NSA schlimmer als Stasi?

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Ein gefundenes Fressen für die, die der DDR nachtrauern. Sogar Uwe Tellkamp ist fassungslos und hält Mielke für das kleinere Übel.

Es ist in dieser Hinsicht schade, dass es die DDR nicht mehr gibt und die MfS-Verharmloser/-innen dort nicht mehr leben müssen.

In der DDR hat eine privilegierte Kaste sich durch Terror, Mord, Folter, Umsiedlung, Vertreibung, Zuchthaus vor ihrer Bevölkerung geschützt. Sie haben freie Meinungsäußerung mit Zuchthaus vergolten, haben keine Opposition zugelassen und Menschen, die diese „kommode Diktatur“ (DDR-Fachmann Günter Grass) verlassen wollten, kriminalisiert. Sie haben ihr totalitäres System unerbittlich verteidigt.

Wieviel psychischen Schaden nicht zuletzt die ostdeutschen Kommunisten damit angerichtet haben, davon können Ärzte, Psychologen und Berater der Stasiunterlagenbüros ohne Ende erzählen. Immerhin ist noch kein Fall bekannt, dass jemand in den USA, dessen E-Mail-Kontaktadressen oder Briefadressaten erfasst wurden, für den Rest seines Lebens so traumatisiert wurde, dass er berufsunfähig wurde oder gesundheitlich stark beeinträchtigt ist. Bei Stasi-Opfern sind das keine Einzelfälle.

Die Überwachungsmanie der USA hat einen realistischen Kern: Abwehr von Gefahren für die eigene Bevölkerung. Das Scannen jeder Postsendung in den USA hatte z. B. nach dem Versand von vergifteten Briefen begonnen.

Darüber kann und sollte man diskutieren: Welches Ausmaß Überwachung haben muss und wie man sie rechtsstaatlich einbinden kann. Da ist die Bundesrepublik weiter, als es die USA sind.

Für jemanden, dem es schnuppe ist, ob er oder sie in einer Diktatur oder einer Demokratie lebt, zählt das zwar nicht, für besonnere Menschen schon: In einer offenen Gesellschaft gibt es Machtmissbrauch, gibt es schlechte Menschen, wird gegen Gesetze verstoßen. Es werden Errungenschaften der bürgerlichen Demokratie – Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, unabhängige Gerichte, Wahlen, Grund- und Freiheitsrechte – unterlaufen. Aber es gibt diese Errungenschaften, auch wenn tagtäglich darum gerungen werden muss. Man stelle sich die jetzige Empörung einmal im Paradies der Mielkes und Honeckers vor.

In einer kommunistischen Diktatur sagt die Partei, was Gerichte, Presse und die „Bürger“ zu tun und zu denken haben. In einer offenen Gesellschaft findet man keine Erlösung in der Hoffnung auf ein kommendes Paradies der Werktätigen, Man muss jeden Tag neu für die demokratischen Errungenschaften kämpfen. Wem nur einfällt, in der DDR das kleinere Übel zu sehen, sollte einmal versuchen, ernsthaft nachzudenken.

 

 

 

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Ampelmännchen ist besser

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Eine wissenschaftliche Studie beweist, schreibt die Potsdamer MAZ, dass das Ost-Anpelmännchen dem Westkollegen überlegen sei. Forscher der Bremer Universität hätten herausgefunden, dass ihre Probanden auf die Ostversion schneller reagierten. (MAZ, 21.6.13)

DDR-Zeitungen digitalisiert

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Es gibt ein Presseportal, in dem u. a. die SED-Zeitung „Neues Deutschland“ vom 23. April 1946 – 3. Oktober 1990 erschlossen wird. Für den Zugang braucht man einen Leseausweis der Berliner Staatsbiliothek oder man muss sich beim Deutschen Forschungsnetz als Wissenschaftler legitimieren:

http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse/zugang/

Stasi halb so schlimm? Weniger IMs als behauptet!

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Die Qualitätsjournalisten vom „Spiegel“ meldeten es als erste: Der Historiker Sascha-Ilko Kowalczuk habe die Zahl der IMs zum Ende der DDR um 80.000 von 189.000 auf 109.000 vermindert. Die ostdeutsche Super-Illu zog nach. Haben wir es nicht immer gewusst oder geahnt? Es war gar nicht so schlimm in der DDR. Auch die Zahl der IMs wird scheinbar übertrieben.

Die Repression in der DDR war ja schon geschickter Weise auf das MfS und dort auf die IMs reduziert worden. Und jetzt schienen auch noch die IMs halb so zahlreich zu sein wie behauptet. Den Rest des Beitrags lesen »

Soll man Aufzüge in NVA-Uniformen verbieten?

