Berlin

Hilde Benjamin war eine starke Frau

Gepostet am Aktualisiert am

So schwerfällig ist die Berliner Bürokratie gar nicht:

Kay Ehrhardt macht auf eine Broschüre des Bezirksamtes von Berlin-Steglitz-Zehlendorf aufmerksam: „Starke Frauen“, in der die berüchtigte SED-Justizministerin Hilde Benjamin als „starke Frau“ gewürdigt wird.

Kurze Zeit später führt der Link zur Broschüre auf der Bezirksamt-Webseite ins Leere.

Benjamin besuchte in Steglitz die Schule.

Der sozialistische „Arbeitskreis kritischer Jurist*/-Innen an der Humboldt-Universität zu Berlin“ hat auf seiner Webseite 2004 eine einfühlsame Biographie eingestellt.

Nachtrag: Dankenswerter Weise hat mir die FDP-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung die Broschüre als pdf zugesandt.

Bei vielen Würdigungen ist der Verfasser angegeben. Der Benjamin-Text gehört zu denjenigen, bei denen er fehlt.

Der Text der kritischen Juristen ist schon fast kritisch im Vergleich zum Text des Bezirksamtes. Die fortschrittliche, antifaschistische, feministische Genossin Benjamin war selbst ein Opfer: Die SED und die Sowjets hätten ihr die Urteile vorgeschrieben.

Da wäre es doch angebracht, dass die Bezirksverordnetenversammlung sie ehrt, mit einer Büste im Stadtpark oder einem Straßennamen. (Die Sedanstraße müsste doch schleunigst umbenannt werden.)

Update: Es ist zu hören, dass der Senat interveniert hätte. Die Broschüre soll neu gedruckt werden.

Advertisements

Blick aufs Brandenburger Tor

Gepostet am Aktualisiert am

Mein Blick auf das Berliner Brandenburger Tor während eines Brunchs im Hotel Adlon:

Brandenburger Tor Berlin

Das ist der 1000. Beitrag in diesem Blog.

Das Brandenburger Tor bei Google Arts and Culture

Gepostet am

Google hat bedeutende Bauwerke der Welt digitalisiert. Man kann sie auch innen virtuell besichtigen. Beim Berliner Brandenburger Tor gibt es nichts Inners zu besichtigen. Aber das Bauwerk gehört zu den von Google auserwählten Objekten.

Wie das Berliner Abgeordnetenhaus Antisemitismus verurteilt

Gepostet am Aktualisiert am

„Das Berliner Abgeordnetenhaus wollte am Donnerstag den Hass auf Juden verurteilen, der auf den Straßen der Stadt immer häufiger erkennbar wird. Doch ganz so eindeutig fiel die Verurteilung nicht aus.

Denn erstens wurde in der Resolution, die mehrere Parteien gemeinsam verabschiedeten, nicht erwähnt, von wem der Antisemitismus ausgeht, den man verurteilen wollte…“

Weiterlesen, was Gunnar Schupelius in der Berliner Zeitung darüber schreibt, wie in Berlin muslimischer Antisemitismus relativiert wird.

Nicht nur im Berliner Abgeordentenhaus! Auch die Bundestagsdebatte war verlogen.

„Die populärsten Juden in Deutschland sind heute Herr und Frau Stolperstein.“
Alexander Wendt, zit. von Michael Klonovsky auf acta diurna

Einmalig: Berlin und Potsdam tragen Kippa!

Gepostet am Aktualisiert am

Ich mag solche Veranstaltungen nicht! Die Potsdamer Oberbürgermeisterkandidaten präsentieren sich und Landtagsabgeordnete. Der muslimische Würdenträger, der in Potsdam zugesagt hatte, kam nicht und hatte auch nicht abgesagt. Wie die Zeitung herausbekam, hatte er einen wichtigen Termin bei der Stadtverwaltung wegen der Bauabnahme für ein Moscheegebäude.

Dagegen soll in Berlin sogar die DITIB das einmalige Tragen der Kippa mitgetragen haben. Was für eine Toleranz!. Dabei hatte die Jüdische Gemeinde die Veranstaltung beantragen müssen. In der viel gerühmten Zivilgesellschaft fand sich wohl niemand anders.  Wie das meist so ist, wenn es einen antisemitischen Vorfall gibt: Dafür sind die jüdischen Organisationen zuständig.

Angesichts dessen, was zurzeit in Der Zeit oder im Spiegel über Israel zu lesen oder im ÖR-TV zu sehen ist, müsste ich ständig protestieren. Oder wenn die arabischen Synagogenbrandstifter mildernde Umstände bekommen, weil sie Israel hassen und nicht die Juden generell. Oder wenn die Jüdische Gemeinde Rheinland eine gemeinsame Israelreise mit der Evangelischen Kirche im Rheinland absagt, wegen der antijüdischen Tendenz der Verbandszeitschrift. Oder wenn der Ethik-Beirat des Musik-Echo mit 5:1 für die Preisverleihung an zwei Rüpel-Rapper gibt, die Holocaust-Opfer verhöhnen. (Was ist mit der Million Facebook-Follower des Judenhassers Kollegah?) Oder die völlig verzerrte Statistik antisemitischer Straftaten…

Da ist das einmalige, kurzzeitige Kippatragen unter Polizeischutz eine kommode Angelegenheit. So richtig erwähnen, dass es ein Araber war, der, was noch nie in der bald siebzigjährigen Bundesrepublik passiert ist, einen Israeli ausgepeitscht hat, muss man nicht. Lieber fordert man verstärkt Gedenkstättenbesuche für alle Schüler und mehr Geschichtsunterricht über das Dritte Reich, stellt fest, dass der Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen wäre oder immer noch nicht überwunden wäre.

