Stasi auf der Frankfurter Buchmesse

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Auf den Leipziger Buchmessen der DDR hatte die Stasi alles im Blick, besonders die Stände der westdeutschen Verlage. Alle wussten es, aber es geschah diskret. Lieber nahm die SED in Kauf, dass Literatur des Klassenfeindes in den weiten Mänteln der Besucher verschwand, als dass sie vor internationalem Publikum offen auftrat.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2017 ist es ähnlich, aber doch auch anders. Die Buchmesse AG verkauft drei Messestände an drei angeblich rechtsextreme Verlage – Junge Freiheit, Antaios, Manuscriptum/Zeitschrift Tumult. 8.000 € hat der Stand des antaios-Verlages gekostet. Die Buchmessen AG nimmt also mit der einen Hand das Geld der Rechten. Andererseits will sie es mit dem Antifa-Mainstream der Kulturszene nicht verderben und ruft zu einem „aktiven Umgang“ mit diesen Verlagsständen auf. Ein Verlag, für den in der Nachbarschaft ein Stand reserviert war, wird umquartiert. Der Stand darf kostenlos von der Amadeu-Antonio-Stiftung benutzt werden. Die Standbesatzung der linksextremen Organisation der Ex-Stasi-IM Anetta Kahane hat die feindlichen Verlage gut im Blick und kann den Besucherstrom überwachen. Buchmessen-Mitarbeiter müssen Protestschilder hochhalten und die Stände mehrmals umrunden.

Nächtens werden der Antaios-Stand überfallen und Kaffee und Zahnpasta über die Bücher verteilt, bei Manuscriptum wurden alle Bücher, Zeitschriften und Flyer abgeräumt. (Was hat eigentlich die nächtliche Hallenaufsicht in dieser Zeit gemacht? Nachtrag: Das kann eigentlich nur mit Billigung oder durch Mitarbeiter der Buchmesse AG geschehen sein.)

Ich bin jahrzehntelang über die Buchmesse gelaufen. Auch durch eine Hallengasse, in der DKP, Pahl-Rugenstein, Trotzkisten, Argument, Junge Welt, Neues Deutschland, Marxistische Blätter, Jungle World*, konkret und taz jedes Jahr erneut den Kapitalismus untergehen sahen, die kommende Revolution in der Dritten Welt priesen und vor dem Faschismus warnten. Die Buchmesse AG hat kassiert und geschwiegen. *Zur Jungle World gehörte auch einmal der nach rechtsaußen abgedriftete Jürgen Elsässer. In ihr gibt es, bei aller linksradikaler Grundeinstellung, gelegentlich Lesenswertes.

Die „normal“ linken Aussteller wie Frankfurter Rundschau, Der Freitag, Trikont, VSA, Rote Fahne, Edition Ost, Eulenspiegel, Papyrossa, lasse ich außen vor. Es kann schon sein, dass es bei den linken Ständen etwas gruftig riecht, während die Rechte Morgenluft wittert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Auch der Versandhandel rettete die DDR nicht

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Die unschönen Schlangen vor den Geschäften trübten das Bild vom Arbeiter-und-Bauern-Paradies DDR. Um das zu verhindern, verfielen die Planwirtschaftsbürokraten  auf die Idee, einen Versandhandel aufzuziehen.

Was auf den ersten Blick kompatibel mit Zentralverwaltungswirtschaft scheint, erwies sich für die SED als Reinfall.

Auf zwei Millionen Kunden brachte es der „Konsument“-, später „Centrum“-Versandhandel. Vor allem die Landbevölkerung war angetan. Von der Kittelschürze für die LPG-Bäuerin bis zum Overall für den Traktoristen gab es Nützliches für den Alltag.

Aber während die Nachfrage stieg, kam man mit dem Angebot nicht hinterher. Weder reichten die Bestände, noch wurde das Angebot vergrößert. Schließlich war etwa die Hälfte der bestellten Waren nicht lieferbar.

Am 13. August 1976, dem Jahrestag des Mauerbaus, wurde der Versandhandel eingestellt.

Erfolgreicher war der GENEX-Geschenkdienst. Er wurde der Kommerziellen Koordination (KoKo) des Außenhandelsministeriums unter Leitung von Stasi-Oberst Schalck-Golodkowski unterstellt. Die KoKo war ein riesiges Schattenimperium. Sie betrieb Waffenhandel, unterstützte die DKP finanziell, beschaffte Embargoware, exportierte enteignete Kunstgegenstände und Antiquitäten, versorgte die SED-Oberschicht mit westlichen Konsumgütern und importierte Sondermüll.

