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Gaza

Hamas und Abbas sehnen sich nach Frieden. Trump verhindert ihn

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So sieht das die Nahost-Expertin der Süddeutschen Zeitung, Alexandra Föderl-Schmid.

Thomas Eppinger zeigt auf mena-watch, was die SZ-Journalistin unterschlägt.

Jetzt hoffen die Israelfeinde in den deutschen Qualitätsmedien darauf, dass die EU der Hamas und der PLO die Millionen überweisen, die sie von den USA nicht mehr kriegen. Damit die Prämien für die Terroristenfamilien weiter gezahlt werden können, neue Rakete und Schnellboot gekauft werden und mehr Tunnel gebaut werden können. Krankenhäuser braucht Gaza nicht. Die Hamas-Bonzen und ihre Familien lassen sich in Israel behandeln. Und Dr. Abbas bekommt wohl seinen lang ersehnten Privatjet. Frau Mogherini setzt sich dafür ein, dass die EU die ausbleibenden Millionen der USA übernimmt.

mogherini_abbas

Auch Malte Lehming im linken Berliner Tagesspiegel meint, die EU solle die Zahlungen der USA unbedingt übernehmen.

Das Foto ist hoffentlich kein Fake. Mogherinis Twitterteam hat ein Foto der Begegnung veröffentlicht, auf dem ein wenig mehr Distanz herrscht. Aber sie auch darauf sind sie sich deutlich näher als Nethanjahu oder Trump und die Hohe Repräsentantin der EU für Äußeres. Für einen muslimischen Mann muss die Nähe auf dem obigen Foto unangenehm sein.

Auf ihrem Twitter-Account ist bei gefühlt 98% Tweets ein Foto, auf dem sie Hände schüttelt, eine Rede hält oder für Selfis bereit steht. Wer sich früher über das Neue Deutschland mokierte, weil in jeder Ausgabe fünf Fotos von Generalsekretär Honecker zu sehen waren, erlebt hier eine fast hundertprozentige Planerfüllung. 

Von Frau Mogherini existieren zahlreiche Fotos, die sie im Iran verschleiert zeigen. Auf ihrer Twitterseite gibt es kein einziges!

Federica Mogherini_EU_Islam

Die Liste der reichsten Terrororganisationen: An der Spitze: Hisbollah und Hamas.

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Markus Lanz und die schlimmen Juden

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ARD-Informationspolitik

Das ZDF, in der Zuschauerpräferenz vor der ARD liegend, will sich auch bei der Verurteilung Israels als dem Hauptübel des Nahen Ostens nicht von der ARD die Butter vom Brot nehmen lassen.

Markus Lanz lässt nicht nur Judenhasser zu Wort kommen, sondern unterschlägt Informationen, die zur Urteilsbildung wichtig wären. Sein Bericht über die Missetaten der Juden auf der Westbank ist voller Sympathie für die, die Israel auslöschen wollen.

Gerd Buurmann und Ulrich W. Sahm schreibent über Lanzens unsägliche Reportage.

Sahms sarkastisches Fazit: „Herr Lanz hat eine wunderbar angenehme Stimme. Wenn er sich jetzt auch noch an die Fakten halten würde, könnte aus dem Mann ein echter Reporter werden.“

Für den Grimmepreis wird´s reichen.

Dass beim ZDF die Falschdarstellung Israels und die Verleumdung von Juden kein Einzelfall ist, zeigt die ungeheuerliche Falschnachricht aus 2016, jüdischen Kindern werde die Ermordung von Palästinensern nahegelegt.

 

Weltspitze in sozialer Ungleichheit: die arabischen Palästinensergebiete

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Während hierzulande jeden Monat neue Ungleichheitsstatistiken von der Armutsindustrie veröffentlicht und in den Nachrichtensendungen kommentarlos verlesen werden, bleiben die wirklich krassen Unterschiede in der Welt unerwähnt. Das sind die Staaten im Nahen Osten! An der Spitze stehen die Palästinensergebiete; sie sind weltweit führend in sozialer Ungleichheit.

