Gender

War die Oktoberrevolution ein feministisches Projekt?

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In ARD und ZDF dürfen die Historikerin Gabriele Woidelko und die Filmemacherin Bärbel Schmidt-Sakic die Oktoberrevolution als Revolution der Frauen (ZDF) feiern.

Da haben sich die Millionen Toten, die KZs und der Rote Terror doch gelohnt.

Michael Klein macht auf Science Files auf die beschränkte Sichtweise der beiden Osteuropaexpertinnen aufmerksam.

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Tripperburgen

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Tausende Frauen wurden zu DDR-Zeiten (bis 1989!; GS) wegen angeblicher Geschlechtskrankheiten in Kliniken auf geschlossenen Venerologischen Stationen, sogenannte Tripperburgen, eingesperrt. (ZDF-Text zur Frontal 21 Sendung v. 21.1117; in der Mediathek bis 21.11.18)

Frauen in DDR-Tripperburgen (9 Min.)

Wie fast immer, hapert es mit der Aufarbeitung und Entschädigung des DDR-Unrechts. Auch von Feminist*Innen und Genderist*Innen ist nichts zu hören.

Wer sagt, in der BRD gab es das auch, übersieht wesentliche Unterschiede.

Jürgen von der Lippe durfte 2014 beim Spiegel von „Gender-Scheiße“ reden. Gute alte Zeit!

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Bevor im Spiegel, wie in nahezu allen grünlinken Mainstream-Medien, die Silvesterereignisse 2015 in deutschen Städten bagatellisiert und lieber über sexistische weiße Männer und Oktoberfest-Vergewaltigungen geschrieben wurde, brachte das Magazin ein Interview mit Jürgen von der Lippe, der frei von der Leber über „Gender-Scheiße“ redete. (Leider finde ich Spiegel-Archiv nur eine kurze Vorschau. Ich dachte bisher, alte Artikel wären im Archiv kostenlos einsehbar.)

Max Erdinger lässt sich davon inspirieren und schimpft auf Genderwahn und feministiesche Rosinenpickerei. Er erinnert an durchgeknallte Femistinnen wie Andrea Dworkin, aber auch Esther Vilar, der Gegenspielerin der früher auch unerbittlichen Feministin Schwarzer.(Das Streitgespräch Vilar-Schwarzer)

Link zu Jouwatch

Liebeslieder diskriminieren Homosexuelle

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Der Beitrag stand zuerst am 17.2.2015 auf "Basedow1764"

Das wollen Geschlechterforscher/-innen in wissenschaftlichen Studien herausgefunden haben! Für Schule ist das wichtig zu wissen. Alles, was Heterosexualität als Norm erscheinen lässt, ist für LSBTTIQ-Mitmenschen und Genderisten diskriminierend. Also sollten, sagen wir mal, neben „Faust“ und „Kabale und Liebe“, den heterosexuell orientierten Stücken, auch „Brokeback Mountain“ und „Aimeé und Jaguar“ als Bausteine der Erziehung zur Vielfalt in Betracht kommen. Die Sexualkunde-Lehrpläne einiger Bundesländer werden derzeit schon umgeschrieben.

Ich kann mir die beiden letztgenannten Filme durchaus in der Schule vorstellen. (Spielfilmlänge ist während der Unterrichtszeit allerdings illusorisch, abgesehen von den gerne genutzten Schulwochen vor den Ferien.) Ich würde sie manchen Empfehlungen in einem sexualpädagogischen Handbuch oder in GEW-Broschüren vorziehen. Vielleicht nicht in Schulklassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern. (Was in einigen Großstädten schon bald die Regel sein wird.)

Wohin das Mainstreaming nicht-heterosexueller Präferenzen führen kann, zeigt die gendersensible Textanalyse deutschen Liedgutes. „Wir können nicht länger einen großen (sic!) Teil der Bevölkerung durch Liebeslieder verstören, die einen heterosexuellen Lebensentwurf feiern, der von diesem Teil der Bevölkerung nicht geteilt wird”, sagt die männliche Geschlechterforscherin David Thaler.

Es ist das gute Recht Homosexueller, ihre Homosexualität zu leben. (Ich erinnere mich an Zeiten, wo der „Lebensentwurf“ von Homosexuellen im krassen Gegensatz zur Lebensweise heterosexueller, i. d. R. monogamer Ehepaare – Stichwort Dark Room, stand.)

Aber man muss nicht bei jedem Arbeitsblatt betonen, dass man für sexuelle Vielfalt ist und heterosexuelle Beziehungen nicht privilegiert.

