Linkspartei

31 Mio aus SED-Vermögen an Brandenburg

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Nach jahrelangem Rechtsstreit konnten jetzt wieder 185 Mio € aus im Ausland verstecktem „SED-Vermögen“ sichergestellt werden. Davon kommen dem Land Brandenburg 31 Mio zugute. Der sozialistische Finanzminister will sie vorrangig in die Breitbandverkabelung stecken.

Es wäre ja auch überraschend gewesen, wenn das SED-Geld für die von der SED Verfolgten genutzt worden wäre, für die Verstärkung der psychologischen Betreuung und für die Gedenkstätten. Oder für Literatur über die DDR für die Schulbibliotheken Brandenburgs. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wie der Berliner Bezirk Lichtenberg DDR-Vergangenheit bewältigt

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Im Berliner Bezirk Lichtenberg regiert die Linkspartei. Gesine Lötzsch, die gerne Wege zum Kommunismus sucht, hat hier ihren Wahlkreis. Zu den Einwohnern zählen die SED-Mitglieder, die im Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen und im MfS die DDR gegen den Imperialismus verteidigten. Das Gefängnisareal, auf keiner Karte markiert, war ein (gesperrter) Stadtteil im Stadtteil. Dann war da noch das Ministerium für Staatssicherheit.  Auch die sowjetische Besatzungsmacht hatte hier ihre einschlägigen Einrichtungen.

Nicht zuletzt diese Heerscharen an ehemaligen Bediensteten sichern den SED-Nachfolgern bis heute hohe Wahlergebnisse im Bezirk.

Während es früher schon einmal vorkam, dass Hinweisschilder auf die Gedenkstätte Hohenschönhausen im Stadtteil abmontiert wurden, geht man heute geschickter vor.

via Twitter @earlybird90

 

Nachhutgefecht um Lenindenkmal

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Eine bis vor 13 Jahren vor dem ehemaligen sowjetischen „Haus der Offiziere“ an der Hegelallee stehende Leninstatue wurde vom Grundstückserwerber abgeräumt und in den Garten seines Vaters in Westdeutschland entsorgt. Die Statue steht aber weiterhin in der Landesliste zu schützender Denkmäler.

Die Fraktion der linksextremen Partei Die Andere will, dass sie wieder in Potsdam aufgestellt wird. Eine bürgerliche Fraktion will, dass sie aus der Landesdenkmalliste gestrichen wird. Das verweigert der Landesdenkmalschützer. Die Sozialisten von der Linkspartei üben sich in „Ausgewogenheit“: Fraktionsmitglied Michel Berlin verweist auf Denkmäler für absolutistische Preußenkönige. Bei Lenin legte man andere Maßstäbe an.

Da rächt sich wieder einmal der unzureichende Brandenburger Geschichtsunterricht. Dass Lenin 1917 das erste sowjetische Konzentrationslager eröffnete, tausende Popen und die Zarenfamilie umbringen ließ, sofort die berüchtigte Geheimpolizei Tscheka einrichtete und sich selbst, nach Eliminierung aller sozialistischen und sogar bolschewistischen Fraktionen einen Unfehlbarkeitsstatus in der bolschewistischen Partei verschaffte, von solchen Petitessen hat der Potsdamer Stadtverordnete nie etwas erfahren. Der durch den Putsch der Bolschewisten ausgelöste fast fünjährige Bürgerkrieg forderte Hunderttausende Opfer, zum Teil durch die willkürlichen Tötungen der Tscheka. Es gab sogar innerhalb der Bolschewisten Kritik an den exzessiven Tötungen. Lenin tat das als „Spießergerede“ ab. (FAZ v. 6.11.17, p 6, „Lenins Verachtung für das Spießergerede, von Prof. Dr. Manfred Hildermeier)

Wie Unbekannte eine Leninbüste im Potsdamer Stadtpark aufstellten. (Gepostet 2010 in meinem ehemaligen Blog „Basedow1764“)

PNN/Tagesspiegel zu der neuerlichen Debatte über die Leninstatue

MAZ mit Denkmalfoto und Einblick in die Debatte zwischen Leninfans und -gegnern

Unter dem Pflaster liegt der Stein

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Dr. Bartsch, den Doktor hat er in Moskau gemacht, fordert einen differenzierten Blick auf die Oktoberrevolution. Wie ideologisch deformiert muss man sein, um über Lenins Gewaltorgie, mit KZs und rotem Terror kein Wort zu verlieren.