GENEX war als Geschenkdienst mit dem Einverständnis der Bundesregierung für die Kirchen in der DDR gegründet worden. Die DDR weitete das Verfahren aus. Bundesbürger konnten über die Genexfirmen in Dänemark und der Schweiz, später auch in Westdeutschland, DDR-Bewohnern schenken, was in einem Katalog verzeichnet war. Zu 90% waren es Güter aus der DDR-Produktion, darunter auch Motorräder, Autos und Möbel. Alles, auch Autos, wurde nach wenigen Wochen geliefert. Natürlich musste   der Kaufpreis in D-Mark entrichtet werden. Mehrere tausend Wartburgs wurden so jährlich verkauft. Hinter diesem Versandhandel stand die Notwendigkeit, Devisen zu erwirtschaften.

Groß war der Unmut der DDR-Bewohner, die keine Westverwandten oder keinen Zugang zur D-Mark hatten.

Wer im Ausland beschäftigt war, erhielt ein Genex-Konto, mit dem er aus einem Ost-Genex-Katalog zwar keine Westwaren, aber schwer erhältliche Güter, wie z. B. Fliesen, Schlagbohrmaschinen und auch Autos, kaufen konnte.

(nach Der Spiegel, Wikipedia „Genex“ und „Kommerzielle Koordination“)

Der Meeresspiegel steigt, steigt nicht, steigt doch, steigt doch nicht

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Mindestens so gut, wie Dieter Nuhr in seinen besten Zeiten war: Der Bericht von einer Talkshow über Klimawandel.

Daraus vorab: Klimapapst Prof. Schellnhuber findet, dass der Meeresspiegel im Jahr 3.000 bei anhaltender Erwärmung 60-70 Meter höher wäre als heute. Es wäre einfache Physik, das herauszufinden.

Oder: Der bei Wind- und Sonnenenergie gelegentlich eintretende Stromausfall könne durch große Batterien verhindert werden, wie sie EON zur Zeit baue.

Für eine ö.-r. Talkshow bemerkenswert: Ein „Klimaleugner“ durfte teilnehmen.

Nachtrag 16.10.17: rbb-Radio Antenne macht gerade Werbung für ein Gespräch mit einem Philosophen, der Schellnhubers Klimafolgenforschungsinstitut angehört. Dabei können sich die ö.-r. Journalisten nicht verkneifen, alle Zwangsgebührenzahler, die nicht an Schellnhubers Prophezeiungen glauben, in die AfD-Ecke zu stellen.

Liebeslieder diskriminieren Homosexuelle

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Der Beitrag stand zuerst am 17.2.2015 auf "Basedow1764"

Das wollen Geschlechterforscher/-innen in wissenschaftlichen Studien herausgefunden haben! Für Schule ist das wichtig zu wissen. Alles, was Heterosexualität als Norm erscheinen lässt, ist für LSBTTIQ-Mitmenschen und Genderisten diskriminierend. Also sollten, sagen wir mal, neben „Faust“ und „Kabale und Liebe“, den heterosexuell orientierten Stücken, auch „Brokeback Mountain“ und „Aimeé und Jaguar“ als Bausteine der Erziehung zur Vielfalt in Betracht kommen. Die Sexualkunde-Lehrpläne einiger Bundesländer werden derzeit schon umgeschrieben.

Ich kann mir die beiden letztgenannten Filme durchaus in der Schule vorstellen. (Spielfilmlänge ist während der Unterrichtszeit allerdings illusorisch, abgesehen von den gerne genutzten Schulwochen vor den Ferien.) Ich würde sie manchen Empfehlungen in einem sexualpädagogischen Handbuch oder in GEW-Broschüren vorziehen. Vielleicht nicht in Schulklassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern. (Was in einigen Großstädten schon bald die Regel sein wird.)

Wohin das Mainstreaming nicht-heterosexueller Präferenzen führen kann, zeigt die gendersensible Textanalyse deutschen Liedgutes. „Wir können nicht länger einen großen (sic!) Teil der Bevölkerung durch Liebeslieder verstören, die einen heterosexuellen Lebensentwurf feiern, der von diesem Teil der Bevölkerung nicht geteilt wird”, sagt die männliche Geschlechterforscherin David Thaler.

