Wie die DDR aufgehübscht wird

Es gibt diverse Möglichkeiten, die untergegangene kommunistische DDR zu verharmlosen und zu verklären. Die Methode der rbb-Mitarbeiterin Gabi Probst ist nur eine von vielen. Journalistin Probst wollte herausgefunden haben, dass es 50 Tote weniger an der Zonengrenze gegeben hätte, als von den Wissenschaftlern Staadt und Klaus Schroeder erforscht. Sie sorgt sich, dass die falsche Zahl … Wie die DDR aufgehübscht wird weiterlesen

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Der Mythos von der Gleichberechtigung

Gegen die Darstellung der DDR als repressiver Staat wird gerne ihre Fortschrittlichkeit ins Feld geführt, gar das "Fortschrittsgedächtnis" von ihr, wie der Potsdamer Historiker Prof. Sabrow das nennt. Wobei offen bleibt, ob das eher postfaktisch zu verstehen ist. Aber das Postfaktische ist im Zeitalter der Postmoderne wohl auch faktisch und damit performativ. (Jetzt schreibe ich … Der Mythos von der Gleichberechtigung weiterlesen

Lesetipp: Die Bilanz. Eine wirtschaftliche Analyse der deutschen Einheit

Ein beliebter Slogan in der DDR-Aufarbeitung ist der Satz: „Sie beleidigen damit die Ostdeutschen.“ Bei Dr. Gysi geschieht das gerne auch mit Prozentangabe: „Sie beleidigen gerade 20% der Ostdeutschen.“ Wer Kritik am SED-Regime übt, beschädige ostdeutsche Biographien oder Lebensleistungen. Auch die Wissenschaft ist nicht unbeeinflusst von dieser Sicht der Dinge. Im enttäuschenden Band „Friedensstaat, Leseland, … Lesetipp: Die Bilanz. Eine wirtschaftliche Analyse der deutschen Einheit weiterlesen

DDR-Mythen: Der Zauber des Anfangs

(2010 zuerst im Blog "Basedow1764 veröffentlicht; Ich übertrage einige DDR-Beiträge aus Basedow1764, da ich den Blog nicht weiterführe.)) Mythen über die DDR haben Konjunktur. Richard Schröder bemerkte unlängst, dass es die DDR, von der heute manche schwärmen, nie gegeben habe. Ein Mythos, der bisher eher am Rande stand, wird von Carsten-Uwe Heye anlässlich seiner Buch-Präsentation … DDR-Mythen: Der Zauber des Anfangs weiterlesen

Dissens im Gespräch der „Ost-Generationen“

Es gibt eine Generationenforschung, in der von bis zu sechs DDR- Generationen ausgegangen wird. (Wobei den Forscher*innen als Generation jeweils eine Bandbreite von zehn Jahren gilt.) Übersichtlicher ist glücklicherweise der populäre Sprachgebrauch. Da spricht man von der Gründergeneration und der zweiten Generation, die "am stärksten vom materiellen und kulturellen Aufstieg der DDR, insbesondere von sozialen … Dissens im Gespräch der „Ost-Generationen“ weiterlesen

Heute Abend: Dritte Staffel Weissensee!

Endlich geht es weiter: In dieser Woche werden an drei Abenden die neuen Folgen gezeigt: Stasi-Familie Kupfer in der wilden Zeit der sog. Wende. Es wird gestreift, wie die MfS- und SED-Bonzen dafür gesorgt haben, dass sie bei der Aufteilung des "Volksvermögens" nicht leer ausgingen. Rezensent Nikolaus von Fürstenberg wundert sich im Berliner Tagesspiegel, dass … Heute Abend: Dritte Staffel Weissensee! weiterlesen

Die rhetorischen Ablenkungsmanöver der Linkspartei

Während einer kurzen Stadtfahrt hörte ich zweimal kurz in eine Diskussion das Deutschlandfunks über die Regierungsbildung in Thüringen hinein. Ein Herr Gellert oder Gallert von der Linkspartei hatte gerade das Wort. Er wies darauf hin, dass seine Partei die SED-Vergangenheit gründlichst aufgearbeitet hätte, gerade auch die diversen Regierungsbeteiligungen im Osten hätten dazu beigetragen (?). Wer … Die rhetorischen Ablenkungsmanöver der Linkspartei weiterlesen

Vom „Guten“ der DDR-Schule

Der Beitrag wurde zuerst 2009 auf meinem Schulbibliotheks-Weblog Basedow1764 veröffentlicht. Ein Update ist von heute. Ich bin erstaunt, wie toll manche westdeutsche Pädagogen das DDR-Schulsystem finden. Reformschulen wie  die Laborschule Bielefeld, Fritz-Karsen-Schule Berlin, Helene-Lange Wiesbaden, wer kennt die schon? Bedarf es einer Diktatur (Konsens-, Fürsorgediktatur), um die urmarxistischen Ziele gleicher Bildungschancen für Stadt und Land, … Vom „Guten“ der DDR-Schule weiterlesen

Nazi-Karrieren in der antifaschistischen DDR

"Wer Nazi ist, bestimmen wir", sagte die SED-Führung. Auch wenn mancher antifaschistische Widerstandskämpfer grollte. Man brauchte in der DDR genau wie in der Bundesrepublik die alten erfahrenen Kriminalisten, Verwaltungsbeamten und Polizisten. Allein 175.000 Parteimitglieder und Wehrmachtsoffiziere wurden in die SED aufgenommen. Zwischen 8 und 15% der SED-Mitglieder in den 50er Jahren waren vorher NSDAP-Mitglied gewesen. … Nazi-Karrieren in der antifaschistischen DDR weiterlesen

Hat die Demontage der Sowjets die DDR-Wirtschaft ruiniert?

Es gibt unausrottbare Mythen über die DDR. Leider werden sie auch in Büchern seriöser Verlage verbreitet. Zu diesen Mythen zählt, dass die  schlechten Ausgangsbedingungen der DDR-Wirtschaft maßgeblich für den Zusammenbruch der DDR gewesen wären. Ich hatte bisher dazu Werner Abelshauser, Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945, referiert. Nachzutragen ist das von mir schon öfter erwähnte Buch des hochrangigen … Hat die Demontage der Sowjets die DDR-Wirtschaft ruiniert? weiterlesen