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Presse

Roter Thüringer Klüngel

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Bekanntermaßen will die Partei Die Linke. (nicht nur) in Thüringen den Verfassungsschutz abschaffen. Denn, so hat es der sozialistische thüringische Ministerpräsident einmal in einem Interview gesagt, Linksextremismus gäbe es in seinen Land nicht. Und was Rechtsextremismus angeht, hat der Landesverfassungsschutz ziemlich versagt. Als besseren Verfassungsschutz gründet die rot-rote Landesregierung die „Informations- und Dokumentationsstelle für Menschenrechte, Grundrechte und Demokratie“. jetzt: Institut für Demokratie und Zvilgesellschaft, IDZ. Träger wird die die linke Antoniu-Amadeo-Stiftung. Direktor wird der einzige Bewerber, der Soziologe Matthias Quent, ehemals Mitarbeiter der sozialistischen Landtagsabgeordneten Katharina König. (Gegen diese Klüngelwirtschaft gibt es eine staatsanwaltliche Ermittlung.)

In Thüringen gibt es bisher den ausgezeichneten „Thüringen-Monitor“, der Stimmungen und Einstellungen in der Bevölkerung misst, und an der Universität Jena das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismusforschung. Obwohl in Thüringen Aktivitäten und Straftaten auch der Linken zugenommen haben, werden dem Landesamt neue Personalstellen verweigert.

Heute lese ich in PNN/Tagesspiegel, dass die Linkspartei den Verfassungsschutzbericht 2016 angreift. Darin würde ein Anschlag auf eine Moschee den Linken (nicht gemeint: Die Linke.) in die Schuhe geschoben und ein von Rechten gefaktes Bekennerschreiben zitiert.

Berichterstatter im TS ist Rechtsextremismusexperte Matthias Meisner. Er erzählt von der Empörung in der Linkspartei, dass Linksextremisten fälschlich beschuldigt würden. Höhere Weihen erhält die Empörung der Linken im letzten Absatz des Berichts von Herrn Meisner. Dort lässt er nämlich den „Forscher“ und Direktor des IDZ, Matthias Quent, zu Wort kommen. Der Wissenschaftler spräche von einem Skandal.

Mark Twain hatte recht: Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Stasi auf der Frankfurter Buchmesse

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Auf den Leipziger Buchmessen der DDR hatte die Stasi alles im Blick, besonders die Stände der westdeutschen Verlage. Alle wussten es, aber es geschah diskret. Lieber nahm die SED in Kauf, dass Literatur des Klassenfeindes in den weiten Mänteln der Besucher verschwand, als dass sie vor internationalem Publikum offen auftrat.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2017 ist es ähnlich, aber doch auch anders. Die Buchmesse AG verkauft drei Messestände an drei angeblich rechtsextreme Verlage – Junge Freiheit, Antaios, Manuscriptum/Zeitschrift Tumult. 8.000 € hat der Stand des antaios-Verlages gekostet. Die Buchmessen AG nimmt also mit der einen Hand das Geld der Rechten. Andererseits will sie es mit dem Antifa-Mainstream der Kulturszene nicht verderben und ruft zu einem „aktiven Umgang“ mit diesen Verlagsständen auf. Ein Verlag, für den in der Nachbarschaft ein Stand reserviert war, wird umquartiert. Der Stand darf kostenlos von der Amadeu-Antonio-Stiftung benutzt werden. Die Standbesatzung der linksextremen Organisation der Ex-Stasi-IM Anetta Kahane hat die feindlichen Verlage gut im Blick und kann den Besucherstrom überwachen. Buchmessen-Mitarbeiter müssen Protestschilder hochhalten und die Stände mehrmals umrunden.

Nächtens werden der Antaios-Stand überfallen und Kaffee und Zahnpasta über die Bücher verteilt, bei Manuscriptum wurden alle Bücher, Zeitschriften und Flyer abgeräumt. (Was hat eigentlich die nächtliche Hallenaufsicht in dieser Zeit gemacht? Nachtrag: Das kann eigentlich nur mit Billigung oder durch Mitarbeiter der Buchmesse AG geschehen sein.)

