Antisemitismus

Den Antisemitismus lassen wir Deutsche uns nicht wegnehmen!

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Die deutsche Migrationsforschung entspricht ungefähr dem Niveau der deutschen Migrationspolitik. Beider Leitmotiv ist eine unrealistische Willkommenskultur. Wichtiger als eine kritische Diskussion über die Folgen einer grenzenlosen, unkontrollierten Einwanderung ist das AfD-Bashing. Wer auf unangenehme Folgen der massenhaften Einwanderung statt auf Bereicherung durch Einwanderung hinweist, wird schnell zum Nazi. So geht es sogar Grünen-Politikern, die nicht hundertprozentig hinter der Multikulti-Begeisterung von Roth, Habeck und Göring-Eckardt stehen. In den Talkshows wird ein Kritiker offener Grenzen in der Regel neben drei Befürworter plaziert. Das Publikum ist entsprechend ausgewählt. Moderatorinnen des ÖR halten sofort Statistiken in die Kamera, mit denen die Behauptung des gerade interviewten AfD-Politikers über überproportionale Anteile Schutzsuchender an Mord- und Totschlagsdelikten widerlegt werden soll.

Wer glaubt, dass der Antisemitismus in Deutschland durch muslimisch-arabische Zuwanderer in den letzten Jahren stark gestiegen ist, wird von Migrationsforscher/-innen und Politiker/-innen widerlegt. Gestiegen ist nach deren Meinung der Antisemitismus in Deutschland. Ohne Rücksicht auf den sonst so gerne ins Feld geführten Generalverdacht wird dann sogleich gefordert, den Unterricht über Naziverbrechen zu verstärken und mehr KZ-Gedenkstättenbesuche durchzuführen. Denn der Antisemitismus in Deutschland würde steigen. Soziologen machen uns weis, dass der Antisemitismus von Arabern in etwa so hoch wäre wie der von Deutschen. So etwas wie „importierten Antisemitismus“ gäbe es gar nicht.

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Woher kommt der wachsende Antisemitismus?

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Die CDU-Nachwuchshoffnung Kramp-Karrenbauer weiß es: von der AfD. Wahrscheinlich hatte sie den Auschwitzsong des Echo-Preisträgers Kollegah gehört und assoziiert: Auschwitz-Aha-AfD.

Ich sehe eine nicht unwesentliche Ursache für die Zunahme von Antisemitismus – abgesehen vom importierten der Muslime – in der nahezu besessenen Israelkritik der Medien und von Teilen der politischen Elite.

Das Gedenken an Naziverbrechen verträgt sich bestens mit Kritik an den kolonialistischen jüdischen Besatzern in Palästina. Jede Woche wird über neu verlegte Pflastersteine, über die Holocaust-Überlebende in einer Schulklasse oder eine Klassenfahrt nach Buchenwald berichtet. Meist noch in der selben Ausgabe wird – unter Verzicht auf allzu viel präzise Fakten – von den bösen israelischen Soldaten berichtet, die brutal friedlich demonstrierende Araber daran hindern, israelische Wälder und Felder in Brand zu stecken, oder über rechte israelische Politiker, die den heimatvertriebenen Arabern seit 70 Jahren verwehren, ihren eigenen Staat zu gründen.

Man begründet fein ziseliert, dass Israelkritik mit Antisemitismus aber auch überhaupt gar nichts zu tun hätte. Im Gegenteil. Es wäre doch nur gut gemeint, den Juden aufzuzeigen, wohin ihre Unterdrückung der bedauernswerten palästinensischen Nation führt. Man kennt das ja aus der eigenen Geschichte und will den Juden nur gute Ratschläge erteilen.

Das Wort, dass nur tote Juden gute Juden seien, ist nicht von der Hand zu weisen, angesichts der schon genannten Erinnerungskultur und der gleichzeitigen Gleichgültigkeit gegenüber dem wachsenden alltäglichen Antisemitismus.

judenhasserin_berlinDa schreibt ein israelischer Journalist, der in Berlin ein Restaurant besitzt, dass die bisherige Begeisterung junger Israelis für das hippe Berlin nachzulassen scheint und in Berlin lebende Israelis wieder nach Tel Aviv zurückgehen wollen. Wenn man vermeidet, Hebräisch zu reden, die Kippa versteckt, am Prenzlauer Berg mit dem Gürtel geschlagen und am Bahnhof Zoo angepöbelt wird, ist die Zeit der deutsch-jüdischen Annäherung, so es sie überhaupt nennenswert gegeben hat, wohl vorbei. Dieselben Deutschen, die betroffen des Holocausts gedenken, überlassen den Protest gegen gegenwärtige antisemitische Vorkommnisse dem Zentralrat der Juden.

