Berlin

„Stalin war ein Verbrecher“: Ist dieser Satz rechtspopulistisch?

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„Extrem aufgeladen“ (zur Gänze lesen ist kostenpflichtig) heißt der Artikel (in der Printausgabe) von Verena Hasel im Berliner Lokalblatt Tagesspiegel. Es geht um Demonstrationen antifaschistischer Gutmenschen vor der Praxis eines Zahnarztes in Berlin-Weißensee. Der Mann wird bekämpft, weil er Politiker der AfD ist.

Ein Foto, das etwa ein Drittel der Seite einnimmt, zeigt Transparente von Antifaschisten, die ein nazi-freies und AfD-reines Weißensee fordern. Der Text unter dem Foto beginnt mit dem Wort „Straßenreinigung“. Den Rest des Beitrags lesen »

Das Berliner Scheunenviertel

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Ich stoße auf Texte des 1997 verstorbenen Publizisten Eike Geisel. Irgendetwas Kritisches über bundesdeutschen Philosemitismus hatte ich früher von ihm gelesen. Nicht aber den Text über das Berliner Scheunenviertel. Über das will ich mehr wissen. Was Geisel schreibt, habe ich anderswo bisher noch nicht gelesen: Den Rest des Beitrags lesen »

Karneval der Kulturen

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Müssen in Berlin der Priesterweg und der Ortsteil Weißensee umbenannt werden? Der Kampf gegen nicht gendergerechte, rassistische oder nationalistische Straßennamen ist maßlos.

Im Wedding soll jetzt der Afrikaforscher Gustav Nachtigal, Gegner des Sklavenhandels, gegen die schwarze Sklavenhändlerin Nzinga von Matamba ausgetauscht werden.

Wie die grüne Bezirksstadträtin mitteilt, sei stundenlang debattiert worden, welche belastetete Namen gegen diskriminierungsfreie ausgetauscht werden sollen.

Kolumnist Harald Martenstein schreibt dazu im Berliner Regionalblatt Tagesspiegel. Wie lange wird er noch in dem linken Blatt mit eigener Redaktion für Queere Kultur und Diversity schreiben dürfen?

Ich las kürzlich ungläubig bei Eike Geisel,  dass der Tagesspiegel in den 90er Jahren ein rechtes Blatt gewesen wäre. Nun war Geisel ein Publizist, der sich mit Israel, dem Zionismus, der „Vergangenheitsbewältigung“ der alten Bundesrepublik mit gnadenloser Härte auseinandersetzte. Er war kein Mainstreamlinker, weder SEW noch grün-alternativ orientiert, kein 68er, aber sicher ein Linker. Da ist eine liberale Zeitung natürlich rechts. (Demnächst mehr von Geisel)

In den zwei Jahrzehnten vor dem Untergang der DDR, als Berlin der Außenposten des Westens jenseits der Zonengrenze war, erinnere ich den Tagesspiegel als liberales Blatt, als einzig lesbare Zeitung im Springer-Land Berlin (W). Und heute? Siehe dazu mehrere Bemerkungen im Blog!

Da ich gerade bei Berlin bin:

In der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg hat sich die rot-rot-grüne Mehrheit eine neue Geschäftsordnung gegeben. In § 26 heißt es: „In der weiteren Aussprache erteilt der/die Sitzungsleiter/in das Wort abwechselnd an eine Frau und einen Mann in der Reihenfolge der Wortmeldungen.“ (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27750920 ©2017)

Noch nicht geregelt zu sein scheint, mit welchem Geschlechtsrollenträger die Redner*innenliste eröffnet wird und wie Intersexuelle und Transsexuelle einzuordnen sind.

Neuer Multikulti-Konflikt in Berlin

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Gerade habe ich das Buch von Ayn Rand vorgestellt, in dem sie – in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! – beschrieben hat, wohin Umweltbewegung und Multikulturalismus führen.

Dazu zwei aktuelle Beispiele:

Umweltschützer haben den Wolf nach Brandenburg zurückgebracht. Inzwischen laufen Wölfe durch Dorfstraßen oder sie reißen Schafe. Für die Naturfreund/-innen haben – wie Ayn Rand vor 50 Jahren beschrieb – die Tiere Vorrang vor den Menschen. Während Schäfer und Landwirte inzwischen entnervt ihren Betrieb aufgeben, erklären die Wolfsaktivist/-innen ungerührt, die Bauern müssten ihre Herden halt besser schützen. Im Übrigen wären die Wölfe gar nicht auf die Schafsherden angewiesen, sie fänden genügend Beute in den Wäldern.

