FAZ

Science Files statt Tagesschau!

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Die Leipziger Fachleute für erwünschte Umfrageergebnisse, Brähler, Decker und Co vom „Kompetenzzentrum für Rechtsradikalismus und Demokratieforschung“ haben wieder zugeschlagen und Qualitätsmedien wie FAZ, Tagesspiegel und die ÖR-Nachrichtenkanäle kolportieren wie gewohnt unkritisch den angeblichen Rechtsruck und die wachsende Ausländerfeindlichkeit. (Nachtrag 14.11.18: die FAZ lieferte eine Woche später einen Verriss der „Studie“ nach. Dabei hätten gerade die es besser wissen müssen. Schon vor zwei Jahren zerlegte ein FAZ-Journalist das Leipziger junk food.)

Zum neuesten Machwerk siehe Science Files!

Wie „sorgfältig“ das Leipziger Kompetenzzentrum früher gearbeitet hat hier!

Was die linkspopulistischen Soziologen in ihrem antifaschistischen Eifer übersehen: Seit bald vierzig Jahren, seit der ersten SINUS-Studie zu Rechtsradikalismus, haben sich die Zahlen zu gewaltbereiten Neo-Nationalsozialisten kaum verändert, sie haben sogar leicht abgenommen. Aber für solche Ergebnisse zahlen die linken Auftraggeber nicht.

Für Herrn Decker und Gleichgesinnte gehört der Islam übrigens nicht zu Deutschland. Die Ausländerfeindlichkeit deutscher Muslime wurde nicht untersucht.

Wieso wehren sich die Interessenverbände empirischer Sozialforscher nicht gegen solche „Kollegen“?

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Tagesspiegel erkennt Rechtsruck in Deutschland

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Woran erkennt man den – angeblichen – Rechtsruck in Deutschland?

Ein Schreiber namens Gerrit Bartels hat im linken Berliner Tagesspiegel den Durchblick. Er beruft sich auf die Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie sieht „ein fatales Zeichen, wenn der Druck der rechten Szene kulturelle Angebote unterbindet.“ Gemeint hat die CDU-Politikerin die erste Reaktion des Weimarer Bauhauses auf die Absicht des ZDF, die linksextremen Fischfilet-Musiker nicht im Haus auftreten zu lassen. (Grütters hat zeitgleich gemeinsam mit dem sozialistischen Berliner Kultursenator Lederer den Gedenkstättenleiter und nachdrücklichen Linksparteikritiker Hubertus Knabe des Amtes verwiesen.)

Bartels erklärt uns den Song „Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse“ so: Da sei ein Aktivist von der Staatsgewalt zusammengeschlagen worden und wisse nicht, warum er vor Gericht gestellt wurde. Jetzt äußere er halt eine Rachefantasie.

Außerdem sei die Überwachung der Band durch den Verfassungsschutz sehr lange her. AfD-Politiker würden sich dagegen ständig demokratiefeindlich äußern.

Der Rechtsruck in Deutschland wäre offensichtlich.

Durch die Wahlergebnisse in Bayern und Hessen dürfte sich Gerrit Bartels bestätigt fühlen: Erdrutschartiger Rechtsruck! Keine grünen Ministerpräsidenten!

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Tagesspiegel-Schreiber Bartels kann sich beruhigen: Den Rest des Beitrags lesen »

Globale Eliten: eine neue Querfront von Karl Marx bis Gauland

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Ein empörter Aufschrei pflanzt sich in den linksgrünen Qualitätsmedien fort: Alexander Gauland hätte in einem Kommentar in der FAZ eine Hitlerrede abgeschrieben. Gauland, bzw. sein Redenschreiber, hatte geschrieben: Es gäbe eine „globalisierte Klasse“. „Ihre Mitglieder leben fast ausschließlich in Großstädten, sprechen fließend Englisch, und wenn sie zum Jobwechsel von Berlin nach London oder Singapur ziehen, finden sie überall ähnliche Appartements, Häuser, Restaurants, Geschäfte und Privatschulen. Dieses Milieu bleibt sozial unter sich, ist aber kulturell ´bunt´.“

Jemand will entdeckt haben, dass das auch Hitler so ähnlich schon gesagt hätte. Aufregung bei den Nazi-Jägern, nicht zuletzt im linken Berliner Tagesspiegel. Zuletzt hat noch der linke Medienschaffende Michael Seemann Gauland wegen Plagiats angezeigt. Seemann übt, wie Gauland, Kritik an einer globalen Elite. Allerdings aus sozialistischer Sicht. Es gibt also wieder einmal eine Querfront.

