Gaza

FAZ: Die palästinensischen Araber sind Opfer!

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CC BY 2.0 ladydi saster

Schade, dass der in Gaza lehrende Professor Atu Abu Saif in dem von Lena Bopp geführten Interview in der FAZ v. 7.12.17, p 8, unwidersprochen die Palästinenser als Opfer darstellen kann, die nichts sehnlicher als Frieden wünschten.
Er will die in Gaza regierende Hamas „ermächtigen“, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und den Wohnungsbau voranzutreiben. Abgesehen davon, dass sich die Hamas von niemandem ermächtigen lässt: Warum wurde, als Israel Gaza 2005 ohne Vorbedingungen räumte, daraus keine blühende Landschaft? Fruchtbare Plantagen hatte Israel hinterlassen. Warum wurde Gaza zu einer Militärbasis, von der aus Israel beschossen wird? Warum sperren Israel und noch viel strikter Ägypten die Grenze zu Gaza? Wenn Wohnungen nicht fertig gebaut werden, wie der Politologe beklagt: Könnte es daran liegen, dass die Hamas den Zement, den Israel liefert und die EU bezahlt, für Terrortunnel statt für Wohnhäuser verwendet wird?
Israel räumte auch den Sinai. Von dort schießen heute mit der Hamas verbündete Islamisten auf Israel.
Was ist mit den ständig erneuerten arabischen Schwüren, Israel als Staat auszuradieren und die Juden ins Meer zu treiben? Die palästinensische Nationalcharta sagt in Art. 19: Israel bleibt auf ewig illegal. Die Charta der Fatah fordert in Art. 12 die Auslöschung der Zionisten. Die Hamas-Gründungsurkunde besagt in Art. 13: Die Lösung des Problems ist der Jihad, der Krieg gegen die Juden.
Auf Verhandlungsangebote der Israelis zuletzt 2000, 2008 und 2013 antworteten die Araber nicht.
Der Wissenschaftler behauptet, dass Präsident Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Das war sie auch schon vor Trump. Dort sitzen das Parlament, der oberste Gerichtshof, und der überwiegende Teil der Regierung.
Auch seine Behauptung, Jerusalem wäre schon vor dem Einmarsch der israelischen Streitkräfte unter jordanischer Annexion eine tolerante Stadt gewesen, ist gewagt. Wenn jüdische Grabsteine als Fußboden für jordanische Latrinen benutzt werden und jüdische Friedhöfe mit Wohnhäusern bebaut werden, ist das eine sehr spezifische Art von Toleranz.
Leider ersparte Frau Bopp dem Professor kritische Fragen.

Die FAZ wirbt mit diesem Slogan für sich: „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“. Sie scheint aber manchmal ihre Leser zu unterschätzen. Warum kaufe ich eigentlich eine Zeitung, wenn ich dann feststelle, dass ich für dumm verkauft werde? Ich gehe nicht davon aus, dass Frau Bopp den beschränkten Horizont eines Professors aus Gaza ausstellen wollte.

Sie sollte einmal beim FAZ-eigenen Blogger Don Alphonso vorbeischauen:

„Palästina war nie ein Staat. Nie.
Nach mehreren Jahrhunderten unter den Osmanen war dort britisches Mandatsgebiet. Die Briten teilten den Osten am Ufer des Jordan ab. Dann teilten sie den kleinen Rest auf.
Wem taugte das nicht? Wer griff sofort mit 5 Armeen an? Arabia.

1967 die Befreiung Jerusalems nach einem weiteren Angriffskrieg der Araber. Vor 50 Jahren.

Die Stadt Davids ist die Stadt Israels“

Kürzer kann man es nicht sagen. Hier die Quelle: Rebellen ohne Markt, Eintrag v. 7.12.17, 22 Uhr 23

Siehe auch Joachim Nikolaus Steinhöfel, Thomas Eppinger oder Roger Letsch

Steinhöfel verweist noch auf eine leider nur allzu treffende Satire von Claudio Casula: „So wird man Nahostkorrespondent“. Man könnte herzlich lachen, wenn es nicht wahr wäre.

Siehe auch im Blog hier!

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Ai Weiwei vermarktet die Flüchtlingskrise

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Während eine Aktivistentruppe ertrunkene Flüchtlinge vor dem Kanzleramt bestatten möchte, hängt Ai Weiwei Schwimmwesten an den Säulen des Schauspielhauses am  Gendarmenmarkt auf. Derweil stehen am Brandenburger Tor Orginalbusse senkrecht, mit denen sich Islamisten im Syrienkrieg vor Angriffen schützten.