Ich bin jahrzehntelang über die Buchmesse gelaufen. Auch durch eine Hallengasse, in der DKP, Pahl-Rugenstein, Trotzkisten, Argument, Junge Welt, Neues Deutschland, Marxistische Blätter, Jungle World*, konkret und taz jedes Jahr erneut den Kapitalismus untergehen sahen, die kommende Revolution in der Dritten Welt priesen und vor dem Faschismus warnten. Die Buchmesse AG hat kassiert und geschwiegen. *Zur Jungle World gehörte auch einmal der nach rechtsaußen abgedriftete Jürgen Elsässer. In ihr gibt es, bei aller linksradikaler Grundeinstellung, gelegentlich Lesenswertes.

Die „normal“ linken Aussteller wie Frankfurter Rundschau, Der Freitag, Trikont, VSA, Rote Fahne, Edition Ost, Eulenspiegel, Papyrossa, lasse ich außen vor. Es kann schon sein, dass es bei den linken Ständen etwas gruftig riecht, während die Rechte Morgenluft wittert. Den Rest des Beitrags lesen »

Liebeslieder diskriminieren Homosexuelle

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Der Beitrag stand zuerst am 17.2.2015 auf "Basedow1764"

Das wollen Geschlechterforscher/-innen in wissenschaftlichen Studien herausgefunden haben! Für Schule ist das wichtig zu wissen. Alles, was Heterosexualität als Norm erscheinen lässt, ist für LSBTTIQ-Mitmenschen und Genderisten diskriminierend. Also sollten, sagen wir mal, neben „Faust“ und „Kabale und Liebe“, den heterosexuell orientierten Stücken, auch „Brokeback Mountain“ und „Aimeé und Jaguar“ als Bausteine der Erziehung zur Vielfalt in Betracht kommen. Die Sexualkunde-Lehrpläne einiger Bundesländer werden derzeit schon umgeschrieben.

Ich kann mir die beiden letztgenannten Filme durchaus in der Schule vorstellen. (Spielfilmlänge ist während der Unterrichtszeit allerdings illusorisch, abgesehen von den gerne genutzten Schulwochen vor den Ferien.) Ich würde sie manchen Empfehlungen in einem sexualpädagogischen Handbuch oder in GEW-Broschüren vorziehen. Vielleicht nicht in Schulklassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern. (Was in einigen Großstädten schon bald die Regel sein wird.)

Wohin das Mainstreaming nicht-heterosexueller Präferenzen führen kann, zeigt die gendersensible Textanalyse deutschen Liedgutes. „Wir können nicht länger einen großen (sic!) Teil der Bevölkerung durch Liebeslieder verstören, die einen heterosexuellen Lebensentwurf feiern, der von diesem Teil der Bevölkerung nicht geteilt wird”, sagt die männliche Geschlechterforscherin David Thaler.

Es ist das gute Recht Homosexueller, ihre Homosexualität zu leben. (Ich erinnere mich an Zeiten, wo der „Lebensentwurf“ von Homosexuellen im krassen Gegensatz zur Lebensweise heterosexueller, i. d. R. monogamer Ehepaare – Stichwort Dark Room, stand.)

Aber man muss nicht bei jedem Arbeitsblatt betonen, dass man für sexuelle Vielfalt ist und heterosexuelle Beziehungen nicht privilegiert.

Siehe u. a. auch hier im Blog!

