Gender

Die Schönheit der Stadt

Gepostet am Aktualisiert am

FH_Klotz maz-webcam.jpg

Klotz der Fachhochschule Potsdam, errichtet als Ersatz für zwei im Krieg teilweise zerstörte Altstadtquartiere. Gilt als DDR-Unikat; Bild: maz-webcam

 

Vor einiger Zeit machte ich meinem Unverständnis Luft, weil Kunsthistoriker und FAZ-Journalisten uns, dem einfachen Potsdamer Bürger, weismachen wollen, wie eine Stadt auszusehen hat. „Sie gönnen uns nicht, in einer schönen Stadt zu leben“, schrieb ich damals.

Jetzt höre ich davon, dass in amtlichen Papieren der mittelalterlichen Stadt Siena von der Schönheit der Stadt gesprochen wurde. Schönheit war in Siena eine Kategorie des Städtebaus, die ernst genommen werden musste:

siena

 

Aus: Michael Stolleis/Ruth Wolf (Hrsg), La bellezza della città: Stadtrecht und Stadtgestaltung im Italien des Mittelalters und der Renaissance, p 17. (Schönheit hat ihren Preis. Das Buch kostet 109,95 €)

Der Potsdamer Verein „Mitteschön“, der sich für eine Wiederherstellung der Potsdamer Mitte einsetzt, trägt seinen Namen zu Recht.

Beruhigt sehe ich, dass auch Fachleute, „Architekten und Stadtplanerinnen“ diskutieren, was unter Schönheit der Stadt zu verstehen wäre; Jedenfalls ein äußerst komplexes Thema mit vielen Facetten. Die Ausgabe 24/2017 der Planungsrundschau hat des Thema „Die schöne Stadt“. Die Einführung ist so erschöpfend umfassend, dass ich nicht mehr durch die zahlreichen Beiträge mit ihren interessanten Titeln blättern mag.

Ich lasse mich ablenken und achte im Einführungstext mit wachsender Begeisterung auf die genderistischen Einsprengsel. Zwar sagen die Autorin/der Autor, dass das generische Maskulinum bei ihnen für alle Geschlechter stehe. Dann aber tauchen hin und wieder die ausgewogen klingenden „Architekten und Stadtplanerinnen“ oder „Investoren und Developerinnen“ auf. Nur die Bauherren bleiben konsequent männlich. Stadtproduzenten, was immer das auch sein mag, sind ebenfalls nur männlich. Fünf Zeilen später tauchen aber „Akteurinnen der Stadtproduktion“ auf, was im Vergleich zu Stadtproduzent weniger gewichtig klingt. Inkonsequent ist es, von „Akteurskonstellation“ zu schreiben. Müsste es im Kontext dieses sprachlich elaborierten Textes nicht Akteur*Innenkonstellation heißen?

Advertisements

Gender Pay Gap: 2,3%

Gepostet am

Die regelmäßig in den Nachrichtensendungen vermeldeten 23 oder 21% werden leider von den hauseigenen Faktenfindern nicht erklärt. Welche Faktoren unberücksichtigt bleiben steht hier.

Noch kürzer: Es gibt mehr männliche Chefärzte und mehr weibliche Krankenpfleger. In der Tagesschau bekäme das die Meldung: Männer verdienen im Gesundheitswesen mehr als Frauen. Und jetzt das Wetter…

Facebook sperrt Gemälde von Delacroix

Gepostet am Aktualisiert am

Facebook sperrte das berühmte Bild mit der barbusigen Marianne auf den Barrikaden wegen Unzüchtigkeit. Sie haben die Zensur wieder aufgehoben und sich entschuldigt.

Warum eigentlich? Es passt doch in die neue Sittlichkeit: Man kann Frauen und muslimischen Mitbürgern nicht länger zumuten, Unterwäschewerbung auf städtischen Bussen und Litfasssäulen zu sehen. Nackte Statuen werden verhängt, wenn ein muslimischer Politiker nach Europa kommt. Frauen verherrlichende Gedichte werden von der Häuserwand entfernt. Warum gibt Facebook so schnell klein bei und entschuldigt sich? Tun sie es nur bei prominenten Fällen, aber nicht bei Tausenden, die nicht von einem Anwalt oder einem Medium bekannt gemacht werden?

