Berlin

Berliner Theater

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Gerade sehe ich einen Bericht der Tagesschau (Immerhin!) über die seit einigen Tagen andauernde Besetzung der Berliner Volksbühne. Die Hausbesetzer lassen sich dabei filmen, wie sie werkeln, ein- und ausräumen, um sich einzurichten. Die Pressesprecherin des Hausbesetzerkollektivs, eine fesche Aktivistin, hauptberuflich Schriftstellerin, erklärt, sachlich professionell wie die Kommunikationsbeauftagte eines Dax-Konzerns, dass sie volksnahe Kunst produzieren wollen und alles im Kollektiv ganz demokratisch entscheiden werden. Über Twitter wird laufend informiert.

Schon geht der umstrittene Linksexremist und Beinahe-Staatsekretär Holm bei den Genossinnen und Genossen Hausbesetzer und Hausbesetzerinnen ein und aus und hält Seminare ab. Die Aktivisten betreiben u. a. eine antikapitalistische Volkshochschule im Theater.

Sie wissen, dass sie bei den linken Berliner Parteien Sympathisanten haben. Der sozialistische Kultursenator Lederer sieht die Sache nach langem Zögern ein bisschen kritisch, aber die Polizei holt in Berlin deswegen niemand.

Die Volksbühnenmitarbeiter würden gerne weiterarbeiten und die nächsten Aufführungen proben. Aber so weit geht die Basisdemokratie der Linksextremisten dann doch nicht. Die Besetzer bieten ihnen großzügig an, sich bei in ihr alternatives Theater zu integrieren. Kulant wie sie sind, bieten sie auch an, bei der Suche nach Probenräumen in der Umgebung zu helfen.

Ein Bleiberecht in einigen Räumen des Theaters wurde den revolutionären Kunstschaffenden schon vom Intendanten und dem Kultursenator eingeräumt.

Man kennt den weiteren Ablauf solcher Happenings: Wie schon bei der Besetzung der Humbug-Uni aus Anlass des Protestes gegen die Aberkennung der Staatssekretärswürde für den Genossen Holm wird der Steuerzahler für die Vandalismusschäden aufkommen. Die Hausbesetzer werden letztendlich ein leerstehendes Gebäude für ihre Projekte und Diskurse bekommen. Das Ganze wird als Modellprojekt zur Integration von Geflohenen vom Senat gefördert werden. Die Bundesanstalt für Arbeit wird, vorerst befristet, Stellen für Dozenten, Regie, Requisite und Pressearbeit finanzieren. Der Tagesspiegel wird wohlwollend berichten.

Vielleicht ist auch noch ein wenig Platz in der Gerhart-Hauptmann-Schule. Die dortigen Geflohenen-Aktivisten, „Bewohner“, wie sie sich nennen, leben dort seit fünf Jahren auf Kosten des Bezirks. Bei zurzeit noch 10 Personen ist diese Schule doch fast leer und der Erhaltungsaufwand pro Kopf ziemlich hoch. In der Schule hielten/halten sich Schutzsuchende ohne Bleiberecht auf. Eine einmal anberaumte Räumung scheiterte vor Gericht, weil die Besetzer eine Duldungsvereinbarung mit der Bezirksregierung vorweisen konnten.

Die Besetzer der Rigaer Straße 94 könnten bei Theaterproduktionen handwerklich und künstlerisch sicher auch zur Hand gehen und sich so ein Dauerwohnrecht erhalten.

Unter den vielen Berliner Staatssekretären wird es sicher einen geben, der die Koordination zwischen den besetzten Häusern übernehmen könnte.

Donnerstag, 28.9. 17, gegen 12 Uhr, wird, weil jemand eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt hat, dann doch geräumt. Die Besetzer sehen sich aber nicht als Besetzer, sondern sagen, mit der Räumung werde eine laufende Theaterproduktion gestört. Schließlich wurden die letzten Aktivisten von der Polizei hinausgetragen. Das soll laut Pressesprecherin noch nicht das Ende der Aktion sein.

Als der linke Kultursenator Lederer im Berliner Abgeordnetenhaus kritisiert wird, dass er eine Woche lang verhandelt hätte, sagt er u. a. laut Tagesspiegel: Wie könne man eine Räumung fordern, wenn 3.000 Leute im Haus sind. Da könne eine Massenpanik wie bei der Duisburger Loveparade ausbrechen.