Siehe u. a. auch hier im Blog!

Wie schnell die sich angeblich durch rassistische, sexistische weiße Männer und dominante heterosexuelle Eheleute unterdrückt fühlende Minderheit der LSBTTIQ Macht über die Mehrheit erlangen kann, zeigen Begebenheiten der letzten Zeit:

  • Ein englischer Wissenschaftler, Tim Hunt, Nobelpreisträger, Mitglied der Royal Society und des Europäischen Forschungsrates, erlaubte sich in einem Vortrag über Frauen in der Wissenschaft diesen Scherz: Entweder verliebe man sich während der Arbeit im Labor in sie oder sie sich in einen und wenn man sie kritisiere, weinten sie. Er wurde in den sog. sozialen Medien mit einem Shitstorm überzogen und flog aus allen seinen Ämtern. Da half es auch nicht, dass seine Frau, eine bekannte Feministin, zu ihm stand.
  • In Westfalen berichtete eine Journalistin von einem Vater, der seine minderjährigen Töchter nicht an der Hochzeit eines schwulen Verwandten teilnehmen lassen wollte. Die Journalistin wurde von einem Shitstorm überzogen und von ihrer Zeitung gekündigt.
  • Wer den Genderismus kritisiert, wäre rechts. So stand es u. a. im Spiegel. So ist es bei der staatlichen Bundeszentrale für politische Bildung zu lesen.)
  • Unvergessen ist die junge Journalistin, die sich mit dem FDP-Altpolitiker Rainer Brüderle zu einem Absacker nachts an einer Hotelbar trifft, eine Bemerkung über ihr Dekolleté ertragen muss, dann in ihrer Illustrierten ihr Erdulden vor Publikum ausbreitet. Allerdings frage ich mich, ob ein älterer Politiker, der sich nachts mit einer jungen Journalistin an die Bar setzt, nicht selbst dran schuld ist. Vielleicht ist das Verhüllungsgebot für Musliminnen gar keine so schlechte Idee. Ihr gefühlloser Arbeitgeber schickt sie noch ein ganzes Jahr zu Terminen mit gemeinsamen Autofahrten zu Brüderle, bevor ihr/ihm einfällt, Brüderle als übergriffigen, sexistischen alten weißen Mann zu verkaufen. Die von Herrn Brüderle sich sexistisch angemacht fühlende Journalistin Laura Himmelreich hatte über die CSU-Politikerin Ilse Aigner geschrieben, sie sei dirndl-tauglich.
  • Heute Morgen, beim Frühstück, ich suchte gerade in den Potsdamer Neuen Nachrichten vergebens einen Artikel über den 17. Juni 1953, als mir ein Prospekt von Karstadt entgegenfiel. Auf der Titelseite prangt eine Schönheit – darf man das sagen, ohne weniger Schöne zu diskriminieren?  – in lila Unterwäsche. Ist das nicht rassistisch angesichts der Mitbürger/-innen muslimischen Glaubens, die sich, dem Gebot des Koran folgend, verhüllen? Aus freien Stücken, wie uns deutsche Islamwissenschaftlerinnen erläutern. Wo bleibt der Shitstorm gegen Karstadt? Nachtrag: Justizminister Maas hat, mit Verweis auf die Kölner Silvester-Ereignisse, einen Gesetzentwurf gegen Unterwäsche-Werbung im öffentlichen Raum vorgelegt!!!

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis rassismus- und diskriminierungssensible Wissenschaftler/-innen die Entfernung der Käthe-Kollwitz-Skulptur „Mutter mit totem Sohn“ in der Berliner Neuen Wache unweit der Humboldt-Universität fordern. Denn die Skulptur ist eine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Eheleute.

A propos Humboldt: Gendersensible Student/-innen, pardon Studier_x, dieser Institution fordern eine Umbenennung. Die Gebrüder Humboldt waren schließlich rassistische, diskriminierende, sexistische weiße Männer.

Camille Paglia über Identitätspolitik

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Prof. Dr. Camille Paglia, überzeugte Feministin, rechnet mit dem kryptomarxistischen Postmodernismus ab. Westliche Wertvorstellungen würden denunziert, Multikulturalismus würde propagiert, ohne dass man sich wirklich mit den vielen Kulturen auseinandersetze. Politische Korrektheit und Minderheitenschutz seien wichtiger als solides Wissen über die Welt. Der moderne Feminismus würde nur Opfer und Täter sehen wollen.

