SZ kündigt ihrem Karikaturisten

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Nicht zum ersten Mal verwendete Bundesverdienstkreuzträger Hanitzsch antisemitische Stilmittel, wie man sie aus der Nazizeit kennt, in einer gehässigen, „israelkritischen“ Karikatur.  Der 85jährige Künstler weist den Vorwurf des Antisemitismus zurück. Er wäre israelkritisch, mehr nicht.

Nun wurde es sogar der SZ-Chefredaktion zu viel. Sie trennt sich von dem Karikaturisten.

Nicht nur Karikaturen sind in der Süddeutschen umstritten. Auch Texte sind manchmal auffällig. So, als vor zwei Jahren von Zehntausenden Israelis geschrieben wurde, die wegen Nethanjahus Politik dem Land den Rücken gekehrt hätten.

 

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Wieso gab es 1948 keinen palästinensischen Staat?

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Es gab ja einen UNO-Teilungsbeschluss. Es gab die Erwartung, dass zwei Staaten entstehen würden, nachdem eine Föderation nicht zustande gekommen war. Das Interesse der umliegenden arabischen Staaten an einem Krieg gegen die Juden war gering. Wieso haben die palästinensischen Araber keinen eigenen Staat gegründet, sondern kennen bis heute nur ein Ziel, den jüdischen Staat zu vernichten und die Juden ins Meer zu treiben?

Im ersten Nahostkrieg 1947/48 wurden  6.000 Juden getötet und eine unbekannte Zahl von Arabern. 700.000 flohen auf Anraten der arabischen Armeeführer aus dem Kriegsgebiet (in der Hoffnung bald als Sieger zuückkehren zu können) oder wurden von den Israelis vertrieben. Danach gab es Israel noch immer und sogar ein wenig größer. Aber das arabische Palästina gab es nicht mehr. Bis 1967 besetzte Jordanien die Westbank und Ostjerusalem. In Jerusalem zerstörten die Jordanier 34 von 35 Synagogen und vertrieb die Juden. Ägypten übernahm den Gazastreifen.

Wieso kam es zu dem Überfall der sechs arabischen Armeen auf Israel am zweiten Tag des Bestehens des Staates? Obwohl die arabischen Nachbarstaaten keineswegs darauf scharf gewesen waren?

Amin al Husseini und Adolf Hitler
Der Führer empfing in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den Grossmufti von Palästina, Sayid Amin al Husseini, zu einer herzlichen und für die Zukunft der arabischen Länder bedeutungsvollen Unterredung. 9.12.41 Quelle: Presse Hoffmann

Es lag wohl an Amin el-Husseini, dem Mufti von Jerusalem. Er war ein Judenhasser, der schon mit Hitler kooperiert hatte und eigentlich in Europa als Kriegsverbrecher verurteilt werden sollte.

Der Mufti genoß auf der arabischen Straße und bei den antisemitschen ägyptischen Moslembrüdern hohes Ansehen. Ihm und den Moslembrüdern gelang es, durch Drohungen und Morde, Ägypten und andere Staaten zum Krieg zu drängen.

Dr. Matthias Küntzel: „The Aftershock of the Nazi War against the Jews, 1947-1948: Could War in the Middle East Have Been Prevented?“

Kurzfassung auf Deutsch

 

Dr. Gysis Traumland Chile

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Gysi gehört zu denen, die die Jungfräulichkeit des Marxismus hochhalten. Er soll unbefleckt sein und darf mit den realsozialistischen Bastarde nichts zu tun haben. Einzig in Chile wäre der Sozialismus von Erfolg gewesen, wenn nicht die böse USA eingegriffen hätte.

Nun ist der Mythos Allende, dem auch ich lange zugeneigt war, schon seit einiger Zeit am Bröckeln. Allende war ein starrsinniger Verstaatlicher und hat die venezolanische Entwicklung vorweggenommen. Chiles Sozialismus hat sich selbst die Grube gegraben, nicht der rechte Diktator Pinochet.

