Antisemitismus

WDR verletzt seine eigenen Maßstäbe

Gepostet am Aktualisiert am

Quod licet Jovi non licet bovi: Die Unbelangbaren des Westdeutschen Rundfunks checken Fakten nur da, wo es ihnen passt. Beim Antisemitismusfilm, den sie gar nicht zeigen wollten, sind sie pingelig. Da wird den Filmemachern sogar angekreidet, dass sie von Brunnenvergiftung sprachen, obwohl der Antisemit Dr. Abbas nur von Wasser vergiften sprach. Und ihnen vorgeworfen, was sie gar nicht gesagt haben: Dass die israelkritische NGO Betselem Nazi-Methoden anwende. Gesagt worden war: Betselem werfe der israelischen Regierung Nazi-Methoden vor.

Die Faktenchecker*innen von Herrn Buhrow werfen den Filmemachern auch vor, sie hätten Betroffenen keine Gelegenheit zur Stellungnahme zu Aussagen über sie gegeben. Und was macht der WDR selbst?

Der Jerusalemer NGO-Monitor hatte den WDR-Faktencheck einem Faktencheck unterzogen und bestätigte nicht alle „handwerklichen Fehler“. Statt auf die Kritik an ihrem Faktencheck einzugehen, wiesen die WDR-Verantwortlichen die Kritik zurück: der NGO-Monitor sei keine unabhängige Einrichtung. (Klar: Jerusalem, jüdisch)

So schnell kann das gehen: Die Halbgötter der Information dürfen von anderen Spielregeln einfordern, um die sich selbst nicht scheren.

Auch wenn man zu wissen glaubt, dass der NGO-Monitor pro-israelisch ist, angeblich sogar rechts ist, seine Finanzierung verschleiert: Man müsste doch nur den NGO-Monitor-Faktencheck des WDR-Faktenchecks widerlegen. Aber andersherum ist es halt einfacher.

Siehe im Blog u. a. auch hier!

Ahnungslos ausgewogen: Patrick Bahners, FAZ

Gepostet am Aktualisiert am

Jetzt, wo sogar die selten israelfreundliche Süddeutsche Zeitung den Umgang von Arte und WDR mit dem Antisemitismusfilm für unglücklich hält, wird es Zeit für eine Gegenbewegung. An der Spitze der Bewegung steht Patrick Bahners von der FAZ. Er sieht die Meinungsfreiheit gefährdet, wenn man nicht ausgewogen über Hamas und Abbas berichtet und Kritik an Israel weglässt.

So setzt er neue Akzente in der Kritik am Antisemitismusfilm:

Der Antisemit Abbas (Dissertation lesen, Herr Bahners!) werde mit NSDAP-Streicher verglichen, unausgewogener geht es kaum mehr.

Da übe ein arabischer Student Kritik an den in Gaza Herrschenden. Aber es gäbe im ganzen Film keine Kritik an den in Israel Herrschenden.

Über Israel werde berichtet, dass in den Krankenhäusern auch arabische Palästinenser behandelt würden.

Wie sähe Ausgewogenheit an diesem Punkt aus? Woher soll Herr Bahners auch wissen, dass die Oberschicht von Gaza, darunter die Familien der Hamas-Führer, sich in israelischen Krankenhäusern besser aufgehoben fühlen und dafür auch gerne Bakschisch für die Erlaubnisscheine der arabischen Verwaltung bezahlen.

Vielleicht meint Herr Bahners, dass neben die Aussage des arabischen Studenten die Erklärung eines Hamas-Sprechers über die bedingungslose Achtung von Menschen- und Bürgerrechten in Gaza hätte gezeigt werden müssen, als Zeichen ausgewogener Berichterstattung.

Ich empfand den Film schon als Beitrag zur ausgewogenen Berichterstattung über Nahost. Wo sonst in ARD/ZDF/Deutschlandfunk erfahren wir etwas über Luxushotels und Funktionärsvillen mit eigener Moschee in Gaza? Wo sehen wir eine kritische Berichterstattung über Homophobie im arabischen Palästina, über die Verfolgung kritischer arabischer Journalist*innen und das Zusammenschlagen von Demonstranten durch Hamas-Miliz. Dass seit zehn Jahren nicht mehr gewählt wird? Petitesse im Vegleich zur israelischen Apartheidspolitik.

