Fachhochschule

Aus Hamburg zurück: Potsdamer Linke besetzt Fachhochschule

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Noch ganz beseelt von den Hamburger Krawallen haben Potsdamer Linksextremisten um André Tomczak den DDR-Bau der Fachhochschule besetzt. Sie wollen verhindern, dass der Monumentalbau, in ihren Augen „bedeutende DDR-Architektur“, abgerissen wird und zwei Stadtquartiere mit Wohn- und Geschäftshäusern (wieder) aufgebaut werden. Sie wollen ihn als ein weiteres Kulturhaus erhalten wissen. Das ist Tomczak schon einmal gelungen, beim DDR-Rechenzentrum, ebenfalls, wie er meint, bedeutende DDR-Architektur. Das Gebäude wird jetzt von Kreativschaffenden genutzt. Es wird den Wiederaufbau der Garnisonkirche zumindest erheblich erschweren.

Linksextremisten interessieren parlamentarische Beschlüsse nicht. Schon Dr. Rosa Luxemburg hatte erkannt, dass Parlamentarismus eine Geisteskrankheit wäre.

Der natürlich auch anwesende sozialistische Bundestagsabgeordnete Norbert Müller begrüßte die Besetzung. Müller scheint das parlamentarische Standbein der Potsdamer Linksextremisten zu sein. Auch der wichtigste Potsdamer Linkspolitiker, Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg, Ex-IM, Ex-SED, Ex-OB-Kandidat, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtparlament, begrüßt die Besetzung, hält sie aber für nicht erfolgversprechend.

Am Abend räumte die Polizei überraschend das Gebäude. Auch das ist wohl eine Folge der Hamburger Krawalle. Denn zu erwarten gewesen wäre das sonst übliche Szenario: runder Tisch mit den Besetzern, Nutzungsverträge für eine Interimszeit, die nach und nach verlängert würde, städtische Investitionen ins Gebäude, damit es die Besetzer warm haben und aufs Klo gehen können. Die Besetzer/-innen bedauerten, dass man ihre „ausgestreckte Hand“ nicht ergriffen hätte.

Ganz vergebens war die Aktion nicht. Sie haben schon einmal geübt, wie sie im Herbst vorgehen werden, wenn mit dem Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche begonnen werden soll.

(nach pnn.de)

Update: Sie wollen weiter machen: jede Woche neue Aktionen, immer wieder neu besetzen. Emily Laquer und Claudius Seidl wird´s freuen.

Potsdamer Fachhochschulbau als islamisches Kulturzentrum!

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Muhammad-Amin-Moschee in BeirutGerade ließen wir uns von FAZ-Kunst- und Architektur-Sachverständigen belehren, dass wir, die wir Cola statt teurem Petrus-Rotwein trinken, Neuschwanstein als schön empfinden und über die städtebauliche Gestaltung von Wendehämmern nicht hinausdenken könnten. Deswegen müsse der DDR-Bau der Fachhochschule als Meisterwerk der Ostmoderne erhalten bleiben, schreiben Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. (Niklas Maak und Claudius Seidl, „Make Potsdam great again“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 2.4.17, p 41)

Da der Bau leersteht, gibt es Nutzungsvorschläge, z. B. ein weiteres Kunst- und Kommunikationszentrum. Davon hat Potsdam schon drei Dutzend. Da greife ich lieber den Vorschlag von Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch (SPD) auf und führe ihn weiter. Dr. Münch hat angeregt, das zukünftige Kirchenschiff der Garnisonkirche als Moschee zu gestalten.

Die leer stehende Fachhochschule aber wäre eine sofortige Lösung! Die Hörsäle böten sich den verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen als Predigt- und Gebetsorte an. Es gäbe ausreichend Räume für Treffpunkte, Unterricht und Feiern. Eine gastronomische Einrichtung kann auch genutzt werden.

 

DVD zur Potsdamer Bürgerbewegung 1989

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Wenn man sich die heutige politische Situation in Potsdam anschaut, die in Brandenburg besonders auffällige Elitenkontinuität, die immer noch starke Linkspartei, die zahlreichen linksalternativen Projekte, die linksextremen Splittergruppen wie „Die Andere“ und die unermüdliche, gegen folkloristische preußische Rekrutenvereidigungen und „Barockfaschismus“ protestierende Antifa, glaubt man gar nicht, dass auch in Potsdam der Protest gegen die SED-Herrschaft 1989 manifest geworden war. Waren andere Städte, Leipzig, Jena, Plauen z. B., früher und breiter oppositionell, so darf man nicht vergessen, dass Potsdam eine starke deutsch-russische Garnisonsstadt war, einen KGB-Stadtteil hatte, Sitz von SED-Hochschulen und der SED-Bezirksverwaltung war. Außerdem war sie die einzige DDR-Stadt, die direkt an einer unübersichtlichen Grenze zum „“ Klassenfeind“ Berlin (West) war, gegen den man sich mit einer antifaschistischen Mauer zu schützen versuchte. Nicht vergessen darf man die Drohung des späteren, letzten SED-Bezirkssekretärs, Heinz Vietze, im September 1989, die Gewehre aus dem Waffenschrank zu holen. Er ließ auf Beelitzer Militärgelände die Potsdamer Polizei üben, Demonstranten festzunehmen.

Es ist dennoch beeindruckend, was Studenten der Fachhochschule Potsdam unter Leitung von Frau Prof. Dr. Susanne Freund, gefördert von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung 2010 auf einer DVD zusammengetragen haben: Den Protest gegen die Wahlfälschungen, die Proteste gegen den Zerfall der Innenstadt und die Abrisse historischer Bauten, die Arbeit der Umweltgruppe „ARGUS“. Basis der DVD ist die gleichnamige Ausstellung, die die Studenten 2009 erarbeitet hatten.

Für die Potsdamer Schulen (ab Klasse 9 empfohlen) und Schulbibliotheken ein Muss.

Die Pressemitteilung der FH Potsdam v. 20.11.2010

Die Stadt- und Landesbibliothek hat die DVD nicht in ihrem Katalog, auch die Landeszentrale nicht (mehr?).

Ob die Sozialpädagogen, die die „linksalternative“ Potsdamer Jugendszene organisieren, sie in ihrem Kommunismusseminar einsetzen, war nicht zu erfahren.