Zu viel Wahrheit?

Gepostet am Aktualisiert am

Geotg Stefan Troller, unvergessener Paris-Korrespondent des Fernsehens, macht 1954, nach dem Fall von Dien Bien Phu, eine Sendung über Indochina. Er zitiert dazu in seinem Erinnerungsbuch „Unterwegs auf vielen Straßen“ einen Brief, den er von seinem Wiener Sender bekam: „Lieber Kollege Troller, machen wir es kurz und schmerzlos. Ihr Bericht über Indochina konnte leider nicht verwendet werden, da darin zu viele Wahrheiten enthalten sind…“

Ein zeitlos gültiger Satz.

Dennoch spekuliere ich im konkreten Fall einmal. Vermutlich glaubte Troller die von Peter Scholl-Latour aufgestellte Behauptung, in Dien Bien Phu hätte die Waffen-SS ihre letzte Schlacht geschlagen.

Wahr ist, dass der Anteil der Deutschen in der französischen Fremdenlegion etwa 50% betrug. Die französische Regierung legte allerdings Wert auf die Feststellung, dass aus Kriegsgefangenenlagern höchstens 2% stammten. Zur Waffen-SS zählten auch französische und ukrainische Einheiten. Da keine Franzosen in die Fremdenlegion eintreten durften, gaben sich erstere als Belgier aus. Von den zusätzlich in die Dschungelfestung eingeflogenen ca. 4.000 Soldaten sollen 1.500 Deutsche gewesen sein.

 

Dien Bien Phu 1954 in Wikipedia

Gründung des kommunistischen Nordvietnams 1945 in Wikipedia

Waffen-SS und Dien Bien Phu in N24/Die Welt

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