Die neue Sicht auf die DDR: unfrei, aber Industriestaat

Jana Hensel, die Stimme der vom Westen kolonisierten Ossis, jubelt in der früher liberalen "Zeit": Endlich werde der Blick frei auf eine andere, lockerere Sicht der DDR. Die Ablösung von Hubertus Knabe hätte zwar überhaupt gar nichts damit zu tun, dass die Linkspartei den unerbittlichen SED-/Linkspartei-Kritiker wegen seiner Kritik des demokratischen Sozialismus in die Wüste … Die neue Sicht auf die DDR: unfrei, aber Industriestaat weiterlesen

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Wieder gelesen: Ilko-Sascha Kowalczuk, Endspiel

Vor neun Jahren erschien Ilko-Sascha Kowalczuks Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR. Dazu hatte ich damals dies geschrieben. Das Buch ist weiterhin aktuell! Für die Nachgeborenen mutiert das kommunistische Deutschland zu einem nicht ganz vollendeten Rechtsstaat, der seinen Insassen Kitas bot, medizinische Versorgungszentren und billige Mieten. Dank des von der SED praktizierten Antifaschismus … Wieder gelesen: Ilko-Sascha Kowalczuk, Endspiel weiterlesen

Die Bände der Enquete-Kommissionen zur DDR sind online!

Die Protokolle der beiden Enquetekommissionen Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland (1992-1994) und Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit (1995-1998) sind online recherchierbar. Der Inhalt verteilt sich auf die einzelnen Bände wie folgt (vgl. das Gesamtin- haltsverzeichnis in diesem Band):   12. Legislaturperiode: Aufarbeitung von Geschichte... Band I: … Die Bände der Enquete-Kommissionen zur DDR sind online! weiterlesen

Wiedervereinigung: Unzucht mit Abhängigen

Zur Zeit hat die Weichzeichnung der DDR wieder einmal Konjunktur. Ein besonders krasses Beispiel: Der Deutschlandfunk will "Die DDR neu erzählen". Zu Wort kommen altbekannte Weichzeichner wie die linke britische Historikerin Fulbrook oder Günter Grass. Die westdeutsche Verharmlosung der SED-Diktatur im Zuge der Brandt-Bahrschen Ostpolitik wird als Norm gesetzt und für das, was nach 1989 … Wiedervereinigung: Unzucht mit Abhängigen weiterlesen

Kritischer Blick auf die ostdeutsche Wirtschaft

Joachim Ragnatz vom Dresdner Ifo-Institut äußert sich drastisch zu den Fehlern der Ost-Förderung. Er spricht ein paar unbequeme Wahrheiten aus. Der Ökonom fordert eine Abkehr vom Prinzip der flächendeckenden, gleich guten Versorgung. Vierspurige Straßen in menschenleeren Regionen findet er übertrieben. Flächendeckende Breitbandversorgung, Schule, Feuerwehr, Ärzte, Busse und Bahnen in jedem Dorf seien nicht finanzierbar. Andere … Kritischer Blick auf die ostdeutsche Wirtschaft weiterlesen

Hilde Benjamin war eine starke Frau

So schwerfällig ist die Berliner Bürokratie gar nicht: Kay Ehrhardt macht auf eine Broschüre des Bezirksamtes von Berlin-Steglitz-Zehlendorf aufmerksam: "Starke Frauen", in der die berüchtigte SED-Justizministerin Hilde Benjamin als "starke Frau" gewürdigt wird. Kurze Zeit später führt der Link zur Broschüre auf der Bezirksamt-Webseite ins Leere. Benjamin besuchte in Steglitz die Schule. Der sozialistische "Arbeitskreis … Hilde Benjamin war eine starke Frau weiterlesen

Wo bleibt der Osten?

Das fragt heute der Aufmacher von PNN/Tagesspiegel. Die Medien verlängern wieder einmal das beliebte Narrativ von den fehlenden Ost-Eliten im nachrevolutionären Deutschland. Mich erinnert die wiederholte Kampagne an das Projekt einer Kunstschaffenden-Truppe, die "Dritte Generation Ost" zu kreieren. Die Aktivisten ernannten die um die Friedliche Revolution herum Geborenen zu Spätgeborenen der DDR anstatt zur ersten … Wo bleibt der Osten? weiterlesen

Stasi-Unterlagen gehören ins Bundesarchiv, meint Jochen Staadt

Der Historiker Jochen Staadt setzt sich in einem Artikel in der FAZ vom 22.1.18, p 6, "Die Schwarzmaler. Erfahrungsbericht mit der Stasi-Unterlagenbehörde" sehr kritisch mit der Arbeit der Behörde auseinander. Aus seiner Sicht, der des Historikers, der die Stasi-Unterlagen als Quelle benutzen will, gibt es erhebliche Defizite. Es sei nicht gelungen, die Materialien fachgerecht zu … Stasi-Unterlagen gehören ins Bundesarchiv, meint Jochen Staadt weiterlesen

Brandenburg und der tote GSG-9-Oberst Wegener

Der erste Chef der GSG 9, der Brandenburger Ulrich Wegener, ist tot. Er beendete in Mogadischu mit seiner Truppe 1977 erfolgreich die Entführung eines Flugzeuges durch arabische Palästinenser. In Kooperation mit den deutschen RAF-Terroristen sollten deren einsitzende Spitzenleute frei gepresst werden. Als das nicht gelang, brachten sich die RAFler selbst um. Während bundesweit des Toten … Brandenburg und der tote GSG-9-Oberst Wegener weiterlesen