Es ist das gute Recht Homosexueller, ihre Homosexualität zu leben. (Ich erinnere mich an Zeiten, wo der „Lebensentwurf“ von Homosexuellen im krassen Gegensatz zur Lebensweise heterosexueller, i. d. R. monogamer Ehepaare – Stichwort Dark Room, stand.)

Aber man muss nicht bei jedem Arbeitsblatt betonen, dass man für sexuelle Vielfalt ist und heterosexuelle Beziehungen nicht privilegiert.

Siehe u. a. auch hier im Blog!

Wie schnell die sich angeblich durch rassistische, sexistische weiße Männer und dominante heterosexuelle Eheleute unterdrückt fühlende Minderheit der LSBTTIQ Macht über die Mehrheit erlangen kann, zeigen Begebenheiten der letzten Zeit:

  • Ein englischer Wissenschaftler, Tim Hunt, Nobelpreisträger, Mitglied der Royal Society und des Europäischen Forschungsrates, erlaubte sich in einem Vortrag über Frauen in der Wissenschaft diesen Scherz: Entweder verliebe man sich während der Arbeit im Labor in sie oder sie sich in einen und wenn man sie kritisiere, weinten sie. Er wurde in den sog. sozialen Medien mit einem Shitstorm überzogen und flog aus allen seinen Ämtern. Da half es auch nicht, dass seine Frau, eine bekannte Feministin, zu ihm stand.
  • In Westfalen berichtete eine Journalistin von einem Vater, der seine minderjährigen Töchter nicht an der Hochzeit eines schwulen Verwandten teilnehmen lassen wollte. Die Journalistin wurde von einem Shitstorm überzogen und von ihrer Zeitung gekündigt.
  • Wer den Genderismus kritisiert, wäre rechts. So stand es u. a. im Spiegel. So ist es bei der staatlichen Bundeszentrale für politische Bildung zu lesen.)
  • Unvergessen ist die junge Journalistin, die sich mit dem FDP-Altpolitiker Rainer Brüderle zu einem Absacker nachts an einer Hotelbar trifft, eine Bemerkung über ihr Dekolleté ertragen muss, dann in ihrer Illustrierten ihr Erdulden vor Publikum ausbreitet. Allerdings frage ich mich, ob ein älterer Politiker, der sich nachts mit einer jungen Journalistin an die Bar setzt, nicht selbst dran schuld ist. Vielleicht ist das Verhüllungsgebot für Musliminnen gar keine so schlechte Idee. Ihr gefühlloser Arbeitgeber schickt sie noch ein ganzes Jahr zu Terminen mit gemeinsamen Autofahrten zu Brüderle, bevor ihr/ihm einfällt, Brüderle als übergriffigen, sexistischen alten weißen Mann zu verkaufen. Die von Herrn Brüderle sich sexistisch angemacht fühlende Journalistin Laura Himmelreich hatte über die CSU-Politikerin Ilse Aigner geschrieben, sie sei dirndl-tauglich.
  • Heute Morgen, beim Frühstück, ich suchte gerade in den Potsdamer Neuen Nachrichten vergebens einen Artikel über den 17. Juni 1953, als mir ein Prospekt von Karstadt entgegenfiel. Auf der Titelseite prangt eine Schönheit – darf man das sagen, ohne weniger Schöne zu diskriminieren?  – in lila Unterwäsche. Ist das nicht rassistisch angesichts der Mitbürger/-innen muslimischen Glaubens, die sich, dem Gebot des Koran folgend, verhüllen? Aus freien Stücken, wie uns deutsche Islamwissenschaftlerinnen erläutern. Wo bleibt der Shitstorm gegen Karstadt? Nachtrag: Justizminister Maas hat, mit Verweis auf die Kölner Silvester-Ereignisse, einen Gesetzentwurf gegen Unterwäsche-Werbung im öffentlichen Raum vorgelegt!!!

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis rassismus- und diskriminierungssensible Wissenschaftler/-innen die Entfernung der Käthe-Kollwitz-Skulptur „Mutter mit totem Sohn“ in der Berliner Neuen Wache unweit der Humboldt-Universität fordern. Denn die Skulptur ist eine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Eheleute.

A propos Humboldt: Gendersensible Student/-innen, pardon Studier_x, dieser Institution fordern eine Umbenennung. Die Gebrüder Humboldt waren schließlich rassistische, diskriminierende, sexistische weiße Männer.