Auf die Kuppel des wieder aufgebauten Berliner Schlosses soll nicht wieder ein Kreuz montiert werden dürfen. Das wäre ethnozentrisch. Wie Frau Rand vor fünfzig Jahren schrieb: Diversity führt zum Verlust von Wertmaßstäben. Alles ist gleich gültig. (Die Betonung liegt auf „gleich“). Wenn mir Beethoven besser gefällt als ein Tanz der Bambuti, bin ich Rassist, d. h. diskiminierender Weißer, der wertet und damit die Kulturen hierarchisiert.

Die Kreuz-Gegner nennen sich selbstbewusst und entwaffnend ehrlich: „Stiftung Zukunft“. Die sieht ihre Aufgabe darin, die „wachsende Entfremdung von Bürgerschaft und Politik zu überwinden“ und Stimme der Zivilgesellschaft zu sein.

Nachtrag 21.5.17: Der Entwurf zum SPD-Bundestagswahlprogramm 2017 enthält ebenfalls einen Beleg für die Weitsicht von Ayn Rand. Dort wird von „migrantischen Communities“ gesprochen: „Migrantische Communities haben einen positiven kulturellen Einfluss – das schätzen wir.“

Das Wort wird nicht nur von der SPD verwendet. Aber die Geister scheiden sich. Man kann damit die Situation in manchen Großstädten beschreiben, wo Stadtteile von Türken oder arabischen Großfamilien dominiert werden. Ob davon ein positiver kultureller Einfluss ausgeht, darf bezweifelt werden. Multilkulturalisten sehen sie aber als dauerhafte Phänomene. Sie wollen einen Kulturföderalismus der migrantischen Communities etablieren. Die deutsche Kultur ist dann auch nur eine Community. Leitkultur, Deutschland, Mehrheitsgesellschaft sind Wörter, die unter Rassismusverdacht geraten.

Migrantische Communities  gab es in den vergangenen Jahrhunderten auch im Einwanderungsland USA: Little Italy, Chinatown, die Germantowns. Aber diese Einwanderer wurden im Laufe von Generationen im Melting Pot USA Amerikaner.

Von einer Integration in die deutsche Mehrheitsgesellschaft ist in dem „Impulspapier“ der SPD-Staatsministerin Özoguz und Migrant*innenvertreter/-innen nicht mehr die Rede. Sie will migrantische Organisationen dauerhaft erhalten. Sie sollen aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Staatsbürger soll man schneller werden können,, kommunales Wahlrecht soll für alle, nicht nur EU-Bürger möglich sein, in den Unternehmen soll es eine Migrant*innenquote geben. Auch Deutsch ist nicht mehr wichtig; die Kommunen sollen Dolmetscher einstellen.

Nekla Kelek zum Impulspapier der Islamlobbyistin Özoguz.

Fake-News 1969: Die Stones spielen auf dem Dach des Springer-Hochhauses

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Im RIAS wurde die Nachricht, die ein gut erfundenes Gerücht war, verbreitet.

Die Stasi jagte über 2.500 Jugendliche, die sich versammelt hatten, durch Ostberlin, verhaftete, verprügelte, wies in Jugendwerkhöfe und Zuchthäuser ein.

Berliner Zeitung Online,  5.6.2014

Muslimischer Antisemitismus ist seit über einer Generation in Deutschland verankert

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Arye Sharuz Shalicar ist iranischer Jude. In den 70ern zog seine Familie nach Berlin. Er wuchs in Wedding auf und gründete dort die Gang „Berlin Crime“, mit der er sich im muslimisch dominierten Bezirk Respekt verschaffte. 2001 wanderte er wegen des Antisemitismus der türkischen und arabischen Berliner nach Israel aus und machte Karriere in der israelischen Armee.

Er schrieb über seine Berliner Jahre ein Buch und wurde jetzt von der Berliner Morgenpost zu einem bekannt gewordenen antisemitischen Vorfall an einer Berliner Schule, einer Schule mit dem Label „Schule ohne Rassismus“, interviewt.

NB.: Elternvertreter der Schule beklagen vor allem eins: Die Berichterstattung über die Vorfälle. Sie führen die Vorfälle zurück auf das Verhalten der israelischen Regierung.

Die grünen Schilderstürmer

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Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin betrete ich, wenn ich auf eine Toilette muss oder in der Caféteria etwas trinken möchte. Von den Ausstellungen war ich so enttäuscht, dass ich sie seit Jahren nicht mehr beachte. Zeitungskritiken bestätigen mich in meiner Meinung. So war das auch mit der Ausstellung über den deutschen Kolonialismus. Man kennt die Tendenz von DDR-Schulbüchern.

In Afrika ist der Forscher Gustav Nachtigal hoch angesehen. Orte, Straßen und Plätze sind nach ihm benannt und Denkmäler gibt es. Niemand macht Anstalten im postkolonialistischen Afrika, dies zu ändern. Nachtigal war ein Kritiker des muslimischen Menschenhandels mit Schwarzen. Er hinterließ ein umfangreiches ethnographisches und geographisches Werk.

