Schüler drehen Film über Speziallager

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Nicht sehr oft kommt es vor, dass ein sowjetisches Speziallager das Interesse von Jugendlichen hervorruft. Eher geht es um die nationalsozialistischen Konzentrationslager und nicht darum, wie die Sowjets nach der Befreiung Deutschlands vom Faschismus die Lager weiternutzten. (Zu Speziallagern siehe im Blog u. a. hier!)

Oranienburger Gymnasialschüler drehen einen Film mit einem der letzten Zeitzeugen, der drei Jahre im Speziallager auf dem Gelände des ehemaligen KZs Sachsenhausen in Oranienburg bei Berlin verbringen musste.

Das Thema Speziallager war in der DDR tabu. In den Geschichtsbüchern und dem Geschichtsunterricht spielen sie auch heute keine Rolle. In der brandenburgischen Gedenkstättenstiftung dominiert die antifaschistische Bildungsarbeit. Die sowjetischen Speziallager sind ein nachrangiges Thema, das man nicht verhindern konnte.

Ein Nachhall davon ist noch beim Pressesprecher der Stiftung zu hören. In der PNN v. 13.6.17 wird über das Filmprojekt berichtet und der Stiftungsmitarbeiter zitiert. Demokratie falle nicht vom Himmel und sei stets gefährdet und: „Die Schüler lernen am Nationalsozialismus und den Folgen, was schlimmstenfalls möglich ist.“

 

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