So geht Forschung: menschengemachter Klimawandel und eine korrupte Wissenschaft

Gepostet am Aktualisiert am

Ulrich Schödlbauer erklärt, warum die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel zur Klimareligion werden konnte.

Was Ulrich Schödlbauer in essayistischer Form komprimiert, belegt Klimaforscher Timothy (Tim) Ball in The Deliberate Corruption Of Climate Science akribisch.

(Das Folgende ist ein Nachtrag v. 1.9.17)

Mir war aufgefallen, dass der IPCC-Bericht über den menschengemachten Klimawandel an keiner Stelle eine wissenschaftliche Studie nennt, die einen kausalen Zusammenhang zwischen einem einzelnen Klimaphänomen wie dem von Menschen verursachten CO2-Ausstoß und der Erderwärmung nennt. Stattdessen wimmelt es von vorsichtigen Formulierungen wie „könnte sein“, „möglicherweise“, „wahrscheinlich“.

Dr. Ball belegt, dass vor dem „wissenschaftlichen“ Bericht des IPCC die „Zusammenfassung für Politiker“ (Summary for Policy Makers, SPM) geschrieben worden war. (Leider wiederholt er diesen Satz ständig; das Buch hätte einen Lektor bebötigt.) Diese ist sehr viel eindeutiger, was die Evidenz des menschengemachten Klimawandels angeht. Aus dem E-Mail-Verkehr von Umweltaktivisten und IPCC-Wissenschaftlern lässt sich belegen, dass der wissenschaftliche Katalog erst hinterher veröffentlicht wurde und im Hinblick auf die erwünschte politische Agenda überarbeitet worden war, obwohl er insgesamt immer noch vorsichtig geblieben ist.

Es wurden widersprechende Befunde weggelassen, z. B. dass es im Mittelalter eine erheblich wärmere Warmzeit gegeben hatte oder Abkühlungsjahre in den 90ern wurden weggelassen, weil sie der Behauptung von der menschengemachten stetig steigenden Erwärmung widersprachen. Wissenschaftler, die das aufdeckten, wurden als Menschen und Wissenschaftler angegriffen.

Die Diskrepanz zwischen vorsichtigen Formulierungen in den akademischen Papieren und den konkreten Handlungsanweisungen im SPM könnten im Falle des Scheiterns der politischen Ziele der Ehrenrettung der Beteiligten dienen: „Wir waren vorsichtig mit unseren Aussagen“ oder „Es waren doch nur Vermutungen“ oder „Die Medien haben übertrieben“.

Tim Ball zeichnet die Entstehungsgeschichte des IPCC und des Dogmas vom menschengemachten Klimawandel nach. Er zitiert aus Veröffentlichungen von Umweltaktivist/-innen der 70er bis 90er Jahre und nennt die führenden Köpfe.

Die Entdeckung des angeblich so gefährlichen CO2 und die daraufhin getroffenen politischen Entscheidungen in den UN-Weltbevölkerungs-, Welternährungs- und Weltklimakonferenzen verhalfen einer Agenda zum Durchbruch, deren Ziel weitergehender ist als die Verlangsamung einer vermuteten dauerhaften Erderwärmung. Es sind die Thesen von der Übervölkerung Erde, dem drohenden Hungertod von Millionen Menschen (Malthus) und der Naturzerstörung durch die Industrialisierung.

Als Konsequenz müsse das Wachstum der Menschheit gebremst werden, der Raubbau an der Natur gestoppt und die Industrialisierung zurückgefahren werden. Es ist der Kapitalismus mit seiner Ressourcenverschleuderung, seinem Konsumismus, seiner Abfallproduktion, seinem Energieverbrauch, der die Erde langfristig zerstören würde. Einige Umweltaktivisten sprechen es offen aus, dass der Mensch der große Schädling wäre und die Natur ohne ihn besser zurecht käme.

Die Kaptialismuskritikerin Naomi Klein sagt es offen: Forget everything you think you know about global warming. The really inconvenient truth is that it’s not about carbon—it’s about capitalism. The convenient truth is that we can seize this existential crisis to transform our failed economic system and build something radically better.  (gefunden auf quora, aber ohne Quellenangabe; GS)

Mir fallen regionale Beispiele ein: Brandenburger Umweltaktivist/-innen zucken mit den Schultern, wenn Biber die Hochwasserschutzdämme an der Oder durchlöchern. Die Brandenburger Wolfs-Aktivist/-innen verlangen von Bauern und Schäfern, dass sie ihre Herden durch höhere Zäune schützen und nachts einsperren. Die nach Jahrhunderten wieder angesiedelten Wölfe dürften keinesfalls abgeschossen werden.