Ich würde mir auch einmal eine ausgewogene Berichterstattung wünschen angesichts der ständigen Wiederholung der Rede vom palästinensischen Volk: Seit wann gibt es das? Wem nahmen die Juden 1947 das Land weg? Dem damals existierenden palästinensischen Volk? Wem gehört die Westbank? Wieso spricht ein ö.-r. Nahost-Reporter von Christen, Arabern und „jüdischen Siedlern“ in Jerusalem? Fände ich die Unterstützung von Patrick Bahners, wenn ich Ausgewogenheit forderte, also eine „Gegen“-Darstellung, dass Jerusalem immer in der Geschichte eine jüdische Stadt war, in der auch Araber und Christen leben, aber keine „jüdischen Siedler“, also Besatzer?

Der FAZ-Journalist sieht die Israel-Lobby am Werk. So bedauert er, dass es Proteste und  Verbotsdrohungen gegen Veranstaltungen wie die Frankfurter Tagung zu 50 Jahren israelischer Besatzungspolitik gekommen ist. Er zählt andere Veranstaltungen auf, die die Israel-Lobby verhindert hätte. Was Bahners unterschlägt: Da tummelte sich in Frankfurt sich alles, was in der antizionistischen, antiimperialistischen, antirassistischen, antikapitalistischen und israelhassenden Szene Rang und Namen hat: Brigitte Groth, Linkspartei, die zu Beginn des Films auf dem evangelischen Kirchentag ein Statement dazu abgeben darf, dass die Israelis mit ihrem Abwasser das Mittelmeer vergiften würden. Oder Prof. Dr. Norman Paech, Linkspartei, dessen Homepage vermuten lässt, dass der Professor außer Hass auf Israel nichts anderes mehr kennt. Oder Inge Günther, „Journalistin“ für Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung, man könnte auch sagen Hamas-Propagandistin. Der Veranstalter – KOPI – wirbt auf seiner Webseite für die Hamas-NGO BDS, die weltweit israelische Waren boykottiert, mit einer „Kaufhauspolizei“ Händler einschüchtert, Künstler am Auftritt in Israel hindert und Israel insgesamt delegitimiert.

Siehe im Blog auch hier!

Den Bahners-Text „Die Angst vor dem A-Wort“, 23.6.17, hat die FAZ bisher nicht online gestellt, dafür aber Texte von Michael Hanfeld und Jörg Altwegg, die sich positiv von jenem unterscheiden.

Leitfaden für linke Israelkritik

Gepostet am Aktualisiert am

Topaktuell ist der „Leitfaden für linke Israelkritik“ der taz, auf den ich vor fünf Jahren schon einmal hingewiesen hatte. (Doch, in der taz gibt es gelegentlich Lesenswertes.)

TV-Zensur: Armseliger WDR

Gepostet am Aktualisiert am

Nun haben die TV-Gewaltigen den Dokumentarfilm, den sie verschwinden lassen wollten, zu nachtschlafener Zeit gezeigt. Er stört das in ZDF/ARD verbreitete Bild vom europäischen Antisemitismus und der israelischen Alleinschuld am Zustand der arabischen Autonomiegebiete in Palästina.

Was heißt „gezeigt“? Die unbelangbaren Damen und Herren der deutschen TV-Grundversorgung haben in einer Endlosschleife im Bild den Hinweis laufen lassen: „Notwendige Richtigstellung auf faktencheck.wdr.de“ (oder so ähnlich. Das war nicht genug. Eingeblendet wurden auch Antworten von NGOS auf die Frage, ob sie denn Terroristen unterstützen oder den Holocaust leugnen. Was die dann dem WDR aufrichtig beantwortet haben.

Immerhin nicht verlangt haben sie, dass diejenigen Gaza-Bewohner/-innen, die sich kritisch über die dort herrschende Hamas geäußert haben, dem WDR Namen und Adresse bekannt geben.

Der WDR gibt dem Wort „Faktencheck“ eine neue Bedeutung: Beim WDR verschickt man Faxe, fragt darin: „Waren Sie es?“ und blendet die Antwort als notwendige Richtigstellung in den Dokumentarfilm ein.

Der Gesamtaussage des Films haben diese paar „Richtigstellungen“ nicht geschadet.

Ob Frau Maischberger ihren Auftrag erfüllt hat, den Film von Sophie Hafner und Joachim Schröder endgültig platt zu machen, weiß ich zurzeit noch nicht. Gestern Nacht musste ich schlafen, weil mir heute eine anstrengende Autofahrt bevorstand.

Von Blüm sind ja wohl, wie bisher jedes Mal, nur Rühr-mich-Geschichten über die armen, traumatisierten Araber Palästinas zu erwarten.

