Gibt es ein palästinensisches Volk?

Gepostet am Aktualisiert am

Ich bin auf der Suche nach Literatur zum palästinensischen Volk.

Das Volks-Narrativ ist in aller Munde. Seit 3.000 Jahren wäre Palästina palästinensisch. So wird das im WDR-Schul- und Kinderfernsehen erzählt (den Link suche ich noch). Der Israel-Resident der ARD spricht von Christen und Arabern, die in Jerusalem wohnen und von jüdischen Siedlern. Die UNO, in der demokratisch verfasste Staaten in der Minderheit sind, stellt Hebron als arabisches Weltkulturerbe unter Denkmalschutz. (Wahrscheinlich beschließen sie demnächst, dass Adolf Hitler unter falschem Namen in Braunau lebt.)

Ich krame in meinen Erinnerungen an die Bibel und das Römische Imperium. Immer kommen da Juden in Palästina vor. Aber scheinbar ist das bloß eine Legende. Aktuell ist dagegen:

Die Juden wären, abgesehen von frühen Eindringlingen ab Ende des 19. Jahrhunderts, erst 1947/48 eingewandert und nähmen dem palästinensischen Volk das Land weg.

Zunehmend werden nicht nur in der arabischen Welt, sondern auch im Westen, in linken Parteien, in den Medien, in der UNO und der EU das Existenzrecht des Staates Israel und die jahrtausendealte jüdische Siedlungsgeschichte bestritten.

Das kommt mir alles spanisch vor, daher suche ich Links zur Geschichte Palästinas.

Da kommt dieses Buch gerade recht: Die Geschichte des palästinensischen Volkes vom Altertum bis heute. Aber es enthält nur leere Seiten! Amazon hat es wieder aus seinem Angebot genommen, weil Käufer die Ironie nicht verstanden und sich beschwerten.

 

Die Links

Die Rechte des jüdischen Volks auf einen souveränen Staat in ihrer historischen Heimat

Gudrun Krämer, Geschichte Palästinas  Ich kann ihr nicht in allem zustimmen. Sie nimmt die Existenz einer „palästinensischen Gesellschaft“ an. Man kann den soziologischen Begriff nicht einfach auf arabische Stämme übertragen. Aber sie gibt auch brauchbare Hinweise.

Hamasführer gibt zu: „Keine palästinensischen Wurzeln in Palästina“

Israel – Rechtsgrundlagen und Geschichte

Kein Staat – Ein Staat -Zwei Staaten -Drei Staaten?

Jesus war der erste Palästinenser: die Geschichtsklitterung arabischer Regierungsbeamter

Die großen Lügen unserer Zeit

Die Palästinenser – das erfundene Volk    Unbedingt lesen! Zwar ironisch, aber treffend

Fundstücke:

Palästina ist kein arabisches, sondern ein griechisches Wort. Wieso haben Araber, die angeblich seit Jahrtausenden in Palästina leben und Reiche bildeten, kein Wort für diese Gegend in ihrer Sprache ?

Es gibt keine alten palästinensischen archäologischen Stätten, Denkmäler, Literatur, Helden oder Münzen und keine palästinensische Sprache.

 

Im Koran werden weder Palästina noch Jerusalem erwähnt.

Gegründet (bzw. erfunden) wurde das heutige „Volk“ der arabisch-semitischen Palästinenser von Jassir Arafat. 1964 erwähnte er die Palästinenser zum ersten Mal. Arafat, der Palästinenser? Irrtum – Jassir Arafat war gebürtiger Ägypter, er kam 1929 in Kairo zur Welt. Seine Eltern stammten zwar aus Gaza und Jerusalem. Doch lag beides zur Zeit von Arafats Eltern im Osmanischen Reich, in der Provinz Küdüs-i-Sherif (türkisch für Jerusalem). Seine Eltern waren also Osmanen / Türken arabischen Ursprungs.

Palästina war dünn besiedelt. Die Osmanen siedelten zur Sicherung ihres Territoriums gegen die Beduinenstämme der arabischen Halbinsel Tscherkessen vom Balkan an. Für Ägypten, woher die meisten Araber nach Palästina kamen, und Syrien existiert bis heute kein palästinensisches Volk. Syrien betrachtet das Gebiet als Teil seines Territoriums („Südsyrien“).

Mit der durch den Zionismus verstärkt einsetzenden Einwanderung europäischer Juden zum Ende des 19. Jahrhunderts nahm auch der Zustrom von Arabern zu. Sie wurden von der durch die Einwanderung europäischer Juden ausgelösten wirtschaftlichen Entwicklung angelockt.