 

Das nennt sich Faktenfinder? Erbärmliche Tagesschau

Gepostet am Aktualisiert am

Darauf kommen nur Genderjournalist- oder Genderwissenschaftlerinnen. Dachte ich bisher!

Wenn in der Silvesternacht 2015 in deutschen Städten nordafrikanische Schutzsuchende Frauen belästigen, wird sofort mit sexuellen Übergriffen autochthoner weißer Männern auf dem Oktoberfest pariert. Wenn wöchentlich von Vergewaltigungen, Ehrenmorden und Tötung der Exfrau oder Exfreundin durch Zugewanderte aus einem anderen Kulturkreis vorkommen (und inzwischen auch ein deutscher Jugendlicher seine Freundin erstochen hat), fällt dem „Faktenfinder“ Patrick Gensing vom Zwangsgebühren-TV zwei Tage nach dem ein abgelehnter afghanischer Asylant seine deutsche Freundin erstochen hat, dies ein:

tagesschau_ gensing

Es ist ein merkwürdig verquaster Text, den Herr Gensing schreibt: Gerade jetzt, wo nach der unkontrollierten Einwanderung Hunderttausender junger Männer aus Machokulturen die Gewalt gegen Frauen und Mädchen zugenommen hat.

Fürsorgliche Politikerinnen raten ihnen, nicht mehr unbegleitet zu joggen und an Silvester im Freien eine Armlänge Abstand von fremden Männern zu halten. Die Tagesschau berichtet vielfach gar nicht mehr. Sie sieht allenfalls Einzelfälle von höchstens regionaler Bedeutung und lässt gerne nähere Hinweise auf den Täter weg; Bub, Jugendlicher, Mann reicht. Gerade jetzt wirft er alles in einen Topf: männliche Gewalt von Bio-Deutschen(!) und Ausländern.

Dabei hätte ihm doch zu denken geben können, was er selbst anführt: Im Jahr 2016 wurden 435 Frauen getötet. Bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen(!) liegt der Ausländeranteil bei 41 Prozent aller Tatverdächtigen, bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung bei 38,8 Prozent. (Tötung auf Verlangen zählt die Polizei mit!)

Von Januar bis September 2017 wurden allein 364 Fälle von Straftaten gegen das Leben registriert, bei denen mindestens ein Flüchtling oder Asylbewerber als Opfer oder Tatverdächtiger beteiligt war. (Merkwürdig, dass zwischen Opfer und Tatverdächtigtem nicht unterschieden wird.)

Herr Gensing erkennt: Bei schweren Delikten wie Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen oder gefährliche Körperverletzung oder Vergewaltigungen ist der ganz überwiegende Teil der Tatverdächtigen männlich. So macht man aus Fakten Nebelkerzen. Während bei Erwähnung krimineller Flüchtlinge sofort Generalverdacht unterstellt wird, hantiert Patrick Gensing unverdrossen mit dem Generalverdacht: die Männer sind´s.

Wie wäre es, wenn die hoch bezahlten Mitarbeiter des ÖR-TV für korrekte Berichterstattung über „Einzelfälle von regionaler Bedeutung“ sorgen würden und vor allem für eine aussagekräftige Kriminalstatistik, die nicht von der Polizei oder der Amadeu-Antonio-Stiftung geführt wird?

Recht hat Herr Gensing natürlich auch ein bisschen: Die meisten Gewaltdelikte gegen Frauen finden in der eigenen Wohnung statt. So war es im Flensburger Fall auch.

Nachtrag: (Wurde nach Angaben von Beatrix von Storch, AfD-MdB bei Facebook gelöscht, inkl. Link zum Bundeskriminalamt.)

polizeistatistik

Bundeskriminalamt, PKS-Jahrbuch 2016, Band 4, V 2.0, Seite 14, Tabelle 01 Enthält so weit ich sehen kann nicht Tötungsdelikte mit sexuellem Bezug:

pks

Zur Kriminalitätsstatistik Brandenburg siehe auch hier!

Siehe auch: MeToo von rechts? Darf das sein?