Den Rest des Beitrags lesen »

ARD zeigt Antisemitismusdoku doch

Gepostet am Aktualisiert am

Jetzt also doch: Am 21.6., 22.15 Uhr dürfen die Gebührenzahler das vom WDR abgenommene Werk, dessen Ausstrahlung der französisch-deutsche Sender Arte verweigerte, jetzt doch sehen. Nachdem es bild.de einen Tag lang gezeigt hat und es auf Youtube läuft.

WDR-Intendant Tom Buhrow wird von haOlam zitiert: „Wir haben den Film intensiv geprüft, und ich habe entschieden, die Dokumentation und unsere handwerklichen Fragezeichen dazu transparent zur Diskussion zu stellen.“

Anscheinend hat die zuständige Redakteurin, die den Film vor mehr als fünf Monaten abgenommen hatte, nicht intensiv geprüft. Ob sie eine Abmahnung bekommen hat? So transparent war Herr Buhrow dann doch nicht.

Im Anschluss an die Ausstrahlung am Mittwoch folgt die – unvermeidliche – Diskussionsrunde mit der Moderatorin Sandra Maischberger. Es ist also zu erwarten, dass uns der Film so serviert wird, dass wir unseren TV-Gewaltigen Recht geben müssen.

Der Programmdirektor der ARD, Volker Herres ergänzt: „Ich halte es für richtig, die umstrittene Dokumentation jetzt (Hervorhebung von mir; GS) einem breiten Publikum zugänglich zu machen, auch und trotz ihrer handwerklichen Mängel. Nur so kann sich das Fernsehpublikum ein eigenes Bild machen.“

Jetzt bin ich mal gespannt, welche handwerklichen Mängel die Herren Herres und Buhrow gefunden haben.

Der Hauptmangel ist wohl der, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden: Statt der kahlrasierten „Sieg Heil“- und „Juden raus“- Schreier der rechten Szene war die Linksextremistin Brigitte Groth (Linkspartei) zu hören („Die Juden vergiften das Mittelmeer.“) und Mahmoud Abbas, Kampfname der 70er Jahre Abu Mazen, Freund von Außenminister Gabriel (Jüdische Rabbis fordern zur Brunnenvergiftung in arabischen Dörfern auf). Für diese Rede im Europäischen Parlament wird er vom späteren SPD-Vorsitzenden Schulz gelobt.

Linksextremisten in Paris und Berlin wünschen Israel die völlige Vernichtung. Freundlich lächelnde arabische Palästinenser antworten aalglatt auf die Frage, wo die Milliarden € aus Europa eigentlich geblieben sind usw. usw.

Wäre das nicht eine große Aufgabe für den Rechercheverbund von WDR, ndr und SZ herauszufinden, in welchen Taschen in Gaza und Ramallah die Milliarden gelandet sind?

Breaking the Silence (2)

Gepostet am Aktualisiert am

Wie die israelische NGO Breaking the Silence (BtS) weltweit den Hass auf Israel fördert, berichtet der israelische Jurist und Publizist Ben-Dror Yemini.

Ein muslimischer Armee-Veteran: „Es ist falsch und beschämend, wenn Juden Lügen über Israel verbreiten.“

 

Gute Nachrichten:

  • Schweiz finanziert keine anti-israelischen Organisationen
  • Dänemark ordnet Einfrieren der Mittel für problematische NGO an

Und Deutschland?

bild.de zeigt, was Arte verhindert

Gepostet am Aktualisiert am

Der Film von Hafner und Schröder, selbst wenn er der handwerklich schlechteste aller Zeiten wäre, bringt das über Jahre aufgebaute Lügengebäude der meisten Medien über die wirklichen Ursachen des europäischen Hasses auf Israel und die Ursachen des ungelösten Konflikts zwischen Arabern und Juden jedenfalls mühelos zum Einsturz: Diese Ursache ist der neue, alte, ewige, unveränderliche Antisemitismus in Europa, der den neuen, alten, ewigen, unveränderlichen Antisemitismus in der islamischen Welt nur zu gern füttert.

Update: Den Film „Auserwählt und Ausgegrenzt. Antisemitismus in Europa“ gibt es auf Youtube!

 

Jetzt konnte man für ein paar Stunden auf bild.de sehen, warum Herr Diberder den Film nicht zeigen wollte.

Der Antisemitismus-Film beginnt mit der Abbas-Rede über die israelischen Brunnenvergifter im EU-Parlament, die Kanzlerkandidat Schulz für inspirierend hielt.

