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Ahnungslos ausgewogen: Patrick Bahners, FAZ

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Jetzt, wo sogar die selten israelfreundliche Süddeutsche Zeitung den Umgang von Arte und WDR mit dem Antisemitismusfilm für unglücklich hält, wird es Zeit für eine Gegenbewegung. An der Spitze der Bewegung steht Patrick Bahners von der FAZ. Er sieht die Meinungsfreiheit gefährdet, wenn man nicht ausgewogen über Hamas und Abbas berichtet und Kritik an Israel weglässt.

So setzt er neue Akzente in der Kritik am Film:

Der Antisemit Abbas (Dissertation lesen, Herr Bahners!) werde mit NSDAP-Streicher verglichen, unausgewogener geht es kaum mehr.

Da übe ein arabischer Student Kritik an den in Gaza Herrschenden. Aber es gäbe im ganzen Film keine Kritik an den in Israel Herrschenden.

Über Israel werde berichtet, dass in den Krankenhäusern auch arabische Palästinenser behandelt würden.

Wie sähe Ausgewogenheit an diesem Punkt aus? Woher soll Herr Bahners auch wissen, dass die Oberschicht von Gaza, darunter die Familien der Hamas-Führer, sich in israelischen Krankenhäusern besser aufgehoben fühlen und dafür auch gerne Bakschisch für die Erlaubnisscheine der arabischen Verwaltung bezahlen.

Vielleicht meint Herr Bahners, dass neben die Aussage des arabischen Studenten die Erklärung eines Hamas-Sprechers über die bedingungslose Achtung von Menschen- und Bürgerrechten in Gaza hätte gezeigt werden müssen, als Zeichen ausgewogener Berichterstattung.

Ich empfand den Film schon als Beitrag zur ausgewogenen Berichterstattung über Nahost. Wo sonst in ARD/ZDF/Deutschlandfunk erfahren wir etwas über Luxushotels und Funktionärsvillen mit eigener Moschee in Gaza? Wo sehen wir eine kritische Berichterstattung über Homophobie im arabischen Palästina, über die Verfolgung kritischer arabischer Journalist*innen und das Zusammenschlagen von Demonstranten durch Hamas-Miliz. Dass seit zehn Jahren  nicht mehr gewählt wird? Petitesse angesichts der israelischen Apartheidspolitik.

Ich würde mir auch einmal eine ausgewogene Berichterstattung wünschen angesichts der ständigen Wiederholung der Rede vom palästinensischen Volk: Seit wann gibt es das? Wem nahmen die Juden 1947 das Land weg? Dem damals existierenden palästinensischen Volk? Wem gehört die Westbank? Wieso spricht ein ö.-r. Reporter von Christen, Arabern und „jüdischen Siedlern“ in Jerusalem? Fände ich die Unterstützung von Patrick Bahners, wenn ich Ausgewogenheit forderte, also eine „Gegen“-Darstellung, dass Jerusalem immer in der Geschichte eine jüdische Stadt war, in der auch Araber und Christen leben, aber keine „jüdischen Siedler“, also Besatzer?

Der FAZ-Journalist sieht die Israel-Lobby am Werk. So bedauert er, dass es Proteste und  Verbotsdrohungen gegen Veranstaltungen wie die Frankfurter Tagung zu 50 Jahren israelischer Besatzungspolitik gekommen ist. Er zählt andere Veranstaltungen auf, die die Israel-Lobby verhindert hätte. Was Bahners unterschlägt: Da tummelte sich in Frankfurt sich alles, was in der antizionistischen, antiimperialistischen, antirassistischen, antikapitalistischen und israelhassenden Szene Rang und Namen hat: Brigitte Groth, Linkspartei, die zu Beginn des Films auf dem evangelischen Kirchentag ein Statement dazu abgeben darf, dass die Israelis mit ihrem Abwasser das Mittelmeer vergiften würden. Oder Prof. Dr. Norman Paech, Linkspartei, dessen Homepage vermuten lässt, dass der Professor außer Hass auf Israel nichts anderes mehr kennt. Oder Inge Günther, „Journalistin“ für Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung, man könnte auch sagen Hamas-Propagandistin. Der Veranstalter – KOPI – wirbt auf seiner Webseite für die Hamas-NGO BDS, die weltweit israelische Waren boykottiert, mit einer „Kaufhauspolizei“ Händler einschüchtert, Künstler am Auftritt in Israel hindert und Israel insgesamt delegitimiert.

