Antisemitismus

Friedrich-Ebert-Stiftung ehrt Antisemitin Linda Sarsour

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Ein Offener Brief dazu von Stipendiaten und Ehemaligen der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Update: Anscheinend überdenkt die Stiftung die geplante Ehrung.

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Wie die SPD mit Martin Schulz und Sigmar Gabriel Antisemitismus bekämpft

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Gerd Buurmann, Die tägliche Provokation

Siehe auch hier!

Bahners, FAZ: Antisemitismus ist Kunst

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Das Berliner Popkultur-Festival ist hochpolitisch und nach Selbsteinschätzung bunt und divers. Nur eines darf es nach Meinung von Hardcore-Linksextremisten nicht geben: Israelische Künstler.

Politisch korrekt ist das Festival zu 150%: Gender-Klos, kein Gender-Gap zwischen den Geschlechtern (also bei Männlein und Weiblein; bei Transgender, queer, homo, trans usw. sind mir die Zahlen nicht bekannt.), außerdem barrierefrei. Themen des Popkulturfestivals sind Gentrifizierung, Rechtsruck in Deutschland, zu wenig Wohnungsbau. Alles Themen, die selbstverständlich auch mit den Mitteln der Kunst erörtert werden dürfen.

Die arabischen und jüdischen Fanatiker von BDS, der „Bewegung“, die nicht nur israelische Waren boykottieren, sondern die Existenz des „Apartheid-Staates“ und kolonialistischen Projekts“ Israel beenden will, sorgte auch dieses Jahr wieder dafür, dass eingeladene Bands absagten, weil auch Künstler auftraten, die von der israelischen Botschaft mit einem Reisekostenzuschuss unterstützt wurden.

Nun ließ dieses Jahr die Festivalleitung erstmals über die BDS-Aktivitäten diskutieren. Das ging gründlich in die Hose: Die Hälfte des Saales hatten die Fanatiker/-innen von BDS besetzt. Sie schrien jeden nieder, der pro Israel sprechen wollte. Die BDS-Fanatiker hatten sich gut vorbereitet. Sie nahmen die Hälfte der Plätze ein. Dabei waren auf dem Podium schon genügend (auch jüdische) Boykott-Sympathisanten.

Heute hat der Journalist Patrick Bahners in der FAZ von einer Veranstaltung berichtet, in der „Israel-Verteidiger“ die gesamte Veranstaltung mit Zwischenrufen stören würden (p 9: „Antisemitismus oder Freiheit der Kunst?“) Es wäre ein Mob unhöflicher Menschen gewesen, die die BDS-Unterstützer beschimpft hätten. Im Tagesspiegel, immerhin ein linkes Blatt, las sich das total anders. Da waren es die BDS-Fanatiker, die die Veranstaltung sprengten.

Islamfreund Bahners deutet schon mit der Schlagzeile seine Tendenz an: der Boykott israelischer Waren unterläge der Kunstfreiheit. Vereinfacht gesagt: Wenn Antisemitismus Kunst ist, ist es kein Antisemitismus mehr, sondern Kunst. So gelingt es dem Journalisten, das Problem umzudrehen: Es ist für die (frühere) Edelfeder nicht so, dass die BDS-Fanatiker, unterstützt z. B. vom Israelhasser Noam Chomsky, der unvermeidlichen Judith Butler, Naomi Klein oder dem Stalinisten und FAZ-Glossisten Slavoj Žižek, Künstler auffordern, nicht in Israel aufzutreten oder den Auftritt bei Veranstaltungen abzusagen, an denen Israelis teilnehmen. Für Herrn Bahners ist es umgekehrt und bedroht, wenn ich es richtig verstehe, die Kunstfreiheit, wenn  Kommunen und Veranstalter den BDS boykottieren und seine Aufmärsche untersagen. Nicht zum ersten Mal haben BDS-Fanatiker Veranstaltungen gestört und dabei auch oft Gewalt angewendet.

Am Rande sei vermerkt, dass es den jüdischen und arabischen BDS-Aktivisten und deren Sympathisantenszene um mehr als Waren- und Künstlerboykott geht: Sie wollen, dass Israel nicht weiterexistiert.