Und ausgerechnet denen gilt das Mitgefühl der deutschen Gutmenschen. Fast nie, vor allem nicht in den Berichten der Mainstreammedien, wird der Reichtum der nahöstlichen Oberschichten thematisiert. (Nicht gemeint sind die mittelöstlichen Golfstaaten!) Nur in der Antisemitismusdoku von Hafner/Shapira wurden einmal die Prachtvillen mit Pool und Fitnessstudio der Herrscher in Gaza gezeigt. Der Film wurde von den Unbelangbaren bei Arte und WDR erbittert bekämpft.

Die Zahlen stehen im neuesten Bericht zur weltweiten Ungleichheit, den Thomas Piketty und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlichten. (Hoffen wir, dass Pikettys Daten belastbar sind. Das ist nicht immer der Fall.). Alexander Wendt schreibt in seinem Blog Publico darüber. Daraus habe ich die Zahlen entnommen:

„In Europa kassieren die obersten zehn Prozent der Gesellschaft 37 Prozent aller Einkommen. Im Nahen Osten fließen 61 Prozent aller Einkommen in die Taschen des obersten Zehntels.“

Der sagenhafte Reichtum der islamistischen Oberschicht in Palästina erklärt sich aus den Zuwendungen der reichen Golfstaaten, den Spenden der islamischen Umma, den Milliarden von EU, UNO und den USA. (Obama hatte noch einmal draufgelegt.) Das Geld kommt nicht bei den Bedürftigen an, sondern bleibt bei den Funktionären von Hamas und Fatah hängen. Schon Arafat war Milliardär, seine in Paris lebende Ehefrau Millionärin. (Allerdings war er schon vorher gut verdienender Bauunternehmer in den Golfstaaten.) Dazu kommt noch das Geld, das die Hoheit über den Schmuggel nach Gaza bringt. Die Hamas enteignet rigoros Geschäfte und Grundstücke. Auch von Geldwäsche für al Quaida und IS ist die Rede.

Die Reichen entbehren in Gaza und auf der Westbank nichts, was es in USA und Europa zu kaufen gibt. Zu den Reichen gehört auch Ismail Haniyeh, bisher Premierminister von Gaza. Er zählt zu den 600 Millionären in Gaza, es gibt allerdings auch Milliardäre im arabischen Palästina. Die Zahl stand in der als glaubwürdig geltenden arabischen, in London erscheinenden Zeitung Asharq al Awsat.

Das Narrativ vom Apartheidstaat Israel als der Ursache allen Übels in Nahost, von der Pallywood-Industrie und Helfershelfern wie Sigmar Gabriel und der EU verbreitet, erfüllt seinen Zweck: Abzulenken von dem obszönen Reichtum der arabischen Oberschicht in Palästina. Wenn die Armen in Gaza und im ganzen Nahen Osten erkennen würden, dass sie ihre Unterdrücker und Ausbeuter selbst gewählt haben, würde mehr und anderes brennen als israelische Fahnen.

Und so berichtet die führende deutsche Qualitätszeitung, die Süddeutsche Zeitung:

SZ

Die taz, notorisch israelkritisch, hatte schon 2009 einen israelhassenden kommunistischen Juden Shir Hever aufgetrieben, der wissen wollte, dass Israel nach den USA das Land mit der größten Ungleichheit wäre.