Siehe auch: 1 Jahr Faktenerfinder Gensing

 

 

Wie Genderistinnen ticken

Gepostet am Aktualisiert am

Die Genderprofessorin Dr. Lutz stellt die „verbale Entgleisung“ des FDP-Politikers Rainer Brüderle den sexuellen Übergriffen an Silvester 2015 in mehreren deutschen Städten gleich.

Das Ergebnis ist eine Weißwaschung dieser Tätergruppe. Die  Wissenschaftlerin nutzt dafür alle gängigen Klischees, die man aus der deutschen Migrationsforschung und von der linken SA kennt: Generalverdacht gegen Schutzsuchende, Marginalisierung der Schutzsuchenden durch die Mehrheitsgesellschaft. Die Weißen führten auf sexueller Ebene den Krieg gegen Zuwanderer fort. Sie würden sogar die Silvesterereignisse mit den Vergewaltigungen während der Tahrir-Demonstrationen in Kairo vergleichen, die wahrscheinlich vom Regime angeordnet worden wären.

In ihrem Eifer merkt die Professorin nicht, dass sie verharmlost: Für sie ist die Hand auf dem Oberschenkel anscheinend genauso schlimm wie der Ehrenmord, der mit Video gefilmt wird oder das Zerschneiden des Gesichts einer Frau oder die aufforderung eines Imams, Frauen zu schlagen, damit sexuell zu Diensten stehen. Denn das alles erwähnt sie gar nicht. Schlimmer als Köln – „sexuelle Handgreiflichkeiten“ – gibt es für sie bei marginalisierten Einwanderern nicht.

Es gehe doch darum, dass es sich in den deutschen Städten (Sie erwähnt immer nur Köln) um einen „Versuch marginalisierter Männer [handele], sich den Status hegemonialer Männlichkeit mit körperlicher und krimineller Gewalt ´zurückzuerobern`“. Der Zusammenhang mit Brüderles und Weinsteins Untaten werde bagatellisiert. Wer nur über „Köln“ debattiere, stärke die Rechten. Da schließt sich der Kreis: Die Nazis sind an allem schuld!

Einmal in Fahrt schießt die Genderistin auch gegen ihre weißen Geschlechtsgenossinnen: Analog zur Stigmatisierung von männlichen ´muslimischen` Migranten als latenter Gefahr hätte es sich etabliert, Migrantinnen – insbesondere aus muslimischen Ländern – in erster Linie als Opfer patriarchalischer Herrschaftsverhältnisse ihrer Herkunftskulturen wahrzunehmen. Dass Migrantinnen auch Opfer von Rassismus sein können, werde dabei ausgeblendet. Auch dieses Narrativ ermögliche Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft eine positive Selbstaufwertung. Oder, wie es die Politologinnen Maria do Mar Castro-Varela und Nikita Dhawan formulieren würden: die Figur der ´emanzipierten westlichen Frau` benötigte ein Alter Ego – eine ´unterdrückte Andere, um Befreiung überhaupt denken und leben zu können`“.

Prof. Dr. Helma Lutz, geschäftsführende Direktorin des Cornelia-Goethe-Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse, J. W. Goethe-Universität, Frankfurt a. M.: Was #MeToo und die Kölner Silvesternacht eint.

Eine Anregung für weitere Genderstudien.

Neues von Laura Himmelreich: die Frau, die ein unglückliches Kompliment eines älteren Politikers beim Absacker in einer Hotelbar als Sexismus empfand, ist jetzt Chefin eines Internetportals, das „über Pornofilme, Prostitution als „Sexarbeit”, befriedigende Blowjobs und Frauen, die in Kursen gegenseitig ihre Vulvas besichtigen, berichtet, alles illustriert mit viel nackter Frauenhaut.“

(Den Hinweis auf die Rede der Geschlechterforscherin verdanke ich Wolfgang Meins auf AchGut.)

Deutsche Spitzenforschung: Migrationswissenschaft

Gepostet am

Im Schatten der Asylindustrie prosperiert die Migrationsforschung. Sie lockt die Studenten an. Wer früher bei „irgendetwas mit Medien“ landete, studiert heute gerne „Migrationswissenschaft“. Die Szene wird gut bezahlt vom Bundesministerium für Familie und Frauen und Länderregierungen.