Der Kunstunternehmer Ai Weiwei produziert schon wieder zum Thema Geflüchtete. Dass Ai in seinem neuen Film die Hauptrolle spielt und nicht die Geflüchteten, ist dem Mainstream-Feuilleton kaum aufgefallen. Auch nicht seine wichtigste Botschaft: Die Juden sind schuld! Denn es geht letztendlich um palästinensische Flüchtlinge und deren Elend in Gaza und im Libanon. Dass die arabischen Herrscher Gaza nicht entwickelt haben, als es Israel judenrein verließ, muss einen Kunstschaffenden nicht weiter interessieren.

Arm in Gaza: Arbeitsloser mit 3 Frauen und 34 Kindern

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Wer gehofft hat, dass die privaten TV-Firmen es besser machen als der ÖRR, sieht sich getäuscht. Eine RTL-Reporterin brachte eine „Human Interest Story“, eine Rühr-mich-Geschichte, aus Gaza.

Die Frauen beklagen, dass sie die Kinder nicht ausreichend ernähren können. Der Familienvater wünscht sich eine vierte, schlankere Bettgenossin.

Henryk Broder schildert das „Schmierenstück“ und seine Korrespondenz mit der selbstgefälligen Journalistin. Auch der Clip ist verlinkt.

So viel ich weiß, darf ein Muslim nur so viele Frauen besitzen, wie er ernähren kann. Da müsste er eigentlich ledig sein. Was sagt die Schariapolizei? Warum erfährt man darüber nichts.

Möglicherweise hat die Journalistin ihren Film sogar kritisch gemeint. Sie interviewt eine arabische Frauenrechtlerin, lässt die Frauen sagen, dass sie eigentlich keine Gebärmaschinen sein wollen. Warum also kein Lob?

Es geht schon los mit der Fehlinformation: Gaza, angeblich eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Erde. Dann spricht sie ständig von arm und Armut. Dabei hat jede der Frauen mit ihren Kindern eine eigene Etage im Haus. Die Frauen und Kinder sehen nicht unterernährt aus. Wer den relativen Wohlstand finanziert, sagt die Reporterin nicht, obwohl sie es weiß. Ihr ständigen Verweise auf Armut lenken davon ab, dass es ihr, wie ich vermute eher um Frauenrechte ging. Aber es folgt kein kritisches Wort zu der verantwortungslosen Familienpolitik der Hamas. Die Islamisten fördern die Kinderproduktion. Arbeitsplätze schaffen ist ein Fremdwort für sie. Über die islamischen Polygamieregeln erfahre ich von ihr nichts.

Man wartet förmlich darauf, dass auch noch Israel die Schuld am Elend der Großfamilie aufgebürdet wird.

Der Reporterin ist klar, dass sie nicht mehr nach Gaza darf, wenn sie kritisch berichtet. Aber ist es das wert? Uns zu desinformieren, damit die Hamas sie wieder reinlässt? Wozu? Solche Filmchen befriedigen allenfalls die Schaulust. Ging es RTL überhaupt nur darum?

Arafat war kein Wirtschaftspolitiker

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Fähigere Politiker als Yassir Arafat, an dessen Grab unser Bundespräsident sich gerade verneigte, hätten aus Gaza längst ein zweites Singapur gemacht. Aber er war kein Wirtschaftspolitiker. Lieber finanzierte er Terrorakte.

Die arabischen Herrscher in Palästina wollten keine wirtschaftliche Entwicklung. Sie beschossen stattdessen Israel und wollen es – bis heute – vernichten.

„Auch aus den Angeboten von 1995/96 im Rahmen der Osloer Abkommen haben sie nichts gemacht. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat die 24 Jahre, die seit der Unterzeichnung des Osloer Abkommens vergangen sind, nicht genutzt, um eine palästinensische Wirtschaft aufzubauen.

Stattdessen hat die Palästinensische Autonomiebehörde einen übergrossen öffentlichen Sektor mit mehr als 180.000 Regierungsangestellten geschaffen, deren Gehälter grösstenteils aus ausländischen Finanzhilfen bezahlt werden.“ Hier weiterlesen!

