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FAZ entdeckt die rechtsradikale Architekturtheorie

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Die Potsdamer Linksextremisten wissen es schon lange. Sie schreien „Barockfaschismus“, wenn die Stadtverordnetenversammlung eine Rekonstruktion der vom Krieg und der SED zerstörten Stadtmitte beschließt. Die Edelfedern von FAZ und dem Ableger Sonntagszeitung (FAS) hielten es bisher mit der Präpotenz des kunstsinnigen Rotweintrinkers und machten sich bloß über die provinzielle, Cola trinkende Potsdamer Zivilgesellschaft und ihren Hang zur städtebaulichen Rekonstruktion lustig.

Jetzt hat das Frankfurter Feuilleton das „politisch naive Kulturbürgertum“, das die Wiederherstellung von Altstädten und Schlössern forciert, schachmatt gesetzt. Geschichtsrevisionisten wären sie. Sie gingen Rechtsradikalen auf den Leim, denen es darauf ankäme, den „Nationalsozialismus, die Angriffskriege und [den] Holocaust“ aus dem Stadtbild zu verbannen und eine „bruchlose Nationalgeschichte“ im Stadtbild zu erzeugen.

Erst kürzlich war es der Prof. em. Topfstedt, ehemals Professor für sozialistische Gegenwartskunst, der in der FAZ den Potsdamern nicht gönnt, in einer schönen Stadtlandschaft zu leben, sondern ein Museum der kontrastreichen Architekturgeschichte aus der Stadt machen will.

Jetzt (FAS v. 7.8.18, p 46) holt Prof. Stefan Trüby, Direktor eines Instituts Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (sic!) den Hammer heraus. So weiß er, dass die Rekonstruktion der Potsdamer Garnisonkirche auf einen rechtsextremen Militaristen zurückgeht, den Oberstleutnant a.D. Max Klaar. Was der Professor oder einer seiner Magisterstudenten jetzt entdeckt hat, ist in Potsdam selbst längst wieder Geschichte geworden. Der Bewunderer preußischer Militärtraditionen ist schon lange nicht mehr spiritus rector, sondern wurde ausgebootet. Die Stiftung Garnisonkirche will keine Militärkirche wiederherstellen, sondern eine Versöhnungskirche sein, die sich ihrer Vergangenheit nicht eindimensional stellt.

Nach einer Recherche in rechtsextremen Blättern hat Prof Trüby zudem herausgefunden, dass die Idee der Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt auf einen Rechtsextremisten zurückgeht. Der Professor schäumt: Heile-Welt-Gebaue, Geschichte als Wunschkonzert, eindimensional, Wiederholungsarchitektur, der Holocaust allenfalls als Anekdote sichtbar.

Trüby schäumt seit Jahren gegen „Blut-und-Boden-Architektur“. Liebe junge Familien oder ältere Ehepaare, die ihr aus Kreuzberg oder dem Schanzenviertel aufs Land zieht: Vergesst nicht kenntlich zu machen, dass ihr keine AfD-Wähler seid! Restauriert bloß keine verfallene Burg oder pflanzt eine Deutsche Eiche! Sonst fackelt die Antifa euer Häuschen ab. Prof. Dr. Stefan Trüby liefert die Adressen.

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FAZ: Die „Zivilgesellschaft“ von Gaza

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Foto von der zweiten „friedlichen“ Demonstration der palästinensischen „Zivilgesellschaft“: Quelle: IDF

Die Israelkritik in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ/FAS) ist nicht so deftig wie bei Augstein, wo sie ins Antisemitische übergeht, oder bei Dunja Hayali, die ihr Wissen über Palästina von Todenhöfer und arabischen Propaganda-Landkarten bezieht.

In der FAZ geht es subtiler zu: Rainer Hermann zeigt die historische Ungerechtigkeit der Staatsgründung Israels auf. Sie störe die „bürgerliche Ordnung“ des Nahen Ostens.  Aber schon das Balfour-Versprechen der Engländer wäre ein Vergehen am palästinensischen Volk gewesen. Von dessen jahrhundetealter Existenz scheint der Redakteur auszugehen. Hermann darf seinen historischen „Lückentext“ auf Seite 1 der FAZ verbreiten.

Für das antiisraelische Tagesgeschäft ist Jochen Stahnke zuständig. Er lässt, vor allem auf Twitter, keine Sünde der israelischen Regierung und der Armee aus. Ich werde bestens über die Korruptionsvorwürfe gegen Nethanjahu und über die hohen Mietpreise in Tel Aviv informiert. (Warum residiert Stahnke nicht im billigeren Ramallah?) Über die Millionäre von Gaza, die Einschränkung der Pressefreiheit im arabischen Palästina, die Misswirtschaft und Korruption der Hamas- und Fatah-Elite muss ich mich anderswo informieren.

Heute, am 1. April, liefert Stahnke in der Sonntagszeitung ein kleines Meisterstück ab.  Er kommentiert die Demonstrationen am Grenzzaun zu Israel in Gaza. (Einen Bericht, gar eine Reportage fand ich in der Sonntagszeitung nicht.) In deutschen Zeitungen heißt es über Antifa-Demos gerne: „weitgehend“ friedlich. Das weitgehend lässt Stahnke weg. Den Frieden stören aus seiner Sicht allein die jüdischen Scharfschützen.

