Planwirtschaft

Wagenknechts Traumland Venezuela

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Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) stellt die venezolanische Katastrophe in den richtigen historischen Zusammenhang (6.8.17, p 29, von Sebastian Baltzter). Anderenorts lese ich seit Jahren nur, dass der Verfall des Ölpreises die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verursacht hätte. Der war zu Beginn der sozialistischen Revolution niedriger als heute!

In Venezuela regieren seit 20 Jahren Sozialisten. Die deutschen Kommunisten Dr. Sahra Wagenknecht und der verstorbene Prof. Lothar Bisky waren voll des Lobes. All die angeblichen marxistischen Wundermittel wurden angewandt: Enteignung, Verstaatlichung, Umverteilung, Preisfestsetzungen und ein Sozialstaat vom Feinsten.

Es passierte, was immer passiert, wenn das sozialistische Paradies auf Erden errichtet wird. Verstaalichung und Planwirtschaft führten zu Produktionsrückgang, zu ausbleibenden Investitionen, Preis- und Devisenkontrollen zu Schwarzmarkt. Im ölreichsten Land der Erde wird Benzin jetzt aus den Nachbarländern importiert! Trotz der üppigen, auch von den UN gelobten Sozialprogrammen sind mehr Leute arm als zu Beginn der sozialistischen Revolution: Statt wie früher 45% gelten jetzt 70% der Bevölkerung als arm. Nur der Oberschicht der Bonzen um Diktator Maduro und den Spitzen des Militärs geht es bestens. Man verdient am Schmuggel, man lenkt die Hilfsprogramme um und bringt das Vermögen im Ausland in Sicherheit.

In der FAS dürfen regelmäßig Kommunisten wie Wagenknecht und Zizek schreiben, über Goethe, Gedichte, Ludwig Erhard und alles Mögliche sonst noch. Fragt sie doch mal nach Venezuela!

Obwohl, was werden sie sagen? Die CIA war´s, die Bilderberger, die Ölkonzerne…

Leben in der DDR

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Interessante Einblicke in den DDR-Alltag vermittelt eine Dokumentation (ZDF 2013, Gerd Gerlach, Nina Rothermundt, 4 Teile). Ich vermute, dass sie keinen Eingang in die beliebten DDR-Alltagskulturmuseen finden wird, obwohl die Serie bewusst den Alltag und nicht die Haupt- und Staatsaktionen zeigt.

Der Titel ist: „Wie die DDR wirklich war“. Woher der hier zu sehende Titel „schockierende Lebenszustände“ stammt, weiß ich nicht. Er ist reißerisch und  überflüssig.

Überflüssig ist wohl auch zu verneinen, dass ich durch meine Postings die Bürger Ostdeutschlands herabwürdige. Das schrieb mir ein Kommentator.

Die vier Originaltitel gibt es in der ZDF-Mediathek noch bis Anfang Januar 2018.

 

Wieder gesehen: „Die Außenhändler der DDR“

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Der Film über die DDR-Außenhändler lief heute Abend wieder einmal im ö.-r. TV. Aus diesem Anlass lese ich noch einmal, was ich vor vier Jahren dazu geschrieben habe.

Meine Wahrnehmung hat sich etwas geändert: Während ich damals vor allem die unkritische, ostalgische Dokumentation sah, in der die Behauptung von der DDR als zehntgrößtem Industriestaat wiederholt wurde (Faktenchecker.wdr.de wo seid ihr?), sehe ich jetzt, dass man mit dieser Dokumentation aber auch exemplarisch das Scheitern des Sozialismus zeigen könnte: Die Kommandowirtschaft der Sozialisten produziert und muss das Produkt dann mit aller Gewalt (und unter Preis) verkaufen. In der Marktwirtschaft produzieren Unternehmer das, was der Markt verlangt. aber Unternehmer durfte es in der DDR nicht geben.

Natürlich sind die Außenhändler/-innen stolz auf ihre Lebensleistung. Sie sind nicht am Untergang der DDR schuld. Aber ihre Erfolge, z. B. der Verkauf von Produkten, die enteignete Unternehmer entwickelt hatten oder der Verkauf von Benzin aus billig von der UdSSR geliefertem Rohöl oder von konfiszierten Antiquitäten, beweist nicht die Überlegenheit des Sozialismus.