Auch die FAZ im Lager der Israelkritiker

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hamas.JPGDie Berichte des Nahostkorrespondenten Jochen Stahnke finde ich irritierend. Er schreibt verständnisvoll über die Einschränkungen der Pressefreiheit im Gebiet der arabischen Palästinenser. Auf Twitter lässt er sich kaum eine Missetat der israelischen Besatzer entgehen. Er spricht wie selbstverständlich von palästinensischer Kultur und dem palästinensischen Volk.

Noch nie habe ich von ihm etwas gelesen, was dem Inhalt des Films „Eyeless in Gaza“ entspräche. Dass arabische homosexuelle Palästinenser Schutz in Israel suchen, das finde ich in der FAZ nicht.

Die Berichterstattung ist, gelinde gesagt, von vornehmer Zurückhaltung geprägt. Lässt es sich nicht vermeiden, einmal etwas Missliches über Hamas oder Abbas zu vermelden, wird es als Aussage von Dritten kolportiert. Breiten Raum nehmen die Darstellungen und Rechtfertigungen der arabischen Offiziellen ein.

Vielleicht sollte Herr Stahnke seinen Wohnsitz nach Ramallah verlegen, um näher am Geschehen zu sein. Bei aller Reserviertheit gegenüber Israel, als Wohnsitz bevorzugt er dann doch Tel Aviv.

Gerne überlässt man die Nahostberichterstattung der für ihre Unvoreingenommenheit berühmten dpa. Von der übernimmt die FAZ dann die Meldung, dass Israel zur Eskalation beitrüge, weil die Armee einen Hamas- oder IS-Tunnel sprengt, der auf israelisches Staatsgebiet führt. Der Hinweis, dass das ausgerechnet kurz vor der Übergabe der Grenzkontrolle in Gaza an die Autonomiebehörde passiert, darf nicht fehlen. Anderswo lese ich, dass der Iran die neue Einigkeit von Hamas und PLO hintertreibe. Für die FAZ ist es allein Israel.

Heute kommentiert FAZ-Redakteur Rainer Hermann: „Hundert Jahre Unfrieden“.

Für ihn sind Engländer, die die Rechte des palästinensischen Volkes missachten und ihr Land den Juden geben, die Urheber der Ursünde. Seither sind dann die Juden an allem schuld. Israel wolle keine Zweistaatenlösung liest man. Es verweigere dem palästinensischen Volk, dessen jahrhundertealte Geschichte und Kultur auch für Herrmann eine Realität zu sein scheint, das Recht auf einen Staat.

Man kann durchaus vermuten, dass Israel kein gesteigertes Interesse an einem Hamas/IS/Fatah-Staat hat, einem erwartbaren weiteren nahöstlichen Failed State. Vor allem deswegen, weil nichts dafür spricht, dass dann weniger Tunnel nach Israel gegraben würden oder weniger Raketen die israelischen Städte bedrohen würden.

Was aber bei dem FAZ-Redakteur verblüfft: An keiner Stelle erwähnt er, dass die palästinensischen Araberführer zig Gelegenheiten verstreichen ließen, um in der Staatsgründung weiterzukommen oder gar den Staat zu gründen. Es ist allein Israel, das für Unfrieden in der Region sorgt.

Kann es sein, dass die Araberführer gar keinen eigenen Staat wollen? Dass ihr Ziel die Vernichtung Israels ist und bleibt? Das haben in diesen Tagen sowohl Abbas als auch der Regierungschef der Hamas in Gaza wieder bekräftigt.

Einen besonders niederträchtigen Satz formuliert Hermann: Das Prinzip der zionistischen Landnahme wäre, sich das Land nicht durch Kämpfen anzueignen, sondern durch Siedlungen.

Dass Israel sich in 70 Jahren mehrmals gegen zahlenmässig überlegene arabische Armeen zur Wehr setzen musste und siegte, dafür war im Kommentar auf Seite 1(!) der FAZ kein Platz mehr.

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Eyeless in Gaza: Wie wir desinformiert werden

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Ich habe mir inzwischen den Film Eyeless in Gaza angesehen. Der Titel meint etwa: Die westlichen Journalisten laufen blind durch Gaza. Sie zeigen, wie Hamas die Welt sieht. Es ist nicht erlaubt, zu zeigen, wie Hamas aus Wohngebieten Raketen auf Israel abschießt. Nicht erlaubt sind Fotos von arabischen Terroristen, die durch israelischen Beschuss verletzt wurden. Nur verletzte Kinder dürfen gezeigt werden. Oft übernehmen Hamas-treue arabische Journalisten die Berichterstattung für westliche Medien. Kritische arabische Journalisten berichten im Film von den Hamas-Folterkellern, in die sie gebracht wurden.

