Informationskompetenz

Lesetipp: Die größten Politik-Irrtümer

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Mein gestriger Besuch im Berliner Deutschen Historischen Museum (DHM) hat sich gelohnt. Ich habe ein Büchlein entdeckt: Die größten Politik-Irrtümer der heutigen Zeit, von Helmut Böttiger. Böttiger kannte ich bisher als lesenswerten Literaturkritiker. Dass er auch fundiert über Klima und Energie schreibt, war mir bisher entgangen.

Ich kann an keiner Buchhandlung vorbeigehen, ohne mich darin umzusehen. Es kann also auch daran gelegen haben, dass ich dem Buch nirgendwo begegnete, weil kein Sortimenter sich traut, Kritisches zum menschengemachten Klimawandel auszulegen. Der Buchladen im DHM hatte es. Eine Google-Suche zeigt, dass die einschlägigen Qualitätsmedien und Perlentaucher das Buch nicht anzeigen oder gar besprechen.

Die Politik-Irrtümer sind u. a.:

  • DDT gefährdet die Umwelt
  • Der deutsche Wald wird bis zum Jahr 2000 gestorben sein
  • Tausende werden an der Vogelgrippe sterben
  • Die Erde erwärmt sich wegen der CO2-Emission
  • Kernenergie ist ein Auslaufmodell

Wer sich auf 20 schmalen Seiten fundiert, aber leicht lesbar über die Fehler, Auslassungen und Fälschungen der Klima-Alarmisten informieren will, sollte das hier lesen.

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Warum Raoul Hillbergs Buch über den Holocaust in Deutschland 20 Jahre lang verhindert wurde

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Es ist Götz Aly wieder einmal, der dokumentiert, wie das Münchner Institut für Zeitgeschichte Standardwerke über den Nationalsozialismus in Deutschland am Erscheinen hinderte, Raoul Hilbergs „Vernichtung der europäischen Juden“ und H. G. Adlers „Der verwaltete Mensch.

Im Institut hatte man klar erkannt, dass Hilbergs Buch herausragend war und die Publikationen der Instituts-Community Krausnick, Scheffler, Broszat, Jacobsen hinter sich ließ. Der Cheflektor Fritz Bolle des Droemer-Knaur-Verlags, bei dem das Buch 1963 erscheinen sollte, lehnte es ebenfalls ab. Bolle saß in der Firmenleitung eines Steinbruchs in dem Hunderte von jüdischen KZ-Insassen zu Tode gekommen waren. Diesen Ort hatte Hilberg in seinem Buch erwähnt.

Die Ablehnung hinderte die Instituts-Wissenschaftler nicht, sich intern Kapitel aus dem Buch übersetzen zu lassen und Erkenntnisse Hilbergs in ihre eigenen Bücher zu übernehmen.

1982 hatte sich ganz kleiner, sehr linker Verlag entschlossen, Hilberg auf Deutsch herauszubringen. Die Auflage von 4.000 Exemplaren war im Nu verkauft. Die historischen Fachzeitschriften ignorierten das Erscheinen. 30 Jahre, seit dem Erscheinen der englischen Ausgabe, nahm die deutsche Historikerzunft davon nicht Kenntnis. Erst 1991, bei Erscheinen der deutschen Taschenbuchausgabe, änderte sich das.

Der WDR krönte diese unsägliche Handlungsweise: Als Anfang der 80er Jahre die Aufsehen erregende US-amerikanische Holocaust-Serie zum zweiten Mal gezeigt werden sollte, gab es den Vorschlag, Hilberg in die schon damals unvermeidliche anschließende Diskussionsrunde einzuladen. Der WDR lehnte mit der Begründung ab, dass man keine Ausländer dabei haben wolle. (Hilberg war aus Österreich vor den Nazis geflohen.) In der WDR-Expertenrunde saß aber der britische Holocaustleugner David Irving.

Das erinnert an den Umgang des WDR-TV-Direktors Schönenborn mit dem Antisemitismusfilm von Sophie Hafner und Joachim Schröder.