Er zeigt (in Berlin), dass junge und alte Rechts- und Linksetremisten, Marxisten, Palästinenser*innen, Antiimperialisten, Antirassisten gemeinsam an die jüdische Weltverschwörung glauben.

Die Filmemacher handeln konsequent, wenn sie nach Nahost gehen. Wie kann man Antisemitismus in Europa von der Geschichte und Gegenwart Palästinas trennen? Millionen arabischer Einwanderer bringen ihren Judenhass mit. Deutsche Gutmenschen solidarisieren sich mit den armen, unterdrückten Arabern in Palästina.

Der Antisemitismus der Nazis ist von gestern.

Ca. 1.000 NGOs sitzen laut Spiegel in Ramallah, ca. 400 in Israel. Sie erhalten ca. 100 Millionen € aus Europa, von Regierungen, von der EU, von Brot für die Welt und Pax Christi, und arbeiten in Nahost und Europa gegen Israel. Außenminister Gabriel hat sich unbedingt mit Vertretern einer der schlimmsten Aktivist*innen-Gruppe, B’Tselem, treffen müssen.

Alles in allem: Wer es wissen will, weiß schon alles, was hier gezeigt wird. Nur für unsere Medienelite bei Arte, ARD und ZDF scheint das alles neu zu sein.

Nur wer sein Israelbild von den Todenhöfers, Hayalis, den Jakob Augsteins, den Antisemit*innen in der Linkspartei, der taz, der Israel-Korrespondentin des ZDF und dem Israel-Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks bezieht, dürfte überrascht sein.

Dass Juden Frankreich verlassen, wird verständlich, wenn man die Hassgesänge der arabischen Rapper hört. Von den Morden an französischen Juden, von den Überfällen auf sie, den brenenden Synagogen ganz zu schweigen.

Der Film sticht in ein Wespennest. Das sollte verhindert werden.

Wer sich ein halbes Jahr nach Abnahme des Films durch die federführende WDR-Redakteurin, die einmal in leitender Position in Straßburg gearbeitet hat, ethische Grundsätze von Arte verletzt sieht, Qualitätsmaßstäbe des WDR vermisst und handwerkliche Fehler festzustellen glaubt, ist unglaubwürdig.

„Der Film von Hafner und Schröder, selbst wenn er der handwerklich schlechteste aller Zeiten wäre, bringt das über Jahre aufgebaute Lügengebäude der meisten Medien über die wirklichen Ursachen des europäischen Hasses auf Israel und die Ursachen des ungelösten Konflikts zwischen Arabern und Juden jedenfalls mühelos zum Einsturz: Diese Ursache ist der neue, alte, ewige, unveränderliche Antisemitismus in Europa, der den neuen, alten, ewigen, unveränderlichen Antisemitismus in der islamischen Welt nur zu gern füttert.“ Roger Letsch, Unbesorgt.de

„Dieses Vorgehen ( = den Film nicht zeigen, dann doch zeigen unter dem Blickwinkel, was alles handwerklich schlecht ist) müsste … zu einem Aufstand all jener führen, denen etwas an kritischen Medien liegt, vom Deutschen Journalisten-Verband über die IG Medien und diverse Vereinigungen freier Journalisten bis in die Medienredaktionen insbesondere in den öffentlich-rechtlichen Programmen. Doch von den Hütern des Journalismus hört man wenig und in Redaktionen von „Zapp“ bis Deutschlandfunk wurde bereits auf Angriffsmodus umgeschaltet – gegen die freien Kollegen Sophie Hafner und Joachim Schroeder, gegen BILD, für die eigenen Chefs.“ Salonkolumnisten

Neues von den öff.-rechtl. Zensoren

Gepostet am Aktualisiert am

Inzwischen haben auch die grünlinken Mainstreammedien und die FAZ den Skandal um die verweigerte Ausstrahlung des Antisemitismusfilms „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner durch arte und WDR aufgegriffen. Nachdem der Zentralrat der Juden protestiert hat.

Dass der Programmdirektor Le Diberder des französisch-deutschen Senders kein Öl ins islamistische Feuer in Frankreich gießen will, mag nachvollziehbar sein. Dass die deutschen Demokratieabgabezahler sein hohes Gehalt mitfinanzieren und der WDR strammsteht, weniger.