Und hier noch einiges Interessante:
„seit 1948 fordern wir die Rückkehr der (paläs­tinensischen) Flüchtlinge, obwohl wir es sind, die sie zur Flucht zwangen ..“ (Khaled al-Asm, ehem. syrischer Premierminister, in seinen Memoiren 1973)

„Unsere Führer sind verantwortlich für die Flucht der Dorfbewohner, weil sie falsche und über­triebene Gerüchte von jüdischen Verbrechen und Greueltaten wie Mord an Frauen und Kindern verbreiteten, um die Araber aufzuhetzen … (Jordanische Tageszeitung AL URDUN, 9.4.1953)

Der Generalsekretär der Arabischen Liga bemerkte 1951, dass sein Vorgänger Azzam Pasha „den Arabischen Völkern versicherte, dass die Besetzung von Palästina und Tel Aviv so einfach sei wie ein Spaziergang …denn es würde ein leichtes sein, die Juden ins Mittelmeer zu werfen.“ (Arutz Sheva_29.02.2004)

Nach einem Bericht des arabischen Instituts für Palästinensische Studien in Beirut (1969) wurde die Mehrheit der arabischen Flüchtlinge 1948 nicht vertrieben und 68% hätten das Land verlassen, ohne einen israelischen Soldaten gesehen zu haben.

Walid Shoebat, ein früherer PLO Terrorist, erkannte, dass er für eine Lüge kämpfte:
“Wir betrachteten uns selbst als Jordanier bis die Juden nach Jerusalem zurückkehrten. Dann waren wir plötzlich Palästinenser. Sie entfernten den Stern von der jordanischen Flagge und ganz plötzlich hatten wir eine palästinensische Flagge.”

Am 23. März, volle vier Monate nach Ausbruch der Feindseligkeiten, vermerkte der ALA-Oberkommandierende Safwat einigermaßen erstaunt, dass die Juden „bisher nicht ein einziges arabisches Dorf angegriffen haben, außer sie wurden von diesem provoziert“.)

„Das Land ist leer und verwüstet und ohne Einwohner“
schreibt Samuel Manning 1874 in ‘Those Holy Fields“

Judäa sei so verwüstet menschenleer, daß er „meilenweit keine Anzeichen von Leben oder Besiedlung gesehen habe, berichtet der englische Geograph Arthur Stanley 1881 in „Sinai and Palestine“

„ein verfallenes Land “
W.C. Prime 1857 in „Tent Life in the Holy Land“

„Die .. Türken … verwandelten es in Ödland … Die Araber selber, die zum kleinen Teil seine Bewohner sind, … haben hier nichts erschaffen.“ Felix Bovet von seinem Besuch in Israel 1858 in „Egypt, Palestine and Phoenicia: A Visit to Sacred Lands“:

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb der britische Konsul von Palästina folgendes: „Das Land ist zu einem Großteil unbesiedelt, und daher braucht es dringend eine Bevölkerung.“ (James Finn zum Earl von Ciarendon, 15. Sept. 1857). Palästina wurde von den europäischen Kolonialmächten als geographischer Begriff gebraucht.

In einem Bericht der britischen Peel-Kommission von 1937 heißt es (Prof. Efraim Karsh: Palestine Betrayed. Yale University Press, 2010, S. 12): „Die Zunahme der arabischen Bevölkerung ist in urbanen Bereichen am stärksten, beeinflusst durch jüdische Entwicklung. Ein Vergleich mit den Zensusergebnisse von 1922 und 1931 zeigt, dass sechs Jahre später die Zunahme in Haifa 86%, in Jaffa 62%, in Jerusalem 37% beträgt, während sie in rein arabischen Städten wie Nablus nur 7% beträgt; in Gaza gab es einen Rückgang von 2 Prozent.“

Die meisten der frischgebackenen „Palästinenser” stammen von Arabern ab, die im frühen 20. Jahrhundert aus wirtschaftlichen Gründen in die Region eingewandert sind. Ihre ethnische Zugehörigkeit teilen Sie mit ihren Herkunftsländern: Ägypten, Syrien, Jordanien, Libanon und Saudiarabien. Wie der Hamas-Minister Fathi Hammad vor kurzem zugab: „Brüder, die Hälfte der Palästinenser sind Ägypter und die andere Hälfte sind Saudis.”

http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/24349/Default.aspx

In der arabischen Welt sind Nationen und Nationalstaaten eine künstliche, vom Westen übernommene, teilweise aufgezwungene Kategorie. Araber organisieren sich in Stämmen.

Für linke Westler ist die Nation vorgestrig und Volk eine rechtspopulistische Kategorie. Das Schwenken eines Fähnchens mit den Nationalfarben wird sogar von der Bundeskanzlerin unterbunden. Bei einer G20-Demo wurde ein Schild hoch gehalten: „Nation ist kacke“. Aber ausgerechnet die europäischen Linken sind es, die die Fakes von der palästinensischen Gesellschaft, der palästinensischen Nation und dem palästinensischen Volk glauben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s