Die Kinder gedopter DDR-Sportlerinnen stellen Fragen

Gepostet am Aktualisiert am

In der FAZ v.17.5.17, p 27, berichtet Michael Reinsch von der andauernden Nichtbeachtung der DDR-Doping-Opfer: „Es reißt die Leute weg“.

Die ehrenamtliche Beratungsstelle der Doping-Opfer-Hilfe, die mietfrei in den Räumen der Robert-Havemann-Stiftung untergekommen war, muss aufgegeben werden, da die Stiftung umzieht.

Politik und der offizielle Sport zeigen nach wie vor kein Interesse am Schicksal der Opfer.

130 Opfer der zweiten Generation haben sich gemeldet. Wobei eine Schädigung nur anerkannt wird, wenn die Mutter während des Dopings schwanger war.

Den ehrenamtlich tätigen Helferinnen fällt es schwer, das, was ihnen täglich Leid und Verzweifelung begegnet, zu verarbeiten.

Die krassesten Fälle seien die, in denen Eltern den Missbrauch bis heute gut heißen. Ein Stasi-Vater hat alle Unterlagen vernichtet, mit denen die Tochter einen Antrag auf Entschädigung stellen wollte. eine Doping-Geschädigte möchte einen Mitschnitt der Gesprächsaufzeichnung für ihre Eltern. Die weigern sich, ihr zuzuhören. Die DDR wäre gut gewesen, Doping hätte es nicht gegeben.

 

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