph Croituru. Er ist ein intimer Kenner der Geschichte und Theologie des Islam und hat u. a. über Hamas und Selbstmordattentäter aufschlussreich geschrieben.

Sein gestriges Stück in der FAZ (Farben und Töne gegen das Heimweh, 2.5.18, p 13) hinterlässt bei mir allerdings zwiespältige Gefühle.

Die Hamas reformiert sich, wenn man Croituru Glauben schenken mag. Wenn auch auf Druck, etwa aus Ägypten. (solche Einschränkungen stehen gerne in Nebensätzen. wie auch, dass die Vernichtung Israels weiterhin das Ziel ist. In Hauptsätzen steht: Alles Islamistische wäre aus der Charta entfernt worden. Es stünden keine Koran-Zitate und Dschihad-Parolen mehr drin.

Neu sei auch der kulturelle Liberalisierungskurs der Hamas. Es gäbe gemischte Tanzgruppen, die traditionelle palästinensische Tänze aufführten. Mit Tanzen hat es der Islam nicht so. Frauen dürfen das schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Studentinnen der Gaza-Universität würden vermehrt traditionelle palästinensische Trachten anziehen. In Kunstausstellungen würde die „nationale palästinensische Ikonographie“ gezeigt werden. Überall in Gaza würden Kunsthäuser öffnen. Die bildende Kunst, auch sie im Islam nicht sehr verbreitet, werde allerdings eher von Fatah-Gruppen und christlichen Organisationen gefördert. Gaza unter Hamas ist also sichtlich pluralistisch geworden. Warum fliehen Christen aus Gaza, wenn sie dort sogar malen und tanzen dürfen?

Ist das nun Satire? Hat Hamas eine neue Werbeagentur, die zu einer kulturellen Offensive rät?

Dr. Croituru, der intime Kenner des Nahen Ostens, dürfte wissen, dass die palästinensische Nation erst vor ein paar Jahren erfunden wurde. Warum malt er diese Idylle? Die Masse der Bewohner sind arabische Einwanderer, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts aus umliegenden arabischen Territorien einwanderten, angelockt vor allem von den Aussichten auf Arbeitsplätze, dank der aufblühenden Wirtschaftstätigkeit der Zionisten. Dass die „Palästinenser“ Syrer und Ägypter sind, geben aufgeklärte Araber ohne Weiteres zu.

Palästina ist kein arabisches Wort. Die arabischen Bewohner bezeichneten bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts die Israelis als Palästinenser, nicht sich selbst. Eine palästinensische Geschichte oder Literatur gibt es nicht.

Wenn die UNO die Geburtskirche in Betlehem als palästinensisches Weltkulturerbe bezeichnet, kann man nur bitter lachen. Es verrät mehr über die Mehrheitsverhältnisse in der UNESCO als über die angebliche Jahrtausende alte Pally-Kultur.

Wer Croiturus Folklore-Bericht gelesen hat, wird Israel noch kritischer als zuvor sehen. Wie kann ein Aggressor so unbarmherzig sein, mit Scharfschützen gegen tanzende Trachtengruppen und Bilder aus der palästinensischen Kulturgeschichte vorzugehen? Da will doch ein Völkchen bloß in seine alte Heimat zurück.

Fotos vom musischen Protest fand ich keine, aber dieses:

gaza_friedensmarsch
Screenshot Twitter

Der Grenzübergang Rafah zwischen #Gaza und Ägypten

Gepostet am Aktualisiert am

Karte_Gazastreifen
Auch Wikipedia ist ungenau: Rafah ist seit 2012 ausnahmslos geschlossen. Bei den israelischen Grenzübergängen ist vermerkt, ob sie geschlossen sind.

Wer in der Filterblase der sogenannten Qualitätsmedien lebt, muss annehmen, dass der israelische Grenzübergang Erez nach Gaza mehr geschlossen als geöffnet ist. Das ist nicht der Fall. Geschlossen wird er höchstens für ein paar Stunden nach Intifada-Krawallen, Raketenbeschuss oder Terroranschlägen.

Für Gütertransporte gibt es den Übergang Kerem Shalom. Vier weitere Grenzübergangsstellen wurden allerdings geschlossen. Israel schickt jeden Tag Tonnen von Lebensmitteln, Bau- und Treibstoffen nach Gaza. Es herrscht auch ein reger Verkehr von Krankenwagen ab Grenze in israelische Krankenhäuser. Die Hamas lässt die Infrastruktur von Gaza verkommen. Die israelische Regierung versucht, durch ihre Lieferungen einen Kollaps zu verhindern.

Dass der ägyptische Grenzübergang Rafah seit 2007, seit der Machtübergabe an die Hamas, geschlossen ist, wird selten erwähnt. Ausnahmen gab es bis 2012 zeitweise. Ausreise für Palästinenser war auch in der Öffnungszeit nicht möglich, nur Ausländer durften ihn benutzen. Ägypten ist dabei, den auf der Sinai-Halbinsel gelegenen Teil der Grenzstadt Rafah abzureißen, um die Grenze besser kontrollieren zu können. In einem 500 m breiten Schutzstreifen auf ägyptischer Seite entlang der 13 km langen Grenze wurden Häuser abgerissen und die Bewohner, meist Palästinenser, vertrieben. Allen diplomatischen Bemühungen und dem Drängen der Hamas zum Trotz weigert sich Ägypten, den Übergang, außer bei humanitären Notfällen, zu öffnen. Sogar Delegationen arabischer Staaten, die nach Palästina wollen, müssen über Israel einreisen. Demonstrationen von arabischen Palästinensern an der ägyptischen Grenze wegen der Sperrung der Grenze gibt es nicht. Die Hamas, die zahlreichen Milizen und die „Zivilgesellschaft“ von Gaza wissen, dass die ägyptische Armee weniger zimperlich als die israelische Armee dagegen vorgehen würde. Auch auf der ägyptischen Seite leben palsätinensiche Araber. Für sie ist keine „kleiner Grenzverkehr“ möglich.

Jetzt hat ein in Jerusalem lebender arabischer Journalist einmal beschrieben, wo die Gaza-Blockade wirklich stattfindet: in Rafah: The Real Gaza Blockade.

Nachtrag: Im Rahmen der „friedlichen“ Demonstration für die „Rückkehr“ von 5 Millionen Araber auf israelisches Territorium wurden am Grenzübergang Kerem Shalom Pipelines zerstört, mit denen Israel Gaza mit Treibtoffen versorgt.

Siehe auch: Der Krieg der Hamas gegen die Grenzübergänge