Camille Paglia diskutiert mit dem Postmodernismuskritiker Prof. Jordan Peterson:

„Ich bin sehr besorgt über die Zukunft der westlichen Kultur, weil ich als Geschichtsstudentin sehen kann, dass sie dem antiken Rom zu sehr ähnelt“, erklärte Paglia. „Rom wurde überdehnt, es war einem bürokratischen Schwachkopf ausgeliefert…. Und die römische Identität verwischte sich schließlich in der Einbeziehung so vieler verschiedener Kulturen, was anfangs eine gute Art von Multikulturalismus war, aber schließlich überdehnt wurde und unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrach.“ (übersetzt von DeepL; zwei kleinere Korrekturen von mir.)

Und das hier im Original:

„I think the public school level has gone to Hell. When my mother came to America at the age of six, the old public school system was still very strict. She had an excellent education. She got all As even though she started out not speaking English. She learned to speak without an accent. So today, this kind of feel-good public school education –which is a form of ideology—and indoctrination right now. It is all about No Bullying, and not about anything substantive.“

Link zur Diskussion auf realclearpolitics.com

Real Clear Politics Media Group hat den Anspruch, Leser durch ein breites Spektrum von Meinungen und ein weit gefächertes Angebot von Nachrichten, Analysen und Umfragen zu informieren. Die Webseite ist ein News Aggregator, d. h. sie veröffentlichen Materialien anderer Medien, ergänzt durch eigene Meinungsbeiträge. Die Institution gilt als liberal-konservativ.

Sprachpolizei

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Zwei Berichte zum Zustand der deutschen Sprache wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten:

Dr. Anja Kühne, Bildungs- und Genderexpertin im Tagesspiegel, findet, dass die Genderisierung der Sprache (Schneider*meister*innen), das Eindringen türkischer Grammatik, z. B. Weglassen von Ortsadverbien: „Isch gehe Schule“, zeige, wie lebendig unsere Sprache wäre und ständig „kreativ“ weiterentwickelt würde.

Korrekter Sprachgebrauch und korrekte Grammatik seien früher den Kindern eingebleut worden.

Der emeritierte Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg hingegen findet in der FAZ den Genderwahn, die reduzierte Grammatik, die Leichte Sprache grässlich und einen Missbrauch.  (Sein Text ist anscheinend außerhalb des kostenpflichtigen Archivs nicht zugänglich. Aber Eisenberg hat in der FAZ zum Thema mehrfach veröffentlicht. Andreas Kilb schreibt aktuell ähnliches dazu. In der SZ hatte Eisenberg im März schon dazu geschrieben.)

Fundstück: An der Bundeswehrhochschule in Hamburg wird für die Studenten eine Gefechtsübung so angekündigt:

gendersprache.JPG

 

via Jouwatch

Martin Schulz und die Zahlen

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SPD gender paygap

 

Da Martin Schulz glücklicherweise keine Chancen hat, Bundeskanzler zu werden, gewinnt er Zeit, sich besser zu informieren.

Z. B. in diesem Blog

 

Der dazu passende rührende Tweet, der auch nicht richtiger ist.

schulz genderpay

Der Holocaust und die deutschen Frauen

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Die US-amerikanische Holocaustforscherin Wendy Lower hat ein schludriges Buch über die angeblich 500.000 Frauen geschrieben, die mit dem Militär, der SS und der NS-Bürokratie gen Osten gezogen sind und mitgemordet hätten:

Hitler’s Furies: German Women in the Nazi Killing Fields,

deutsch etwas weniger reißerisch: Hitlers Helferinnen: Deutsche Frauen im Holocaust.

Sie hat 13 repräsentative Biographien, wie sie sagt, ausgesucht und versucht, fünf dieser Frauen nachzuweisen, dass sie mitgemordet hätten. Den Rest des Beitrags lesen »

Der weibliche Blick auf Gletscher

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Es scheint kein Hoax zu sein, keine Zeitungsente: das Papier eines US-Geschichtsprofessors und Klimaforschers und seiner Mitarbeiter/-innen zu einer genderistischen Forschungsperspektive in der Gletscherforschung. (Hier das Abstract in Englisch; Titel d. Studie steht im letzten Satz.)