Sicher wird es im Abgeordnetenhaus einen Untersuchungsausschuss geben, der sich mit dem Polizeieinsatz beschäftigen muss. Denn ein Hausbesetzer verlas vor laufenden Kameras den § 27 der Menschenrechtskonvention: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Teilhabe am kulturellen Leben der Gemeinschaft“.

Was die Aktivisten jener Happenings wie die Beerdigung von toten Geflüchteten vor dem Kanzleramt, die Störung der Dinner-Demo in Potsdam oder eben das hier beschriebene Theater im Theater eint, ist schon im Futuristischen Manifest von 1909 beschrieben. Es geht um Provokation, Zerstörung des Althergebrachten. Futuristische Events mussten im Krawall enden, zum Polizeieinsatz und einem großen Medienecho führen. Dann galten sie als erfolgreich.

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Was wird aus dem DDR-Polizeigefängnis Berlin-Keibelstraße?

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Seit 12 Jahren wird angeblich im berliner Senat ein Konzept erarbeitet.

Zum neuesten Stand die Berliner Zeitung

Youtube zensiert, BILD zeigt´s

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Der Kampf gegen Hate-Speech, für den von der Bundesregierung Millionen ausgegeben werden und ein Gesetz mit drakonischen Strafen für Internetplattformen gemacht wurde, zeigt Wirkung.

Vielleicht nicht ganz so, wie beabsichtigt, aber anscheinend auch nicht weiter aufregend, weil es (bloß) Islamkritiker trifft. Immer öfter trifft es seriöse Islamkritik, die bei Facebook z. B. gelöscht wird. Google arbeitet an einer Software, die islamkritische Inhalte sofort löscht.

Aus Angst vor den vom Gesetzgeber angedrohten Strafen löschen die Internetkonzerne blitzschnell. Betroffene werden nicht informiert, nicht angehört.

Jetzt traf es eine Reportage von Henryk Broder und Hamed Abdel-Samad über die liberale Moschee von Seyran Ates in Berlin. Umgeben von Personenschützern wegen islamistischer Morddrohungen, trafen sie sich in der Moschee.

In der Reportage wird der islamistische Berliner Imam Eyad Hadrous mit zwei Sätzen aus seiner Hasspredigt gegen Seyran Ates zitiert (korrekt mit Quellenangabe). Der Hassprediger beschwerte sich bei Youtube über eine angebliche Urheberrechtsverletzung. Google-Tochter Youtube löschte daraufhin.

Die komplette Predigt des Islamisten gibt es weiterhin zu sehen. Nicht etwa bei Arte, was mich nicht überrascht hätte, sondern bei Googles Youtube. Motto: Don´t be evil!

Und zur Bekämpfung der AFD zahlt die Bundesregierung Millionen.

Wieder macht sich Bild.de um Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland verdient und zeigt die Reportage.

Was bei Facebook erlaubt ist.

Karte: Islamistische Moscheen in Deutschland

Israelboykott auf Festival in Berlin

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unerwuenschtDer in Deutschland Schutz suchende syrische Rapper Abu Hajar und Gesinnungsgenossen lehnen eine Teilnahme am Berliner Pop-Kultur-Festival ab. Die Begründung: Das Festival würde von Israel unterstützt.

Das stimmt zwar nicht, da die israelische Botschaft nur die Reisekosten einer israelischen Künstlerin übernommen hat. Aber auch wenn es wahr wäre, ist es eine ungehörige Art, in der hier einer, der das Gastrecht in diesem Land genießt, sich hier aufführt.

Geflüchtete wären eine Bereicherung für Deutschland, sagt die grüne Spitzenkandidatin Göring-Eckardt. Ob sie auch diesen meint?

BDS, Boykott, Divestment, Sanktionen (BDS), ist eine NGO, in der antiisraelische Juden und Araber zusammenarbeiten. Sie propagiert weltweit den Boykott und letztlich die Vernichtung Israels. Sie ist mit ihrer Kampagne auch in Berlin angekommen. Kürzlich hatten die deutschen BDS-Aktivist/-innen in der Humboldt-Universität eine Veranstaltung mit einer jüdischen Holocaust-Überlebenden gestört.

