Linksextremismus

Alle Achtung: Bundeszentrale f. pol. Bildung findet kritisches Wort zu Linksextremismus

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Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Da habe ich endlich einmal die Linkslastigkeit der Bundeszentrale für politische Bildung beschrieben und nun flattert mir die neueste Ausgabe des Magazins der Zentrale ins Haus. Dort wird der rbb-Journalist Olaf Sundermayer interviewt. Und er darf Erstaunliches äußern: „Auch der Linksextremismus muss thematisiert und problematisiert werden, das wurde er zu wenig in den vergangenen Jahren.“ (Magazin #12, Oktober 2017, p 14 ff.) ER sieht „kommunale Zustimmung“ zum Gewaltkonzept der Linken. Er glaubt, dass die bisher als gut angesehene linke Gewalt nach den G 20-Exzessen kritischer gesehen wird.  Die linke Gewalt fände in größerem Ausmaß Billigung bis zu Abgeordneten.

Für eines der größten Versäumnisse der letzten 20 Jahre hält es, dass man einer gewalttätigen nicht gesagt habe, so geht das nicht. Wenn etwa die Antifa ein Hotel belagere, in dem die AfD tage, müssten die Gewerkschaften dagegen aufstehen. Sundermayer ist optimistisch: „Es wird Förderprogramme zur Beschäftigung mit dem Linksextremismus geben.“

Wie gut, dass Frau Schwesig nicht mehr im Bund solche Gelder streichen kann.

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Roter Thüringer Klüngel

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Bekanntermaßen will die Partei Die Linke. (nicht nur) in Thüringen den Verfassungsschutz abschaffen. Denn, so hat es der sozialistische thüringische Ministerpräsident einmal in einem Interview gesagt, Linksextremismus gäbe es in seinen Land nicht. Und was Rechtsextremismus angeht, hat der Landesverfassungsschutz ziemlich versagt. Als besseren Verfassungsschutz gründet die rot-rote Landesregierung die „Informations- und Dokumentationsstelle für Menschenrechte, Grundrechte und Demokratie“. jetzt: Institut für Demokratie und Zvilgesellschaft, IDZ. Träger wird die die linke Antoniu-Amadeo-Stiftung. Direktor wird der einzige Bewerber, der Soziologe Matthias Quent, ehemals Mitarbeiter der sozialistischen Landtagsabgeordneten Katharina König. (Gegen diese Klüngelwirtschaft gibt es eine staatsanwaltliche Ermittlung.)

In Thüringen gibt es bisher den ausgezeichneten „Thüringen-Monitor“, der Stimmungen und Einstellungen in der Bevölkerung misst, und an der Universität Jena das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismusforschung. Obwohl in Thüringen Aktivitäten und Straftaten auch der Linken zugenommen haben, werden dem Landesamt neue Personalstellen verweigert.

Heute lese ich in PNN/Tagesspiegel, dass die Linkspartei den Verfassungsschutzbericht 2016 angreift. Darin würde ein Anschlag auf eine Moschee den Linken (nicht gemeint: Die Linke.) in die Schuhe geschoben und ein von Rechten gefaktes Bekennerschreiben zitiert.

Berichterstatter im TS ist Rechtsextremismusexperte Matthias Meisner. Er erzählt von der Empörung in der Linkspartei, dass Linksextremisten fälschlich beschuldigt würden. Höhere Weihen erhält die Empörung der Linken im letzten Absatz des Berichts von Herrn Meisner. Dort lässt er nämlich den „Forscher“ und Direktor des IDZ, Matthias Quent, zu Wort kommen. Der Wissenschaftler spräche von einem Skandal.

Mark Twain hatte recht: Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Stasi auf der Frankfurter Buchmesse