Um die Jahrtausendwende, als das IPCC seinen dritten Bericht zusammenstellte, hatte der Hype um den menschengemachten Klimawandel schon einen ganzen wissenschaftlich-publizistisch-politischen Komplex geschaffen, der von Regierungen finanziert wurde und an der weiteren Verbreitung des Narrativs arbeitete.

Dr. Ball sagt, die Umweltaktivisten und ihr IPCC korrumpierten die Wissenschaft. Früher sei es üblich gewesen, dass Hypothesen gebildet wurden und die wurden überprüft. Wissenschaftliche Befunde wurden früher kritisch diskutiert, bestätigt, falsifiziert, modifiziert. Eine kritische Diskussion habe es bei den IPCC-Wissenschaftlern nicht gegeben. Peer Review habe nur in wenigen Fällen stattgefunden. Es seien Milliarden Dollars für Forschungen ausgegeben worden, die die allein menschengemachte Klimaerwärmung bestätigen sollten. Eine grundlegende Erforschung der natürlichen Klimafaktoren wäre nicht gefördert worden.

Das erklärt mir auch die triumphierend vorgebrachte Zahl von 97% aller Klimastudien, die den menschengemachten Klimawandel bestätigen würden. Es gibt praktisch keine anderen. Und wenn man sich diese Studien ansieht, besagen nicht wenige davon, dass es vielleicht so sein könnte oder dass man es nicht ausschließen könnte.

tim bell

Für Dr. Tim Ball waren die Umweltschützer erfolgreich, da sie das Umweltprogramm der UN schrieben, seit Jahrzehnten globale Kongresse abhalten und das politische Gremium IPCC schufen. Sie hätten aber die Klima-Wissenschaft korrumpiert.

Ich war vor einigen Jahren im Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und hörte den Vortrag eines jungen Mitarbeiters von Prof. Schellnhuber. Er agierte souverän, im schwarzen Anzug, stehend, den Laptop im Arm und warf Grafiken an die Wand, die zeigten, wann und in welcher Höhe die Norddeutsche Tiefebene durch den Meeresanstieg überflutet sein würde und Hannover Hafenstadt werden würde.

Dr. Ball  erklärt die Fragwürdigkeit der Computermodelle der Umweltaktivisten. Es mag sein, dass es Laien schwerfällt zu entscheiden, ob Klimaaktivisten oder Klimaskeptiker mit den richtigen Daten operieren. Man kann auch die Auslassungen, nachträglichen Änderungen und gefälschten Messdaten der IPCC-wissenschaftler/-innen als lässliche Sünden abtun.

Aber was Ball über die Mängel der Computermodelle und fehlende zuverlässige Daten schreibt, ist nachvollziehbar und plausibel, auch wenn man nicht Physik oder Meteorologie studiert hat.

Die Computermodelle teilen die Erde in Blöcke von ca. 1.000 km Kantenlänge ein, vergleichbar dem Gitternetz der Breiten- und Längengrade. Für etwa 70% der Erdoberfläche liegen keine oder nur wenige meteorologische Daten vor. Die meisten Messstationen liegen in Nordamerika und Europa. In den nordamerkianischen ist bei der Mehrzahl eine Ungenauigkeit von mehr als zwei Grad nachweisbar. Der afrikanische Kontinent hat nur wenige zuverlässige Messtationen. In den Hochgebirgen, den Wüsten, den tropischen und nördlichen Urwäldern gibt es nur wenige. Von den weltweit 6.000 Messstationen wurden in den letzten 30 Jahren über 4.000 geschlossen. Schaubild 18 bei Ball zeigt, dass ab der Reduktion der Stationen Anfang der 90er Jahre, die gemessene Erwärmung anstieg!

Die Häufung der Messstationen in dicht besiedelten Gebieten führt zu höheren globalen Temperaturdaten. In Städten ist die Temperatur höher als auf dem Land. Es gibt kanadische Daten, die zeigen, dass über einen längeren Zeitraum die Erwärmung in einer Stadt steigt, 100 Kilometer entfernt, auf dem Land, die Temperaturkurve dagegen gesunken ist.

