Dokumentarfilm: Honeckers unheimlicher Plan

Gepostet am Aktualisiert am

Am 1.10.18, zu später Stunde, zeigt die ARD den Dokumentarfilm „Honeckers unheimlicher Plan“ über die Vorbereitungen der Staatsmacht, binnen 24 Stunden fast 100.000 „Konterrevolutionäre“ zu verhaften, in Lager einzusperren oder zumindest verschärft zu überwachen.

Zur Geschichte des Kommunismus gehört, dass Kommunisten sich immer bedroht gefühlt haben. Sie sahen und sehen überall Feinde, die sie vernichten wollen. Deshalb gibt es in allen kommunistischen Staaten Konzentrationslager und Gefängnisse für die angeblich allgegenwärtigen Spione, Agenten und Klassenfeinde. Bestenfalls werden die „Feinde“ des Volkes in Umerziehungslager gesteckt. Ihnen war bewusst, dass das neue Gesellschaftssystem und der neue Menschentyp, die sie der Menschheit  aufzwingen wollten, nur mit Gewalt durchsetzbar sind. Gewaltanwendung zieht sich von Lenin bis Dutschke wie ein roter Faden durch die Geschichte des Kommunismus.

Die mehr oder weniger umfassende Abschaffung von Individualität, von Freiheits- und Eigentumsrechten, die Abschaffung rechtlicher Schutzgarantien vor staatlichen Ein- und Übergriffen, die Diktatur einer Funktionärsklasse, die sich selbst den Lebensstandard vorkommunistischer Herrschaftsklassen gönnt, ihre Untertanen aber in eine Mangelgesellschaft zwingt, dies alles bedingt Überwachung, Geheimpolizei, Gefängnisse und drastische Gerichtsurteile.

Es ist daher kein Wunder, dass es auch in der DDR ein ausgefeiltes System der Beobachtung und Überwachung gab. Die kommunistische Urangst vor der Konterrevolution, die angeblich 1953 versucht worden war, löste auch die umfassenden Planungen für den Ernstfall aus, wenn es zu „Zusammenrottungen“ (wie das die SED und Bundeskanzlerin Merkel zu nennen pflegen) und Schlimmerem kommen würde.

Warum die DDR trotz aller weitreichenden Pläne gegen die Konterrevolution implodierte, gilt manchen Wissenschaftlern als wichtige Frage.

Siehe dazu auch: Die NVA 1989/90 oder Bürgerbewegung Potsdam als DVD, Langzeitwirkungen des kommunistischen Menschenexperiments und auch hier: Secondhand-Zeit.

 

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