Er erzählt von einem Markt am Prenzlauer Berg mit einem palästinensischen Falafelverkäufer. Der fing zu schreien an, als er Hebräisch hörte. Der Marktleiter erzählt, dass der Araber ein netter Kerl wäre und völlig unauffällig. Nur wenn er mal einen Juden sähe, würde er herumschreien.

Es gibt eine ausgezeichnete linguistische Untersuchung von 14.000 antisemitischen und antiisraelischen Schreiben, die an den Zentralrat der Juden und die israelische Botschaft geschickt worden waren: Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert von Monika Schwarz-Friesel und Jehuda Reinharz, de Gruyter 2012.

Ein Hinweis auf das hier beschriebene Problem ist wohl auch, dass diese Untersuchung als Buch und als E-Book 90€ kostet, gebraucht um die 60€, als Taschenbuch immerhin noch 25€. Eine preiswerte, gekürzte Taschenbuchausgabe zu 9,80 oder 14,90€ gibt es nicht. Die Bundeszentrale für politische Bildung kauft seit Jahren fast nur noch Genderliteratur, Kapitalismuskritik oder Ungleichheitsstudien an.

Prof. Schwarz-Friesel und Prof. Reinharz zeigen, dass es keineswegs nur Rechtsextremisten sind, die antisemitische Briefe schreiben. Die Judenfeindschaft der gutbürgerlichen Mitte wird eher von linken antisemitischen und antizionistischen Denkmustern geprägt.

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Berlin: Extremisten unter sich

Update: Die alljährliche Al-Quds-Demonstration für die Auslöschung Israels fand gerade wieder statt.

Nachtrag: Siehe dazu auch die Verteidigung der Meinungsfreiheit des FAZ-Redakteurs Patrick Bahners; auch hier!

Zu den Gegendemonstranten gehört auch eine israelfreundliche Fraktion der Berliner AntifaSA.

Das Berliner Abgeordnetenhaus konnte sich nicht dazu entschließen, einem AfD-Antrag zur Verurteilung dieser Demonstration zuzustimmen. (Wieso kam keine andere Fraktion auf diese Idee?) Der Antrag wurde an einen Ausschuss verwiesen!

 

FU Berlin setzt israelfeindlichen Kurs fort

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Die Berliner FU lässt sich nicht beirren. Wieder hat sie eine Israelhasserin zum Vortrag eingeladen, Susan Slyomovics.

Prof Slyomovics gehört zu der Gruppe der Israel-hassenden Juden. Sie unterstützt selbstredend die Israel-Boykott-NGO BDS. Zionisten, die sie für rechts hält(!), hätten die Idee mit den deutschen Entschädigungszahlungen für Holocaustopfer gehabt. Sie hat eine Lücke entdeckt: Internierte Juden in Nordafrika wurden von der Jewish Claims Conference im Vergleich zu KZ-Insassen vernachlässigt.

Prof. Slyomovics setzt den Massenmord der Deutschen an europäischen Juden dem gleich, was jetzt auf der Westbank und in Gaza passiert. Die jüdische Kolonialmacht müsste die Palästinenser mit Wiedergutmachungszahlungen entschädigen, wie das die Deutschen getan hätten: Was die Deutschen den Juden angetan haben, ist das, was die Israelis den Palästinensern angetan haben.“

Gerne wird sie nach Deutschland eingeladen, so etwa in die Uni Mainz, jetzt nach Berlin. Die Anthropologie- und Gender-Professorin mit Nahost-Schwerpunkt trägt über den Holocaust vor, den die Juden an den palästinensischen Arabern begehen würden.

Kritik prallt an der FU-Leitung ab: Die Freie Universität Berlin sei „ein Ort, an dem Antisemitismus grundsätzlich nicht geduldet wird“, sagt der Pressesprecher. Jegliche Diskriminierung von Menschen werde an der Universität nicht toleriert. „Die Freie Universität ist ein weltanschaulich neutraler und unparteiischer Ort, an dem der wissenschaftliche Diskurs und die akademische Freiheit im Mittelpunkt stehen…“

„Eine moralische Katastrophe“ von Judith Sevinc Basad

Wie Forschung geht: Moses-Mendelssohn-Zentrum Potsdam

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Sozialwissenschaftler stehen nicht zu Unrecht häufig im Ruf, Wissenschaft als Kampfinstrument gegen alles, was rechts ist, zu missbrauchen.

