Weitere Lesetipps

Die meisten der folgenden Bücher sind Erzählungen, die auf Erlebnissen beruhen. Zu ihnen können z. B. Rezensionen geschrieben werden. Einige sind in mehrfachen Exemplaren in der Medienkiste, so dass eine Gruppe über Buch diskutieren und es vorstellen kann. (z. B. auch in einer Wandzeitung)

Rusch
Rusch

Meine freie deutsche Jugend, von Claudia Rusch, Frankfurt am Main: Fischer, 2. Aufl.  2005, 176 S, 7,95€, 978-3596159864

Wie man in der DDR aufwuchs und ohne rechte Überzeugung Mitglied in der staatlichen Jugendorganisation wurde, weil man einen höheren Schulabschluss machen wollte.

Die neuen Leiden des jungen W., von Ulrich Plenzdorf, Frankfurt am Main: Suhrkamp  52. Aufl. 2004 (1972), 6,00 €, 978-3518368008

Der Titel nimmt Bezug auf Goethes Werther. Der Held liebt ebenfalls vergeblich eine verheiratete Frau.

Krokodil im Nacken, von Klaus Kordon, München: dtv 2005, 795 S., 10,00 €, 978-3423134040

Der Jugendbuchautor Kordon erzählt von Kindheit und Jugend in der Osthälfte Berlins. Die 50er und 60er Jahre, Alltag und Stasi-Knast werden sehr konkret. Es ist zwar dicker Wälzer, aber wenn man sich erst einmal festgelesen hat… Besser als manches Geschichtsbuch!  Es wird deutlich, wie sehr der Alltag vom Herrschaftsanspruch der SED durchdrungen war.

Die gekürzte Schulausgabe enthält (leider) nur die Stasi-Kapitel!

Die wunderbaren Jahre, von Reiner Kunze, Frankfurt: Fischer, 31. Aufl.(1976) 128 S., 6,69 €, 978-3596220748

Aus Gesprächen, die Reiner Kunze mit Schülern, Lehrlingen, Arbeitern und Soldaten der Nationalen Volksarmee führte, und aus Erfahrungen mit seiner eigenen Tochter entstanden diese Prosatexte, in denen er mit knappen, lakonischen Worten den (Schul-)Alltag von Jugendlichen in der DDR treffend schildert..

An einem Freitag im Mai, von Maria Seidemann, Ellermann, 214 S., 1997, 978-3770730513

Vierzehn Jahre ist Hanna, als ihr Vater, der DDR-Schriftsteller Klaus Herold, nach einer Lesung verhaftet, ausgebürgert und in die Bundesrepublik abgeschoben wird.

„Weggesperrt“ von Grit Poppe, Carlssen-Verlag, 9,95 €

Ein Jugendbuch über einen nahezu unbekannten Teil des DDR-Schulwesens: Das System der Heime, Arbeitslager und Jugendwerkhöfe

„Abgehauen“, ebenfalls von Grit Poppe.

Die  erfundene, aber realistisch erzählte Geschichte einer Flucht aus dem Jugendwerkhof Torgau in die Prager Botschaft. (Nicht zu verwechseln mit „Abgehauen“ von Manfred Krug!)

Ein Interview mit Grit Poppe

„Ich schlage vor, dass wir uns küssen“ von Rayk Wieland

Matthias Wegehaupt, Die Insel

Wie eine Spinne legt die Partei ihr Netz über die Menschen auf der Insel. Selten wurde so präzise geschildert, wie sich der Sozialismus der Landschaft und der Menschen bemächtigt, bis hin zu ihrer Zerstörung.

Für den Unterricht zu lang: 1.000 Seiten! Matthias Wegehaupt hat von 1970 bis 1989 daran geschrieben. Ein großartiges Buch!

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