Alle Beiträge zu Zwangskollektivierung

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Der Blog „Ampelmännchen und Todesschüsse“soll (m)ein Archiv sein. Mit den Stichworten, Schlagworten und der Suchfunktion kommt man schon ziemlich weit. Die Suche bei WordPress lässt dabei Wünsche offen, z. B. fehlende Trunkierung oder Treffer, wo keine Treffer sind.
Um es übersichtlich zu machen, habe ich hier alle meine Beiträge zum Kolchosenwesen der DDR (Walter Ulbricht nannte die LPGen Kolchosen) von Hand aufgelistet.
Vorab noch zwei Zitate zur Zwangskollektivierung:

Den Rest des Beitrags lesen »

Alternativen zum Kapitalismus?

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Gestern Abend sprach der Frankfurter Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe bei der Stiftung Aufarbeitung im Rahmen der Reihe „Was bleibt vom Kommunismus?“

Er arbeitete klar die strukturellen Probleme kommunistischen Wirtschaftens heraus. Das wird in diesem Blog gelegentlich angesprochen, so dass ich hier nicht alles referieren möchte, was Prof. Plumpe erwähnte. (Die Stiftung wird auch demnächst, wie üblich, eine Audio-Datei des Vortrags online stellen.)

Zunächst zählt er die Vorwürfe der Kapitalismusgegner auf: Ausbeutung, Profitgier, soziale Ungerechtigkeit, zyklische Krisen. Dass es das im K. gibt, bestreitet er nicht. Aber, so fragt er, war das in vorkapitalistischen Zeiten anders? Es sei doch, im Gegenteil, sehr vieles sehr viel besser geworden im K. Die genannten Vorwürfe seien jedenfalls nicht konstitutiv für den K.

Anders als der Kommunismus sei der K. keine Wirtschaftstheorie. Kapitalismus sei die Wirklichkeit des wirtschaftlichen Handelns, auch der kleinen Leute. Er bestehe aus unendlich vielen einzelnen Handlungen. Er sei aber kein System.

Im Grunde mussten Kommunisten genauso wie Kapitalisten das Kapital erwirtschaften, mit dem sie die gewaltigen Investitionen finanzieren, die die Industrialisierung eines Landes ermöglichen. („Ursprüngliche Akkumulation“ nannte das Marx.) Während das im Kapitalismus über Jahrhunderte geschah, standen die kommunistischen Staaten vor dem Problem, ihre vorindustriellen Gesellschaften in kürzester Zeit zu Industriestaaten zu machen, um darauf das marxistische Wirtschaftssystem errichten zu können. Stalin und Mao gelang das mit äußerster Härte und Brutalität, mit millionenfachen Menschenopfern.(Siehe u. a. hier, zum von Mao herbeigeführten millionenfachen Hungertod in China; in Englisch)

Während bei Stahl, Kohle und Schwerindustrie ein Verzicht auf preisbildende Märkte und staatliche Preisfestsetzung noch einigermaßen funktioniere, sei eine zentrale Planungsbehörde aber nicht in der Lage, die sich ausdifferenzierende, kleinteilige Konsumgüterindustrie vorausschauend zu lenken, bis ins kleinste Detail zu organisieren und Innovationen vorauszusehen.

Da das auch Kommunisten erkannt haben, gab es immer wieder Phasen, in denen mit marktwirtschaftlichen Elementen (NÖSPL in der DDR, NEP in der UdSSR) experimentiert wurde. Das wurde aber immer abgeblasen, da es dem System der Zentralverwaltungswirtschaft widersprach.

Zuletzt hatten die kommunistischen Ökonomen die Hoffnung, dass ein Supercomputer ihre Lenkungsprobleme lösen würde. Der TV-Journalist Paul Mason spinnt diese Hoffnung 2016 weiter: Im „Postkapitalismus“ würde dank IT das marxistische Reich der Freiheit endlich anbrechen. Die Arbeit erledigten die Computer. Der Anarchist David Graeber dagegen sieht in der Steinzeit die einzige Alternative zur kapitalistischen Ausbeutergesellschaft. (Dazu fällt mir Kambodscha ein.)