Wie schnell die sich angeblich durch rassistische, sexistische weiße Männer und dominante heterosexuelle Eheleute unterdrückt fühlende Minderheit der LSBTTIQ Macht über die Mehrheit erlangen kann, zeigen Begebenheiten der letzten Zeit:

  • Ein englischer Wissenschaftler, Tim Hunt, Nobelpreisträger, Mitglied der Royal Society und des Europäischen Forschungsrates, erlaubte sich in einem Vortrag über Frauen in der Wissenschaft diesen Scherz: Entweder verliebe man sich während der Arbeit im Labor in sie oder sie sich in einen und wenn man sie kritisiere, weinten sie. Er wurde in den sog. sozialen Medien mit einem Shitstorm überzogen und flog aus allen seinen Ämtern. Da half es auch nicht, dass seine Frau, eine bekannte Feministin, zu ihm stand.
  • In Westfalen berichtete eine Journalistin von einem Vater, der seine minderjährigen Töchter nicht an der Hochzeit eines schwulen Verwandten teilnehmen lassen wollte. Die Journalistin wurde von einem Shitstorm überzogen und von ihrer Zeitung gekündigt.
  • Wer den Genderismus kritisiert, wäre rechts. So stand es u. a. im Spiegel. So ist es bei der staatlichen Bundeszentrale für politische Bildung zu lesen.)
  • Unvergessen ist die junge Journalistin, die sich mit dem FDP-Altpolitiker Rainer Brüderle zu einem Absacker nachts an einer Hotelbar trifft, eine Bemerkung über ihr Dekolleté ertragen muss, dann in ihrer Illustrierten ihr Erdulden vor Publikum ausbreitet. Allerdings frage ich mich, ob ein älterer Politiker, der sich nachts mit einer jungen Journalistin an die Bar setzt, nicht selbst dran schuld ist. Vielleicht ist das Verhüllungsgebot für Musliminnen gar keine so schlechte Idee. Ihr gefühlloser Arbeitgeber schickt sie noch ein ganzes Jahr zu Terminen mit gemeinsamen Autofahrten zu Brüderle, bevor ihr/ihm einfällt, Brüderle als übergriffigen, sexistischen alten weißen Mann zu verkaufen. Die von Herrn Brüderle sich sexistisch angemacht fühlende Journalistin Laura Himmelreich hatte über die CSU-Politikerin Ilse Aigner geschrieben, sie sei dirndl-tauglich.
  • Heute Morgen, beim Frühstück, ich suchte gerade in den Potsdamer Neuen Nachrichten vergebens einen Artikel über den 17. Juni 1953, als mir ein Prospekt von Karstadt entgegenfiel. Auf der Titelseite prangt eine Schönheit – darf man das sagen, ohne weniger Schöne zu diskriminieren?  – in lila Unterwäsche. Ist das nicht rassistisch angesichts der Mitbürger/-innen muslimischen Glaubens, die sich, dem Gebot des Koran folgend, verhüllen? Aus freien Stücken, wie uns deutsche Islamwissenschaftlerinnen erläutern. Wo bleibt der Shitstorm gegen Karstadt? Nachtrag: Justizminister Maas hat, mit Verweis auf die Kölner Silvester-Ereignisse, einen Gesetzentwurf gegen Unterwäsche-Werbung im öffentlichen Raum vorgelegt!!!

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis rassismus- und diskriminierungssensible Wissenschaftler/-innen die Entfernung der Käthe-Kollwitz-Skulptur „Mutter mit totem Sohn“ in der Berliner Neuen Wache unweit der Humboldt-Universität fordern. Denn die Skulptur ist eine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Eheleute.

A propos Humboldt: Gendersensible Student/-innen, pardon Studier_x, dieser Institution fordern eine Umbenennung. Die Gebrüder Humboldt waren schließlich rassistische, diskriminierende, sexistische weiße Männer.

Leitkultur: Goethe und die Wurst

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Wenn ich nicht schon vor Jahren mein Zeit-Abonnement gekündigt hätte, müsste ich mich heute fremdschämen für das, was der stellvertretende Chefredakteur Bernd Ulrich zu Papier gebracht hat.