via Twitter von Hubertus Knabe:

Bartsch über Oktoberrevolution

Oft zeigt sich, wie dünn der demokratische Firnis bei Linksparteimitgliedern ist. Das konnte ich beobachten bei der Enquetekommission des brandenburgischen Landtages, der ein sozialistischer Abgeordneter vorwarf, die DDR zu delegitimieren. Als ob das noch nötig gewesen wäre. Eine Linksparteivorsitzende sucht Wege zum Kommunismus und lädt dazu eine ehemalige RAF-Terroristin auf ein Podium ein. Nun weiß man von den Linksaußen der Linkspartei, die den Genossen in Kuba und Venezuela zujubeln, einen ehemaligen RAF-Killer als Bundestagsassistenten einstellen und zusammen mit antijüdischen Aktivisten ihren Fraktionsvorsitzenden in die Herrentoilette des Bundestages jagen. Aber auch die ostdeutschen Genossen, die als Realos und gemäßigt gelten, erinnern sich spätestens bei kommunistischen Gedenktagen an ihre ideologischen Wurzeln. So etwa Dr. Gysi und Dr. Bartsch, die das Gute in der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution sehen und Gysi insbesondere sich einen neuen Versuch wünscht. Wobei sie wohlweislich offenlassen und auch in Talkshows nicht danach gefragt werden, ob der Erfolg sich dann einstellt, wenn man noch mehr Gewalt anwendet und noch mehr Menschen umbringt.

In der guten, alten Fernsehzeit hat Günter Gaus den noch heute verehrten Rudi Dutschke 1967 dazu gebracht zu sagen, dass auch er Gewalt anwenden würde, um der Revolution zum Sieg zu verhelfen.

Ein anderer Blick auf die Oktoberrevolution in der Basler Zeitung

Bundeszentrale f. pol. Bildung dreht vollends durch: Sturm auf den Reichstag

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Es reicht nicht, dass diese Bundesbehörde Kritik am Genderwahn für rechtspopulistisch erklären lässt und ihr Präsident das Narrativ der kolonialistischen Aneignung ostdeutscher Richterstellen durch Westdeutsche fortschreibt. Jetzt unterstützt diese Einrichtung auch die Wiederholung des Sturms auf das Winterpalais. Was soll gestürmt werden? Das Petrersburger Winterpalais als Originalschauplatz läge nahe. Aber das trauen sie sich nicht. Sie stürmen den Reichstag in Berlin, den Sitz des Bundestages. Warum ausgerechnet das Parlament und nicht wie in Petersburg  den Sitz der Regierung? Sie kennen wahrscheinlich den Unterschied nicht. Der Bundestag ist für das von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützte Künstlervölkchen ein Hort von Unterdrückung und Ausbeutung.

Linke, voran die Linkspartei, auch die taz und das Land Berlin, unterstützen dieses Happening ebenfalls:

„Genau hundert Jahre nach dem legendären „Sturm auf den Winterpalast“ soll das neu gewählte deutsche Parlament symbolisch herausgefordert werden: Was sind die Forderungen des globalen Dritten Standes? Wer fehlt im Gebäude des Reichstags, in dem seit 1999 das deutsche Parlament internationale Politik macht? Vor dem Reichstagsgebäude erfolgt ein Reenactment des historischen Sturms auf den St. Petersburger Winterpalast von 1917: eines der wirkmächtigsten Bilder der Menschheitsgeschichte, das am Ursprung der größten Revolution der Moderne steht. Stürmen wir gemeinsam auf den Reichstag! Schaffen wir ein neues, zukunftsweisendes Symbol für globale Demokratie und internationale Solidarität im 21. Jahrhundert!…

SIE NENNEN ES DEMOKRATIE –WIR NENNEN ES AUSBEUTUNG!