Hamas-Gegner werden öffentlich, ohne Gerichtsurteil, hingerichtet, Tote werden hinter Motorrädern durch die Straßen geschleift.

Distinguierte palästinensische Würdenträger erzählen ohne Augenzwinkern, dass die Juden am Ersten und Zweiten Weltkrieg schuld wären und den Holocaust maßlos übetrieben.

Über die Kriegsverbrechen der Hamas und des IS in Gaza berichten westliche Nahost-Korrespondent/-innen nicht. Die schießen aus  Wohngebieten ihre Raketen nach Israel. In dem Film ist ein westlicher Journalist zu sehen, der neben einer Schule steht, die ein Waffenlager der Hamas ist. Das Thema des Berichterstatters ist einzig und allein die israelische Gegenwehr. Als neben ihm eine Rakete abgeschossen wird, bringt er es nicht fertig zu sagen, dass es eine Hamas-Rakete ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Wer informiert uns wie über Nahost?

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Die in Palästina bestehende UN-Flüchtlingsverwaltung UNRWA hat anscheinend einen Tunnel unter einem UNRWA-Schulcampus in Beit Hanun/Gaza, in der Nähe des Grenzübergangs Erez nach Israel, versiegeln lassen. Sie verurteilt das Graben unter UNRWA-Schulen. Link

Sollte die Nachricht, die von der Zivilverwaltung der israelischen Streitkräfte COGAT verbreitet wird, zutreffen, wäre das ein neuer Kurs der bisher von der Hamas kontrollierten UN-Behörde. Bisher waren in UNRWA-Schulen auch Waffendepots der Hamas-Brigaden.

Ich erhalte viele Informationen aus israelischen und israelfreundlichen Quellen. Was mich immer schon wundert: Warum erfährt man davon nichts von den Nahost-Experten des ÖRR-TV, der FAZ usw.? Dafür aber jede Schandtat der israelischen Armee (IDF) und der „Siedler“? Sind das Fakes der israelischen Propaganda? Vergleiche den WDR- und Arte-Bohai um den Antisemitismusfilm oder „Eyeless in Gaza“!

Seit 2001 bis heute wurden allein aus Beit Hanun unablässig Quassam-Raketen auf Israel abgefeuert. Bei Gegenangriffen der israelischen Armee wurden zweimal auch Zivilisten getötet. Vor allem das steht in Wikipedia und in den Google-Treffermeldungen.

Typisch für deutsche Qualitätsmedien ist der Tagesspiegel: Erst im allerletzten Satz wird erwähnt, dass die Araber auf Israel feuern. Was diesmal fehlt: Die arabischen Raketen richten in der Regel keinen Schaden an. Hintergrundrauschen sozusagen.

Die israelfeindliche israelische NGO „B’Tselem“, mit der sich Außenminister Gabriel unbedingt treffen musste, wirft der IDF vor, bei einer Besetzung Beit Hanuns 2006, Araber, darunter Kinder als Schutzschilde in einem Gebäude benutzt zu haben. Das ist gängige Praxis der Hamas, die Wohnhausdächer als Abschussbasen benutzt. Das wurde aber von „B’Tselem“ noch nie kritisiert. In „unseren“ Zeitungen steht dann: „Israel zerstört Wohnhäuser in Gaza.“  Bleibt zu hoffen, dass Herr Gabriel die selektive Anwendung von Menschenrechten bei der Menschenrechtsorganisation, mit der linke deutsche Antisemiten sympathisieren, angesprochen hat.

Dumm gelaufen ist einer von zwei Angriffen von 2006 mit 17 toten Zivilisten allerdings, weil Israel zugab, der Angriff beruhe auf einem Irrtum und sei ein Versehen.