Siehe im Blog auch hier!

Den Bahners-Text „Die Angst vor dem A-Wort“, 23.6.17, hat die FAZ bisher nicht online gestellt, dafür aber Texte von Michael Hanfeld und Jörg Altwegg, die sich positiv von diesem unterscheiden.

Die weit verzweigte deutsche Israelhasser-Szene

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Wie gut vernetzt Antizionisten, Israelhasser und Antisemiten in Deutschland sind, sieht man exemplarisch an einem Beitrag von Clemens Heni aus dem Jahr 2010. Er beschreibt den Fall einer unwissenschaftlichen Dissertation von Dr. Tamar Amar-Dahl. Die Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigte die „Wissenschaftlerin“ als  Lehrbeauftragte.

Da kann man nur froh sein, dass in der ö.-r. Szene die Diberders, Buhrows, Reschkes und Schönenborns noch von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet werden.

(via Abseits vom Mainstream)

Leitfaden für linke Israelkritik

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Topaktuell ist der „Leitfaden für linke Israelkritik“ der taz, auf den ich vor fünf Jahren schon einmal hingewiesen hatte. (Doch, in der taz gibt es gelegentlich Lesenswertes.)

TV-Zensur: Armseliger WDR

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Nun haben die TV-Gewaltigen den Dokumentarfilm, den sie verschwinden lassen wollten, zu nachtschlafener Zeit gezeigt. Er stört das in ZDF/ARD verbreitete Bild vom europäischen Antisemitismus und der israelischen Alleinschuld am Zustand der arabischen Autonomiegebiete in Palästina.

Was heißt „gezeigt“? Die unbelangbaren Damen und Herren der deutschen TV-Grundversorgung haben in einer Endlosschleife im Bild den Hinweis laufen lassen: „Notwendige Richtigstellung auf faktencheck.wdr.de“ (oder so ähnlich. Das war nicht genug. Eingeblendet wurden auch Antworten von NGOS auf die Frage, ob sie denn Terroristen unterstützen oder den Holocaust leugnen. Was die dann dem WDR aufrichtig beantwortet haben.

Immerhin nicht verlangt haben sie, dass diejenigen Gaza-Bewohner/-innen, die sich kritisch über die dort herrschende Hamas geäußert haben, dem WDR Namen und Adresse bekannt geben.

Der WDR gibt dem Wort „Faktencheck“ eine neue Bedeutung: Beim WDR verschickt man Faxe, fragt darin: „Waren Sie es?“ und blendet die Antwort als notwendige Richtigstellung in den Dokumentarfilm ein.

Der Gesamtaussage des Films haben diese paar „Richtigstellungen“ nicht geschadet.

Ob Frau Maischberger ihren Auftrag erfüllt hat, den Film von Sophie Hafner und Joachim Schröder endgültig platt zu machen, weiß ich zurzeit noch nicht. Gestern Nacht musste ich schlafen, weil mir heute eine anstrengende Autofahrt bevorstand.

Von Blüm sind ja wohl, wie bisher jedes Mal, nur Rühr-mich-Geschichten über die armen, traumatisierten Araber Palästinas zu erwarten.

Warum die Unbelangbaren des WDR monatelang nicht mit den beiden Filmemachern über etwaige handwerkliche Fehler geredet haben, sondern gleich die Zensur wollten, das aufzuklären, wäre eines Faktenchecks wert. Warum saßen die eigentlich nicht bei Maischberger dabei?