Irgendwo im Internet finde ich gerade diesen Satz:

Es ist nicht antisemitisch, Israel zu kritisieren, aber Kritik an Israel ist das liebste Vergnügen von Antisemiten.

Steinmeier Kranz Arafat
Steinmeier legt Kranz am Grab des Terrorpaten Arafat nieder

Deswegen grenzt es für mich schon fast an Heuchelei, wenn jetzt in den Zeitungen auf Seite 1 und in den Kommentarspalten groß über BerlinträgtKippa geschrieben wird, aber seit Jahren durch den früheren Außenminister Gabriel, eine nahezu manische israelkritische Berichterstattung in Mainstreammedien wie taz, FAZ, SZ, Spiegel und ÖR-TV (Kann in diesem Blog unschwer nachgelesen werden) der Boden für antisemitische Aktivitäten bereitet wird.

 

Nachtrag: Zurück in den Alltag: Kippa-Demo in Neukölln musste abgebrochen werden. Ein Kommentar dazu: „Morbus Augstein“

NZZ: Deutschland denkt nur an seine toten Juden

Matthias Oomen und seine Putztruppe

Gepostet am Aktualisiert am

Im Vergleich zum Parteifreund Matthias Oomen könnte einem die grüne Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth fast sympathisch erscheinen.

Oomen denunzierte kürzlich als einfacher Leserbriefschreiber mit Hilfe seiner Unterstützer im linken Berliner Tagesspiegel eine Leserbriefschreiberin, die sich über Zustände auf S-Bahnhöfen und in U-Bahnen beklagte. Für den Grünen Oomen ist sie  rassistisch usw. Außerdem behauptete er wahrheitswidrig, seine Jugend in Berlin verbracht zu haben.

Jetzt erhielt Oomen wegen dieses Verhaltens eine ironisch-zurückhaltende E-Mail aus Frankfurt am Main. Er schickt daraufhin „zuständigkeitshalber“ seinen Freunden von den Frankfurter Antifa-Faschisten die Adresse des Schreibers. Das gibt er auf seinem Twitter-Account auch bekannt.

Hier nachzulesen!

Womit sich Verkehrsexperte Oomen sonst noch beschäftigt.

Berlin: Araber provoziert Araber mit Kippa

Gepostet am Aktualisiert am

In Berlin wurden ein arabischer Israeli, der eine Kippa trug, von einem palästinensischen Schutzsuchenden mit einem Ledergürtel geschlagen.

Der Israeli sagt, er hätte beweisen wollen, dass Kippatragen in Berlin sehr wohl möglich sei.

Jakob Augstein, der Antisemit vom Dienst, zeigt Verständnis: Das Tragen der Kippa sei eine Provokation gewesen, verkündet der Spiegel-Mitbesitzer und -Kolumnist per Tweet.

Die Spiegel-Redaktion kommt ihrem Kollegen zu Hilfe und relativiert den schlechten Eindruck, den man von diesem Einzelfall bekommen könnte: Sie verweist auf 1377 rechte Straftaten in ganz Deutschland und bloß 25 aus dem Bereich islamistischer Extremismus. In Berlin könne es sein, dass antisemitische Vorfälle zunähmen.

Update: Siehe auch hier!

Wenn Leser die Zeitung machen müssen: der Tagesspiegel

Gepostet am Aktualisiert am

tagesspiegel

Der Berliner Tagesspiegel braucht einen Leserbrief, um auf die Zustände in Berliner U-Bahnhöfen aufmerksam zu werden!

Der hier verlinkte Artikel ist ein Leserbrief! Immerhin ist das selbst ernannte Berliner Leitmedium dafür zu loben, dass es die Leser zu Wort kommen lässt.

(Als Kommentar wurde mein oben stehender Satz von der Zensur auf TS-Online nicht zugelassen.)

Kurze Zeit später veröffentlichte der Tagesspiegel auf der Leserbriefseite einen Kommentar des Lesers Matthias Oomen. Der sollte wohl stellenweise eine Satire sein, unter dem Motto „Früher war alles besser“. Die kritische Leserin stellt Oomen in die rechte, ausländerfeindliche Ecke. Online wird der Leserbrief dann in voller Länge veröffentlicht, versehen mit dem Hinweis, dass er Grüne(sic!) Mobilitätspolitik mache.

Oomen erwähnt auch eine Berliner Kindheit. Bei Wikipedia, in seinem Namensartikel, schreibt er, dass er Abitur in Baden gemacht hat und danach in NRW und MeckPomm für die Grünen tätig war. Kindheit in Berlin?

Oomen gilt als Verkehrsfachmann der Berliner Grünen. Sein Twitter-Auftritt ist gelegentlich umstritten. So forderte er, die Bombardierung Dresdens zu wiederholen.

Nachtrag: Oomen mobilisiert seine Antifa-Freunde gegen Kritiker

Kleiner Konflikt wg. kultureller Überforderung

Gepostet am Aktualisiert am

Eine Zweitklässlerin wurde in Berlin von einem geflüchteten Mitschüler mit dem Tod bedroht. Sie würde nicht an Allah glauben. Ihre Mutter ist jüdisch.

Die Berliner Zeitung berichtet aus dem Berliner Schulalltag. Heute Morgen erfahre ich aus den Rundfunknachrichten, dass uns ein Politiker auffordert, stärker gegen den wachsenden Antisemitismus in der Bevölkerung vorzugehen. Jeder trüge Verantwortung. Peinlich vermieden wird das Wort „Islam“. Es muss ja nicht gleich ein Generalverdacht gegen alle Muslime ausgesprochen werden. (Einzig das Simon-Weisenthal-Center spricht vom Import des muslimischen Antisemitismus.)

bushido