Von einer globalen Klasse oder Elite redete nicht nur Hitler (Er meinte allerdings die Juden, sondern auch Karl Marx und Thomas Mann (Ich schrieb im Abitur über ihn), ähnlich auch Theresa May und Samuel Huntington. Es lassen sich sicher noch zahlreiche weitere Autoren finden. Im Zusammenhang mit der wirtschaftsfeindlichen linksgrünen Politik habe ich schon davon gelesen: Wenn es für Atom- und Genforscher, für Energie- und Autokonzerne in Deutschland eng wird, gehen sie weg. Begründung: siehe oben!

Nun darf sich in der Tagesspiegel-Rubrik „Wissen“(!) auch noch der ehemals verdienstvolle Antisemitismusforscher Wolfgang Benz zu Gaulands angeblichem Hitler-Plagiat äußern. *

Dass die Medienschaffenden des selbst ernannten Leitmediums Tagesspiegel nicht erkannten, dass Gaulands Elitenkritik von rechts mit der linken Elitenkritik Seelands, veröffentlicht im Tagesspiegel(!!), übereinstimmt, sondern von dem ehemaligen Wissenschaftler Benz nachweisen lassen wollen, dass Gauland bei Hitler abgeschrieben hätte, zeigt, wie sehr sich die Qualitätsmedien in ihrer Anti-Rechts-Hetze inzwischen verrannt haben.

Ein hervorragender Lesetipp kommt von AchGut: „Der neue Klassenkampf. Ein Gespräch von Hansjörg Müller mit mit David Goodhart. U. a. war Goddhart von 1988 bis 1991 Korrespondent der Financial Times in Bonn. Er hat ein Buch über die soziale Spaltung in Groß-Britannien geschrieben.

Daraus ein Zitat: „Rechter Populismus richtet sich sowohl gegen die Elite als auch gegen alles Fremde, linker Populismus lediglich gegen die Elite. Tatsächlich ist vieles, was heute von Politikern und Medien als Populismus bezeichnet wird, eine legitime Reaktion auf liberale Übertreibungen.“

* Bei Prof. Dr. Benz trifft ein leicht modifiziertes Peter-Prinzip zu. Der  Bürokratieforscher Laurence J. Peter hatte erkannt, dass „jeder Beschäftigte dazu [neigt], bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen“ (Wikipedia-Zitat). Seit Benz emeritiert ist, sind die in Deutschland angeblich diskriminierten Muslime für ihn die neuen Juden. Überhaupt gründe der muslimische Antisemitismus auf einem Import aus Europa.

Getreu der von Benz, dem ehemaligen Chef des Zentrums für Antisemitismusforschung, ausgegebenen Parole, die arabischen Schutzsuchenden wären die Juden von heute, kümmert sich das Zentrum heute um Islamophobie. Dass es dabei mit Judenhassern und Islamisten kooperiert, stört nicht allzusehr.

Bemerkenswert ist, dass nun gerade FAZ-Schreiber Jochen Stahnke, eigentlich Israel-Korrespondent des Blattes, einen Islamophobie-Forscher verteidigt, der auf öffentlichen Druck hin von einer Islamophobie-Konferenz der Berliner Antisemitismusforscher ausgeladen wurde, weil er Mitarbeiter des antisemitischen Islamischen Menschenrechtsrates ist, der ein judenreines Jerusalem propagiert.

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Offene oder multikulturelle Gesellschaft? Beides geht nicht!

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Zur Erinnerung: „Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz wird von mir geteilt. Es liegen dem Verfassungsschutz keine belastbaren Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden haben.“ Verfassungsschutzpräsident Maaßen

Die Reaktion: eine Hetzjagd auf Maaßen

„Schädling“, ZDF-Moderator Oliver Welke (wurde gelöscht!!!)