Siehe auch u. a. hier

Nachtrag: Der WDR dokumentiert die Fragen, die Wochen nach der Freigabe durch die zuständige WDR-Redakteurin mit dreitägiger Frist zur Beantwortung den Filmemachern gestellt wurden und natürlich deren Beantwortung.

Damit können die Filmemacher m. E. leben.

Schlimm finde ich, dass die Damen und Herren, die und Beitragszahler angeblich kompetent über das Zeitgeschehen informieren wollen, in Nahost aber auch nicht die geringste Ahnung haben. sonst hätten sie nicht so überrascht nach Informationen gefragt, die interessierten Zeitgenossen, vor allem TV-Journalisten, geläufig sein müssten.

Vor allem den ZDF- und ARD- Nahost Korrespondenten, z. B. Markus Rosch, sollten die Antworten als Lehrmaterial zugänglich gemacht werden. Ich erwarte, dass unter zukünftigen Beiträgen des Experten Rosch auf Faktencheck-Links und notwendige Richtigstellungen verwiesen wird.

Es bestätigt sich wieder: Die ö.-r.-Sender haben ein einseitiges, israelfeindliches Bild vom Nahen Osten.

Ich habe es schon in einem der früheren Beiträge zu diesem Zensurfall gesagt: Aber auch gar nichts war in diesem Film für mich neu!

Nachträge:

Man kann auch den „Faktencheck“ des WDR einem Faktencheck unterziehen. (vorsicht: pro-israelisch!)

bild.de zeigt, wie Faktencheck geht! Schon zum zweiten Mal zeigt Bild dem Westdeutschen Rundfunk WDR, wie man es richtig macht. Auf bild.de werden die antiisraelischen NGOs und ihre deutschen Finanzquellen offen gelegt.

Was unseren Bundesaußenminister Gabriel bewogen hat, ausgerechnet zwei der schlimmsten NGOS zu besuchen – BDS und BtS -, bleibt weiterhin sein Geheimnis. Allerdings trampelt sein Sprecher weiterhin auf Israels Regierung herum. Tel Aviv hat beschlossen, dass NGOs, die mehr als die Hälfte ihres Geldes aus dem Ausland bekommen, dies offenlegen müssen. Das ist verständlich, da einige NGOS Terroristen unterstützen. Trotzdem und anders als in Russland oder China werden die NGOs aber nicht verboten. Dennoch vergleicht der AA-Sprecher Israel mit China, Russland und Ungarn.

Die Selbstentleibung des WDR

Joachim Schröder kündigt Faktencheck des WDR-Faktenchecks an

 

Und schon wieder ein Nazi entdeckt

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Der ndr kopierte jetzt WDR und Arte und gebar seinen eigenen Zensurfall: Die Anstalt veröffentlicht eine Liste der „Sachbücher des Monats“. Eine Jury von Journalisten vom Deutschlandradio über FAZ, Der Zeit bis  Spiegel und Wissenschaftlern stellt sie zusammen.In der aktuellen Liste hat der in der Jury sitzende Spiegel-Journalist dem Buch „Finis Germania“ des verstorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle auf Platz 9 verholfen.

Sieferle hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht mit Kritik an der Islamisierung Europas, an den Folgen einer Einwanderung, die das Konzept Multikulturalismus und nicht Integration verfolgt. Er befürchtet den Kollaps des Sozialstaates unter der Belastung der Alimentierung von Millionen Migranten.

Als ob das nicht schon genügte, um in ihm einen Rechtsextremisten zu sehen, wollen Journalist*innen in seinem neuen Buch gelesen haben, dass er vom Mythos Auschwitz spreche. Das ist natürlich ein Todesurteil für den, der den Holocaust leugnet.

Ich habe mich anfänglich gar nicht mit dem angeblichen Skandal befassen wollen. Zu oft jagt die grünlinke Medienelite von TV und Presse Rechtsextremisten, die ihnen von Antifa, Trotzkisten, Genderisten ans Messer geliefert werden. Man muss dann das entsprechende Buch gar nicht mal selbst lesen, man schreibt voneinander ab. Das hat mir einmal eine grüne Bundestagsabgeordnete schriftlich gegeben.