Götz Aly schließ mit diesem Satz: „Ihre (der Historiker des Instituts) interessengeleitete Urteilsschwäche gegenüber Hilberg dokumentiert intellektuelle Inferiorität, einen Mangel an geistiger Souveränität und Offenheit.“

Link zu Götz Aly auf perlentaucher.de

Der Meeresspiegel steigt, steigt nicht, steigt doch, steigt doch nicht

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Mindestens so gut, wie Dieter Nuhr in seinen besten Zeiten war: Der Bericht von einer Talkshow über Klimawandel.

Daraus vorab: Klimapapst Prof. Schellnhuber findet, dass der Meeresspiegel im Jahr 3.000 bei anhaltender Erwärmung 60-70 Meter höher wäre als heute. Es wäre einfache Physik, das herauszufinden.

Oder: Der bei Wind- und Sonnenenergie gelegentlich eintretende Stromausfall könne durch große Batterien verhindert werden, wie sie EON zur Zeit baue.

Für eine ö.-r. Talkshow bemerkenswert: Ein „Klimaleugner“ durfte teilnehmen.

Nachtrag 16.10.17: rbb-Radio Antenne macht gerade Werbung für ein Gespräch mit einem Philosophen, der Schellnhubers Klimafolgenforschungsinstitut angehört. Dabei können sich die ö.-r. Journalisten nicht verkneifen, alle Zwangsgebührenzahler, die nicht an Schellnhubers Prophezeiungen glauben, in die AfD-Ecke zu stellen.

Die ökonomischen Kosten des – unbewiesenen – menschengemachten Klimawandels, auf Heller und Pfennig berechnet

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Sogar die Berichte des Weltklimarates, der Lobbyorganisation der Klimaalarmisten, wimmeln von Konjunktiven: könnte, vielleicht, möglich. Die Statistiken des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass Starkregen nicht zugenommen hat, ebensowenig die Hurrikane in der Karibik. Dies und die gerichtsnotorischen Manipulationen an den Klimadaten des IPCC sowie die teilweise erschreckend geringe Qualifikation der „Wissenschaftler“ sind keine Themen für Rechercheverbünde und Faktenchecker*Innen des ö.-r. Rundfunks. Stattdessen hängt man dort an den Lippen der Klimaalarmisten.

Prof. Schellnhuber weiß: „Die Klima-Mathematik ist brutal klar: Die Welt kann zwar nicht innerhalb von wenigen Jahren geheilt werden, aber wenn wir nichts tun, dann können wir sie durch Fahrlässigkeit bereits bis 2020 tödlich verwunden.“ (zit. nach PNN v. 5.7.17, Jan Kixmüller, „Nur noch drei Jahre“

Klimapapst Schellnhuber ist schon einen Schritt weiter. Er lässt die ökonomischen Kosten des – unbewiesenen – menschengemachten Klimawandels berechnen. Sind schon die zugrundeliegenden Klimadaten unzuverlässig und fehlerhaft, sollen jetzt wenigstens die Folgekosten genau errechnet werden: Die Toten der Dieselabgase, die Klimaflüchtlinge, die von überflutenden Südseeinseln in die bundesdeutschen Aufnahmelager flüchten, die Ausfälle im Wintertourimus wegen der angeblich wärmeren Winter. Ob sie dagegenrechnen, dass die Erwärmung den Rheumakranken hilft und Urlaubsflüge auf die Malediven erübrigt?

46_03_34---Clouds_web.jpgDie Moderatorin von brandenburg-aktuell des rbb gestern Abend hängt natürlich an den Lippen des Meisters. Bilder der Apokalypse, mit denen man die Schadensrechnungen des Potsdam-Institus für Klimafolgenforschung illustrieren kann, gibt es genug: Sturmflut, Hurrikan, aussterbende Eisbären, Kinderwagen neben Auspuffrohren.

Es war klar, dass die Konferenz der Potsdamer Klima-Alarmisten zu den Kosten des menschengemachten Klimawandels ein großes Presse-Echo finden würde.

Nachdem die IPCC-Forscher ihre Klimadaten zu den einzig wahren Werten der Wissenschaft gemacht haben, unpassende Daten wegließen oder fälschten und gegenteilige Meinungen erfolgreich aus Wikipedia und den Medien eliminieren konnten, gehen die Damen und Herren des „Potsdam-Instituts“ PIK jetzt dazu über, die Kosten des von ihnen behaupteten Klimawandels in ihren Computern berechnen zu lassen.