Einer der wenigen kritischen Kommentare zum taz-Artikel:

„Ist ja schön von der taz, daß sie immer wieder Israelis und Juden zu Wort kommen läßt, die in Opposition zur offizielen israelischen Palästinenser-Politik stehen (gibt es eigentlich noch einen, der in der taz noch nicht veröffentlicht wurde?), aber mich wundert, warum ausgerechnet die taz palästinensische Oppositionelle ignoriert, die sich gegen die offizielle palästinensische Israel-Politik wenden und fordern, den Juden die selben Menschenrechte (nämlich nicht in die Luft gebombt zu werden, nicht mit Kassam-Raketen terrorisiert zu werden, nicht von der vollständigen Auslöschung bedroht zu werden) wie den Palästinensern zuzugestehen…“

Update 26.12.17: Ein Google-Suchlauf („soziale Ungleicheit Palästina“) zeigt bei den ersten 50 Treffern keinen Hinweis auf die aktuelle Piketty-Studie bzw darauf, dass das arabische Palästina an der Spitze sozialer Ungleichheit steht. Der linksextremen taz (s. o.) und den rechtsextremen Deutschen Wirtschaftsnachrichten gelingt es sogar, Israel einen Spitzenplatz an Ungleichheit zuzuweisen.

Nord-Sinai an Hamas?

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El Arisch
El Arisch / Sinai – Foto: Ahmadpontymageed / Wikimedia|CC-BY-SA 3.0

Schon 1956, als Gaza von Ägypten besetzt war, tauchte der Plan auf, später dann bei israelischen Thinktanks: Warum nicht Gaza entlang der Mittelmeerküste auf ägyptischem Territorium verlängern?  Der ägyptische Präsident Sisi griff den Plan vor fünf Jahren auf und machte dem arabischen Palästinenserpräsidenten Abbas diesen Vorschlag. Der lehnte, wie immer, ab. Die arabischen Palästinenser wollen ein judenfreies Palästina westlich des Jordan. Sie wollen keine Konföderation, wie es die Engländer ursprünglich vorstellten, sie wollen keine Zweistaatenlösung, sie wollen die arabische Endlösung. Al Sisi soll auch bei dem kürzlichen Treffen mit Trump darüber geredet haben. Andererseits behauptet al Sisi, dass es keinen Sinai-Plan gäbe und lehnt ihn auch ab.

Dabei wäre die Idee, die auch von einigen arabischen Staaten wohlwollend betrachtet wird, nicht unelegant: Ägypten hat bisher nur den Süden Sinais entwickelt und eine Touristenregion daraus gemacht: Scharm el Scheich und weitere Seebäder. Der dazu gehörende Flugplatz ist der zweitgrößte Ägyptens. Der Norden dagegen wurde vernachlässigt. Hier haben sich al Queida und der Islamische Staat breit gemacht. Die beiden Terrororganisationen verstehen sich mit der Terrororganisation Hamas sehr gut.

So wie die Juden aus dem palästinensischen Steppen- und Wüstenland blühende Landschaften gemacht haben, so könnten jetzt die palästinensischen Araber zeigen, dass sie das in der ähnlich kargen Sinaiwüste auch hinbekommen. Die Mittelmeerküste des Sinai böte sich als Tourismusregion an. (Das hätten die Araber an der Gazaküste schon längst machen können.)

Auch das „ewige“ Flüchtlingsproblem könnte gelöst werden. Es gäbe Platz für die im Libanon, in Jordanien, in Syrien, auf der Westbank und in Gaza bis heute nicht angemessen versorgten und integrierten arabisch-palästinesischen Flüchtlinge. (Siehe dazu auch hier!)

Auch würde die Entflechtung der Westbank einfacher. Die unter alleiniger palästinensischer Verwaltung stehenden A-Gebiete wie die Städte Nablus, Bethlehem, Ramallah und Hebron könnten autonome Palästinensergebiete bleiben.

Leider wird wohl daraus nichts werden. Weil: siehe oben! Außerdem würde die Jerusalemfrage nicht gelöst. Die Stadt ist mittlerweile, trotz dreitausendjähriger jüdischer Geschichte, für Araber und die westlichen Mainstreammedien arabisches Weltkulturerbe.

Gaza ganz unvoreingenommen

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hamas karikatur
Quelle: heplev.wordpress.com

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen veranstaltet u. a. Reisen für Journalisten. Diese müssen sich nur mit einem geringen Betrag an den Reisekosten beteiligen.

