Fake-News

Muslimische Mütter demonstrieren gegen Terror?

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Hier ist das Making of!

CNN sagt, die Frauen wären schon dagewesen. Man hätte sie nur ein wenig kameragerecht aufgestellt.

Nachtrag: FAZ-Mitarbeiter Michael Hanfeld weist alle Unterstellungen der Blogs zurück. (Sie werden immerhin gelesen!) Natürlich hätten die Muslime die Presse gesucht, um auf ihren Protest aufmerksam zu machen. Sie hätten sich dazu einen Weg durch die anderen Demonstranten gebahnt.

Dass sie sich einen Weg bahnen mussten, ist auf dem „rechtspopulistischen“ Videoclip nicht zu erkennen. Die Straße ist völlig leer.

Wenn von einer Million Londoner Muslime (Schätzung Zensusbüro 2011) ein Dutzend Trauer wegen der Morde von Islamisten bekunden, ist das anzuerkennen, man muss es aber nicht gleich groß inszenieren.

Das erinnert mich an eine Lesung von Thilo Sarrazin im Potsdamer Nikolaisaal. Die unvermeidliche Potsdamer Antifa hatte sich vor dem Saal aufgebaut und ein Aktivist hielt ein Pappschild mit der Aufschrift „Hals Maul Sarrazin“ in die Kameras. Das Pappschild war am nächsten Tag das Foto zur Veranstaltung. Der Tenor des Berichts: Potsdam protestiert gegen Sarrazin.

Die ARD leiht ihren Faktenfinder an CNN aus. Herr Wichmann weist nach: Alles ist wahr. Der Blogger, der den Clip über die Vorbereitung des CNN-Beitrags ins Netz gestellt hatte ist ein Rechter. (via Science Files)

Die ARD ist vertrauenswürdiger als CNN? Hier zum Vergleich: Moscheereport ursprüngliche Version und Moscheereport (überarbeitete Version )

(Letzteres via philosophia perennis)

Update: Demonstranten, die Gedenkveranstaltungen für Manchester störten, mussten nicht medial aufbereitet werden.

Neue Fake-News der Grünen: Vogel- und Insektensterben

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Herausfinden, was nicht stimmt, ist eine Lieblingsbeschäftigung von mir. Anders als die Hatespeech- und Fake-News Jäger/-innen des ö.r.TV und der grünlinken Zeitungen sehe ich auch gerne einmal bei den mächtigen NGOs Foodwatch, Greenpeace, BUND, bei Peta, den Grünen und den Linken nach. Von Thilo Bode oder Prof. Schellnhuber kann mancher AfD-Spin-Doktor noch lernen.

In einer Anfrage an die Bundesregierung konstatieren die Grünen ein Vogel- und Insektensterben. Blogger Frank Nagel hat („Franks gesammeltes Halbwissen“) nachgefragt. Und siehe da: Die seriöse Auskunft zum Narrativ vom 90%igen Verschwinden der Insekten-Biomasse heißt: Es gibt keine belastbare Zahl. Außer einer einzigen: Eine Zählung des Entomologischen Vereins Krefeld im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch kommt auf 75%. Dieses Ergebnis ist schwerlich verallgemeinerbar.

Auch beim Vogelsterben manipulieren die grünen Politiker/-innen: Die für Deutschland angegebene Zahl gestorbener Vögel ist eine europaweite Schätzung!

Gerne nennen die grünen Fachleute als Ursache die Verwendung von Pestiziden und die steigende landwirtschaftliche Nutzung der Böden. Was bei ihnen unter den Tisch fällt: Es gibt mehr Flächenstillegungen als Neuland unter dem Pflug. Die grüne Agrarwende hin zu Bio wird mehr Fläche brauchen, da die Erträge bei Bio-Anbau geringer sind. Also wird die grüne Agrarwende das Vogelsterben befördern. Durch die grüne Energiewende kommt es zu einer „Vermaisung“ der Landschaft: die Monokultur Mais breitet sich aus. Sie schadet der Artenvielfalt bei Insekten, Schmetterlingen und Vögeln. Dass auch Windräder nicht unbeteiligt am Vogelsterben sind, ist für Grüne tabu. Ebenfalls unerwähnt bleiben die Todesursache Windräder und die kilometerlangen Vogelfallen an der afrikanischen Mittelmeerküste.