Lesefrüchte: Vom Islam ginge doch „keine hegemoniale Bedrohung [aus]; sie sitzen in keinen relevanten Redaktionen, auf keinen Lehrstühlen, nicht im Bundestag.“

„Seit Sonntag sieht die Bedrohungslage anders aus; da hat es eine Gruppe in den Bundestag geschafft, die bereits zahlreiche Freunde in der Bundeswehr, an Schulen und Hochschulen hat und die den bisherigen Grundkonsens des Landes ablehnt.“

„Das könnte ein Ausgangspunkt für einen neuen Patriotismus sein: Deutschland ist das einzige Land auf der Welt, dessen zentrale Geschichte von sich selbst weder von Heldentum noch von Märtyrertum handelt, sondern von Schuld, Buße, Läuterung und von den siebzig Jahren, in denen man zu einem etwas besseren Selbst gelangte. Dies aber ist kein Defizit, sondern ein eigener Ton im Konzert der Völker.“

Zur Ehre diese Blattes gereicht es, dem stv. Chefredakteur widersprechende Leserkommentare zugelassen zu haben.

Über Korrelation und Kausalität bei Journalisten

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„Asylbewerber sieht man hier selten. Trotzdem hat hier jeder Dritte die AfD gewählt.“

Es gibt einen herrlichen Kommentar zur Verwunderung linksgrüner Journalist*innen, warum ausgerechnet dort die fremdenfeindliche AFD hohe Stimmengewinne erzielt, wo es keine oder kaum Fremde gibt.

angstpolitk

Journalisten auf dem Holzweg.

Es hat ein bisschen lange gedauert

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Aber jetzt hat auch Michael Hansen in der FAZ erkannt, was vielen Gebührenzahlern schon lange missfällt:

Wenn die Unbelangbaren über die AfD und ihre Wähler berichten, hat das etwas von einer Exkursion von Völkerkundler/-innen zu einem exotischen Stamm. Die idealtypische Sendung, wie sie seit Jahren und auch jetzt nach der Wahl stattfindet, geht so: Zuerst erzählt eine Grünen-Politikerin, was sie von der AfD hält und wie sie mit ihr im Parlament umgehen will, nämlich ausgrenzen. Dann ist die ARD-Hauptstadtkorrespondentin mit einer Einschätzung der Lage dran und zum Schluss kommt der Politologe und Rechtsextremismusforscher, der von den Nazis, den Holocaustleugnern und Rechtsextremisten in der Partei redet.

Vor kurzem klang es bei den klugen Köpfen in Frankfurt/M noch ganz anders.

PNN/Tagesspiegel können sich am selben Tag (5.10.17, p 14, „Rechts in Tracht“) noch nicht von der ethnographischen Betrachtungsweise lösen.

Siehe auch hier im Blog!

Wie in der DDR? Kann doch nicht sein? Doch!

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In Tagesschau lässt die ARD stolz verkünden, dass sie ein Sparprogramm verabschiedet hat und jetzt prüfen lässt. Sogar bei den Pensionen der Mitarbeiter werde gekürzt.

Gerade zuvor hatte ich, allerdings nicht in der Tagesschau-App, sondern bei der Konkurrenz, einer Zeitung, gelesen, dass die Pensionserhöhung bei den ö.-r. Anstalten ein Skandal sei, angesichts der üppigen Gehälter und den ständigen Erhöhungen der Rundfunksteuer. Sie wollen in acht Jahren 2 Milliarden einsparen. Das sind 250 Mio pro Jahr, bei 8 Mrd Einahmen pro Jahr. Das sind 3 % im Jahr. Eine Erhöhung der Rundfunksteuer ist aber auch vorgesehen.

Die Pensionen steigen regelmäßig um 1 % im Jahr. Das wurde schon vom sozialistischen Ministerpräsidenten Ramelow kritisiert.

Kann es sein, dass der „Staatsrundfunk“, wie der Sprecher der Bundesregierung, Bela Anda, ihn nennt, sich in den Nachrichten eine eigene Welt schafft? Die nichts mit der Realität draußen zu tun hat? So, wie es in der DDR war? Da gab es keine freie Presse und keinen staatsfernen Rundfunk. Alle berichteten das von der Partei Vorgegebene.

