Presse

Die Zeit wird mutig und Links-Grün ist entsetzt

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Eine aktuelle Ergänzung zu meinem Posting über die Wochenzeitung Die Zeit sind die Reaktionen auf einen mutigen, kritischen Artikel über die sog. Seenotrettung von NGOs, die vor der lybischen Küste Migranten aus den hochseeuntauglichen Schlauchbooten übernehmen und nach Europa bringen.

Wer seit Jahren die linksgrüne Agenda propagiert, erntet halt jetzt einen Shitstorm.

Was die NZZ darüber schreibt

Mehr zu den umstrittenen Aktionen der „Seenotretter“:

Mittelmeer-Route: Libysche Küstenwache greift fast 1000 Migranten an einem Tag auf

Humanitäre Hilfe: Was sagt das internationale Völkerrecht?

–  Seebrücke-Demos von Bundesregierung und Soros gesponsert?

AfD stellt Strafanzeige gegen mehrere Vereine wegen Einschleusens von Ausländern

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Eine Zeitung interviewt einen politischen Gegner

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Wie Journalisten mit Interviewpartnern umspringen, die sie nicht mögen, kann man im ÖR oft erleben. Opfer der Präpotenz deutscher Vertreter/-innen der Vierten Gewalt war in jüngster Zeit z. B. der österreichische Bundeskanzler, im Deutschlandfunk herrschte der Journalist den israelischen Botschafter an. AfD-Politikern ins Wort zu fallen oder sie nicht ausreden zu lassen, qualifiziert anscheinend für den Grimme-Preis. Zeitungsjournalisten sind da nicht viel besser.

Ein aktuelles Beispiel finde ich heute Morgen (11.7.18) auf Seite 12 der Potsdamer Neuesten Nachrichten, dem regionalen Kopfblatt des Tagespiegels.

Journalist Henri Kramer versteht sich wohl eher als linker, präpotenter Aktivist. Er begrüßt den AfD-Kandidaten für den Posten Oberbürgermeisters so: „Ihre Arbeit im Stadtparlament beschränkt sich auf einige Anfragen, vor allem zur Flüchtlingspolitik. Inhaltliche Vorstöße gab es nur selten…“ Der antwortet, dass er in der aktuellen Wahlperiode über 110 Kleine Anfragen gestellt habe, darunter auch „inhaltliche“. Bei den Anfragen und seiner Tätigkeit in einem Ausschuss sei nicht die Flüchtlingspolitik Schwerpunkt gewesen. Es wäre eben typische Oppositionsarbeit gewesen. Dieses Wort gefällt dem Journalisten so gut, dass er es als Überschrift für das Interview nimmt.

Der Kandidat Dennis Hohloch erzählt, dass die AfD-Repräsentanz im Stadtparlament aus zwei Politneulingen bestünde, die nicht dieselbe Arbeit wie alteingesessene große Fraktionen leisten könnten. Inzwischen gäbe es aber schon ein unterstützendes Team.

Nächste Frage: „Sie kritisierten zuletzt, Potsdam müsse autofreundlicher werden (sic!), auch eine dritte Havelbrücke wollen Sie. Sie wollen also die Potsdamer Kulturlandschaft mit Straßen und Brücken verunstalten?

Der Kandidat macht Ausführungen zum maroden Potsdamer Straßennetz, kritisiert das Konzept der Verkehrsberuhigung und findet nicht, dass die Potsdamer Kulturlandschaft durch eine Brücke entlang einer Bahntrasse verschandelt würde.

Henri Kramer kommt zur dritten Frage: „Der AfD-Fraktionschef hat zuletzt erklärt, Hitler und die Nazis seien nur ein Vogelschiss in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte. Hat er Recht?“

Der AfD-Kandidat: „Ich verstehe beim besten Willen nicht, was diese Aussage mit meiner Kandidatur zum Oberbürgermeister zu tun haben soll. Wenn Frau Nahles Unionspolitikern „in die Fresse“ hauen möchte, fragen Sie Herrn Schubert (SPD-OB-Kandidat) aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht nach seiner Meinung.