Gerade wurde das deutsche Parlament gewählt. Aber nicht einmal ein Bruchteil der von der deutschen Politik Betroffenen sind im Bundestag vertreten. Auch im Zeitalter von Massenmigration und Klimawandel wird globale Politik von nationalen Lobbys gemacht – und überall dort verhindert, wo sie deren Interessen zuwiderläuft. Indem die AfD zur dritten politischen Kraft in Deutschland geworden ist, wurden die nationalen Kräfte im Bundestag sogar noch einmal klar gestärkt. Aber ein nationales Parlament, das seine Interessen global durchsetzt, ist kein Ort der Demokratie. Es ist ein Instrument der Herrschaft und der Ausbeutung.“

Der Reichstagssturm am 7.11. 17 hatte durchaus Ähnlichkeiten mit dem Sturm auf das Winterpalais. Der war keine große Revolution, wie sie Sergej Eisenstein als Film-Fake dargestellt hat, sondern der Putsch einer Kompanie bolschewistischer Miliz. So war die Schau des notorischen Künstler-Aktivisten Milo Rau ein Sturm im Wasserglas mit einer Handvoll Aktivisten und nicht das Ende der Berliner Republik. Dem wäre nicht viel hinzuzufügen, wenn es nicht die Claqueure und Sponsoren aus Regierungskreisen gäbe, die diesen Unfug gutheißen und hinterher Millionen Euro locker machen, um Menschen, die diesen Firlefanz satt haben, zu bekämpfen, weil sie AfD wählen.“  Link

Berlin scheint besonders attraktiv zu sein für Salonkommunisten und  Aktionskünstler*Innen. Die Zahl von Kongressen, Festivals, Demonstrationen und Happenings, in denen liberale Demokratie und Rechtsstaat verhöhnt werden, ist nicht gerade klein. Die Kreativschaffenden und linksalternativen Politprofis wissen, dass in Berlin das Geld auf der Straße liegt. Der Senat von Berlin und Teile der Bundesregierung unterstützen bis jetzt jeden linken Unfug.

Als nächstes Event konnte doch ein „Reenactment“, so nennen die Aktivisten ihr Projekt, der Hinrichtung Ludwigs des XVI. sein. Natürlich in Berlin. Man könnte eine Volksbefragung durchführen…

 

Wer recherchiert die Rechercheure?

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Der phänomenale „Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung“ hat wieder zugeschlagen: die Paradise Papers.

Wieder wurde nicht eigentlich recherchiert, sondern „ausgewertet“.

  • Wieder bleibt man auf sicherem Terrain: Die Reichen, die großen Konzerne, die da oben.
  • Warum eigentlich nicht einmal die Mafia in Ostdeutschland? Warum haben sie nicht den Diesel- oder den FIFA-Skandal aufgedeckt? Warum haben sie nicht die Auslassungen und Fälschungen von Messdaten in den IPCC-Berichten herausbekommen? Angucken, was auf einer geklauten Daten-CD steht, ist halt einfacher.
  • Wieder bitten Behörden bisher vergeblich darum, ihnen doch Einsicht zu gewähren. Die SZ gab am 4. April 2016 einen dpa-Bericht weiter, in dem es hieß,  dass die SZ die brisanten Daten der „Panama Papers“ nicht den ermittelnden Behörden übergeben wolle. Das Bundeskriminalamt hat später einen Datensatz für 5 Mio € gekauft. Von wem, sagen sie nicht. „Investigator“ Philipp Eckstein vom NDR sieht sich nicht als „verlängerter Arm“ der Behörden und will deren „Begehrlichkeiten“ nicht befriedigen, weil man seine Quellen schützen müsse. Auch die Paradise Papers will die SZ nicht den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellen. Das internationale Konsortium hat die Rohdaten inzwischen öffentlich gemacht. Nachdem die SZ wochenlang Namen „enthüllte“, ist  bisher vor allem Nico Rosberg als belastbarer Übeltäter übriggeblieben. Wobei er, so der Vorwurf, gegen Richtlinien seines Arbeitgebers Mercedes verstoßen haben soll.

 

Die Neue Zürcher Zeitung beschreibt, warum in einer globalen Handels- und Finanzwelt Offshore-Bankplätze Sinn machen und nicht alle kriminell sind.

Sie erinnert auch daran, dass in den 11 Millionen Daten der Panama-Papers nicht viel Kriminelles übrig geblieben ist. Jetzt bemitleiden sich die Journalisten, dass sie sogar 13 Millionen Datensätze durcharbeiten mussten.

Was der NZZ auffällt: Das „Internationale Konsortium Investigativer Journalisten“ (ICIJ) sei eine intransparente Organisation. So heißt die Organisation von der die deutschen Investigativen Post erhielten. Man sitzt am Nachrichtendesk der Verbundredaktion und schaut gelegentlich in die elektronische Post, ob das Konsortium etwas geschickt hat.