Der Blog Science Files findet immer wieder Beispiele, wie in Sozialwissenschaften „Studien“ das gewünschte Ergebnis liefern und dabei die durchaus auch in den Sozialwissenschaften mögliche methodische Sorgfalt missachtet wird.

Jetzt lese ich gerade in den linken PNN/Tagesspiegel von einer neuen Studie der Forschungsstelle des Moses-Mendelssohn-Zentrums in Potsdam. Man will entdeckt haben, dass die rechte Protestbewegung „Zukunft Heimat“, die in Cottbus von sich reden gemacht hat, „latent antisemitische Weltbilder“ verbreiten würde.

Die 16-seitige Studie nennt sich „Die Sprache der Asylkritik“. Die Forscher listen erst einmal auf, wer alles aus der rechten Szene bei Zukunft Heimat aufgetreten ist. Von 69 Wortbeiträgen aus Kundgebungen stammen 90% von organisierten Rechtsextremen, Rassisten, Asylfeinden usw. oder rechtsextremen Einzelpersonen. Sieben Reden, ca. 10%, hielten Personen, „die sich, ohne eine politische Zugehörigkeit zu benennen, als Mütter, Familienväter, Bürgerinnen oder Bürgerrechtler präsentierten. Die Auftritte dieser überwiegend ungeübten Rednerinnen und Redner sollten dem Anliegen der Bewegung Legitimität und Authentizität verleihen, indem sie zeigen, dass der Golßener Verein Zukunft Heimat auf Zustimmung in der Cottbusser Bevölkerung stößt und deren Ansichten und Anliegen vertritt. Die Angst um die Sicherheit von Frauen und Kindern aufgrund des Flüchtlingszuzugs stand in der Regel im Mittelpunkt dieser Beiträge.“

„Vermutlich“, so die Forscher/-innen, wirke sich das häufige Auftreten von AfD-Redner/-innen werbend für diese Partei aus, jedenfalls „nicht nachteilig“.

Auch die Sprache dieser Rassisten wird in der Studie untersucht. So werde das Wort „Schutzsuchende“ ironisch verwendet. Straftaten von Schutzsuchenden würden nicht als Einzelfälle behandelt, sondern verallgemeinert, Fluchtgründe würden negiert.

Auch die Eliten würden als bedrohlich und volksfremd dargestellt. Die Politik der Eliten diene dem Austausch des Volkes. Die Begriffe Volk und Nation würden radikal ethnisch gebraucht.

Mit dem unterstellten „Austausch“ des Volkes werde ein eindeutig rechtsextremes Motiv verwendet. Es handele sich um ein „Gesellschaftsexperiment“, bei dem ein „Bevölkerungsaustausch“ herbeigeführt werden solle, dessen Ziel es sei, „eine monothnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln“

Ich wusste gar nicht, dass der deutsch-amerikanische Soziologe Yascha Mounk, der diesen Satz unhinterfragt in einem ARD-Interview äußerte, Rechtsextremist ist. Er wird in der Mendelssohn-Studie nicht als Urheber des Satzes genannt, sondern der Rechtsextremist R64, so sein Kürzel in der „Studie“. Schiebt Dr. Botsch einem Cottbusser Redner diesen Satz, mit dem Mounk die Situation in Deutschland wertfrei beschreibt, als rechtsextremistische Äußerung unter?

Der für rechte Aktionen hohe Frauenanteil an den Rednern wäre gewollt, so der/die Forscher, man wolle dem Protest (gegen die Straftaten von Schutzsuchenden; GS) ein weibliches Gesicht geben. Ob das jetzt das Ergebnis der Forschungen ist oder eine Forschungshypothese, die der Verifizierung harrt, wurde mir nicht klar.