Worum es geht, müssen wir uns zusammenreimen. Das soll laut Stahnke zum einen die endgültige US-amerikanische Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt sein. Dann geht es um die Erinnerung an eine Vertreibung von Arabern aus israelischen Gebieten der Westbank. Was bei Stahnke fehlt: die Forderung, sieben Millionen Flüchtlinge auf israelisches Staatsgebiet zu lassen. „Marsch der Rückkehr“ nennen die Aktivisten das. Der Name fehlt im Text.

Stahnke gibt der Sache einen anderen Dreh: Die Menschen in Gaza fühlten sich von der Welt und von der palästinensischen Autonomiebehörde verlassen. Dann zählt er auf: keine Arbeit, wenig Strom, wenig Wasser. Die Jungen bekämen keine Ausreisegenehmigung. Also geht es beim „Marsch der Rückkehr“ um die Verbesserung der Lebensbedingungen ? Um Protest gegen die Misswirtschaft von Hamas und Autonomiebehörde? Die Steine, die Böller, die Pallywood-Inszenierungen? Der Missbrauch von Kleinkindern als Schutzschild?

Für den Leser wird klar: die Israelis sind schuld. Überdies, ergänzt Stahnke: kein Israeli wurde verletzt. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Ministerin hat eine Meinung zur Privatmeinung eines Schriftstellers

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Eva-Maria Stange, Ministerin für Wissenschaft und Kunst in Sachsen, früher SED und Lehrergewerkschaft der DDR, später SPD-Mitglied und Bundesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, hat sich zum „Fall“ des „neurechten“ Dresdner Schriftstellers Uwe Tellkamp geäußert: Der habe mit seiner Kritik an der Einwanderungspolitik von Frau Merkel seine „Privatmeinung“ geäußert. Die teile sie nicht. (nach Michael Klonovsky)

Die Staatsministerin widerspricht damit ihrem Ministerpräsidenten, der Tellkamps Meinung für zulässig hält.

Ob Stange qua Amt gesprochen hat und damit ähnlich wie die ehemalige Bundeswissenschaftsministerin Wanka unzulässig handelte, ist noch nicht bekannt geworden.

Tellkamps Diskussionsbeitrag (gekürzt transkribiert) auf Tichys Einblick

Nachtrag 13.3.: Mir gefällt die Transkription von Jürgen Fritz noch besser (Publikumsreaktionen werden erwähnt, übersichtlicher gegliedert). Man muss das lesen, um die Überheblichkeit der grünlinken Journalisten zu erkennen, die allesamt gegen Tellkamp anschreiben.

Thomas Rietzschel über die Reaktion aus dem Suhrkamp-Verlag

Vera Lengsfeld: Ein dubioses Recherchekollektiv produziert Fakes zu Tellkamps Äußerungen.

Die FAZ macht munter mit. Das Blatt für die klugen Köpfe untersucht seine früheren Bücher auf Rechtslastigkeit. Jegliche Hemmung lässt heute auch der linke Berliner Tagesspiegel fallen (Auf Seite 1 der Potsdamer Lokalausgabe PNN). Erst konstatiert Gerrit Bartels wehleidig, dass die Damen und Herren des linken „Gesinnungskorridors“ (Tellkamp) von Tellkamp angegriffen würden, weil sie nicht seiner Meinung wären. Dann aber meint er großzügig – ähnlich wie auch die FAZ – Tellkamp dürfe doch vor tausend Leuten seine Meinung sagen. (Was fehlt, aber bei Sarrazin immer als Argument für die herrschende Toleranz gegenüber abweichenden Meinungen ausgelegt wird: Er verdiene viel Geld mit seinen Büchern.)

Update 18.3.: Die FAZ legt noch ´ne Schippe drauf! Stefan Locke berichtet unter der Woche über den Herrn Tellkamp, am Samstag bekommt er den Kommentar auf Seite 1 für seine Tellkamp-Kritik. Am Sonntag darf er im Feuilleton kommentieren. Kollegin Julia Encke widmet sich Tellkamp ausgiebig in ihrem Buchmessen-Artikel. Darüber vergisst sie ihre Chronistenpflicht, über die linke Gewalt gegen die drei rechten Aussteller zu  genügen: Störung der Veranstaltungen, Pöbeleien, Rangeleien. Rainer Hank befindet in einem Faktencheck, dass T. voll daneben läge. Maxim Biller verwurstet Tellkamp schließlich in einer Satire. Tilman Spreckelsen hat sich in seinem Buchmessenbericht noch nicht entschieden: eingangs schreibt er, dass Tumulte ausgeblieben wären. Später heißt es, es hätte sie gegeben, sie hätten sich aber „in Grenzen“ gehalten. Welchen Nerv hat Tellkamp bei den FAZ-Schreibern getroffen?