Bei Sieferle scheint es auch so gelaufen zu sein. Prof. Sieferle zweifelt keineswegs am Holocaust. Er kritisiert mit dem Mythos Auschwitz, dass er in Deutschland so dominant geworden ist, dass es nichts gibt, für das der Mythos nicht Maßstab geworden sei. Auch in Fragen der Migration. Entweder Willkommenskultur oder Wiederkehr von Auschwitz. Zwischen diesen Polen bewegt sich die Diskussion und werde dem staunenden europäischen Publikum aufgezwungen. Der entlastende Effekt: die Deutschen haben zwar beim Bösen über die Stränge geschlagen, jetzt aber wären sie die führenden Guten.

Irgendwie haftete der Name Sieferle in meinem Gedächtnis. Ein Blick in meine Kindle-E-Book-Liste brachte mich auf die Spur. Ich hatte sein Buch „Dass Migrationsproblem. Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung“ gelesen und fand es hervorragend.

Neues von den Schweinejournalisten

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Die taz hat wieder einmal gezeigt, woher sie ihre Qualitätsmaßstäbe bezieht: aus der Jauchegrube.

taz Tod Kohls

Immerhin: der Chefredakteur entschuldigt sich.

Was hat der CO2-Ausstoß in Stuttgart mit dem Untergang von Kiribati zu tun?

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Ein Dauerbrenner wird gerade (wieder) die Nachricht von den untergehenden Marschall-Inseln im Südpazifik. Die ARD wiederholte letzte Woche eine entsprechende Dokumentation. Das Berliner Regionalblatt Tagesspiegel berichtet heute vom Besuch der Präsidentin der Marshall-inseln in Brüssel. Sie will Gelder von der EU, weil die von den EU-Staaten verursachte Erderwärmung zur Überschwemmung ihrer Heimat führen würde. Ich wünschte mir von den Medien, für die ich Rundfunksteuer und Abonnementgebühren bezahle, dass sie mich umfassend informieren und nicht einseitig. Wenn es ins Weltbild der Journalisten passt schreiben sie „umstritten“, etwa der umstrittene Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Noch nie aber habe ich gelesen: die umstrittene Behauptung vom menschengemachten Klimawandel oder die umstrittene Behauptung von der wachsenden Altersarmut.

Christian Vooren nimmt den Besuch der Präsidentin zum Anlass, gleich weitere Forderungen anzumelden: Anerkennung der Inselbewohner als Umweltgeflüchtete bzw. noch zu Fliehende.

Also muss ich selbst herausfinden, ob Bayerischer Rundfunk und Tagesspiegel Fake-News verbreiten. Deren Faktenfinder sind wohl ausgeschwärmt, um Rechtspopulisten aufzuspüren.

Die Wissenschaftler des unabhängigen EIKE-Instituts haben sich die Mühe gemacht, die Aussagen des Films des Bayerischen Rundfunks mit Klimadaten zu vergleichen. Da sieht das mit der Überschwemmung in spätestens 30 Jahren etwas anders aus.

Bei Arte würde man sagen die Dokumentation wäre unausgewogen, handwerklich schlecht, verstieße gegen Qualitätsmaßstäbe.

Nachdem ich das geschrieben habe, lese ich weiter, dass eine ARD-Mitarbeiterin einem EIKE-Wissenschaftler auf eine Mail mit detailliert aufgeführten Fakes erklärt: Die Sendung entspricht unseren Qualitätsmaßstäben.

Der Reporter interviewt Einheimische. Die haben alle das Narrativ von den Europäern, die ihre Inseln unter Wasser setzen, drauf. Dass die Korallenriffe nicht absterben, dass es Wirbelstürme, Regen und Überschwemmungen seit Jahrtausenden gibt, was ficht es den Filmemacher an. Auch die Redakteurin, die den Film abgnommen hat, erkannte keine unsaubere Arbeit. Eine im Film gezeigte Sturmflut vor 12 Jahren war Folge eines Zusamentreffens regionaler Wetterereignisse, sie ist nicht regelmäßig oder gar zunehmend wiederkehrend. Die gezeigte Überflutung einer Lagune war von Menschen verursacht. Warum seit ewigen Zeiten in Kiribati Hütten auf Stelzen gebaut werden, wurde im Film nicht geklärt.