Leitkultur: Goethe und die Wurst

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Wenn ich nicht schon vor Jahren mein Zeit-Abonnement gekündigt hätte, müsste ich mich heute fremdschämen für das, was der stellvertretende Chefredakteur Bernd Ulrich zu Papier gebracht hat.

Lesefrüchte: Vom Islam ginge doch „keine hegemoniale Bedrohung [aus]; sie sitzen in keinen relevanten Redaktionen, auf keinen Lehrstühlen, nicht im Bundestag.“

„Seit Sonntag sieht die Bedrohungslage anders aus; da hat es eine Gruppe in den Bundestag geschafft, die bereits zahlreiche Freunde in der Bundeswehr, an Schulen und Hochschulen hat und die den bisherigen Grundkonsens des Landes ablehnt.“

„Das könnte ein Ausgangspunkt für einen neuen Patriotismus sein: Deutschland ist das einzige Land auf der Welt, dessen zentrale Geschichte von sich selbst weder von Heldentum noch von Märtyrertum handelt, sondern von Schuld, Buße, Läuterung und von den siebzig Jahren, in denen man zu einem etwas besseren Selbst gelangte. Dies aber ist kein Defizit, sondern ein eigener Ton im Konzert der Völker.“

Zur Ehre diese Blattes gereicht es, dem stv. Chefredakteur widersprechende Leserkommentare zugelassen zu haben.

Die ökonomischen Kosten des – unbewiesenen – menschengemachten Klimawandels, auf Heller und Pfennig berechnet

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Sogar die Berichte des Weltklimarates, der Lobbyorganisation der Klimaalarmisten, wimmeln von Konjunktiven: könnte, vielleicht, möglich. Die Statistiken des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass Starkregen nicht zugenommen hat, ebensowenig die Hurrikane in der Karibik. Dies und die gerichtsnotorischen Manipulationen an den Klimadaten des IPCC sowie die teilweise erschreckend geringe Qualifikation der „Wissenschaftler“ sind keine Themen für Rechercheverbünde und Faktenchecker*Innen des ö.-r. Rundfunks. Stattdessen hängt man dort an den Lippen der Klimaalarmisten.

Prof. Schellnhuber weiß: „Die Klima-Mathematik ist brutal klar: Die Welt kann zwar nicht innerhalb von wenigen Jahren geheilt werden, aber wenn wir nichts tun, dann können wir sie durch Fahrlässigkeit bereits bis 2020 tödlich verwunden.“ (zit. nach PNN v. 5.7.17, Jan Kixmüller, „Nur noch drei Jahre“

Klimapapst Schellnhuber ist schon einen Schritt weiter. Er lässt die ökonomischen Kosten des – unbewiesenen – menschengemachten Klimawandels berechnen. Sind schon die zugrundeliegenden Klimadaten unzuverlässig und fehlerhaft, sollen jetzt wenigstens die Folgekosten genau errechnet werden: Die Toten der Dieselabgase, die Klimaflüchtlinge, die von überflutenden Südseeinseln in die bundesdeutschen Aufnahmelager flüchten, die Ausfälle im Wintertourimus wegen der angeblich wärmeren Winter. Ob sie dagegenrechnen, dass die Erwärmung den Rheumakranken hilft und Urlaubsflüge auf die Malediven erübrigt?

46_03_34---Clouds_web.jpgDie Moderatorin von brandenburg-aktuell des rbb gestern Abend hängt natürlich an den Lippen des Meisters. Bilder der Apokalypse, mit denen man die Schadensrechnungen des Potsdam-Institus für Klimafolgenforschung illustrieren kann, gibt es genug: Sturmflut, Hurrikan, aussterbende Eisbären, Kinderwagen neben Auspuffrohren.

Es war klar, dass die Konferenz der Potsdamer Klima-Alarmisten zu den Kosten des menschengemachten Klimawandels ein großes Presse-Echo finden würde.

Nachdem die IPCC-Forscher ihre Klimadaten zu den einzig wahren Werten der Wissenschaft gemacht haben, unpassende Daten wegließen oder fälschten und gegenteilige Meinungen erfolgreich aus Wikipedia und den Medien eliminieren konnten, gehen die Damen und Herren des „Potsdam-Instituts“ PIK jetzt dazu über, die Kosten des von ihnen behaupteten Klimawandels in ihren Computern berechnen zu lassen.