Die jüdische, antiisraelische Genderpäpstin Judith Butler unterstützt BDS („teilweise“) und hält die Hamas für eine linke Bewegung. Butler wurde gerade im Berliner Tagesspiegel von einer anderen Genderforscherin in Schutz genommen.

Die Frankfurter Rundschau beschwerte sich kürzlich, dass eine Tagung mit BDS-Aktivist/-innen in Frankfurt, unterstützt von „Hisbollah Frankfurt-Rödelheim“, Probleme bei der Suche nach einer Tagungsstätte bekam, da die Stadtverwaltung die Tagung kritisierte. Natürlich ist auch der von Israelhass besessene Prof. Dr. Norman Paech (ex MdB, Linkspartei) BDS-Anhänger. BDS bedroht auch Künstler, die in Israel auftreten.

Die Reaktion der Berliner Festival-Veranstalter ist seltsam. Sie bedauern die Absage des aus Syrien geflüchteten Rappers und anderer arabischer Musiker. Mehr nicht. Auch Kulturstaatsministerin Grütters co-finanziert das Festival. Sie ist empört über den Boykott.

Die weitere lobenswerte Ausnahme: Der sozialistische Berliner Kultursenator Klaus Lederer, ebenfalls Finanzier, spricht von einer widerlichen Kampagne.

Passt irgendwie dazu: Die jüdische Israelhasserin Amira Hass wird an der arabischen Universität in Ramallah ausgesperrt, weil sie Jüdin ist und arabische Studenten einen judenreinen Safe Space brauchen.

Nachtrag 28.8.17: Die Frankfurter Rundschau erwähnt, dass die Stadt Frankfurt keine Räume mehr an BDS-Aktivisten und Unterstützer vermietet.

Die Amerikaner in Berlin(W)

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Das Alliierten-Museum präsentiert eine neue Webseite: Amerikaner in Berlin.

Vorgestellt werden zehn Orte in Berlin-Zehlendorf, u.a. das AFN-Funkhaus, das Hauptquartier und der Militärbahnhof Lichterfelde-West.

Passend dazu erscheint im Christian-Links-Verlag die Broschüre „Die Amerikaner im geteilten Berlin“

Berlin: Failed State

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Der Zeitung entnehme ich, dass in der Rigaer Straße, dort, wo rund um ein besetztes Haus ein rechtsfreier Zustand herrscht, jetzt die Bezirksverwaltung asphaltieren lässt, damit die autonom und alternativ dort Lebenden keine Pflastersteine mehr werfen können. Da auch Ostberlin keine mehr liefern kann, wie das 1967 noch der Fall war, wird es wohl ruhiger werden im Viertel. Zum Abfackeln der Autos der Anwohner braucht man allerdings keine Pflastersteine. Vielleicht hilft da der runde Tisch, den die im Bezirk regierenden Grünen anstreben. Falls nicht: wie wäre eine Parkverbotszone rund um die Rigaer Straße? Nicht zu vergessen: zwei von Linksextremisten besetzte Schulen, der Drogenumschlaplatz Görlitzer Park, die No-Go-Areas, in die sich die Polizei nicht traut, und die Supermärkte, in denen Einwandererclans ihre Einkaufswagen füllen und ohne zu bezahlen verlassen.

Bis zum Überdruss bekannt sind auch die anderen Problemzonen der Stadt: die maroden Schulgebäude, die mangelhaften Schulleistungen, die Wartezeiten bei den städtischen Verwaltungen, die störanfällige S-Bahn. Die wird zusätzlich noch geschädigt durch linke Sabotageakte, mit denen der Kapitalismus, G 20, die Armut auf der Welt und/oder der Waffenexport bekämpft wird.

Beim BER-Flughafen ist jetzt 2020 als Eröffnungsjahr im Gespräch. Der Flughafenplaner Faulenbach da Costa hatte schon vor fünf Jahren auf grundlegende Planungsfehler hingewiesen. Er schließt nicht aus, dass der BER überhaupt nicht mehr eröffnet wird.

Die Berliner wissen, dass es egal ist, wer regiert, es ändert sich nichts.

Das haben die neuen Koalitionäre schon mit ihrem Koalitionsvertrag bekräftigt: Die wichtigsten Anliegen sind Klos für alle, gendergerechte Rechtschreibung im Amtsverkehr, Umbenennung von Straßen, die nach Antisemiten, Faschisten, Kolonialisten oder Rassisten benannt sind, keine Videoüberwachung in den U-Bahnhöfen, dafür aber Fahrradwege, Fahrradwege, Fahrradwege. Was noch? Fahrradschnellwege. (Nichts gegen Radwege, aber die allein werden die Berliner Verkehrsmisere nicht lösen.) Auch sexistische Werbung soll in Berlin verboten werden.

