„DDR“ im Unterricht

Einführung

Schülerinnen und Schüler der oberen Mittelstufe (ab Klasse 9) sollen in die Lage versetzt werden, das Thema „DDR“ exemplarisch in Gruppen zu erarbeiten.

Es soll deutlich werden, dass man sich an eine schöne Kindheit und Jugend erinnern kann, aber damit weder die SED zurückwünschen, noch deren Diktatur verharmlosen muss. Überprüfen kann man auch die These, dass man in der SED-Diktatur ein „normales“ Leben führen konnte.

In der Aufarbeitungsdiskussion in Ostdeutschland wird kaum thematisiert, dass der Zusammenbruch der DDR etwas mit dem Scheitern von Sozialismus und Planwirtschaft zu tun hat. Daher kann in diesem Webquest Wissen über Kommunismus, über Planwirtschaft, über die Gründe des Scheiterns des sozialistischen Experiments und über Geschichtspolitik erworben werden.

Als Einstieg ist ein Trailer von Jugendopposition.de denkbar, aber auch die Eingangsszene des Films „Der rote Kakadu“. Die Struktur der Webquest ist auf den Seiten  „Themen“ dargestellt. Sie sind im Aufbau. Ergänzend werden im Blog Hinweise auf weitere Unterrichtsmaterialien veröffentlicht.

Eine Übersicht über das Projekt hat Hans Günther Brée in einer Mindmap realisiert. Sie kann hier nur in Powerpoint gezeigt werden. Dadurch verliert sie fast alles von ihrer Wirkung. Auch die Links fehlen. Dennoch eignen sich die Folien  für eine schnelle Orientierung über das Projekt.

Aufgaben

  • Kurzer Überblick über die Geschichte der DDR
  • Kenntnisse des Systems der Planwirtschaft
  • Alltag Jugendlicher: Beispiele für Überwachung und Repression
  • Untersuchung von gegenwärtigen Mythen über die DDR

Vorschläge siehe auch Handreichung!

Ressourcen

Die Materialien der Medienkiste „Ampelmännchen und Todesschüsse„: Bücher, DVDs, Internetadressen

Prozess

Arbeit in arbeitsteiligen Gruppen; Vorschläge siehe Handreichung!

Präsentation

Die Erkenntnisse sollen in einer virtuellen Ausstellung über das Leben Jugendlicher in der DDR präsentiert werden: Powerpoint, Wiki, Wandzeitung (Es gibt jetzt einen englischen Ausdruck dafür, der mir aber gerade nicht einfällt. Lernposter?)

Die Rolle der Schulbibliothek

Die Bücher- und Medienliste ist auch ein Vorschlag für den Bestand in der Schulbibliothek.

Wer den Schulalltag kennt, weiß, wie wichtig es ist, dass Unterrichtsmaterialien für die Lehrer/-innen kurzfristig zugänglich sind und nicht bei Medienzentren vorbestellt werden müssen. Selten ist auch die Zeit vorhanden, um Curriculumpakete einzusetzen, wie sie von Instituten angeboten werden, die 57 Arbeitsblätter umfassen und den Geschichtsunterricht eines kompletten Schuljahres abdecken würden oder wegen ihres Anforderungsniveaus frühestens im Leistungskurs verwendbar sind.

Die Medienliste hat in meinen Augen den Vorteil, dass sie überweigend „richtige“ Bücher enthält und nicht Dutzende von kleinschrittig vorgehenden Arbeitsblättern, die dann oft gar nicht oder falsch abgeheftet werden.

Sie erlaubt auch den Zugang zum Thema über belletristische Jugendbücher. Die meisten Bücher eignen sich für Einzelreferate. Es können Schwerpunkte für Gruppenarbeit vereinbart werden.

Die Lehrerin/der Lehrer hat den Handapparat ständig in der Schule zur Verfügung. Man kann durch vorbereitende Lektüre einsteigen und die beim Lesen auftauchenden Fragen zum Gerüst eines Projekts machen.

Das Anforderungsniveau zielt auf die obere Mittelstufe, eine ergänzende Leseliste von Büchern für die Klassen 5-7 hat Hans Günther Brée beigesteuert.

Geschichte:

  • Wichtige Daten

Ideologie:

Wirtschaft:

Die DDR in Erzählungen

Noch mehr Lesetipps

Kurzübersicht: Unterrichtsvorschläge (pdf)

Eine Powerpointpräsentation zur Medienkiste „Ampelmännchen und Todesschüsse“, gezeigt u. a. auf der Geschichtsmesse der Stiftung Aufarbeitung 2012

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