Henri Kramer: „Bitte lenken Sie nicht ab.“

Der AfD-Kandidat entgegnet, dass die Potsdamer lieber etwas zu den Potsdamer Problemen hören wollen und keine Geschichtsabhandlungen über zwölf Jahre deutsche Diktatur. Er könne aber gerne in seinen Geschichtsunterricht kommen, wenn ihn seine Einschätzung zum Nationalsozialismus interessiere. (Dennis Hohloch ist Lehrer.)

Zuletzt wird er gefragt, warum er mit der Asylpolitik ein Problem hätte, obwohl die Integration in Potsdam doch in weiten Teilen zu funktionieren scheine.

Dennis Hohloch findet, dass die Stadt für „horrende Summen“ Wohnraum für Flüchtlinge und Asylbewerber anmiete. Untergebracht würden sie vorwiegend in sozial schwächeren Stadtteilen. Nicht nur dort, sondern in ganz Potsdam hätten sie das Stadtbild verändert.

Der Umgang mit Flüchtlingen werde wohl sein Hauptthema im Wahlkampf. fragt der Aktivist. Der Kandidat verneint das. Schwerpunktthemen würden Verkehrspolitik, Stadtwachstum, Potsdams Identität und sozialer Wohnungsbau werden. „Aber danach haben Sie mich im Interview leider nicht gefragt.“

Herr Kramer weist noch auf eine Langform des Interviews auf pnn.de hin. Warum sollte ich die jetzt noch lesen?

 

Wie ein Absolvent des Roten Klosters heute ehemalige DDR-Dissidenten denunziert

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FAZ-Journalist Frank Pergande schrieb einst an der SED-Journalistenschule Rotes Kloster  in Leipzig eine Diplomarbeit über eine Zeitung des Klassenfeindes, die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Das qualifizierte ihn anscheinend, ausgerechnet bei ihr Arbeit zu suchen. Er schrieb bisher fundierte Texte über Politik und Alltag in Norddeutschland, nebenbei auch Krimis und Reiseführer.

Jetzt ist er Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Da empfiehlt er sich mit einem Text über ehemalige DDR-Dissidenten, die er psychisch instabil sieht, weil sie mit AfD oder Pegida sympathisieren.

Pergande war seinerseits in der DDR cleverer. Er hat sich angepasst oder zumindest verstellt. Während er damals der SED in den Hintern kroch, um Journalist werden zu können, denunziert er heute die, die damals aufrecht gingen und sich nicht anpassten, als psychisch gestört, weil sie mit der AfD sympathisieren.

Arnold Vaatz schrieb ihm einen Offenen Brief.

Aus dem Mülleimer des Tagesspiegel

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Vor vier Jahren sang ein Sebastian Leber, angeblich Reporter der Zeitung, ein Loblied auf die Antifa. Es vergingen viele Monate, bevor ein Redakteur Binnenpluralismus in dem linken Blatt herstellen durfte.

Mir fiel Lebers Rechtfertigung der Antifa-Gewalt gerade wieder in die Hände und mir bleibt, wie vor vier Jahren, wieder die Spucke weg, wie dreist hier ein „unbelangbarer“ Journalist die Gewalt der Antifa-Schläger als erlaubt ansieht. Er schreibt sogar naiv: „… jede andere Form von Gewalt ist natürlich nicht tolerierbar.“ Mülleimer anzuzünden oder Bushaltestellen zu demolieren, wäre zwar eine „Dummheit“, aber zu verkraften.

Zur Antifa u. a. hier im Blog:

Sogar die Linkspartei distanziert sich von den Leipziger Antifa-Schlägern

Linke SA?

Antifa-Faschisten, Linke und Grüne blockieren Frauendemo in Berlin

Journalisten: Richter in eigener Sache

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Altpapier

Rainer Grell, AchGut-Autor schreibt über Erfahrungen mit Journalisten in seiner Zeit als leitender Beamter in einer Landesregierung:

Gute Presse, schlechte Presse

Grimm zitiert den Rechtswissenschaftler Dr. Ulrich Vosgerau:

„[Er] beschreibt sehr anschaulich die hilflose Situation des Normalbürgers, der ins Visier der Presse geraten ist: „Real agieren Massenmedien nicht selten als alternative Staatsgewalt oder jedenfalls politische Gewalt ohne durchgreifende verfassungsrechtliche Bindung. Sie unterscheiden zwischen erlaubten und verbotenen Meinungen oder Äußerungen; sie attribuieren Schuld oder Mitschuld; sie klagen öffentlich an, ohne dem Angeklagten irgendeine Möglichkeit zu seiner Verteidigung zu geben; sie sind immer zugleich Streitpartei und Richter in eigener Sache“.