Mehr Beiträge zur Bewegung boycott, divestment and sanctions im Blog hier!

Bahners geht es nicht nur um seine Art von Kunstfreiheit. Er sieht auch, schrieb er an anderer Stelle einmal, die Meinungsfreiheit bedroht, wenn man nicht über das Ende des israelischen Staates diskutieren dürfe.

Wes Geistes Kind Bahners ist, zeigt Thilo Sarrazin Dass dieser Text in der FAZ erscheint, zeigt, dass der Stellenwert Bahners´in dem Blatt nicht mehr allzu groß ist.

Die Judenhasser von Arte nennen die gewalttätigen Demonstrationen am Gaza-Zaun „Todesmarsch“

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Die Judenhasser von Arte sind erfahrungsresistent. Der widerwärtige Umgang mit der Dokumentation von Hafner/Shapira hat sie nicht zur Besinnung gebracht. Warum auch, sie werden von unseren Zwangsgebühren fürstlich bezahlt. Kritik perlt an ihnen ab.

im in Frankreich beheimateten Sender nimmt man Rücksicht auf die fortgeschrittene Islamisierung des Landes. Die französischen Juden wandern aus, die Muslime beten öffentlich auf Straßen und Plätzen der Großstädte. Informationschef Marco Nassivera, weiß sein Mäntelchen in den Wind zu hängen.

Jetzt wird in einer Arte-„Dokumentation“ vom „Todesmarsch“ am Grenzzaun gesprochen und von israelischen Heckenschützen.

Leider finde ich unter dem Suchwort „Todesmarsch“ nichts auf Arte. Aber jede Menge Pallywoodfilme und B´tselem-Botschaften, wie es sich für ausgewogene Berichterstattung gehört. Das Dreiminutenmachwerk ist eine Human-Interest-Story über einen braven jungen Familienvater, über einen Vater, der jetzt den invaliden Sohn betreut und den Handelskammerchef, der eine sofortige Aufhebung der israelischen (Waffeneinfuhr-)Blockade fordert.

Wie wär´s mit einem Faktencheck der Sendung? Herr Buhrow (WDR), höchster deutscher Arte-Repräsentant, weiß doch, wie das geht.

Update: Arte

Auch ohne Nazi-Keule ist das Filmchen ein Propaganda-Machwerk. Und der Todesmarsch steht weiterhin im Raum. Die französisch-deutschen Unbelangbaren nehmen ja nur den Nazivergleich zurück, nicht die Hetze gegen Israel.

Zur ARTE-Israelhetze siehe auch hier!

Antisemitismus in der Labour-Party

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antisemit corbyn

Der Fisch stinkt vom Kopfe her: Der Antisemit und Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn steuert in Groß-Britannien nicht nur einen stramm sozialistischen Kurs, sondern sorgt auch für einen stramm antiisraelischen Kurs seiner Partei.

Die drei jüdischen Blätter des Vereinigten Königreichs protestieren mit einer gemeinsamen Titelseite gegen den wachsenden Antisemitismus bei Labour.

Corbyn anerkennt nicht die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance. Sie geht ihm zu weit. Ein Journalist der Financial Times meint: Wenn sich 88 Rabbis auf eine gemeinsame Definition des Antisemitismus einigen, ist das eine bemerkenswerte Leistung. Weiterlesen!

Kürzlich legte er einen Kranz nieder zu Ehren der Terrorgruppe 11. September, den Attentätern von München 1972. auf der Veranstaltung zeigte er den Gruß der islamistischen Moslem-Brüderschaft. Auf der Veranstaltung war auch der Chef der Terrorgruppe, die einige Monate später vier Rabbis ermordete.