Vögel und Insekten sterben – grüne Panikmache oder reales Problem?   (via Novo-Argumente)

Dazu passt die Unstatistik des Monats zum Gebrauch von Pestiziden

WDR übernimmt Hanois Sicht des Vietnamkrieges

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Ich freue mich, dass meine Empfehlung des Buches von Uwe Siemon-Netto über den Vietnamkrieg, „Duc, der Deutsche“, immer noch einer der häufig angesehenen Posts ist.

Leider ist es aber so, dass die eifrigsten Kämpfer gegen Hass-Tiraden und Fake-News im Internet, die Journalist/-innen, selbst gerne Fakes produzieren.

So hat der WDR, der sich zusammen mit anderen Medieneinrichtungen eine eigene Recherchetruppe hält, für seine Vietnamkriegsdokumentation nicht weiter recherchiert, sondern die nordvietnamesische Sicht übernommen: „Der Vietnamkrieg. Gesichter einer Tragödie“ 2015.

Wer sich die 90 Minuten Vietcong-Propaganda des deutschen TVs nicht antun will: Wolfgang Röhl hat auf AchGut das Nötige dazu geschrieben.

Fake-News 1969: Die Stones spielen auf dem Dach des Springer-Hochhauses

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Im RIAS wurde die Nachricht, die ein gut erfundenes Gerücht war, verbreitet.

Die Stasi jagte über 2.500 Jugendliche, die sich versammelt hatten, durch Ostberlin, verhaftete, verprügelte, wies in Jugendwerkhöfe und Zuchthäuser ein.

Berliner Zeitung Online,  5.6.2014

Fake-News: Klima und Umwelt (mit vielen Links!)

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  • Eine Umfrage aus dem Umweltministerium: Was die Ministerin herausliest, obwohl es nicht drinsteht.
  • Weltklimabericht: “Es besteht weiterhin ein Mangel an Beweisen und deshalb ein geringes Vertrauen in Bezug auf Trend-Anzeichen in Bezug auf Größe und/oder Häufigkeit von Überschwemmungen auf globaler Ebene der Instrumenten-Aufzeichnungen.“ Dasselbe wird zu Dürren, Stürmen usw. gesagt. Seit 70 Jahren keine Anhaltspunkte für auffällige Veränderungen. Das fehlt im deutschen Executive Summary!
  • Radioaktive Strahlung im Flugzeug ist in Reiseflughöhe höher als in der „Todeszone“ von Tschernobyl
  • Professor Dr. Paul Ehrlich erklärte 1970 dass eine Massenhungersnot unmittelbar bevorstünde. Seither ist aber die Anzahl der in Armut lebenden Menschen signifikant gesunken und die Menge der Nahrungsmittel pro Person stetig gestiegen
  • Die meisten Katastrophen-Szenarios werden auf den Earth Days vorausgesagt. Der diesjährige deutsche „Tag der Erde“ am 22. April gilt dem Kampf gegen die, die nicht glauben wollen, dass menschengemachtes Kohlendioxid eine Klimakatastrophe verursachen wird
  • Wie die „Klimaexperten“ Markus Lanz und Dirk Steffens im ZDF die Welt retten
  • Hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Im AfD-Programm wird der menschengemachte Klimawandel angezweifelt. Also sind alle Zweifler rechts, rechtsradikal oder rechtspopulistisch oder Nazis. Im Faktenfinder-Verein Correctiv weist eine Journalistikstudentin der AfD nach, dass sie irrt. Das unabhängige Umweltinstitut EIKE weist nach, dass die Studentin unsauber arbeitet.

Keine Fake-News:

 

So kann man sich täuschen: Ich dachte, dass der March of Science eine Demonstration für die Freiheit der Wissenschaft wäre. Bis ich merkte, dass es den Demonstrierenden darum geht, den Wissenschaftlern, die die These vom menschengemachten Klimawandel widerlegen, das Wort zu verbieten. In der Tagesschau durfte Prof. Schellenhuber den Marsch preisen.