Foto: pixabay

Wie privat twittern ÖR-Journalisten?

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Der Generaldirektor des österreichischen Rundfunks (ORF) erlässt Richtlinien, die seinen Mitarbeitern Grenzen aufzeigen bei ihren Äußerungen in den sozialen Medien. Auch wenn sie sich dort als Privatpersonen äußern, müssen sie berücksichtigen, dass sie Angehörige eines über Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind, deren private politische Meinung beim Publikum nicht so einfach von der Berichterstattung getrennt werden kann. Dadurch werde die Objektivität und Überparteilichkeit des ÖR beeinträchtigt.

 

FAZ-Edelfeder wütet erneut gegen Potsdam

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Claudius Seidl, Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) hat nachgetreten.

Vor nicht ganz einem Jahr hat er, der Genießer teuren französischen Rotweins die Cola-trinkenden provinziellen Potsdamer (so Seidl in jenem Text) dafür niedergemacht, dass sie aus dem Alten Markt einen missglückten Wendehammer gemacht hätten und den „filigranen und eleganten“ Bau der Fachhochschule, für ihn ein Meisterwerk der Ostmoderne, abreißen würden. Genauer: Die „Obrigkeit und die Zugezogenen“, die „Gesinnungspotsdamer“ hätten das bewirkt. (Zitierte Worte aus dem aktuellen Artikel)

Die UnbelangbarenJetzt hat er nachgetreten. Wie er selbst gesteht, war sein damaliges Werk nicht nur auf Zustimmung gestoßen. Claudius Seidl ist der Prototyp des unbelangbaren Journalisten. Die verstehen sich als Schleusenwärter im Nachrichtenstrom. Sie entscheiden, was sie durchlassen. Sie entscheiden,  was der Leser erfahren darf.

In „Besuchen Sie Potsdam, solange es noch steht“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 1.7.18, p 69, holt er zur Totalvernichtung Potsdams aus.

Da geht es nicht mehr nur um das filigrane und elegante Betonmonstrum der Fachhochschule. Des Journalisten Verdikt trifft auch den Ruinenberg, eine Kulissenarchitektur aus antiken Ruinen, die ein Wasserreservoir für die Fontäne im Park Sanssouci verdecken sollte. Anders als romantische Kulissenarchitektur in anderen Fürstenparks wäre diese zu groß geraten und offenbare die Sehnsucht der preußischen Herrscher nach einer Vergangenheit, die sie niemals hatten. Abgerissen wird der Ruinenberg allerdings nicht. Warum er ihn dann erwähnt, wenn es um die Entsorgung der sozialistischen Architekturgeschichte Potsdams geht, wird nicht ersichtlich. Aber immerhin hat er so Gelegenheit, Friedrich den Zweiten als „sogenannten Großen“ zu apostrophieren. Auch das Palais Berberini ist sogenannt, eine „ärmliche Replik“ des prächtigen gleichnamigen Palazzos in Rom.

Dann stößt er auf das DDR-Rechenzentrum, das teilweise auf dem Grundstück der Garnisonkirche steht und durch einen Coup der linken parlamentarischen und außerparlamentarischen Szene jetzt als von der Stadt zu renovierendem Haus für Kunstschaffende den Wiederaufbau der Kirche erschwert. Auch dies angeblich ein Werk der Ostmoderne. Als Kunst am Bau verherrlicht hier ein Mosaik sowjetische Raumfahrt und Militärtechnik. Zu Recht wird dieses Mosaik als Erinnerung an DDR-Kunst und -Architektur erhalten bleiben. Was der Autor verschweigt.

