Russland

Wie Moskau allmählich postsowjetisch wird

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Eine NZZ-Journalistin kehrt nach Jahren wieder nach Moskau zurück und staunt:

In Moskau weiss die Macht noch immer, was das Volk braucht

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Einkaufszentrum auf dem Massengrab

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Auch eine Art Aufarbeitung: In Weißrussland werden Straßen und Einkaufszentren dort gebaut, wo Stalins Massengräber liegen.

Deutsche Medien fassen Putin mit Samthandschuhen an

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Putins Fürsprecher bekommen… hierzulande regelmäßig eine große Bühne. (Russlandkenner und -liebhaber Boris Reitschuster)

Reitschuster nennt Beispiele: Die Zusammensetzung von Talkshows zugunsten Putins, die Zusammenarbeit ÖRR und RT. Kreml-Lobbyisten werden als Experten vorgestellt.

Und Namen: Platzeck, Krone-Schmalz, Verheugen, Theveßen, Illner, Maischberger, Lanz.

Von Alaska bis zum Kreml

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Da wird die deutsche Zustimmung für Putin in schwindelnde Höhen steigen. Es sind schon jetzt 68%.

via Boris Reitschuster

EU-Juncker fordert Ende des Russland-Bashings

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juncker_putin

Russia Today (RT) ist begeistert und im Kreml wird man mindestens schmunzeln: EU-Kommissionspräsident Juncker fordert ein Ende des Russland-Bashings.

Wahrscheinlich informiert sich Herr Juncker ausschließlich bei RT über das Weltgeschehen. Vor einer Woche wurde der Abschlussbericht über den Abschuss der MH17 mit 200 Toten durch Russland vorgelegt. Im Krieg mit der Ukraine gibt es nahezu täglich Tote, vorgestern war es eine 14jährige. Unliebsame Oppositionelle und Journalisten werden ermordet. Die meisten Nachbarstaaten, natürlich nicht Nordkoreas, haben Probleme mit Putins Russland.

 

Putins Seekrieg gegen die Ukraine

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Mit der Brücke über die Straße von Kertsch hat Putin nicht nur eine Landverbindung zur Krim geschaffen. Gleichzeitig schränken die Maße der Brücke die Durchfahrt großer Schiffe ein. Die ukrainischen Häfen von Mariupol und Berdyansk haben dadurch weniger Schiffsverkehr und geschätzt schon 20 Mio Dollar Verluste.

Die russische Marine hat ihre Präsenz im Asowschen Meer verstärkt. Sie kontrolliert Schiffe, die in die ukrainischen Häfen fahren und verursacht so stundenlange Verzögerungen. Internationale Reedereien meiden inzwischen die ukrainischen Häfen am Asowschen Meer.

Neue Sprachregelung in der Ukraine

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Wenn es nach dem Buchstaben des Gesetzes gegangen wäre, durfte die ukrainische Armee keinen Krieg auf dem eigenen Territorium führen. Deswegen sprach man immer von Terroristen, die in der Ostukraine aktiv wären. Dazu brauchte es keine Kriegserklärung gegen einen fremden Aggressor.

Der Krieg im Osten der Ukraine ist hierzulande etwas in den Hintergrund getreten. Beschworen wurde von unseren Politikern ständig der „Friedensprozess“ von Minsk und der Wille, das Gespräch mit Moskau zu suchen. (Es gibt seit Jahren allein in Deutschland mehrere Gesprächskanäle mit Russland und die Bundeskanzlerin telefoniert regelmäßig mit Putin. Es besteht wahrlich kein Mangel an Gesprächsgelegenheiten.) Während des Minsker „Waffenstillstands“ hat Russland das abtrünnige ostukrainische Gebiet um die Größe von Hessen erweitert.

Nicht zuletzt die Armeeführung drängte auf einen legalen Status ihres Kampfes gegen russische Soldaten und Söldner in der Ostukraine. Jetzt, nach gesetzlichen Änderungen, spricht man in Kiew offen vom Aggressor Russland. Die Armee hat ihre Führungsstruktur neu organisiert. Sie ist keine Parlamentsarmee mehr, sondern untersteht allein Präsident Poroschenko.

Russland reagiert verärgert.

Nach: Poroshenko redefines Donbas fighting so Kyiv can call things by their proper names

Noch etwas: Ukrainische Firmen und Privatpersonen haben Russland wegen der Enteignungen auf der Krim verklagt. Der Internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag hat jetzt entschieden, dass Russland mit den Enteignungen nach der Krim-Annexion 2014 gegen einen bilateralen Vertrag mit der Ukrine verstoßen habe. Russland, das den Schiedsgerichtshof anerkennt und in anderen Fällen auch schon Urteile befolgte, will Berufung einlegen.

Putins Propagandasender öffnet neue Kanäle

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putin portal

Russia Today, seit einiger Zeit nur noch RT, ist der Auslandspropagandasender Putins, der ganz im Stil westlicher Nachrichtensendungen dazu beitragen soll, Fake-News zu verbreiten. Chefin Margarita Simonyan spricht nicht zufällig davon, dass ihr Nachrichtenststudio einem militärischen Gefechtsstand ähnele.

RT Deutsch hat seinen Sitz in Berlin. Ebenfalls in Berlin sitzt der Sender Ruptly. Er ist ein Klon von RT. Neuerdings hat RT auch zwei Kanäle, die vornehmlich auf Youtube und Facebook auftreten. Sie sollen die Jüngeren, die nicht mehr fernsehen, erreichen.

Neben RT, das 2005 auf Sendung ging, gibt es seit 2014 auch das Nachrichtenportal Sputnik. So hieß die Auslandszeitschrift der Sowjetunion. Sputnik hat in 34 Ländern 130 Redaktionen. Sputnik inszenierte u. a. die Kampagne „Unser Mädchen Lisa“ über einen angeblich von Migranten vergewaltigten russlanddeutschen Teenager in Berlin. Auch der russische Außenminister Lawrow scheute sich nicht, den Fall anzuheizen.

In St. Petersburg sitzen zudem vierhundert staatliche Angestellte, die täglich einige tausend Kommentare auf Blogs, in Facebook und Twitter verbreiten.

Jetzt hat RT zwei neue Kanäle:

ICYMI, In case you missed it, ist kaum noch als russische Propaganda erkennbar. Es geht um alles, was die Youtube-Generation mag, nur manchmal sind pro-russische Verlautbarungen eingestreut. Gelegentlich bekommen Themen am Schluss einen prorussischen, antiwestlichen Dreh. Etwa, wenn ein Metoo-Beitrag damit endet, dass sich der Westen aber nicht um Frauen im Jemen oder im Irak kümmere.

Dass ICYMI zu RT gehört wird auch daran erkennbar, dass RT-Moderatoren auftreten.

The Now ging aus einer RT-Talkshow hervor. Es ist ebenfalls auf Youtube und Facebook aktiv. The Now ist höchst unterhaltsam. Die russische Sicht auf das Weltgeschehen kommt kaum vor. Dafür werden angebliche westliche Fake-News entlarvt und vor allem gibt es Vermischtes über Computerspiele oder einen Mann, der Hunde küsst. Nur wenn es um das Gedenken an die sowjetischen Opfer des Zweiten Weltkrieges geht, wird erkennbar, wo der Sender zu Hause ist.

nach EU vs Disinfo