Es hieße die strukturellen Probleme des Kommunismus zu verkennen, wenn man das Versagen des Realsozialismus mit der Gerontokratie des Ostblocks erkläre oder mit Fehlern Stalins und Maos.

Der Auffassung, dass Gosplan, die sowjetische Planbehörde, der Anarchie der kapitalistischen Märkte überlegen wäre, waren in den 30er Jahren auch die meisten Ökonomieprofessoren in Cambridge. Nur der Student Ronald Coase, dem Sozialismus auch nicht abgeneigt, erkannte 1937, dass zwar Unternehmen durchaus erfolgreich planwirtschaftlich organisiert sind, dass aber ab einer bestimmten Unternehmensgröße und vor allem im Austausch auf dem Markt planwirtschaftliche Strukturen hinderlich sind. Wenn Flexibilität, Innovation und Wettbewerb fehlten, seien die Kosten (Transaktionskosten) zu hoch. 1991 erhielt Coase den Nobelpreis für dieses Theorem, das er nach 1937 noch ausgearbeitet hatte.

(Lenin konnte Coase nicht mehr lesen. Er hat die Sowjetwirtschaft nach dem Vorbild der Deutschen Reichspost organisiert; GS)

In der Diskussionsrunde wurde die Frage aufgeworfen, warum trotz des Versagens der kommunistischen Zentralwirtschaft, die Kapitalismuskritik so beliebt ist.

Der Kommunismus sei eine romantische Fiktion, meint Prof. Plumpe. Die konkrete Ausgestaltung werde ausgeblendet. Demgegenüber fehle dem Kapitalismus ein Mythos, wie er den Marxismus umwehe.

Wohltuend war, dass im Publikum keine glühenden Verteidiger des Kommunismus Koreferate hielten. Kritisch wurde in einem Beitrag angemerkt, Plumpe habe vom globalen Siegeszug des Kapitalismus gesprochen. Das sei aber nicht der Fall, man denke an Afrika. Plumpe parierte: Manche afrikanischen Staaten besässen die Ressourcen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung. Das beste was ihnen passieren könnte, sei der Kapitalismus.

Nachtrag: Der Audio-Mitschnitt der Veranstaltung kostenlos auf itunes

Vorbild Venezuela?

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Das Sehnsuchtsland der europäischen Kommunisten und Sozialisten ist Venezuela.

Viel mehr bleibt von den linken Staaten Lateinamerikas auch nicht. In Brasilien versinkt die Linke im Korruptionssumpf. In Chile und Argentinien wurden die linken Regierungen abgelöst. An Kuba fasziniert die Europäer mehr die pittoreske Armut als das Wirtschaftsmodell.

Von Venezuelas antikapitalistischer Revolution schwärmen in der Linkspartei nicht nur Dr. Sahra Wagenknecht und der verstorbene Prof. Dr. Bisky. Auch die Kapitalismuskritikerin Naomi Klein ist angetan.

In Venezuela ist man jetzt auf einer neuen Stufe der Zentralverwaltungswirtschaft angelangt: Für die Waren werden keine Preise mehr festgesetzt, sie werden der Bevölkerung gleich zugeteilt und vor die Tür gestellt. Das geht auf die Idee eines spanischen Marxisten zurück.

Hugo Chavez hatte anfangs der Zehnerjahre begonnen, die venezolanische Wirtschaft revolutionär zu ruinieren. Die durch Erdölvorkommen hohen Einnahmen des Landes wurden an die Armen verteilt, ohne Reserven zurückzubehalten. Die Wirtschaft wurde sozialistisch umgebaut: Enteignungen, Preisfestsetzungen, Devisenkontrollen.

Unternehmen konnten zu den regierungsamtlich verordneten Preisen nicht mehr produzieren, sie erhielten nicht genügend Devisen zugeteilt.

Da weltweit der Ölpreis sank, konnten die Rohöl-Einnahmen nicht mehr verteilt werden. Seit Jahren stehen die Venezolaner vor den leeren Geschäften Schlange. Mit Ausnahme der in sozialistischen Staaten üblichen korrupten Oberschicht aus Partei- uind Armeebonzen geht es der Bevölkerung schlechter als vor der „Revolution“.