PNN-Klima-Experte Jan Kixmüller alarmiert seine Leser alle paar Jahre über die PIK-Prophezeiungen. Heute interviewt er dazu eine Klimafolgenexpertin des Instituts. Forscherin Dr. Katja Frieler ist „Lead of PIK Flagship activity PRIMAP“. PRIMAP soll ein Computer-Modell des gesamten Weltklimas nachbilden.

Was auffällt: Das Institut sieht sich nicht mehr nur für Klimafolgen zuständig. Frau Dr. Frieler nennt Klima und Wetter immer in einem Atemzug. So wird jedes Wetterphänomen automatisch ein Element des Klimawandels. So erleben wir das schon in den Medien: Jeder Starkregen, jede Flutwelle, jeder Hurrikan wird zum Zeichen des Klimawandels umgedeutet. Statistiken, die das Gegenteil beweisen, findet man nicht in der Tagesschau oder im TS.

Die 70.000 Hitzetoten des heißen Sommers von 2003: Der Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel wäre unstreitig, sagt schon Wikipedia und gibt eine einzige Quelle, ein Computermodell, an. Wenn man liest, dass die Klimaalarmisten tausende von Wikipedia-Artikeln im Sinne des IPCCs (um)formuliert haben…

Auch Dr. Frieler behauptet das im Gespräch mit Jan Kixmüller. 2003 liegt im Zeitraum, in dem die laut Klima-Alarmisten ständig steigende Welttemperatur nicht angestiegen ist. Die Weltdurchschnittstemperatur liegt im Übrigen um 1 Grad niedriger als vor 50 Jahren. Deswegen ist letztere in IPCC-Publikationen nicht mehr zu finden.

Wenn es zu einer Dürre kommt und Getreidepreise steigen, kann das PIK beweisen, dass es einen Zusammenhang gibt! Die Forscherin hat auch einen Vorschlag, was man dagegen tun kann. Nein, jetzt kommt nicht das SUV- oder das Diesel-Verbot, nein, man muss Vorräte für Dürrezeiten anlegen! Und man könne die Produktivität verbessern. (Zur Problematik der Gentechnik in der Landwirtschaft wird aber nichts gesagt.) Frau Dr. Frielers Studie könne, so sagt sie, helfen, zukünfig Preisspitzen zu vermeiden.

Von Haiti las man kürzlich, dass dort nepalesische UN-Soldaten die Cholera eingeschleppt hätten. Bei Dr. Frieler in der PNN hat ein anderes Narrativ:  Der erste Ausbruch der Epidemie war nach einem starken Erdbeben(!).  Nach dem ersten Absinken der Infektionen gab es wieder einen Anstieg, „begleitet“ von starken Regenfällen. Der neuerliche Anstieg soll von „zusätzlichen Erregern“ gekommen sein, die vom Regen in die Flüsse gespült worden wären. Regnete es Cholera-Erreger?

Bevor Jan Kixmüller zur weltweiten Migration vor der Erwärmung der Erde kommt, gibt Frau Dr. Frieler zu: Der Zusammenhang mit dem Niederschlag ist bei der Cholera allerdings nicht immer eindeutig.

Das Interview

 

 

Linkspolitische Bildung

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Viele Jahrzehnte habe ich die Neuerscheinungen der Bundeszentrale für politische Bildung ungeduldig erwartet. Es waren Publikationen, die mein weit gespanntes politisches Interesse befriedigten. Es gab sie am Anfang kostenlos, später gegen einen geringen Preis. Da ich viel Geld für Bücher ausgebe, war mir diese zusätzliche, preisgünstige Quelle sehr willkommen.

Seit einigen Jahren ist der Neuerscheinungs- und Veranstaltungs-Newsletter der Bundeszentrale zwischen Heinrich-Böll- und Rosa-Luxemburg-Stiftung zu verorten. Es geht vor allem um linksgrüne Lieblingsthemen.

Z. B. heute:

Die Neue Rechte – Faschisten von heute?