Christian Böhme von PNN/Tagesspiegel fuhr mit nach Gaza. Heraus kam eine beeindruckende Reportage. Ganz anders, als der Einheitsbrei von Todenhöfer/Hayali/ Augstein und Augstein/Kleber/Rosch/arte.

Böhme erwähnt Israel eher am Rande. Für die Gaza-Einwohner bestimmen Korruption und Unfähigkeit der Hamas-Führung, die ständigen, z. T. blutigen Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas den Alltag, deren Unfähigkeit, etwas gegen Armut und Arbeitslosigkeit vorzugehen. Das rigide Grenzmanagement von Ägyptern und Israelis wird verständlich. Aber es wird auch erwähnt, dass Israel täglich Dutzende LKWs mit Medikamenten und Lebensmitteln schickt.

Ich hätte es dem Tagesspiegel nicht zugetraut, das ins Blatt zu rücken. Die Zeitung, von der mein Schwiegervater in Zeiten des Kalten Krieges und des geteilten Berlin sagte, sie sei die einzig lesbare, weil liberale Berliner Zeitung, ist nach links gerückt: Bei manchen Mitarbeitern prägt das persönliche Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus die journalistische Arbeit, Karikaturist Stuttmann zeichnet Trump als LKW-Fahrer wie den Mörder Amis Amri und Panzer der Bundeswehr an der russischen Grenze. Ein Mitarbeiter bedankt sich bei den Antifa-Schlägern für ihren Einsatz gegen Rechts, ein anderer entwickelt die Wahnvorstellung, Rechte hätten ihn überfallen.   

Ein erfrischend realistisches Bild vom Gaza-Streifen. Weiter so!

Was das Bild vervollständigen könnte: Menschen, die aus Gaza fliehen, z. B. Homosexuelle, die in Israel Schutz suchen, die Villen und Privatmoscheen der Oberschicht, die Millionäre, die Verfolgung der Christen, das martialische Auftreten der diversen Milizen, die öffentlichen Hinrichtungen.

Was machen eigentlich die deutschen Nahost-Korrespondent/-innen den ganzen Tag? Liegen sie in Tel Aviv am Hilton-Strand, trinken anschließend auf dem Dizengoff einen Latte macchiato und informieren sich am frühen Abend bei Arte und dem WDR über die Situation in Gaza?

Ohne Link: Christian Böhme, Im Misstrauen vereint, Tagesspiegel v. 15.12.16, p3

Siehe auch: Markus Lanz im ZDF über die schlimmen Juden

Weitere Infos zum Freiluftgefängnis Gaza (Hayali und Todenhöfer):

FAZ: Die palästinensischen Araber sind Opfer!