In Kommentaren im Internet schreiben Menschen, die in der DDR gelebt haben, dass die Medien der Berliner Republik sie an die DDR-Medien erinnern.

Ich sträubte mich früher dagegen, wenn es gewieften Kommunisten gelang, ihr System im besseren Licht erscheinen zu lassen, trotz aller Repression, fehlender Meinungsfreiheit, trotz aller Mängel des Wirtschaftssystems und der dogmatischen Ideologie. Sie fanden immer Flecken auf der weißen westdeutschen Weste, ein „Terrorurteil“ der BRD-Justiz gegen einen aufrechten Kommunisten, ein Berufsverbot, die Not der Flaschen sammelnden Alten, Armen und Wohnungssuchenden. Sie stritten Verfehlungen in der DDR gar nicht ab, sondern erfanden oder übertrieben Missetaten des Westens.

Daher fiel es mir bisher schwer, die gelenkten ostdeutschen Zeitungen und das Fernsehen mit der westdeutschen Medienlandschaft gleichzusetzen.

Zwar fiel mir auch auf, dass in der Bewertung der Flüchtlingskrise allein die Willkommenskultur im Mittelpunkt statt. Dass ein Migrationshintergrund bei Straftaten verschwiegen wurde, dass man bei Straftaten gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsheime jahrelang Landkarten mit Fähnchen und lange Tabellen zu sehen bekam, auf denen jede einzelne Tat festgehalten worden war, aber nicht bei Vergewaltigung und Mord durch Asylbewerber. Trump wurde auf Titelbildern mehrerer Zeitungen einhellig als Hitler-Wiedergänger dargestellt. Bei der Berichterstattung über die AfD gaben viele Journalisten ihre Sorgfalt, Ausgewogenheit und Sachlichkeit auf und wurden selbst zu Aktivisten, wie Frau Reschke oder Frau Slomka.

Dasselbe gilt für den menschengemachten Klimawandel, wo eine Einheitsmeinung zur Alleinschuld von CO2 an Vogelsterben, Starkregen, Tsunamis und schmelzendem Grönlandeis vorzuherrschen scheint, über den Nahostkonflikt, wo die Israelis die Störenfriede sind, die immer zuerst schießen.

Der Einfluss von Politikern auf ARD/ZDF ist allerdings lange bekannt. Egal, ob Berichte über einen im ARD-Studio tobenden Minister Gabriel oder am Telefon drohenden Ministerpräsidenten Wulff wahr sind oder nicht.

Mein Glaube an die Unterscheidbarkeit der Medienlandschaft der Bundesrepublik von der ostdeutschen Einheitspresse ist erschüttert.

Ich habe inzwischen Menschen gefragt, die in der DDR gelebt haben und die meiner Einschätzung nach weder rechtsextrem noch DDR-Verteidiger sind. Sie sagen unumwunden, die derzeitige Presse- und TV-Landschaft erinnere sie an die DDR.

AfD-Wähler müssen erzogen werden

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Im Tagesspiegel (TS) karikiert der preisgekrönte Karikaturist Stuttmann einmal nicht die NATO, die USA, Trump oder die Bundeskanzlerin. Heute geht es ihm um die Verrohung der Sprache der neuen SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Andrea Nahles. Geht doch, dachte ich. Es müssen nicht immer deutsche Panzer an Russlands Grenzen sein.

Da fällt mein Blick auf die daneben stehende Rubrik „Logbuch“. Deniz Utlu, Schriftsteller und TS-Mitarbeiter, philosophiert über den Rassismus der Mitte: „…, reden wir über Rassismus. Reden wir über uns.“

„Wir“ sind rassistisch, weil „wir“ antidemokratische Kräfte ins Parlament geschickt hätten. (Er bezieht sich selbst in das „Wir“ ein. Ist das ein literarisches Stilmittel?)