In den EIKE-Beitrag wurde ein Leserkommentar vom Blog Donner + Doria im Dezember 2012 zum Thema untergehende Inseln aufgenommen:
„… Ich kenne mich auf den Inseln von Kiribati sehr gut aus und habe unter anderem das ganze Jahr 2011 auf Tarawa verbracht. Vorher bereiste ich binnen drei Jahren auch die Inseln Makin, Beru und Nonouti in der Gilbertgruppe. Es geht den I-Kiribati (so nennt sich der Volksstamm selbst) nur und ausschließlich um Geld. Sie haben im neunzehnten Jahrhundert ihre kulturelle Identität durch die christliche Missionierung verloren und leben nun nach den kruden Moralvorstellungen der Missionare. Dadurch (und durch andere Faktoren, wie z.B. eine völlig unzureichende Bildung) sind die westlichen Industrienationen der Buhmann und der Geldesel. Die Insel Nonouti wird seit Jahrhunderten alle fünf bis zehn Jahre einmal überspült. Wenn dann aber der Chiefcounsiler (Inselhauptmann) ein Fernsehteam der BBC einlädt, das mit ernsten Mienen die Folgen der Klimaerwärmung just zum Zeitpunkt der höchsten Flut dreht, dann geht es dem Chief schlicht nur darum, soviel Geld wie möglich im Ausland locker zu machen durch diese Berichterstattung. Ich habe es selbst erlebt und das Feixen des Chief noch gut vor Augen…“

Warum die untergehenden Südsee-Inseln so viel mediale Aufmerksamkeit bekommt, liegt wohl auch daran, dass Umweltministerin Hendricks und Umwelt-NGOs dafür sorgen, dass Geldmittel in die Südsee fließen.

Die EIKE-Tabellen zu lesen, ist mühsam, aber es gibt auch zusammenfassende Texte. Weitere Links hier.

bild.de zeigt, was Arte verhindert

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Der Film von Hafner und Schröder, selbst wenn er der handwerklich schlechteste aller Zeiten wäre, bringt das über Jahre aufgebaute Lügengebäude der meisten Medien über die wirklichen Ursachen des europäischen Hasses auf Israel und die Ursachen des ungelösten Konflikts zwischen Arabern und Juden jedenfalls mühelos zum Einsturz: Diese Ursache ist der neue, alte, ewige, unveränderliche Antisemitismus in Europa, der den neuen, alten, ewigen, unveränderlichen Antisemitismus in der islamischen Welt nur zu gern füttert.

Update: Den Film „Auserwählt und Ausgegrenzt. Antisemitismus in Europa“ gibt es auf Youtube!

 

Jetzt konnte man für ein paar Stunden auf bild.de sehen, warum Herr Diberder den Film nicht zeigen wollte.

Der Antisemitismus-Film beginnt mit der Abbas-Rede über die israelischen Brunnenvergifter im EU-Parlament, die Kanzlerkandidat Schulz für inspirierend hielt.

Er zeigt (in Berlin), dass junge und alte Rechts- und Linksetremisten, Marxisten, Palästinenser*innen, Antiimperialisten, Antirassisten gemeinsam an die jüdische Weltverschwörung glauben.

Die Filmemacher handeln konsequent, wenn sie nach Nahost gehen. Wie kann man Antisemitismus in Europa von der Geschichte und Gegenwart Palästinas trennen? Millionen arabischer Einwanderer bringen ihren Judenhass mit. Deutsche Gutmenschen solidarisieren sich mit den armen, unterdrückten Arabern in Palästina.

Der Antisemitismus der Nazis ist von gestern.