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Auf den Leipziger Buchmessen der DDR hatte die Stasi alles im Blick, besonders die Stände der westdeutschen Verlage. Alle wussten es, aber es geschah diskret. Lieber nahm die SED in Kauf, dass Literatur des Klassenfeindes in den weiten Mänteln der Besucher verschwand, als dass sie vor internationalem Publikum offen auftrat.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2017 ist es ähnlich, aber doch auch anders. Die Buchmesse AG verkauft drei Messestände an drei angeblich rechtsextreme Verlage – Junge Freiheit, Antaios, Manuscriptum/Zeitschrift Tumult. 8.000 € hat der Stand des antaios-Verlages gekostet. Die Buchmessen AG nimmt also mit der einen Hand das Geld der Rechten. Andererseits will sie es mit dem Antifa-Mainstream der Kulturszene nicht verderben und ruft zu einem „aktiven Umgang“ mit diesen Verlagsständen auf. Ein Verlag, für den in der Nachbarschaft ein Stand reserviert war, wird umquartiert. Der Stand darf kostenlos von der Amadeu-Antonio-Stiftung benutzt werden. Die Standbesatzung der linksextremen Organisation der Ex-Stasi-IM Anetta Kahane hat die feindlichen Verlage gut im Blick und kann den Besucherstrom überwachen. Buchmessen-Mitarbeiter müssen Protestschilder hochhalten und die Stände mehrmals umrunden.

Nächtens werden der Antaios-Stand überfallen und Kaffee und Zahnpasta über die Bücher verteilt, bei Manuscriptum wurden alle Bücher, Zeitschriften und Flyer abgeräumt. (Was hat eigentlich die nächtliche Hallenaufsicht in dieser Zeit gemacht? Nachtrag: Das kann eigentlich nur mit Billigung oder durch Mitarbeiter der Buchmesse AG geschehen sein.)

Ich bin jahrzehntelang über die Buchmesse gelaufen. Auch durch eine Hallengasse, in der DKP, Pahl-Rugenstein, Trotzkisten, Argument, Junge Welt, Neues Deutschland, Marxistische Blätter, Jungle World*, konkret und taz jedes Jahr erneut den Kapitalismus untergehen sahen, die kommende Revolution in der Dritten Welt priesen und vor dem Faschismus warnten. Die Buchmesse AG hat kassiert und geschwiegen. *Zur Jungle World gehörte auch einmal der nach rechtsaußen abgedriftete Jürgen Elsässer. In ihr gibt es, bei aller linksradikaler Grundeinstellung, gelegentlich Lesenswertes.

Die „normal“ linken Aussteller wie Frankfurter Rundschau, Der Freitag, Trikont, VSA, Rote Fahne, Edition Ost, Eulenspiegel, Papyrossa, lasse ich außen vor. Es kann schon sein, dass es bei den linken Ständen etwas gruftig riecht, während die Rechte Morgenluft wittert. Den Rest des Beitrags lesen »

Ché Guevaras Todestag jährt sich

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Für Jean Paul Sartre war er der vollkommenste Mensch der Erde. Guevara hat als chaotischer, stalinistischer Wirtschaftsminister Kuba mehr geschadet als alle US-Wirtschaftssanktionen. Christen und Homosexuelle ließ er in Umerziehungslager einsperren.

Nicht alle Philosophen sind erleuchtet. Sartre fuhr auch zum RAF-Killer Andreas Baader und beklagte dessen „unmenschliche“ Haftbedingungen.

Link zur NZZ

Die Besessenheit der Niemöller-Stiftung von der Garnisonkirche

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Der Berliner Tagesspiegel (TS) berichtet heute von einem zweiten Gutachten der Niemöller-Stiftung. In diesem werden Verlautbarungen, Flyer, Entschließungen usw. der Garnisonkirchenstiftung daraufhin untersucht, ob sie die Geschichte der Kirche verfälschen, ob sie etwas auslassen, wo sie unscharf sind.

Leider steht im TS nicht, wer die Verfasser des „Gutachtens 2.0“ sind.

Ich schaue auf die Webseite der Stiftung. Die Martin-Niemöller-Stiftung hat sich 2017 anscheinend ausschließlich mit der „Nazikirche“ in Potsdam, der berüchtigten Garnisonkirche, beschäftigt. Unter „Letzte Beiträge“ sind sechs Berichte zur Nazikirche (und nichts anderes) aufgelistet. Ich klicke im Archiv die sechs für 2017 genannten Monate an. Jedes Mal klappt ein Beitrag über, was wohl?, auf.