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Mit Kanonen nach Spatzen schießen die, die nach dem Aufmarsch Ewiggestriger uniformierter MfS-Fans am 8. 5. („Tag der Befreiung“) vor dem Treptower sowjetischen Ehrenmal nach einem Verbot von DDR-Symbolen rufen.

Daneben liegt aber auch der von mir sonst sehr geschätzte Prof. Richard Schröder, in der Art, wie er begründet, dass ein Verbot unzulässig wäre. (FAZ v. 3.6.13, p 7) Den Rest des Beitrags lesen »

Vor 60 Jahren: Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953

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In der neuen Ausgabe von „Horch und Guck“ (Heft 1/2013), die dem 17. Juni gewidmet ist, führt Sascha-Ilko Kowalczuk in das Thema ein.

Er beschreibt den Aufstand als Folge des 1952 propagierten neuen Kurses „Aufbau der Grundlagen des Sozialismus“. Dieser Parteitagsbeschluss führte zu einem „regelrechten Vernichtungskampf gegen Selbständige, private Unternehmen, Bauern, Kirchen, die bürgerliche Mittelschicht… Zwei Millionen Menschen wurden die (damals noch ausgegebenen; GS) Lebensmittelkarten entzogen. Die Fluchtbewegung nahm rapide zu…“

Die DDR stand kurz vor dem Kollaps. Die Sowjets griffen ein und verordneten der SED einen „Neuen Kurs“, der am 9./10. Juni 1953 vom Politbüro verkündet wurde. Die Bevölkerung begriff das als „Bankrotterklärung“ der Partei.

„Zwischen dem 16. und dem 21. Juni kam es zu Demonstrationen, Streiks, Kundgebungen, Erstürmung öffentlicher Gebäude … in über 700 Städten und Gemeinden.“

Völlig übersehen wurde bisher von der Geschichtswissenschaft die maßgebliche Rolle der Landbevölkerung. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Bekämpfung der Totalitarismustheorie wird Mainstream

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Prof. Dr. Wolfgang Benz hieb auf der Veranstaltung zur Leistikowstraße, von der im Blog berichtet wurde, in diese Kerbe. Die ebenfalls angesehenen Historiker Mählert und Sabrow tun es: Bloß nicht den Kommunismus mit dem Nationalsozialismus vergleichen und gar Ähnlichkeiten feststellen.

Wer das tue, verharmlose den Holocaust. Manche gehen auch so weit, auf die unterschiedlichen Ziele der beiden Ideologien hinzuweisen, Gemeint ist: Die Kommunisten wollten das Gute, das Paradies für alle Menschen, soziale Gerechtigkeit, Abschaffung des schlimmen Unternehmertums, die Nazis dagegen waren einfach das Böse. Die Sozialismus-Verteidiger nehmen Folter, Mord, Unterdrückung wohl in Kauf, weil ja irgendwann das soziale Paradies daraus hervorginge.

Dazu schreibt Richard Herzinger in der Welt-Online v. 24.5.13 im Zusammenhang mit dem Vorschlag, DDR-Symble zu verbieten, nachdem es einen Aufmarsch von DDR-Fans in NVA-Uniformen gegeben hatte: Den Rest des Beitrags lesen »

Die Ernteschlacht

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Kommunistische Diktaturen leben im Zustand ständiger Erregtheit. Immerzu geht es um Kampf, um Erringen des Sieges, um das Unschädlichmachen von Saboteuren, Spionen.

Sogar für die Zuckerrübenernte gab es einen Kampfplan. So stand es auf Plakaten.

Da ich seit drei Jahren in diesem Blog keinen Witz mehr erzählt habe: Wer sind die vier Hauptfeinde der sozialistischen Landwirtschaft? Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

David King, Ganz normale Bürger. Die Opfer Stalins

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Es sind Passfotos von ganz normalen Sowjetbürgerinnen und -bürgern, Journalisten, Schlossern, Buchhalterinnen, Offizieren, Ingenieuren, Parteimitgliedern und Parteilosen, Juden, Wissenschaftler/-innen, Veteranen des Putsches der Bolschewiki im Oktober 1917, die David King, von 1965 bis 1975 Leiter der Kunstredaktion der Londoner Sunday Times, in „Ganz normale Bürger. Die Opfer Stalins“ (Mehring-Verlag, 29,90€) veröffentlicht.

Aufgenommen haben sie Fotografen des Geheimdienstes NKWD, vor allem in den 30er Jahren, die letzten stammen aus dem Jahr 1950. Sie entstanden jeweils kurz vor der Erschießung dieser Menschen. Sie waren angeklagt wegen haarsträubender Sabotage- und Spionagevorwürfe, wegen der angeblichen Bildung antisowjetischer, konterrevolutionärer terroristischer Vereinigungen, sie wurden zu falschen Geständnissen erpresst. Anfang der 90er Jahre, nach dem Ende der UdSSR, wurden sie rehabilitiert.