„Lusche, die von der SPD verjagt wurde“, SPD-MdB Prof. Lauterbach

„Maaßen gefährdet Sicherheit und Demokratie“, Göring-Eckardt

Die FAZ tritt gleich zweimal nach:

Der Fall ist vergleichbar dem Fall Globke, Reents, FAZ

Für unterschlagene Pfandbons verliert man seinen Job, aber der umstrittene Chef des Verfassungsschutzes wird befördert – wie soll man das erklären?, Nadine Bös, FAZ

Kommentar von Roger Köppel, Die Weltwoche, Schweiz

Nachbemerkung: Von unserem SPD-Bundespräsidenten Steinmeier ist kein Aufruf zur Mäßigung mehr zu erwarten. Er hat sich „ehrlich gemacht“ (Steinmeier-Deutsch) als er „Asyltourismus“ als Beispiel für Sprachverrohung nannte. Von ihm kann man keine große Rede zum Migrationsproblem mehr erwarten. Er ist halt ein Linker. Dass Merkel ausgerechnet ihn zum Präsidenten machte, ist ein weiterer Baustein der Linksverschiebung, die Merkels Kanzlerschaft gebracht hat. Die Linie von Steinmeiers Tätigkeit im DKP-Verlag Pahl-Rugenstein bis zur Kranzniederlegung an Arafats Grab ist ziemlich gerade.

Enttäuscht bin ich von der FDP. Anstatt die Hysterie der linksgrünen Politiker und Presseleute aufs Korn zu nehmen und ein Plädoyer für eine offene Gesellschaft zu halten, fällt ihr noch nicht einmal auf, dass der SPD-Präsident diesen urliberalen Begriff missbraucht und ihn mit einer diversen, Mulikulti-Gesellschaft gleichsetzt.

Lesetipp: Karl R. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Band 1 u. 2

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FAZ-Satire: „Der Vernichtungsreflex“

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Dass es mit der FAZ soo schnell bergab gehen würde, hätte ich nicht erwartet. Aber die Medienhysterie um Chemnitz hat sie voll erwischt.

Die neueste Annäherung an die Standards von taz, Freitag, Zeit, SZ, ttt, Heute und Report steht am 20.9.18 im Feuilleton auf Seite 15: „Der Vernichtungsreflex“ von Kai Spanke. Herr Spanke schreibt über den gefakten AfD-Stand in Berlin-Lichtenberg, an dem Flugblätter an Nationalsozialisten erteilt wurden, eine kleine Menschenjagd stattfand und eine Reporterin angerempelt wird: Eine „aufwendige(sic!) Produktion“, „ein „humoristischer Rundumschlag“ gegen alle, die vom Tod eines jungen Mannes profitieren wollten.

Während des Drehs des Rundumschlags gab es Irritationen unter den Zuschauern wegen des Fakes. „Daraufhin habe man geduldig das Set und die Story erklärt… Jedem hätte klar sein müssen, dass es sich um Satire handelt, da das Filmteam… das Set mit entsprechenden Hinweisen versehen hatte.“

Nun lesen Ostdeutsche, zumal Berlin-Lichtenberger, keine FAZ. Dort durfte nämlich kürzlich Oliver Welke, Macher der Rüpelsendung „Heute-Show“ auf einer ganzen Seite erläutern, was Satire wäre. Nun sehen Schlecky Silberstein, der Erfinder des „Rundumschlags“, der vom Südwestrundfunk (SWR) bezahlt wurde und die Kulturschaffenden dieses ARD-Senders hohe Freiheitsgüter bedroht: die Kunstfreiheit, die  Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit. Wenn ein Kunstschaffender erklärt, er habe eine Satire erschaffen, hat das eine Satire zu sein, basta. Wer das anders sieht ist… na, was schon?

Die AfD versteht halt keine Satire und nimmt übel. Ja, sie klingelt sogar an der Wohnungstür des Spaßmachers, um ihn zu befragen, wie er das mit seinem Rundumschlag gemeint habe.