Inzwischen sollen für viele Waren Armeegeneräle die Produktion und Versorgung sicherstellen. Für das knappe Gut Klopapier ist etwa ein Brigadegeneral zuständig. (Natürlich sind die USA schuld an der venezolanischen Misere).

Da durch die Preisfestsetzung ein Schwarzmarkt entstanden ist, werden die Waren jetzt durch lokale revolutionäre Komitees direkt von den Fabriken geholt und den Endverbrauchern zugeteilt.

(nach „Den Mangel verwalten“ von Carl Moses, FAZ v. 6.1.16, p 18)

Was mich, wie schon gelegentlich erwähnt, wundert, ist, dass Frau Dr. Wagenknecht, an deren angeblichen ökonomischen Scharfsinn auch die FAZ einen Narren gefressen hat, nach meiner Kenntnis noch in keiner Talkshow auf ihre Sympathie für die venezolanischen Zustände angesprochen wurde. Oder hat sie etwa, wie bei ihrer Sympathie für Stalin, in einem entlegenen marxistischen Blättchen lau widerrufen?

Nachtrag Mai 2017:

Was mich noch mehr wundert.

Venzeuela ist nun permanent in den Schlagzeilen. Bei Demonstrationen gegen den geplanten Staatsstreich des Sozialisten Madouro und die Not der Menschen im einst reichen Venezuela hat es inzwischen über 40 Tote gegeben.

Aber in keiner einzigen Tagesschau-Nachricht und auch nicht in den Zeitungen habe ich gehört oder gelesen, dass ein seit 15 Jahren stattfindende ruinöse sozialistische Wirtschaftspolitik das Land ruiniert hat. Mal ist es der gefallene Ölpreis, mal ist es die Korruption, mal ist es der Schmuggel von Waren ins Ausland.

Die FAZ, in der die Kommunistin und Chavez-Verehrerin Sahra Wagenknecht regelmäßig publiziert oder interviewt wird, schafft es noch nicht einmal in ihrem Wirtschaftsteil(!), korrekt zu berichten. Auch dort ist es die Korruption, die am Niedergang des Landes schuld wäre.

Clara Zetkin und der Trabi

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Inspiriert vom Bericht Frank Pergandes über kommunistische Straßennamen in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern, in der FAZ erzählt der Leserbriefschreiber Gerhard Erdtmann diesen Witz über Clara Zetkins Porträts als junge und alte Frau auf einem DDR-Geldschein:

Als als abgebildetes junges Mädchen füllt sie auf der Vorderseite gerade einen Bestellschein für einen Trabi aus. Auf der Rückseite,  fünfzig Jahre später, als alte Frau, ist ihr der Trabi zugeteilt worden.

Auch Wolf Biermann erzählt ihn in seiner Autobiographie.

Lesetipp: Die Bilanz. Eine wirtschaftliche Analyse der deutschen Einheit

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Ein beliebter Slogan in der DDR-Aufarbeitung ist der Satz: „Sie beleidigen damit die Ostdeutschen.“ Bei Dr. Gysi geschieht das gerne auch mit Prozentangabe: „Sie beleidigen gerade 20% der Ostdeutschen.“ Wer Kritik am SED-Regime übt, beschädige ostdeutsche Biographien oder Lebensleistungen. Auch die Wissenschaft ist nicht unbeeinflusst von dieser Sicht der Dinge. Im enttäuschenden Band „Friedensstaat, Leseland, Sportnation? DDR-Legenden auf dem Prüstand“ lassen Forscherinnen DDR-Aufarbeitung nur noch zu, wenn sie als Therapie für beschädigte ostdeutsche Biographien konzipiert sei (Gallinat/Kitterl: Zum Umgang mit der DDR-Vergangenheit heute). Schon der Herausgeber konstatiert, dass eine Aufarbeitungsindustrie entstanden wäre, die über die Köpfe der DDR-Bürger hinweg arbeiten würde. Man müsse das Gute an der Diktatur erkennen und würdigen, damit die Biographien nicht beschädigt würden. Erst wenn sich die ehemaligen Bürger dieses Staates nicht mehr in ihren Biographien beschädigt fühlten, könnten sie, so stünde zu hoffen, zugeben, dass nicht alles gut war in der DDR. Fehlt nur noch der Satz: DDR-Aufarbeitung wäre ein westdeutsches Projekt.