Die Fotos unterscheiden sich von üblichen Polizeifotos. Sie wurden mit längerer Belichtungszeit und ohne künstliches Licht aufgenommen. Dadurch sind sensible, beeindruckende Porträts entstanden.

In dem Fotoband vom Herbst 2012 sind sie auf Buchseitenformat vergrößert: Man blickt in erschrockene, gleichmütige, in sich gekehrte, ungläubige, verzweifelte, traurige, ein Lächeln versuchende Gesichter. Sie lassen einen so schnell nicht mehr los, sie bleiben im Gedächtnis, auch wenn man das Buch schon längst beiseitegelegt hat.

Die Fotos wurden in den Tagen des Zusammenbruchs der UdSSR von Memorial gefunden. Herausgeber David King erläutert in einer Einleitung den Hintergrund, den Roten Terror, der Stalins Herrschaft von der Mitte der 20er Jahre bis zu seinem Tod 1953 prägte. Auf dem Höhepunkt 1937/38 steigerten sich die Planvorgaben für Erschießungen von vermeintlichen Volksschädlingen ins Unermessliche. Die Forschung geht heute von 800.000 Ermordeten allein in diesen beiden Jahren aus. Es konnte jeden treffen, niemand konnte sich sicher fühlen. Denunziation und Misstrauen vergifteten das Zusammenleben. Auch engste Weggefährten Stalins aus der Bürgerkriegszeit, auch  Geheimdienstchefs, Armeegeneräle und Fabrikdirektoren fielen seinen Schergen zum Opfer.  

Die Bücher von Barberowski, Schlögel und auch Snyder über die Herrschaft des Terrors in der UdSSR beeindrucken auf ihre Weise, durch die Präsentation einer manchmal erdrückenden Menge an Quellen und Statistiken. Der vorliegende Fotoband gibt den Opfern im wahrsten Sine des Wortes ein Gesicht und setzt Millionen Ermordeten ein Denkmal.

Ich wünsche dem Buch eine große Verbreitung. Auch in Schulbibliotheken erscheint es mir für die obere Mittelstufe und die Oberstufe gut nutzbar.

Gedenkstätte Leistikowstraße: Die geschichtspolitischen Fronten bleiben verhärtet

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Der Brandenburger Landeszentrale für politische Bildung und ihrer Leiterin, Dr. Martina Weyrauch, gelingen immer wieder gute Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur. So griff sie jetzt den anscheinend unlösbaren Streit um die Ausstellung im ehemaligen KGB-Gefängnis Leistikowstraße in Potsdam auf.

Fünfzehn Jahre hatte eine Zeitzeugeninitiative aus ehemaligen Häftlingen dieses Gefängnisses, gemeinsam mit Memorial Deutschland e. V., für den Erhalt dieser Gedenkstätte gekämpft. Erst dann wurde eine staatliche Stiftung gegründet, die Gedenkstätte der Landes-Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten unterstellt. 800.000 € flossen in die neue Ausstellungskonzeption.

Die Zeitzeugeninitiative fühlte sich von Anfang an ausgrenzt aus der Erarbeitung der Konzeption. Die alten Herren, die die Zuchthäuser der SED und den GULag Stalins überlebt haben, sind verbittert, weil sie jahrzehntelang die Erfahrung gemacht haben, Opfer zweiter Klasse zu sein. Ihre Leidenszeit steht im Schatten des Gedenkens der Opfer der Naziherrschaft. Sie mögen keine einfachen Gesprächspartner sein. Vor allem auch dann nicht, wenn sie sich mit einer Gedenkstättenleiterin konfrontiert sehen, die vorher in der Gedenkstätte Sachsenhausen für das sowjetische Speziallager zuständig war, an dem sich derselbe Konflikt wie in Potsdam entzündet hatte: Die Opferverbände mussten feststellen, dass den Gedenkstättenleiter in Sachsenhausen, Prof. Dr. Morsch, gleichzeitig auch Chef aller brandenburgischen Gedenkstätten, das stalinistische Speziallager wenig interessiert, das NS-KZ dafür umso mehr. Ähnlich war es auch in Buchenwald/Thüringen gewesen. Dort gab es heftigen Widerstand gegen die Aufarbeitung des sowjetischen Speziallagers.