Jetzt ist die publizistische Hölle los: Faschistische Methoden schreit Satiriker Schlecky Silberstein. Obwohl er in Berlin lebt und wirkt, hat er anscheinend nie etwas davon gehört, wie Antifaschisten mit Menschen umspringen, die sie zum Feind erklären: ihr Auto anzünden, ihre Häuserwand beschmieren, ihre Adresse veröffentlichen, zum Töten aufrufen. Aber erst der „Hausbesuch“ der AfD erinnert Herrn Silberstein an 1933. Es trifft sich, dass er Jude ist, denn prompt gibt es antisemitische Kommentare und anscheinend auch Mordaufrufe. Bei der AfD-Klientel greife der alte Vernichtungsreflex, weiß Silberstein. Dieses Wissen imponiert dem FAZ-Mitarbeiter, er wählt den Satz als Überschrift.

Da haben wir dann das Chemnitz-Syndrom: Es geht nicht um arabische Messerstecher und Totschläger, um eine Stadt, die Zusammenrottungen von kriminellen Geflüchteten satt hat, es geht jetzt nur noch um die antisemitische, nationalsozialistische AfD.

In Chemnitz ereignete sich wie bestellt ein Überfall auf ein jüdisches Restaurant, so dass die Redner/-innen im Bundestag sofort und unisono beim Stichwort Chemnitz rufen konnten: „Antisemitismus, das geht bei uns ganz und gar nicht!“

Wenn 100 Vermummte, wohl ein untrügliches Zeichen für nationalsozialistische Schläger, mehr als ein faustgroßes Loch in einer Fensterscheibe zustande gebracht hätten, wäre das bestimmt bundesweit blitzschnell bekannt geworden. Erstaunlich, dass man vorher nie von Vorfällen um ein jüdisches Restaurant in der angeblichen Nazi-Hochburg gehört hat. Wenn man schon den Rechtsstaat von einem Hitlergruß (dargeboten von einem Arm, auf dem RAF eintätowiert war) und einem nackten nationalsozialistischen Hintern bedroht sieht, wären nationalsozialistische Krawalle vor dem Restaurant wohl nicht unbemerkt geblieben.

Fazit: Schlecky Silberstein ist letztlich doch eine Satire gelungen: Er jubelt dem FAZ-Feuilletonchef seine Presseerklärung als Text eines FAZ-Journalisten unter.

Was sind das für Menschen, denen angesichts dessen, was in Chemnitz alles passiert ist, nichts Besseres einfällt, als ein Satirefilmchen zu machen und zu finanzieren?

Weitere „Meilensteine“ des FAZ-Journalismus siehe hier und hier!

FAZ arbeitet hart an ihrem Ansehensverlust

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Wenn es nach dem FAZ-Mitarbeiter Jasper von Altenbockum geht, muss Frau Merkel nicht die Videos zeigen, auf die sie sich beruft, wenn sie von Hetzjagden und Zusammenrottungen spricht. Es hat sich sogar in den Talkshows herumgesprochen, dass keine Hetzjagden, Pogrome (Anetta Kahane u. a.) gab. Irgendwie wär es aber doch so oder zumindest ähnlich gewesen, schreibt der FAZ-Mann. Was Hetzjagden sind, wäre halt Auslegungssache. Dass der sächsische Ministerpräsident darauf besteht, dass es keine Hetzjagden gab, geht für die FAZ gar nicht. Das rückt ihn ins Zwielicht.

Im Hambacher Forst bei Aachen passiert inzwischen das, was den Chemnitzern unterstellt wird: Gewalttätige Antifaschisten verletzen dort Polizisten. Das ist der FAZ eine Kurzmeldung wert.

FAZ-Mitarbeiter Patrick Bahners macht sich über Prof. Werner Patzelt lustig, der mittels Petition Frau Merkel auffordert, ihre Belege für Hetzjagden zu veröffentlichen.

Als er noch Feuilletonchef beleidigte Edelfeder Patrick Bahners Islamkritiker allesamt als unanständig.