Ich versuche, seine Klischees auseinander zu sortieren. Das ist nicht einfach, weil sprachliche Klarheit gelegentlich fehlt: So mahnt er, mit Adorno „kritische Selbstreflexion“ in der Bundesrepublik „durchzusetzen“. Allerdings nicht als Antwort auf rassistische Ideologien, die es in allen gesellschaftlichen Schichten gäbe. Bisher ging ihm vor allem um „uns“, die Mitte der Gesellschaft, die die antidemokratischen Kräfte ins Parlament geschickt hätte. Wieso „allerdings“? Warum betont er, dass Erziehung zur Selbstreflexion nicht dem Kampf gegen Armut und niedrige Renten widerspricht? Sind „wir“ von der rassistischen Mitte auch noch blöd? Dagegen spricht, dass er sich immer ins „wir“ einbezieht. Im nächsten Satz erklärt er uns den jetzt auf einmal in allen Gesellschaftsschichten vorhandenen Rassismus: „ein hierarchisches – meist unbewusstes – Bewertungssystem zwischen(?) Menschen auf Basis kulturalistischer oder biologistischer Merkmale“

Ich habe nachgesehen: Was biologistisch ist, „erklärt“ eine „Fachstelle Gender und Rechtsextremismus“ der linken Amadeu-Antonio-Stiftung so: Wer denkt, Geschlechterrollen seien genetisch vorgegeben, denkt biologistisch und ist demnach rechtsextrem.

Man müsse in der Mitte der Gesellschaft ansetzen! Jetzt also doch wieder Mitte. Eben waren wir bei „allen gesellschaftlichen Schichten“, jetzt soll die Mitte erzogen, gemeint ist doch eigentlich umerzogen werden. Es gehe nicht um „Sorgen“ der Wähler, die sie zur AfD getrieben haben. Wer keine „Skrupel“ hatte, die AfD zu wählen, muss umerzogen werden!

Die Notwendigkeit „unserer“ Umerziehung belegt er mit Berichten des UNO-Menschenrechtsrates vom strukturellen Rassismus in der deutschen Justiz und Verwaltung gegenüber Afrodeutschen und seiner Kritik am mangelnden Schutz muslimischer Mitbürger*. Mit der Kritik am UNO-Menschenrechtsrat hat sich Herr Utlu nicht beschäftigt. Sonst müsste ihm, der laut Tagesspiegel-Legende weit gereist ist, bekannt sein, dass die Menschenrechtskenner des UN-Rates Menschenrechtsverstöße in 92% ihrer Berichte nur im rassistischen Israel zu erkennen vermögen.

Dass antidemokratische Kräfte schon lange im Bundestag sitzen, hat Herrn Utlu bisher nicht gestört. Kennt er die MdBs Jelpke, Höger, Gehrcke et. al. nicht?

So geht es weiter. Die antidemokratischen Rassisten im Bundestag sind Holocaustleugner, Entsorger, reden von „Volksgemeinschaft“ und „Denkmal der Schande“. Sogar Herr Stuttmann hat erkannt, dass auch Vertreter der demokratischen Kräfte sprachlich entgleisen können. Aber „wir“, die Wähler der Mitte, die sich die falschen Sorgen machen, müssen schleunigst erzogen werden. (Umerziehung lässt sich bei Mao und Pol Pot studieren.)