Wahrscheinlich geht´s in den FAZ-Ablegern „Quartely“ und „Woche“ weiter. (Für die beiden macht die FAZ verzweifelt[?] ganzseitige Werbung. Heute, am Sonntag, kündet ein ganzseitiger Artikel in der FAS sogar davon, was demnächst in „Quarterly“ steht.)

Locke verkündet in allen seinen Stücken, dass die Rechten doch sagen dürften, was sie sagen wollen. Dass doch Meinungsfreiheit herrsche. Für die Rechten, aber auch für die FAZ. Dass die Rechten aufhören sollen, sich als Opfer zu inszenieren. Zeitgleich wurde dem österreichischen Identitären Sellner das Reden in der Speaker´s Corner in London verboten, der islamkritsche Journalist Tommy Robinson wurde in der Speaker´s Corner von Muslimen zusammengeschlagen.

Ich reibe mir ob dieser steilen These von Locke verwundert die Augen. Wie war das? Dunja Hayalis berüchtigte Pegida-Reportage? Sie veröffentlichte hinterher ihr Rohmaterial und man konnte sehen, welche Sätze von Teilnehmern sie ausgewählt hatte und welche nicht. Hayalis aggressiver Interviewstil: „Dann sind Sie also für…? Dann sind Sie also auch für…?“

Wie lange dauerte es, bis in Talkshows AfD-Vertreter eingeladen wurden und nicht nur über die AfD geredet wurde? Wie Moderatorin Slomka mit Alice Weidel umsprang und eine unpassende Tabelle hochhielt, als Weidel Zahlen zur Ausländerkriminalität nannte. Heinrich-Böll-Stiftung und Amadeu-Antonio-Stiftung legten Schwarze Listen von Rechten an, Henryk Broder und Roland Tichy werden als rechtsextrem eingestuft. Es wurde versucht, ihnen wirtschaftlich zu schaden. Ein kritisches Buch zur Masseneinwanderung und den Grenzen des Sozialstaats verschwand aus der Spiegel-Bestsellerliste. Autobahnabfahrten wurden gesperrt und Straßenbeleuchtungen abgeschaltet, um rechte Demonstrationen zu erschweren.

Wie war das auf den beiden Buchmessen? In Frankfurt organisierte der Börsenverein(!) eine Demonstration vor rechten Ausstellungsständen. Ein linker Schläger wurde in den Qualitätszeitungen als rechter Schläger ausgegeben. In Leipzig verbannt die Messegesellschaft die drei rechten Stände in die hinterste Ecke.

Ich erinnere mich noch daran, dass im rbb bisher vornehmlich über Gegendemonstrationen berichtet wurde und die Teilnehmerzahlen der anderen immer Sundermayerniedrig eingeschätzt wurden. Der rbb-Experte für Rechtsextremismus, Olaf Sundermeyer (sh. Bild), wurde zufällig gefilmt, als er sich daran beteiligte, einen islamkritischen englischen Reporter beim Filmen in Cottbus zu stören. Erstmals sind jetzt im rbb Interviews mit Bürgern zu hören, die an „rechten“ Demonstrationen teilnehmen und es gab eine vom Sender initiierte Bürgerversammlung, zu der Rechte eingeladen waren.

Haben Frau Encke, Herr Hank, Herr Locke ein kurzes Gedächtnis oder informieren sie sich nur aus der FAZ?

Zeitungslektüre beim Sonntagsfrühstück

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Weinmeisterhaus auf dem Winzerberg gegenüber von Schloss Sanssouci; Bild: Potsdam-Merketing

Ich liebe die Zeitungslektüre beim ausgedehnten Sonntagsfrühstück. Wann immer möglich, genoss ich in den USA die dicke Wochenendausgabe der New York Times (NYT). Einmal brachte meine Frau ein Überraschungsgeschenk aus den USA mit: Weil die NYT am Kiosk ausverkauft war, hatte sie vor einem Rückflug aus Miami Teile aus Papierkörben für mich zusammengesucht. In Frankfurt am Main gab es einen Buchladen, in dem man die Wochenendausgabe am Montag nach dem Wochenende zu einem sündhaft teuren Preis kaufen konnte.

2009 brachte der Schriftsteller Dave Eggers einmalig eine Zeitungs-Wochenendausgabe heraus: das San Francisco Panorama. Es war doppelt so schwer und noch dicker als die dicke Wochenendausgabe der NYT. Es enthielt ein Magazin, eine 400seitige Literaturbeilage, Wochenend-Ausgeh- und Reisetipps,  erstklassige literarische Texte, Fotoreportagen, einen Comic von Art Spiegelman. Jedes einzelne Produkt war umfangreicher als eine gewöhnliche Tageszeitung.

Dave Eggers wollte zeigen, dass auch im Internetzeitalter eine gedruckte Zeitung immer noch ihr  Potential entfalten könne. 5 Dollar kostete sie bei Erscheinen. Bei Amazon wird sie heute antiquarisch zwischen 55 und 140 € gehandelt. Ich besitze ein Exemplar!

Bis jetzt war für mich die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) ein leidlicher Ersatz. Den Rest des Beitrags lesen »

Was passiert als nächstes?

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Man kommt mit dem Kopfschütteln nicht mehr nach.