Thilo Sarrazin beklagt auf Tichys Einblick (TE), dass FAZ-Mitarbeiter Rainer Herrmann sein Islam-Buch verreißt, aber die FAZ-Redaktion seinen Leserbrief zum Verriss nicht abdruckt. Was ich bei dem renommierten Islamkenner Hermann vermisse: Seine Kritik ist kleinkariert. Er ist nicht in der Lage, das Buch angemessen zu rezensieren, geschweige, denn seinen Inhalt anzugeben. Hermann tut so, als ob Sarrazin eine eine theologische Abhandlung zum Islam geschrieben hätte, dabei noch nicht einmal Arabisch könne, also völlig ungeignet wäre für eine islamkundliche Exegese.

Kein Wort verschwendet die Islam-Koryphäe Hermann daran, ob es falsch ist, dass der Koran sich überwiegend mit Ungläubigen und dem Umgang mit ihnen beschäftigt, ob die Frauen im Islam als minderwertig gelten, ob mit dem Töten Ungläubiger dem Gläubigen von Allah die Sünden erlassen werden. Auf Sarrazins Behauptung im Buchtitel: „Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“, geht er erst gar nicht nicht ein.

Aber Herr Sarrazin begehe den unverzeihlichen Fehler, in seinem Buch den Sudan zum Maghreb zu zählen.

Einen Tag, nachdem bekannt geworden war, dass die FAZ den Leserbrief nicht abgedruckt hätte, holt die Zeitung das nach. Und der islamkundige Dr. Hermann weist natürlich in seiner Antwort auf den Leserbrief alle Kritik Sarrazins zurück. Hermanns Hauptargument: Sarrazin kann, im Gegensatz zu ihm, kein Arabisch und vermag daher nichts Substantiiertes über den Islam zu sagen.

Jetzt traue ich mich nicht mehr, etwas zur Bibel zu sagen. Ich kann sie nur auf Deutsch oder in „Einfacher Sprache“ lesen, nicht im Original.

Unter den Kommentaren auf TE ist auch dieser zu finden: Ein Leser sagt, er habe 10 Jahre in der arabischen Welt zugebracht. Alles, was Sarrazin sage, habe er dort angetroffen. Er könne ihm voll und ganz zustimmen.

Islamkoryphäe Hermann kennt sich scheinbar auch im Nahostkonflikt bestens aus: In der FAZ schrieb er schon früher, dass die Gründung des Staates Israel die bürgerliche Ordnung der arabischen Welt zerstört hätte. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: „bürgerlich“ im Zusammenhang mit einer multitribalen Gesellschaft, „Ordnung“ im Zusammenhang mit einer autoritären, patriarchalischen, kriegerischen Gesellschaft.

Eine feine Gesellschaft ist in den Redaktionsstuben „dieser“ Zeitung versammelt.

Kürzlich wunderte ich mich, dass der ZDF-Heute-Show-Moderator Oliver Welke auf einer ganzen FAZ-Seite als Fachmann für Satire interviewt wurde. Welke ist bekannt dafür, dass er Menschen in seiner Sendung herabsetzt, Politiker als Volltrottel und Deppen darstellt und AfD-Wähler als Idioten bezeichnet.

Jetzt hat Humorexperte Welke den Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen als „Schädling“ bezeichnet. Maaßen hatte es gewagt, zu einem von der Antifa veröffentlichten und von der Tagesschau gesendeten Kürzest-Video über eine angebliche nationalsozialistische Hetzjagd in Chemnitz kritische Anmerkungen zu machen. Selbstredend sind Welke und seine Sendung für den Grimme-Preis nominiert (oder haben ihn schon bekommen).

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So, wie Welke und seine Mitschreier heute dem Zeitgeist huldigen, hätten sie es vor 80 Jahren sicher auch getan, und beim „Stürmer“ Karriere gemacht. Mit dem Wort Schädling allemal.

Bahners, FAZ: Antisemitismus ist Kunst

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Das Berliner Popkultur-Festival ist hochpolitisch und nach Selbsteinschätzung bunt und divers. Nur eines darf es nach Meinung von Hardcore-Linksextremisten nicht geben: Israelische Künstler.