PNN-Klima-Experte Jan Kixmüller alarmiert seine Leser alle paar Jahre über die PIK-Prophezeiungen. Heute interviewt er dazu eine Klimafolgenexpertin des Instituts. Forscherin Dr. Katja Frieler ist „Lead of PIK Flagship activity PRIMAP“. PRIMAP soll ein Computer-Modell des gesamten Weltklimas nachbilden.

Was auffällt: Das Institut sieht sich nicht mehr nur für Klimafolgen zuständig. Frau Dr. Frieler nennt Klima und Wetter immer in einem Atemzug. So wird jedes Wetterphänomen automatisch ein Element des Klimawandels. So erleben wir das schon in den Medien: Jeder Starkregen, jede Flutwelle, jeder Hurrikan wird zum Zeichen des Klimawandels umgedeutet. Statistiken, die das Gegenteil beweisen, findet man nicht in der Tagesschau oder im TS.

Die 70.000 Hitzetoten des heißen Sommers von 2003: Der Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel wäre unstreitig, sagt schon Wikipedia und gibt eine einzige Quelle, ein Computermodell, an. Wenn man liest, dass die Klimaalarmisten tausende von Wikipedia-Artikeln im Sinne des IPCCs (um)formuliert haben…

Auch Dr. Frieler behauptet das im Gespräch mit Jan Kixmüller. 2003 liegt im Zeitraum, in dem die laut Klima-Alarmisten ständig steigende Welttemperatur nicht angestiegen ist. Die Weltdurchschnittstemperatur liegt im Übrigen um 1 Grad niedriger als vor 50 Jahren. Deswegen ist letztere in IPCC-Publikationen nicht mehr zu finden.

Wenn es zu einer Dürre kommt und Getreidepreise steigen, kann das PIK beweisen, dass es einen Zusammenhang gibt! Die Forscherin hat auch einen Vorschlag, was man dagegen tun kann. Nein, jetzt kommt nicht das SUV- oder das Diesel-Verbot, nein, man muss Vorräte für Dürrezeiten anlegen! Und man könne die Produktivität verbessern. (Zur Problematik der Gentechnik in der Landwirtschaft wird aber nichts gesagt.) Frau Dr. Frielers Studie könne, so sagt sie, helfen, zukünfig Preisspitzen zu vermeiden.

Von Haiti las man kürzlich, dass dort nepalesische UN-Soldaten die Cholera eingeschleppt hätten. Bei Dr. Frieler in der PNN hat ein anderes Narrativ:  Der erste Ausbruch der Epidemie war nach einem starken Erdbeben(!).  Nach dem ersten Absinken der Infektionen gab es wieder einen Anstieg, „begleitet“ von starken Regenfällen. Der neuerliche Anstieg soll von „zusätzlichen Erregern“ gekommen sein, die vom Regen in die Flüsse gespült worden wären. Regnete es Cholera-Erreger?

Bevor Jan Kixmüller zur weltweiten Migration vor der Erwärmung der Erde kommt, gibt Frau Dr. Frieler zu: Der Zusammenhang mit dem Niederschlag ist bei der Cholera allerdings nicht immer eindeutig.

Das Interview

 

 

Ché Guevaras Todestag jährt sich

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Für Jean Paul Sartre war er der vollkommenste Mensch der Erde. Guevara hat als chaotischer, stalinistischer Wirtschaftsminister Kuba mehr geschadet als alle US-Wirtschaftssanktionen. Christen und Homosexuelle ließ er in Umerziehungslager einsperren.

Nicht alle Philosophen sind erleuchtet. Sartre fuhr auch zum RAF-Killer Andreas Baader und beklagte dessen „unmenschliche“ Haftbedingungen.

Link zur NZZ

Ein Lob des Kolonialismus

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Science Files beschreibt einen neuen Fall linker Zensur an US-amerikanischen Universitäten

Linkspolitische Bildung

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Viele Jahrzehnte habe ich die Neuerscheinungen der Bundeszentrale für politische Bildung ungeduldig erwartet. Es waren Publikationen, die mein weit gespanntes politisches Interesse befriedigten. Es gab sie am Anfang kostenlos, später gegen einen geringen Preis. Da ich viel Geld für Bücher ausgebe, war mir diese zusätzliche, preisgünstige Quelle sehr willkommen.

