Polizei provoziert friedliche Protestanten?

Gepostet am Aktualisiert am

Die Reflexe sind immer die gleichen: „Die Polizei redet von ca. 1.000 Vermummten. Ich habe aber viel weniger gesehen.“ So berichtet der Tagesschaureporter.

Kaum sieht man Flaschen, Feuerwerkskörper und brennende Autos, schon dürfen die geistigen Brandstifter Beuth, Blechschmidt (Welcome-to-hell-Organisator) oder van Aken ins Mikrofon sprechen und wie der sozialistische Bundestagsabgeordnete fein ziseliert über legitime Gewalt reden. Er reiste wochenlang durch das Land, um die Anti-G20-Demos zu propagieren.

Über Wochen werden wir auch von unseren Medien über die Vorbereitungen der G20-Gegner für ihren Hamburger Auftritt „informiert“. NDR-Panorama unterstellt der Polizei, verantwortlich für die Verwüstungen zu sein. Zeit Online schießt den Vogel ab. Sie geben einem ehemaligen Polizisten und Grünen-MdB, der wegen eines Raubüberfalls im Gefängnis saß, das Wort und der erklärt die Polizei zum Alleinschuldigen für alles, was in Hamburg passiert und noch passieren wird.

Ein Blogger, der (angeblich) ehrenamtlich für Zeit online gegen rechts bloggt, fotografierte Kolleg/-innen und stellte deren Fotos auf Twitter. Das wären Rechte, schrieb er dazu. Die wurden von, ja von wem wohl, Polizei, Kriminellen, Antifa?, prompt zusammengeschlagen. Der Blog von Zeit online wird finanziell unterstützt vom Bundesjustizminister Maas. (Was Die Zeit bestreitet.) Der Bericht eines Betroffenen

Noch krasser ist dann, dass die Medienschaffenden alle Kommentare löschen, die nicht „konstruktiv“ oder  „sachlich“ sind. (Aber nicht den, in dem sich einer über die Angst von Autobesitzern vor dem Abfackeln von Autos lustig macht. Volker Steinhoff von NDR-Panorama erinnert die Auflösung eines Demonstranten-Nachtlagers an Nordkorea. Dass Übernachtungen an diesem Ort gerichtlich untersagt waren, unterschlägt er. Bei Arte oder dem WDR, die angeblich höhere Anforderungen an journalistische Sorgfalt und Qualität haben, hätte der Beitrag sicher nicht ohne eingeblendete Faktencheck-Tafeln gesendet werden dürfen. In manchen Nachrichtensendungen gewinne ich den Eindruck, die Reporter schildern eine Auseinandersetzung zwischen „Konfliktpartnern“. Frau Will besteht so lange in ihrer Talk-Show auf Polizeifehlern, bis ich ermüdet abschalte.

Jakob Augstein nutzt die Gelegenheit, endlich einmal nicht auf Israel herumtrampeln zu müssen. Er rechtfertigt auf Twitter die Reaktion der Chaoten als Gegenwehr gegen die Gewalt, die von der Konferenz ausgeübt würde. Nicht zu vergessen die Polizei, die – unerhört – im Laufschritt dahergekommen sei.

Da darf das selbst ernannte Leitmedium der Hauptstadt, der linke Tagesspiegel, nicht hintanstehen: Sebastian Leber zweifelt am Rechtsstaat, weil ein paar bunte Iglu-Zelte die knallharte Polizei zum Pfefferspray greifen ließen. Frank Jansen sieht Wasserwerfer, die eine Autonomen-Demo „zerschießen“, was immer das auch heißen mag,  bevor auch nur ein Stein geflogen wäre. „Anderswo brennen Autos“ fährt er unmittelbar fort. Hat die Polizei die angesteckt? Brannten die als Reaktion auf die übergriffigen Bullen? Das ist fast schon Demagogie: Die Polizei zerschießt eine Demo von friedlichen Bürgern, (die in Springerstiefel, Sturmhauben und schwarzen Jacken herumlaufen und blitzschnell die Kleidung wechseln, um als unauffällige Demonstranten abzutauchen).