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CC BY 2.0 ladydi saster

Schade, dass der in Gaza lehrende Professor Atu Abu Saif in dem von Lena Bopp geführten Interview in der FAZ v. 7.12.17, p 8, unwidersprochen die Palästinenser als Opfer darstellen kann, die nichts sehnlicher als Frieden wünschten.
Er will die in Gaza regierende Hamas „ermächtigen“, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und den Wohnungsbau voranzutreiben. Abgesehen davon, dass sich die Hamas von niemandem ermächtigen lässt: Warum wurde, als Israel Gaza 2005 ohne Vorbedingungen räumte, daraus keine blühende Landschaft? Fruchtbare Plantagen hatte Israel hinterlassen. Warum wurde Gaza zu einer Militärbasis, von der aus Israel beschossen wird? Warum sperren Israel und noch viel strikter Ägypten die Grenze zu Gaza? Wenn Wohnungen nicht fertig gebaut werden, wie der Politologe beklagt: Könnte es daran liegen, dass die Hamas den Zement, den Israel liefert und die EU bezahlt, für Terrortunnel statt für Wohnhäuser verwendet wird? (Israel liefert laut COGAT wöchentlich ca. 15.000 Tonnen Waren auf 500 LKW über die angeblich gepserrte Grenze.)
Israel räumte auch den Sinai. Von dort schießen heute mit der Hamas verbündete Islamisten auf Israel.
Was ist mit den ständig erneuerten arabischen Schwüren, Israel als Staat auszuradieren und die Juden ins Meer zu treiben? Die palästinensische Nationalcharta sagt in Art. 19: Israel bleibt auf ewig illegal. Die Charta der Fatah fordert in Art. 12 die Auslöschung der Zionisten. Die Hamas-Gründungsurkunde besagt in Art. 13: Die Lösung des Problems ist der Jihad, der Krieg gegen die Juden.
Auf Verhandlungsangebote der Israelis zuletzt 2000, 2008 und 2013 antworteten die Araber nicht.
Der Wissenschaftler behauptet, dass Präsident Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Das war sie auch schon vor Trump. Dort sitzen das Parlament, der oberste Gerichtshof, und der überwiegende Teil der Regierung.
Auch seine Behauptung, Jerusalem wäre schon vor dem Einmarsch der israelischen Streitkräfte unter jordanischer Annexion eine tolerante Stadt gewesen, ist gewagt. Wenn jüdische Grabsteine als Fußboden für jordanische Latrinen benutzt werden und jüdische Friedhöfe mit Wohnhäusern bebaut werden, ist das eine sehr spezifische Art von Toleranz.
Leider ersparte Frau Bopp dem Professor kritische Fragen.

Die FAZ wirbt mit diesem Slogan für sich: „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“. Sie scheint aber manchmal ihre Leser zu unterschätzen. Warum kaufe ich eigentlich eine Zeitung, wenn ich dann feststelle, dass ich für dumm verkauft werde? Ich gehe nicht davon aus, dass Frau Bopp den beschränkten Horizont eines Professors aus Gaza ausstellen wollte.

Sie sollte einmal beim FAZ-eigenen Blogger Don Alphonso vorbeischauen:

„Palästina war nie ein Staat. Nie.
Nach mehreren Jahrhunderten unter den Osmanen war dort britisches Mandatsgebiet. Die Briten teilten den Osten am Ufer des Jordan ab. Dann teilten sie den kleinen Rest auf.
Wem taugte das nicht? Wer griff sofort mit 5 Armeen an? Arabia.

1967 die Befreiung Jerusalems nach einem weiteren Angriffskrieg der Araber. Vor 50 Jahren.

Die Stadt Davids ist die Stadt Israels“

Kürzer kann man es nicht sagen. Hier die Quelle: Rebellen ohne Markt, Eintrag v. 7.12.17, 22 Uhr 23

Siehe auch Joachim Nikolaus Steinhöfel, Thomas Eppinger oder Roger Letsch

Steinhöfel verweist noch auf eine leider nur allzu treffende Satire von Claudio Casula: „So wird man Nahostkorrespondent“. Man könnte herzlich lachen, wenn es nicht wahr wäre.

Siehe auch im Blog hier!

Ai Weiwei vermarktet die Flüchtlingskrise

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Während eine Aktivistentruppe ertrunkene Flüchtlinge vor dem Kanzleramt bestatten möchte, hängt Ai Weiwei Schwimmwesten an den Säulen des Schauspielhauses am  Gendarmenmarkt auf. Derweil stehen am Brandenburger Tor Orginalbusse senkrecht, mit denen sich Islamisten im Syrienkrieg vor Angriffen schützten.

Der Kunstunternehmer Ai Weiwei produziert schon wieder zum Thema Geflüchtete. Dass Ai in seinem neuen Film die Hauptrolle spielt und nicht die Geflüchteten, ist dem Mainstream-Feuilleton kaum aufgefallen. Auch nicht seine wichtigste Botschaft: Die Juden sind schuld! Denn es geht letztendlich um palästinensische Flüchtlinge und deren Elend in Gaza und im Libanon. Dass die arabischen Herrscher Gaza nicht entwickelt haben, als es Israel judenrein verließ, muss einen Kunstschaffenden nicht weiter interessieren.

