Lesetipp

Wei Zhang: Eine Mango für Mao

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zhang_mango_coverZehn Jahre dauerte die Große Proletarische Kulturrevolution, von 1966 bis 1976. Es war letztlich ein Putsch des Massenmörders Mao gegen seine Parteibürokratie. Millionen Menschen verhungerten, wurden gefoltert, in Arbeitslager gesperrt, öffentlich zur Schau gestellt und gedemütigt. Hunderttausende wurden getötet.

Wei Zhang, in Zürich lebende Publizistin, erzählt in ihrem Roman „Eine Mango für Mao“ von einem Mädchen, das am Beginn der Kulturrevolution gerade eingeschult wird. Das Kind muss mit den Absurditäten und der Grausamkeit des Alltags zurechtkommen. Der Vater, ein Ingenieur wird zum einfachen Stahlarbeiter degradiert, das baufällige Holzhaus der Oma wird enteignet.

Sie ist stolz auf ihr bescheidenes Sparbuch, bis ihr klar wird, dass sie jetzt Kapitalistin sein dürfte und Ärger bekommen wird. Die Lehrer wechseln häufig, weil immer wieder „Volksverräter“ unter ihnen entdeckt werden. Schüler marschieren stundenlang, um in Volkskommunen „Praktika“ zu machen. Die Mutter ersteht auf dem Schwarzmarkt Fleisch vom Bauern. Die besseren Stücke musste er dem Staat und den Parteibonzen abliefern.

Als ihr Vater ganz stolz auf einen Gutschein für ein Essen in der Werkskantine 2 ist, der Gaststätte für die gehobenen Kader des Werks, und sie vor der Essensausgabe anstehen, wird bekannt gegeben, dass Mao gerade gestorben. Die Essensausgabe wird eingestellt. Der Gutschein verfällt.

Anders als in den großen Dokumentationen zur Kulturrevolution, etwa der von Frank Dikoetter (siehe ersten Link!), droht die Brutalität, die hier einem Volk von seinem Herrscher widerfährt, fast unterzugehen. Andererseits erschließt sich für den Leser mit der Wahrnehmung eines Kindes, für das dieses perverse Menschenexperiment Alltag ist, doch sehr eindringlich, was in diesen Jahren passiert ist.

Für die kleine Yingying bleibt manches unverständlich, sie lernt, vorsichtig zu sein. Vor allem die Mutter bringt die Familie über die Runden, sie versorgt auch noch eine Oma, die „schwarz“ , d. h. ohne Lebensmittelkarte, bei ihnen untergekommen ist. Aber es gibt auch kleine Freuden, fast eine erste Liebe, die Zuneigung zum Vater, das Erschrecken über die erste Menstruation.

Im heutigen China wird die Kulturrevolution nicht gefeiert, aber an eine kritische Aufarbeitung des Maoismus ist, genau wie beim Stalinismus in Russland, nicht zu denken. Im Gegenteil, beide Diktatoren werden in ihren Ländern weiterhin verehrt. Wei Zhang schreibt mit ihrem – nicht autobiographischem – Werk gegen das Vergessen an.

Was es mit der Mango, dem Kultobjekt der Kulturrevolution, auf sich hat, ist in diesem Buch erklärt: Maos Mango. Massenkult der Kulturrevolution.

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Richard C. Schneider: Alltag im Ausnahmezustand. Mein Blick auf Israel

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Richard C. SchneiderDie Lektüre war wohltuend! Das Wort mag im Zusammenhang mit dem Palästina-Konflikt unpassend erscheinen. Aber bisher versuchte ich, mir ein Bild zu machen, das einerseits aus dem entstand, was die Mainstreammedien von taz über Süddeutsche bis FAZ, von dpa über Arte bis Moma an stereotyper Israelkritik vorführen: die Sympathie für die vermeintlichen Opfer, die Palästinenser, und die Verniedlichung palästinensischen Terrors.

Andererseits informiere ich mich aus Blogs, Internetseiten und Beiträgen von Publizisten mit Sympathie für Israel und die Israelis. Diese haben bei mir einen Vertrauensvorschuss. Sie informieren nachprüfbar präziser und vollständiger. Den Krieg gegen die palästinensischen Kommunikationsmedien haben sie allerdings längst verloren.