Rainer Zitelmanns Lehrstunde für Märchenonkel Dr. Gysi

 

Warum darf man das nicht in der Tagesschau sehen?

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Dass Israel den Medienkrieg gegen die Herrscher im arabischen Palästina verliert, können wir täglich im ÖRR verfolgen. In diesem Blog gab es schon einige Male Fotos von den Pallywood-Produktionen: den „schwer verletzten“ Jungen, der lachend von der Bahre hüpft, als die Kamera ausgeschaltet wird, die Meute der Presseleute, die auf Armlänge einen Steinwerfer im Halbkreis umstehen, der angeblich auf einer menschenleeren Straße Steine gegen Israelis wirft, der verzweifelte Vater, der sein angeblich von Israelis erschossenes Kind in die Höhe hällt (das zu diesem Zeitpunkt noch lebte!). Es war, wie sich herausstellte, von Arabern erschossen worden.

Jetzt hat Gerd Buurmann Videoclips zusammengestellt, die ich noch nie bei Dunja Hayali oder Claus Kleber oder in der Tagesschau sehen durfte. U. a. diesen:

 

Buurmann sagt deutlich, worum es Hamas usw. geht: Die Lust der Europäer auf Bilder von arabischen Kindern zu befriedigen, die von Juden getötet wurden.

Siehe auch: Kann es sein, dass ARD und ZDF einseitig sind?

SZ wieder mal antisemitisch

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Bundesverdienstkreuzträger Dieter Hanitzsch durfte in der Süddeutschen Zeitung mal wieder an den Stürmer erinnern:

sz_antisemitisch

Update: Dem Künstler wurde von der SZ gekündigt.

Özil bekam 2010 den „Bambi“ in der Kategorie Integration

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Hier nachzulesen

Fußballmanager Oliver Bierhoff zur jüngsten Integrationsleistung Özils, einem in der dritten Generation in Deutschland lebenden Türken: „Man muss verstehen, wie Türken ticken.“

Update: Noch bizarrer ist die Fortsetzung:

Die Berater der Fußballstars haben um einen Termin beim Bundespräsidenten Steinmeier gebeten. Der machte sich wieder einmal ehrlich und wurde bereitwillig zum Zweitpräsidenten.

Das Foto der Begegnung spricht Bände. Die beiden Fußballer stehen etwas entfernt von ihrem Zweitpräsidenten, in leicht distanzierter Körperhaltung.

Ob Özil seine beiden „Heimaten“ (Steinmeiersche Wortprägung ) dadurch zusammenbringt, dass er für die Mannschaft spielt, aber zu Beginn die türkische Nationalhymne singt, darüber wurde nichts veröffentlicht.

Es gibt Twitterer, die vemuten, dass den beiden die Hände auf den Rücken gebunden worden waren.

Warum Journalisten überwiegend links sind

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Roger Köppel, Chefredakteur der Schweizer Weltwoche, erinnert sich an einen Satz eines NZZ-Redakteurs aus der Zeit, als er selbst dort Redakteur war:

„Auslandredaktor Christoph Mühlemann, Sturmgeschütz im Kalten Krieg, aber auch Brillantautor von feinster Bildung, hatte es mir während eines gemeinsamen Abenddiensts erklärt: Die meisten Journalisten sind links aus Unfähigkeit, denn der Marxismus ist einfacher zu begreifen als der Liberalismus.“

Zweimal Israel

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Heute Morgen darf FAZ-Israelexperte Jochen Stahnke wieder prominent von Israel erzählen. Er zeichnet ein düsteres Bild: Benachteiligung der nicht-europäischen Einwanderer, sie werden in den Negev verfrachtet, keiner von ihnen wäre bisher Ministerpräsident oder Verteidigungsminister geworden. Die Ungleichheit zwischen Reichen und Armen wüchse. Warum fehlt der Hinweis auf das Korruptionsverfahren gegen Nethanjahu?

