Energiewende

Energiewende und Physik

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Der Todfeind der Regierung: Die Physik

von Dr. Ing. Günter Keil, ehem. Ministerialdirigent im Bundesforschungsministerium

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Für uns im Bundestag: Annalena Baerbock

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Annalena Baerbock ist gerade wieder für die Brandenburger Grünen in den Bundestag gewählt worden. Die Sprecherin für Klimapolitik gilt als Energiewende-Expertin. Daher darf sie in einem Interview auch sagen: „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Windräder sehe.“ Ihre Freude wird ins Unermessliche steigen, denn wenn ihre Partei in 12 Jahren Verbrennungsmotoren verbietet und es dann bald nur noch E-Autos geben wird, muss sich die Zahl der Windräder verdoppeln.

Auf ihrer Webseite zeigt sie ihre Energiewende-Kompetenz: „Am Kohleausstieg führt kein Weg vorbei. Nicht nur aufgrund unserer klimapolitischen Verpflichtungen, sondern auch wegen des bevorstehenden Desasters am Strommarkt(?), wenn wir so weitermachen wie bisher. Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen. Es mangelt an der Bereitschaft, aus der Kohle auszusteigen. Deshalb kommen wir bei der Energiewende nicht richtig voran.“

Da weiß sie mehr als der Laie, aber auch mehr als Wissenschaftler, die seit 130 Jahren ohne durchschlagenden Erfolg versuchen, Energie zu speichern. Wo sind denn leistungsfähige Stromspeicher?

Elon Musk (Tesla) hat Süd-Australien einen Stromspeicher versprochen, der 25 Mio $ kosten soll. Der Tesla-Akkuspeicher hat eine Kapazität von ca. 130 MWh. Damit kann er die südaustralische Spitzenlast des Tages, an dem es zu einem Stromausfall im gesamten Land kam, für 0,0089 Stunden, also 32 Sekunden, liefern.

Eine Zusammenstellung von Nachrichten aus Südaustralien, einem in den Augen Frau Baerbocks sicher vorbildlichen Energiewendeland: Die Realität schlägt zurück

Dr. Ing. Günter Keil, ehemaliger Ministerialdirigent im Bundesforschungsministerium schreibt zur Stromspeicherung in E-mobilen:

„Nach mehreren gescheiterten Versuchen, die PKW mit elektrischem Antrieb zu einem die Kunden überzeugenden Angebot zu machen, war es in den letzten Jahren dazu still geworden. Die Batterien waren Schuld. Auch nach 120 Jahren ihrer Entwicklung gelang es nicht, ihr Gewicht, ihr Speichervermögen, ihre Kosten, ihre Lebensdauer und teilweise auch ihre sichere Verwendung derart zu verbessern, dass die damit ausgerüsteten PKW besser als die konventionell angetriebenen Vorgänger sind. Das hätte einigen Leuten zu denken geben müssen. Oder man hätte die Fachleute der physikalischen Chemie fragen können, woran es denn liegt und ob überhaupt irgendein überraschender Durchbruch mit der Überwindung aller Nachteile in Aussicht – oder überhaupt noch möglich – ist.

Man erhält dann recht pessimistische Aussagen, die beschreiben, welche Materialkombinationen überhaupt noch in Frage kämen und welche der hinsichtlich ihrer herausgehobenen Werte bezüglich der Spannungsreihe interessanten Typen derart gefährlich sind, dass eine Anwendung nicht in Frage kommt. Man stößt somit auf eine grundsätzliche Frage: Befindet man sich mit dem was man heute hat, bereits dicht an der Grenze, die von der Physik bestimmt wird ?“

Nachtrag: Wenn man hört, dass bei Baugenehmigungen für Windräder  Umweltverträglichkeitsprüfungen lax gehandhabt wurden, dass Lokalpolitiker Kommanditisten in Windenergiefirmen sind, glaubt man in einer Banandenrepublik zu sein.

In Ostfriesland, dem Gebiet mit der größten Windraddichte in Deutschland, fordern Menschen, die Räder wenigstens nachts abzuschalten. Dann hört man das Brummen und Wummern nicht. Der Boden vibriert, der Schall der Druckwelle geht durch die Häuser hindurch. Es gibt Ärzte, die vor gesundheitlichen Folgen dieses unhörbaren Niederfrequenzschalls warnen. Frau Baerbock hat sicher mehr Mitleid mit angeblich aussterbenden Eisbären.

Angesichts der lächelnden Frau Baerbock packt mich da schon die Wut. Ihre Gesinnungsfreunde im Umweltbundesamt sorgen dafür, dass Gesundheitsrisiken nicht ernst genommen werden.