Arm in Gaza: Arbeitsloser mit 3 Frauen und 34 Kindern

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Wer gehofft hat, dass die privaten TV-Firmen es besser machen als der ÖRR, sieht sich getäuscht. Eine RTL-Reporterin brachte eine „Human Interest Story“, eine Rühr-mich-Geschichte, aus Gaza.

Die Frauen beklagen, dass sie die Kinder nicht ausreichend ernähren können. Der Familienvater wünscht sich eine vierte, schlankere Bettgenossin.

Henryk Broder schildert das „Schmierenstück“ und seine Korrespondenz mit der selbstgefälligen Journalistin. Auch der Clip ist verlinkt.

So viel ich weiß, darf ein Muslim nur so viele Frauen besitzen, wie er ernähren kann. Da müsste er eigentlich ledig sein. Was sagt die Schariapolizei? Warum erfährt man darüber nichts.

Möglicherweise hat die Journalistin ihren Film sogar kritisch gemeint. Sie interviewt eine arabische Frauenrechtlerin, lässt die Frauen sagen, dass sie eigentlich keine Gebärmaschinen sein wollen. Warum also kein Lob?

Es geht schon los mit der Fehlinformation: Gaza, angeblich eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Erde. Dann spricht sie ständig von arm und Armut. Dabei hat jede der Frauen mit ihren Kindern eine eigene Etage im Haus. Die Frauen und Kinder sehen nicht unterernährt aus. Wer den relativen Wohlstand finanziert, sagt die Reporterin nicht, obwohl sie es weiß. Ihr ständigen Verweise auf Armut lenken davon ab, dass es ihr, wie ich vermute eher um Frauenrechte ging. Aber es folgt kein kritisches Wort zu der verantwortungslosen Familienpolitik der Hamas. Die Islamisten fördern die Kinderproduktion. Arbeitsplätze schaffen ist ein Fremdwort für sie. Über die islamischen Polygamieregeln erfahre ich von ihr nichts.

Man wartet förmlich darauf, dass auch noch Israel die Schuld am Elend der Großfamilie aufgebürdet wird.

Der Reporterin ist klar, dass sie nicht mehr nach Gaza darf, wenn sie kritisch berichtet. Aber ist es das wert? Uns zu desinformieren, damit die Hamas sie wieder reinlässt? Solche Filmchen befriedigen allenfalls die Schaulust. Ging es RTL überhaupt nur darum?

Siehe auch hier!

Arafat war kein Wirtschaftspolitiker

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Fähigere Politiker als Yassir Arafat, an dessen Grab unser Bundespräsident sich gerade verneigte, hätten aus Gaza längst ein zweites Singapur gemacht. Aber er war kein Wirtschaftspolitiker. Lieber finanzierte er Terrorakte.

Die arabischen Herrscher in Palästina wollten keine wirtschaftliche Entwicklung. Sie beschossen stattdessen Israel und wollen es – bis heute – vernichten.

„Auch aus den Angeboten von 1995/96 im Rahmen der Osloer Abkommen haben sie nichts gemacht. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat die 24 Jahre, die seit der Unterzeichnung des Osloer Abkommens vergangen sind, nicht genutzt, um eine palästinensische Wirtschaft aufzubauen.

Stattdessen hat die Palästinensische Autonomiebehörde einen übergrossen öffentlichen Sektor mit mehr als 180.000 Regierungsangestellten geschaffen, deren Gehälter grösstenteils aus ausländischen Finanzhilfen bezahlt werden.“ Hier weiterlesen!

Auch die FAZ im Lager der Israelkritiker

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hamas.JPGDie Berichte des Nahostkorrespondenten Jochen Stahnke finde ich irritierend. Er schreibt verständnisvoll über die Einschränkungen der Pressefreiheit im Gebiet der arabischen Palästinenser. Auf Twitter lässt er sich kaum eine Missetat der israelischen Besatzer entgehen. Er spricht wie selbstverständlich von palästinensischer Kultur und dem palästinensischen Volk.

