Kurt Lichtenstein: ein Kommunist wird an der Zonengrenze erschossen

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Kurt Lichtenstein hatte eine lupenreine kommunistische Biographie: Als KPD-Funktionär vor den Nazis nach Russland geflohen, in Frankreich in der Résistance tätig, als französischer Fremdarbeiter im Nazideutschland eingesetzt, war im spanischen Bürgerkrieg, arbeitete mit Ulbricht und Honecker zusammen, war ab 1947 KPD-Abgeordneter in Nordrhein-Westfalen.

Dann kam es, wie es kommen musste: Er wird als angeblicher Verräter enttarnt und 1953 aus der Partei ausgeschlossen. Er arbeitet als Hilfsarbeiter, bis er eine Anstellung bei einer Zeitung bekommt.

1961 sieht an der damals noch offenen, aber bewachten Zonengrenze eine DDR-Ernte-Brigade und steigt aus, um sie zu filmen. Er wird von DDR-Grenzern wenige Meter von der Grenze entfernt durch Schüsse tödlich verletzt. Herbert Wehner nahm an seiner Beerdigung teil.

Der Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin hat seine Geschichte festgehalten.

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