Jeremy Corbyn: Gleichsetzung von Israel mit NS ist nicht antisemitisch

Corbyn lässt bei seiner antiisraelischen Holocaust-Veranstaltung Demonstranten entfernen

Corbyn ist dreister als Speer und Claudia Roth. Speer behauptete, von Himmlers Posener Rede über die Ermordung der Juden nichts mitbekommen zu haben, weil er die Veranstaltung zuvor verlassen hätte. Die Grüne Roth lief in einer Berliner Demonstration mit, in der die Schläger vom Schwarzen Block „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ und „Nieder mit Deutschland!“ riefen. Andere Demoteilnehmer distanzierten sich davon, Roth nicht. Corbyn sagt: „Ja, ich war anwesend, aber mit der Kranzniederlegung habe ich nichts zu tun.“

Matt Seaton schreibt in der New York Book Review, dass Corbyn eigentlich kein Antisemit wäre. Er sei ein in der Wolle gefärbter Altlinker, der sich mit allen (auch den selbsternannten) Opfern des US-amerikanischen und israelischen Imperialismus und Kapitalismus solidarisiere. Das bringe ihn an die Seite von Assad, Putin, Maduro und allen Befreiungsbewegungen. Der wahre britische Antisemitismus sei in Golfclubs anzutreffen.

Ganz so einfach ist wohl nicht. Corbyn unterstützt eine Labour-Gruppe, die sich zum Ziel gesetzt, den Zionismus auszurotten.

Bei der umstrittenen Kranzniederlegung muss man genau hinschauen. Es handelt sich nämlich, so wird gesagt, um zwei Kränze. einer für Tote, die in Tunis starben und einer für München-Attentäter. Corbyn behauptet, es wäre nicht der Kranz für die Olympia-Terroristen gewesen, den er niedergelegt hätte. Genau der war es aber, wie Journalisten berichten. Corbyn sagte weiter, es wäre auch der Befreiungskämpfer gedacht worden, die in Paris von Mossad-Agenten erschossen worden waren. Dabei ging es in Wirklichkeit um Palästinenser, die von einer gegnerischen PLO-Fraktion in Tunis erschossen worden waren.

Vielleicht lag die Verwirrung daran, dass Corbyn kein Arabisch kann. Außerdem geht es ihm um Antiimperialismus.

Linkspartei: Israel soll die Besetzung Gazas beenden

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Die sozialistischen Antisemiten und Israelhasser störten sich nicht an den Hakenkreuzfahnen, die während der „friedlichen“ Proteste an der Grenze zu Israel flatterten. Auch alles andere, was passierte, die Beschädigung des Grenzzauns, das Abfackeln israelischer Felder, das Abfackeln von Lkws an einem Grenzübergang, die zur Versorgung Gazas dienen, das Schieben von Kindern ins Schussfeld israelischer Soldaten, das alles interessiert die Aktivisten nicht. Sie haben in der SED-Nachfolgepartei eine starke Position. Eine der ihren wurde gerade zur Sprecherin des Linksaußen-Landesverbandes in NRW gewählt. Ihren ehemaligen Fraktionschef im Bundestag, Dr. Gysi, haben sie schon einmal zur Flucht aufs Bundestagsklo veranlasst. Jetzt hat der Bundesvorstand etwas verspätet Israel ieder einmal verurteilt und die üblichen Forderungen gestellt.

Was mich wundert ist, dass Linksparteiler sich wundern. Mitglied Andrej Hermlin, erfolgreicher Orchesterleiter, Sohn des DDR-Staatsdichters Stefan Hermlin, der Jude und strammer Kommunist war, bestens mit der Nomenklatura vernetzt, aber auch selbstständig denkend und daher von der Stasi überwacht, aber nie aus der Partei verstoßen.

Andrej Hermlin erzählte einmal von seinen antisemitischen Erlebnissen im Ostberliner Alltag.

Dass er sich nach der sog. Wende ausgerechnet den SED-Nachfolgern anschließt, war wohl schon in der DDR angelegt. Die antisemitischen Vorfälle beeinträchtigten den Glauben an den Kommunismus nicht.

Vom immer gleichen Elend der Linkspartei | mena-watch.com

Nachtrag Jerusalem Post über die Israelfeinde in der Linkspartei (in Englisch)

Den Antisemitismus lassen wir Deutsche uns nicht wegnehmen!