Ca. 1.000 NGOs sitzen laut Spiegel in Ramallah, ca. 400 in Israel. Sie erhalten ca. 100 Millionen € aus Europa, von Regierungen, von der EU, von Brot für die Welt und Pax Christi, und arbeiten in Nahost und Europa gegen Israel. Außenminister Gabriel hat sich unbedingt mit Vertretern einer der schlimmsten Aktivist*innen-Gruppe, B’Tselem, treffen müssen.

Alles in allem: Wer es wissen will, weiß schon alles, was hier gezeigt wird. Nur für unsere Medienelite bei Arte, ARD und ZDF scheint das alles neu zu sein.

Nur wer sein Israelbild von den Todenhöfers, Hayalis, den Jakob Augsteins, den Antisemit*innen in der Linkspartei, der taz, der Israel-Korrespondentin des ZDF und dem Israel-Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks bezieht, dürfte überrascht sein.

Dass Juden Frankreich verlassen, wird verständlich, wenn man die Hassgesänge der arabischen Rapper hört. Von den Morden an französischen Juden, von den Überfällen auf sie, den brenenden Synagogen ganz zu schweigen.

Der Film sticht in ein Wespennest. Das sollte verhindert werden.

Wer sich ein halbes Jahr nach Abnahme des Films durch die federführende WDR-Redakteurin, die einmal in leitender Position in Straßburg gearbeitet hat, ethische Grundsätze von Arte verletzt sieht, Qualitätsmaßstäbe des WDR vermisst und handwerkliche Fehler festzustellen glaubt, ist unglaubwürdig.

„Der Film von Hafner und Schröder, selbst wenn er der handwerklich schlechteste aller Zeiten wäre, bringt das über Jahre aufgebaute Lügengebäude der meisten Medien über die wirklichen Ursachen des europäischen Hasses auf Israel und die Ursachen des ungelösten Konflikts zwischen Arabern und Juden jedenfalls mühelos zum Einsturz: Diese Ursache ist der neue, alte, ewige, unveränderliche Antisemitismus in Europa, der den neuen, alten, ewigen, unveränderlichen Antisemitismus in der islamischen Welt nur zu gern füttert.“ Roger Letsch, Unbesorgt.de

„Dieses Vorgehen ( = den Film nicht zeigen, dann doch zeigen unter dem Blickwinkel, was alles handwerklich schlecht ist) müsste … zu einem Aufstand all jener führen, denen etwas an kritischen Medien liegt, vom Deutschen Journalisten-Verband über die IG Medien und diverse Vereinigungen freier Journalisten bis in die Medienredaktionen insbesondere in den öffentlich-rechtlichen Programmen. Doch von den Hütern des Journalismus hört man wenig und in Redaktionen von „Zapp“ bis Deutschlandfunk wurde bereits auf Angriffsmodus umgeschaltet – gegen die freien Kollegen Sophie Hafner und Joachim Schroeder, gegen BILD, für die eigenen Chefs.“ Salonkolumnisten

Kindgerechte Sprache: Scheißelabern

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Nun wird Frau Schwesig Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Da ist sie dem Objekt ihrer Zuneigung, den DDR-Kitas, virtuell näher. Kann man von Ministerin Barley erhoffen, dass sie nicht mehr so freigebig Millionen € in  Beschäftigungsprogramme für Werber, Nachwuchslinke, Journalisten, PR-, Kommunikations- und Medien-BAs steckt? (30 Mio € für Bündnisse gegen Rechts: Demokratie leben!, Amadeu-Antonio-Stiftung; Letztere hätte gerne 70 Mio gesehen.)

Und so bekämpft das Bundesministerium auf Twitter den Rechtsextremismus:

DoppelEinhorn

 

Neues von den öff.-rechtl. Zensoren

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Inzwischen haben auch die grünlinken Mainstreammedien und die FAZ den Skandal um die verweigerte Ausstrahlung des Antisemitismusfilms „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner durch arte und WDR aufgegriffen. Nachdem der Zentralrat der Juden protestiert hat.