Da ist das Buch von Richard C. Schneider ein Lichtblick.

Es gelingt ihm, einen kurzen, verständlichen Überblick über die Vorgeschichte der aktuellen Situation zu geben. Für die Israelis sind die Shoah und die Kriege, die zur Verteidigung des jungen Staates geführt werden mussten, Traumata. Der unbedingte Wille, nie mehr wie Schafe zur Schlachtbank geführt zu werden, führte zu einem wirtschaftlich erfolgreichen, militärisch starken Staat.

Aber genau diese Überwindung des Traumas hat das Land beschädigt. Überheblichkeit und Arroganz bescheinigt Schneider den Israelis, vor allem gegenüber den Palästinensern.

Die Palästinenser dagegen haben sich in einen Opferstatus eingegraben. Sie werden darin bestärkt von mitleidigen, zahlungskräftigen Europäern.

Schneider zeigt, wieso die Siedlerbewegung so mächtig werden konnte und warum sich Nethanjahu so lange an der Macht halten konnte. (Dass er, wie andere Hardliner vor ihm, zu Friedensgesprächen bereit war, hätte deutlicher werden können.)

Die seit Generationen bestehende Spaltung der israelischen Gesellschaft in die tonangebenden aschkenasischen (aus Europa stammenden) und den sephardischen (orientalischen) Juden ist nicht überwunden, aller formeller, rechtlicher Gleichheit zum Trotz. Die religiösen Ultras leben auf Steuerzahlerkosten und vermehren sich eifrig. Die Zukunftsaussichten des Landes sieht auch Schneider wenig zuversichtlich. Andererseits, das Ende Israels wurde schon oft vorhergesagt.

Die Palästinenser sind für Israel kein ernstzunehmender Gesprächspartner mehr. Sie sind es aber auch für die umliegenden arabischen Staaten nicht. Die haben die Nase voll davon, dass der Konflikt das beherrschende Thema der arabischen Welt sein soll. Sie wollen lieber mit dem wirtschaftlich erfolgreichen Israel kooperieren und es neuerdings auch als Verbündeten gegen Iran, der Hamas, Hisbollah und andere Terrorgruppen finanziert, an ihrer Seite haben. Andererseits sind sie sich untereinander nicht grün.

Vielsagend ist diese Begebenheit: Er ist in der Familie eines Selbstmordattentäters und will herausbekommen, wie die Eltern denken. Der Vater ist nur imstande, über den Satan USA und den Satan Israel zu reden. Mit einiger Überredungskunst darf er die Ehefrau, in Anwesenheit der Tochter, sprechen. Auch sie schimpft auf die verschiedenen Teufel, die einem aus der palästinensischen Propaganda geläufig sind. Bis die Tochter ruft: „Mama!“ Da weint sie und beschuldigt den Imam, den Sohn verhetzt zu haben.

Es ist der differenzierte Blick, der das Buch von Richard C. Schneider so glaubwürdig macht. Da hätte er gar nicht mehr diskutieren müssen, ob ein Jude objektiv über Israel schreiben könne.

 

Matthias Matussek: White Rabbit

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white rabbit

Ich muss zugeben, dass ich Matthias Matussek in seinen Stern- und Spiegel-Jahren nie viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Dass er, der Starjournalist und Starautor, der Szene der Edelfedern der „Qualitätspresse“ zugehörig, quasi über Nacht von den Angehörigen seiner Klasse, darunter auch ehemaligen Freunden und Freundinnen, zum Outlaw wird, zum Rechten, zum Wortführer der Nazis, nahm ich zur Kenntnis. Das passiert schnell mit einem, der die begeisterte Willkommenskultur und die Sympathie der Linken und der Kirchenfürsten mit der Religion des Friedens, dem Islam, nicht teilt.

Sein Buch über seine Hinwendung zum orthodoxen Katholizismus, seine Verehrung für Gilbert K. Chesterton, seine Aufenthalte in anderen Ländern, seine Begegnungen mit den Prominenten in Kultur und Politik, fast schon eine Autobiographie, ist lesenswert. Er kann schreiben!
Am spannendsten sind natürlich seine Erfahrungen beim Spiegel und beim Stern, in den Leuchttürmen, heute müsste man sagen: den Elfenbeintürmen, des sog. Quaitätsjournalismus  und schließlich sein Rauswurf bei der Welt.