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Die deutsche Migrationsforschung entspricht ungefähr dem Niveau der deutschen Migrationspolitik. Beider Leitmotiv ist eine unrealistische Willkommenskultur. Wichtiger als eine kritische Diskussion über die Folgen einer grenzenlosen, unkontrollierten Einwanderung ist das AfD-Bashing. Wer auf unangenehme Folgen der massenhaften Einwanderung statt auf Bereicherung durch Einwanderung hinweist, wird schnell zum Nazi. So geht es sogar Grünen-Politikern, die nicht hundertprozentig hinter der Multikulti-Begeisterung von Roth, Habeck und Göring-Eckardt stehen. In den Talkshows wird ein Kritiker offener Grenzen in der Regel neben drei Befürworter plaziert. Das Publikum ist entsprechend ausgewählt. Moderatorinnen des ÖR halten sofort Statistiken in die Kamera, mit denen die Behauptung des gerade interviewten AfD-Politikers über überproportionale Anteile Schutzsuchender an Mord- und Totschlagsdelikten widerlegt werden soll.

Wer glaubt, dass der Antisemitismus in Deutschland durch muslimisch-arabische Zuwanderer in den letzten Jahren stark gestiegen ist, wird von Migrationsforscher/-innen und Politiker/-innen widerlegt. Gestiegen ist nach deren Meinung der Antisemitismus in Deutschland. Ohne Rücksicht auf den sonst so gerne ins Feld geführten Generalverdacht wird dann sogleich gefordert, den Unterricht über Naziverbrechen zu verstärken und mehr KZ-Gedenkstättenbesuche durchzuführen. Denn der Antisemitismus in Deutschland würde steigen. Soziologen machen uns weis, dass der Antisemitismus von Arabern in etwa so hoch wäre wie der von Deutschen. So etwas wie „importierten Antisemitismus“ gäbe es gar nicht.

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Woher kommt der wachsende Antisemitismus? (mit Update!)

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Die CDU-Nachwuchshoffnung Kramp-Karrenbauer weiß es: von der AfD. Wahrscheinlich hatte sie den Auschwitzsong des Echo-Preisträgers Kollegah gehört und assoziiert: Auschwitz-Aha-AfD.

Ich sehe eine nicht unwesentliche Ursache für die Zunahme von Antisemitismus – abgesehen vom importierten der Muslime – in der nahezu besessenen Israelkritik der Medien und von Teilen der politischen Elite.

Das Gedenken an Naziverbrechen verträgt sich bestens mit Kritik an den kolonialistischen jüdischen Besatzern in Palästina. Jede Woche wird über neu verlegte Pflastersteine, über die Holocaust-Überlebende in einer Schulklasse oder eine Klassenfahrt nach Buchenwald berichtet. Meist noch in der selben Ausgabe wird – unter Verzicht auf allzu viel präzise Fakten – von den bösen israelischen Soldaten berichtet, die brutal friedlich demonstrierende Araber daran hindern, israelische Wälder und Felder in Brand zu stecken, oder über rechte israelische Politiker, die den heimatvertriebenen Arabern seit 70 Jahren verwehren, ihren eigenen Staat zu gründen.

Man begründet fein ziseliert, dass Israelkritik mit Antisemitismus aber auch überhaupt gar nichts zu tun hätte. Im Gegenteil. Es wäre doch nur gut gemeint, den Juden aufzuzeigen, wohin ihre Unterdrückung der bedauernswerten palästinensischen Nation führt. Man kennt das ja aus der eigenen Geschichte und will den Juden nur gute Ratschläge erteilen.

Das Wort, dass nur tote Juden gute Juden wären, ist nicht von der Hand zu weisen, angesichts der schon genannten Erinnerungskultur und der gleichzeitigen Gleichgültigkeit gegenüber dem wachsenden alltäglichen Antisemitismus.

judenhasserin_berlinDa schreibt ein israelischer Journalist, der in Berlin ein Restaurant besitzt, dass die bisherige Begeisterung junger Israelis für das hippe Berlin nachzulassen scheint und in Berlin lebende Israelis wieder nach Tel Aviv zurückgehen wollen. Wenn man vermeidet, Hebräisch zu reden, die Kippa versteckt, am Prenzlauer Berg mit dem Gürtel geschlagen und am Bahnhof Zoo angepöbelt wird, ist die Zeit der deutsch-jüdischen Annäherung, so es sie überhaupt nennenswert gegeben hat, wohl vorbei. Dieselben Deutschen, die betroffen des Holocausts gedenken, überlassen den Protest gegen gegenwärtige antisemitische Vorkommnisse dem Zentralrat der Juden.