13.10.2017 | Frankfurter Buchmesse, Halle 3.1, Stand C11. – Die „Neue Rechte“ wird breit diskutiert – der Begriff dabei immer diffuser. Anlässlich seines Beitrages in der APuZ-Ausgabe „(Anti-)Faschismus heute?“, die am 16. Oktober erscheint, gibt Volker Weiß einen Überblick über die „Neue Rechte“.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Stadt mit Vielfalt für alle gestalten

24.-25.11.2017 | Leipzig – Wie hängen Engagement, gesellschaftlicher Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt zusammen? Wie können mögliche Wechselwirkungen für die zukünftige Stadtentwicklung genutzt werden? An zwei Tagen sollen unter anderem diese Fragen mit Hilfe von Impulsen, Workshops und einem Open Space diskutiert werden.

Zusammen mit Bündnis für Demokratie und Toleranz –- gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) und Bertelsmann Stiftung

Willkommensstadt. Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden

Ungleichheit

Wie lässt sich soziale Ungleichheit überwinden oder zumindest eindämmen? Der Ökonom Anthony B. Atkinson hat in seinem letzten Buch konkrete Vorschläge vorgelegt, wie Einkommen und Vermögen gerechter verteilt werden können.

NATO in (Un-)Ordnung

Wie geht es weiter mit der NATO? Wie muss sich das Verteidigungsbündnis in Zeiten wachsender Spannungen und geänderter politischer Großwetterlage aufstellen? Welche Formen der Kriegführung, welche Entwicklungen fordern die NATO heraus?

Postkapitalismus

Für den Journalisten Paul Mason steckt unser Wirtschaftssystem in einer tiefen Krise. Ausgehend von dieser Feststellung diskutiert er vor allem Lösungsansätze, die er unter anderem in einer Kultur des Teilens, in Netzwerken und in neuen Formen der Verteilung von Arbeit und Einkommen sieht.

Islam ist Barmherzigkeit

Der Autor beschäftigt sich mit einer modernen Theologie des Islam jenseits eines dogmatischen Verständnisses. In einer zeitgemäßen Koranauslegung lädt er dazu ein, die Kernaussagen hinter den Buchstaben zu entdecken und sie im Sinne eines konstruktiven Miteinanders Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Beilage zur Zeitung „Das Parlament“ beleuchtet ein Thema immer durch mehrere, meist fundierte Beiträge. Gerade jetzt erscheint ein besonders drängendes Thema:

„(Anti)Faschismus“ (APuZ 42-41)

Darin wird u. a. der wieder erstarkte Faschismus in Deutschland (sic!) nach der sog. Wende beschrieben, die militanten Antifaschisten in die Tradition transnationaler linker Solidarität seit 1922. Es wird davor gewarnt, bloß weil sie in Charlottesville einen Gegendemonstranten erschlagen haben und erfolgreiche Straßenschlachten der Geschichte feiern, sie auf Gewalttäer zu reduzieren und ihre Moralische Autorität in Frage zu stellen.

Das bundesrepublikanische „Selbstvergewisserungsnarrativ“ von der erfolgreichen Bewältigung der Nazi-Vergangenheit wird kritisch hinterfragt.

Donald Trumps Populismus ist eine Neuformulierung der Prämissen des Faschismus in demokratischer Tonart. Rechtspopulismus ist, diesen Eindruck gewinnt der von den vielen Fußnoten beeindruckte Leser, Faschismus. Bevor er sich allerdings zu viel Ärger einhandelt, schreibt der alerte New Yorker Geschichtsprofessor und Urheber des Essays, Federico Finchelstein: „Mit allen populistischen Bewegungen und Regimen teilt der Trumpismus eine faschistische Genealogie und Geschichte. Doch Trump ist kein Faschist, er ist durch und durch Populist.“

Ist dieser Publikationsschwerpunkt der Bundeszentrale schon die Anwendung der Erkenntnisse des Wirtschaftsnobelpreisträgers Richard Thaler? Nudging, die sanfte Beeinflussung der Staatsbürger durch die Regierung.

Energiewende und Physik

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Der Todfeind der Regierung: Die Physik

von Dr. Ing. Günter Keil, ehem. Ministerialdirigent im Bundesforschungsministerium

Das Ende der digitalen Kostenlos-Kultur naht

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Bei der FAZ ist es immerhin noch ein spannendes Suchspiel: Manches steht auf der Homepage, ist aber nicht über Google zu finden, manchmal ist es umgekehrt. Oder es gibt verschlungene, überraschende andere Suchwege, auf denen man fündig wird. Wobei ich nicht ausschließen kann, dass derjenige, der den Artikel auf seiner Seite öffentlich macht, dafür gezahlt hat. faz.net bietet mir als registriertem FAZ-Abonnenten keinen erkennbaren Mehrwert.