Das Center for Public Integrity ist die Dachorganisation des ICIJ. Zu den Finanzierern der Organisation gehört auch George Soros. Er selbst hat über die betroffene Kanzlei Appleby ein Netz von Offshore-Firmen gestrickt. Aber da wissen die SZ-Rechercheure genau, dass das nicht illegal wäre. In der deutschen Wikipedia wird Soros als Finanzier nicht erwähnt, während die Organisation selbst Soros´Open Society-Stiftung erwähnt.

Zum Einfluss des umstrittenen Milliardärs George Soros gibt es noch eine kleine Geschichte:

Nigel Farage, britischer EU-Parlamentsabgeordneter, der nach hiesigen Maßstaben Dunkel-England repräsentiert, da er den Brexit befürwortet und ein Ende der Masseneinwanderung, fordert im Europäischen Parlament eine Untersuchung der Aktivitäten von Soros und der Geldflüsse seiner Stiftung Open Society. Der hat er gerade 18 Milliarden $ vermacht. Er wies daraufhin, dass Soros eine Liste der ihm geneigten EU-Parlamentarier (Soros: „Verbündete“) zusammenstellen ließ. Es hätte in nur einem Jahr 42 Treffen mit der Kommission gegeben.

Farage will wissen, ob Geld an EU-Parlamentarier geflossen ist.

Als er darauf verwies, dass Soros die Paradise-Paper-Veröffentlichung finanziert habe, rief der grüne EU-Parlamentarier Philippe Lamberts dazwischen: „Na und?“.  Darauf Farage sinngemäß: „Sie stehen auch auf der Soros-Liste.“

 

Der „gebildete“ Antisemitismus als Herausforderung

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So lautet der Titel einer Sendung des Deutschlandfunks Kultur am 27.10.17.

Die Antisemiten von heute nennen sich Israelkritiker

Die Politologin Sylke Tempel: „Mich amüsiert das Wort ‚Israelkritik‘ schon immer. Es gibt keine Chinakritik, keine Russlandkritik, es gibt keine Pakistankritik. Nur auf der Israelkritik wollen wir bestehen…“

Wolfgang Kraushaar: „Eine Tarnvokabel, ein Schutzwort, das im Grunde genommen ummänteln soll, inwiefern wir es mit definitiven Israelgegnern zu tun haben…“

Der altbekannte Vulgärantisemit mit Glatze, Springerstiefeln und den „Protokollen der Weisen von Zion“ im Regal ist heute fast zum Auslaufmodell geworden. Den Kreis erweitert haben zusätzliche Spielarten: der muslimische sowie der sogenannte „gebildete“ und als dessen „Untergruppierung“ der linksintellektuelle Antisemitismus.

Die Sendung zeichnet nach, wie die Linke, die anfänglich noch israelfreundlich war, nach dem Sieg Israels 1967 die Juden als rassistisch, imperialistisch wahrnimmt und nicht mehr als Opfer.

Dabei bleiben die Linken selbstgerecht. Sie sehen sich nicht als Antisemiten, weil es den nur bei den Rechten geben könne, nicht bei für eine bessere Welt kämpfende Linke.

Diese [neue; GS] Feindschaft findet einen dramatischen Höhepunkt 1976, als der deutsche Terrorist Wilfried Böse bei einer Flugzeugentführung in die ugandische Hauptstadt Entebbe die erste – buchstäbliche – Selektion nach 1945 an jüdischen, bzw. israelischen Passagieren vornimmt. Er droht, sie alle zu töten.

Als einer der Passagiere, ein Holocaust-Überlebender, Böse seine eintätowierte Häftlingsnummer zeigt und ihn darauf aufmerksam macht, dass er im Begriff ist, in die Fußstapfen der Nazi-Elterngeneration zu treten, erklärt der Terrorist voller moralischer Empörung: „Ich bin Anti-Nazi! Ich bin Idealist…!“

Audio-Datei (ca. 20 min)

Für eine solche Sendung zahle ich gerne meinen Zwangsbeitrag. Leider gibt es nicht allzuviele. Sie taugt auch als Weiterbildungsmaterial für ARD-Nahost-Korrespondenten und Moma-Moderatorinnen.

 

(Text z. T. von der o.a. Webseite des DLF)

Lenins Putsch und Gysis Grußwort

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KGB_EmblemAndreas Kilb von der FAZ ist begeistert von der neuen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums über „die große Revolution“ (So lautet seine Schlagzeile). Jahrelang fand ich, dass dem Museum nahezu jede größere zeitgeschichtliche Ausstellung missglückte. Unter dem neuen Direktor sollte es anders werden.