Flaneur Seidl wandert zum Brauhausberg, wo ein durchaus architektonisch anerkennenswertes DDR-Hallenbad abgerissen wird. Es war in die Jahre gekommen. In der Nachbarschaft entstand ein modernes Bad. Es sollte finanziert werden durch die Bebauung des restlichen Brauhausberges mit Wohnhäusern.

Deswegen soll auch das benachbarte Café Minsk abgerissen werden, ein „kantig-elegantes“ Terrassengebäude. Man kann den DDR-Architekten dankbar sein, dass sie den brutalistischen Beton-Baustil der ehemaligen Partnerstadt nur modifiziert übernommen hatten. Dass man in Westdeutschland ähnlich gebaut hat, kann aber doch nicht als Argument für den Erhalt gelten, wie Seidl zu meinen scheint.

Weiter geht es über Neuen Garten, der von „halbeleganten“ Villen des 19. Jahrhunderts gesäumt wird, zum Bertiniweg. Dort verfällt eine Architekturikone der Zwanziger Jahre. Es ist eine Villa im Bauhausstil, zu der sich der Bankier Louis Hagen einen Vorgängerbau umbauen ließ.

In der Weimarer Zeit besaß sie einen gläsernen Aussichtsturm, Dachterrassen, Veranden und Wintergärten, ein Kino. Fahrzeuge wurden mit einem Fahrstuhl nach unten in eine Tiefgarage gebracht! Im Bootshaus lag ein Elektroboot, darüber befand sich die Turnhalle.

In der DDR wurde der Bau für ein volkseigenes Rechenzentrum genutzt, teilweise um- und angebaut. Ein Architekt hatte den heruntergekommenen, zerfallenden Bau gemeinsam mit Freunden erworben. Der Architekturliebhaber erzählt, dass die Restaurierung an den widersprüchlichen Auflagen von Denkmal- und Brandschutz scheiterte. Seine Freunde sind längst ausgestiegen. Eine Renovierung des vom Schwamm befallenen Hauses würde Millionen kosten. Inzwischen hat er den Abriss beantragt. Was das mit dem fehlenden „geschichtsdidaktischen Verständnis“ des Oberbürgermeisters zu tun hat, erklärt der Feuilletonchef nicht.

Zwischendurch wird Claudius Seidl niederträchtig: Auf die Überwindung der SED-Herrschaft könnten die Potsdamer vielleicht zu Recht stolz sein.

Mir bleibt jetzt nur noch, auch gemein zu sein: Ich freue mich über den Auflagenschwund der FAS.

FH-Potsdam Abriss
Foto: GS; Abriss eines „filigranen“ Gebäudes

PLO-Funktionär verflucht Demonstranten in Ramallah

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Der Versuch arabischer Vertreter der Zivilgesellschaft (ein m. E. fragwürdiger, von der FAZ erfundener Begriff) in Gaza und im von der palästinensischen Administration (PA) beherrschten Teil der Westbank, gegen ihre Herrscher zu protestieren, endet immer im Krankenhaus oder im Gefängnis, auch die Erschießung von hamaskritischen Demonstranten kommt vor. Ein PA-Funktionär verfluchte in Hebron Mitte Juni Araber, die in Ramallah für die Aufhebung der Sanktionen demonstrierten, die Abbas gegen Gaza verhängt hat, das von der verfeindeten Hamas beherrscht wird. Abbas bezahlt den Israelis den Strom nicht, den die nach Gaza liefern, er importiert keine Arzneimittel und er bezahlt die PA-Mitarbeiter in Gaza nicht.

Den friedlichen Protest einiger Hundert Demonstranten am 13. Juni in Ramallah ließ Abbas von seiner Polizei gewaltsam beenden.

Eine deutschsprachige Google-Suche fand nur englischsprachige Zeitungs- und Agenturberichte. Einen Link zu einem deutschen Qualitätsmedium fand ich nicht (angeschaut: Treffermeldungen 1-20).

Die taz berichtet einen Tag später – über eine erneute, die 71.(?) Verurteilung Israels durch die UNO.

Bericht in den deutschsprachigen Palästina-Nachrichten

Bericht des Gatestone-Instituts (in Englisch)

Auch einem Amnesty-International-Beobachter wurde übel mitgespielt. Ob das Amnesty Nahost zum Nachdenken über seine israelfeindliche Haltung bringt?