Politisch korrekt ist das Festival zu 150%: Gender-Klos, kein Gender-Gap zwischen den Geschlechtern (also bei Männlein und Weiblein; bei Transgender, queer, homo, trans usw. sind mir die Zahlen nicht bekannt.), außerdem barrierefrei. Themen des Popkulturfestivals sind Gentrifizierung, Rechtsruck in Deutschland, zu wenig Wohnungsbau. Alles Themen, die selbstverständlich auch mit den Mitteln der Kunst erörtert werden dürfen.

Die arabischen und jüdischen Fanatiker von BDS, der „Bewegung“, die nicht nur israelische Waren boykottieren, sondern die Existenz des „Apartheid-Staates“ und kolonialistischen Projekts“ Israel beenden will, sorgte auch dieses Jahr wieder dafür, dass eingeladene Bands absagten, weil auch Künstler auftraten, die von der israelischen Botschaft mit einem Reisekostenzuschuss unterstützt wurden.

Nun ließ dieses Jahr die Festivalleitung erstmals über die BDS-Aktivitäten diskutieren. Das ging gründlich in die Hose: Die Hälfte des Saales hatten die Fanatiker/-innen von BDS besetzt. Sie schrien jeden nieder, der pro Israel sprechen wollte. Die BDS-Fanatiker hatten sich gut vorbereitet. Sie nahmen die Hälfte der Plätze ein. Dabei waren auf dem Podium schon genügend (auch jüdische) Boykott-Sympathisanten.

Heute hat der Journalist Patrick Bahners in der FAZ von einer Veranstaltung berichtet, in der „Israel-Verteidiger“ die gesamte Veranstaltung mit Zwischenrufen stören würden (p 9: „Antisemitismus oder Freiheit der Kunst?“) Es wäre ein Mob unhöflicher Menschen gewesen, die die BDS-Unterstützer beschimpft hätten. Im Tagesspiegel, immerhin ein linkes Blatt, las sich das total anders. Da waren es die BDS-Fanatiker, die die Veranstaltung sprengten.

Islamfreund Bahners deutet schon mit der Schlagzeile seine Tendenz an: der Boykott israelischer Waren unterläge der Kunstfreiheit. Vereinfacht gesagt: Wenn Antisemitismus Kunst ist, ist es kein Antisemitismus mehr, sondern Kunst. So gelingt es dem Journalisten, das Problem umzudrehen: Es ist für die (frühere) Edelfeder nicht so, dass die BDS-Fanatiker, unterstützt z. B. vom Israelhasser Noam Chomsky, der unvermeidlichen Judith Butler, Naomi Klein oder dem Stalinisten und FAZ-Glossisten Slavoj Žižek, Künstler auffordern, nicht in Israel aufzutreten oder den Auftritt bei Veranstaltungen abzusagen, an denen Israelis teilnehmen. Für Herrn Bahners ist es umgekehrt und bedroht, wenn ich es richtig verstehe, die Kunstfreiheit, wenn  Kommunen und Veranstalter den BDS boykottieren und seine Aufmärsche untersagen. Nicht zum ersten Mal haben BDS-Fanatiker Veranstaltungen gestört und dabei auch oft Gewalt angewendet.

Am Rande sei vermerkt, dass es den jüdischen und arabischen BDS-Aktivisten und deren Sympathisantenszene um mehr als Waren- und Künstlerboykott geht: Sie wollen, dass Israel nicht weiterexistiert.

Mehr Beiträge zur Bewegung boycott, divestment and sanctions im Blog hier!

Bahners geht es nicht nur um seine Art von Kunstfreiheit. Er sieht auch, schrieb er an anderer Stelle einmal, die Meinungsfreiheit bedroht, wenn man nicht über das Ende des israelischen Staates diskutieren dürfe.

Wes Geistes Kind Bahners ist, zeigt Thilo Sarrazin Dass dieser Text in der FAZ erscheint, zeigt, dass der Stellenwert Bahners´in dem Blatt nicht mehr allzu groß ist.

Wo ist das Geld geblieben?