Wolfgang Meins verschafft dem ahnungslosen Staatsbürger einen Überblick über die „Forschungsvorhaben“ der zahlreichen Institute und Beiräte – IMIS, DeZIM, IEIM, RfM, InZentIM, IKG, MIDEM.

Allein im Bereich der sog. Flucht- und Flüchtlingsforschung verfünffachten sich die Projekte seit 2013.

Es stehen einem die Haare zu Berge.

Bei den „Projekten“ gehe es darum: (a) Migranten oder Flüchtlinge sind irgendwie die besseren Menschen. Auch kommt es darauf an, (b) vor allem das Positive im Migranten zu sehen, sowohl bei voll verschleierten Frauen als auch bei Migranten mit antisemitischen Einstellungen, die ja oft selbst Opfer von Rassismus waren und sind. (c) Wir schrecken auch vor abseitigen Erklärungen nicht zurück, wenn es der richtigen Sache dient.

Wie die Professor/-innen denken, zeigen noch besser ihre zahlreichen medialen Aktivitäten. Ein „Rat für Migration“ verbreitet etwa die Rede einer Geschlechterforscherin mit dem Titel „#metoo und die Kölner Silvesternacht“.

Roger Letsch im Herbst 2017: „Goldesel Migrationsforschung“.

Wo bleibt der Osten?

Gepostet am Aktualisiert am

Das fragt heute der Aufmacher von PNN/Tagesspiegel. Die Medien verlängern wieder einmal das beliebte Narrativ von den fehlenden Ost-Eliten im nachrevolutionären Deutschland.

Mich erinnert die wiederholte Kampagne an das Projekt einer Kunstschaffenden-Truppe, die „Dritte Generation Ost“ zu kreieren. Die Aktivisten ernannten die um die Friedliche Revolution herum Geborenen zu Spätgeborenen der DDR anstatt zur ersten postsozialistischen Generation. Unter reger Anteilnahme der Medien veranstalteten sie Theateraufführungen, Diskussionsrunden, Tagungen. Sie forderten die Schaffung einer Dritte Generation West. Der Austausch zwischen diesen Generationen hätte natürlich reichlich weiteren Stoff für Symposien, Studien und Projektwochen geliefert. Kein Wunder, dass die Geschäftsführerin für ihr Projekt Staatsknete forderte.

(Der Eindruck, der erweckt worden war, dass ohne das Projekt die DDR-Aufarbeitung unzureichend wäre, traf nicht zu.) Glücklicherweise ist es still geworden um die Gruppe.

Jetzt also, 29 Jahre nach der Friedlichen Revolution will die SPD einen ostdeutschen SPD-Bundesminister. (Das Thema war auch schon 2016 und 2017 beliebt.)

Klappt es mit dem angeblich ausbleibenden Aufschwung Ost deshalb nicht, weil in der Bundesregierung ein ostdeutscher Minister fehlt? Von den diversen Ost-Beauftragten der Bundesregierung hörte man nie viel und wenn, nicht nur Lobenswertes. Zur Erinnerung:

  • Bisherige ostdeutsche Bundesminister: Günter Krause, Claudia Nolte, Manuela Schwesig, Manfred Stolpe, Wolfgang Tiefensee, Johanna Wanka
  • Bisherige ostdeutsche Bundeskanzler: Angela Merkel
  • Bisherige ostdeutsche Bundespräsidenten: Joachim Gauck

Wieso eigentlich ostdeutsch? Es müsste doch heißen: thüringisch! sachsen-anhaltinisch! mecklenburg-vorpommerisch! brandenburgisch! sächsisch! Warum soll ein Sachse einem Mecklenburger vorgezogen werden? Da sollte man an ein Rotationsmodell denken.

Es ist überheblich, eine ostdeutsche Repräsentanz im Bundeskabinett für die SPD zu beanspruchen. Bei der Bundestagswahl 2017 lag die Partei in Ostdeutschland an vierter Stelle, hinter CDU, AfD und Linkspartei!

Sind wir genderpolitisch und multikulturell nicht auch schon weiter? Müsste es nicht eher einen sachsen-anhaltinischen Transgendermann geben statt einer heterosexuellen brandenburgischen SPD-Politikerin? Der Tagesspiegel enttäuscht, weil er kein kritisches Wort dazu findet. Schließlich hat er eine Gender-Redaktion, die sonst die Interessen Andersgeschlechtlicher zu wahren weiß.