Der Potsdamer Politologe Botsch stellt den hohen Frauenanteil am Protest gegen ungebremste Einwanderung als PR-Einfall dar. Besorgnisse und Ängste von Frauen angesichts der Menge der versuchten und vollendeten Vergewaltigungen, der sexuellen Belästigungen, des versuchten und vollendeten Mordes und Totschlags von Mädchen und Frauen durch Schutzsuchende so zu erklären ist mehr als schäbig. Vor allem disqualifiziert es ihn als Wissenschaftler. Oder hat er die Motive der teilnehmenden Frauen untersucht? Falls ja, warum erwähnt er es in seiner wissenschaftlichen Studie nicht?

Auf Graphiken seien bevorzugt selbstbewusste junge Frauen abgebildet, denen der Satz zugeordnet würde: „Niemand versteht, warum Schutzsuchende in dem Land, das ihnen Schutz gewährt, bewaffnet durch die Straßen ziehen“.

Die sechs Seiten Sprachanalyse behandeln die typischen Redefiguren von Rechtspopulisten: Asyl, Flüchtlinge, Kriminalität, Widerstand, das angeblich einseitige Verständnis von Demokratie, die ethnisch-nationalistische Interpretation von Volk. Nicht versäumt wird, darauf hinzuweisen, dass das Grundgesetz allen Menschen den Schutz der Menschenrechte garantiere, es aber kein Recht auf Heimat gäbe. (Ob Palästinenser das gerne hören werden?)

Wenn von Volkstod geredet würde, stecke latenter Antisemitismus dahinter. Das führen die Forscher nicht weiter aus, sondern verweisen in einer Fußnote auf eine (ihre?) andere Studie: Botsch, Gideon/Kopke, Christoph (2018): Der „Volkstod“. Zur Kontinuität einer extrem rechten Paranoia.

Fündig wurde ich in einer Antwort der brandenburgischen Landesregierung auf eine Anfrage von CDU-Abgeordneten zur Werbung der brandenburger Linkspartei: „We love Volkstod“:

2. Was versteht die Landesregierung unter „Volkstod“?
zu Frage 2:
Vor knapp zehn Jahren entdeckten Rechtsextremisten das Thema „Volkstod“ neu. Unter dem „Volkstod“ verstanden sie den Untergang des „deutschen Volkes“ durch Massenabwanderung aus strukturschwachen Gebieten, Arbeitslosigkeit, demografischen Wandel und Überfremdung. Vor allem die im Jahre 2012 verbotene „Widerstandsbewegung in Südbrandenburg“ nahm dieses Thema in zahlreichen Propagandaaktionen auf. Die „Volkstod“-Propaganda ist antisemitisch grundiert. Danach versuche das „internationale Judentum“ das „deutsche Volk“ durch „Masseneinwanderung“ und „Rassenmischung“ sowie durch „Umerziehung“ und „Schuldkult“ in seiner biologischen und geistig-kulturellen Substanz zu vernichten. Rechtsextremisten sehen im drastischen Ansteigen der Asylbewerberzahlen eine Beschleunigung des „Volkstods“. (Quelle)

Vom Politologen Dr. Gideon Botsch stammt anscheinend auch dieser anderswo geäußerte Satz: Die AfD instrumentalisiert Antisemitismus, indem sie ihn muslimischen Zuwanderern zuschreibt.

Es ist nicht so, dass ich besondere Sympathie für Zukunft Heimat oder die AfD hätte. Aber von einem Wissenschaftler, auch einem Politologen, erwarte ich auch in diesem Fall mehr als politische Meinungsäußerung unter dem Deckmantel einer wissenschaftlichen Studie. 

Wie man wissenschaftlich arbeitet, zeigt diese Studie.

 

SZ kündigt ihrem Karikaturisten

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Nicht zum ersten Mal verwendete Bundesverdienstkreuzträger Hanitzsch antisemitische Stilmittel, wie man sie aus der Nazizeit kennt, in einer gehässigen, „israelkritischen“ Karikatur.  Der 85jährige Künstler weist den Vorwurf des Antisemitismus zurück. Er wäre israelkritisch, mehr nicht.

Nun wurde es sogar der SZ-Chefredaktion zu viel. Sie trennt sich von dem Karikaturisten.

Nicht nur Karikaturen sind in der Süddeutschen umstritten. Auch Texte sind manchmal auffällig. So, als vor zwei Jahren von Zehntausenden Israelis geschrieben wurde, die wegen Nethanjahus Politik dem Land den Rücken gekehrt hätten.

 

SZ wieder mal antisemitisch

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Bundesverdienstkreuzträger Dieter Hanitzsch durfte in der Süddeutschen Zeitung mal wieder an den Stürmer erinnern:

sz_antisemitisch

Update: Dem Künstler wurde von der SZ gekündigt.