Dem Prof. Mark Carey und seinem Team (insgesamt drei Männer und eine Frau) geht es weniger um Klimaforschung als um Erkenntnistheorie. Er kritisiert, dass wissenschaftliche Forschung vor allem aus der westlichen, kolonialistischen, imperialistischen und patriarchalischen Perspektive betrieben wird. Eine feministische Perspektive werde an den Rand gedrängt. Wobei er das macht, was Genderisten fast immer machen: Er vereinahmt den Feminismus für den Genderismus, obwohl er die Fixierung auf heterosexuelle Männer und Frauen ganz im Sinne des Genderismus ablehnt.) Auch will er, ebenfalls typisch für Genderforschung, nicht nur wissenschaftliche Erkenntnis berücksichtigen, sondern auch „andere Wege der Erkenntnis“ wie Kunst und Literatur einbeziehen. In der Tat zitiert er Erzählungen weiblicher Autoren, die in arktischen Regionen spielen. Er will Gletscher in einem sozialen und kulturellen Kontext erforschen.

Ca. 400.000 € bekam er vom National Science Institute für die Erarbeitung der Studie. Sie sorgte vor einem Jahr für ungläubiges Staunen in US-Medien. Ich zweifle immer noch. Obwohl es viele Gender-Studien gibt, bei denen ich mich frage, wie man damit M.A., Dr. oder Profx werden konnte.

Sie erinnert an die Sokal-Affäre: Der Physiker Alain Sokal schrieb 1996 in poststrukturalistischem Jargon über Quantengravitation als linguistisches und soziales Konstrukt. Obwohl er Fehler eingebaut hatte, wurde der Aufsatz in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Es kam damals zu einer Debatte über den womöglich schädlichen Einfluss postmoderner Philosophie auf die Naturwissenschaften.

Andererseits, wenn ich seine Forschungsgebiete und seine Publikationsliste ansehe, schließe ich nicht mehr aus, dass er es ernst meint. Prof. Dr. Carey arbeitet interdisziplinär. Er untersucht, wie Menschen, Indigene in Südamerika z. B., mit Klimaphänomenen umgehen, welche gesellschaftlichen Einflüsse in den Erdwissenschaften wirksam sind(!).

In einem Interview antwortet er auf die Frage, ob ihn die Aufregung über seinen genderistischen Artikel störe. Es ist eine ähnliche Antwort, wie sie kürzlich eine Genderprofx dem Berliner Tagesspiegel gab: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse werden in Fachzeitschriften veröffentlicht. Wenn das Laien in die Hände bekämen, könne das falsch oder gar nicht verstanden werden.

Das passiere Wissenschaftlern seit Jahrhunderten, besonders häufig in letzter Zeit den Klimaforschern.

U. a. nach „Postmodern Glacier professor defends his dreadful study as misunderstood”.

Bei EIKE gibt es einen ins Deutsche übersetzten anderen US-amerikanischen Bericht darüber.

Geschlechterforscherinnen müssen nicht verstanden werden

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Das Leitmedium für Genderismus, der Berliner Tagesspiegel, muss sofort dagegenhalten, wenn Alice Schwarzer den Genderismus kritisiert. Genderismuskritik ist bekanntermaßen rechtspopulistisch. Das behauptet auch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Genderjournalistinnen des Tagesspiegel räumen der Geschlechterforscherin und Soziologin Paula Irene Villa eine ganze Seite ein, damit sie sich gegen die schlimme, anti-intellektuelle Kritik von rechts und von Frau Schwarzer wehren kann. Die Geschlechterforscherin darf erklären, dass alles mit allem zusammenhängt, dass die Biologie nicht gänzlich überflüssig ist, aber auch das biologische Geschlecht wäre „ein Stück weit“ sozial konstruiert. Sie nimmt „seriöse“ Biologen in Schutz. Die wären zurückhaltend, wenn es um „Tatsachen“ ginge. Sie wären gar nicht so borniert-positivistisch, wie das gemeinhin angenommen würde. Die Geschlechterforscherin will gar von und mit Biologen lernen.

Da frage ich mich, wozu man die genderistischen Institute und Lehrstühle eigentlich braucht. Schließlich ist Gender im Englischen schon immer als mit Sex zusammenhängend gesehen worden. Erst die Genderista hat den Primat des sozial konstruierten Geschlechts erfunden – und kommt jetzt den Naturwissenschaftlern ein klein wenig versöhnlich entgegen.

Präpotent wird die Geschlechterforscherin vor allem am Schluss: Wissenschaft müsse sich nicht ständig erklären und rechtfertigen. Sie müsse auch nicht immer für alle verständlich kommunizieren.

Das ist doch die Lösung! Hinter unverständlichem Gelaber könnte sich ja eine hoch begabte Genderista verbergen. Wenn ich Judith Butler nicht verstehe, liegt das an mir, nicht daran, dass die sich nicht klar ausdrücken kann oder will.

Was meint der Ressortleiter Wissenschaft des Tagesspiegels?