Postmodernismus ist die Mutter der Fake-News

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Den Postmodernisten oder Poststrukturalisten, am bekanntesten sind Foucauld, Lacan, Lyotard und Baudrillard, gebührt die Ehre, herkömmliche Wissenschaft, Rationalismus, Aufklärung und Liberalismus als „Narrative“, Erzählungen, gleichwertig neben Kreationismus und Islamismus gestellt zu haben. Alles ist unterschiedslos narrativ. Empirische Forschung ist von Gestern, es geht jetzt vor allem um Diskurse. Ihre Sprache ist schwer verständlich. Kritiker entlarven sie als sprachspielerischen Nonsens, in dem gerne mathematische und naturwissenschaftliche Begriffe verwendet werden..

Link: Klaus Laermann, Lacancan und Derridada, Zeit Online, 30.5.1986

Das Faktische und das Postfaktische sind nicht nur gleichberechtigt, das Faktische, wissenschaftliche Erkenntnis, wird denunziert: Sie wäre abhängig vom Geschlecht, der Rasse, der sexuellen Orientierung des Wissenschaftlers, wäre Ausdruck von Macht (weißer, europäischer Männer).

Wenn die russische Propaganda fünf Versionen vom Abschuss einer Passagiermaschine über der Ostukraine erzählt, sind das aus postmoderner Sicht ernstzunehmende Narrative. Objektivität, belegbare Beweise? Siehe oben!

Dieses Konzept hat den Genderismus ermöglicht, der jetzt naturwissenschaftliche Erkenntnis bedroht, die Gendersterne eingeführt hat und in der vorherrschenden heterosexuellen Dominanzkultur eine Aggression gegenüber anderen Formen sexueller Existenz sieht.

Womit die linken, wenngleich nicht vulgär-marxistischen postmodernen Sprachrevolutionär*innen nicht gerechnet haben, ist, dass auch die Rechten postmodern wurden und Narrative und Diskurse erfinden und verbreiten.

Die helle Aufregung darüber hat die Jagd von linken Journalisten und Linguisten nach rechten gefakten und postfaktischen Erzählungen ausgelöst. (Oder hat jemand schon einmal gehört, dass „postfaktisch“ auf linke Parolen angewandt worden wäre?) Auch das postmoderne Konzept, mit „Identität“ den Individualismus westlicher Gesellschaften zugunsten von Gruppenmerkmalen – Transgender, Queer, Araber, Schwarzer, Weißer, Geflüchtete – auszuhebeln, wurde von Rechten übernommen, z. B. den „Identitären“. Sie treten, übrigens nach französischem Vorbild, für die Erhaltung und Förderung kultureller Identität gegen die von ihnen behauptete Islamisierung Europas ein.

Daran können die Gesetze von Herrn Maas und die Millionen € von Frau Schwesig zur Bekämpfung von AfD und Identitären wenig ändern. Der Geist ist aus der Flasche.

 

ARD sucht anderswo nach Fake-News

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„faktenfinder“ nennt sich das Portal, das die ARD gerade gestartet hat, um „gezielte Falschmeldungen“ und ihre Urheber ausfindig zu machen.

Zuerst dachte ich, die überprüfen ihre Nachrichtensendungen und Magazine und was sie von dpa kriegen. Etwa das Narrativ des ARD-Nahost-Korrespondenten über die Wasserversorgung auf der Westbank. Oder sie überprüfen den Wahrheitsgehalt von „Studien“ über Pay Gap oder wachsende Armut, bevor sie deren Inhalt verkünden. Oder die dpa-Mitteilung, dass Juden Trumps Wahl finanziert hätten.

Aber nein, es geht nicht um das eigene Schaffen. Es geht – natürlich – um Lügen, Halbwahrheiten und Gerüchte im Netz. Das ZDF plant das gleiche. Die ARD produziert keine Fake-News, sondern höchstens „handwerkliche Fehler“.