Den Ausstellungsmachern ergeht es, wie es Joachim Fest mit seinem Hitler-Film erging. Die Verwendung der Bilder und Symbole der Nazis sprechen ihre eigene Sprache und man kann sich der Suggestivkraft in Fests Film nur schwer entziehen. Auch die Kommunisten verstanden sich auf Propaganda und ließen ihren Putsch in Gemälden, in Filmen und auf Bildern und Plakaten überhöhen.

Man kommt in der Ausstellung kaum auf den Gedanken, dass die Große Oktoberrevolution ein Putsch war, die Machtergreifung eine kleine Clique, die zu 70 Jahren Schreckensherrschaft und Millionen Toten führte.

Am Eingang sprechen Prominente Grußworte: Marianne Birthler, Andrej Hermlin und Wladimir Kaminer.  Der Träger des Aachener Ordens wider den tierischen Ernst, Dr. Gregor Gysi, hofft, dass die große Revolution beim nächsten Versuch gelingen möge. Dass sie beim ersten Mal misslungen ist, diese Erkenntnis kann Gysi nicht in der Ausstellung gewonnen haben. Den Rest des Beitrags lesen »

Roter Thüringer Klüngel

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Bekanntermaßen will die Partei Die Linke. (nicht nur) in Thüringen den Verfassungsschutz abschaffen. Denn, so hat es der sozialistische thüringische Ministerpräsident einmal in einem Interview gesagt, Linksextremismus gäbe es in seinen Land nicht. Und was Rechtsextremismus angeht, hat der Landesverfassungsschutz ziemlich versagt. Als besseren Verfassungsschutz gründet die rot-rote Landesregierung die „Informations- und Dokumentationsstelle für Menschenrechte, Grundrechte und Demokratie“. jetzt: Institut für Demokratie und Zvilgesellschaft, IDZ. Träger wird die die linke Antoniu-Amadeo-Stiftung. Direktor wird der einzige Bewerber, der Soziologe Matthias Quent, ehemals Mitarbeiter der sozialistischen Landtagsabgeordneten Katharina König. (Gegen diese Klüngelwirtschaft gibt es eine staatsanwaltliche Ermittlung.)

In Thüringen gibt es bisher den ausgezeichneten „Thüringen-Monitor“, der Stimmungen und Einstellungen in der Bevölkerung misst, und an der Universität Jena das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismusforschung. Obwohl in Thüringen Aktivitäten und Straftaten auch der Linken zugenommen haben, werden dem Landesamt neue Personalstellen verweigert.

Heute lese ich in PNN/Tagesspiegel, dass die Linkspartei den Verfassungsschutzbericht 2016 angreift. Darin würde ein Anschlag auf eine Moschee den Linken (nicht gemeint: Die Linke.) in die Schuhe geschoben und ein von Rechten gefaktes Bekennerschreiben zitiert.

Berichterstatter im Tagesspiegel ist Rechtsextremismusexperte Matthias Meisner. Er schreibt auch für die Amadeu-Antonio-Stiftung. Meisner erzählt von der Empörung in der Linkspartei, dass Linksextremisten fälschlich beschuldigt würden. Höhere Weihen erhält die Empörung der Linken im letzten Absatz des Berichts. Dort lässt er nämlich den „Forscher“ und Direktor des IDZ, Matthias Quent, zu Wort kommen. Der Wissenschaftler spräche von einem Skandal.

Mark Twain hatte recht: Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Die Besessenheit der Niemöller-Stiftung von der Garnisonkirche

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Der Berliner Tagesspiegel (TS) berichtet heute von einem zweiten Gutachten der Niemöller-Stiftung. In diesem werden Verlautbarungen, Flyer, Entschließungen usw. der Garnisonkirchenstiftung daraufhin untersucht, ob sie die Geschichte der Kirche verfälschen, ob sie etwas auslassen, wo sie unscharf sind.

Leider steht im TS nicht, wer die Verfasser des „Gutachtens 2.0“ sind.