Für manche der in die Software eingegebenen Gitternetz-Blöcke gibt es nur eine Messstation. Das wäre so, als ob man die Klimadaten von Potsdam für einen Radius von 500 km, von Köln bis Warschau, nehmen würde. Die Erde wird für den Computer als ebene Fläche  dargestellt, der Sonneneinfall wird als überall gleichmäßig von oben (90 Grad) angenommen.

Erdrotation, Erdumlauf und Neigung der Erdachse sind Schwankungen unterworfen. Die fünf Schichten der Erdatmosphäre haben in den Klimazonen eine unterschiedliche Ausdehnung. Die unterste, die Troposphäre, hat an den Polen etwa 7 km, in den Tropen 17 km. Nicht zuletzt ihre Durchmischung ist wechselhaft. Die Dynamik der Ozeane wird erst seit kurzem erforscht.

All dies lässt sich in Computermodellen nur schwer oder gar nicht erfassen. Auch noch schnellere Rechner werden das Problem nicht lösen, wenn ungenaue, gerundete und geschätzte Daten eingegeben werden.

Dr. Ball wirft den IPCC-Aktivisten vor, dass sie noch nie ihre Computerberechnungen validiert haben. D. h. sie haben nie untersucht, ob die Methoden ihres mit dem Computer berechneten Klimaverlaufs in einer Region, in einem bestimmten Zeitraum gültig waren. Sie wurden nie benutzt, um zu überprüfen, ob sie einen realen Klimaverlauf der Vergangenheit richtig wiedergeben konnten.

Nachtrag: Validierungs-Läufe scheint es inzwischen doch gegeben zu haben. Die Ergebnisse waren aber enttäuschend. die Realität sah anders aus als die Computerberechnungen. Siehe auch hier im Blog!

Das Geschehen in den Klimazonen ist hochkomplex. Es ist empirisch unzureichend erforscht. Klimamodelle im Computer zu simulieren, ist allein aufgrund fehlender und ungenauer Daten schwierig bis unmöglich.

In der realen Welt außerhalb von Computer- Modellen finden die noch angeblich nie da gewesene Erwärmung und die Katastrophen nicht statt: steigende Temperatur, steigender Meeresspiegel, Extremwetter oder andere angebliche Probleme.

Insgesamt macht CO2 0,00385 Prozent der Atmosphäre aus. Davon beträgt der menschliche Anteil von (laut IPCC) nur 0,0019 Prozent. Die Umweltaktivisten sagen, auch wenn das winzig erscheint, so störe es aber das Gleichgewicht in der Erdatmosphäre.

Wenn nun aber das steigende menschengemachte CO2 an der Erwärmung der Erde schuld sei, wie lässt sich dann die Warmzeit des Mittelalters mit höheren Temperaturen als im 20. Jahrhundert erklären?

Nachtrag: Selbstverständlich geriet Dr. Ball ins Visier der IPCC-Wissenschaftler. Michael Mann, einer der im Buch genannten IPCC-Drahtzieher, verklagte Dr. Ball vor einem kanadischen Gericht. Beim Prozess weigerte sich Mann, seine Daten und seine Berechnungen offen zu legen. Jetzt wird ihm der Prozess gemacht. Seine wissenschaftliche Reputation ist weg. (Quelle)

Bei Gelegenheit des Schreibens dieses Postings fiel mir auf, dass Wikipedia die Seite über Herrn Schellnhuber als exzellent beurteilt (über hundert Fußnoten und kein einziges kritisches Wort über den menschengemachten Klimawandel). Es ist anzunehmen, dass der Artikel in Potsdam entstanden ist.

Die Klimaaktivisten sollen ca. 5.000 Wikipedia-Artikel überprüft und gegebenenfalls im Sinne der menschengemachten Erwärmung korrigiert haben. Sie haben außerdem eine Liste gewogenerJjournalisten und besprechen ihre Veröffentlichungen gegenseitig.

 

Advertisements

3 Kommentare zu „So geht Forschung: menschengemachter Klimawandel und eine korrupte Wissenschaft

    […] seinem Buch über das Zustandekommen der umstrittenen IPCC-Thesen vom menschengemachten Klimawandel schreibt […]

    […] Essen 2015. Auch Tim Ball schreibt in seinem Buch über die korrumpierte Klimaforschung darüber. Prof. Ewert berichtet von den terrestrischen Messungen der Temperatur mittels lokaler […]

    […] Tim Ball – The Deliberate Corruption of Climate Science und sein Buch […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s