Auch wenn man schon weiß, dass die Repräsentanten der Vierten Gewalt keine Lichtgestalten sind: Wie sehr Intrigen, Fehden und Feindschaften zwischen den Edelfedern der „Qualitätspresse“ die Inhalte der Zeitungen bestimmen, überrascht den gemeinen Leser dann doch.

Gewiss hätte es dem Buch nicht geschadet, wären Chesterton und sein Pater Brown weniger oft erwähnt worden. Man spürt auch, dass er verletzt ist, weil und wie er von den Kolleginnen und Kollegen ausgestoßen worden ist. Aber das Buch ist keine gehässige Abrechnung. Dafür kann er zu gut schreiben. Und sein Archiv liefert treffende Beispiele dafür, dass „Lügenpresse“ keine bloße Behauptung ist.
Matussek selbst ist nicht weniger eitel als seine (ehemaligen) Kollegen. Angesichts seiner überragenden journalistischen Fähigkeiten darf man ihm das nachsehen.

Wolfgang Herles interviewt Matussek

Herrlich! Matussek rezensiert Matussek

N.B.: Kein großer Verlag war bereit, Matusseks Manuskript zu drucken.

Erinnerung: Lesetipps zur DDR

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Im vorhergehenden Interview über Monika Marons neues Buch wird die Wiederkehr einer Verhaltensweise aus der DDR angesprochen: das Abtasten, d. h. herausfinden, ob man der Person, mit der man gerade redet, vertrauen kann, ob man ihr gegenüber offen reden kann.

(Hervorragend zu beobachten in einer Szene im Film „Barbara“: Die in die Provinz strafversetzte Ärztin taxiert ihren neuen Kollegen. Ist er ein Stasi-Spitzel, der über sie berichten muss. Muss sie vorsichtig sein oder kann sie ihm vertrauen?

Bei so viel Buch und DDR fällt mir meine Leseliste zur DDR wieder ein. Sie wurde 2011/12 zusammengestellt. Es sind Bücher, die ich mit großem Gewinn gelesen habe. Einige wenige vergriffene oder nicht mehr ganz aktuelle habe ich jetzt heraus genommen (Die Originalliste hier).

SB meint: Für Schulbibliotheken empfohlen; hervorgehoben: besonders empfohlen

Und dann gibt es noch den Bestand der Medienkiste „Ampelmännchen und Todesschüsse“ mit Anna Funder, Claudia Rusch, Erika Riemann, Stefan Wolle u. a.

Man kann auch im Blog unter „Lesetipp“ Nachträge zu suchen.

Spielfilme zur DDR

Die Beseitigung des alten Potsdam durch die SED

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In einem neuen Fotobuch ist dokumentiert, wie Abrissbagger in den 70er und 80er Jahren, bis kurz vor der „Wende“, das alte Potsdam abräumten:

Siegfried Lieberenz/Rainer Lambrecht, Bevor der Abrissbagger kommt, Knotenpunkt-Verlag: Potsdam 2017, 26,95 €

(Die – zu kleine – erste Auflage ist schon vergriffen. Es wird aber nachgedruckt.)

Die SED wollte aus Potsdam eine moderne Bezirkshauptstadt machen und betrieb daher, wie es in der Buchvorstellung im Tagesspiegel/PNN heißt, einen systematischen Kahlschlag. Aneinandergereiht ergeben die abgerissenen Gebäude fünf Kilometer. Zuletzt sollte es dem Holländischen Viertel an den Kragen gehen und 1985 wurde noch die einzige Jugendstilkirche abgerissen.

Neue Plattenbauten wurden dicht an alte, bewohnte Gebäude gesetzt. Einwohner erhielten von heute auf Morgen den Befehl, ihre Wohnung zu räumen.

Angesichts des lauten Wehklagens einiger Kunsthistoriker und des linken Potsdamer Politspektrums über den Abriss einer Handvoll Gebäude aus der DDR-Zeit, ist es verwunderlich, dass die Abrisswut der kommunistischen Altvorderen, mit Ausnahme von Schloss und Garnisonkirche, nie thematisiert wurde.