Die Verfasser des zweiten Gutachtens:

die Schulrätin i. R. und linke Aktivistin Christine Madelung, die mit dem hessischen Altkommunisten Willi van Ooyen, blockupy usw. vor der Europäischen Zentralbank für die griechische Syriza-Partei und ihren Chef Tsipras demonstrierte

der Pfarrer i. R. Hermann Düringer

der DDR-Bürgerrechtler, SPD-Politiker und Friedenskreis-Pankow-Begründer Hans-Jürgen Misselwitz, auch ehem. Leiter der Brandenburger Landeszentrale f. pol. Bildung und Mitgründer des Instituts für Solidarische Moderne (ISM). Das ISM ist eine „Denkfabrik“ von Linksparteilern, linken SPD- und Grünen-Politkern, im Vorstand sitzt u. a. Katja Kipping. (Bei der Gründung dabei war auch die linke hessische SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti, die entgegen ihrem Wahlversprechen eine Koalition der SPD mit den Sozialisten anstrebte. Vier Parteifreunde versagten die Zustimmung und der Plan platzte.)

der Freie Berater und Diplom-Pädagoge Gerd Bauz, ehem. Organisationsberater bei der ev. Kirche

die Frankfurter Theologin, Diakoniewissenschaftlerin und Prodekanin Ursula Schoen

(Über eine weitere als Verfasser Person finde ich keine Angaben. Die Münchner Frauenärztin gleichen Namens wird es wohl nicht sein.)

Sicher sind die genannten als engagierte oder hauptberufliche Christen und als Akademiker in der Lage kompetent zur fast 300jährigen Geschichte einer barocken Militärkirche Stellung zu nehmen.

Um nichts falsch zu machen, haben sich die Streiter/-innen gegen die „gotteslästerliche Bude“ (Zeit-Journalist Christoph Dieckmann) Beistand bei einem guten Bekannten geholt, dem Anti-Garnisonkichen-Aktivisten Matthias Grünzig geholt. Er war einer der drei Hauptredner auf einem Treffen, das der Veröffentlichung des Gutachtens vorausging.

Was treibt den Vorstand dieser Stiftung, sich seit Monaten fast ausschließlich mit der Potsdamer Garnisonkirche zu beschäftigen? Reicht ihnen nicht, dass die Medien (u. a. Die Zeit, 3Sat) gegen die Kirche sind? Dass die Aktivisten Grünzig und Tomczak von einer Veranstaltung zur anderen eilen?

Sind da noch andere Rechnungen offen? Die Unzufriedenheit ostdeutscher Pfarrer mit der aus Westdeutschland importierten Militärseelsorge, die Verärgerung von Bürgerrechtlern, dass die DDR zu schnell beerdigt und von den kapitalistischen Wessis kolonisiert wurde. Letzteres wäre nach linker Meinung exemplarisch in Potsdam zu besichtigen, wo die Millionäre und Milliardäre die Rekonstruktion des „Barockfaschismus“ vorantreiben würden.

Update 19.10.: Die Niemöller-Stiftung kopiert die Methoden der Potsdamer Linksextremisten: Bei jedem Schritt der Umsetzung seit Jahren getroffener Entscheidungen wird ein Vorschlag gemacht, der das Ganze verzögern oder kippen soll. Jetzt holen die Aktivisten der Stiftung nach zwei Gutachten zum schändlichen Vorhaben des Wiederaufbaus den ganz großen Hammer heraus und fordern den Bundestag auf, erneut zu entscheiden und seine bisherigen Beschlüsse zur angeblichen Nazikirche zu widerrufen. Sonst drohe am Ort der Garnisonkirche ein „blamables Scheitern der Geschichtsaufarbeitung“.

SPD-Frau: „Wenn Sie weiterhin mit der AfD zusammenarbeiten, bekommen Sie in Hannover keinen Job mehr“

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Nur ein Beispiel von mehreren in Deutschland: Die SPD-Politikerin, Ratsfrau und Integrationsmanagerin Hüliya Iri in Hannover droht einer ehrenamtlichen Beraterin des Integrationsausschusses des Stadtparlamentes:

„Wenn Sie weiterhin mit der AfD zusammenarbeiten, bekommen Sie in Hannover keinen Job mehr“ 

Kann so etwas wahr sein? Wie bescheuert muss man als SPD-Politikerin eigentlich sein?

Die bedrohte Ehrenamtlerin stellte daraufhin ihre Tätigkeit ein. Sie ist Politikwissenschaftlerin, hat für die OSZE gearbeitet, in London studiert und hat, wie die SPD-Hasspredigerin Iri, einen Migrationshintergrund.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende meinte dazu, es herrsche Meinungsfreiheit. In der Hannoveraner SPD ist man seit langem stolz auf die junge, engagierte Frau mit türkischen Wurzeln.

antifa-schlägerIn Neu Isenburg/Hessen hat ein Antifaschist einen AfD- Vertreter vor der Bundestagswahl an seinem Stand verprügelt.