Seit einigen Jahren ist der Neuerscheinungs- und Veranstaltungs-Newsletter der Bundeszentrale zwischen Heinrich-Böll- und Rosa-Luxemburg-Stiftung zu verorten. Es geht vor allem um linksgrüne Lieblingsthemen.

Z. B. heute:

Die Neue Rechte – Faschisten von heute?

13.10.2017 | Frankfurter Buchmesse, Halle 3.1, Stand C11. – Die „Neue Rechte“ wird breit diskutiert – der Begriff dabei immer diffuser. Anlässlich seines Beitrages in der APuZ-Ausgabe „(Anti-)Faschismus heute?“, die am 16. Oktober erscheint, gibt Volker Weiß einen Überblick über die „Neue Rechte“.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Stadt mit Vielfalt für alle gestalten

24.-25.11.2017 | Leipzig – Wie hängen Engagement, gesellschaftlicher Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt zusammen? Wie können mögliche Wechselwirkungen für die zukünftige Stadtentwicklung genutzt werden? An zwei Tagen sollen unter anderem diese Fragen mit Hilfe von Impulsen, Workshops und einem Open Space diskutiert werden.

Zusammen mit Bündnis für Demokratie und Toleranz –- gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) und Bertelsmann Stiftung

Willkommensstadt. Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden

Ungleichheit

Wie lässt sich soziale Ungleichheit überwinden oder zumindest eindämmen? Der Ökonom Anthony B. Atkinson hat in seinem letzten Buch konkrete Vorschläge vorgelegt, wie Einkommen und Vermögen gerechter verteilt werden können.

NATO in (Un-)Ordnung

Wie geht es weiter mit der NATO? Wie muss sich das Verteidigungsbündnis in Zeiten wachsender Spannungen und geänderter politischer Großwetterlage aufstellen? Welche Formen der Kriegführung, welche Entwicklungen fordern die NATO heraus?

Postkapitalismus

Für den Journalisten Paul Mason steckt unser Wirtschaftssystem in einer tiefen Krise. Ausgehend von dieser Feststellung diskutiert er vor allem Lösungsansätze, die er unter anderem in einer Kultur des Teilens, in Netzwerken und in neuen Formen der Verteilung von Arbeit und Einkommen sieht.

Islam ist Barmherzigkeit

Der Autor beschäftigt sich mit einer modernen Theologie des Islam jenseits eines dogmatischen Verständnisses. In einer zeitgemäßen Koranauslegung lädt er dazu ein, die Kernaussagen hinter den Buchstaben zu entdecken und sie im Sinne eines konstruktiven Miteinanders Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Beilage zur Zeitung „Das Parlament“ beleuchtet ein Thema immer durch mehrere, meist fundierte Beiträge. Gerade jetzt erscheint ein besonders drängendes Thema:

„(Anti)Faschismus“ (APuZ 42-41)

Darin wird u. a. der wieder erstarkte Faschismus in Deutschland (sic!) nach der sog. Wende beschrieben, die militanten Antifaschisten in die Tradition transnationaler linker Solidarität seit 1922. Es wird davor gewarnt, bloß weil sie in Charlottesville einen Gegendemonstranten erschlagen haben und erfolgreiche Straßenschlachten der Geschichte feiern, sie auf Gewalttäer zu reduzieren und ihre Moralische Autorität in Frage zu stellen.

Das bundesrepublikanische „Selbstvergewisserungsnarrativ“ von der erfolgreichen Bewältigung der Nazi-Vergangenheit wird kritisch hinterfragt.

Donald Trumps Populismus ist eine Neuformulierung der Prämissen des Faschismus in demokratischer Tonart. Rechtspopulismus ist, diesen Eindruck gewinnt der von den vielen Fußnoten beeindruckte Leser, Faschismus. Bevor er sich allerdings zu viel Ärger einhandelt, schreibt der alerte New Yorker Geschichtsprofessor und Urheber des Essays, Federico Finchelstein: „Mit allen populistischen Bewegungen und Regimen teilt der Trumpismus eine faschistische Genealogie und Geschichte. Doch Trump ist kein Faschist, er ist durch und durch Populist.“

Ist dieser Publikationsschwerpunkt der Bundeszentrale schon die Anwendung der Erkenntnisse des Wirtschaftsnobelpreisträgers Richard Thaler? Nudging, die sanfte Beeinflussung der Staatsbürger durch die Regierung.