Er erzählt von einem Markt am Prenzlauer Berg mit einem palästinensischen Falafelverkäufer. Der fing zu schreien an, als er Hebräisch hörte. Der Marktleiter erzählt, dass der Araber ein netter Kerl wäre und völlig unauffällig. Nur wenn er mal einen Juden sähe, würde er herumschreien.

Es gibt eine ausgezeichnete linguistische Untersuchung von 14.000 antisemitischen und antiisraelischen Schreiben, die an den Zentralrat der Juden und die israelische Botschaft geschickt worden waren: Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert, von Monika Schwarz-Friesel und Jehuda Reinharz, de Gruyter 2012.

Ein Hinweis auf das hier beschriebene Problem ist wohl auch, dass diese Untersuchung als Buch und als E-Book 90€ kostet, gebraucht um die 60€, als Taschenbuch immerhin noch 25€. Eine preiswerte, gekürzte Taschenbuchausgabe zu 9,80 oder 14,90€ gibt es nicht. Die Bundeszentrale für politische Bildung kauft seit Jahren fast nur noch Genderliteratur, Kapitalismuskritik oder Ungleichheitsstudien an.

Prof. Schwarz-Friesel und Prof. Reinharz zeigen, dass es keineswegs nur Rechtsextremisten sind, die antisemitische Briefe schreiben. Die Judenfeindschaft der gutbürgerlichen Mitte wird eher von linken antisemitischen und antizionistischen Denkmustern geprägt.

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Berlin: Extremisten unter sich

Update: Die alljährliche Berliner Al-Quds-Demonstration für die Auslöschung Israels fand gerade wieder statt. Siehe dazu auch die Verteidigung der Meinungsfreiheit von Israel-Endlösern des FAZ-Redakteurs Patrick Bahners; auch hier!

Zu den Gegendemonstranten gehört auch eine israelfreundliche Fraktion der Berliner AntifaSA.

Das Berliner Abgeordnetenhaus konnte sich nicht dazu entschließen, einem AfD-Antrag zur Verurteilung dieser Demonstration zuzustimmen. (Wieso kam keine andere Fraktion auf diese Idee?) Der Antrag wurde an einen Ausschuss verwiesen!

Update 18.7.18: Und jetzt Junk-Science

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel hat jetzt eine Langzeit-Studie über antisemitische Kommentare im Internet vorgelegt: Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses. Ihre – mit ihren Daten unzulässige – Schlussfolgerung: der Antisemitismus hätte im „digitalen Zeitalter“ zugenommen.

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets der Antisemitismus stark zugenommen habe: „Durch die Spezifika der Internetkommunikation (Reziprozität, Schnelligkeit, freie Zugänglichkeit, Multimodalität, Anonymität, globale Verknüpfung) hat die ungefilterte und nahezu grenzenlose Verbreitung judenfeindlichen Gedankengutes allein rein quantitativ ein Ausmaß erreicht, das es nie zuvor gab. Aufgrund der hohen Relevanz der Netz-Partizipation und seiner informationssteuernden, meinungsbildenden und
identitätsstiftenden Funktion akzeleriert das Web 2.0… die Akzeptanz und Norma-
lisierung von Judenfeindschaft in der gesamten Gesellschaft.“ Das mag gar nicht so falsch sein. Aber mit ihren Daten ist das wissenschaftlich nicht belegbar.

Hier wirkt das Peter-Prinzip: Die Linguistin über schreitet beim Thema empirische Sozialforschung ihre wissenschaftlichen Grenzen.