Die Kulturschaffenden vom Stadttheater Cottbus spielen als Widerstandshandlung gegen die Proteste gegen zu viele Schutzsuchende in ihrer Stadt sogleich Brechts Arturo Ui.

Buchautor Uwe Tellkamp spricht von Gesinnungskorridor und Gesinnungsdiktatur, von Regierungslinie und Jubelorgien der Mainstreampresse über die Zuwanderung. Er ist der Meinung, 95% der Schutzsuchenden seien Wirtschaftsflüchtlinge.* Der Suhrkamp-Verlag distanziert sich sofort von seinem Autor Tellkamp. Man könnte als unbedarfter Leser ja zu der Auffassung kommen, er gäbe die Meinung des Suhrkamp-Verlages wieder.

Die FAZ tritt nach: Tellkamp führt den Fall Sarrazin an. Der Mann sei Opfer einer Hetzkampagne. Dem hält FAZ-Schreiber Stefan Locke entgegen: Sarrazin hätte viel Geld mit seinen Büchern verdient und außerdem sei er bis heute ein freier Mann. Bei Locke hätte ich durch seine Sachsen-Berichte eigentlich gewarnt sein sollen.

Update 17.3.18: Herr Locke hat seine Ablehnung der Tellkampschen Zustandsbeschreibung zu einem  Kommentar auf Seite 1 der FAZ ausgebaut. Er findet es infam, wenn Kritiker der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und des Kampfes gegen AfD und Rechtspopulismus von Meinungsdiktatur der „Qualitätsmedien“ reden und sich selbst als Opfer dieser Diktatur bezeichneten. Er sieht die „Tumulte auf der Frankfurter Buchmesse“ als Ausdruck von Meinungsfreiheit. Schlimm findet er, wenn Rechtspopulisten das Gebaren von Börsenverein, linken Verlagen, dem Suhrkamp-Verlag im Falle Tellkamps und die einhellige Verurteilung Tellkamps von taz bis FAZ an den Ostblock erinnert. Locke hat die FAZ endgültig ins grünlinke Lager überführt.

Die früher einmal liberale Wochenzeitung Die Zeit warnt vor dem Gebrauch des Wortes Heimat.

Die Antifa, die linke SA, verhindert unter den Augen der Polizei in Hamburg mehrmals Demonstrationen gegen die Bundeskanzlerin und schlägt, ebenfalls in Anwesenheit der Polizei, Menschenzusammen, die an der Demo teilnehmen wollen.

Kleinigkeiten, wie immer weiter ausufernde Koalitionsverträge, Abstimmungen von Parteimitgliedern über das Stimmverhalten ihrer Bundestagsabgeordneten und neuerdings die Koordination der SPD-Minister durch den SPD-Vizekanzler seien nur am Rande erwähnt.

Was passiert als nächstes?

 

* Zahlen von Wikipedia: Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 202.834 Asylanträge gestellt.[95] Es wurden 128.911 Entscheidungen getroffen. 1,8 % der Anträge führten zu einer Anerkennung nach Artikel 16a GG als Asylberechtigte. Weitere 24,1 % wurden als Flüchtlinge nach § 3 Abs. 1 AsylG anerkannt, weitere 4 % erhielten subsidiären Schutz nach § 4 Abs. 1, bei weiteren 1,6 % wurde ein Abschiebungsverbot festgestellt. Im weitesten Sinne „erfolgreich“ endeten somit 31,5 % der Asylanträge (sog. „Gesamtschutzquote“). 33,4 % der Anträge wurden nach Sachprüfung abgelehnt.[96][97] Abzüglich der formellen Erledigungen, ergibt sich nach Berechnungen von Hilfsorganisationen eine bereinigte Gesamtschutzquote von 48,5 %. Werden erfolgreiche Klagen gegen Behördenentscheidungen mit einbezogen, wurden demnach mehr als die Hälfte der Antragsteller 2014 als schutzberechtigt anerkannt.

Auch wenn angeblich die Hälfte der Flüchtlinge hierzulande einen Schutzstatus, u. a. politisches Asyl, erhalten, hat Tellkamp nicht automatisch Unrecht. Es ist z. B. unklar, wie viele der Antragsteller wirklich aus Syrien stammen, warum nicht zuerst Frauen und Kinder aus Kriegsgebieten fliehen, sondern junge Männer, warum anerkannte Flüchtlinge ihre Heimat (wenn der Begriff erlaubt ist) hin und wieder besuchen, obwohl sie angeblich wg. div. Verfolgungsgründe hier Schutz suchen. Warum „verlieren“ Schutzsuchende ihre Ausweise, aber nie ihr Handy?