(nach journalistenwatch.com; Foto: AfD)

AfD-Wähler müssen erzogen werden

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Im Tagesspiegel (TS) karikiert der preisgekrönte Karikaturist Stuttmann einmal nicht die NATO, die USA, Trump oder die Bundeskanzlerin. Heute geht es ihm um die Verrohung der Sprache der neuen SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Andrea Nahles. Geht doch, dachte ich. Es müssen nicht immer deutsche Panzer an Russlands Grenzen sein.

Da fällt mein Blick auf die daneben stehende Rubrik „Logbuch“. Deniz Utlu, Schriftsteller und TS-Mitarbeiter, philosophiert über den Rassismus der Mitte: „…, reden wir über Rassismus. Reden wir über uns.“

„Wir“ sind rassistisch, weil „wir“ antidemokratische Kräfte ins Parlament geschickt hätten. (Er bezieht sich selbst in das „Wir“ ein. Ist das ein literarisches Stilmittel?)

Ich versuche, seine Klischees auseinander zu sortieren. Das ist nicht einfach, weil sprachliche Klarheit gelegentlich fehlt: So mahnt er, mit Adorno „kritische Selbstreflexion“ in der Bundesrepublik „durchzusetzen“. Allerdings nicht als Antwort auf rassistische Ideologien, die es in allen gesellschaftlichen Schichten gäbe. Bisher ging ihm vor allem um „uns“, die Mitte der Gesellschaft, die die antidemokratischen Kräfte ins Parlament geschickt hätte. Wieso „allerdings“? Warum betont er, dass Erziehung zur Selbstreflexion nicht dem Kampf gegen Armut und niedrige Renten widerspricht? Sind „wir“ von der rassistischen Mitte auch noch blöd? Dagegen spricht, dass er sich immer ins „wir“ einbezieht. Im nächsten Satz erklärt er uns den jetzt auf einmal in allen Gesellschaftsschichten vorhandenen Rassismus: „ein hierarchisches – meist unbewusstes – Bewertungssystem zwischen(?) Menschen auf Basis kulturalistischer oder biologistischer Merkmale“

Ich habe nachgesehen: Was biologistisch ist, „erklärt“ eine „Fachstelle Gender und Rechtsextremismus“ der linken Amadeu-Antonio-Stiftung so: Wer denkt, Geschlechterrollen seien genetisch vorgegeben, denkt biologistisch und ist demnach rechtsextrem.

Man müsse in der Mitte der Gesellschaft ansetzen! Jetzt also doch wieder Mitte. Eben waren wir bei „allen gesellschaftlichen Schichten“, jetzt soll die Mitte erzogen, gemeint ist doch eigentlich umerzogen werden. Es gehe nicht um „Sorgen“ der Wähler, die sie zur AfD getrieben haben. Wer keine „Skrupel“ hatte, die AfD zu wählen, muss umerzogen werden!

Die Notwendigkeit „unserer“ Umerziehung belegt er mit Berichten des UNO-Menschenrechtsrates vom strukturellen Rassismus in der deutschen Justiz und Verwaltung gegenüber Afrodeutschen und seiner Kritik am mangelnden Schutz muslimischer Mitbürger*. Mit der Kritik am UNO-Menschenrechtsrat hat sich Herr Utlu nicht beschäftigt. Sonst müsste ihm, der laut Tagesspiegel-Legende weit gereist ist, bekannt sein, dass die Menschenrechtskenner des UN-Rates Menschenrechtsverstöße in 92% ihrer Berichte nur im rassistischen Israel zu erkennen vermögen.

Dass antidemokratische Kräfte schon lange im Bundestag sitzen, hat Herrn Utlu bisher nicht gestört. Kennt er die MdBs Jelpke, Höger, Gehrcke et. al. nicht?

So geht es weiter. Die antidemokratischen Rassisten im Bundestag sind Holocaustleugner, Entsorger, reden von „Volksgemeinschaft“ und „Denkmal der Schande“. Sogar Herr Stuttmann hat erkannt, dass auch Vertreter der demokratischen Kräfte sprachlich entgleisen können. Aber „wir“, die Wähler der Mitte, die sich die falschen Sorgen machen, müssen schleunigst erzogen werden. (Umerziehung lässt sich bei Mao und Pol Pot studieren.)