Am Montag, dem 27.11.17, 18 Uhr, wird das Buch in der Französischen Kirche vorgestellt.

Es kommt 3 nach 12, gerade noch recht, um zu zeigen, wie verlogen die Debatte ist: Was ist der Abriss einer Fachhochschule gegen die Abrissorgie der SED?

Die SED hat, neben zahllosen Bürgerhäusern, das Schauspielhaus, die Garnisonkirche, das Schloss, historische Villen und Kirchen abgerissen und den Stadtkanal zugeschüttet. Der Stadtumbau dauerte bis 1989 an und hätte weitergehen sollen. Die noch existrierenden Bürgerhäuser in der Jägeralle sollten weiteren Amtsgebäuden weichen. auch das Holländische Viertel blieb dank der „Wende“ erhalten.

Traurig ist, dass präpotente, aber ahnungslose westdeutsche Journalisten, wie die der FAZ, die Vorgeschichte nicht kennen.

Haben Literaten wie Brecht die Existenz der DDR verlängert?

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Uwe Kolbe setzt sich mit der Rolle von Schriftstellern in der DDR auseinander: Brecht. Rollenmodell eines Dichters

Uwe Kolbe war selbst Schriftsteller in der DDR. Allerdings hatte er, als kritischer Kopf,  die meiste Zeit Publikationsverbot.

Was ich gerade lese

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buchcover harris

Robert Harris, München

Harris erzählt spannend – obwohl man das Ende ja kennt – eine etwas andere Geschichte der Konferenz von München 1938. Chamberlain wird darin keineswegs von Hitler über den Tisch gezogen. Es ist umgekehrt.

Hitler soll, so wird es aus seiner Umgebung kolportiert, noch wochenlang verärgert gewesen sein, dass Chamberlain ihn daran gehindert habe, sofort nach Prag zu marschieren. Chamberlain weiß, dass Hitler den Krieg will. Er weiß auch, dass die britische Armee darauf nicht vorbereitet ist. Er hat jetzt zwei Jahre Zeit gewonnen.

 

Moschee Notre DameJelena Tschudinowa, Die Moschee Notre-Dame: Anno 2048

Die in Russland populäre Autorin hat eine Dystopie geschrieben: Paris im Jahr 2028 ist, wie ganz Europa, islamisch. Die Schariapolizei kontrolliert auf den Straßen. Wer noch nicht konvertierte und seinen Namen änderte, lebt in armseligen Ghettos. Christen versammeln sich wieder in Katakomben. In U-Bahn-Schächten versteckt sich der Maquis, zwei kleine Widerstandsgruppen.

Es erinnert an Houellebecqs „Unterwerfung“. Es ist eine spezifisch russische Sicht auf die Balkankriege, Tschetschenien und auf Westeuropa, das sich dem Islam ergibt. Es ist daher kein Zufall, wenn eine der Ptotagonistinnen aus Russland stammt. Das Buch erscheint in Russland in der 7. Auflage.

Etwas ermüdend sind die religionsphilosophischen Gespräche. Das Zweite Vatikanische Konzil kommt vor, der Protestantismus kommt schlecht weg.

 

Crichton TimelineMichael Crichton, Timeline

Mit der Zeitmaschine ins Mittelalter. Was bei Jurassic Park die plausibel beschriebene Neuzüchtung von Dinosauriern ist hier eine durch Quantenschaum (Gibt es wirklich!) mögliche Zeitreise. Eine mittelalterliche Stadt, ihr Kloster, eine Mühle,  Festungen werden plastisch beschrieben. Sehr viel Action! Spannende Lektüre für zwischendurch.

 

 

Coler Cambridge 5Hannah Coler, Cambridge 5. Zeit der Verräter

Der erste Roman einer deutschen Historikerin. Es geht um eine Dissertation über den Top-Spion Kim Philby, aber auch um einen Mord, in den ihr Doktorvater verwickelt ist. Was Philby betrifft, über den 2014 Akten neue Akten veröffentlicht wurden, ist das Buch sogar von dokumentarischem Wert.