Demonstrationsrecht gilt nicht für Türsteher

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Wenn zukünftige Historikergenerationen einmal untersuchen werden, warum der liberale Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland nach 70 Jahren gescheitert ist, werden sie Ereignisse im Februar 2018 nicht übersehen können:

In Berlin wurde eine – amtlich genehmigte – Demonstration gegen das Frauenbild (vieler) muslimischer Einwanderer und damit zusammenhängende Verbrechen (Mord, Vergewaltigung) von grünen und sozialistischen Politiker/-innen in Zusammenarbeit mit der linksfaschistischen Antifa gestoppt. Die Polizei war nicht gewillt oder in der Lage, das Demonstationsrecht zu gewährleisten. Die Mainstreampresse hat das nicht gestört. Es ging ja um eine rechte Demonstration. Angemeldet von einer AfD-Politikerin mit Migrationshintergrund. Woraus die Berliner Grünen sofort eine AfD-Demonstration machen. Wenn Demonstrationen von Linksparteilern angemeldet werden, wie etwa die jedes Mal in Krawall ausufernde am 1. Mai in Berlin, heißt es dagegen nicht, das ist eine Linkspartei-Demo.

Unter den 1.000 Teilnehmern, die es trotz polizeilicher Warnungen vor dem gewalttätigen linken Mob und trotz gesperrter U-Bahnhöfe geschafft hatten zusammenzufinden, wurde auch der Pegida-Gründer Bachmann gesehen. Das war für Ex-RAF-Verteidiger und Ex-Grünen-MdB Ströbele Beweis genug, dass hier Nazis am Werk waren.

Videoclip von Tommy Robinson (Nachtrag)

In Hamburg gibt es bisher vier Versuche, eine „Merkel muss weg!“- Demonstration auf die Beine zu stellen. Dies wurde von der gerade erst bei G 20 siegreichen Antifa verhindert. Die Anmelderinnen wurden mit Namen und Adresse ins Internet gestellt. Auf Haus und Pkw der einen wurden Farbbeutel geworfen und Fensterscheiben eingeworfen. Von beiden ist nichts im Internet zu finden, was sie als Nazis, d. h. irgendwie rechts, ausweisen würde.

Typisch für die Berichterstattung der Qualitätsmedien ist der kurze Text der FAZ vom 21.2.18, p 4: „Massive Proteste gegen Anti-Merkel-Demo„. Verfasser ist Matthias Wyssuwy. Er ist Nachfolger von Frank Pergande. Und schon beginne ich, den zu vermissen.

Wyssuwys Schlagzeile verrät den Tenor. Noch expliziter geht es weiter: Die erste Demo-Anmelderin, deren Haus angegriffen wurde „bezichtigt“ die Antifa der Tat. Die FAZ ist bekannt für eine oftmals gespreizte Sprache. So kann man insinuieren, dass es möglicherweise eine aus der Luft gegriffene Anschuldigung ist. Die Demonstrationsversuche dagegen werden ganz ohne Spreizung als rechte Aktivität dargestellt. Denn der Bundesvorsitzende der AfD hat das Vorgehen der Antifa kritisiert. Die Polizei „behauptet“ (um mich der Wortwahl Wyssuwys anzupassen), dass auch „Vertreter der rechten Szene“ als Demo-Teilnehmer beobachtet wurden. Die Veranstalterin weist einen rechten Hintergrund der Veranstaltung zurück.

Damit die klugen Köpfe, die die FAZ lesen, es auch nicht übersehen, wiederholt Journalist Wyssuwy in der nicht allzu langen Randspalte die Behauptung, dass die Hamburger Türsteherszene an der Organisation beteiligt gewesen wäre.

Journalist Wyssowy gibt sich den Anschein überparteilicher Berichterstattung: Er schreibt, dass „Kritiker“, wer immer das auch ist – soll ich raten? -, in der Anti-Merkel-Demo eine „Plattform für Verbreitung rechtsradikalen Gedankenguts“ sähen. Für Belege reicht der Platz nicht aus. Scheinbar ausgewogen fährt er fort: Die andere Seite(!) prangere das Vorgehen der linken Gegendemonstranten an. (Auch hier wieder subtil wertend: Die einen „sehen“, die anderen „prangern an“.) Dabei hat er die Behauptung „der anderen Seite“ schon vorher widerlegt: „Zu Ausschreitungen kam es nicht“, weiß er, bloß ein paar Störer „hätten im Umfeld der Kundgebung“ Personen angegriffen. Von den Hassgesängen, Steinwürfen und Rempeleien, über die andere berichten, schweigt er.

Nehmen wir an, es wäre so gewesen, wie FAZ-Journalist Wyssuwy es vom Hamburger Abendblatt abschreibt. Da wurde also der Hamburger Türsteherszene eine Demonstration erlaubt. Die wurde von der kampferprobten Hamburger Antifa unterbunden.

Und die Frankfurter Allgemeine Zeitung findet nichts dabei, dass das Demonstrationsrecht nicht für Türsteher gilt. 

Die inzwischen vierte Anti-Merkel-Demonstration wurde nach einer Stunde aufgelöst, schreibt Journalist Wyssowy lapidar. Von wem? Vom Hamburger Abendblatt, von der Polizei, den Linksfaschisten, den Türstehern?

Während die linke SA zuschlägt, schüchtern Staatsschützer anscheinend die Demonstranten ein.