Das Engagement für Tierschutz ist in Deutschland größer als das für Menschen. Frau Baerbock wird weitere vier Jahre für noch mehr Windräder streiten. Wer spendiert ihr einmal 14 Urlaub im Windradparadies Ostfriesland?

Der Kommentar des Tages

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Dr. Hermann Hinsch ist Physiker und verbrachte fast sein gesamtes Berufsleben in der wissenschaftlichen Begleitung der Einlagerung von radioaktiven Abfällen, insbesondere in der Schachtanlage Asse. Er ist außerdem Autor zweier Bücher zum Thema Atommüll und Radioaktivität.

Er zitiert Vince Ebert: „Die öffentliche Diskussion über Energieversorgung, Risikobewertung, Gentechnik, Klimawandel, Stammzellen und Digitalisierung wird zu 97 Prozent bestimmt von Geisteswissenschaftlern, Theologen, Schriftstellern, Juristen, Theaterleuten und Ökonomen.“

Als Physiker und damit Angehöriger der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) gehöre ich da zu einer Randgruppe.“

Sein Text zu Endlagerung radioaktiver Abfälle

 

Was mir in diesem Zusammenhang gerade einfällt:

Gab es in den Mainstreammedien (Spiegel, SZ, Die Zeit usw., ö.-r. TV) schon einmal eine kritische Sendung über die umstrittenen Klimaprognosen der IPCC-Community? Oder wenigstens eine Gegenüberstellung der Behauptungen von der Schuld des CO2 an Naturkatastrophen (Starkregen, Trockenheit, Taifunen, Eiskappenschmelze, Überflutung pazifischer Inseln, Treibhausklima, Hungersnot, Wald- und Bienensterben und seit einer neuesten Studie 150.000 Toten in 50 Jahren) mit widersprechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen?

Nicht nur Wikipedia, Abiturprüfer und die Mainstreammedien sind überzeugt von der Richtigkeit der IPCC-Prognosen, auch der Zeichner Gerhard Mester ist es. Er produziert am laufenden Band (creative commons, wikimedia.org):

 

Links zu Energiewende

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solarfeld

 

Links zum menschengemachten Klimawandel

Links zu Auto und Umwelt

Die alte Linksammlung Energie und Umwelt wurde in die o.a. Teile aufgespalten.

Höhere – grüne – Mathematik

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Informationskompetenz ist meine Lieblingskompetenz. (Wobei ich andererseits von dem Kompetenz-Tsunami in schulischen Lehrplänen nichts halte.)

Hier einmal wieder ein Beispiel, dass man nicht alles glauben sollte, egal, ob es vom WDR, RT, Klimafolgenforscher*innen oder einem grünen hessischen Wirtschaftsminister stammt.

Eingeschränkt demokratiefähig: die deutsche Presse

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Klaus D. Leciejewski liest, obwohl er in Kuba lebt, deutsche Zeitungen. Was er beobachtet, kommt zumindest in die Nähe von Lügenpresse:

„Deutsche Zeitungen korrigieren sich nicht.“

Umverteilung und Energiewende

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Zurzeit ist mir die Information über die aus dem Ruder laufende Umstellung auf erneuerbare Energien wichtiger als die Beobachtung und Kommentierung der DDR-Aufarbeitung. Den Rest des Beitrags lesen »

Es fehlt an Informationskompetenz

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Beiträge wie den vorhergehenden schreibe ich besonders gerne. Mir hat es schon im Unterricht Spaß gemacht, Schülern kritisches Denken beizubringen, zu hinterfragen, nicht alles zu glauben, was man hört und liest. „Informationskompetenz vermitteln“ kann man fachmännisch dazu sagen.

Wobei der Begriff im Internetzeitalter leider auf den Hund gekommen ist. Gemeint ist jetzt nicht substantielle, inhaltliche Prüfung von Informationen im Sinne von Quellenkritik, sondern die Durchsicht, ob digitale Quellen zuverlässig sind. Kriterien wären: der Autor wird genannt, ein Impressum ist vorhanden, die Sprache ist verständlich und fehlerfrei, die Seite enthält Updates usw.

Ich bedaure fast, dass Informationskompetenzvermittlung nicht das Kernthema des Blogs ist. Aber auf manche „Studien“, in denen Fakes produziert und von der Tagesschau unkritisch verbreitet werden, weise ich doch hin.

Im Mittelpunkt des Medieninteresses stehen derzeit nur Fakes und Postfakes, die aus dem rechten, dem „dunklen“ Spektrum der politischen Welt stammen. (Enthält dieser Satz schon Rassismus gegen Journalisten?)