 

Arabische Terroristen feiern in Berlin

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Im Haus des sozialistischen Neuen Deutschlands in Berlin-Friedrichshain feiert die PFLP, die Volksfront für die Befreiung Palästinas, eine palästinensische Terrorgruppe. In den 70er Jahren wurden sie bekannt durch ihre Flugzeugentführungen.

„Stalin war ein Verbrecher“: Ist dieser Satz rechtspopulistisch?

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„Extrem aufgeladen“ (zur Gänze lesen ist kostenpflichtig) heißt der Artikel (in der Printausgabe) von Verena Hasel im Berliner Lokalblatt Tagesspiegel. Es geht um Demonstrationen antifaschistischer Gutmenschen vor der Praxis eines Zahnarztes in Berlin-Weißensee. Der Mann wird bekämpft, weil er Politiker der AfD ist.

Ein Foto, das etwa ein Drittel der Seite einnimmt, zeigt Transparente von Antifaschisten, die ein nazi-freies und AfD-reines Weißensee fordern. Der Text unter dem Foto beginnt mit dem Wort „Straßenreinigung“. Den Rest des Beitrags lesen »

Das Berliner Scheunenviertel

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Ich stoße auf Texte des 1997 verstorbenen Publizisten Eike Geisel. Irgendetwas Kritisches über bundesdeutschen Philosemitismus hatte ich früher von ihm gelesen. Nicht aber den Text über das Berliner Scheunenviertel. Über das will ich mehr wissen. Was Geisel schreibt, habe ich anderswo bisher noch nicht gelesen:

Den Rest des Beitrags lesen »

Karneval der Kulturen

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Müssen in Berlin der Priesterweg und der Ortsteil Weißensee umbenannt werden? Der Kampf gegen nicht gendergerechte, rassistische oder nationalistische Straßennamen ist maßlos.

Im Wedding soll jetzt der Afrikaforscher Gustav Nachtigal, Gegner des Sklavenhandels, gegen die schwarze Sklavenhändlerin Nzinga von Matamba ausgetauscht werden.

Wie die grüne Bezirksstadträtin mitteilt, sei stundenlang debattiert worden, welche belastetete Namen gegen diskriminierungsfreie ausgetauscht werden sollen.

Kolumnist Harald Martenstein schreibt dazu im Berliner Regionalblatt Tagesspiegel. Wie lange wird er noch in dem linken Blatt mit eigener Redaktion für Queere Kultur und Diversity schreiben dürfen?

Ich las kürzlich ungläubig bei Eike Geisel,  dass der Tagesspiegel in den 90er Jahren ein rechtes Blatt gewesen wäre. Nun war Geisel ein Publizist, der sich mit Israel, dem Zionismus, der „Vergangenheitsbewältigung“ der alten Bundesrepublik mit gnadenloser Härte auseinandersetzte. Er war kein Mainstreamlinker, weder SEW noch grün-alternativ orientiert, kein 68er, aber sicher ein Linker. Da ist eine liberale Zeitung natürlich rechts. (Demnächst mehr von Geisel)

In den zwei Jahrzehnten vor dem Untergang der DDR, als Berlin der Außenposten des Westens jenseits der Zonengrenze war, erinnere ich den Tagesspiegel als liberales Blatt, als einzig lesbare Zeitung im Springer-Land Berlin (W). Und heute? Siehe dazu mehrere Bemerkungen im Blog!

Da ich gerade bei Berlin bin:

In der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg hat sich die rot-rot-grüne Mehrheit eine neue Geschäftsordnung gegeben. In § 26 heißt es: „In der weiteren Aussprache erteilt der/die Sitzungsleiter/in das Wort abwechselnd an eine Frau und einen Mann in der Reihenfolge der Wortmeldungen.“ (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27750920 ©2017)

Noch nicht geregelt zu sein scheint, mit welchem Geschlechtsrollenträger die Redner*innenliste eröffnet wird und wie Intersexuelle und Transsexuelle einzuordnen sind.
Update 28.8.17: Bericht aus Bremen