Das DHM nennt ihn einen „Verbrecher“, die Journalistin der taz sekundiert: ein „Unterdrücker“ und „Kolonialherr der übleren Sorte“.

Das ist also die Allianz der Gutmenschen, die Fake-News produzieren: ein provinzielles Museum, dem keine Ausstellung gelingt, Schweinejournalisten und infantile Bezirkpolitiker*innen, die 1984 spielen.

Der unbedingt lesenswerte Text von Ulli Kulke, auf den ich mich beziehe, nennt sehenswerte Videoclips, die – man staune – im Museum gezeigt werden. Die Gutmenschen sollten sie auf jeden Fall anschauen.

Berlin nicht konkurrenzfähig?

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Im neuesten der zahlreichen Städte-Rankings liegt Berlin abgeschlagen auf Platz 45.

Eine Wiener Unternehmensberatungsgesellschaft legte für die EU-Kommission eine vergleichende Liste der Städte und Regionen im Hinblick auf Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit vor. (PNN/Tagesspiegel v. 1.3.17, p 18).

Nun gibt es ständig Listen der innovativsten, reichsten, kreativsten usw. Städte. Je nachdem, welche Parameter wie gewichtet werden, gibt es Unterschiede. Wer sich von der Selbstüberschätzung, mit der Berlin sich als Start-up-, Mode-, Nachtleben- und Film-Metropole feiert, nicht anstecken lässt, wird wissen, dass es mit Infrastruktur (S-Bahn-Pannen, Staus, BER-Flughafen), Bildung (Schulgebäude, Vergleichstests) und Branchenmix nicht so gut bestellt ist.

Der gelegentliche Besuch in anderen deutschen Städten zeigt, dass auch dort die Zeit nicht stehen geblieben ist und die Innenstädte nicht weniger attraktiv, die Industriegebiete größer und die Zahl der innerstädtischen Baustellen nicht geringer ist als in der „Metropole“, das geschätzt häufigste Wort in Berliner Medien.

Also: Berlin (Platz 45 von 263) liegt immerhin vor Wien (49) und der Steiermark (99). Aber München (9) Frankfurt (13), Hamburg (14) sind sehr viel weiter vorn. Natürlich auch London (1), Stockholm (4), Kopenhagen (6), Luxemburg (7), Paris (8).

Es mag sein, dass 3 weitere britische Regionen, die neben London (vor der Brexit-Abstimmung) unter die ersten Zehn gekommen sind, sich demnächst verschlechtern werden. Wenn Berlin dann auf Platz 42 vorrückt, ist das nur eine technische Verbesserung und nicht einer Verbesserung in den Parametern zu verdanken.

Eine Berliner Landesregierung, die in ihrer Koalitionsvereinbarung Unisex-Klos und während der Rush-Hour den Buseinstieg auch hinten erlauben will, die Zahl der Berater für Schulen und die Zahl der Staatssekretäre erhöht sowie einen Preis für migrantische Ökonomie ausloben will, wirkt nicht gerade vertrauensbildend.

Einen Bericht über die neue Studie habe ich bisher nur in der Tiroler Volkszeitung gefunden.

 

Lutz Rackow: 80 Jahre in deutschen Irrgärten

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Lutz Rackow lebte, so sagt er es selbst, im geteilten Berlin „zweigleisig“. Er wohnte immer im Osten. Aber er studierte an der West-Berliner TU, war vor dem Mauerbau europaweit unterwegs und hatte viele Korrespondenzen in den Westen.

Schon die Nazis und 1946 die SED hatten ihn der Schule verwiesen. Er fand eine Anstellung bei der Zeitung der Liberaldemokraten. Die verließ er bald. (Der Chefredakteur war ein MfS-Mann.) Sein Geld verdiente er mit Artikeln für 15 Zeitungen zu Themen wie Haus und Garten, Autoreparatur, Motorsport und Segeln. Die Zeitungen waren an solchen unpolitischen Texten brennend interessiert. Das lasen die Leser gerne, aber die zu Parteisoldaten ausgebildeten hauptamtlichen Journalisten konnten das nicht liefern.

Von diesem Balanceakt zwischen Ost und West, seinen Beobachtungen zur Weiterführung des Stalinismus unter Ulbricht, seine Augenzeugenschaft am 17. Juni und die Vorhersehbarkeit des Mauerbaus (u. a. wurde der Bahnhof Friedrichstraße zum Sackbahnhof umgebaut) schildert er in seinem Buch „Spurensicherung. 80 Jahre in ostdeutschen Irrgärten“.

Auf Youtube erzählt er vom Volksaufstand am 17. Juni 1953.

In der Huffington Post schreibt er über seinen Lebensweg.