Ein erster Schritt nach Utlu: die sträfliche Nichtbeachtung des NSU-Prozesses durch „uns“ beenden. (Das Thema hatte er im Juli schon einmal.) Vielleicht war Herr Utlu doch viel im Ausland und hat nicht mitbekommen, dass die NSU-Morde nicht nur in den Nachrichten, sondern auch im Dokumentarfilm, im Fernsehspiel und in zwei Dutzend Büchern beachtet wurden. Die – allerdings linke – Zeit beobachtete in einem täglich aktualisierten Blog das Prozessgeschehen. Zuletzt gab es leise Kritik, ob die lebenslängliche Sicherungsverwahrung für Beate Zschäpe nicht doch ein wenig populistisch überzogen sein könnte. Die – in den Augen des Schriftstellers Utlu – sträfliche Nichtbeachtung soll also weg. Was wäre noch zu tun? Projektwochen in den Schulen, Erwähnung im „Wort zum Sonntag“, eigene Talkshow, Materialhefte der Bundeszentrale für politische Bildung? Fortbildungsseminare für Medienschaffende und Lehrkräfte ab Klasse 5, Erwähnung in Regierungserklärungen?

Nebenbei: Über die linksextreme RAF mit dreimal so vielen Ermordeten gibt es nur 8, nicht 24 Bücher.

Jetzt rächt sich das Verbot der Linksextremisten-Plattform Indymedia. Deren Texte erscheinen nun im Tagesspiegel.

Der Schriftsteller Utlu darf gerne seine Belesenheit (Adorno) und seine Kenntnis des Gender-Deutschen (kulturalistisch, biologistisch, rassistisch) ausstellen, auch seine totalitären Phantasien (erziehen). Vom Tagesspiegel hätte ich mir eine sachkundige Analyse der Gründe des AfD-Wahlerfolgs gewünscht und nicht platten Linkspopulismus.

 

Berliner Theater

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Gerade sehe ich einen Bericht der Tagesschau (Immerhin!) über die seit einigen Tagen andauernde Besetzung der Berliner Volksbühne. Die Hausbesetzer lassen sich dabei filmen, wie sie werkeln, ein- und ausräumen, um sich einzurichten. Die Pressesprecherin des Hausbesetzerkollektivs, eine fesche Aktivistin, hauptberuflich Schriftstellerin, erklärt, sachlich professionell wie die Kommunikationsbeauftagte eines Dax-Konzerns, dass sie volksnahe Kunst produzieren wollen und alles im Kollektiv ganz demokratisch entscheiden werden. Über Twitter wird laufend informiert.

Schon geht der umstrittene Linksexremist und Beinahe-Staatsekretär Holm bei den Genossinnen und Genossen Hausbesetzer und Hausbesetzerinnen ein und aus und hält Seminare ab. Die Aktivisten betreiben u. a. eine antikapitalistische Volkshochschule im Theater.

Sie wissen, dass sie bei den linken Berliner Parteien Sympathisanten haben. Der sozialistische Kultursenator Lederer sieht die Sache nach langem Zögern ein bisschen kritisch, aber die Polizei holt in Berlin deswegen niemand.

Die Volksbühnenmitarbeiter würden gerne weiterarbeiten und die nächsten Aufführungen proben. Aber so weit geht die Basisdemokratie der Linksextremisten dann doch nicht. Die Besetzer bieten ihnen großzügig an, sich bei in ihr alternatives Theater zu integrieren. Kulant wie sie sind, bieten sie auch an, bei der Suche nach Probenräumen in der Umgebung zu helfen.

Ein Bleiberecht in einigen Räumen des Theaters wurde den revolutionären Kunstschaffenden schon vom Intendanten und dem Kultursenator eingeräumt.

Man kennt den weiteren Ablauf solcher Happenings: Wie schon bei der Besetzung der Humbug-Uni aus Anlass des Protestes gegen die Aberkennung der Staatssekretärswürde für den Genossen Holm wird der Steuerzahler für die Vandalismusschäden aufkommen. Die Hausbesetzer werden letztendlich ein leerstehendes Gebäude für ihre Projekte und Diskurse bekommen. Das Ganze wird als Modellprojekt zur Integration von Geflohenen vom Senat gefördert werden. Die Bundesanstalt für Arbeit wird, vorerst befristet, Stellen für Dozenten, Regie, Requisite und Pressearbeit finanzieren. Der Tagesspiegel wird wohlwollend berichten.