Hinter dem Ruf nach einem Ostdeutschen mit dazugehöriger Mentalität(!) steht das Gefühl, Ostdeutsche würden bei der Besetzung ostdeutscher Führungspositionen übersehen.

Der hohe Anteil Westdeutscher an Führungspositionen in den neuen Bundesländern lässt sich begründen: Wenn man, sagen wir 1980, in Ostdeutschland geboren wurde, könnte man jetzt die beiden juristischen Staatsexamina bestanden, schon mehrere Jahre Berufspraxis haben und verbeamtet sein. Der Zeitpunkt, an eine Bewerbung als Gerichtspräsident, gar als Bundesrichter, zu denken, rückt näher. So viel zum westdeutschen „Kolonialismus“.

Die letzten in der DDR ausgebildeten Kader gehen jetzt nach 25 bis 30 Jahren in den Ruhestand. Erst danach beginnt eine postsozialistisch ausgebildete Generation die Berufspraxis.

Wie hätte es anders laufen sollen? Der Leiter der Oberfinanzdirektion Dresden? Die Vorsitzende Richterin am Landgericht Neuruppin, der Präsident des brandenburgischen Landesrechnungshofes? Es galt, die Jahrhundertaufgabe der Übertragung des westdeutschen Rechts-, Steuer- und Wirtschaftssystems zu stemmen. Lag es da nicht nahe, westdeutsche Fachleute für diesen Aufbau zu holen? (Auch mit dem Risiko, dass es darunter Versager gibt.)

Was wir nicht vergessen sollten: die Elitenkontinuität im Osten, nicht zuletzt in Brandenburg.

 

Senat bringt sexuelle Vielfalt in Berliner Kitas

Gepostet am Aktualisiert am

Nicht alles in Berlin klappt so gut wie die Umwandlung der Stadt in ein buntes, diverses, multikulturelles LGBSTQ-Paradies.

berlinqueer

Im Vorwort der Broschüre, deren Cover hier zu sehen ist, wünscht Sigrid Klebba, die Staatssekretärin für Jugend und Familie „Viel Freude und Erfolg beim Einsatz der Materialien“.

Dass in der Amtsbezeichnung der Staatssekretärin noch das Wort „Familie“ vorkommt, kann nur an der Langsamkeit der Berliner Verwaltung liegen. Denn Familie verweist auf eine heteronormative Verbindung und diskriminiert alle andersgeschlechtlichen Formen des Zusammenlebens. Das Aufgabengebiet der Staatssekretärin ist aber auf der Höhe der Zeit: „Jugend und sexuelle Vielfalt“.

In der Broschüre soll „Geschlechtsvarianz“ Schwerpunkt der Kita-Sexualkunde werden. Z.B. mit diesem Fall: Kim (fünfeinhalb) ist „geschlechtsvariant“. Das Kind berichtet: „Mein Name ist für Jungs und für Mädchen. Ich möchte mal einen Bart haben, Brüste mit Milch drin, Baby im Bauch, Penis und Scheide und eine hohe Stimme.“

Man sollte meinen, dass die Bildungsverwaltung unter Hochdruck daran arbeitet, Berlin von den hintersten Plätzen im deutschen Schulleistungsranking wegzukriegen. Aber es gibt scheinbar Wichtigeres.

Gunnar Schupelius in der BZ

sexualkunde Berlin

Der Genderwahn greift um sich

Gepostet am Aktualisiert am

Es fing harmlos an. Statt „man“ schrieben Aktivist*_Innen vor Jahren „frau“. Inzwischen hat die gegenderte Sprache Einzug bei den Behörden gehalten und wird in Examensarbeiten verlangt, sonst gibt es Punktabzug. Wer durch die feministische Sprachpolitik begriffen hatte, dass es zwei Geschlechter gab, wird in der nächsten Stufe weitergebildet: In Grundschul-Sexualköfferchen lernen die Kleinen, dass es eine Vielzahl von Geschlechtern gibt. Die Gender-Fanatiker sind mit ihren Materialien auf Bildungsmessen und in den pädagogischen Studiengängen dabei. Die Sexualkunderichtlinien sind inzwischen angepasst. Wer vor Jahren bei „frau“ noch schmunzelte, dem geht inzwischen LGBTIQ locker über die Zunge. Man will ja nicht als Sexist, Rassist oder alter weißer Mann bloßgestellt werden.

