Was hat der CO2-Ausstoß in Stuttgart mit dem Untergang von Kiribati zu tun?

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Ein Dauerbrenner wird gerade (wieder) die Nachricht von den untergehenden Marschall-Inseln im Südpazifik. Die ARD wiederholte letzte Woche eine entsprechende Dokumentation. Das Berliner Regionalblatt Tagesspiegel berichtet heute vom Besuch der Präsidentin der Marshall-inseln in Brüssel. Sie will Gelder von der EU, weil die von den EU-Staaten verursachte Erderwärmung zur Überschwemmung ihrer Heimat führen würde. Ich wünschte mir von den Medien, für die ich Rundfunksteuer und Abonnementgebühren bezahle, dass sie mich umfassend informieren und nicht einseitig. Wenn es ins Weltbild der Journalisten passt schreiben sie „umstritten“, etwa der umstrittene Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Noch nie aber habe ich gelesen: die umstrittene Behauptung vom menschengemachten Klimawandel oder die umstrittene Behauptung von der wachsenden Altersarmut.

Christian Vooren nimmt den Besuch der Präsidentin zum Anlass, gleich weitere Forderungen anzumelden: Anerkennung der Inselbewohner als Umweltgeflüchtete bzw. noch zu Fliehende.

Also muss ich selbst herausfinden, ob Bayerischer Rundfunk und Tagesspiegel Fake-News verbreiten. Deren Faktenfinder sind wohl ausgeschwärmt, um Rechtspopulisten aufzuspüren.

Die Wissenschaftler des unabhängigen EIKE-Instituts haben sich die Mühe gemacht, die Aussagen des Films des Bayerischen Rundfunks mit Klimadaten zu vergleichen. Da sieht das mit der Überschwemmung in spätestens 30 Jahren etwas anders aus.

Bei Arte würde man sagen die Dokumentation wäre unausgewogen, handwerklich schlecht, verstieße gegen Qualitätsmaßstäbe.

Nachdem ich das geschrieben habe, lese ich weiter, dass eine ARD-Mitarbeiterin einem EIKE-Wissenschaftler auf eine Mail mit detailliert aufgeführten Fakes erklärt: Die Sendung entspricht unseren Qualitätsmaßstäben.

Der Reporter interviewt Einheimische. Die haben alle das Narrativ von den Europäern, die ihre Inseln unter Wasser setzen, drauf. Dass die Korallenriffe nicht absterben, dass es Wirbelstürme, Regen und Überschwemmungen seit Jahrtausenden gibt, was ficht es den Filmemacher an. Auch die Redakteurin, die den Film abgnommen hat, erkannte keine unsaubere Arbeit. Eine im Film gezeigte Sturmflut vor 12 Jahren war Folge eines Zusamentreffens regionaler Wetterereignisse, sie ist nicht regelmäßig oder gar zunehmend wiederkehrend. Die gezeigte Überflutung einer Lagune war von Menschen verursacht. Warum seit ewigen Zeiten in Kiribati Hütten auf Stelzen gebaut werden, wurde im Film nicht geklärt.

In den EIKE-Beitrag wurde ein Leserkommentar vom Blog Donner + Doria im Dezember 2012 zum Thema untergehende Inseln aufgenommen:
„… Ich kenne mich auf den Inseln von Kiribati sehr gut aus und habe unter anderem das ganze Jahr 2011 auf Tarawa verbracht. Vorher bereiste ich binnen drei Jahren auch die Inseln Makin, Beru und Nonouti in der Gilbertgruppe. Es geht den I-Kiribati (so nennt sich der Volksstamm selbst) nur und ausschließlich um Geld. Sie haben im neunzehnten Jahrhundert ihre kulturelle Identität durch die christliche Missionierung verloren und leben nun nach den kruden Moralvorstellungen der Missionare. Dadurch (und durch andere Faktoren, wie z.B. eine völlig unzureichende Bildung) sind die westlichen Industrienationen der Buhmann und der Geldesel. Die Insel Nonouti wird seit Jahrhunderten alle fünf bis zehn Jahre einmal überspült. Wenn dann aber der Chiefcounsiler (Inselhauptmann) ein Fernsehteam der BBC einlädt, das mit ernsten Mienen die Folgen der Klimaerwärmung just zum Zeitpunkt der höchsten Flut dreht, dann geht es dem Chief schlicht nur darum, soviel Geld wie möglich im Ausland locker zu machen durch diese Berichterstattung. Ich habe es selbst erlebt und das Feixen des Chief noch gut vor Augen…“

Warum die untergehenden Südsee-Inseln so viel mediale Aufmerksamkeit bekommt, liegt wohl auch daran, dass Umweltministerin Hendricks und Umwelt-NGOs dafür sorgen, dass Geldmittel in die Südsee fließen.

Die EIKE-Tabellen zu lesen, ist mühsam, aber es gibt auch zusammenfassende Texte. Weitere Links hier.

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