 

Wird Israel Christen und Muslime aus Jerusalem aussperren? Fragt die FAZ

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Ist noch Platz für die Christen in Jerusalem? Das fragt sich „Nahost-Experte“ Rainer Hermann in der FAZ v. 3.1.18, p 8, nachdem die Knesset den Anspruch Israels auf ganz Jerusalem bekräftigt hat. Auch für Muslime sieht er schwarz. Schließlich lebten „Palästinenser seit Generationen“ in Ostjerusalem.

Manche „Generation Palästinenser“ lebt dort erst, seit sie in der Zeit der jordanischen Annexion (1948 -1967) die Juden aus ihren Häusern vertrieben hat. Juden war übrigens der Zugang zu ihren heiligen Stätten im jordanisch besetzten Jerusalem nicht erlaubt. Heute fliehen Christen aus dem früher überwiegend christlichen Bethlehem (Westbank) nach Israel. Bei so viel israelischer Apartheid können wir nur hoffen, dass die Araber mehr Toleranz zeigen, wenn sie dereinst ganz Palästina beherrschen.

FAZ-Redakteur Hermann bezieht sein Wissen anscheinend nur von ARD, ZDF und Arte. Auch die FAZ tielt: Israel beschießt Gaza. Im Text findet der kluge Kopf dann den Grund dafür.

Solch einen Bericht las ich in der FAZ zuletzt 2014.

Jerusalem: Israels Hauptstadt

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Bazonline: „Die heilige Stadt der Juden. Die übertriebene Kritik an der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt ist juristisch und rational nicht erklärbar.“

Dass ich einen solchen Artikel wie den der Basler Zeitung nicht in der Zeit, der SZ und FR zu lesen bekomme, ist klar, aber warum steht so etwas nicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung?

Aber auch „diese Zeitung“, wie ihre Unbelangbaren von sich selbst reden, ist in den Sog linksgrüner Palästinasympathie geraten. Wie anders konnte die glatte Lüge eines arabischen Politologen von FAZ-Interviewerin Lena Bopp unkommentiert bleiben? Der Wissenschaftler behauptete, in der von Jordanien 19 Jahre lang widerrechtlich annektierten Jerusalemer Altstadt hätte es schon religiöse Toleranz gegeben, nicht erst,  nachdem Israel die Annexion beendet hatte.

Der jordanische König hatte 1948 die jüdischen Bewohner der Altstadt, die jetzt arabischer Teil Jerusalems genannt wird, vertrieben, Juden war das Betreten des Tempelbergs verboten, die Zufahrt zur Hebräischen Universität und zum Hadassah-Krankenhaus wurde für Juden gesperrt. Tausende Juden wurden vertrieben. Christen wurden repressiv behandelt, die Religionsausübung eingeschränkt. viele verließen die Stadt.

1967 beteiligte sich der jordanische König wieder am Krieg gegen Israel. Israel besetzte daraufhin das von Jordanien annektierte Jerusalemer Gebiet und machte es für Juden und Christen wieder zugänglich.

2016 ließ US-Präsident Obama zu, dass der UN-Sicherheitsrat in einer Resolution die heiligen jüdischen Stätten, das jüdische Wohngebiet, das Krankenhaus und die Universität als widerrechtlich von israel besetzt ansah und erkannte das Territorium den palästinensischen Arabern zu. Bis dahin galt die noch aus Mandatszeiten geltende Auffassung, das Jerusalem internationels Territorium sei und sein Status in einem Verhandlungsprozess festgelegt werden sollte. Die Araber haben den internationalen Status nie anerkannt. Warum Obama plötzlich Verhandlungsmasse für einen Friedensprozess preisgab und den Arabern ohne Gegenleistung überließ, ist unbekannt.

Es ist nicht bekannt, ob Frau Bopp in die Lokalredaktion oder zu „Schüler schreiben“ versetzt wurde.

Siehe auch hierhier und hier!

Warum der arabische Bürgermeister einer Jerusalemer Vorstadt lieber von Israel als von der Autonomiebehörde des Dr. Abbas regiert werden will.

Drittheiligste Stadt des Islam?

Warum schaffen wir das nicht?

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Nachrichten aus den letzten 48 Stunden:

Bei der Gedenkfeier für den von Amri ermordeten polnischen LKW-Fahrer war der polnische Staatspräsident anwesend. Da der rbb-Reporter, der gerade eben von der Feier berichtete, den deutschen Botschafter nicht erwähnte, nehme ich an, dass der nicht anwesend war.

Es waren britische Fahrer-Kollegen, die nach dem Mord Geld für die Familie des Opfers gesammelt hatten, nicht deutsche.

Auf der Gedenkfeier für die Opfer des islamistischen Terroranschlags sprach der Imam einer Moschee, die der Verfassungsschutz beobachtet.

Ein Landgericht hatte das erstinstanzliche Urteil gegen die „Scharia-Police“-Aktivisten aufgehoben und sie frei gesprochen. Jetzt ist der BGH dran und der rbb-Reporter ist skeptisch, ob der BGH den Freispruch aufhebt. Der Anwalt der Muslime sagt: „Von den Jungs ging doch keine Bedrohung aus. Wer sollte sich bedroht fühlen?“ Warum haben die das dann eigentlich gemacht?

Die Welle der antisemitischen Demonstrationen hat die politische Elite kalt erwischt.