Die Bezahlschranken nehmen zu. Handelsblatt und Die Welt/N24 verlangen Geld. Cicero ebenso, dann aber wird der Artikel plötzlich freigegeben. Bei taz und Tichys Einblick konnte man schummeln und sagen, man zahlt schon. Auf die taz kann ich verzichten, auf Bild auch, Tichy tut schon weh. Die Printausgabe von Tichys Einblick kaufe ich seit langem gelegentlich.

Manche Medien erlauben einen oder zwei Artikel und halten dann die Hand auf. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Fast alle Blogs bitten mittlerweile um einen Obulus.

Ich will mich nicht beschweren. Es war immer klar, dass die Vielfalt qualitätvoller, kostenloser Informations- und Meinungsmedien nicht ewig dauern kann. Die Suche nach geeigneten Bezahlsystemen hält ja schon eine Weile an. Da liegt für mich das Problem.

Ich zahle für drei gedruckte Zeitungen. Ich experimentiere mit kostenpflichtigen News-Aggregatoren. Die überzeugen mich noch nicht. Ich fürchte, das Zahlen einzelner Artikel aus verschiedenen Medien, so bequem sich das über eine Plattform abwickeln lässt, wird auf Dauer teuer.

Möglicherweise geht es zurück zum Ausgangspunkt: Jahrzehntelang habe ich eine Tageszeitung gelesen. Mehr nicht. Abgesehen vom Spiegel. Also wird die FAZ das Rennen machen und ich hoffe, dass sich bei ihr Genderwahn und Israelkritik nicht allzusehr ausbreiten.

Selbstverständlich war es schon immer ratsam, sich nicht auf eine Informationsquelle zu verlassen. Die Notwendigkeit, mehrere Informationsquellen zu benutzen, nahm erst überhand, als sich bemerkbar machte, dass man den Nachrichtensendungen der ö.-r. Anstalten nicht mehr trauen konnte. Bei den Printmedien entwickelte sich, ähnlich wie in der DDR, eine gemeinsame Linie der Berichterstattung, von taz über FR, SZ, Zeit, Tagesspiegel und Spiegel, der man erst entkam, wenn man zu NZZ und Basler Zeitung griff. Deswegen auch blühten die kritischen Blogs auf: AchGut, Tichys Einblick, philosophia perennis, youwatch.

Es wird nicht mehr so sein wie früher. Die linksgrünen Mainstream-Medien werden weiterhin an Auflage verlieren, bis sie die Printausgaben ganz einstellen oder als Luxusgut veredeln. Das TV-Oligopol wird sich einerseits noch mächtiger fühlen und uns vorgaukeln, Hüter der Demokratie und Meinungsfreiheit zu sein. Es wird andererseits in seiner Akzeptanz auf den Status des DDR-Staatsfernsehens herabsinken. Vielleicht wird es einen liberal-konservativen Blog-Aggregator geben, vergleichbar mit AchGut, für den es sich lohnt, einen Obulus zu entrichten.

„Intentional Bias“ bei Googles Suchmaschine?

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Den Verdacht, dass Google die Ergebnisse zu Suchfragen manipuliert, gibt es schon lange. Das gilt etwa für den Vorrang von Treffern auf Seiten wichtiger Werbekunden.(Wohlgemerkt: gemeint sind nicht die als Werbung kenntlich gemachten Treffer!)

Er gilt aber auch, so legt eine neue Studie nahe, für die Bevorzugung linksliberaler Domains gegenüber konservativen. Am Beispiel des Google-internen Rankings von „Klimawandel“-Seiten zeigt Leo Goldstein, dass von einer neutralen Suchmaschinen nicht die Rede sein kann. Er beschreibt, wie die Seiten von „Klimarealisten“ herabgestuft und die von „Klima-Alarmisten“ höher bewertet werden.