Vielleicht ist auch noch ein wenig Platz in der Gerhart-Hauptmann-Schule. Die dortigen Geflohenen-Aktivisten, „Bewohner“, wie sie sich nennen, leben dort seit fünf Jahren auf Kosten des Bezirks. Bei zurzeit noch 10 Personen ist diese Schule doch fast leer und der Erhaltungsaufwand pro Kopf ziemlich hoch. In der Schule hielten/halten sich Schutzsuchende ohne Bleiberecht auf. Eine einmal anberaumte Räumung scheiterte vor Gericht, weil die Besetzer eine Duldungsvereinbarung mit der Bezirksregierung vorweisen konnten.

Die Besetzer der Rigaer Straße 94 könnten bei Theaterproduktionen handwerklich und künstlerisch sicher auch zur Hand gehen und sich so ein Dauerwohnrecht erhalten.

Unter den vielen Berliner Staatssekretären wird es sicher einen geben, der die Koordination zwischen den besetzten Häusern übernehmen könnte.

Donnerstag, 28.9. 17, gegen 12 Uhr, wird, weil jemand eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt hat, dann doch geräumt. Die Besetzer sehen sich aber nicht als Besetzer, sondern sagen, mit der Räumung werde eine laufende Theaterproduktion gestört. Schließlich wurden die letzten Aktivisten von der Polizei hinausgetragen. Das soll laut Pressesprecherin noch nicht das Ende der Aktion sein.

Als der linke Kultursenator Lederer im Berliner Abgeordnetenhaus kritisiert wird, dass er eine Woche lang verhandelt hätte, sagt er u. a. laut Tagesspiegel: Wie könne man eine Räumung fordern, wenn 3.000 Leute im Haus sind. Da könne eine Massenpanik wie bei der Duisburger Loveparade ausbrechen.

Sicher wird es im Abgeordnetenhaus einen Untersuchungsausschuss geben, der sich mit dem Polizeieinsatz beschäftigen muss. Denn ein Hausbesetzer verlas vor laufenden Kameras den § 27 der Menschenrechtskonvention: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Teilhabe am kulturellen Leben der Gemeinschaft“.

Was die Aktivisten jener Happenings wie die Beerdigung von toten Geflüchteten vor dem Kanzleramt, die Störung der Dinner-Demo in Potsdam oder eben das hier beschriebene Theater im Theater eint, ist schon im Futuristischen Manifest von 1909 beschrieben. Es geht um Provokation, Zerstörung des Althergebrachten. Futuristische Events mussten im Krawall enden, zum Polizeieinsatz und einem großen Medienecho führen. Dann galten sie als erfolgreich.

Ein Projekt der Ev. Kirche Brandenburg-Oberlausitz: Antifa-Kirche

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Mit Geld vom Berliner Senat gibt es Beratungsbroschüren für islamische Jugendliche, wie sie den Rassimus der Nichtmuslime erkennen. Opfer von rechtsextremer Gewalt sollen beraten werden: ein Modellprojekt für eine neue Spiritualität.

Islamophobie: der neue Faschismus?

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„There is no such thing like islamophobia“ heißt ein (langer, ins Englische übersetzter) Text von Pascal Bruckner, dem französischen Philosophen. In ihm verteidigt er das Recht auf Religionskritik. (In Kanada wird ein neues Blasphemiegesetz dazu führen, Islamkritik zu verbieten.)

Bemerkenswert ist nicht zuletzt diese These:

„Und hier zeigt sich der seltsamste Faktor in der gesamten Islamophobie-Kontroverse: die Einbeziehung eines Teils der amerikanischen und europäischen Linken zur Verteidigung der radikalsten Form des Islam – was man als neobolschewistischen Fanatismus der verlorenen Gläubigen des Marxismus bezeichnen könnte. Die Linke, die alles verloren hat – die Arbeiterklasse, die Dritte Welt -, klammert sich an diese Illusion: Der Islam, der zur Religion der Armen umgetauft wurde, wird die letzte Utopie und ersetzt die des Kommunismus und der Entkolonialisierung für desillusionierte Kämpfer. Der Muslim ersetzt den Proletarier.“

(übersetzt von DeepL; nur zwei minimale Korrekturen vorgenommen)