Birgit Kelle, Autorin von „Gender-Gaga“, schreibt über Die subversive Macht des Gender-Mainstreaming.

Der Erziehungswissenschaftler Arthur Brühlmeier schreibt in Ideologie statt Bildung –
Anmerkungen zum Sprachfeminismus:
Würde sich Goethe dem Sprachsexismus unterzogen haben, lautete der zweite Absatz des 7. Buches von ‚Dichtung und Wahrheit‘ wie folgt: „In ruhigen Zeiten will jeder/jede nach seiner/ihrer Weise leben, der Bürger/die Bürgerin sein/ihr Gewerb, sein/ihr Geschäft treiben und sich nachher vergnügen; so mag auch der Schriftsteller/die Schriftstellerin gern etwas verfassen, seine/ihre Arbeiten bekannt machen und, wo nicht Lohn, doch Lob dafür hoffen, weil er/sie glaubt, etwas Gutes und Nützliches getan zu haben. In dieser Ruhe wird der Bürger/die Bürgerin durch den Satiriker/die Satirikerin, der Autor/die Autorin durch den Kritiker/die Kritikerin und so die friedliche Gesellschaft in eine unangenehme Bewegung gesetzt.“

MeToo von rechts? Darf das sein?

Gepostet am Aktualisiert am

Das Posting ergänzt das vorhergehende zur „Leerstelle“ von Cottbus.

Es gibt Menschen, die irritiert sind, dass gerade jetzt wieder Frauen an sexuelles Fehlverhalten von Hollywoodbossen, Regisseuren, Schauspielern und Politikern aus vergangenen Jahrzehnten erinnern. Die Medien räumen dem breiten Raum ein.

Und dann gibt es eine Initiative von Frauen, die daran erinnert, dass in diesen Tagen und Wochen Frauen und Mädchen von Muslimen vergewaltigt, erstochen oder erschlagen wurden.

Die Zunahme solcher Gewalttaten ist erschreckend hoch:

bka-statistik

Die Reflexe der „Qualitätsmedien“ sind eingeübt: Das darf nicht sein.

Die Tagesschau schießt aus allen Rohren gegen diese fremdenfeindliche Aktion und deckt auf: Es sind Rechtsextremistinnen, die an die ermordeten Frauen in Malmö, Freiburg, Paris und Kandel erinnern.

Es gibt ein Video einer Gruppe von Frauen, die sich „120db“ nennen und an die Morde und Vergewaltigungen durch zugewanderte Schutzsuchende erinnern. Auch sie wissen, dass die Mehrzahl der Fälle von Gewalt gegen Frauen im familiären Umfeld durch weiße Männer begangen wird. Muss man deswegen, wie die Tagesschau es tut, die aktuellen Verbrechen von Zugewanderten unter den Teppich kehren oder ihnen nur „lokale Bedeutung“ (Tagesschau-Rechtfertigung der Nicht-Berichterstattung) attestieren?

Die Vernetzung mit Rechten gibt es in der Tat. Ein führender Kopf der österreichischen  identitären Bewegung, Martin Sellner, hat den Frauen geholfen, online zu gehen und ist von ihrer Initiative angetan. Von der ARD dürfen sie Unterstützung nicht erwarten.

Laut Wikipedia lehnen Identitäre eine multikulturelle Gesellschaft und eine Abschaffung nationaler Kulturen ab. Sie beharren auf einer europäischen kulturellen Identität bzw. einer nationalen kulturellen Identität, zu der auch das Territorium gehört. Eine Bedrohung sehen sie in der islamischen Zuwanderung nach Europa. Laut Wikipedia sehen Politologen darin eine Identität zu nationalsozialistischen Rassentheorien. Alles klar? Wer statt Multikulti eine deutsche Identität bevorzugt, ist Nazi.

Update:

Respekt vor den 120db-Frauen. Sie konfrontierten die metoo-Szene auf der Berlinale mit den Morden und Vergewaltigungen, die die metoo-Fans nicht interessieren.