Leo Goldstein: „Why are Search Engines so Hostile to Climate Realism?“ und nochmal am 8.9.17

WUWT ist die führende US-amerikanische Seite der Kritiker der These vom menschengemachten Klimawandel. In den Kommentaren zu den o.a. Links ist zu lesen, dass bei einer Suchfrage zu CO2 auf Google erst auf Seite 30 der Treffermeldungen ein kritischer Beitrag auftauchte!

Aus „Wired“: Das große Versprechen des Internets, Ihnen so viel Information zugänglich zu machen, wie Sie wollen. Seine große Gefahr ist, dass das meiste davon Müll ist.

 

Warum sollen Studiengebühren abgeschafft werden?

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Als ich im Goethe-Institut in Bogotà einmal nach dem Grund des großen Interesses junger Kolumbianer an den Deutschkursen fragte, wurde mir gesagt: „Die wissen, dass man in Deutschland kostenlos studieren kann.“

In der Zeitung lese ich heute, dass die Grünen in Niedersachsen als Erfolg ihrer Mitwirkung in der bisherigen Regierung vor allem nennen: Mehr Tierschutz und die Abschaffung der Studiengebühren.

Für Studiengebühren einzutreten und zu argumentieren, dass die späteren Ärzte, Rechtsanwälte, Ministerialräte und Ingenieure die für die Finanzierung des Studiums nötigen Darlehen bequem als gut verdienende Berufstätige zurückzahlen könnten, trauen sich nur hartgesottene Neoliberale und Turbokapitalisten.

Bildung darf nichts kosten. Jedenfalls in Deutschland. Bis 2005 waren Studienkosten an staatlichen Hochschulen sogar gesetzlich verboten. Bundesländer, die sie dann einführten, ernteten Massenproteste. Niedersachsen zog als letztes Land zurück

Der/die „Sonntagsökonom/in“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung berichtet am 8.10.17 von einer Untersuchung an britischen Universitäten. Die von Kritikern vermutete Abschreckung von Studenten einkommensschwacher Familien hat in den letzten 20 Jahren nicht stattgefunden. Auch der befürchtete Rückzug des Staates aus der Hochschulfinanzierung fand nicht statt. Groß-Britannien hat eine einfache Kreditgewährungspraxis für Studenten.

Die Studentenzahlen aus eher einkommensschwachen Familien haben sogar stark zugenommen.

Auch wenn das so explizit nicht im Artikel steht: Man könnte vermuten, dass die Ursache dafür gerade die Absicherung des Studiums durch ein staatliches Darlehen und die bequeme Tilgungregelung sind.

 

Die AfD, die abgehängten Ossis und demonstrierende Polen auf der Oderbrücke

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Gestern Abend fand ich brandenburg-aktuell, die abendliche Nachrichtensendung des rbb, besonders sehenswert. Das ist nicht oft der Fall, abgesehen von der kreativen Wettervorhersage. Soviel passiert halt in Brandenburg nicht, außer rechtsextremen Brandstiftern, rechtsextremen Fremdenhassern und strebsamen Schutzsuchenden, die sich zur Grundschullehrerin und zum Busfahrer qualifizieren und die syrische Familie, die endlich eine Wohnung beziehen kann. Und dann darf natürlich – gefühlt allabendlich – die AfD nicht fehlen.

Was war vorgestern (7.10.) so anders? Gar nicht viel.

Ein kurzer Clip von der deutsch-polnischen Grenze. Auf der Oderbrücke zwischen Frankfurt und Slubice demonstrierten polnische Christen gegen die Islamisierung Europas. Das geschah wohl an vielen Grenzübergängen Polens.

Und dann dröhnendes Schweigen. Während sonst Beiträge an- und nicht zuletzt abmoderiert werden, manchmal flapsig, manchmal mit Widerspruch gegen die in einem Beitrag geäußerten Meinungen, passierte dieses Mal nichts. Es gab auch keinen einordnenden Kommentar, etwa eines Politologen der Universität Potsdam oder eines Vertreters des Zentralrats der Muslime, der die polnische Islamophobie anprangert. Auch wurden keine Stimmen von Passanten eingefangen, sonst so unvermeidlich wie überflüssig für eine Nachrichtensendung.

Es hatte der Redaktion wohl die Sprache verschlagen, wie politisch unkorrekt die Nachbarn da auftraten. Den Rest des Beitrags lesen »