Allein schon lesenswert wegen der sarkastischen Bemerkungen zu den Bewohnern der besseren Viertel in Cambridge und ihren Allüren, die sich seit Philbys Zeiten nicht geändert haben.

Der Vater der Autorin hat für den US-Geheimdienst gearbeitet. Sie kennt sich in Sachen Spionage bestens aus und in Cambridge hat sie selbst studiert.

Ein kurzes Interview mit Hannah Coler

Stadtarchäologie. Karl Schlögel über Petersburg

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Karl Schlögel skizziert in einem Aufsatz für den Merkur: St. Petersburg-Petrograd-Leningrad. Überlegungen zu einer Geschichte diesseits des großen Oktober, Merkur, Heft 822, November 2017, – schon als Skizze fulminant – wie dieses Zentrum der russischen Kultur, der Malerei, des Theaters, der Architektur und Musik sich verändert und immer wieder behauptet, welche Traditionen und Denkweisen trotz radikaler politischer Umbrüche nicht nur langlebig waren, sondern, dass auf ihnen aufgebaut wurde.  (Ein paar Wochen im November kostenlos zu lesen.)

In Schlögels Worten: „Um es an einem Beispiel deutlich zu machen, was ich mit einer Spurensicherung der Petersburger Kultur meine: ich hatte wohl 1980 in der Wiener Staatsoper zufällig eine Vorstellung mit Rudolf Nurejew, dem 1961 in den Westen „übergelaufenen“ Superstar des Kirow-Balletts gesehen. Am Ende trat er vor den Vorhang und verbeugte sich mit einer unnachahmlich eleganten, „natürlichen“ Geste. Selbstverständlich war sie nicht „natürlich“, sondern das Ergebnis der Schule des sowjetischen Balletts, der Methode Waganowa, die ihrerseits schon bei Marius Petipa am Marijnski Theater gelernt hatte. In der Grazie von Nurejews Geste steckte die Beharrungskraft einer über hundert Jahre alten Tradition, die alle Stürme von Revolution, Bürgerkrieg und Krieg überdauert hatte. Und der Genese dieser Formen auf die Spur zu kommen – ob im Ballett, in der Kommunalka oder in der Warteschlange – das meine ich mit einer Archäologie von Lebensformen.“

Karl Schlögel hat mit „Terror und Traum. Moskau 1937“ schon gezeigt, was er unter Stadt-Archäologie versteht. Für Petersburg hat er das für den Zeitraum von 1909 bis 1921 schon geleistet: Petersburg. Das Laboratorium der Moderne 1909-1921.

Ich hoffe, dass er mit diesem Aufsatz verrät, woran er gerade arbeitet.

Lesetipp: Die größten Politik-Irrtümer

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Mein gestriger Besuch im Berliner Deutschen Historischen Museum (DHM) hat sich gelohnt. Ich habe ein Büchlein entdeckt: Die größten Politik-Irrtümer der heutigen Zeit, von Helmut Böttiger. Böttiger kannte ich bisher als lesenswerten Literaturkritiker. Dass er auch fundiert über Klima und Energie schreibt, war mir bisher entgangen.

Ich kann an keiner Buchhandlung vorbeigehen, ohne mich darin umzusehen. Es kann also auch daran gelegen haben, dass ich dem Buch nirgendwo begegnete, weil kein Sortimenter sich traut, Kritisches zum menschengemachten Klimawandel auszulegen. Der Buchladen im DHM hatte es. Eine Google-Suche zeigt, dass die einschlägigen Qualitätsmedien und Perlentaucher das Buch nicht anzeigen oder gar besprechen.

Die Politik-Irrtümer sind u. a.:

  • DDT gefährdet die Umwelt
  • Der deutsche Wald wird bis zum Jahr 2000 gestorben sein
  • Tausende werden an der Vogelgrippe sterben
  • Die Erde erwärmt sich wegen der CO2-Emission
  • Kernenergie ist ein Auslaufmodell

Wer sich auf 20 schmalen Seiten fundiert, aber leicht lesbar über die Fehler, Auslassungen und Fälschungen der Klima-Alarmisten informieren will, sollte das hier lesen.

Ein Lob des Kolonialismus

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Science Files beschreibt einen neuen Fall linker Zensur an US-amerikanischen Universitäten