Ich habe jetzt zwei Interviews mit H. gelesen. Das eine hier:

Was mich wundert, ist die scheinbare(?) Naivität des Karikaturisten.

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Der 3-D-Test für Antisemitismus

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Da die Grenze zwischen berechtigter Kritik an der Politik des Staates Israel und als „Israelkritik“ getarntem Antisemitismus oft nicht leicht zu erkennen ist, hat Natan Sharansky 2004 den 3-D-Test entwickelt.

Israelkritik überschreitet die Grenze zum Antisemitismus demnach…

Dämonisierung

„…wenn der jüdische Staat dämonisiert wird, Israels Handeln ohne jedes Maß dargestellt wird, Vergleiche zwischen Israelis und Nazis und palästinensischen Flüchtlingslagern und Auschwitz gezogen werden – dann ist das Antisemitismus, keine legitime Kritik.“

Doppelte Standards

„…wenn Kritik selektiv auf Israel angewendet wird; wenn allein Israel von der UNO wegen Menschenrechtsverletzungen herausgestellt wird, während das Verhalten bekannter und wichtiger Verletzer wie China, Iran, Kuba und Syrien ignoriert wird; wenn Israels Magen David Adom als einziger der Ambulanzdienste der Welt die Aufnahme ins Internationale Rote Kreuz verweigert wird – dann ist das Antisemitismus.“

Delegitimierung

„…wenn Israel das fundamentale Recht auf Existenz in Abrede gestellt wird, als einzigem Volk auf der Welt, dann ist das Antisemitismus.“

gefunden auf watson.de

Max Moor und die nationalen Hosenscheißer

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Max Moor, der Moderator mit dem Stabreim-Namen (er hieß früher weniger TV-tauglich Dieter) weiß nicht nur, wie man Dunkeldeutschland bekämpft. Er findet auch beim angeblich neuen Antisemitismus die richtigen Experten. Einer ist der notorische jüdische Antisemismusexperte David Ranan. Er ist mit seiner Behauptung, dass es keinen originären muslimischen Antisemitismus gäbe, inzwischen durch die gesamte Mainstream-Medien gewandert. Ranan findet, Deutschland solle sich nicht gleich in die nationale Hose machen, bloß weil ein Kippa-tragender Jude ausgepeitscht wird. Jüdische Verbände würden sofort protestieren und es wäre jetzt eine Massenhysterie entstanden. Juden fänden sofort das Ohr der Kanzlerin, Araber fühlten sich nicht beachtet. Antisemitismusforscher Ranan hat 70 in Deutschland lebende Muslime interviewt. In diesen 70 Gesprächen hat er herausgehört, dass der, wie er zugibt, teils üble Antisemitismus nichts mit dem Islam zu tun hätte, sondern dass der Nahostkonflikt „übergeschwappt“ wäre. Als Ergebnis seiner „Forschungen“ resümiert Ranan, dass es keinen ZUsammenhang zwischen Islam und Antisemitismus gäbe.

Davon inspiriert fragt der Sprecher: „Ist jede brennende Israelfahne gleich Judenhass?“ Das ist die Gelegenheit, dem Antisemitismusforscher Wolfgang Benz das Wort zu erteilen. Der nutzt die Gelegenheit, um seine Lieblingsthese der letzten Jahre zu wiederholen, der arabische Antisemitismus sei aus Europa in die islamische Welt gekommen. Mit dem Unterschied: früher sah er den Export des Judenhasses aus Europa vor 150 Jahren, jetzt, bei Max Moor, sind es schon Jahrhunderte des europäischen Antisemitismusexports, die uns jetzt in Europa „auf die Füße fallen“ würden. Er beruhigt aber. Es seien nicht Millionen arabischer Antisemiten in Europa unterwegs.

Und der Sprecher schließt feierlich: Hauptsache kein Generalverdacht.

Solange der Clip in der Mediathek steht, hier! Alternativ der „Antisemitismusforscher“ Ranan auf Youtube. (Am besten beides ansehen. Ranan formuliert unterschiedlich.)