Dass der Programmdirektor Le Diberder des französisch-deutschen Senders kein Öl ins islamistische Feuer in Frankreich gießen will, mag nachvollziehbar sein. Dass die deutschen Demokratieabgabezahler sein hohes Gehalt mitfinanzieren und der WDR strammsteht, weniger.

Der Film wäre nicht ergebnisoffen, wird von den unbelangbaren Direktoren und Abteilungsleitern in Straßburg und Köln gesagt. Wie muss man sich das vorstellen? Ein ergebnisoffener Film über Antisemitismus? Ich höre das auch von DDR-Forscher*innen. Am besten man addiert die Pros und Contras der SED-Diktatur bzw. des Antisemitismus, so dass die Zuschauer sich dann ihr Narrativ heraussuchen.

Was wurde vereinbart, wenn den Filmemachern jetzt vorgeworfen wird, sie wären von der Vereinbarung abgewichen? Ich stelle mir vor, es wird eine Dokumentation zu einem Thema gemacht und heraus kommt etwas, woran man am Anfang gar nicht gedacht hat.

Es sieht nach etwas anderem aus: Wer den Film sehen konnte, sagt, dass man Bilder aus Gaza sieht, die man von den ARD- und ZDF-Resident*innen in Israel bisher nicht gesehen hätte. Das von unseren Medien gepflegte Bild vom „Freiluftgefängnis“ Gaza (Dunja Hayali) wird wohl etwas erschüttert.

(Gleich noch eine Kostprobe von der Art der Berichterstattung des Markus Rosch, Bayerischer Rundfunk: „In Jerusalem leben jüdische Siedler, Christen und Muslime auf engstem Raum“. Jüdische Siedler, nicht etwa Juden!; nochmal der Link zur Zusammenstellung der spezifischen Art der Israel-Berichterstattung im ö-r. TV.

Haben die Damen und Herren des ö.-r. TV erwartet, man liefert ihnen ein paar Bilder und O-Töne von Pegida-, NPD- und AfD-Nazis? Wäre der Film dann gesendet worden?

Jetzt legt der WDR, der die Herstellung ein Jahr begleitet hat, nach: Der Film wäre handwerklich schlecht und werde den Qualitätsmaßstäben des Fernsehens nicht gerecht. Die Filmemacher müssen kurzfristig Quellen für ihre Aussage vorlegen, dass europäische Hilfsgelder für terroristische Zwecke ausgegeben werden. Eine WDR-Redakteurin, die auch schon Arte-Chefredakteurin war, hatte den Film vor knapp einem halben Jahr abgenommen!

Keine Probleme hatte der WDR dagegen bei der Ausstrahlung eines Films, bei dem dem niederländischen Rechtspopulisten Wilders dubiose israelische Verbindungen unterstellt wurden. Letztlich sollen es die Juden gewesen sein, die Wilders zu seinem antiislamischen Kurs bewegt hätten. Welche Qualitätsmaßstäbe wurden da angelegt? (Das wurde ein klein wenig korrigiert, als der Film in der Mediathek stand.)

Le Diberder fühlt sich tief betroffen von den Vorwürfen in den sozialen Medien. Er zeigt lieber einen Film über Israels Besatzungsregime. Dieser Film ist so fehlerhaft und manipulativ, dass ich ihm seine tiefe Betroffenheit nicht abnehme. Er ist einer der hoch bezahlten Unbelangbaren, die nervös werden, weil ihre „Qualitätsmaßstäbe“ nicht mehr kritiklos hingenommen werden.

Ob er noch alle Tassen im Schrank habe, hätte ich jeden gefragt, der mir noch vor zehn Jahr prophezeit hätte, dass 2017 wieder ein Programmdirektor die Ausstrahlung einer seriös recherchierten Dokumentation verweigern könnte, weil sie sich nicht in die „editoriale Linie einfüge“. Mindestens hätte ich dem Unkenrufer entgegen gehalten, dass die Chefs kooperierender Anstalten dem Durchgeknallten in den Arm fallen würden.“ (Thomas Rietzschel auf AchGut)