Der Film wäre nicht ergebnisoffen, wird von den unbelangbaren Direktoren und Abteilungsleitern in Straßburg und Köln gesagt. Wie muss man sich das vorstellen? Ein ergebnisoffener Film über Antisemitismus? Ich höre das auch von DDR-Forscher*innen. Am besten man addiert die Pros und Contras der SED-Diktatur bzw. des Antisemitismus, so dass die Zuschauer sich dann ihr Narrativ heraussuchen.

Was wurde vereinbart, wenn den Filmemachern jetzt vorgeworfen wird, sie wären von der Vereinbarung abgewichen? Ich stelle mir vor, es wird eine Dokumentation zu einem Thema gemacht und heraus kommt etwas, woran man am Anfang gar nicht gedacht hat.

Es sieht nach etwas anderem aus: Wer den Film sehen konnte, sagt, dass man Bilder aus Gaza sieht, die man von den ARD- und ZDF-Resident*innen in Israel bisher nicht gesehen hätte. Das von unseren Medien gepflegte Bild vom „Freiluftgefängnis“ Gaza (Dunja Hayali) wird wohl etwas erschüttert.

(Gleich noch eine Kostprobe von der Art der Berichterstattung des Markus Rosch, Bayerischer Rundfunk: „In Jerusalem leben jüdische Siedler, Christen und Muslime auf engstem Raum“. Jüdische Siedler, nicht etwa Juden!; nochmal der Link zur Zusammenstellung der spezifischen Art der Israel-Berichterstattung im ö-r. TV.

Haben die Damen und Herren des ö.-r. TV erwartet, man liefert ihnen ein paar Bilder und O-Töne von Pegida-, NPD- und AfD-Nazis? Wäre der Film dann gesendet worden?

Jetzt legt der WDR, der die Herstellung ein Jahr begleitet hat, nach: Der Film wäre handwerklich schlecht und werde den Qualitätsmaßstäben des Fernsehens nicht gerecht. Die Filmemacher müssen kurzfristig Quellen für ihre Aussage vorlegen, dass europäische Hilfsgelder für terroristische Zwecke ausgegeben werden. Eine WDR-Redakteurin, die auch schon Arte-Chefredakteurin war, hatte den Film vor knapp einem halben Jahr abgenommen!

Keine Probleme hatte der WDR dagegen bei der Ausstrahlung eines Films, bei dem dem niederländischen Rechtspopulisten Wilders dubiose israelische Verbindungen unterstellt wurden. Letztlich sollen es die Juden gewesen sein, die Wilders zu seinem antiislamischen Kurs bewegt hätten. Welche Qualitätsmaßstäbe wurden da angelegt? (Das wurde ein klein wenig korrigiert, als der Film in der Mediathek stand.)

Le Diberder fühlt sich tief betroffen von den Vorwürfen in den sozialen Medien. Er zeigt lieber einen Film über Israels Besatzungsregime. Dieser Film ist so fehlerhaft und manipulativ, dass ich ihm seine tiefe Betroffenheit nicht abnehme. Er ist einer der hoch bezahlten Unbelangbaren, die nervös werden, weil ihre „Qualitätsmaßstäbe“ nicht mehr kritiklos hingenommen werden.

Ob er noch alle Tassen im Schrank habe, hätte ich jeden gefragt, der mir noch vor zehn Jahr prophezeit hätte, dass 2017 wieder ein Programmdirektor die Ausstrahlung einer seriös recherchierten Dokumentation verweigern könnte, weil sie sich nicht in die „editoriale Linie einfüge“. Mindestens hätte ich dem Unkenrufer entgegen gehalten, dass die Chefs kooperierender Anstalten dem Durchgeknallten in den Arm fallen würden.“ (Thomas Rietzschel auf AchGut)

Das Berliner Scheunenviertel

Gepostet am Aktualisiert am

Ich stoße auf Texte des 1997 verstorbenen Publizisten Eike Geisel. Irgendetwas Kritisches über bundesdeutschen Philosemitismus hatte ich früher von ihm gelesen. Nicht aber den Text über das Berliner Scheunenviertel. Über das will ich mehr wissen. Was Geisel schreibt, habe ich anderswo bisher noch nicht gelesen: Den Rest des Beitrags lesen »

Woher kommt der Israelhass in ARD und ZDF?

Gepostet am Aktualisiert am

Gelegentlich habe ich Beispiele für die nahezu obsessive Beschäftigung mit den bösen Juden in Palästina im ö.-r. TV erwähnt. Nun hat Gerd Buurmann in seinem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ zusammengestellt, was sich das zwangsgebührenfinanzierte TV leistet.

Nachtrag: Siehe im Blog auch hier!