Es dauerte ein paar Tage, um etwas dazu sagen. Dann kam es routiniert: „Das darf nicht geduldet werden.“ „Das geht gar nicht.“ Noch nicht einmal Sätze wie: „Wir werden mit aller Härte dagegen vorgehen“ fielen. Herr Maas verurteilt zwar, schlug aber bisher keine Gesetzesverschärfung vor. Man beeilte sich, darauf hinzuweisen, dass Fahnen verbrennen nicht so einfach zu bestrafen wäre. Und wenn Ausländer Ausländern den Tod wünschen, ist die Strafbewehrung strittig. Da passte der Satz der Bundeskanzlerin wie die Faust aufs Auge, dass (Antisemitismus und) Fremdenhass nicht geduldet würden. Wenn nun aber Fremde Fremde hassen?

Die Berliner Polizei meldete die erste Demo als friedlich und gewaltfrei. Sind Todesdrohungen, das Anstecken von israelischen Flaggen und von Davidsternen in Berlin so normal, dass niemand mehr Anstoß nimmt? Es geht ja bei den Berliner Al Quds-Demos seit Jahren so zu.

Die Kriegsberichterstatter standen derweil enttäuscht in Jerusalem herum, weil der Dritte Weltkrieg nicht ausbrach. Dass in über 20 deutschen Städten gegen Israel gehetzt und teilweise auch gewalttätig demonstriert wurde, musste ich mir in den Medien zusammensuchen. Auch die TV-Nachrichten darüber waren nicht sehr zahlreich. In Berlin wurde nicht nur vor dem Brandenburger Tor, sondern auch im arabischen Neukölln und vor dem Bundeskanzleramt demonstriert. Auch schon bei der Anreise in der U-Bahn wurde Juden der Tod gewünscht. Es waren allein in Berlin tausende. Demonstrant/-innen

Jetzt lese ich in der FAZ, dass es ja nur wenige tausend waren. Wenn 200 Neonazis auftauchen, wird die Wiederkehr von Auschwitz beschworen. Wenn israelische Fahnen und Davidsterne angezündet werden, inmitten tausender Demonstranten, gilt es zuallererst, den Generalverdacht zu vermeiden. Es wären ja nur ganz wenige, die gezündelt hätten. Die FAZ spricht von einem Stoffstück, auf dem ein Davidstern drauf war. Sie ist bemüht zu differenzieren. Längst nicht alle arabischen Migranten wären antisemitisch. Es werden Umfragen zitiert. Allenfalls bei Syrern und Irakern sei Antisemitismus gesellschaftsfähig.

Das Bundesamt für Migration habe 779 Schutzsuchende, darunter auch Syrer und Iraker, befragt. 97% lehnten Antisemitismus ab. Aber selbst die Forscher sind irritiert ob der widersprüchlichen Antworten: Man respektiere Juden, aber Israel müsse vernichtet werden. Das ist ganz nach dem Geschmack der linken Israelfeinde. Sie unterstützen Hamas und BDS, gratulieren aber den Juden zu Chanukka.

arabischer Antisemitismus

Die Organisation „Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland“ (PGD) akzeptiert nach eigenen Angaben keinen Antisemitismus. Das hindert sie nicht, Sprechchöre mit Hassparolen zu initiieren.

Die Facebook-Redakteure von „Die Bundesregierung“ watschen jeden Kommentator ab, der es wagt, Flüchtlingskrise und Masseneinwanderung in Verbindung mit den antisemitischen Krawallen zu bringen. Zu unsachlich, weil man doch gar nicht wisse, ob nicht auch Deutsche unter den Demonstranten waren. Außerdem wäre nur ein kleiner Prozentsatz gewalttätig geworden.

Die Israelfeinde von der Boykott-NGO BDS liefen auch mit. Wieso fragt kein Journalist, warum der Außenminister wegen eines Gesprächstermins mit diesen Fanatikern den Termin bei Netanjahu aufs Spiel setzte. Er hätte sich doch jetzt locker mit ihnen am Rande der Demo treffen können, nur ein kurzer Fußweg von seinem Amtssitz entfernt.

Wenn es um die Fehltritte von Trump geht, können sich unsere grünlinken Mainstreammedien nicht einkriegen. Wenn Erdogan zum Mord an Juden aufruft, taucht das noch nicht einmal unter Vermischtes auf. Wenn Russland „West“-Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkennt, juckt das unsere „Unbelangbaren“ nicht. Wenn arabische Staaten „Ost“-Jerusalem zur Hauptstadt der arabischen Palästinenser proklamieren, ist das keinen Leitartikel wert.

Nachtrag: Bundespräsident Steinmeier reibt sich zwar an der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch die USA, aber er nimmt doch deutlicher als alle anderen Politiker/-innen Stellung: Deutschland habe Verantwortung für die Sicherheit Israels und lehne jede Form von Rassismus und Antisemitismus ab. Auch für die Einwanderer gebe es keine Ausnahme.