Ein erster Schritt nach Utlu: die sträfliche Nichtbeachtung des NSU-Prozesses durch „uns“ beenden. (Das Thema hatte er im Juli schon einmal.) Vielleicht war Herr Utlu doch viel im Ausland und hat nicht mitbekommen, dass die NSU-Morde nicht nur in den Nachrichten, sondern auch im Dokumentarfilm, im Fernsehspiel und in zwei Dutzend Büchern beachtet wurden. Die – allerdings linke – Zeit beobachtete in einem täglich aktualisierten Blog das Prozessgeschehen. Zuletzt gab es leise Kritik, ob die lebenslängliche Sicherungsverwahrung für Beate Zschäpe nicht doch ein wenig populistisch überzogen sein könnte. Die – in den Augen des Schriftstellers Utlu – sträfliche Nichtbeachtung soll also weg. Was wäre noch zu tun? Projektwochen in den Schulen, Erwähnung im „Wort zum Sonntag“, eigene Talkshow, Materialhefte der Bundeszentrale für politische Bildung? Fortbildungsseminare für Medienschaffende und Lehrkräfte ab Klasse 5, Erwähnung in Regierungserklärungen?

Nebenbei: Über die linksextreme RAF mit dreimal so vielen Ermordeten gibt es nur 8, nicht 24 Bücher.

Jetzt rächt sich das Verbot der Linksextremisten-Plattform Indymedia. Deren Texte erscheinen nun im Tagesspiegel.

Der Schriftsteller Utlu darf gerne seine Belesenheit (Adorno) und seine Kenntnis des Gender-Deutschen (kulturalistisch, biologistisch, rassistisch) ausstellen, auch seine totalitären Phantasien (erziehen). Vom Tagesspiegel hätte ich mir eine sachkundige Analyse der Gründe des AfD-Wahlerfolgs gewünscht und nicht platten Linkspopulismus.

 

Umfrage: Warum haben Sie die AfD gewählt?

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Die Zeit hat das gefragt und anscheinend keine Antworten gelöscht, wie sie das sonst ausgiebig bei islam- und migrationskritischen Kommentaren tut. Daher aufschlussreicher als das Geschwurbel von Medienaktivisten (hier Elmat Theveßen, ZDF) Politikern und Konzernchefs.

Der Pressemann von Kardinal Woelki

Wer ist schuld am Wahldebakel?

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german-shepherdIm Leitmedium des Schweinejournalismus, der taz, recycelt der Redakteur für besondere Aufgaben, Jan Feddersen, das Narrativ von der faschistoiden westdeutschen Bundesrepublik. Die wäre schuld am Wahlerfolg der AfD. Der Faschismus wäre in Westdeutschland nie wirklich ausgerottet gewesen. „Im Alltagsleben war es damals so: Frauen sind dem Manne untertan, und sie waren es qua Heirat buchstäblich – nicht mehr allein geschäftsfähig, ihre Männer hatten Einspruchsrecht. Kinder waren noch in Schulen und Elternhäusern Gewalt ausgesetzt, buchstäblich (,) nicht nur struktureller. Es wurde geschlagen, geohrfeigt, gepeitscht, gedemütigt.“ Jetzt räche sich die ausgebliebene Bewältigung der Vergangenheit.

Im Freitag des Israel- und USA-Hassers Augstein kopiert ein „Journalist“ das beliebte linke Narrativ „Von Luther zu Hitler: „Es rächt sich, dass die Bundesrepublik Deutschland nie antifaschistisch war, wenn sie ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus zu klären suchte und selten erklären wollte, weshalb sie ab 1949 die NS-Funktionseliten von den Juristen über die Verwaltungsbürokraten bis zu den Militärs ungerührt übernommen hat. Und das in staatstragender Funktion. Ein sich damit identifizierendes deutsch-nationales Milieu war jahrzehntelang in der CDU Adenauers, Kiesingers, Barzels und Kohls zuhause. Es hat nun offenbar in der AfD ein politisches Exil gefunden, um dieser Partei zusammen mit deren Stammwählern in Ostdeutschland Platz 3 zu sichern.“ Gerade noch hat der herumirrende Schreiber die Kurve zu den ostdeutschen AfD-Stammwählern(?) gekriegt.

(zitiert bei Perlentaucher)

Zur faschistoiden BRD und der antifaschistischen DDR

Was ich noch loswerden wollte: Der Justizminister wird nicht mehr Heiko Maas heißen.