Siehe auch zu den „Experten“ einer vorgehenden, Dunkeldeutschalnd bekämpfenden Sendung

Matthias Küntzel über den jüdischen Israelfeind und „Wissenschaftler“ Ranan

Wie das Berliner Abgeordnetenhaus Antisemitismus verurteilt

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„Das Berliner Abgeordnetenhaus wollte am Donnerstag den Hass auf Juden verurteilen, der auf den Straßen der Stadt immer häufiger erkennbar wird. Doch ganz so eindeutig fiel die Verurteilung nicht aus.

Denn erstens wurde in der Resolution, die mehrere Parteien gemeinsam verabschiedeten, nicht erwähnt, von wem der Antisemitismus ausgeht, den man verurteilen wollte…“

Weiterlesen, was Gunnar Schupelius in der Berliner Zeitung darüber schreibt, wie in Berlin muslimischer Antisemitismus relativiert wird.

Nicht nur im Berliner Abgeordentenhaus! Auch die Bundestagsdebatte war verlogen.

„Die populärsten Juden in Deutschland sind heute Herr und Frau Stolperstein.“
Alexander Wendt, zit. von Michael Klonovsky auf acta diurna

Einmalig: Berlin und Potsdam tragen Kippa!

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Ich mag solche Veranstaltungen nicht! Die Potsdamer Oberbürgermeisterkandidaten präsentieren sich und Landtagsabgeordnete. Der muslimische Würdenträger, der in Potsdam zugesagt hatte, kam nicht und hatte auch nicht abgesagt. Wie die Zeitung herausbekam, hatte er einen wichtigen Termin bei der Stadtverwaltung wegen der Bauabnahme für ein Moscheegebäude.

Dagegen soll in Berlin sogar die DITIB das einmalige Tragen der Kippa mitgetragen haben. Was für eine Toleranz!. Dabei hatte die Jüdische Gemeinde die Veranstaltung beantragen müssen. In der viel gerühmten Zivilgesellschaft fand sich wohl niemand anders.  Wie das meist so ist, wenn es einen antisemitischen Vorfall gibt: Dafür sind die jüdischen Organisationen zuständig.

Angesichts dessen, was zurzeit in Der Zeit oder im Spiegel über Israel zu lesen oder im ÖR-TV zu sehen ist, müsste ich ständig protestieren. Oder wenn die arabischen Synagogenbrandstifter mildernde Umstände bekommen, weil sie Israel hassen und nicht die Juden generell. Oder wenn die Jüdische Gemeinde Rheinland eine gemeinsame Israelreise mit der Evangelischen Kirche im Rheinland absagt, wegen der antijüdischen Tendenz der Verbandszeitschrift. Oder wenn der Ethik-Beirat des Musik-Echo mit 5:1 für die Preisverleihung an zwei Rüpel-Rapper gibt, die Holocaust-Opfer verhöhnen. (Was ist mit der Million Facebook-Follower des Judenhassers Kollegah?) Oder die völlig verzerrte Statistik antisemitischer Straftaten…

Da ist das einmalige, kurzzeitige Kippatragen unter Polizeischutz eine kommode Angelegenheit. So richtig erwähnen, dass es ein Araber war, der, was noch nie in der bald siebzigjährigen Bundesrepublik passiert ist, einen Israeli ausgepeitscht hat, muss man nicht. Lieber fordert man verstärkt Gedenkstättenbesuche für alle Schüler und mehr Geschichtsunterricht über das Dritte Reich, stellt fest, dass der Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen wäre oder immer noch nicht überwunden wäre.

Irgendwo im Internet finde ich gerade diesen Satz:

Es ist nicht antisemitisch, Israel zu kritisieren, aber Kritik an Israel ist das liebste Vergnügen von Antisemiten.

Steinmeier Kranz Arafat
Steinmeier legt Kranz am Grab des Terrorpaten Arafat nieder

Deswegen grenzt es für mich schon fast an Heuchelei, wenn jetzt in den Zeitungen auf Seite 1 und in den Kommentarspalten groß über BerlinträgtKippa geschrieben wird, aber seit Jahren durch den früheren Außenminister Gabriel, eine nahezu manische israelkritische Berichterstattung in Mainstreammedien wie taz, FAZ, SZ, Spiegel und ÖR-TV (Kann in diesem Blog unschwer nachgelesen werden) der Boden für antisemitische Aktivitäten bereitet wird.

 

Nachtrag: Zurück in den Alltag: Kippa-Demo in Neukölln musste abgebrochen werden. Ein Kommentar dazu: „Morbus Augstein“

NZZ: Deutschland denkt nur an seine toten Juden