Heute Morgen bleibe ich etwas länger an PNN/Tagesspiegel hängen. Das passiert selten. Sonst brauche ich keine fünf Minuten. Ich halte die linke Zeitung allein wegen der Lokal- und Regionalberichterstattung. Heute aber bekommt Richard C. Schneider eine halbe Seite für seine Sicht auf 70 Jahre Israel.

Schneider lässt nichts aus von dem, was Stahnke anführt. Er nennt den Rechtsruck in Regierung und Parlament und sogar die wuchernde Korruption, aber eben auch die außen- und wirtschaftspolitischen Erfolge. Wenn Stahnke von „Vertreibung“ der Araber schreibt, steht bei Schneider „Flucht und Vertreibung“. Wenn Schneider von der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem schreibt, fehlt nicht der Satz, dass Trump bekräftigt hat, dass Israelis und palästinensische Araber über den Status und die Aufteilung Jerusalems selbst verhandeln müssten. Bei Stahnke fehlt er.

Aber auch Schneider sieht Israels Zukunft pessimistisch.

Schneider war Studioleiter der ARD in Tel Aviv. Er hat gerade ein Buch geschrieben: „Alltag im Ausnahmezustand. Mein Blick auf Israel“. Das werde ich jetzt bestellen.

Er war 2006 bis 2015 ARD-Studioleiter in Tel Aviv, danach zwei Jahre für die ARD in Rom. Jetzt ist er freier Journalist.

Es ist nachvollziehbar, dass Auslandskorrespondenten nicht ewig in einem Land bleiben sollen oder bleiben wollen. Gleichwohl hinterlässt sein Weggang aus Tel Aviv eine Lücke. Die ARD aber wird froh sein, dass sie keine Hass-Kommentare mehr bekommt, in denen gefragt wird, warum ausgerechnet ein Jude über Israel berichten darf.

Karl Marx und der realsozialistische Terror

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marx_ehrung

Man will uns einreden, dass man Marx nicht haftbar machen dürfe für den in seinem Namen begangenen millionenfachen Mord.

Bei Michael Klonovsky finde ich eine Zusammenstellung von Zitaten, die zeigen, wie inhärent Gewalttätigkeit seinem Denken war:

„Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen in die andre. Der entspricht auch eine politische Übergangsperiode, deren Staat nichts andres sein kann als die revolutionäre Diktatur des Proletariats.“ („Kritik des Gothaer Programms“)

„Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung.“ („Manifest der Kommunistischen Partei“)

„Nachdem z.B. die irdische Familie als das Geheimnis der heiligen Familie entdeckt ist, muß nun erstere selbst theoretisch und praktisch vernichtet werden.“ („Thesen über Feuerbach“)

„Nur bei einer Ordnung der Dinge, wo es keine Klassen und keinen Klassengegensatz gibt, werden die gesellschaftlichen Evolutionen aufhören, politische Revolutionen zu sein. Bis dahin wird am Vorabend jeder allgemeinen Neugestaltung der Gesellschaft das letzte Wort der sozialen Wissenschaft stets lauten: ‚Kampf oder Tod; blutiger Krieg oder das Nichts. So ist die Frage unerbittlich gestellt.’“ („Das Elend der Philosophie“; das finale Zitat stammt pikanterweise von George Sand.)

„…der Kannibalismus der Kontrerevolution selbst wird die Völker überzeugen, daß es nur ein Mittel gibt, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel – den revolutionären Terrorismus.“ („Sieg der Konterrevolution zu Wien“, Neue Rheinische Zeitung vom 7. November 1848)

 

Bei Klonovsky findet man zudem zitiert, was Marx von Juden, Russen, Proletariern und Kroaten, vom „jüdischen Nigger“ Lasalle und vom Parlamentarismus hielt: „demokratische Pissjauche“. Dagegen war Rosa Luxemburg fast zurückhaltend: „Kretinismus“ wollte sie erkannt haben.