Update: Die FAZ spricht inzwischen von der „Fake-News-Suche“ als neuem Big Business. Es gäbe

  • ARD-faktenfinder
  • Correctiv (finanziert von G. Soros, BILD, Spiegel, Deutsche Bank)
  • Deutschland sicher im Netz
  • Deutsches Internet-Institut
  • Stiftung digitale Chancen
  • Hoaxmap (Will Fake-News gegen Geflüchtete aufspüren)
  • Clicksafe (EU)
  • in Vorbereitung: ZDF-Faktenfinder
  • Jeff Jarvis, der Internet-Nerd, will gar weltweit die Fake-News-Produktion erforschen. (Jarvis informiert sich über das Weltgeschehen durch Twitter und Facebook und meint, wenn BILD den Lesern Kameras schenke, sei das die Zukunft des Journalismus; GS)

Bemerkenswert ist, dass zahlreiche Querverbindungen zur Kahane-Stiftung bestehen und manche Fake-Expert*innen an mehreren Stellen präsent sind. Jedenfalls gibt es neue Arbeitsplätze für alle, die etwas mit Medien und Kommunikation machen wollen.

Weitere Fake-News-Beiträge im Blog

Fake-News von Greenpeace

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Da wir gerade beim Thema sind: Der Schuss gegen alles, was rechts ist, geht gelegentlich nach hinten los. Nicht nur Rechte verbreiten Fake-News oder postfaktische Narrative.

Jetzt ist Greenpeace dran. NGOs sind mächtig, aber bislang niemanden verantwortlich – weder für den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen, noch für die Konsequenzen ihres Tuns, noch dafür, dass ihre Aktionen erreichen, was sie zu erreichen vorgeben. NGOs sind zudem nicht demokratisch legitimiert.

Die mächtige Umweltorganisation muss sich derzeit in Kanada für ihre Fehlinformationen über einen Holzlieferanten vor Gericht verantworten. Die haben für Insolvenzen und Arbeitsplatzverlusten geführt. Greenpeace entschuldigt sich und macht weiter.

Ludger Weiß berichtet in Salonkolumnisten.

Überhaupt: Was ist mit den ökologischen Katastrophenszenarien der vergangenen Jahrzehnte? Zuletzt macht das angebliche Aussterben der Eisbären wegen des angeblichen Verschwindens der polaren Eismassen Furore.

Es fehlt an Informationskompetenz

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Beiträge wie den vorhergehenden schreibe ich besonders gerne. Mir hat es schon im Unterricht Spaß gemacht, Schülern kritisches Denken beizubringen, zu hinterfragen, nicht alles zu glauben, was man hört und liest. „Informationskompetenz vermitteln“ kann man fachmännisch dazu sagen.

Wobei der Begriff im Internetzeitalter leider auf den Hund gekommen ist. Gemeint ist jetzt nicht substantielle, inhaltliche Prüfung von Informationen im Sinne von Quellenkritik, sondern die Durchsicht, ob digitale Quellen zuverlässig sind. Kriterien wären: der Autor wird genannt, ein Impressum ist vorhanden, die Sprache ist verständlich und fehlerfrei, die Seite enthält Updates usw.

Ich bedaure fast, dass Informationskompetenzvermittlung nicht das Kernthema des Blogs ist. Aber auf manche „Studien“, in denen Fakes produziert und von der Tagesschau unkritisch verbreitet werden, weise ich doch hin.

Im Mittelpunkt des Medieninteresses stehen derzeit nur Fakes und Postfakes, die aus dem rechten, dem „dunklen“ Spektrum der politischen Welt stammen. (Enthält dieser Satz schon Rassismus gegen Journalisten?)

Deswegen findet man diese Stories nicht beim rbb oder beim Rechercheverbund von SZ, NDR und WDR:

  • Die Wirtschaftsministerin feiert in einer Broschüre die Energiewende. Im aktuellen Energiewende-Index von McKinsey haben sich dagegen elf von 15 Indikatoren verschlechtert und: „Es wird noch teurer“. (Die Welt/N24)
  • In Novo. Argumente für den Fortschritt wird zu einem Bericht verlinkt, der nachweist, dass die CO2-Konzentration in Deutschland nach 17 Jahren Energiewende 10mal höher als in Frankreich ist (in Englisch). Visualisiert ist das auch auf einer informativen interaktiven Karte, auf die Dirk Maxeiner hinweist. Frankreich produziert seinen Strom überwiegend in Atomkraftwerken.
  • Wie Wikipedia Klimainfos manipuliert: Der Hamburger Forsythien­strauch

Welches Schindluder mit Daten auch in der Wissenschaft getrieben wird, beschreibt Thomas Perry im Cicero.