So ist ihre Untersuchung keine Langzeitstudie, wie sie meint. Sie hat innerhalb von vier Jahren von jeweils anderen Personen Internetkommentare zu sechs verschiedenen Ereignisssen gesammelt. In einer Langzeitstudie werden dieselben Personen zu verschiedenen Zeitpunkten befragt. Das war hier nicht der Fall.

Michael Klein von Science Files nennt die Fehler der „Studie“.

 

Mich würde etwas anderes interessieren:

Kann man mit Methoden der empirischen Sozialforschung herausfinden, wie sich die Israelberichterstattung der Mainstreammedien auf den Antisemitismus auswirkt.

Ich nehme an, dass die einseitige Berichterstattung zu Lasten der Juden in Palästina nicht ohne Wirkung bleibt. Ich erinnere mich an Schlagzeilen wie „Israel bricht die Waffenruhe“: Berichtet wurde von einem israelischen Luftangriff auf Gaza. Erst im zweiten Absatz erfuhr man, dass es eine Reaktion auf Raketenbeschuss durch Hamas- oder IS-Milizen war. Oder an Talk-Shows, die nach immer demselben Muster besetzt sind: ein jüdischer Israelgegner, ein jüdischer Israelverteidiger, zwei israelfeindliche Politiker, Professoren oder Journalisten. Oder wenn in der FAZ die Meinung, Israel müsse ausradiert werden, als grundgesetzlich geschützt verteidigt wird. (Aber jegliche zugespitzte Äußerung eines AfD-Politikers als ungeheuerlicher, geschichtsvergessener Anschlag auf die Demokratie geächtet wird.) Oder die verständnisvolle, empathische Darstellung friedlicher Proteste und des lustigen Drachenbauens am Grenzzaun in Gaza durch die ARD-Korrespondentin. Oder wenn der ARD-Korrepondent Fake-News über die Wasserverteilung auf der Westbank verbreitet. Oder wenn eine Journalistin, die von Gaza als Freiluftgefängnis spricht, das Bundesverdienstkreuz und einen TV-Preis für ihre Berichterstattung erhält.

Ob ich hinterher eher Israel zuneige oder die Juden für herzlose Unterdrücker, Imperialisten und Landräuber halte, müsste sich doch messen lassen.

 

FU Berlin setzt israelfeindlichen Kurs fort

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Die Berliner FU lässt sich nicht beirren. Wieder hat sie eine Israelhasserin zum Vortrag eingeladen, Susan Slyomovics.

Prof Slyomovics gehört zu der Gruppe der Israel-hassenden Juden. Sie unterstützt selbstredend die Israel-Boykott-NGO BDS. Zionisten, die sie für rechts hält(!), hätten die Idee mit den deutschen Entschädigungszahlungen für Holocaustopfer gehabt. Sie hat eine Lücke entdeckt: Internierte Juden in Nordafrika wurden von der Jewish Claims Conference im Vergleich zu KZ-Insassen vernachlässigt.

Prof. Slyomovics setzt den Massenmord der Deutschen an europäischen Juden dem gleich, was jetzt auf der Westbank und in Gaza passiert. Die jüdische Kolonialmacht müsste die Palästinenser mit Wiedergutmachungszahlungen entschädigen, wie das die Deutschen getan hätten: Was die Deutschen den Juden angetan haben, ist das, was die Israelis den Palästinensern angetan haben.“

Gerne wird sie nach Deutschland eingeladen, so etwa in die Uni Mainz, jetzt nach Berlin. Die Anthropologie- und Gender-Professorin mit Nahost-Schwerpunkt trägt über den Holocaust vor, den die Juden an den palästinensischen Arabern begehen würden.

Kritik prallt an der FU-Leitung ab: Die Freie Universität Berlin sei „ein Ort, an dem Antisemitismus grundsätzlich nicht geduldet wird“, sagt der Pressesprecher. Jegliche Diskriminierung von Menschen werde an der Universität nicht toleriert. „Die Freie Universität ist ein weltanschaulich neutraler und unparteiischer Ort, an dem der wissenschaftliche Diskurs und die akademische Freiheit im Mittelpunkt stehen…“

„Eine moralische Katastrophe“ von Judith Sevinc Basad