ARD zeigt Antisemitismusdoku doch

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Jetzt also doch: Am 21.6., 22.15 Uhr dürfen die Gebührenzahler das vom WDR abgenommene Werk, dessen Ausstrahlung der französisch-deutsche Sender Arte verweigerte, jetzt doch sehen. Nachdem es bild.de einen Tag lang gezeigt hat und es auf Youtube läuft.

WDR-Intendant Tom Buhrow wird von haOlam zitiert: „Wir haben den Film intensiv geprüft, und ich habe entschieden, die Dokumentation und unsere handwerklichen Fragezeichen dazu transparent zur Diskussion zu stellen.“

Anscheinend hat die zuständige Redakteurin, die den Film vor mehr als fünf Monaten abgenommen hatte, nicht intensiv geprüft. Ob sie eine Abmahnung bekommen hat? So transparent war Herr Buhrow dann doch nicht. Sie ist inzwischen im Vorruhestand.

Im Anschluss an die Ausstrahlung am Mittwoch folgt die – unvermeidliche – Diskussionsrunde mit der Moderatorin Sandra Maischberger, besetzt mit drei Israelkritikern und zwei proisraelischen Antisemitsmusexperten. Es ist also zu erwarten, dass uns der Film so serviert wird, dass wir unseren TV-Gewaltigen Recht geben müssen.

Der Programmdirektor der ARD, Volker Herres ergänzt: „Ich halte es für richtig, die umstrittene Dokumentation jetzt (Hervorhebung von mir; GS) einem breiten Publikum zugänglich zu machen, auch und trotz ihrer handwerklichen Mängel. Nur so kann sich das Fernsehpublikum ein eigenes Bild machen.“

Jetzt bin ich mal gespannt, welche handwerklichen Mängel die Herren Herres und Buhrow gefunden haben und wie sie mit dem Verdikt aus Straßburg umgehen, der Film sei nicht ergebnisoffen und ausgewogen. (Beim Wiederlesen stockt mir der Atem: Wie sieht ein ausgewogener Film über Antisemitismus aus?)

Der Hauptmangel ist wohl der, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden: Statt der kahlrasierten „Sieg Heil“- und „Juden raus“- Schreier der rechten Szene war die Linksextremistin Brigitte Groth (Linkspartei) zu hören („Die Juden vergiften das Mittelmeer.“) und Mahmoud Abbas, Kampfname der 70er Jahre Abu Mazen, Freund von Außenminister Gabriel (Jüdische Rabbis fordern zur Brunnenvergiftung in arabischen Dörfern auf). Für diese Rede im Europäischen Parlament wird er vom späteren SPD-Vorsitzenden Schulz gelobt.

Linksextremisten in Paris und Berlin wünschen Israel die völlige Vernichtung. Freundlich lächelnde arabische Palästinenser antworten aalglatt auf die Frage, wo die Milliarden € aus Europa eigentlich geblieben sind usw. usw.

Wäre das nicht eine Aufgabe für den Rechercheverbund von WDR, ndr und SZ herauszufinden, in welchen Taschen in Gaza und Ramallah die Milliarden gelandet sind?

Axel Feuerherdt resümiert das widerliche Verhalten von Arte und WDR

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