Abgewürgt hätte die repressive Polizei ein Protestcamp. Für den Tagesspiegel-Kriegsberichterstatter ein Verstoß gegen die Versammlungsfreiheit. Die „autonomentypische Kluft“ als Vermummung zu bezeichnen, wäre „konstruiert“. Die armen Demonstrierenden wurden nach 150 Metern gestoppt, obwohl sie bis dahin noch gar nichts verbrochen hätten. Der linke Tagesspiegel-Mitarbeiter Matthias Meisner verteidigt die Linkspartei gegen Vorwürfe, sie distanziere sich nicht ausreichend von Gewalt. Er meint, dass Frau Kipping ausgewogen – „in einem Atemzug“ – Gewalt von Demonstranten  und Polizei kritisiert hätte. Bei Frau Wagenknecht vermisst der Journalist jedoch Kritik an der Polizei. Sie „verzichte“ darauf. Immerhin konzediert das Blatt: Hamburg erlebte eine „unruhige“ Nacht.

NDR

  • Die Hamburger Linksfaschisten. Ein Kommentar von Roger Letsch auf Unbesorgt.de
  • Aus einem Bericht auf N24/welt.de: „So versuchte eine dreiköpfige, schwarz vermummte Gruppe in das Geschäft eines Apple-Vertragshändlers in der Schanzenstraße einzudringen, in dem es die Verbundglasscheiben attackierte. Ein Passant, der das Treiben sah und die Täter im Vorbeigehen kurz kritisierte, wurde von den Angreifern umgehend zusammengeschlagen. Umstehende alarmierten zwei Sanitäter, die sich dann fast schon rührend um den Mann kümmerten. Die Täter blieben unerkannt.“
  • Sind die Chaoten von Hamburg das außerparlamentarische Standbein der Linkspartei?  MdB Jan van Aken hat eine Demonstration angemeldet, er warb wochenlang für das Demonstrieren in Hamburg. Er schließt, wie es die kommunistische Ideologie befiehlt, Gewalt zur Erreichung linker Ziele nicht grundsätzlich aus. Seine Vorsitzende Kipping verurteilt erst einmal die Provokationen der Polizei und schiebt später auch etwas Kritik an Gewalttätern nach. Die Linksextremistin Jelpke, MdB, ausnahmsweise nicht im Kampf gegen Israel, ist natürlich auch mit von der Partie.

Nachdenken sollten die Sympathisanten der Linksfaschisten in den Medien, die unbedingt auch demonstrieren wollenden Gewerkschaften, Theaterschaffende und Fußballvereine, Kirchengemeinden, die mit ihrem Kirchenasyl die Rechtsprechung unterlaufen. Sie sinddie nützlichen Idioten, hinter deren Rücken Linksautonome plündern, Autos anstecken, mit Stahlzwillen auf Polizisten schießen und Molotwcocktails von Dächern werfen.

Siehe auch im Blog: „Linke SA?“

Kommentar eines Polizisten

Die Frankfurter Rundschau kennt den Unterschied zwischen rechter und linker Gewalt. (via AchGut)

Diese Zeitung war bis in die 90er Jahre ein wichtiges, linksliberales Blatt. Dank des FAZ-eigenen Anzeigenverbundes Rhein-Main-Media überlebt sie, weil sie die linksgrüne Einwohnerschaft des Rhein-Main-Gebietes abdeckt, während die Verbundpartner Frankfurter Neue Presse und (FAZ-)Rhein-Main-Zeitung das kleinbürgerliche und liberal-konservative Lager abdecken.

Advertisements

Ein Kommentar zu „Polizei provoziert friedliche Protestanten?

    […] 10.7.17: Dass Frau Kipping bei den Krawallen in Hamburg sich auch schwertut mit der Verurteilung von Gewalt und einen Vergleich mit rechter Gewalt ablehnt, […]

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s