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Die USA geben den palästinensischen Arabern zehnmal so viel finanzielle Unterstützung wie alle arabischen Bruderstaaten zusammen. (2017 364 Millionen Dollar. Dazu kommen ca. 300 Millionen von nichtstaatlichen Us-amerikanischen Organisationen,)

Das hätte ich gerne an deutlich sichtbarer Stelle in den Berichten der Nahost-Korrespondenten von ARD und FAZ gelesen oder gehört.

 

Störer Israel

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Der Israel-Korrespondent der FAZ, Jochen Stahnke, hat seiner einäugigen Berichterstattung ein neues Stück hinzugefügt: „Dem jüdischen Volke“ überschreibt er es (FAZ v. 27.7.18, Leitkommentar p 1). Es geht um den aktuellen Aufreger, die neuen Festlegungen zur israelischen Verfassung.

Lassen wir unbeachtet, dass er zu erwähnen vergisst, dass die arabische Sprache weiterhin einen besonderen Status hat: Es bleibt bei dem bisherigen Status. Amtssprache war sie nie.

Selbstredend verwendet Stahnke auch das beliebte Klischee vom Verstoß gegen Völkerrecht, Genfer Konvention usw., wenn Israel die Westbank und Gaza besetzen würde.

Und er redet vom palästinensischen Volk und Staat, als ob es das seit Jahrtausenden (wie die palästinensisch-arabische Propaganda behauptet) gegeben hätte. Dabei waren sich bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts Araber und Juden einig, dass letztere die Palästinenser wären. Kein in Palästina lebender Araber hätte sich Palästineser genannt.

Damit hat Herr Stahnke das im Westen, in der arabischen Welt und in der FAZ beliebte Szenario skizziert: Mit ihrem kolonialistischen Projekt eines jüdischen Staates im Herzen und auf dem Staatsgebiet des palästinensischen Volkes werden die Juden zu einer Apartheids- und Besatzungsmacht, die ein friedliches, Ackerbau und Viehzucht betreibendes Völkchen drangsalieren, ihnen Land rauben und kein Wasser zuteilen.

Nun hatten sechs arabische Armeen Israel überfallen, aber nicht ihr Ziel erreicht, die Juden ins Meer zu treiben. Jordanien besetzte immerhin die Westbank und annektierte einen Teil Jerusalems. Jordanien besetzte damals kein palästinensisches Staatsgebiet. Israel nahm 1967 die Westbank den Jordaniern ab. (Die israelische Regierung hatte Jordanien 1967 gewarnt, am bevorstehenden neuen Krieg gegen Israel teilzunehmen. Sie taten es dennoch und verloren die Westbank und den jordanischen teil Jerusalems an Israel. Das Völkerrecht und die Genfer Konvention verbieten so etwas nicht. (Man könnte mit der völker- und staatsrechtlichen Argumentation, mit der Israels Besatzungs- und Siedlungsrecht bestritten wird, gut und gerne die Grenzziehungen und Vertreibungen in Mitteleuropa nach 1945 in Frage stellen.)

Siehe auch Das Völkerrecht und der Staat Israel

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Wie ein Absolvent des Roten Klosters heute ehemalige DDR-Dissidenten denunziert

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FAZ-Journalist Frank Pergande schrieb einst an der SED-Journalistenschule Rotes Kloster  in Leipzig eine Diplomarbeit über eine Zeitung des Klassenfeindes, die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Das qualifizierte ihn anscheinend, ausgerechnet bei ihr Arbeit zu suchen. Er schrieb bisher fundierte Texte über Politik und Alltag in Norddeutschland, nebenbei auch Krimis und Reiseführer.

Jetzt ist er Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Da empfiehlt er sich mit einem Text über ehemalige DDR-Dissidenten, die er psychisch instabil sieht, weil sie mit AfD oder Pegida sympathisieren.

Pergande war seinerseits in der DDR cleverer. Er hat sich angepasst oder zumindest verstellt. Während er damals der SED in den Hintern kroch, um Journalist werden zu können, denunziert er heute die, die damals aufrecht gingen und sich nicht anpassten, als psychisch gestört, weil sie mit der AfD sympathisieren.

Arnold Vaatz schrieb ihm einen Offenen Brief.