FAZ-online zitiert Steinmeier in der Schlagzeile mit: „Der Antisemitismus ist noch nicht überwunden.“ Der Satz erinnert mich an den seit 70 Jahren gleichbleibenden harten Kern von ca. 5% Nazis in Deutschland. Zur derzeitigen durch in Deutschland lebende Araber geschaffenen Situation passt er allerdings nicht. Letztlich traut sich auch der Bundespräsident nicht, unseren palästinensischen Wutbürger/-innen Einhalt zu gebieten. Bei Pegida und AfD war man um drastische Vergleiche nicht verlegen.

Steinmeier hat wenigstens angemessener Stellung genommen als die Bundeskanzlerin. Da hat er wohl seit seiner Kranzniederlegung am Grab des Terrorpaten Arafat dazugelernt.

Andererseits lässt das SPD-geführte Außenministerium seinen UN-Botschafter in der Regel den unzähligen israelfeindlichen Entschließungen zustimmen. Steinmeier hat sie sogar ausdrücklich begrüßt.

FAZ: Die palästinensischen Araber sind Opfer!

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CC BY 2.0 ladydi saster

Schade, dass der in Gaza lehrende Professor Atu Abu Saif in dem von Lena Bopp geführten Interview in der FAZ v. 7.12.17, p 8, unwidersprochen die Palästinenser als Opfer darstellen kann, die nichts sehnlicher als Frieden wünschten.
Er will die in Gaza regierende Hamas „ermächtigen“, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und den Wohnungsbau voranzutreiben. Abgesehen davon, dass sich die Hamas von niemandem ermächtigen lässt: Warum wurde, als Israel Gaza 2005 ohne Vorbedingungen räumte, daraus keine blühende Landschaft? Fruchtbare Plantagen hatte Israel hinterlassen. Warum wurde Gaza zu einer Militärbasis, von der aus Israel beschossen wird? Warum sperren Israel und noch viel strikter Ägypten die Grenze zu Gaza? Wenn Wohnungen nicht fertig gebaut werden, wie der Politologe beklagt: Könnte es daran liegen, dass die Hamas den Zement, den Israel liefert und die EU bezahlt, für Terrortunnel statt für Wohnhäuser verwendet wird? (Israel liefert laut COGAT wöchentlich ca. 15.000 Tonnen Waren auf 500 LKW über die angeblich gepserrte Grenze.)
Israel räumte auch den Sinai. Von dort schießen heute mit der Hamas verbündete Islamisten auf Israel.
Was ist mit den ständig erneuerten arabischen Schwüren, Israel als Staat auszuradieren und die Juden ins Meer zu treiben? Die palästinensische Nationalcharta sagt in Art. 19: Israel bleibt auf ewig illegal. Die Charta der Fatah fordert in Art. 12 die Auslöschung der Zionisten. Die Hamas-Gründungsurkunde besagt in Art. 13: Die Lösung des Problems ist der Jihad, der Krieg gegen die Juden.
Auf Verhandlungsangebote der Israelis zuletzt 2000, 2008 und 2013 antworteten die Araber nicht.
Der Wissenschaftler behauptet, dass Präsident Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Das war sie auch schon vor Trump. Dort sitzen das Parlament, der oberste Gerichtshof, und der überwiegende Teil der Regierung.
Auch seine Behauptung, Jerusalem wäre schon vor dem Einmarsch der israelischen Streitkräfte unter jordanischer Annexion eine tolerante Stadt gewesen, ist gewagt. Wenn jüdische Grabsteine als Fußboden für jordanische Latrinen benutzt werden und jüdische Friedhöfe mit Wohnhäusern bebaut werden, ist das eine sehr spezifische Art von Toleranz.
Leider ersparte Frau Bopp dem Professor kritische Fragen.

Die FAZ wirbt mit diesem Slogan für sich: „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“. Sie scheint aber manchmal ihre Leser zu unterschätzen. Warum kaufe ich eigentlich eine Zeitung, wenn ich dann feststelle, dass ich für dumm verkauft werde? Ich gehe nicht davon aus, dass Frau Bopp den beschränkten Horizont eines Professors aus Gaza ausstellen wollte.

Sie sollte einmal beim FAZ-eigenen Blogger Don Alphonso vorbeischauen:

„Palästina war nie ein Staat. Nie.
Nach mehreren Jahrhunderten unter den Osmanen war dort britisches Mandatsgebiet. Die Briten teilten den Osten am Ufer des Jordan ab. Dann teilten sie den kleinen Rest auf.
Wem taugte das nicht? Wer griff sofort mit 5 Armeen an? Arabia.

1967 die Befreiung Jerusalems nach einem weiteren Angriffskrieg der Araber. Vor 50 Jahren.

Die Stadt Davids ist die Stadt Israels“

Kürzer kann man es nicht sagen. Hier die Quelle: Rebellen ohne Markt, Eintrag v. 7.12.17, 22 Uhr 23

Siehe auch Joachim Nikolaus Steinhöfel, Thomas Eppinger oder Roger Letsch

Steinhöfel verweist noch auf eine leider nur allzu treffende Satire von Claudio Casula: „So wird man Nahostkorrespondent“. Man könnte herzlich lachen, wenn es nicht wahr wäre.

Siehe auch im Blog hier!