Da tut es gut, ein anderes Buch lesen: Karl-Heinz Paqué, Die Bilanz. Eine wirtschaftliche Analyse der deutschen Einheit. Siehe dazu meine Anmerkungen im Blog. Nach der Lektüre wird man fragen:

Was hat die ostdeutschen Biographien mehr beschädigt, die kritische DDR-Aufarbeitung oder 40 Jahre sozialistische Planwirtschaft?

Was mich erstaunt ist auch die ständige Vereinnahmung aller Ostdeutscher: Immer heißt es die Ostdeutschen. Dabei gibt es die nicht. Fehlt nur noch der Satz Dr. Gysis: Die Ernennung Gaucks zum Bundespräsidentenkandidaten beleidige 30% der Ostdeutschen.

Update: „Frontal 21“ des ZDF erklärt uns am 13.9.2010, wie die Treuhand die blühende DDR-Wirtschaft zugrunde richtete: „Beutezug Ost“ heißt das viel versprechend. Natürlich darf in solchen Sendungen der Wendebankier Edgar Most nicht fehlen. Er weist dann gerne daraufhin, dass es auf dem Territorium der ehemaligen DDR keinen namhaften Konzern, keinen größeren Firmensitz mehr gäbe. Ostdeutschland sei nur noch die verlängerte Werkbank westlicher Konzerne. Was Herr Most, der von der DDR-Staatsbank zur Deutschen Bank wechselte, unterschlägt: Die SED hat 40 Jahre lang Unternehmer, Unternehmerfamilien und Firmen vertrieben. Genannt seien die Glasindustrie, u.a. Schott (Jenaer Glas), Autobauer, u.a. Auto-Union (Horch, Audi), Madaus-Pharma, Zeiss-Optik.

Durch die Enteignungen in der SBZ 1945 bis 49 und später in der DDR wurden über eine halbe Million mittelständischer Unternehmer vertrieben. Die erhielten zwar in der BRD Lastenausgleich für „Kriegsfolgeschäden“, aber nicht mehr ihre von der SED abgewirtschafteten Betriebe und Güter zurück. Vor allem: Sie kamen nicht mehr als Unternehmer zurück.
Jetzt zu lamentieren, dass es im Osten keine größeren Firmensitze mehr gäbe, ist nicht sehr ehrlich.

Eine Frau aus Eisenhüttenstadt, die ihr Leben lang für 60 Mark Monatsmiete in einer Dreizimmerwohnung wohnte, versteht in dieser ARD-„Dokumentation“ überhaupt nicht, wieso die staatlichen Kredite, mit denen die billige Miete subventioniert wurde, nach der „Wende“ als Schulden bei der Wohnungsgesellschaft bilanziert wurden. Auch die Wohnungsgesellschaftsmitarbeiterin versteht die Wende-Welt nicht mehr. Sie hätten doch früher in der DDR nie Schulden gehabt.

Dass sich Werner Schulz für eine solche „Dokumentation“ hergibt, erstaunt mich.

Weitere Lesetipps zum Thema.

Der Text erschien 2010 auf „Basedow1764“. Ich übertrage nach und nach einige weiterhin lesenswerte Texte in diesen Blog.

Wie teuer war die DDR?

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Ein aufschlussreicher Bericht der jungen Internetzeitung „thüringen24“

Noch´n Witz!

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Weil ich das passende Foto gefunden habe und die Erlaubnis bekam, es zu verwenden:

Was sind die vier Hauptschwierigkeiten der DDR-Wirtschaft?

Die Jahreszeiten! In jeder Jahreszeit gab es Probleme mit der Versorgung der Bevölkerung und der Produktion in den Betrieben, die auf die Jahreszeit geschoben werden konnten. Neben den vier Jahreszeiten war natürlich der Kapitalismus an allem schuld.

 

Foto: Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 74_0220_GES_Sorben_08
Foto: Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 74_0220_GES_Sorben_08

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