Ich schaue auf die Webseite der Stiftung. Die Martin-Niemöller-Stiftung hat sich 2017 anscheinend ausschließlich mit der „Nazikirche“ in Potsdam, der berüchtigten Garnisonkirche, beschäftigt. Unter „Letzte Beiträge“ sind sechs Berichte zur Nazikirche (und nichts anderes) aufgelistet. Ich klicke im Archiv die sechs für 2017 genannten Monate an. Jedes Mal klappt ein Beitrag über, was wohl?, auf.

Die Verfasser des zweiten Gutachtens:

die Schulrätin i. R. und linke Aktivistin Christine Madelung, die mit dem hessischen Altkommunisten Willi van Ooyen, blockupy usw. vor der Europäischen Zentralbank für die griechische Syriza-Partei und ihren Chef Tsipras demonstrierte

der Pfarrer i. R. Hermann Düringer

der DDR-Bürgerrechtler, SPD-Politiker und Friedenskreis-Pankow-Begründer Hans-Jürgen Misselwitz, auch ehem. Leiter der Brandenburger Landeszentrale f. pol. Bildung und Mitgründer des Instituts für Solidarische Moderne (ISM). Das ISM ist eine „Denkfabrik“ von Linksparteilern, linken SPD- und Grünen-Politkern, im Vorstand sitzt u. a. Katja Kipping. (Bei der Gründung dabei war auch die linke hessische SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti, die entgegen ihrem Wahlversprechen eine Koalition der SPD mit den Sozialisten anstrebte. Vier Parteifreunde versagten die Zustimmung und der Plan platzte.)

der Freie Berater und Diplom-Pädagoge Gerd Bauz, ehem. Organisationsberater bei der ev. Kirche

die Frankfurter Theologin, Diakoniewissenschaftlerin und Prodekanin Ursula Schoen

(Über eine weitere als Verfasser Person finde ich keine Angaben. Die Münchner Frauenärztin gleichen Namens wird es wohl nicht sein.)

Sicher sind die genannten als engagierte oder hauptberufliche Christen und als Akademiker in der Lage kompetent zur fast 300jährigen Geschichte einer barocken Militärkirche Stellung zu nehmen. Um nichts falsch zu machen, haben sich die Streiter gegen die „gotteslästerliche Bude“ (Zeit-Journalist Christoph Dieckmann) Beistand bei einem guten Bekannten geholt, dem Anti-Garnisonkichen-Aktivisten Matthias Grünzig. Er war einer der drei Hauptredner auf einem Treffen, das der Veröffentlichung des Gutachtens vorausging.

Was treibt den Vorstand dieser Stiftung, sich seit Monaten fast ausschließlich mit der Potsdamer Garnisonkirche zu beschäftigen? Reicht ihnen nicht, dass die Medien (u. a. Die Zeit, 3Sat) gegen die Kirche sind? Dass die Aktivisten Grünzig und Tomczak von einer Veranstaltung zur anderen eilen?

Sind da noch andere Rechnungen offen? Die Unzufriedenheit ostdeutscher Pfarrer mit der aus Westdeutschland importierten Militärseelsorge, die Verärgerung von Bürgerrechtlern, dass die DDR zu schnell beerdigt und von den kapitalistischen Wessis kolonisiert wurde. Letzteres wäre nach linker Meinung exemplarisch in Potsdam zu besichtigen, wo die Millionäre und Milliardäre die Rekonstruktion des „Barockfaschismus“ vorantreiben würden.

Update 19.10.: Die Niemöller-Stiftung kopiert die Methoden der Potsdamer Linksextremisten: Bei jedem Schritt der Umsetzung seit Jahren getroffener Entscheidungen wird ein Vorschlag gemacht, der das Ganze verzögern oder kippen soll. Jetzt holen die Aktivisten der Stiftung nach zwei Gutachten zum schändlichen Vorhaben des Wiederaufbaus den ganz großen Hammer heraus und fordern den Bundestag auf, erneut zu entscheiden und seine bisherigen Beschlüsse zur angeblichen Nazikirche zu widerrufen. Sonst drohe am Ort der Garnisonkirche ein „blamables Scheitern der Geschichtsaufarbeitung“.

Update 28.10.17: Ex-Kirchenjurist und Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe leistet in der PNN/Tagesspiegel von heute einen sachlichen, unaufgeregten Beitrag zum Wiederaufbau des Garnisonkirchenturms.

Was würde die Lokalpresse bloß publizieren, wenn es nicht ständig Wiederholungen oder Fortschreibungen der SED-Parolen zur „Nazikirche“ durch linke Aktivisten gäbe?