Deswegen findet man diese Stories nicht beim rbb oder beim Rechercheverbund von SZ, NDR und WDR:

  • Die Wirtschaftsministerin feiert in einer Broschüre die Energiewende. Im aktuellen Energiewende-Index von McKinsey haben sich dagegen elf von 15 Indikatoren verschlechtert und: „Es wird noch teurer“. (Die Welt/N24)
  • In Novo. Argumente für den Fortschritt wird zu einem Bericht verlinkt, der nachweist, dass die CO2-Konzentration in Deutschland nach 17 Jahren Energiewende 10mal höher als in Frankreich ist (in Englisch). Visualisiert ist das auch auf einer informativen interaktiven Karte, auf die Dirk Maxeiner hinweist. Frankreich produziert seinen Strom überwiegend in Atomkraftwerken.
  • Wie Wikipedia Klimainfos manipuliert: Der Hamburger Forsythien­strauch

Welches Schindluder mit Daten auch in der Wissenschaft getrieben wird, beschreibt Thomas Perry im Cicero.

Grüne Doppelmoral

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Der Europarc ist ein Gewerbegebiet auf der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle Drewitz. Er ist optimal gelegen, direkt an der Autobahn A115, vor den Toren Berlins. Seine Expansion verläuft langsam, wenn man sie mit den Gewerbegebieten etwa rund um Frankfurt am Main vergleicht. Jedesmal, wenn ich dort herumfahre, stehen da Kräne und entstehen neue Gebäude. Aber der Europarc hat sich langsam und stetig entwickelt. Er bietet demnächst 5.000 Arbeitsplätze und hat sehr gute Adressen, u. a. dhl, Porsche, Ebay.

Ein DDR-Grenzwachtturm steht noch. Er ist ein von einem Verein betriebenes kleines Museum geworden. Jahrelang standen wir hier im Stau der Grenzkontrollen. Und immer war es die Nachbarspur, in der es schneller voranging.

Ein großer Nachteil des Gewerbegebietes ist die suboptimale Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Zwar verläuft die Trasse der Stammbahn, auf der die S-Bahn von Berlin-Zehlendorf nach Potsdam fuhr, direkt vorbei, aber diese Strecke war nach dem Mauerbau unterbrochen. Bis heute, 26 Jahre nach dem Fall der Mauer, ist die Wiedereröffnung heiß umstritten. Die Anwohner haben sich inzwischen an die ausbleibenden S-Bahn-Geräusche gewöhnt, andere glauben fest daran, dass hier demnächst Güterzüge vorbeidonnern würden. Im Berliner Senat war man bisher eher zurückhaltend mit der Verlängerung der S-Bahnen in den Umland-Speckgürtel. Bei der Stammbahn wird ins Feld geführt, dass sie sich nicht rechnen würde.

Nun gibt es quer durch den Düppeler Forst eine Straße, über die es 2.400 Meter vom Europarc zum S-Bahnhof Wannsee sind. Diese Straße ist auf der Berliner Seite für Kfz-Verkehr gesperrt, nur Radfahrer und Fußgänger dürfen sich dort fortbewegen. Trotz aller Initiativen bis hin zur Brandenburger Landesregierung bleibt es beim Nein. Auch kein Elektrobus darf auf der Straße fahren. Die PNN zitieren eine grüne Berliner Bezirksstadträtin und einen grünen Gemeinderat der zuständigen brandenburgischen Gemeinde Kleinmachnow. Es müssten zu viele Bäume gefällt werden. Warum noch viele Bäume gefällt werden müssen, erschließt sich mir nicht, da die Trasse als Straße ausgebaut ist. Der grüne Kleinmachnower findet, die Strecke sei der attraktivste Radweg der Umgebung und empfiehlt – was wohl? – den Umstieg der Arbeitnehmer auf das Fahrrad.

Außerdem gäbe es eine Busverbindung über die Autobahn. Der Bus benötige gerade einmal 7 Minuten, sagt die grüne Politikerin. Ich weiß nicht, ob sie je diesen Bus genutzt hat. Auch ohne einen Stau auf der A115 brauchte mein Bus bei regulärer, ungestörter Fahrt beinahe doppelt so lange, 13 Minuten.

Was mich bei den Grünen irritiert, ist, dass andererseits Parteifreunde bereit sind, für das grüne Lieblingsprojekt, die sündhaft teure Energiewende, ohne weiteres fußballfeldgroße Waldflächen allein für ein(!) Windrad zu opfern, etwa die grüne Regierungspräsidentin von Südhessen im Odenwald oder der grüne Oberbürgermeister von Tübingen.