Noch nie habe ich von ihm etwas gelesen, was dem Inhalt des Films „Eyeless in Gaza“ entspräche. Dass arabische homosexuelle Palästinenser Schutz in Israel suchen, das finde ich in der FAZ nicht.

Die Berichterstattung ist, gelinde gesagt, von vornehmer Zurückhaltung geprägt. Lässt es sich nicht vermeiden, einmal etwas Missliches über Hamas oder Dr. Abbas zu vermelden, wird es als Aussage von Dritten kolportiert. Breiten Raum nehmen die Darstellungen und Rechtfertigungen der arabischen Offiziellen ein.

Vielleicht sollte Herr Stahnke seinen Wohnsitz nach Ramallah verlegen, um näher am Geschehen zu sein. Bei aller Reserviertheit gegenüber Israel, als Wohnsitz bevorzugt er dann doch Tel Aviv. Letztlich ist er auch Korrepondent für Israel, nicht für Nahost. Über die Korruption in der Familie Nethanjahu oder das Treiben der Evangelikalen (Nachtrag: FAZ v. 22.1.17) in Jerusalem zu berichten ist halt risikoloser als über Millionäre in Gaza.

Gerne überlässt man die Nahostberichterstattung der für ihre Unvoreingenommenheit berühmten dpa. Von der übernimmt die FAZ dann die Meldung, dass Israel zur Eskalation beitrüge, weil die Armee einen Hamas- oder IS-Tunnel sprengt, der auf israelisches Staatsgebiet führt. Der Hinweis, dass das ausgerechnet kurz vor der Übergabe der Grenzkontrolle in Gaza an die Autonomiebehörde passiert, darf nicht fehlen. Anderswo lese ich, dass der Iran die neue Einigkeit von Hamas und PLO hintertreibe. Für die FAZ ist es allein Israel.

Heute kommentiert FAZ-Redakteur Rainer Hermann: „Hundert Jahre Unfrieden“.

Für ihn sind Engländer, die die Rechte des palästinensischen Volkes missachten und ihr Land den Juden geben, die Urheber der Ursünde. Seither sind dann die Juden an allem schuld. Israel wolle keine Zweistaatenlösung liest man. Es verweigere dem palästinensischen Volk, dessen jahrhundertealte Geschichte und Kultur auch für Herrmann eine Realität zu sein scheint, das Recht auf einen Staat.

Man kann durchaus vermuten, dass Israel kein gesteigertes Interesse an einem Hamas/IS/Fatah-Staat hat, einem erwartbaren weiteren nahöstlichen Failed State. Vor allem deswegen, weil nichts dafür spricht, dass dann weniger Tunnel nach Israel gegraben würden oder weniger Raketen die israelischen Städte bedrohen würden.

Was aber bei dem FAZ-Redakteur verblüfft: An keiner Stelle erwähnt er, dass die palästinensischen Araberführer zig Gelegenheiten verstreichen ließen, um in der Staatsgründung weiterzukommen oder gar einen Staat zu gründen. Für die FAZ-Mitarbeiter ist es immer Israel, das für Unfrieden in der Region sorgt.

Kann es sein, dass die Araberführer gar keinen eigenen Staat wollen? Dass ihr Ziel die Vernichtung Israels ist und bleibt? Das haben in diesen Tagen wieder Dr. Abbas und der Chef der Hamas in Gaza bekräftigt.

Hermann formuliert einen besonders niederträchtigen Satz: Das Prinzip der zionistischen Landnahme wäre, sich das Land nicht durch Kämpfen anzueignen, sondern durch Siedlungen.

Dass Israel sich in 70 Jahren mehrmals gegen zahlenmässig überlegene arabische Armeen zur Wehr setzen musste und siegte, dafür war im Kommentar Hermanns auf Seite 1(!) der FAZ kein Platz mehr.

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