„Eyeless in Gaza“ wird garantiert nicht im deutschen TV laufen

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Der australische Filmemacher Robert Magid hat  einen Film gemacht, der deutlich zeigt , was die meisten Medien bis heute kaum thematisieren und vielleicht auch nicht wissen wollen: dass die Hamas, die nach dem israelischen Abzug im Jahr 2005 und den Kämpfen mit der Fatah zwei Jahre später die Macht im Gazastreifen ergriffen hat, ihre Raketen bevorzugt aus dicht besiedelten Wohngebieten auf Israel abfeuert. Dass sie Einrichtungen der Vereinten Nationen, Krankenhäuser, Schulen und Moscheen als Waffen- und Munitionsdepots missbraucht. Dass sie der Bevölkerung untersagt, ihre Häuser zu verlassen, wenn Israel den Bewohnern per Flugblatt einen Militärschlag ankündigt, der Stellungen der Gotteskrieger in Wohngebieten gilt.

In «Eyeless in Gaza» ist vieles zu sehen, was in Europa kaum oder gar nicht bekannt ist. Ein indisches Fernsehteam zeigt, wie Raketen der Hamas aus einem Wohngebiet abgeschossen werden. Ein Reporter berichtet, wie er nach einem Bericht über kriegerische Aktivitäten der Hamas ausgewiesen wurde. Ein anderer Berichterstatter erzählt, dass Raketen der Hamas im Gazastreifen niedergingen und dort Palästinenser töteten, woraufhin die Hamas die Spuren zu verwischen versuchte. Der Journalist verliess Gaza anschliessend aus Angst vor Repressalien. Matti Friedman, ein früherer Korrespondent der Nachrichtenagentur «Associated Press», legt dar, welcher Druck auf Reporter im Gazastreifen ausgeübt wird; er kritisiert aber auch, dass sich viele Medien freiwillig selbst zensieren und unterschlagen, dass das Bildmaterial zum grössten Teil von Palästinensern produziert wird, die nur das liefern, was der Hamas passt.

Der Trailer 

Der Film (gebührenpflichtig, auf vimeo)

(nach Audiatur online; dort unbedingt das Interview mit dem Filmemacher lesen!)

Nicht nur Schwule flüchten aus Gaza

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Schwule Palästinenser flüchten nach Israel

Realität der PA: Schwule und Lesben fliehen nach Israel

Aber Jugendliche flüchten auch aus nicht-sexuellen Gründen

Flucht aus Gaza wegen der von Hamas verursachten Lebensbedingungen: Audio-Clip Deutschlandfunk (ab 4:15 bis 0:24)

Herr Schönenborn, Frau Hayali, Herr Diberder, wäre das kein Anlass für ausgewogenes Qualitäts-TV?

Update 6. 9. 17: Bei COGAT (Israels Coordination of Government Activities in the Territories) ist zu lesen, dass Hamas gegen Zahlung von 3.000 Dollar eine schnelle Ausreise nach Ägypten verspricht.

Gaza: Unerschöpflicher Nachwuchs für Hamas

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Gunnar Heinsohn kann eine beeindruckende Forschungs- und Publikationsbilanz in einer ganzen Palette von Themenbereichen vorweisen. (Siehe Wikipedia!). Am bekanntesten sind wohl seine Demographie-Untersuchungen. Er vertritt die These, dass ein hoher Geburtenüberschuss (youth bulge) ein demographischer „Stressfaktor“ wäre, der zu Gewaltausbrüchen beitragen könne.

Noch zugespitzter ist sein Demographischer Kriegs-Index. Er berechnet das Verhältnis der Männer im Alter von 15-19 zu denen im Alter von 55-59 und sieht darin eine Kennziffer für die Wahrscheinlichkeit von Konflikten. Ein Index von 6 meint z. B. dass auf 1.000 55- bis 59jährige Männer 6.000 15- bis 19jährige Männer kommen.

Wenn für die Jungen keine soziale und berufliche Perspektive besteht, was auf Grund der großen Zahl oft unmöglich ist, werden sie kriminell, schließen sich zu Banden zusammen, revoltieren, lassen sich für Bürgerkrieg und Krieg rekrutieren.

Er belegt das u. a. am Beispiel Afghanistans, das einen Index von um die 6 hat. Sowohl die Sowjetunion (Index 0,67) als auch die von den USA (Index 0,96) geführte westliche Militärallianz war in jeweils zehnjährigem Krieg nicht in der Lage, ein Land mit diesem unerschöpflichen Nachwuchs an jungen kampfbereiten Männern zu befrieden.

Heinsohn hat auch den Index für Gaza berechnet: >6!

(Israel: 1,87)