Für die linksextreme VVN, für die Stalinisten in der Linkspartei, für Antifa-Aktivisten, für alle, die nicht müde werden, lautstark der Leiden von Kommunisten in NS-KZs zu gedenken, ist es eine Zumutung, wenn an den stalinistischen Terror erinnert wird. Auch Wissenschaftler, die gegen die Totalitarismustheorie sind und den Vergleich von Kommunismus und Nationalsozialismus vehement ablehnen, setzen gerne West und Ost in der Zeit des Kalten Krieges gleich und attestieren der UdSSR das Recht, Spione, Nazis und Werwölfe einzusperren oder zu liquidieren. Da hätte es auch schon einmal einen Unschuldigen erwischt. Die Westalliierten hätten das schließlich auch getan.

Auf dem Podium im überfüllten Veranstaltungsraum der Landeszentrale sitzen Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung und Mitglied im Stiftungsbeirat der Leistikowstraße, Horst Schüler, Vorsitzender der Lagergemeinschaft Workuta,  Prof. Dr. Wolfgang Benz, Zeitgeschichtsforscher und ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, TU Berlin, Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße.

Wolfgang Benz hat ein Buch zur Auseinandersetzung um die Ausstellung herausgegeben – zumindest suggeriert das der Titel: Wolfgang Benz (Hrsg.): Ein Kampf um Deutungshoheit. Politik, Opferinteressen und historische Forschung. Die Auseinandersetzungen um die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam. Metropol Verlag. Berlin, 2013.  Wer aber erwartet hat, dass ein renommierter Historiker sozusagen aus der Außensicht ein klärendes Wort beisteuert, sieht sich getäuscht. Man erlebt vielmehr einen peinlichen Auftritt. Schon der erste Satz von Prof. Benz irritiert, denn da spricht er von DDR und BRD. Der Verlag hätte ihn gebeten, ein Buch zu machen und dann hat er eben ein Buch gemacht. Als Herausgeber möchte er nicht verantwortlich gemacht werden für die Inhalte seiner Autoren. Den Verfasser des Beitrages, in dem die ideologische Übereinstimmung und personelle Verflechtung von Rechtsextremisten und antistalinistischen Vereinigungen untersucht wird, kennt er gar nicht. Horst Schüler findet den Beitrag empörend. Ein grundlegender Artikel, in dem die Gedenkstättenkonzeption vorgestellt wird, fehlt.

Prof Benz rudert zurück: Das Buch sei ein Diskussionsbeitrag, ein Blitzlicht in einer längeren Debatte, ein Gesprächsangebot. Er wird an diesem Abend keinen sachlichen Beitrag leisten, sondern mit Vorliebe auf polemische Bemerkungen polemisch antworten und noch einmal die Nazikeule schwingen. Ein peinlicher Auftritt, der seinen Höhepunkt in einer höchst überflüssigen philologischen Übung hat.

Der Streit entzündet sich vor allem auch an den Ausstellungstexten. Anna Kaminsky sagt, nach der Kritik des Gedenkstättenbeirates an den Texten seien diese überarbeitet worden. Dr. Ines Reich bestreitet, dass inhaltliche Korrekturen vorgenommen wurden. Beiläufig weist sie darauf hin, dass Brandenburg eine rot-rote Landesregierung habe. Wie meint sie das?

Man kann noch beim Lesen der überarbeiteten Texte auf den Gedanken kommen, dass ihnen ein gewisses Understatement eigen ist. So wird hervorgehoben, dass die Gefangenen keinen Rechtsbeistand hatten. Das war sicher nicht das Schlimmste im KGB-Gefängnis. Auch erfährt man, dass die deutsche Armee in Polen eingefallen ist. Dass da noch jemand dasselbe gemacht hat, fehlt! Dafür steht da der merkwürdige Satz, dass die nach Westen vorrückenden Rotarmisten von den Erfahrungen des stalinistischen Terrors gleichermaßen geprägt waren wie von den Auswirkungen des rassistischen und antisemitischen Vernichtungsfeldzuges der Nazis.

Vom GULag, in den ab Potsdam Kurswagen fuhren, erfährt man wenig. Erstaunlich der Satz: Mancher überlebte ihn nicht. Prof. Benz versucht, mit einer semantischen Analyse die Ausstellungsmacherinnen zu verteidigen. Der Satz wäre empathischer als man meine. Einige Zuhörer können nur noch lachen.

Update 11.11.14: Die Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße hat jetzt ihren eigenen Gedenkstätten-Förderverein gegründet. Sie selbst sitzt im Vorstand. Zeitzeugen soll der Förderverein nicht suchen. Das hast der ihrer Arbeit kritisch gegenüberstehende Verein der von der SED-Verfolgten bisher getan. Dieser Verein hatte zwei Jahrzehnte dafür gesorgt, dass die Erinnerung an das KGB-Gefängnis erhalten blieb und für die Öffnung als Gedenkstätte gesorgt. Dem Förderverein von Frau Reich geht es um Unterstützung des Museums, nicht der Gedenkstättenarbeit.