Edelfeder Konstantin Sakkas

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konstantin-sakkas

Er sondert seine Gedanken als freier Mitarbeiter ab, er selbst nennt sich Editor at Large, bei Cicero, Tagesspiegel, Die Zeit, beim Südwestrundfunk, beim Deutschlandfunk und in der Anthroposphenzeitschrift Die Drei.

Der Editor at Large kennt sich nicht nur mit Japanern aus, sondern auch bei der Potsdamer Garnisonkirche, dem Infanterieregiment 9 und den Widerstandsoffizieren vom Juli 1944: alles Ex-Nazis. Widerstand? Eine Mär! In: Frank Bayer (Hrsg.), Die Garnisonkirche braucht niemand. Argumente gegen den Wiederaufbau, erschienen in der „edition ost“ der Eulenspiegel-Verlagsgruppe.

 

Deutschlands Staatsräson und Millionen Steuergelder für die UNRWA

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Die UNO-Sonderbehörde UNRWA verwaltet seit 69 Jahren palästinensische Flüchtlinge. Sie sorgt dafür, dass sie in Lagern im Libanon, in Syrien, im arabischen Palästina(!) versorgt sind. Da der Flüchtlingsstatus vererbt wird, sind aus den ca. 700.000 aus den Kriegen, die die Araber gegen Israel führten zwischen 4 und 7 Millionen geworden. Wie viele von den Israelis wirklich vertrieben wurden und wie viele nur vorübergehend auf Anraten der arabischen Militärs die Wohnungen räumten, ist unklar. Die Mehrheit jedenfalls wurde nicht von den Israelis vertrieben.

Bemühungen um eine Integration der Flüchtlinge gibt es in keinem Staat. Ägypten hat Flüchtlinge vertrieben. In Syrien werden die Flüchtlingslager bombardiert, im Libanon wurden sie von der libanesischen Armee besetzt, weil sich Terroristen dort festgesetzt hatten. In Häusern, die Israel im Westjordanland für Flüchtlinge gebaut hatte, wohnen jetzt PLO-Funktionäre.

So etwas wie die deutsche Willkommenskultur ist unbekannt. Auch die Integration von Millionen aus Ostmitteleuropa Vertriebenen in der Bundesrepublik ist kein Vorbild. Ein Rückkehrrecht dieser Deutschen zu behaupten, gilt als Revanchismus.

Was ich nicht verstehe, ist die Doppelzüngigkeit der deutschen Regierung. Da wird einerseits das Existenzrecht Israels zur deutschen Staatsräson erklärt. Andererseits wird mit Millionen € die UNRWA unterstützt und damit die Nicht-Integration der Flüchtlinge, ihr Flüchtlingsstatus bis zum St.-Nimmerleinstag perpetuiert und der Anspruch auf Vernichtung des Staates Israel unterstützt.

Wie man gleichzeitig von Zwei-Staaten-Lösung reden kann, erschließt sich mir nicht. Die UNRWA wird sich erst dann auflösen, wenn die 4 bis 7 Millionen, und täglich werden es mehr, in ihre „Heimat“, das heutige Israel, „zurückgekehrt“ sein werden. Nämlich dann, wenn es Israel nicht mehr gibt.

Kleinere deutsche Sympathiekundgebungen für die arabischen Palästinenser seien nur am Rande erwähnt: Die Kranzniederlegung unseres Staatsoberhauptes am Grab des Terroristen Arafat oder, dass sich ein Außenminister lieber mit israelfeindlichen NGOs trifft als mit dem Premierminister Israels. Die Sympathie der deutschen Intelligenzblätter für die palästinensische Propaganda gehört auch dazu.

Wie die Bundesregierung ihre Millionenzahlungen an UNRWA verteidigt, steht in der Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der AfD.

Vielleicht spendiert das Außenministerium als Ausgleich ein paar Stolpersteine.

Wohl eine vergebliche Hoffnung. Sie sind noch nicht einmal zu noch weniger Empathie in der Lage.

Fotos aus dem „Freiluftgefängnis“ Gaza (Dunja Hayali, ZDF).

Deutschlands laue Haltung zu den Raketen- und Mörserangriffen aus Gaza.